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Tipps für den Sommer

Blumen im SommerJawohl, im Sommer lebe ich, und zwar ganz ausführlich. Es gibt sogar Leute, die behaupten, ich sehe im Sommer hübscher aus als im Winter. Ich gebe zu, da liegt jede Menge Wahrheit drin, denn im Sommer schnappe ich nach Frischluft, während ich im Winter nur die interne, warme, trockene Heizungsluft einsauge. Im Leben eines Menschen kann man den Sommer als Blütezeit des Lebens betrachten. Hoffentlich verblasst meine gelbe Blüte niemals, denn ich möchte keine Pusteblume werden.

Leute, der Sommer ist da, und mit ihm kriechen die Leute wirklich gänzlich aus ihren Löchern und tanken Sonne. Der Sommer ist für die einen Leute ein sonniger Segen, und für andere Menschen ein zu heisses Pflaster, welches den Kreislauf ungeahnte Bahnen ziehen lässt.

Wie können Sie den Sommer überstehen, ohne dass Sie mit der Hitze im Takt kollabieren? Mit kühlem Köpfchen, heissen Gedanken und einer riesengrossen Wasserflasche kommen Sie nahezu unbeschadet durch die Hitzewelle hindurch.

Sommerbeginn - längster Tag und kürzeste Nacht

Wann beginnt eigentlich der Sommer? Wir unterscheiden ja zwei Arten von Sommerbeginn, den kalendarischen und den meteorologischen Sommer. Der kalendarische Sommerbeginn ist am 21. Juni. Ja, der ist wichtig, denn dann beginnt die warme Jahreszeit bestimmt.

Übrigens beginnt der Sommer im Jahr 2020 erstmals am 20. Juni, weil die Erde in ihrer Rotationslaufbahn ein wenig herumeiert. Der meteorologische Sommerbeginn ist am 1. Juni. Bitte, davon spüren wir wahrlich selten etwas, denn dazwischen liegen die drei Eisheiligen mit ihren tiefen Temperaturen, die verregnete Sophie, einige andere Regentage und manchmal noch richtig kaltes Wetter.

In den Modeboutiquen ist jedoch schon im März Sommer, denn da ist die heisse Jahreszeit im Juni meist schon wieder kleidungstechnisch vorüber. Ich entdeckte einst in einem Münchner Modeladen einen trendigen Wintermantel, da die aktuelle Winterkollektion gerade angekommen war. Also bitte kaufen Sie sich die aktuelle Sommermode im Frühling, sonst bekommen Sie nichts mehr Passendes.

Ach ja, zu Sommerbeginn sind wir mit dem längsten Tag und der kürzesten Nacht im Jahr gesegnet, denn an diesem Tag bleibt es lange hell. Wir können die meisten Sonnenstunden zu Sommerbeginn geniessen, wenn sie denn gerade scheint. Ab diesem Tag werden dann die Nächte wieder länger und die Tage kürzer. Glücklicherweise spüren wir das erst mitten im Herbst.

Bräuche zu Sommerbeginn

Zu Sommerbeginn, sozusagen in der Nacht des 21. Juni feiert man auf vielen Bergen das traditionelle Sonnwendfeuer, die Sonnwendfeier. Uralte Bräuche wie das Tanzen ums hell erleuchtete Feuer, das Springen übers Feuer, leiten den Sommer ein. Bitte, ich wurde einst zu einem Seminar eingeladen, bei dem ich übers Feuer laufen sollte. Wissen Sie, was passiert ist? Die anderen liefen drüber und ich war der einzige Feigling.

Zu Sommerbeginn finden übrigens auch Hexenbräuche und Hexenzauber statt. Ich musste natürlich dabei sein, nur um mitreden zu können. Ich zündete farbige Kerzen an, sass am Balkon, schaute in den vollen Mond hinauf und zauberte mir Glück, Liebe, Erfolg, Geld und Gesundheit herbei. Irgend etwas muss dabei schief gelaufen sein, denn die aktuelle Liebe liess mich sitzen, meine Künstleragentur war am Ende, ich erblindete und konnte keine Künstler und Bilder mehr sehen, mein Geld wurde knapper und der Erfolg machte sich aus dem Staub.

Übrigens wiederholte ich den Zauber ein Jahr später zur selben Zeit. Eine neue Liebe kam in mein Leben, ich eröffnete eine Internetagentur, das Geld stimmte wieder, der Erfolg machte sich in meinem Leben breit, das Glück kehrte zurück und bis auf meine Augen war ich erstaunlich gesund. Bitte, man muss nur Geduld haben, die Kraft liegt in der Wiederholung, damit sich das Universum die Dinge besser merken kann. Am 21. Juni scheinen die Hexenzauber wahrlich gut zu wirken.

Der Ventilator oder die Klimaanlage - ein Muss für den Sommer

Sind Sie schon einmal mit dem Auto in der Sommerhitze unterwegs gewesen, und plötzlich war die Klimaanlage defekt? Soll ich Ihnen noch etwas Besseres schildern? Am attraktivsten ist es im Sommer, wenn Sie ohne Klimaanlage in der brütenden Hitze im Büro sitzen und für Ihren Chef arbeiten müssen. Übrigens sitzt Ihr Chef in der Zwischenzeit mit einem leckeren Eis im Schwimmbad, denn dort hat er einen wichtigen Kundentermin mit sich und dem Sportbecken, in das er gleich springen wird.

Das ist gemein. Manchmal ist das Leben wie das Kopfsteinpflaster für Schuhe mit dünnen, hohen Absätzen, einfach gemein und unfair. Natürlich brauchen Sie auf Ihrem Arbeitsplatz eine funktionierende Klimaanlage oder zumindest einen guten Ventilator. Auf 25 Grad muss das Ding die Hitze trimmen können. Nun, vorsichtig sollten Sie mit den zu kalten Klimaanlagen umgehen, denn wenn es drinnen bloss 18 Grad hat und Sie nach draussen kommen, können 35 Grad im Schatten schon heftig sein.

Sind Sie schon einmal mit einer richtig süssen und attraktiven Sommergrippe im Bett gelegen? Da wird das Bett zur Saunalandschaft. Sie sollten überall einen Ventilator bereit gestellt haben, wenn die grosse Hitzewelle kommt, denn es könnte ja einmal einer kaputt gehen. Am besten, Sie kaufen die Kühlwinde doppelt und dreifach, für jeden Raum einen. Übrigens sollten Sie bei Klimaanlagen aufpassen, denn da drin wohnen manchmal bei schlechter Wartung tausende von appetitlichen Bakterien. Die würden sich auch in Ihrem Körper wohl fühlen.

Wasser - der Lifestyle Hit für den Sommer

Wenn der Sommer da ist, muss das Wasser fliessen, und zwar in Sie und Ihren Luxuskörper hinein. Auch äusserlich sollte Wasser fliessen, Duschwasser, Badewasser, Seewasser, ach, das Wasser fliesst, glug, glug, glug. Wo sollte das Wasser nicht gerade sein? Verzichten Sie auf das Schwitzwasser unter den Achseln, denn dort möchte niemand üble Gerüche erhaschen. Also duschen Sie sich im Sommer zweimal täglich, das riecht besser und wirkt optisch einfach gepflegter.

Trinken sollten Sie pures Wasser oder kalten Tee. Kamillentee und Salbeitee wirken hervorragend gegen eventuellen Körpergeruch. Wasser mit Zucker ist aber wirklich fehl am Platz. Machen Sie sich lieber heisse und süsse Gedanken um Ihren nächsten Flirt, dann haben Sie bald einen richtig tollen Zuckerschock, wenn Ihr Partner dahinter kommt, dass Sie quer durch das menschliche Gemüsebeet flirten. Ab ins Beet, die Erdbeeren warten bereits darauf, vernascht zu werden.

Flirten Sie im Sommer - der heisse Sommerflirt

Ganz wichtig für den Sommer ist der obligatorische Flirt. Heiss und willig muss er sein, denn Sie möchten ja nicht den ganzen langen Sommer über um den heissen Brei herum reden und darauf warten, welche Lifestyletrends im Herbst in Mode sind. Der Flirt ist ein absolutes Muss für den Sommer. Notfalls flirten Sie eben mit Ihrem eigenen Partner, wenn der Haussegen gerade hängen soll.

Im Sommer brauchen Sie einen Platz im Schatten

Wenn der Sommer über uns kommt, wie ein heisser Vulkan, den wir das ganze Jahr erwarten, und auf den wir sehnsüchtig warten, dann lauert uns die Hitze wie eine schlaue Katze auf, wenn Sie vor dem Mauseloch auf Beutefang ist. Da schützt uns nur noch der Schatten, doch gerade die Schattenplätze sind im Sommer Mangelware.

Wenn man ins Schwimmbad oder an den See kommt, war immer jemand schneller, der sich den besten Schattenplatz ausgesucht hat. Man kann kommen, wann man möchte, ein Anderer liegt bereits breit und doof unter dem Lieblingsbaum und hat seinen grinsenden Blick auf die kleinen Bäumchen gerichtet, die weniger Schatten spenden. So ein Zufall, die sind noch frei.

Am besten wäre es, Sie könnten sich Ihren Stammplatz im Schatten den ganzen Sommer über mieten. Bei Bäumen müssen Sie bewegungsfreundlich sein, denn der Schatten, den so ein üppiger Baum spendet, wandert immer wieder in alle Himmelsrichtungen.

Die Lifestyle Bademode für den Sommer

Wenn Sie das Wasser in und um Sie herum haben fliessen lassen, sich einen Platz in den schattigen Blättern eines Baumes gesichert haben, dann brauchen Sie die richtig trendige Bademode, denn der Sommer kann ganz schön heisse Blicke auf Ihren Luxusbody werfen.

Übrigens müssen Sie sich kein Nest im Baum bauen, legen Sie sich einfach unter den Baum, dort ist es auch schattig genug. Die Bademode müssen Sie unbedingt im Frühling kaufen. Am besten, Sie stürmen die Geschäfte bereits, wenn sich die Wintermode gerade verabschiedet und die stark reduzierten Wintermäntel wie Blei zwischen der ersten Sommermode in den Regalen liegen.

Genau dann haben Sie die grösste Auswahl, wenn Sie eine trendige Badehose und einen sündigen Bikini abbekommen möchten. Zeigen Sie ruhig, welch zart durchtrainierter Luxuskörper an Ihnen klebt, denn das zieht die Blicke und den heissen Sommerflirt an. Mit der trendigen Bademode wirken Sie ausgezogen, halt, ausgesprochen anziehend. Fühlen Sie sich darin auch angezogen? Wenn Sie noch ausgezogener wirken möchten, fragen Sie Ihre Freundin, Ihren Freund, ob er oder sie sich bitte einen Rollkragenpullover anziehen könnte, denn daneben wirken Sie persönlich nahezu nackt. Übrigens sieht es sexy aus, wenn Ihr Badetuch die selben Farben wie Ihre Bademode hat.

Kein Sommer ohne leckeres Eis

Gut, Eis ist nicht nur im Sommer heiss, sondern auch im Winter, wenn man es quasi von der Strasse kratzen kann. Das sommerliche Eis ist etwas teurer, denn gratis sind nur die Eiswürfel, die man sich im Kühlfach heran züchtet. Frequentieren Sie unbedingt die Eisdielen in Ihrer Nähe und setzen Sie sich in die trendigen und angesagten Eiscafes.

Es geht hier ja nicht nur ums Essen, sondern um sehen und gesehen werden. Sie ahnen ja gar nicht, welche kreativ gekleideten und noch kreativer aussehenden Leute man da erblickt. Da ist alles dabei, angefangen vom bunten Hawaii Hemd bis zu den kurzen Hosen, die in breiten Beinen stecken, verziert mit weissen Tennissocken und Sandalen.

Ja, manchmal gibt es keine Sünde und keine Schamgrenze mehr, da tun uns die Augen weh. Wie hoch liegt Ihre Frustrationstoleranzgrenze, wenn es um Modesünden geht? Lassen Sie sich Ihr Eis schmecken.

Im Sommer brauchen coole Köpfe einen Sommerhut

Manche Menschen lassen ja ihren Kopf in der Sonne braten, bis er heiss genug ist und das Gehirn Blasen wirft. Die trendigen Leute tragen einen Sommerhut, denn darunter bewahrt man sich einen kühlen Kopf. Übrigens passt auf jeden Kopf ein Hut, Sie müssen nur einen artgerechten Sommerhut finden, der für Ihren Kopf geeignet ist. Der Hut schützt Sie vor zu viel Sonne, denn so ein kleiner Sonnenstich kann Ihre Gedanken ganz schön durcheinander bringen.

Im Sommer brauchen die Augen eine trendige Sonnenbrille

Wer sich im Sommer ohne Sonnenbrille in die Sonne legt, der ist zwar den Sonnenstrahlen etwas näher, aber die Augen werden Augen machen, wenn die ersten Augenschäden auftreten. Übrigens, wenn die Sonne die Netzhaut erreicht hat, gehen diese Schäden nicht rückgängig zu machen. Bauen Sie auf die richtig trendige Sonnenbrille. Sie muss in erster Linie vor den UV Strahlen schützen.

Habe ich bereits erwähnt, dass die Sonnenbrille auch gut aussehen muss und zu Ihrem Gesicht passen sollte? Mit der richtigen Sonnenbrille können Sie auch optisch schlanker wirken. Das ist dann sozusagen eine Sonnenbrillen Sommerdiät fürs Gesicht.

Wie nutzt man das Sommerloch?

Blumen im SommerWenn die Tage heiss werden, das Büro vor Leere gähnt, die Leute in Miniröcken und kurzen Hosen im Strandcafe sitzen, wird so manch ein Mensch krank, weil er die Sommerpause nicht ertragen kann. Besonders der Workoholik leidet, wenn er nichts zu tun hat. Wie kommt man dennoch gesund durch diese Pause? Man muss sich diese Auszeit gönnen, mental abschalten und entspannen. Nur wer auch entspannt, ist langfristig leistungsfähig.

Unter dem Begriff Sommerloch versteht man ein spezielles, jährlich wiederkehrendes Phänomen, welches sich durch den gesamten Sommer hindurch zieht. Es wird auch Sommerpause oder Sauregurkenzeit genannt. Typisch für dieses Phänomen ist die ereignisarme, teilweise sogar ereignislose Zeit, in der die Medien nicht sonderlich viel Bewegendes zu berichten haben. Da man in dieser übersichtlichen Zeit im Grunde nur eine simple Wochenzeitung anstatt einer Tageszeitung bräuchte, ist die Sommerpause den Medien gewidmet, die um jeden Leser ringen.

Die Politiker machen Urlaub, die Prominenten residieren in ihren eigenen Villen und schotten sich ab, die Sportvereine tätigen keine wichtigen Veranstaltungen, die Gerichte pausieren, die Anwälte haben nichts zu tun, die Arztpraxen sind leer, die Leute sind am Strand und lassen sich die Sonne in den Bauchnabel hinein scheinen. Gott sei Dank existieren heute so viele Smartphones, dass wenigstens das Internet nicht ausstirbt, sonst hätten nicht einmal die Onlinemedien genügend Leser. Trotzdem wird so manch ein Journalist krank vor Sorge, und es gab bereits Zeitungen, die kränkelten, weil sie zu wenige Rücklagen gebildet hatten.

Das Sommerloch beginnt in manchen Jahren bereits im Mai, immer wenn Ostern in den April fällt und sich die Leute bereits in den Feiertagen aufmachen, um ausgiebig zu urlauben. In anderen Jahren fällt Ostern in den März, die Feiertage sind optimal verteilt, und die Sommerpause beginnt dann erst im Juli oder frühestens Ende Juni. In Fussball WM und EM Jahren beginnt die Sauregurkenzeit pünktlich nach dem Finale, wenn man den Weltmeister oder Europameister ausgiebig gefeiert hat und sich zurückzieht. Die ereignisarme Zeit endet im September, manchmal auch Ende August, aber spätestens dann, wenn der letzte Urlauber wieder an seinem gewohnten Arbeitsplatz sitzt und über Rückenschmerzen klagt.

Als ich als frisch gebackene Autorin mein erstes Sommerloch überleben musste, wusste ich zuerst nicht, woher mein Leserrückgang stammte. Ich erschrak mächtig über den finanziellen Einbruch der Werbeeinnahmen, über die gähnende Leere auf meinen Internetseiten, und über die Teilnahmslosigkeit meiner übersichtlichen Besucher. Der Anblick machte mich krank, da ich kaum Rücklagen gebildet hatte. Als ich jedoch mitbekam, dass es anderen nicht besser erging, ging es mir dafür umso besser, denn in der Not hofft man, nicht alleine mit seinen Problemen dazustehen. Mittlerweile bin ich das elitäre Problem der Sommerpause gewohnt, lehne mich zurück und geniesse die frischen Topfkräuter vor meinem Büro, denn der Schnittlauch beruhigt mich ungemein. Man kann ja auf eventuelle Regentage warten, welche das Sommerloch stopfen, denn bei Regen konsumieren die Leute wieder vermehrt Dinge, die der Strand nicht bietet.

Wie nutzt man die Sommerpause?

Jeder Unternehmer nutzt das Sommerloch anders. Man kann Urlaub machen, denn zu Hause läuft einem nichts davon. Unternehmer besitzen jedoch die Eigenschaft, nicht abschalten zu können, und so kann ein Urlaub zur Qual werden, wenn man untätig dasitzt und in eine Art Liegestuhl-Depression verfällt. Ich schmiede in meiner Sommerpause Pläne für mein Onlineportal, lege mich in die Sonne und gönne mir einen Hauch von Schönheit, da mein Körper mein Kapital ist, solange ich meine Fotos selber schiessen muss.

Man kann neue Sonnenbrillen und Strandhüte, exklusive Sommerkleider, sommerliche Accessoires und modische Trends entwerfen. Man kann einen Sommerhit schreiben, ihn vertonen und als Musikereignis verkaufen. Man kann sich im Garten betätigen, Gemüse ernten, sich vom eigenen Biogemüse ernähren und seine Ernte mit Freunden teilen. Man kann sich weiterbilden, ein gutes Buch lesen, entspannen oder sich durch den Sommerschlussverkauf wühlen. Ich finde, man sollte alles machen, wozu man das restliche Jahr über keine Zeit hat. Wichtig ist nur, dass man finanziell gesund bleibt, sonst können einem die umsatzarmen Monate ein Loch in die Geldbörse fressen.

Tiere im Sommerloch

In der Sommerpause werden die Tiere mediengeil, weil ihnen die zweibeinige Prominenz einen extra grosszügigen Platz einräumt. Man berichtet über aussergewöhnliche Haustiere, die entlaufen oder gestorben sind, über Zootiere, die Nachwuchs bekommen, über Wildtiere, die wie Ungeheuer wirken, und man berichtet über neue Trends, welche für unsere domestizierten Vierbeiner ein Hit sein könnten. Ich wäre gerne so ein medienrelevantes Meerschweinchen, dann würde ich wenigstens im Sommer die nötige Aufmerksamkeit erzielen, die mein Leben so sehr vermisst.

Ein Trend, der im Sommer für Tiere überlebenswichtig ist, sind Luxushotels für Hunde, Katzen, Hasen, Hamster und Meerschweinchen. Wenn die Zweibeiner in den Urlaub fliegen, darf das Haustier auch urlauben, und das lässt man sich schon einiges kosten, denn Geld spielt in so einem Luxushotel keine Rolle. Nur das Ungeheuer von Lochness muss draussen bleiben, aber bei dem weiss ich bis heute nicht, ob es sich hierbei um eine Zeitungsente handelt.

Der Bär stopft gerne das Sommerloch, wenn er den Menschen zu nahe kommt. Tiere werden auch gerne als Orakel und Hellseher genutzt, weil sie so niedlich sind. Wahrlich, da berichtet man gerne darüber. Und wenn noch ein Plätzchen frei ist, berichtet man über das Bienensterben, über Schwäne und Störche. Tiere bekommen übrigens auch Namen, damit sie niedlicher rüberkommen, besonders, wenn es sich um medien-erprobte Wildtiere handelt.

Die Medien im Sommerloch

Wenn es nichts ereignisreich Prominentes zu berichten gibt, ist Platz für all jene Leute, die das restliche Jahr über zu kurz kommen. Da berichtet man gerne über Kleinkünstler, unbekannte Autoren, engagierte Gemeindemitglieder, Pfarrer, die ihre Schäfchen im Griff haben, über Pilgerreisen, über Gourmetrestaurants, über Sterneköche, über Foodblogger und Saisonarbeiter. Plötzlich sind Leute in den Medien, von denen man noch nie etwas gehört hat und ab Herbst auch nichts mehr hören wird. Ich finde diese Menschen interessant, wenngleich auch viele von ihnen Eintagsfliegen sind, aber sie präsentieren ein Stück normales Leben, ein Leben, mit dem der Normalverbraucher mithalten kann.

Wenn die Politiker aus ihrem Sommerurlaub zurück sind, beginnen die Sommergespräche, die für Gesprächsstoff sorgen. Fast zeitgleich küren sinnfreie Shows und Sendungen das abentliche TV-Programm. Als ich mir die nackten Singles auf Partnersuche in der Show Adam sucht Eva ansah, glaubte ich zum ersten Mal, ich sei auch medientauglich, ich bräuchte nur meine Klamotten abzulegen. Als ich mir einige andere Sendungen ansah, wusste ich, dass ich medientauglich bin, denn im Sommer hätte sogar ich gute Chancen, ins Fernsehen zu kommen.

Wirtschaft und Handel im Sommerloch

Man muss aufpassen, dass man nicht ins wirtschaftliche Sommerloch fällt, sonst geht der Umsatz so stark zurück, dass man sich direkt nach dem September sehnt. In den Geschäften herrscht Preiskrieg, denn der Sommerschlussverkauf beginnt manchmal schon im Juni und endet meistens im August, wenn mein neuer Wintermantel an der frischen Ladenstange hängt.

Natürlich ist die Wirtschaft mittlerweile so kreativ geworden, dass sie die Leute mit Produkten überhäuft, die niemand braucht. Früher gab es Souvenirläden, heute gibt es Fast-Fashion, Fast-Food zum Mitnehmen und Fast-Adventure zum Mitmachen. Man kann Erlebnistage buchen, Segway fahren, an zahlreichen Sommerevents teilnehmen, sich an einem Marathon auspowern, ein Spassbad besuchen, Shopping als Hobby entdecken, und man kann überall etwas konsumieren, was das Herz früher nicht kannte. Der Sommer wird vom Tourismus und vom Handel mittlerweile derart ausgereizt, dass man die Pause darin nicht mehr wahrnimmt.

Das Leben im Sommerloch

Die Speiseeis-Zeit, die den Sommer ausfüllt, ist nicht die gesündeste, aber sie hilft uns durch die arbeitslose Phase hindurch. Als ich mir letzten Sommer ein kleines Eis mit drei Schokokugeln, zwei Vanillekugeln und zwei Erdbeerkugeln kaufte, mich damit in ein leeres Strassencafe setzte und das vorbeiziehende rege Leben in der Stadt betrachtete, fand ich keine Leute. Die Stadt war leergefegt. Dies ist ein typisches Phänomen des städtischen Sommers, die Leute meiden das heisse Strassenpflaster und gehen an den See. Für mich ist dies die ideale Zeit um meiner Ruhe nachzugehen, denn ich hasse Menschenansammlungen. Wussten Sie, dass es in Deutschland einen Ort mit dem Namen Sommerloch gibt?

Ganz anders sieht es in Finnland aus. Der Sommerfinne geniesst seine Stadt, lebt so ausführlich, dass es fürs ganze restliche Jahr über ausreicht, und er geht kaum zu Bett, weil ohnehin kaum Nacht herrscht. Der Winterfinne hingegen ist still, zurückgezogen und arbeitsam. Der Sommerfinne lebt gesünder als der Winterfinne, und auch Ihnen rate ich, einen eventuellen Finnlandurlaub in die Sommerzeit zu verlegen.

Hitze

Was macht man gegen die Sommerhitze? Wie rüstet man sich für einen heissen Sommer? Wie schützt man sich, wenn die Hundstage im Anmarsch sind? Die Wohnung kühlen, Socken ins Eisfach legen, Kühlkissen, grüner kalter Tee, in den Schatten gehen, helle, leichte Kleidung anziehen. Ich trinke viel Wasser.

Sommerzeit

Wer braucht sie eigentlich noch, die Sommerzeit? Die Vorteile kann man mit der Lupe suchen, denn eine Energieersparnis ist bis heute kaum bewiesen. Die Nachteile überwiegen, denn eine Stunde fehlt uns immer. Ich bin beispielsweise wie eine Milchkuh, ich benötige 2 Wochen, bis sich mein Biorhythmus auf die Zeitumstellung eingestellt hat. Allerdings hat die Sommerzeit einen entscheidenden Vorteil, der alle Nachteile ausgleicht. Man kann abends lange draussen bleiben, denn es wird nicht so schnell dunkel, und da wir eine Gesellschaft geworden sind, die oft nur am Abend Zeit für Entspannung hat, brauchen wir diese Zeit.

 


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