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Wer gewinnt die Goldene Himbeere bei der Oscarverleihung?

Da hat man Zitronen im GesichtDie goldene Himbeere ist genaugenommen ein Filmpreis, der nach hinten losgeht, wenn die Scham und Schande ber einen Film nicht mehr zu verhindern ist. Warum holen sich so wenige Prominente diese obsz”ne Frucht bei der Oscarverleihung ab? Wenn ich sie gewinnen wrde, w„re ich dreifach pr„sent, wrde mich auf meinen Preis freuen und den Abend geniessen. Die goldene Himbeere bekommt man fr die schlechteste Darbietung, sozusagen ein Anti-Oscar, von hinten aufgerollt. Jetzt ahne ich, warum diesen Preis niemand pers”nlich abholen m”chte, die Schande ist zu gross.

Ich bin ja der Inbegriff aller Schamgrenzen, die berschritten werden, mir macht so eine goldene Himbeere nichts aus. Bitte, es ist ja nur symbolisch gesehenes Fallobst, am Boden liegen gebliebenes Frchtchen. Viel eher wrden mich die zauberhaften Kleider, die Atmosph„re der Oscarverleihung, das herzeigbare Essen und die berauschende Party rund herum interessieren. Wenn ich die goldene Himbeere gewinnen wrde, w„re ich zumindest so prominent, dass ich die Pr„senz der Oscarverleihung verdient h„tte.

Was ist die goldene Himbeere genau?

Der Begriff der goldenen Himbeere kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet golden raspberry. Es handelt sich um eine Troph„e der besonderen Art, eine Himbeere aus Kunststoff, pr„sentiert auf einer kleinen Filmrolle aus Aluminium. Die Himbeere ist mit Goldfarbe bestrichen und signalisiert den Filmpreis fr den schlechtesten Film, die schlechteste Filmproduktion. Bitte, die Preisstatue besitzt keinen grossen materiellen Wert, dafr jedoch einen hohen idealistischen Wert, der sich in die K”pfe der Macher einpr„gt, denn so weiss man wenigstens, dass man mit Filmproduktionen aufh”ren sollte oder es das n„chste Mal besser machen muss. Besch„mend, aber die Filmbranche sorgt fr uns alle.

Ich finde diesen Preis angemessen, nicht direkt verwerflich, da ich der Meinung bin, sogar eine schlechte Presse ist eine Schlagzeile, die sich in die Gehirne tausender Menschen einpr„gt. Manchmal wird ein Film gerade deshalb massenhaft konsumiert, weil er zu schlecht ist, um wahr zu sein. Meine Freundin sagt immer: Elisabeth, den Film musst du unbedingt sehen, der ist so schlecht, da muss man kotzen. šbergeben habe ich mich noch nie, aber an mir verdient die Filmbranche der Schlechtverfilmungen einiges, denn ich will ja wissen, ob meine Freundin recht hat.

Die goldene Himbeere wird jeweils am Vorabend der eigentlichen Oscarverleihung vergeben, aber auf die Empf„nger dieses Filmpreises wartet man vergebens, denn es holt ihn normalerweise niemand ab. Wenn die schlechteste Website mit dem tiefsten Galgenhumor, der untersten Grtellinie und dem schlimmsten Design ausgezeichnet wird, bin ich mit meiner dabei, denn so viel Gratiswerbung kann ich mir nicht entgehen lassen. Da f„llt mir ein, die neuesten Filmproduktionen sind ja YouTube Videos. Da bin ich selbstverst„ndlich dabei, weil entweder mein Bikini-Film oder meine Dessous-Verfilmung machen das letzte Rennen, da sie derart dem letzten Schrei angeh”ren, dass einem die Stimme im Hals stecken bleibt.

Die Kategorien der goldenen Himbeere

Die goldene Himbeere wird in verschiedenen Filmkategorien vergeben, beispielsweise fr den schlechtesten Film, fr die schlechteste Serie, die schlechteste Fortsetzung, die schlechteste Neuverfilmung, fr den schlechtesten Schauspieler/Schauspielerin, den schlechtesten Hauptdarsteller/Hauptdarstellerin, den schlechtesten Nebendarsteller/Nebendarstellerin, schlechteste Regie, Drehbuch, Filmmusik, Effekte. Der Film ist facettenreich und besteht nicht nur aus dem Film alleine, auch die schlechteste Liebesszene kann eine goldene Himbeere verdienen.

Ich sehe es ein, wenn ein Schauspieler seinen verdienten oder zu Unrecht verliehenen Filmpreis nicht abholt, denn wenn man als richtig schlecht dargestellt wird, darf man sich fr neue Jobs wom”glich hinten anstellen und steigt ab zu den Z-Promis, die nur noch auf dem Titelblatt der Pressemedien erscheinen, wenn sie nackt ber den roten Teppich spazieren.

 


Elisabeth Putz

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