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Leben und Urlaub in Österreich

Die Welt bereisen
Gott sei Dank, wir haben die Wiener. Wenn ich durch den ersten Wiener Bezirk schlendere, rieche ich die neuen Trends im Zara bereits aus der Ferne, denn die Kärntnerstrasse hat sich gewandelt. Ich fragte mich immer, wie lange etwa die überteuerten kleinen Boutiquen in der Kärntnerstrasse bestehen werden, wenn ich damals durch die leeren Lädchen spazierte und doch nichts kaufte, weil ich es mir nicht leisten konnte.

Heute stehen H&M, Orsay, Palmers, Pimkie, Zara, Schöps und Co wie aus dem Boden geschossene Pilze auf der Kärntnerstrasse, und ich muss durch die Ringgalerien schlendern, um die überteuerten Lädchen zu finden, obwohl ich mir heute die Sachen leisten könnte.

Übrigens haben wir Österreicher Salzburg, wo der Mozart niemals aussterben wird. Bitte, Mozart lebte in Wien, und trotzdem kaufe ich mir die original in Silberpapier eingewickelten Mozartkugeln beim Cafe Fürst in Salzburg, denn dort sind sie original per Hand gehoben und schmecken auch so.

Der österreichische Lifestyle ist direkt ein wenig familiär. Sind Sie auch schon staunend durch Österreich gefahren und haben sich über so manche dialektöse Eigenheit gewundert? Jawohl, je tiefer der österreichische Dialekt ins Herz geht, desto eher trifft er die Herzschlagader. Manchmal trifft uns auch der Schlag, wenn wir den einzelnen Österreicher nicht verstehen.

Aber das macht den österreichischen Lebensstil aus. In Kärnten sagt man gerne: Trink a Wosa, donn gehts da besa, los lei lafn. Das heisst übersetzt glatt: Trink ein Wasser, dann geht es dir besser, lass es nur laufen. Bei ganz korrekter Übersetzung dieser lockeren Phrase entscheidet man sich nach dem Trinken des Wassers das selbige wieder aus seinem Körper auszuscheiden, einfach irgendwo aus dem Körper hinausgleiten zu lassen, sodass man sich hinterher besser, ja nahezu erleichtert fühlt. Bitte, bei diesem Gedanken muss ich glatt dringend aufs Klo.

Die österreichische Kaffeehaus-Tradition

Zum österreichischen Lifestyle gehört der Kaffee dazu, wie der Tirolerhut auf den Kopf des Tirolers. Immer wenn ich in Wien bin, schlüpfe ich zwischen den Menschen in der Kärntner Strasse hindurch und vergrabe mich in meine hart verdiente Sachertorte. Und dazu trinke ich einen Kaffee. In Österreich kommt der Kaffee übrigens zusammen mit einem ordentlichen Glas Wasser, so wie es sich gehört, denn man muss ja dafür sorgen, dass man es laufen lassen kann, wenn man zuvor Wasser getrunken hat.

Österreichische Seen - Der Lifestyle im Wasser

Wenn Sie jetzt denken, das Wasser, welches Sie gerade eben im Kaffeehaus Ihres Genusses getrunken haben, könnten Sie einfach so in den See laufen lassen, dann nehmen Sie sich bitte in Acht vor eventuellen Fischen, denn die mögen es absolut nicht, wenn man ihr Wässerchen biologisch anreichert, also verschmutzt. In den USA wurde einst ein Mann von der Polizei erwischt, als er mitten im Wasser eines Sees seine businessbewussten Geschäftsangelegenheiten erledigte.

Der See wurde natürlich ausgepumpt, denn so einen Klogang kann man wahrlich niemandem zumuten. In Österreich führen die Seen noch urlaubsfreundliches, sauberes Wasser. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass sich so ein See wie eine saubere Hauskatze selbst reinigt. Übrigens, wenn Sie nach Österreich kommen, probieren Sie den Wörther See aus, denn der schreit förmlich nach Badespass. Und wenn Ihnen der See im Hochsommer zu überbevölkert erscheint, legen Sie sich zu mir in den Europapark, dann können wir in Ruhe über das saubere Wasser des Wörther Sees lästern.

Österreichische Berge - der Lifestyle auf den weissen Spitzen

Bitte, hier darf ich stolz erwähnen, dass ich den Grossglockner bereits bestiegen habe. Und wenn ich gleich die Pointe hinterher werfe, so bin ich dann doch mit dem Auto auf die Hochalpenstrasse des Grossglockners eingebogen, um einfach nur dort gewesen zu sein. Ja, das ist ein Stück österreichischer Lebensstil, wenn man die meist verschneiten, in weissem Hochzeitskleid schimmernden Bergspitzen ganz aus der Nähe betrachten möchte.

Als ich am Grossglockner aus dem Auto stieg, hatte ich wie üblich eines meiner kurzrockigen Kostüme an und dachte, dass ein Hosenanzug in dieser kühl umschmeichelnden Situation richtige Wärmedämmung geboten hätte. Wenn Sie je vorhaben, in Österreich einen trendigen Berg zu erklimmen, dann tun Sie mir den Gefallen, sich einen Bergführer zu suchen.

Es ist einfach sicherer, glauben Sie mir. Schon der Ötzi machte den Fehler, alleine die edlen Berghöhen zu erkunden. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Ötzi ein Italiener oder ein auf Mallorca lebender Deutscher gewesen ist, denn er kletterte bloss in seinen Sonntagssandalen auf den Berg seiner Begierde.

Lifestyle in Kärnten

Wer hätte es gedacht, die Kärntner können feiern, geniessen, das importierte italienische Lebensgefühl auskosten, und wenn sie zwischendurch Zeit finden, arbeiten sie sogar. In Klagenfurt herrscht Lindwurmstimmung. Ich weiss das so genau, weil ich mich an manchen kühlen Novembertagen durch die Nebelschwaden ins Einkaufszentrum der City Arcaden durchschlängle. Aber dafür treibt in Villach der Villacher Fasching sein Unwesen.

Bitte, wenn ich in den City Arcaden ein neues kurzes, zu kurz geratenes Kostüm finde, gehe ich damit auf den Villacher Fasching. Und wenn ich jetzt noch Karten für die Faschingssitzung bekomme, komme ich garantiert.

Lifestyle in der Steiermark

Wenn der normale Steirer sich auf der Autobahn gemütlich, in seligen Gedanken versunken fortbewegt, kann es vorkommen, dass wegen eines Geisterfahrers die Autobahn in Richtung Wien gesperrt wird bis Entwarnung naht. Aber bitte, das passiert den Grazern garantiert nicht, denn Graz befindet sich symbolisch gesehen nicht in der restlichen Steiermark.

Ich musste bemerken, dass die Grazer sogenannte Grazer sind und bloss nicht mit den Steirern verwechselt werden möchten. Trotzdem, Steirermen sind very good. Dies bewiesen Arnold Schwarzenegger, Frank Stronach, Red Bull Mann Dietrich Mateschitz, und die Gruppe STS, die liebend gerne nach Fürstenfeld zurückkehrten, da sie für Wien um eine Nuance zu schön singen konnten.

In der Steiermark erleben Sie übrigens den guten Wein, wenn Sie ihn zwischen den Rebstöcken finden. In meinem sechzehnten Leben war ich eine Reblaus und tummelte mich in den steirischen Weinbergen. Deshalb kenne ich den steirischen, mit Trauben angereicherten Wein so gut.

Lifestyle in Wien

Die Wiener haben eine entzückend grantige Art an sich, welche ich so sehr liebe. Und wenn ich mitten in der Kärntner Strasse in den traditionsreichen Steffl hineingehe, finde ich dort mindestens einen überteuerten Schal für kalte Zeiten, wenn der Hals elegante Liebkosungen benötigt. Wien hat aber auch das Riesenrad, den Naschmarkt und mein grosses Vorbild Elizabeth T. Spira zu bieten.

Wenn die Frau zum Interview einlädt, bleibt keine private Ecke unentdeckt. Wenn Sie mich interviewen sollte, würden wir uns gegenseitig offene Fangfragen stellen. Ach ja, kosten Sie ein wenig von der Sachertorte, falls eine für Sie übrig bleiben sollte, denn ich sauge jedes Tortenstück wie ein trockener Schwamm auf.

Lifestyle in Salzburg

Das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart habe ich bereits besichtigt, wobei ich nachher meinem Trieb nach purer Freiheit nachging und den Tiergarten besuchte, wo ich leider nur den eingesperrten Tieren beim Fressen zusah. Salzburg ist edel, etwas eleganter im Sein, dafür sorgen schon die Salzburger Festspiele.

Übrigens, wenn Sie die Festung Hohensalzburg besichtigt haben, gönnen Sie sich auf der Dachterrasse des Hotel Stein eine kleine Auszeit. Gut, im Winter gehen Sie eben notfalls ins Tomaselli, da bekommen Sie Kunst und Tradition gleichzeitig. Ausserdem schmeckt dort der Kaffee auch gut.

Lifestyle in Tirol

Als ich neulich wieder einmal einen neuen Tiroler kennenlernte, stand ein echter Mensch vor mir. Bischt a Tiroler, bischt a Mensch, bischt koa Tiroler, bischt auch ein Mensch, oder doch unbewusst ein kleiner Hohlraum, durch den menschliche Speisereste beim Gang auf die Toilette ins Freie gelangen.

Dies ist der dialektös angehauchte Satz, den ich mir zum Lebensstil der Tiroler merkte, hart aber herzlich. Ich merkte mir auch das bewusste einprägsame Bild der Oberländler und der Unterländler, welche sich mögen und gleichzeitig voneinander fern halten. Wahrlich, wenn es ein Oben gibt, existiert zwingend ein Unten.

Lifestyle Phänomene der österreichischen Bundesländer

Die Burgenländer fahren gerne nach Wien zur Arbeit, sind jedoch immer heilfroh, wenn sie in die ländliche Ruhe des Burgenlandes zurückkehren dürfen. Die Vorarlberger versteht man stumm besser, als wenn sie Töne von sich geben, denn leider bin ich in diese dialektösen Gefilde noch nicht vorgedrungen. Ich übe bereits.

Die Oberösterreicher und Niederösterreicher sind Menschen wie Sie und ich, und bis auf Weiteres habe ich nur liebe Menschen dort kennengelernt. Ach ja, die Gemütlichkeit ist dort besonders ausgeprägt, denn ich bemerkte, dass mir besonders in Linz offene Türen den Weg wiesen.

Wiener Schnitzel - Lifestyle vom Kalb oder gar vom Schwein

Liebe Besucher, lassen Sie sich nicht vom kopierendem Charme der Chinesen täuschen, das original echte Wiener Schnitzel ist eine hauchdünne Fleischscheibe, eingenistet in einen zart knusprig schmeckenden Mantel aus Ei, Mehl und Semmelbrösel. Die Panade macht das Schnitzel so grossartig.

Bitte was sind Semmelbrösel? Für alle, die einen Deutschkurs belegen, es ist Paniermehl. Übrigens variiert das Wiener Schnitzel mittlerweile zwischen Mutationen aus Putenfleisch und Truthahn, denn in den quirligen Geflügelseelen steckt weniger Fett drin. Wenn ich mir die niedlich grunzenden Hausschweine so ansehe, bin ich direkt froh über diese Entwicklung.

So machen Sie Urlaub in Österreich

Machen Sie Urlaub in Österreich, in dem Land, in dem jeder eine Lösung auf jede Antwort weiss, auch wenn er noch keine Ahnung davon hat. Erfahren Sie alles über österreichische Trends und Lifestyle in Österreich. Was hat Österreich alles zu bieten? Zuerst sehen wir die Berge, denn Österreich lässt seine hohen Berge weit über das Land ragen. Hier kann man wunderbar Bergurlaub und Wanderurlaub machen.

Nehmen Sie Ihre Walking Stöcke und gehen Sie los, bevor im österreichischen Gebirge wieder der Winter zu Gast ist, denn Winter ist in den Bergen oft. Wer ihn aber mag, den österreichischen Winter, der kommt gerne zum Schifahren nach Österreich. Das ist echter Lifestyle in den Bergen mit seinen trendigen Schigebieten und den Wintersportorten.

Urlaub in Österreich mitten unter Freunden

Was sind die Österreicher für ein Volk am Rande der Alpen? Manche Menschen behaupten, die Österreicher sind so wie die Berge, im Gebirge etwas zurückhaltender und familienbewusster, etwas eng in den Gedankengängen, in den Städten etwas offener und freundlicher zu ausländischen Leuten, und in en Grossstädten wie Wien ganz offen für alles, was dankbar und friedlich ins Land kommt.

Manche Österreicher sind sogar so offen, dass sie immer sagen - Das kriegen wir schon irgendwie hin, machen Sie sich keine Sorgen. Bei dem Satz muss man sich allerdings Sorgen machen, denn wenn das ein Österreicher behauptet, hat er meistens noch keinen Plan und keine Ahnung von der Sache.

Urlaub in Österreich an den trendigen Seen

Vielleicht möchten Sie einmal Urlaub an einem österreichischen See machen. Die durchschnittlichen Österreicher machen alle dort Urlaub, weil sie nicht weit weg zufahren brauchen und ihr Geld im eigenen Land lassen dürfen. Die durchschnittliche Frau Österreicherin ist wie der durchschnittliche Herr Österreicher, sparsam und behutsam zum Geld. Sie bunkern ihr Geld lieber auf den Banken und unter den Matratzen, denn hier ist es sicher vor dem unüberlegten Ausgeben des Geldes durch seinen Besitzer.

Manch ein Österreicher sichert sein Geld schon vor sich selbst weg, damit er nicht zu viel davon ausgibt. Trotzdem, so ein kleines Land wie Österreich muss einiges leisten, um mit den grossen Ländern auf der Weltkarte mithalten zu können. Der kleine Punkt auf der Landkarte hat einiges an Lifestyle zu bieten. Geniessen Sie mit uns trendige Events und Lifestyle rund um den Tourismus in Österreich. Vielleicht möchten Sie ja in Österreich leben oder wenigstens Ihr Geld sicher bei den österreichischen Banken anlegen, denn hier ist der Bankkunde noch ein anonymer König.

Urlaub in Österreich beim Hofrat und Kommerzialrat

Wenn Sie sich einen guten und anerkannten Titel zulegen möchten, kommen Sie bitte nach Österreich, die Österreicher haben für jeden Menschen einen anständigen Titel, denn das gehört sich einfach. Gnädige Frau, küss die Hand! Auch Sie als Frau erhalten in Österreich Ihren wohlverdienten Titel. Und hinten herum werden Sie mit etwas anderen Titeln bezeichnet wie beispielsweise: “Pfunzel”, aber das braucht Sie nicht zu stören, denn das hören Sie ja nicht mehr. Der Herr Hofrat und der Herr Kommerzialrat, beide bereits schon lange in Rente, gutsituierte Privatiers in Österreich, geniessen speziell in Wien im Kaffee Sacha ihren Kaffee.

Nun, wie der Hofrat und der Kommerzialrat zu ihren Titeln gekommen sind, weiss niemand so genau, aber Hauptsache ist, sie haben einen Titel. In Österreich ist man halt wer, wenn man ihn hat, den Titel. Eine beinahe schon ausartende Titelsucht prägt das Land, und alle mögen es betitelt,

Übrigens trinken der Herr Hofrat und der Herr Kommerzialrat ihren Kaffee nicht nur so, sondern sie geniessen ihre Melanche, das ist der bessere Kaffee. Der Österreicher geniesst seinen Kaffee, und der Deutsche braucht den Kaffee, das ist der kleine feine Unterschied zwischen den Ländern. Neulich sah ich zwischen den österreichischen Ladenregalen auch Dallmayr und Jakobs Kaffee herumstehen. Nanu, was würde da der Herr Kommerzialrat dazu sagen?

Neulich waren Herr Hofrat und Herr Kommerzialrat am Wiener Würstlstand, Das ist auch für einen Titelträger in Österreich nichts Aussergewöhnliches, denn in Wien schmecken die Würstchen einfach lecker. Sogar wenn die Creme della Creme sich zum jährlichen Stammereignis, dem Opernball trifft, werden die Würstchen vor der Oper gerne gegessen. Um Mitternacht muss man sich als Gast des Opernballs manchmal um das obligatorische Würstl streiten. Jedenfalls weiss man bis heute nicht genau, wer seinen Hofrat- und Kommerzialrat Titel verdient hat, aber die Würstchen am Wiener Würstlstand schmecken allen.

Die Topfengolatsche aus dem leckeren Österreich

Wenn der durchschnittliche Österreicher in eine Konditorei oder Bäckerei geht, dort seine Topfengolatsche bestellt, und diese von gestern ist, dann rappelt es aber ordentlich in den österreichischen vier Wänden. Das gleiche passiert, wenn der Deutsche zum Bäcker läuft und dort eine alte Quarktasche erhält. Die österreichische Topfengolatsche ist nichts anderes als eine deutsche Quarktasche, gefüllt mit österreichischem Topfen.

Die Topfengolatsche isst man beispielsweise zum Kaffee. Das empfiehlt sich besonders, wenn sie nicht mehr frisch von heute ist, sondern bereits eine Nacht in ihrem kurzen Leben hinter sich hat. Topfengolatschen schmecken den meisten Menschen am besten, wenn sie keine Rosinen enthalten. In Österreich ist dies jedoch eine Seltenheit, denn eine Rosine ist immer drin in der Topfengolatsche, auch wenn behauptet wird, dass keine drin sei. Das kommt daher, dass die Österreicher glauben, eines ist keines, und zwei ist erst eins. Das lernt man in Österreich bereits in der Schule, wo die erste Fünf in Mathe noch kein Drama darstellt.

Übrigens ist die Topfengolatsche in manchen Konditoreien mit verschiedenen Glasuren bedeckt, aber im Grunde schmeckt sie mit dem puren Blätterteig und der Quarkfüllung am leckersten. Die Österreicher mögen es eben zu jeder Tageszeit sehr süss und angezuckert. Das merkt man auch an ihrer teilweise angezuckerten Ausstrahlung. So kann man beobachten, dass der Österreicher auf seine ohnehin bereits gezuckerte Topfengolatsche noch eine Haube voll Staubzucker rieseln lässt, damit sie gut schmeckt.

Wissenswertes über Österreich vor dem Urlaubsantritt

Grüss Gott und Servus. Die Österreicher betreiben ja bekanntlich eine Art Galgenhumor, der kleine Witz, der so lange am Galgen hängt, bis man ihn begreift und belächelt. So nehmen die Österreicher schlimme Tatsachen nicht so ernst, begraben so manche Bank unter einem Schuldenberg und sagen: Das kriegen wir schon hin.Was tut sich Neues in Österreich? Diese Frage stellt man sich zwangsläufig, wenn man zwischen zwei Bergen im Tal festklebt, sich ein Gewitter zusammenbraut und man weder vor noch zurück kommt. Das letzte Mal, als sich so ein orkanartiges Sturmtief zwischen zwei Bergen auftat, waren die Nationalratswahlen. Es standen so viele Parteien wie nie zuvor im Wettrennen um den Bundeskanzlersessel, und dennoch blieb alles beim alten, Rot Schwarz schwang das Zepter und stellte den ahnungslosen Wähler nach der Wahl vor längst beschlossene, bereits vor der Wahl unumgängliche Tatsachen. Es ist ein Loch in der staatseigenen Unterhose, im Klingelbeutel, die Staatskassen sind leer, die Wahlpralinen sind bereits aufgegessen worden, wir machen weiter wie bisher, nur den Lehrern treten wir ein wenig auf die fussbesohlten Nerven, denn die sind von uns, dem Staat abhängig.

Kennen Sie die Kaiserin Elisabeth und den Kaiser Franz Joseph? Können Sie sich noch an die Monarchie erinnern? Damals gehörten auch die Ungarn uns, da sie sich zu Österreich hingezogen fühlten. Franz und Sissi sind tot, bekleidet begraben im Mausoleum, aber das Schloss Schönbrunn lebt noch. Seit kurzem wird es auch Dank einer Gesetzesänderung wirtschaftlich geführt, denn die Eintrittspreise dürfen sich endlich ohne langatmige Bürokratie den üblichen Marktpreisen anpassen.

Wie medial ist Österreich?

Österreich besitzt ja mehrere Tages- und Wochenzeitungen. Die Kronenzeitung, die Presse, der Standard, der Kurier, die Salzburger Nachrichten...Ich wollte unbedingt in der Zeitung erscheinen und hatte zu diesem Zweck bereits bei jeder einzelnen Zeitung an die geschlossene, für mich unerreichbare Pforte geklopft, aber es öffnete mir nur der Portier, der meinte: Für dieses Thema haben wir bis auf Weiteres keinen Platz. Nicht einmal über Krankenhäuser möchten die etwas schreiben, dachte ich, und entschied mich, dieses Thema selbst breitzutreten. Übrigens abonniere ich ja ausschliesslich zwei Zeitungen, die Wirtschaftskammer Zeitung und die Kleine Zeitung. Erstere brauche ich für die Insolvenzen und Zweitere für die Todesfälle und das Horoskop. Bitte, man muss sich ja irgendwie informieren.

Was ist Österreich?

Österreich besteht ja aus neun Bundesländern, wobei jedes Bundesland sein eigenes Wahrzeichen besitzt. Wien hat den Stephansdom, und wenn ich weiterhin mein Geld aus dem Fenster werfe, sperren die mich dort oben in den Turm ein, dann bin ich das Wahrzeichen von Wien, Elisabeth Putz im Schuldenturm. Ich wollte schon immer im 1. Wiener Bezirk residieren. Übrigens bin ich mir beim Kärntner Wahrzeichen nicht mehr sicher, ob es der Lindwurm oder das Wassermandl ist, denn beide ähneln sich sehr, würden sich bei genauer Betrachtung sogar ergänzen: Der Lindwurm spuckt Feuer, und das Wassermandl löscht den Grossbrand auf seine Art und Weise. So machten die Vorbesitzer der Regierung, die Blauen, Schulden, und die Rot-Grünen sind dabei, den Brand zu löschen. Danach regiert wieder Blau, denn dann haben wir vom Sparkurs genug. Falls ich keinen Wohnsitz im Stephansdom bekomme, weil mich die Stadt Wien nach meiner nächsten Krankenanstaltenklage des Landes verweist, sperre ich mich in Grazer Wahrzeichen ein, in den Grazer Urturm, dann weiss ich wenigstens, wann meine letzte Stunde hier in Österreich geschlagen hat.

Wir Österreicher besitzen ja den Euro, befinden uns in der Europäischen Union, pflegen unsere Neutralität, auch wenn Frank Stronach einst sagte, wir könnten uns gegen die Chinesen neutral nicht wehren, aber wir besitzen sie trotzdem. Bitte, die Chinesen brauchen uns nicht zu belagern, die kopieren uns einfach, dann gibts mich zweifach.

Österreich hat ein unsichtbares Loch in der Staatskasse, und dazu trage ich jeden Tag meinen Teil bei, denn bei mir ist ebenfalls ein Loch in der Geldbörse. Ich lagere es aus Gründen des transparent zu haltenden Haushalts aus, damit man nicht unnötiges Misstrauen in meine Person legt. Wahrlich, ich bin ein braver Bürger. Im Grunde dürfte ich nicht klagen, und wenn ich nicht so streitsüchtig wäre, könnte ich mich ins Wiener Parlament setzen, zu Rechten vom Stadtrat, dann hätte mein Loch in der Geldbörse endlich keinen Nährboden mehr, um weiterzuwachsen. Übrigens ist Österreich eine semipräsidentiale Demokratie, eine parlamentarische Bundesrepublik. Ich habe meine Chancen im Leben verschlafen, denn wäre ich klug gewesen, würde ich jetzt als Berufspolitiker in die Geschichtee Österreichs eingehen und nicht über Politik schreiben müssen. Aber bitte, Versager bin ich keiner.

Österreich ist bunt, multikulturell. Es spricht neben deutsch und zahlreichen Dialekten auch zusätzlich slowenisch, kroatisch und ungarisch. Wenn ich nicht täglich wie ein blindes Huhn über die zahlreichen Austriazismen stolpern würde, wäre mein Hochdeutsch astrein, direkt aus dem Urstamm der Preussen gepresst, aber da sich laufend der Wiener und Kärntner Dialekt einschleichen, spreche ich so gut Deutsch, wie es ein Österreicher eben kann, wenn er sich anstrengt. Jo, mia sama daham, direkt in Klognfurt, und wenn ma an Duascht hom, noachan trink ma a Wosa. Jawohl, wir Kärntner trinken Wasser, wenn wir durstig sind.

Österreich war geschichtlich gesehen bereits alles, was man nur so sein kann. Wir Österreicher sind nur knapp einer Diktatur entgangen, und ich denke, das liegt daran, dass ich noch nie in der Regierung aktiv mitarbeitete. Ändern wir den Zustand, und voila, da hätten wir endlich unsere Diktatur. Neulich gab es ja richtige Fussvolk-Wahlen, eine Volksabstimmung über ein solides, mit stumpfen Waffen arbeitendes Berufsheer, den Zivildienst, das freiwillige, gut gezahlte Sozialjahr, das verpflichtende Sozialjahr für alle, die herkömmliche Bundeswehr, und stellen Sie sich vor, nach der Wahl war vor der Wahl, alles blieb beim alten. Bitte, der Aufwandt hatte sich richtig gelohnt. Ach ja, geschichtlich gesehen waren wir bereits ein Kaiserreich, eine österreichisch-ungarische Monarchie, ein Erzbistum, eine 1. Republik, eine 2. Republik, ein Ständestaat, ja, es fehlt nur noch die Diktatur unter dem eleganten Schwung meines Zepters. Bitte, ich würde mich auch selbst krönen, das spart Geld und Zeit.


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