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Wie gesund sind Bioprodukte?Am 22. Mai ist Welttag der Biodiversität, ein Bio-Tag, an welchem wir uns auf die Natur, die biologische Artenvielfalt und die daraus entstehenden Möglichkeiten besinnen sollten. Am Biodiversitätstag könnten wir einen Apfelbaum im Garten züchten, ein Blumenbeet anlegen, Gemüse pflanzen und uns an der Aufzucht erfreuen. Gesund auf natürliche Art und Weise sind Biosysteme und Ökosysteme, Bioprodukte und Biolebensmittel. Wir leben gesünder, wenn wir sie nutzen, auch wenn sie nicht immer billig sind. Ökosysteme erneuern sich selbst und bilden einen geschlossenen Kreislauf, sodass alles verwertet wird. Bio kommt ohne Chemie, ohne Kunstdünger und ohne menschliches Beschleunigen des Wachstums aus. Ein Biotop lebt beispielsweise das ganze Jahr über, ist ein geschlossener Nutzgarten, der ohne zusätzlichen Dünger auskommt. Die Kompostierung sorgt für gesunde Bakterien, der Mensch lebt davon, er scheidet den Biomüll wieder aus, und so lebt die Natur mit uns, von uns, aus uns, wenn wir ausschliesslich biologische Systeme nutzen. Vielleicht entscheiden auch Sie sich für einen wilden Biogarten, aus dem Sie fast das gesamte Jahr über leben können, wenn die Ernte reichhaltig ausfällt. Ca fünf Jahre müssen Sie so einen Biotop aufbauen, aber dann lebt er nahezu von ganz alleine. Das herkömmliche Bio aus dem Supermarkt ist gesünder als die konventionellen Lebensmittel, obwohl man hier Abstriche machen muss, da der Begriff Bio nicht allumfassend geschützt ist. Und so liegt es an den einzelnen Ländern, wie viele chemische Stoffe in Bio enthalten sein dürfen, dass man das Produkt noch als Bioprodukt einstufen darf. Sogar ein winziger Teil an genmanipuliertem Saatgut darf in Bio enthalten sein, weil wir die Gentechnik in der Natur mehr und mehr als gegebenen Faktor ansehen, welcher zu unserem modernen Leben dazugehört. Bitte, der Naturfanatiker wird jetzt laut aufschreien und den herkömmlichen Supermarkt möglichst meiden, aber für den Normalverbraucher scheint dies kein Problem zu sein. Man kauft das, was billig ist, sucht nach Sonderangeboten, stellt sich im Supermarkt an der günstigen Fleischtheke an, konsumiert seinen Fisch in der Plastikfolie, und man macht sich keine Gedanken darüber, ob hier wirklich alles rein Bio ist. Zunehmend etablieren sich die wahren Biosiegel, welche damit werben, dass das Produkt wirklich Bio ist, rein natürlich, ohne jeglichen chemischen oder genmanipulierten Stoff drin. Der Konsument muss darauf bauen und vertrauen dürfen, und gerade deshalb sind in diesem sensiblen Bereich Skandale aller Art ein absolutes No-Go. Wenn das Vertrauen in Bio schwindet, kann die Biolinie niemals zum Standard werden. Und wenn wir weiterhin auf Sonderangebote, Billigfleisch und Dosenfisch stehen, quasi auf den billigen Preis abfahren, wird sich das etwas teurere Bio auch nicht durchsetzen. Gut, es klingt vielleicht anmaßend, wenn ich mitten in einer schlimmen Wirtschaftskrise, begleitet von hoher Inflation und Mangelwaren von teurem Bio als Standard spreche, aber irgendwann müssen wir die Chemie aus unseren Lebensmitteln entfernen, sonst werden wir zwar alt, aber krank. Man ist, was man ißt. Man könnte sich den Billigflug nach Spanien ersparen, das Klima schonen, aber für diese Aussage wird mir der Jetsetter den Hals umdrehen, da wir heute immer noch das Flughafen-Hopping als cooles Hobby ansehen. Bitte, die Natur rächt sich, wenn sie die Nase voll von Chemie, Kunstdünger und genmanipuliertem Saatgut hat. Es entsteht ein derart schlimmes Ungleichgewicht, dass wir uns förmlich vor den Unwettern verstecken müssen. In einigen Jahren werden bis zu 20 Millionen Menschen auf der Flucht sein, weil deren Lebensraum nicht mehr bewohnbar sein wird. Die Dürre lässt grüssen. Und so werden wir zwangsweise auf Bio und Öko umsteigen müssen, um wenigstens ein wenig der übrig gebliebenen Ernte einzufahren. Der eigene Bioanbau von Gemüse, Obst, Kräutern und Gewürzen wird uns eines Tages wie ein selbstverständlicher Wegbegleiter zur Seite stehen, und wenn wir im eigenen Garten arbeiten, in der Bioerde wühlen, bleiben wir länger gesund. Wie gesund ist Bionahrung?Bionahrung ist eine Ernährung auf biologischer, natürlicher, ungedüngter Basis. Biolebensmittel sind in der Regel ökologisch, ohne Kunstdünger angebaut worden, und sie sind hochwertiger, wenn man den verschiedenen Biosiegeln glauben darf. Bionahrung ist gesund, wenn sie wirklich echt Bio ist. Ganz Deutschland ist im Bioprodukte Fieber, denn es kann nur gut sein, wenn nichts in der Nahrung drin ist. Genau dieses Nichts in den Bioprodukten löst einen Hype in den Köpfen der Menschen aus, einen förmlichen Aha Effekt. Wo der Kunstdünger fehlt, arbeitet das Gehirn einfach besser. Jetzt haben sich Wissenschaftler sogar zum Ziel gesetzt, die emotionalen Gehirnströme zu messen, wenn das blanke Wort - Biokost - durch die Köpfe der Leute wandert. Ob man von den verbalen Äusserungen bereits gesund wird? In mir löst der Begriff Bioprodukte eine nicht zu verachtende Euphorie aus, denn ich hüpfe bereits morgens mit meinen Biogurken im Takt, wenn ich das Frühstück zubereite. Mein Gehirn frisst sozusagen das verbal geäusserte Produkt des natürlichen Düngeverfahrens samt Stiel und Schale auf, denn Biokost kann man sogar mit Schale verzehren. Übrigens muss ich an dieser übersichtlich gedüngten Stelle noch schnell anbringen, dass es bei Biokost nicht um Ökoprodukte geht, denn mit dem Begriff Bio sind einige chemisch generierte Dinge verbunden, die im Begriff Öko fehlen. Das stört jedoch die Bio Fertiggerichte für die Mikrowelle nicht, denn auch das schnelle Essen für den Antikoch muss jetzt einen gesunden Nachgeschmack enthalten. Möchten Sie zufällig einen Sesam Lolli? Den gibt es nämlich auch im Bioangebot. Was ist dran an den umgarnten Bioprodukten? Wenn ich mir so meine Bio-Orange aus Südafrika ansehe, welche ich mir mitten im Dezember aus dem Supermarkt geholt habe, dann traue ich mich nicht, diese Orange nur zu waschen und anschliessend auszulutschen, denn das letzte Mal, als ich dies tat, musste ich nachher mühsam meine unzähligen Bläschen an den Lippen wegkaschieren. Fragen Sie mich nicht, wie hoch ich mir den Schal ins Gesicht gebunden hatte, als ich meine aufkeimende Herpes damit retuschieren wollte. Ich schminke mich nämlich nicht, auch im Winter nicht, und auch nicht, wenn mir so eine Bio-Orange das Lippenleben schwer macht. Im Sommer wäre ich mit meinem Schal direkt aufgefallen, sozusagen hatte ich noch Glück. Auch das Bioobst aus dem Supermarkt ist teilweise gespritzt. Wie kommt dies zu Stande? Die Orange reift auf ihrem heimischen Baum heran und geniesst ihr Leben an der südländischen Sonne. Ein kurzes Leben, denn sie wird im fast noch grünen Jugendalter bereits vom Baum geholt, quasi wenn sie noch grün hinter den Ohren ist. Meine Bio-Orange reifte also in einer Schachtel heran, und damit sie nicht vor sich hinfaulen konnte, wurde sie doch ein wenig unter menschlichem Einfluss behandelt. Bitte, wir sind doch alle ein bisschen menschlich. Die Schale meiner Orange hätte ich nicht direkt mit meinen Lippen in Berührung bringen dürfen, denn in ihr lauerte das vermenschlichte Biosiegel. Was ist an meiner neulich gekauften Biobanane alles Natur? Bitte, hier dürfen wir nicht meckern, denn die Banane wächst wahrlich in geordneten Familienverhältnissen am südländischen Bananenbaum auf, hat viele Geschwister und kann sich nicht beklagen. Die Sonne scheint ihr direkt auf den gekrümmten Schwanz, ich meinte natürlich, auf den gewölbten Bauch und lässt sie sonnengelb heranreifen. Und genau diese Banane wird in der Realität auch grün geerntet. Kein Wunder, dass sich selbst die biologischsten Bananen vor Kummer krümmen, wenn sie andauernd grün geerntet werden. Jetzt schmeckte mir meine Biobanane genau so gut, wie die herkömmliche Banane, nur am Preisunterschied erkannte ich das Bio eindeutig. Ich hatte einst selber in Spanien Bananen geerntet, gelb und ausgereift, und ich muss gestehen, die schmeckten eindeutig nach Bio. Bitte, meine Banane aus dem Supermarkt hatte ich nicht ausgelutscht, die hatte ich zuvor geschält und dann wie ein neutraler Affe in der Hand gehalten. Biogemüse ist besser als konventionelles GemüseBiogemüse enthält in der Regel mehr Antioxidantien, stärkt das Immunsystem und hat einen höheren Anteil an Mineralstoffen, weil der gut gepflegte Bioboden reich an Mineralien ist. Gedüngtes Gemüse ist zwar resistenter, aber nur auf den ersten Blick, gesünder ist es nicht unbedingt. Trotzdem kann es passieren, dass das Biogemüse, welches inmitten von konventionellen Feldern wächst, seine Bioqualität verliert. Wenn gedüngt wird, gelangen die Pestizide und manchmal auch die Hermizide durch Wind und Wetter aufs Biofeld, und dann ist das Bio nichts mehr wert. Der Wind kann die Pestizide bis zu 10 km verwehen, sodass auch im Biogemüse Schwermetalle und Rückstände von Düngemitteln nachweisbar sind. Deshalb sollte man sich vorab informieren, wo der Bauer sein Gemüse anbaut, wenn er es als Biogemüse verkauft, sonst wirft man sein Geld zum Fenster hinaus. Biosiegel sind wichtig - besonders für tierische ProdukteBiofleisch, Bioeier, Biokäse, Biomilch, alles ist gesund, dafür aber teuer. Besonders das Biofleisch ist sauteuer, und viele Menschen schrecken vor den Preisen zurück. Und am herkömmlichen Marktstand kauft man eher auf Vertrauen und baut auf den uralten Marktstand, der seit Jahrzehnten das gleiche Fleisch anbietet. Da muss sich Bio erst etablieren. Es kann vorkommen, dass man vermeindliches Bio kauft und billige, konventionelle Produkte bekommt, ohne es zu wissen. Deshalb sind die gängigen Biosiegel wichtig, denen man vertrauen kann. Viele Biosiegel sind jedoch unnütz, versprechen Qualität, leisten sie jedoch nicht. Der Konsument muss einfach schauen, ob ein Biosiegel vertrauenswürdig und gängig ist, dann wird er nicht verarscht. Und trotzdem läuft uns immer wieder ein Bioskandal über den Weg, besonders bei Fleisch und Eiern. Ich kaufe meine Eier nur noch beim Bauern meines Vertrauens, der hat glückliche Hühner, die kenne ich alle beim Namen. Biohühner sind gesünderBio schmeckt besser, besonders beim Huhn. Man sieht zwar nicht immer, ob Hühner glücklich sind, aber man sieht, wie sie leben. Wenn sie im Matsch laufen und wenig Fläche für den Auslauf haben, sind es unglückliche Hühner. Wenn sie auf festem Boden laufen, genügend Material zum Schaben haben, in der freien Natur laufen, Körner und WÜrmer fressen, ein gutes Gefieder haben, und wenn sie nicht im eigenen Dreck liegen, dann sind sie glücklich, vorausgesetzt, sie fühlen sich auch attraktiv genug. Einmal im Jahr kommen unangekündigte Kontrolleure auf die Biohöfe, um die Standards zu prüfen, damit der Konsument nicht verarscht wird. Und Antibiotika sind tabu am Biohof. Hier schmecken dann die Eier und das Geflügelfleisch besonders gut. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede, vor allem beim Futter und beim Biodünger. Biosoja und Biofischmehl sind schlechter als Biokörner. Und vereinzelt gibt es auch Biohöfe, die hin und wieder bei Krankheiten Antibiotika einsetzen. Deshalb ist es wichtig, von welchem Hof die Bionahrung stammt. Wieviel Bio steckt in den Bioprodukten?Bio ist kein geschützter Begriff, deshalb kann es vorkommen, dass wir denken, wir kaufen rein naturbelassene Bioprodukte, und in Wahrheit sind diese trotzdem mit einigen Düngemitteln versehen, die jedoch unter dem Deckmantel Bio erlaubt sind. Bei Bananen, Orangen, Kiwi und einigen anderen Produkten bin ich vorsichtig geworden und überlege genau, ob ich das herkömmliche Produkt oder das teure Bioprodukt kaufe. Übrigens sind mir auch schon richtig bemerkbare Unterschiede aufgefallen, als ich Bionüsse aus dem Supermarkt verspeiste. Die etwas grösser ausgefallene Bionuss, bei der die Form nicht immer ganz in Form war, schmeckte um Qualitätsecken besser als die herkömmliche Nuss. Ist denn die Bionuss einfach nur grosszügiger gewachsen? Bei Bio-Erdnüssen ist mir dieser geschmackliche Unterschied besonders aufgefallen. Neulich kaufte ich auch einen Bio-Naturhoghurt aus heimischer Herstellung. Ich muss zugeben, er schmeckte mir besser als mein ansonsten gekaufter Biojoghurt. Bei Gelegenheit muss ich unbedingt einmal die Kuh besuchen, die für die Milch in diesem Joghurt sorgte. Mein Biobrot hält bis auf Weiteres auch, was es verspricht, und wenn ich nicht gerade mein Knäckebrot in mich hinein rasple, kaufe ich nur mein geliebtes Biobrot. Meine Bioeier der Marke Null, also mit der Biokennzahl Null drauf, die sind von glücklichen Hühnern. Bitte, da möchte ich gar nicht wissen, ob die Hühner genügend Platz für ihren Auslauf haben, Hauptsache das Ei ist glücklich. Bei Eiern merke ich den essbaren Unterschied, denn das mit vitaminreicher Kost angereicherte Huhn legt ein chemisch schmeckendes, vitaminreiches, mit künstlichen Vitaminen angereichertes Ei. Und bei meinem Biofleisch bin ich besonders wählerisch, das weiss sogar mein Metzger. Das herkömmliche Fleisch aus dem Supermarkt konsumiere ich nicht einmal, wenn mir der Tiefstpreis entgegen lächelt. Das Biofleisch hat nämlich den Vorteil, dass es nicht mit Antibiotika versehen ist, da das Tier aus der biologischen Landwirtschaft nicht wie in der Massentierhaltung mit Antibiotiker gefüttert wird. Der Anbau von BioproduktenIrgendwo müssen die Rohstoffe, das Getreide, das Obst und Gemüse wachsen, welches man zur Weiterverarbeitung von Bioprodukten einsetzt. Und genau hier wollten wir mit Hilfe der Chemie der Natur zuvorkommen, ihr ein Schnäppchen schlagen. Wir fingen an, Getreide und sämtliche Rohprodukte in einer Art Monokultur anzupflanzen. Die Natur mag keine Monokulturen, sie will wild und frei sein, frei von Zwängen und Einschränkungen. Voila, und da wehrte sie sich durch das Aufkommen des sauren Bodens, denn wenn man über Jahre hinweg dem Boden nur ein und die selbe Getreidesorte präsentiert, werden ihm alle Nährstoffe einseitig entzogen, der Boden ist dann übersäuert. Voila, dann braucht man Kunstdünger, damit die Saat nicht im Nirwana verschwindet. Der Bioanbau basiert auf dem natürlichen Denken der Menschen, denn irgendwo im Gehirn haben wir auch noch eine Ecke frei, die uns daran erinnert, wie die Kartoffel zu Grossmutters Zeiten schmeckte. Der Bioanbau geht weg vom Kunstdünger, weg von der Monokultur, hin zu einer natürlichen Nutzung des Bodens. Bitte, ich esse ja vorzugsweise die Kartoffel und nicht den Käfer. Trügerisch ist nur die menschliche Einstellung, dass Bioprodukte für die Mikrowelle, welche vorab bereits mit Aromen zugekleistert werden, das naturbelassene Gefühl in der Magengegend ankurbeln. In unseren Köpfen ist zwar das Biosiegel tief verankert, wenn wir die Fertigsuppe aus dem Supermarktregal holen, aber so viel Bio ist in diesen Produkten nicht vereint. Wenn ich jetzt einen attraktiven Bauer kennenlerne, heirate ich ihn und bewirtschafte blind seinen, unseren Hof. Der Bauer Blemens ist ja quasi schon weg vom Feld, der bewirtschaftet bis auf Weiteres mit einer anderen Frau sein Feld, aber wenn ich etwas Ähnliches finde, werde ich Bäurin, dann ist so viel Bio in mir drin, dass ich vor lauter Natur strotze. Mein Bio-Busen ist übrigens rein naturell gesehen ein Wunder, ein Atomunfall, denn der ist grösser gewachsen, als ich es ursprünglich gewollt habe. Ich sage Ihnen, die Natur macht was sie will, sie sorgt für uns alle und gleicht dort aus, wo der Mensch eingreift. Das ist wahrlich Bio. Tierische Bioprodukte - Wie gesund sind sie?Wer das Tier liebt, pflegt und umsorgt es herzlich. Er streichelt es und verspeist es nicht. Oft überkommt uns jedoch die Fleischeslust, wobei wir das unbekannte, namenlose und gesichtslose Tier ohne Kopf am liebsten verspeisen, da wir es im Schnitzel, im Braten und in der Wurst nicht wiedererkennen. Biofleisch enthält zwar viele Omega 6 Fettsäuren, die gesättigten Fettsäuren, aber es ist besser als jedes konventionelle Billigfleisch. Biorinder sind stabiler, trotzen dem Klimawandel eher und schmecken besser. Am besten ist es, man hält sich seine eigene Kuh, drei bis fünf Hühner, zwei Schweine und ein bis zwei Kälber, dann kann man sich autark mit Milch und Milchprodukten, mit Fleisch, Käse und Eiern, mit Butter und allen tierischen Lebensmitteln versorgen. Wer mag, der legt sich fünf Hasen zu und ein paar Enten, Wildgänse, etc, dann ist er gut gerüstet für alle Fälle. Trotzdem sollte man mit tierischen Produkten vorsichtig umgehen, denn zu viel Fleisch ist ungesund. Wer einmal pro Woche Fleisch verspeist, lebt gesünder. Wer sich ohne Fleisch, vegetarisch ernährt, kann das liebe Vieh endlos streicheln, braucht es nicht zu schlachten und erntet nur die Produkte, die das Tier an uns abgibt, Milch und Eier. Das ist noch gesünder. Bio oder konventionelle Lebensmittel - was ist besser?Wenn man Bio und konventionelle Lebensmittel preislich betrachtet, so ist Bio teuer, wenn man das billigste Bio mit dem billigsten Konventionellen vergleicht. Bio wird aber günstiger, wenn man es mit den teuren Marken-Lebensmitteln vergleicht. Bio hat noch andere Vorteile: Der Ackerbau wird ohne chemische Düngemittel betrieben, im Fleisch stecken keine grossartigen Antibiotika drin, und der Fisch darf noch in seinem natürlichen Lebensraum schwimmen. So gesehen ist Bio billiger, denn wenn unser Körper krank wird, brauchen wir teure Therapien, da kann kein konventionelles Lebensmittel mehr mithalten, auch wenn es noch so billig ist. Jetzt stelle ich mir die Frage, wieviel Bio tatsächlich in den Produkten drin steckt? Bioprodukte in der PlastikverpackungBioprodukte, besonders Obst und Gemüse, Getreide und andere Waren, die keine Verpackung benötigen, haben in einer Plastikverpackung nichts zu suchen, da sie dann fast unbrauchbar werden und das Wort Bio nicht mehr ganz verdienen. Besonders wenn die Ware Vakuum verpackt wird, hält sie zwar länger, aber in Obst und Gemüse schwinden die Vitamine mit der Zeit. Salat entwickelt zu viel Nitrit, wenn er nicht atmen kann, und Pilze werden schimmlig in der Verpackung. Der Handel möchte jedoch seine Bioprodukte kennzeichnen, und so hat sich die Industrie ein neues Verfahren einfallen lassen, was die Plastikverpackung überflüssig macht. Die Kennzeichnung wird einfach direkt aufs Obst und Gemüse mit einem Heisslaser gelasert. Dieses Verfahren ist neu und geniesst noch keine Langzeitstudien, aber es ist ein guter Anfang, um Plastikmüll und Mikroplastik zu vermeiden. Allerdings sind die gesundheitlichen Folgen des Laserns noch nicht ganz geklärt, und ob der Kunde sich freut, wenn direkt am Produkt die Kennzeichnung eingraviert ist, wird bezweifelt. Obst und Gemüse könnte man schälen, aber hier gehen wertvolle Vitamine, die sich in und direkt unter der Schale befinden, verloren. Auf Zitrusfrüchten lässt sich die Kennzeichnung nicht direkt anbringen, da sie nachreifen und die Farbpigmentierung samt Schale verändern. Aber auf ausgereiften Produkten ist die Kennzeichnung möglich. Ob man im Biobrot das Biosiegel eingraviert haben möchte, ist äusserst zweifelhaft, denn Brot wirft man nicht gerne weg, nur weil man gewisse Kennzeichnungsstellen wegschneiden muss. Earth Day - Tag der ErdeBio und Öko werden am Earth Day, dem sogenannten Tag der Erde, gross geschrieben, denn hier feiern wir den Umweltschutz, die Erhaltung unseres Planeten. Dieses angesagte Event wird bereits in vielen Ländern der Erde gefeiert. Earth Day kommt aus dem Englischen, wurde als Anglizismus zu uns importiert und nennt sich auf Deutsch Tag der Erde. Er wird in mehr als 175 Ländern gefeiert, wobei jährlich neue hinzukommen, denn Nachhaltigkeit, eine saubere, bessere Umwelt, schönere Lebensbedingungen, keine Ausbeutung armer Länder mehr, dies steht im Fokus dieses Gedenktages. Der Earth Day soll uns an die Mutter Natur erinnern, an die Umwelt. So manchen Menschen erinnert das Event auch an die Schäden, die wir unserer Natur zugefügt haben, an die chemischen Schrammen, welche das Meer und Teile des Erdbodens bis hin zur Luft abbekommen haben, als wieder einmal ein Atomkraftwerk fröhlich entflammte, weil die Erde bebte und das Wasser des Tsunamis zu Berge stand. Wenn wir unsere Erde naturwissenschaftlich vom Urknall aus betrachten, so ist die Sonne ein mit Helium gefüllter, heisser und lauter, richtig ohrenbetäubender Fixstern, der eines Tages so gross wird, dass wir an ihm zugrundegehen. Wir könnten diesen Effekt beschleunigen, indem wir die Natur ausbeuten. Wir könnten ihn jedoch auch verlangsamen und unseren nachfolgenden Generationen ein sauberes, gesundes Leben bescheren. Überall dort, wo wir in die natürlichen Bioprozesse eingreifen, sei es durch Genmanipulation, künstliche Technik, Anti-Aging Prozesse, Abholzung der Regenwälder für mehr Soja, Palmöl und Baumwolle, tun wir unserem Körper nichts Gutes dabei. Überall dort, wo wir die Natur respektieren, durch regionale Ernährung, Biolandwirtschaft, keine langen Transportwege mehr für ausländische, exotische Superfoods, halten wir unseren Körper gesund. Baumwolle und vegane Ernährung sind nur dann nachhaltig, so lange nichts anderes darunter leiden muss. Den Tag der Erde feiern wir ökologisch korrekt, biologisch freundlich, stromsparend, energiesparend, mit veganem oder vegetarischem Essen, mit Blumenschmuck und Kleidung aus Naturfasern, mit Blumenkleidern und Salat-Outfits. Tierzucht ist schädlicher als Pflanzenzucht, und Sonnenenergie ist schonender als Atomenergie, und trotzdem feiern ihn viele Leute in Designerkleider eingehüllt, schicken tausend und mehr Nachrichten durch die digitale Welt, surfen im Netz, sind multimedial unterwegs und posten auf Facebook ihre Nachhaltigkeit in Form von Selfies. Der Earth Day ist leider auch zum Wirtschaftsevent geworden, da man überall hippe Veranstaltungen mit üppigen Angeboten auf die Beine stellt. Vielleicht sollte man am Earth Day sein Auto zu Hause stehen lassen, zu Fuss gehen, mit dem Fahrrad fahren, oder ein Bahnticket kaufen. Der Tag der Erde wird traditionell am 22. April gefeiert. Ursprünglich wollte man ihn am 21. März, zu Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel feiern, aber es hat sich einfach ein wenig anders gestaltet, und so feiert man ihn heute einen Monat später. Der Tag dient als internationaler Aktionstag und macht uns auf aktuelle Umweltprobleme aufmerksam. Der Klimawandel, das Schmelzen der Gletscher, die rasante Erderwärmung, der Müll samt Microplastik, der Atommüll und die Frage nach dem Endlager, der Hunger in armen Ländern, die Ausbeutung der Rohstoffe, die Wegwerfgesellschaft, Fast-Food und Fast-Fashion, Billigflüge, zu viele Autos, Abgase und der Treibhauseffekt, all das macht uns zu schaffen und wird uns eines Tages auslöschen. Übrigens sollten wir den Regenwald ehren, anstatt ihn abzuholzen. Das erste Mal wurde der Earth Day im Jahre 1969 am 21. März gefeiert. Seit 1990 wird er international am 22. April gefeiert und erreichte im Jahr 2000 über 5000 Umweltorganisationen und einige Hundert Millionen Menschen. Hier zeigt sich die Tendenz, dass wir unseren Planeten doch lieben.
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