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Verbotene Liebe - Wen darf man nicht lieben?

Den Teufel liebt man nicht zweimalWas versteht man unter verbotener Liebe? Es ist alles, was ein gesellschaftliches, kulturelles oder rechtlich gesehenes Tabu darstellt. Es ist aber auch ein No Go, eine heimliche Liebe, eine Affäre, ein Seitensprung, ein spontanes Date mit einem Fremden. Und es kann auch die Liebe zwischen dem Chef uns seiner Sekretärin, dem Lehrer und seiner Schülerin, der Lehrerin und ihrem Schüler sein, wenn wir uns die Erwachsenenbildung ansehen. Liebe zwischen einem katholischen Priester, dem Bischof und einer Frau oder einem Mann aus der Seelengemeinde, zwischen einem attraktiven Arzt und seiner psychisch labilen, quasi verwirrten Patientin, wobei man hier oft nicht weiss, ob die Patientin oder der Arzt verwirrt ist, und zwischen Vorgesetzten und Auszubildenden.

Rechtlich gesehen ist verbotene Liebe zwischen Blutsverwandten, Geschwistern, Eltern und Kindern nicht erlaubt, obwohl es sehr selten bis nie vorkommt, dass man sich in seine Schwester, seinen Bruder, seine Mutter oder gar den Vater verliebt. Wir müssen einen gewissen Schutz pflegen, damit nicht jeder irgendeinen Sexualpartner wählt, der nicht geeignet ist, denn es muss auch die Psyche des Einzelnen geschützt werden. Inzestuöse Verhältnisse waren im Mittelalter und in Zeiten des Hochadels beliebt, da man dachte, das blaue Blut muss erhalten bleiben. So heiratete man seine Cousine, seinen Cousin, bekam Kinder, und wissenschaftliche Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Kinder oft schwere Handicaps aufweisen, geistige oder körperliche Schwächen haben, umso mehr Inzest betrieben wurde. Heute weiss man, Kinder aus inzestuösen Liebesbeziehungen sind ein Tabu, auch wenn es sie immer noch gibt. Diese Kinder können kerngesund sein, sie können jedoch auch erhebliche Behinderungen aufweisen. Normalerweise zeigen uns die kulturellen Einflüsse, die familiären Bindungen, und auch die unpassende Chemie zwischen Blutsverwandten, dass Inzest kein Thema ist, da man sich im Grunde nicht in seine Schwester, seinen Bruder, etc. verliebt. Hin und wieder kommt es dennoch vor, das liegt in der Natur des Menschen.

Übrigens gilt in einigen stark konservativen Kreisen die homosexuelle Liebe auch als verpönt, obwohl dies heute in unserer toleranten Gesellschaft kein Thema mehr sein dürfte. Schwule und Lesben wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein verfolgt und bestraft, mussten sich verstecken, durften ihre Liebe nicht öffentlich zeigen, und auch heute haben sie es immer noch schwer, besonders am Land, oder in konservativen Gesellschaften. Homosexualität ist in der Natur des Menschen tief verankert. Es ist weder eine Krankheit, noch eine Sünde, und wir sollten endlich akzeptieren, dass wir alle Menschen sind, gleich sind, gleich behandelt werden wollen, weil wir alle Seelen sind. Man verliebt sich nicht in ein männliches oder weibliches Fleisch, man verliebt sich in eine Seele, welche vom Fleisch umgeben, quasi umhüllt ist.

Als ich 23 Jahre jung war, lernte ich in meinem jugendlichen Wahnsinn eine Frau namens Anna kennen. Sie wohnte in Hallein, war Galeristin und sah für mich einfach nur umwerfend aus. Zu Silvester tanzten wir in einer Disco, und ich wusste nicht, ob sie lesbisch oder heterosexuell war. Ich bin heterosexuell und wusste nicht, wie ich mit meinen Gefühlen umgehen sollte. Jede Berührung von ihr erregte mich, und ich wollte meine Erregung nicht jedem zeigen, also wusste ich nicht, ob ich auf Abstand gehen sollte oder sie umarmen durfte. Damals war ich schüchtern und von mir selber irritiert. Heutzutage hätte ich sie einfach gefragt, ob sie auf Frauen steht. Ich sah die Anna nie wieder, hatte bei keiner weiteren Frau mehr dieses unbeschreibliche Gefühl, lebe seit unzähligen Jahren mit meinem jetzigen Lebenspartner zusammen, und ich bin glücklich. Ich denke aber, dass heute noch viele Menschen ihre homosexuellen Wünsche, Träume, Beziehungen nicht ausleben, weil sie unsicher sind, sich nicht trauen, darüber zu sprechen, oder weil sie fürchten, von der Gesellschaft gemieden zu werden. Und hier sollte sich etwas ändern, hin zu mehr Akzeptanz und Toleranz.

Fakt ist, Arzt und Patient, Schüler und Lehrer in der Erwachsenenbildung, Chef und Sekretärin können sich ineinander verlieben, und hier betreten wir eine Grauzone. Es kann gut gehen, das Verhältnis kann aber auch einseitig ausgenutzt werden. Hier werden einerseits Schutzbefohlene ausgenutzt, denn der Schüler ist ein Schutzbefohlener, und der Arzt leistet seinen Eid, was besonders unter Chirurgen ein absolutes Muss darstellt. Ärzte im Krankenhaus haben eine besondere Pflicht gegenüber ihren Patienten, da diese Patienten unter Narkose stehen, vor schwierigen Therapien, Behandlungen, Operationen stehen, Medikamente einnehmen, welche das Wahrnehmungsverhältnis trügen können, und hier ist es besonders sensibel, wenn ein Arzt glaubt, einem Patienten näher kommen zu müssen, weil die Situation stimmt.

Ich verliebte mich einst versehentlich in meinen Augenarzt, knapp nach meiner Augenoperation. Die Narkose wirkte noch stark, ich war benommen, der Arzt kümmerte sich intensiv um mich, und ich bekam Gewissensbisse. Das Arzt-Patient Verhältnis war zerbrochen, ich litt seelische Qualen, ich bot ihm eine Art Freundschaft an, um unser Verhältnis wieder zu kitten, quasi zu neutralisieren, er lehnte die Freundschaft ab, und nach zwei Jahren waren meine Gefühle wie weggeblasen.


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Elisabeth Putz

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