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Sind Elefanten in Gefahr?

ElefantenJawohl, die Elefanten sind in Gefahr, stehen vor dem Aussterben, und wir müssen sie schützen. Der Mensch ist im Grunde seines Wesens ein guter Kerl, aber wenn es ums Elfenbein geht, dann kennt er keine Grenzen mehr. Elfenbein ist wertvoll, und ganze Möbelstücke werden daraus gefertigt. Ich war einst Dauergast in der elitär eingerichteten Wohnung meines damaligen Augenprothetikers in Karlsruhe. Dort stand ein Sofa, welches mit Elfenbein bestückt war. Und als ein befreundetes Kind sein Kunstwerk mitten ins Elfenbein schnitzte, bekam der Hausherr beinahe einen Herzinfarkt.

Wertvoll ist auch die Elefantenhaut, aus der edle Taschen, Möbelbezüge und diverse Kleidung gefertigt wird. Bitte, Schlangenleder, Lachsleder und Echtleder aller Art ist schon schwierig zu verdauen, Zebraleder, Giraffenleder, Löwenhaut sind ein echter Weggucker, aber die niedlichen Grauhäuter sind wirklich in Gefahr, wenn wir sie häuten. Kein Tier der Welt sollte ungefragt enthäutet werden, und so sollte man auch keinem Tier der Welt ohne seine Erlaubnis die Zähne ziehen. Niemand schätzt es, wenn seine Haut zu Dingen verarbeitet wird und teuer zum Verkauf steht. Und trotzdem fertigen wir aus Elefantenhaut sündteure Sachen, welche die Creme de la Creme, die Superreichen glücklich machen. Bitte, ich trage meinen Fifi aus Kunstleder, liebe Kunstpelz und friere im Winter trotzdem nicht.

Elefanten sollten nicht gejagt und getötet werden, selbst wenn man auf einer Safari stolz sein Glück versuchen will und auf Elefantenjagd geht. Die Tiere sind sensibel, auch wenn man ihnen dies aufgrund ihrer Grösse nicht ansieht. Wenn meine Beine von bösen Zungen als Elefantenbeine bezeichnet werden, bin ich auch traurig, zeige es jedoch nicht öffentlich, ziehe mir ein schickes Kleid an und hoffe, meine Schenkel verschwinden dezent darunter. Wir müssen lernen, alle Tiere zu lieben, denn selbst der Mensch ist im Grunde seines instinktbehafteten Wesens ein Tier, wenn er pfurzt, rülpst, schreit und animalischen Sex am Fussboden hat.

Kleine Zierelefanten sind erlaubt

ElefantWenn man sich schon einen Elefanten zulegt, dann bitte einen aus Stein, denn den kann man in die Vitrine stellen, ihn beobachten, ihn als Ziergegenstand zur Schau stellen, ihn horten, lieben und notfalls abstauben, falls er Staub anzieht. Manche Leute nennen die Zierelefanten auch liebevoll Nippes oder Staubfänger. Ich bekam einst einen Elefanten von meinem ehemaligen Klassenlehrer geschenkt, der seit Jahrzehnten in meiner Vitrine steht. Die Vitrine wurde bereits zweimal ausgetauscht, der Elefant hat es überlebt. Er heisst Ingo, und ich staube ihn einmal im Jahr ab. Meine Freundin wollte ihn haben, aber ich denke, sie hat doch den gleichen Elefanten geschenkt bekommen, denn wir waren in der gleichen Klasse. Den Ingo gebe ich nicht her, er erinnert mich an meine Peinlichkeiten, die ich einst in meiner jugendlichen, geistig vollkommen verwahrlosten Gehirnwelt vollzogen hatte, als ich meinem Klassenlehrer bis aufs Blut ärgerte, wenn ich nicht zum Unterricht erschien, oder wenn ich ihn meine verwirrte Verliebtheit aufs Auge drückte, welche ihn vollkommen kalt liess. Stellen auch Sie sich einen Zierelefanten ins Haus und verzichten Sie dafür auf Elfenbein und Elefantenlederschuhe.

In Indien trampelte ein Elefant eine Beerdigung nieder

Es passierte in Indien, in einer der Hauptlebensräume der Elefanten. Ein Elefant trampelte eine 70 jährige Frau tot und kam dann zu ihrer Beerdigung, um noch einmal kräftig nachzutrampeln. Er hob die tote Frau aus ihrer Begräbnisstätte, während die Hinterbliebenen das Beerdigungszeremoniell vollzogen, wirbelte viel Staub auf und verschwand dann wieder. Bitte, da sagt niemand mehr, es gäbe kein Karma. Im Hinduismus gibt es das Karma, welches besagt, dass alles, was man im Leben vollzogen hat, sei es im Positiven, oder im Negativem, wieder zu seinen Ursprüngen zurückkehrt. Ich persönlich glaube nicht an so eine Art von Karma, denn für mich existieren tausend Dinge dazwischen, und eines davon ist der permanente Zufall, der uns täglich überholt, quasi einholt, wenn wir ihm entkommen wollen, aber in der Tat könnte man an Schicksal glauben und sagen, der Elefant hat seine Tat vollbracht.

In Indien kommen die Elefanten nämlich zunehmend in Bedrängnis, da man ihnen ihren Lebensraum raubt. Man drängt sie immer weiter ins Abseits, um Mineralstoffe aus dem Boden zu schöpfen, um die Wirtschaft anzukurbeln, um einigen Grossgrundbesitzern viel Geld und Macht zu verschaffen, um an der Börse mit den Mineralstoffen zu spekulieren, und um zu signalisieren, dass der Mensch stärker ist als jeder Elefant. Bitte, das sind wirklich schwergewichtige Gründe, um Elefanten ins Abseits zu schiessen, direkt am Tor vorbei, einfach ins Nichts hinein zu verdrängen. Die verbleibenden Wasserstellen werden dann dazu genützt, um Jeans zu bleichen, damit wir Europäer unsere Billighosen kaufen können.

Die indische Bevölkerung leidet zweifach, unter den strengen religiösen und kulturbedingt traditionellen Einflüssen, denn ein Mädchen hat hier kaum Chancen, im Leben voranzukommen, und andererseits leiden die Inder unter Armut im Sinne von Nahrungsmittelknappheit und Geldnot. Keine Frage, jeder Mensch, der unerwartet stirbt, ist einer zuviel. Es müsste doch endlich Möglichkeiten geben, damit Mensch und Tier friedlich nebeneinander leben dürfen. Ich liebe das Land der Elefanten, so wie ich Elefanten liebe, und ich denke, es ist an der Zeit, dem kleinen Elefanten seinen Lebensraum wieder zu gönnen.

Böse Zungen behaupten, es sind schon einst die Dinosaurier ausgestorben, weil sie zu gross für diese Welt waren, und jetzt ist eben der Elefant an der Reihe. Ich sage, es dauert nicht mehr lange, dann ist der Mensch an der Reihe, auszusterben, wenn wir unsere Umwelt mit gebleichten Jeans, coolen Trends, zu viel Industrie, und zu üppigen Machtspielen kaputt trampeln. Dann sind wir nicht besser als der Elefant, der wutentbrannt um sich trampelte. Bei uns trampeln die Elefanten nur im Zoo, und bei mir trampelt einer in meiner verspielten Vitrine umher.


Elisabeth Putz

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