Lifestyle Ratgeber

Ratgeber

Beauty

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Wellness

Kultur

Leben

Shopping

Technik

Urlaub

Medien - So kommen Sie gross raus

Schallplatte als MediumHier sind sie, die Tipps und Tricks, um mehr Öffentlichkeit zu erlangen, denn wir alle sind mehr oder weniger mediengeil, selbst wenn wir nur die Zeitung lesen und den Fernseher im Hintergrund berieselnd laufen lassen.

Kennen Sie die Frau, die aus dem sicheren Hintergrund heraus schreibend über die grosse und kleine Prominenz lästert, solange sie selbst von den lästernden Medien in Ruhe gelassen wird? Wenn sie sich vor die Kameralinse begibt, dann nur auf YouTube, denn dort bemerkt sie das lästernde Volk nicht. Sie ist kamerascheu, kritikscheu, verletzlich und verletzend, hat jedoch nichts gegen gute Kritik und eine Kamera, welche sie ins richtige Rampenlicht rückt. Wahrlich, ich erkenne mich darin wieder. Sind wir nicht alle mediengeil, solange wir vom Volk geliebt, gelobt und gepriesen werden?

Die Medien können ein Segen sein, wenn sie uns über Dinge am Laufenden halten, die uns nützlich erscheinen. Sie können aber auch zu Energievampiren werden, wenn sie uns Dinge aufs Auge drücken, die wir nicht sehen wollen, wenn sie uns Produkte auf den Leib pressen, mit denen wir nichts anfangen können. Medien sind wertvolle Information und wertloser Schrott in einem einzigen Kanal, denn sogar der publikumsorientierte Fernsehsender liefert sachliche Information und unterhaltsamen Schrott zugleich, Hauptsache die Einschaltquoten stimmen.

Medien sind ja Kunst pur, denn jede noch so kleine Vernissage eines Künstlers endet meist in einer Finissage, wenn man noch nicht genug gefeiert hat. Medien sind Literatur, weil sogar meine Texte so tiefgründig ins Fleisch schneiden, dass man versehentlich glauben könnte, ich würde unter der Gürtellinie berichten. Und Medien sind Musik, weil sogar die Zeitung quietscht, wenn man sie zusammenknüllt.

Medien sind Verbreitungskanäle, das Sprachrohr in der Öffentlichkeit. Medium ist ein lateinisches Wort und bezeichnet den Kanal, durch dessen etwas fliesst, ein Werkzeug zur Weitergabe von Informationen. Schon in der Physik und in der Chemie sind Medien Strukturen, Substanzen und Elemente, die zur Weitergabe eines Stoffes beitragen. Medien bündeln Informationen und spucken sie dann verarbeitet wieder aus. Der Journalist sammelt und recherchiert, bis er die Dinge in einem verarbeiteten Artikel ausspuckt. Wahrlich, ich bin der geborene Jäger und Sammler.

Medien sind Menschen, die Dinge weiterleiten. Wenn man auf Twitter etwas postet, auf Facebook seine Sachen verbreitet, dann ist man einerseits selbst zum Medium geworden, weil man Infos weiterverbreitet, und man nutzt die sozialen Netzwerke als Medien, um die Infos noch intensiver auszubreiten. Es verhält sich wie mit einem Brei, der ständig in die Breite wächst, sich verbreitet. Fernsehen, die Presse, das Internet, soziale Medien, Rundfunk, ja sogar der kleine Blogger ist ein grosses Medium, denn alles, was in die Öffentlichkeit gelangt, kann ungehindert, unkontrolliert weitergegeben werden. Voila, es lebe die Meinungsfreiheit. Medien sind wie die Gewürze im täglichen Essen, es kommt auf die Dosis an.

Medienstars sind ein Teil reinster Öffentlichkeit, und wer in der Öffentlichkeit steht, der trägt seinen Körper auf dem Präsentierteller vor die Kamera. Viele Menschen träumen davon, in der Öffentlichkeit zu stehen, von den Medien begleitet zu werden und überall präsent zu sein. Wenn man innerlich für den Medienrummel bereit ist, klappt es auch mit dem öffentlichen Auftritt.

Manche Menschen ackern und mühen sich ab für ein bisschen Medienpräsenz und wundern sich, warum nicht mehr daraus wird. Wenn man sich deren Privatleben ansieht, merkt man oft die innere Unruhe, Unzufriedenheit und Instabilität der Menschen.

Wie soll man da die Stärke aufbringen, um in den Medien gut zu wirken? Besonders bei Künstlern, die nach einem Weg in die Öffentlichkeit suchen, merkt man manchmal, dass sie sehr unsicher sind, oder so überzeugt von sich selbst, dass sie einfach kein gutes Bild in den Medien abgeben würden.

Die Medien sorgen für Öffentlichkeit

Schauen Sie mich an: Ich verklebe das gesamte Internet mit meinen Texten und kleinen Ratgebern, will als Autorin von Herrn Bertelsmann persönlich angesprochen werden, denn dies ist der einzig grössere Verlag, dem ich damals vor vielen Jahren mein unvollkommenes Rohkonzept meiner eigenen junggebliebenen Memoiren nicht zugeschickt hatte. Ich wollte der Post nicht noch mehr Porto schenken. Bertelsmann ist der einzige Verlag, bei dem ich als Autorin einen Vertrag haben möchte, aber mein Erstlingswerk befand ich nach einiger Zeit als so misslungen, dass ich mich nicht mehr traute, bei meinem Lieblingsverlag an die Türe zu klopfen.

Ich will zwar als Autorin wahrgenommen werden, scheue jedoch die Medien, wie der Teufel das seelenheilbringende, sanft träufelnde Weihwasser. Ich schreibe über mein Privatleben so intim und unverschämt autobiographisch, dass jeder weiss, wann ich meine Unterwäsche wechsle, aber wenn es darum geht, mit Fleisch, Ego und Seele meinen gut geformten Leib in die Öffentlichkeit hinaus zu tragen, verstecke ich mich doch zu Hause und hoffe, es möge niemand auf die Idee kommen, bei mir zu klingeln. Im Internet bin ich eine Figur, auf meinen YouTube Videos bin ich nur zweidimensional vorhanden, aber in den grossen Medien würde ich als Person präsent gemacht werden. Nichts für mich, es sei denn, ich werde restlos von allen Menschen geliebt. Online stören mich Anfeindungen nicht, denn dagegen wehrt sich mein Anwalt. E-Mails ziehen kalt an mir vorbei, aber wenn man mich in der Dreidimensionalität angreift, dann fange ich sofort an zu heulen.

Wahrlich, ich bin nicht medienreif, hänge aber am Baum der Öffentlichkeit und erwarte, dass die Leute meine Texte lesen, meine Videos klicken und sich an der Werbung meiner Drittanbieter erfreuen. Bitte, ich bin eine Frau und brauche immer Geld zum Schuhe kaufen. Es muss auch online gehen, genug Geld für täglich neue Schuhe zu verdienen, denke ich und scheue bis auf Weiteres die Medien.

Die persönliche Ausstrahlung sorgt für Medienpräsenz

Man mag es kaum glauben, aber Energien und Schwingungen tragen einen Teil dazu bei, ob ein Mensch reif für die Öffentlichkeit ist. Das nennt man Ausstrahlung, und schon bekommt der esoterische Touchh des Wortes Schwingung einen alltagstauglichen Namen. Menschen mit Ausstrahlung, Leute die polarisieren, sind interessant, werden unter Umständen geliebt und von der breiten Masse angehimmelt. Voila, und schon ist ein neuer Star entworfen, der mit Hilfe von ein bisschen Werbung die Herzen der Fans erobert.

Wer die Medien für sich gewinnen möchte, der muss gute Arbeit leisten und sich auch gut vermarkten lassen, denn jeder Reporter oder Moderator merkt, wenn jemand in den Medien nicht gut ankommt. Wenn man innerlich an sich gearbeitet hat, steht man eines Tages im Rampenlicht, wenn man diesen Weg gehen möchte.

Die Medien sind auch eine Art Adrenalin Lieferant, denn das Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit lässt das Herz höher hüpfen. Wenn alle Menschen nach einem gelungenen Auftritt jubeln und klatschen, wenn man seine Autogramme unters Volk bringt, dann darf man zufrieden sein, denn dann hat man etwas wirklich richtig gemacht. Zweifeln Sie nie an Ihrer Arbeit, sondern lernen Sie aus jeder neuen Kritik etwas dazu und werden Sie dadurch noch besser.

Die Medien sorgen für schnelle Informationen

Was gerade einmal gestern passiert ist, steht heute bereits in den Medien. Manche Medien schreiben und berichten auch darüber, was morgen erst passieren könnte. Wenn beispielsweise ein Prominenter zu wenig Schlaf hatte und morgens verschlafen seine Brötchen holt, berichtet die nächste Klatschpresse bereits darüber, dass dieser Prominente bald heiraten wird, da er vermutlich die Nacht mit einer fremden Frau verbracht hatte.

Und wenn eine Prominente zu viel gefuttert hat, schreibt die Presse, dass in ca sieben Monaten ein neues Promibaby zur Welt kommen wird, da die Prominente vermutlich schwanger sei mit ihrem üppigen Bauch. Wir reissen uns um solche Geschichten und erzählen unserer besten Freundin im Sensationstempo die Eilmeldung mit einer Euphorie in den Augen, als würden in unseren Augen gerade zehn Lichterketten brennen. Da sind dann Promis im 2. Monat schwanger, obwohl sie nichts von ihrem Glück wissen.

Wenn eine Meldung einmal nicht stimmen sollte, macht das nicht viel aus, es kommt bestimmt die nächste Meldung. Die Medien leben von uns und wir von ihnen. Deshalb liebe Leute, schaltet den Fernseher ein, knipst bitte euer Gehirn aus, und kauft die Zeitung mit der neuesten Klatschspalte, dann sind wir alle in unserem Element. Aber im Ernst, die Welt wäre um einiges ärmer dran und würde in einigen ihrer Teile stehenbleiben, wenn wir die Medien nicht hätten. Vermutlich würden wir uns dann auf die Literatur stürzen.

Aktuelle Trends in den Medien

Welche Medien beeinflussen unseren öffentlichen Lebensstil? Wir sind süchtig nach dem Privatleben der Promis, und wir entwickeln eine Sucht, uns selbst medial quer durch die Öffentlichkeit zu schleifen. Tut das nicht irgendwann weh? Wir wollen sehen und gesehen werden, wenn es geht, bitte möglichst in der Presse oder im Fernsehen. Und so hat sich der Trend hin zum interaktiven Fernsehen entwickelt, zum Mitmachfernsehen. Castingshows und Talentwettbewerbe boomen. Jeder strebt die eigene Prominenz an.

Lieber Besucher, manche Menschen sind ganz heiss drauf, in der Vermarktungsmaschine der Medien verheizt zu werden, weil sie die Hitze des öffentlichen Hochofens geniessen. Ich gestehe, sobald ich Sie bei irgendwelchen Intimitäten zusehen lasse, suche ich mir einen guten Psychiater, denn dann gestehe ich, dass ich mediengeil bin. Und bis auf Weiteres schauen Sie mir eben im Beauty Bereich beim Nägelfeilen zu.

Gut, in meinem Medienbereich bricht jetzt nicht unbedingt die Panik aus, wenn Lady Gaga, Tom Cruise und George Clooney über meine verbal angespitzte Zunge spazieren, denn ich lasse die sensible Privatsphäre im Schrank liegen. aber selbst ich berichte hin und wieder über die Stars und Sternchen, die den Weg über den Fernseher in unser Wohnzimmer finden. Keine Angst, ich lese zwischendurch auch Zeitung. Grundsätzlich sind die Medien das lautstarke Sprachrohr, wenn sich jemand mitteilen möchte. Der einzelne Mensch greift Berichte aus den grossen Medienblättern auf, twittert es, teilt es auf Facebook mit, und so werden wir alle zum Medium, zum Sprachrohr für all die unausgesprochenen Skandale, Liebesgeschichten und Scheidungskriege. Kennen Sie den Rosenkrieg? So manch ein Rosenkrieg wird erst dann richtig interessant, wenn er in den Medien ausgetragen wird und in einer erbärmlichen Schlammschlacht sein Ende findet. Wahrlich, Scheidungsanwälte werden auch nie arbeitslos.

Massenmedien beeinflussen unser Leben

Ein Trend geht hin zu den oberflächlichen Massenmedien. Haben Sie diesen Effekt auch schon einmal bewusst wahrgenommen: Sie sitzen beim Frühstück, Ihr Partner erzählt Ihnen vom voraussichtlich ablaufenden heutigen Tag, Sie besitzen zwei Ohren mit einem funktionierenden Durchzugskanal und lassen die Worte zum Fenster hinaus fliegen. In den Nachrichten sehen Sie den Luxuskörper von Uschi Glas, gut, für Sie besser den Prachtbody von Heidi Klum, und Ihre Ohren sind spitz wie der Hund von nebenan, der sich täglich beim Rausgehen an Ihrem linken Bein erfrischt.

Wo ist der Durchzugskanal? Sie bemerken es bereits, die Medien interessieren uns alle, denn man will sehen und gesehen werden. Wie mein Körper aussieht, das weiss nur meine Kleidung, die sich an ihn schmiegt und meine Bettdecke, die nachts in den Genuss kommt, ihn zu berühren, und..., mein heimlicher imaginärer Lover, den niemand kennt.

Wenn ich jedoch in den Genuss kommen würde, mich für den Playboy auszuziehen, würde ich keine Sekunde lang zögern und das Geld einstecken, welches mir nachher bewusst macht, dass auch andere Leute meinen Körper sehen. Bitte, es sind doch nur vereinzelte Momente, in denen die Welt meinen Körper sieht, denn Massenmedien sind so vergänglich, dass niemand mehr darüber spricht, wenn der nächste Playboy mit dem nächsten Hasen erscheint. Geht denn der Trend vollends hin zu oberflächlichen Medien, heute In, morgen Out?

Der rote Teppich - Events mit Medienpräsenz

Ein universaler Trend in der Medienwelt ist der rote Teppich. Bitte, bei Twilight ist er schwarz, aber Vampire sehen die Welt ohnehin nur nachts gut. Wer kein Vampir ist, möchte auf den roten Teppich, wenigstens einmal im Leben, auch wenn sich darauf viele Energievampire und launenhafte, oh Verzeihung, kreative Menschen bewegen, fortbewegen, auf Fotografen und Reporter zubewegen, stehenbleiben und ihr viel zu tief ausgeschnittenes Kleid zur Schau stellen. Jawohl, ich bemerke gerade, so ein roter Teppich ist das Richtige für mich und mein nicht verheizbares Holz vor der Hütte.

Das Privatleben der Prominenten in den Medien

Ein weiterer Medien-Trend sind Hochzeiten, Babybäuche, prominente Schwangerschaften und rosenartige, dornenbestückte Scheidungen. Das Schlussmachen per SMS hat die Blütezeit seines Kultlebens bereits erreicht, als die ersten Promis mit diesen Blitzaktionen zwischenmenschlicher Art die Aufmerksamkeit in den Medien erregten. Man muss sehen, wo man bleibt und wie gut man sich auf dem Titelblatt der Zeitungen präsentiert.

Skandale und Liebesgeschichten in den Medien

Wenn Sie mich fragen, ob die schnulzige Liebesgeschichte oder der handfeste Skandal im Trend liegen, so denke ich, beides kommt gut an, nur die seichten Dinge, die Normalität dazwischen, die ist leider keine Schlagzeile wert. Wenn ich wählen könnte, ob ich mich für einen Skandal oder für eine Liebesgeschichte zur Verfügung stelle, so würde ich zweiteres wählen, denn dann habe ich wenigstens nach einer Weile wieder meine Ruhe, da die Menschen positive Dinge schneller vergessen als negative Schlagzeilen.

Liebesgeschichten wecken Sehnsüchte in uns. Gut, sie wecken auch den schlafenden Neid auf, denn wer selbst als unglücklicher Single durch die Nachtclubs tanzt, der möchte sich nicht mit knutschenden Pärchen konfrontiert wissen. Liebe zieht immer, egal auf welche Weise. Man muss nur genügend Gefühl in eine Story hineinbringen, gespickt mit ein wenig Sexappeal, und schon verkauft sich die Zeitung wie eine warme Semmel.

Der Skandal zieht auch immer, denn wenn in der Zeitung nichts Aufregendes geboten wird, kauft sie niemand. Den kleinen Streit mit dem Nachbar hat man selbst vor der Türe, aber wenn ein Nachbar ausflippt, ist dies seine Schlagzeilen wert. Kennen Sie den Doppelmord von Babenhausen? Ich bin durch eine Bekannte auf diesen Fall aufmerksam geworden und habe mir die verschiedenen Berichterstattungen durchgelesen, auch das 297 Seiten starke Urteil. Ich weiss bis heute nicht, ob der Täter schuldig oder unschuldig ist. Meiner Meinung nach müsste der gesamte Fall wieder aufgerollt werden und ein guter Detektiv auf die Spuren des Mörders angesetzt werden. Packend ist die Geschichte aber auf jeden Fall.

Die Politik in den Medien

Liegt die Politik im Medientrend? Ich würde sagen, ja, sie tut es. Heute müssen sich ja die Redaktionen zurückhalten, wenn sie einen Bericht ausstrahlen. ZDF, ARD, und all die anderen Sender haben ja bereits eine eigene Rechtsabteilung, die nur die Klagen und Schreiben der Anwälte abwickelt, wenn sich jemand über die Berichterstattung aufregt. Deshalb nenne ich auch kaum Namen, wenn ich über Skandale berichte. Der kleine Blogger kann sich nämlich kaum gegen Klagen wehren.

Ich erwähne immer meine Lieblingspolitikerin, Angela Merkel, denn sie hat alles, was mein Herz begehrt, Klugheit und Schönheit, den grasgrünen Blazer, nach dem ich schon seit Jahren Ausschau halte, und das Charisma, an welches ich niemals herankommen werde. Übrigens ist die Politik gar nicht so schlecht wie ihr Ruf, der ihr vorauseilt. Wenn man die Politiker arbeiten lassen würde, anstatt jeden noch so kleinsten Fehler in der Presse abzudrucken, wären wir in politischen Dingen längst viel weiter vorgedrungen, nur die Medien fressen leider alles, was ihnen vor die Füsse geworfen wird.

Da fällt mir der ehemalige Bundespräsident ein. Damals wusste ich durch die Medien nur, dass er Freundschaften pflegte. Wann beginnt eine Freundschaft schwierig zu werden? Bitte, wenn man als Politiker keine Freunde mehr haben darf, mit denen man den Urlaub verbringt, vereinsamt man. Und schliesslich kam nichts aus der Sache heraus, nur ein positives Gerichtsurteil für den Ex Bundeskanzler und ein Chefredakteur, der sich geirrt hat, nur der Brei wurde wie immer zu heiss gekocht. Medien sind eben wie das Salz in der Suppe, auf die Dosierung kommt es an.

Die Medien beeinflussen unser Leben

Wie medial können wir noch werden, ohne unser eigenes Privatleben aufzugeben. Die Prominenten behaupten, ihr Privatleben sei in Gefahr, weil Paparazzis, Journalisten und Pressefotografen in Wort und Bild darin herum schnüffeln, es durchstöbern und durchlöchern, sodass die Promis wie ein Schweizer Käse aus dem Emmental aussehen. Hat denn schon jemals einer daran gedacht, wie viel Privatleben wir Normalverbraucher opfern, um den Prominenten nahe zu sein?

Wir schalten früh morgens den Fernseher an, widmen uns weniger als 5 Minuten unserem Partner, schauen uns jedoch stundenlang die Stars von allen Seiten an. Abends schlafen wir mit den Prominews ein und träumen von ihnen, während ihr Ganzkörperfoto an der Wand hängt. Unser Partner geht leer aus, wird vielleicht nur als kleines Passfoto in der Brieftasche erwähnt. Übrigens besitzt George Clooney einen richtig knackigen Luxusbody.

Wie viele Informationen können wir verarbeiten, ohne in der Informationsflut zu versinken? Bitte, einige Leute sind bereits darin ertrunken. Morgens lesen wir mehr als eine Zeitung, denn in jeder steht das Gleiche in abgewandelter Form drin, und es kommt auf die Form und nicht auf den Inhalt an. Wir sehen gleichzeitig fern, denn hier werden die Infos noch besser aufbereitet, sodass sie schneller ins Blut übergehen. Wir gehen währenddessen ins Internet, treffen uns auf Facebook mit unseren 1000 Freunden, denn nur hier sind wir zentral genug, um auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben.

Wir konsumieren Informationen wie Drogensüchtige und bemerken nicht, dass wir an guter Literatur und Kultur vorbei schlendern. Bitte, wer will schon von einem Kulturschock gefressen werden? Ich lese währenddessen ein Buch und trauere bis an mein Lebensende um Marcel Reich Ranicki, der leider nicht mehr als verbaler Schockkritiker auf Erden wandelt.

Haben die Medien unser Leben im Griff?

Wenn ich mir meinen täglichen Medienkonsum ansehe, so bin ich fast schon überzeugt davon, dass nicht wir die Medien, sondern sie uns im Griff haben. Ich stehe morgens auf, gehe ins Büro, bevor ich richtig aufgewacht bin und recherchiere im Internet nach neuen Dingen, die sich auf meinem Portal verwerten lassen. Die Wikipedia ist mein bester Freund, bevor ich meinen zweiten besten Freund zu Hilfe hole, den Kaffee.

Ich lese meine E-Mails, öffne die meisten gar nicht, sondern lese nur die Betreffzeile, während ich mittendrin auf Xing und Facebook nach dem Rechten schaue. Ich schalte den Fernseher ein, und endlich, es tut sich etwas ausserhalb der Medienwelt, mein Lebenspartner wacht auf und sagt: Mach den Fernseher leiser, das hält doch keiner aus.

Wahrlich, ich fresse die Medien wie ein ganzes Frühstück in mich hinein und werde doch gleichzeitig von ihnen verfuttert. Ich kann nicht anders, ich muss den Stars und Sternchen beim Lieben, Posen und beim Streiten zuschauen, das törnt meinen Schreibfluss an. Ich muss mich über die wirtschaftliche Lage, über die Hypokrise und die Finanzkrisen aufregen, es regt meinen Kreislauf an, und der hat es besonders morgens nötig, denn sonst kommt er nicht in Schwung. Wenn ich in einem meiner nächsten Leben Aussteiger werde, verzichte ich auf jedes Medium, ausser auf mich selber und meine Klappe, dann berichte ich Ihnen über mein Aussteigerdasein ohne fliessend Stromm und Wasser. Ups, ich brauche das Internet, denn wie soll ich Ihnen sonst alles berichten?

Das Leben in den Medien

Haben es Prominente, Stars und Sternchen leichter? Wenn ich mir vorstelle, ich wäre prominent, würde ich die Krise bekommen, denn ich wäre mir nie sicher, ob ich von allen Leuten geliebt werde. Ich brauche die Liebe wie die Luft zum Atmen, wie das tägliche Wasser, welches ich leidenschaftlich aus der Flasche trinke. Und die Medien würden folgende Schlagzeile bringen: Frau Putz trinkt direkt aus der Flasche, wie eklig ist das denn?

Prominente besitzen im Grunde kein Privatleben. Sie müssen im realen Leben so glänzen, wie man sie auf dem edlen Hochglanzpapier auf Seite 1, auf dem Titelblatt der Zeitung abgelichtet hat. Wehe, eine Falte ist zu viel, dann ist der Star über Nacht um Lichtjahre gealtert. Wenn man die Zeitung faltet, bekommt der Prominente aber auch Falten, genau dort, wo man die Zeitung gefaltet hat. Ein Leben in den Medien ist meiner Meinung nach schwieriger als ein Leben mit ihnen. Ich bleibe Konsument der Presse ohne jegliche eigene Prominenz.

Zeitung

Stirbt die herkömmliche Zeitung aus Papier aus? Werden wir von informativen, überladenen, kurz gehaltenen Online Magazinen überrollt? Fakt ist, der Tablet ist am Vormarsch, mit dem Handy kann man heute Zeitung lesen, selbst wenn man eine Schreib- und Leseschwäche besitzt, denn die Akustik samt Sound und Vorlesemodulen ist am Vormarsch. Nur die Frauenzeitschrift lebt weiter, denn beim Friseur braucht man etwas Anständiges in der Hand.


Lifestyle

Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Sponsoren