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Wann kommen die Heiligen Drei Könige?

Weihnachten feiernJedes Jahr feiern wir am 6. Januar das christliche Fest der Heiligen drei Könige. Es ist zwar nirgends eindeutig überliefert, dass es sich damals bei Jesu Geburt tatsächlich um drei Könige im Sinne von Königtum gehandelt hat, aber laut Legende waren es exakt drei Könige, die von einem Stern geleitet, die Herberge fanden, in der Jesus zur Welt kam. Caspar, Melchior und Balthasar hiessen sie, und sie brachten Geschenke mit, unter anderem Myrrhe, Weihrauch und Gold. Ob sie weitere Gaben mitbrachten, ist nicht überliefert.

Die drei Könige werden in der katholischen Kirche als Heilige gefeiert und haben ihren Ehrenplatz beim Fest der Erscheinung des Herrn. Zahlreiche Bräuche sind aus den Heiligen drei Königen entstanden, beispielsweise das Sternsingen, wo Kinder als Könige verkleidet, von Haus zu Haus gehen, singen und um eine kleine Spende für arme Länder bitten. Heute werden die Sternsinger von einem symbolischen Stern geleitet, der von einem Menschen getragen wird. Früher leuchtete der Stern als Himmelskonstellation und brachte die Könige zur Krippe, in der Jesus lag.

Bitte, politisch hat sich das Dreikönigstreffen etabliert, was wohl eher nicht an Heiligtümer, dafür jedoch an die Weltkrisen erinnert, aber die Politiker treffen sich regelmässig am 6. Januar zu einer politischen Aussprache. Da hilft kein Weihrauch dagegen, aber wenn hieraus eines Tages der Weltfrieden entstehen möge, bin ich ein Fan des Dreikönigstreffen. Die politischen Gespräche erinnern oftmals daran, dass die Welt besser werden muss, denn vom Weltfrieden sind wir mehr oder weniger so weit entfernt, wie der Stern, der die damaligen Könige leitete, greifbar nahe und doch zum Greifen zu fern. Politik und Spenden haben insofern soviel miteinander zu tun, als dass überall Geld fliessen soll, in der Politik und in die Hilfsfonds der armen Länder. So gesehen hat das Dreikönigstreffen viel mit den Heiligen drei Königen zu tun.

Die Heiligen drei Könige und ihr Stern

Laut Astronomie standen zum damaligen Zeitpunkt, zu Jesus Geburt, die Sterne in einer derart aussergewöhnlichen Konstellation, dass einige Sterne heller als je zuvor leuchteten. Die Planeten Jupiter und Venus standen sich sehr nahe und bildeten zusammen ein helles Licht. Vielleicht sind die Könige damals auch nur unbewusst dieser Sternenkonstellation gefolgt, um zu erfahren, was sie dort erwartet. Auch könnte es sein, dass durch das Zusammenspiel zweier Sterne eine derart grosszügige Helligkeit am Himmel entstand, dass man diesem Phänomen einfach auf den Grund gehen musste.

Da es sich bei der Geschichte der Herbergssuche und dem Besuch der Heiligen drei Könige nur um teilweise mündliche und teilweise schriftliche Überlieferungen handelt, weiss man wissenschaftlich gesehen nicht zu 100% , ob sich die damaligen Ereignisse wirklich so zugetragen haben, wie wir sie heute aus dem christlichen, aus dem katholischen Glauben kennen. Nur der helle Stern ist wissenschaftlich durch die Astronomie belegt, denn so eine seltene Himmelskonstellation finden wir nur alle paar hundert Jahre vor.

Wer waren die Heiligen drei Könige?

Laut Evangelium waren es drei Könige, aber wissenschaftlich belegt wurde dies nie genau. Der Glaube verlangte seit jeher, dass auch ein schwarzer König darunter sein musste, aber ob wirklich einer dabei war, dessen Hautfarbe schwarz war, wissen wir nicht genau. Laut Evangelium kamen die drei Könige aus drei verschiedenen Ländern, folgten dem selben Stern und brachten drei unterschiedliche Geschenke mit, dessen Symbolik bedeutend für die damalige Zeit war. Weihrauch stand für die Anerkennung, Myrrhe für die Balsamierung eines Leichnahms, und Gold für den Reichtum. Biblisch vollkommen, aber ob es wirklich nur diese drei Geschenke waren, ist nicht wissenschaftlich belegt.

Die Heiligen drei Könige kamen laut Überlieferungen zu Fuss nach Betlehem, begegneten dem König Herodes und folgten dem Stern bis zur Krippe, in der Jesus lag. Sie beteten das Heilige Kind als neuen König an. Im Laufe der Zeit, besonders im 12. Jahrhundert, veränderte sich die Religion. So wurde der Prunk zunehmend ein wichtiger Faktor in der Kirche. Plötzlich kamen die drei Könige samt Gefolge, auf Kamelen geritten, brachten prunkvolle Gaben mit und trugen goldene Mäntel. Aus dem schützenden Fels hinter der Krippe wurde ein prunkvoller Palast, und alles hatte einen materiellen Wert. Dies änderte sich wieder, als die Kirche sich dem geistigen Reichtum zuwandte und das Materielle in den Hintergrund trat. Bis heute kennen wir die Geschichte jedoch mit all seinem goldenen Prunk.

Die heutigen Sternsinger

Heute verfolgt die Kirche noch das Brauchtum des Sternsingens. Die Sternsinger ziehen von Haus zu Haus, singen, beten, sagen Gedichte auf, und als kleines Dankeschön erhalten sie eine kleine Spende. Das gesammelte Geld kommt Projekten in armen Ländern der Dritten Welt zu Gute. So möchte man auf den weltweiten Hunger aufmerksam machen und ein wenig Frieden in die Welt hinaustragen.

Heute haben es die Sternsinger zunehmend schwerer, denn viele Menschen haben der katholischen Kirche den Rücken zugedreht, sind zu keinem Glauben mehr bereit, oder haben einen anderen Glauben gefunden. So stehen die Heiligen drei Könige in unserer vollautomatisierten Gesellschaft oft vor verschlossenen Türen. Dabei bringen sie durch die Symbolkraft des Singens Frieden und Glück ins Haus. Man erhält je nach Wunsch auch die Anfangsbuchstaben der Könige und das aktuelle Jahresdatum, das mit Kreide an den Türstock geschrieben wird, als Dankeschön dafür, dass die Könige singen durften. Neulich habe ich sogar hier einen kleinen Fortschritt entdeckt, denn man kann sich heute einen Aufkleber an den Türstock anbringen lassen und erspart sich die Kreide.

Wenn die Heiligen drei Könige kommen, ist meistens niemand zu Hause. Die katholische Kirche ruft jährlich dazu auf, dass sich Kinder und Jugendliche dazu bereiterklären, als Könige verkleidet Spenden zu sammeln. Als Kind war ich so ein König, einmal sogar der Sternträger. Ich stand vor verschlossenen Türen und fror. Jetzt bin ich erwachsen, und die Könige stehen vor meiner verschlossenen Türe, weil ich sie jedes Jahr verpasse. Bitte, es gibt Alternativen: Man kann am 6. Januar die Kirche mit seiner Anwesenheit beglücken und seine Spende dort abgeben. Niemand öffnet nämlich gerne die Türe im Pyjama, im Bademantel, oder wenn er gerade unter der Dusche steht. Alles ist mir bereits passiert.

Das Brauchtum des Sternsingens finde ich heute noch klasse, auch wenn unsere Gesellschaft hektischer geworden ist. In einigen Häusern bekommt man sogar noch Tee und Kekse, vorzugsweise am Land, denn dort läuft die technische Zeituhr nicht so rasant schnell wie in der Grossstadt. Oft singen die heutigen Sternsinger nur noch im Hausflur eines Wohnkomplexes, wenn die Stadt so gross ist, dass man keine Zeit mehr hat, die einzelnen Wohnungen zu besuchen, aber der Sinn dieses Brauchtums wird noch lange weiter existieren, denn Hunger und Not werden nicht von heute auf morgen verschwinden.

Tag der unschuldigen Kinder

Ein alter Weihnachtsbrauch, der im Süden Österreichs verbreitet ist, ist der Tag der unschuldigen Kinder, am 28. Dezember. Er führt uns in die Zeit der Herbergssuche zurück, in die Zeit von Jesus Geburt. Herodes liess alle Knaben töten, da er befürchtete, sein Königsdasein stünde auf der Kippe, weil er doch erfahren hatte, dass ein neuer König geboren wurde. Genau die Heiligen drei Könige waren es, die versehentlich dem damaligen König Herodes von der Geburt eines neuen Königs berichteten. Herodes war noch nicht gut genug als Jude gefestigt, denn er war erst seit dritter Generation jüdisch und musste immer um seinen Thron fürchten, da kam ein weiterer König nicht in Frage.

Heute noch gedenken wir an jenen Tag zurück und schmücken das Gedächtnis mit einem traditionellen Brauchtum. Die Kinder gehen durch die Strassen, klopfen an die Haustüren, segnen die Erwachsenen, verhauen sie ganz leicht mit einem Tannenzweig am Po, und dann bekommen sie Geld dafür. Wahrlich, es ist alles kommerziell geworden. Als ich ein Kind war und diesen Brauch ausübte, brach mir der Tannenzweig entzwei, und ich bekam nur Süssigkeiten anstatt des Geldes. Heute wird mein Hintern versohlt, und ich bin der Geldgeber. Aber im nächsten Leben nehme ich eine standfeste Rute mit auf meinen Streifzug. Wenn ich mir vorstelle, dass Erwachsene untereinander ohne Tannenzweig dieses Brauchtum verfolgen, so befinde ich mich im Rausch der Gefühle. Bitte, das gehört nicht auf öffentliche Strassen, sondern in die Intimsphäre der Schlafzimmer hinein, wo sich keine unschuldigen Kinder befinden, aber möglichst welche gezeugt werden.

Die Heiligen drei Könige heute

Wir wissen, dass einst in Mailand drei Tote, verbunden mit einem goldenen Faden, gefunden wurden. Sie kamen zur damaligen Zeit gerade richtig, denn man wollte ohnehin wieder, dass die Menschen zu mehr Glauben zurückfinden. Und so brachte Friedrich Barbarossa die toten Könige nach Köln und stellte sie als Reliquien zur Schau. Tausende Leute, darunter auch der damalige König von England, bewunderten die Reliquien, beteten sie an und glaubten wieder an Wunder aller Art.

Heute wissen wir nur, dass die Jungfrau Maria ein Kind namens Jesus geboren hatte, dass drei Könige einem Stern folgten, Geschenke mitbrachten und das Kind anbeteten. Wissenschaftlich belegt ist, dass Herodes zu dieser Zeit tatsächlich König war. Aber das Wichtigste ist, dass die Heiligen drei Könige einen symbolischen Wert für Frieden und den Glauben an Gott mitbringen. Das ist so schön, dass es all die unbelegten Lücken der Forschung entschädigt.

 


Elisabeth Putz

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