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So machen Sie Urlaub zu Hause

Urlaub im eigenen GartenEin Gegentrend zum Jetset-Publikum ist der Urlaub zu Hause, auf der Terrasse, im eigenen Garten, notfalls im Wintergarten. Das eigene Zuhause ist nämlich zu einer Wohlfühloase geworden, weil das Fitnesscenter samt hauseigener Sauna im Keller steht, der Pool samt Pool-Liege im Garten residiert, und der Privatkoch fürs leibliche Wohl sorgt.

Verreisen Sie gerne und regelmässig, oder buchen Sie jährlich Ihren verdienten Urlaub zu Hause, vielleicht im Hotel Mama? Ich liege im Urlaub am liebsten zu Hause, in meinem geliebten Kreuzbergl auf meiner alt eingesessenen Wiese, in meinem gelobten Europapark auf meiner alt eingetretenen Wiese oder im Garten meiner Eltern, mit dem ich quasi fast verheiratet bin. Im Winter liege ich im Wintergarten und schaue den Flocken beim Schneien zu. Reisen waren vor einiger Zeit ein richtig grosses Abenteuer für mich, denn ich musste einfach überall hin, überall sein, damit ich sagen konnte, dass ich überall gewesen bin. Ich suchte mir auch einst einen Reisepartner aus dem Internet, damit ich nicht alleine auf Kreta Urlaub machen musste. Heute fahre ich gerne als Stammgast in meine vier Lieblingshotels, ein fünftes ist inzwischen dazu gekommen, und man darf sich ausrechnen, wie viele Reiseziele ich jährlich ansteuere, aber dafür kenne ich an meinen Urlaubsorten jeden Zentimeter blind. Hin und wieder zieht es mich noch in die weite Welt hinaus, aber ich werde mit zunehmendem Alterungsprozess sesshafter. Womöglich heirate ich einmal und bewohne ein Haus mit Garten, gehe mit dem Hund Gassi und besänftige die Katze. Ab diesem Zeitpunkt mache ich Uhrlaub zu Hause.

Nicht immer muss man sich dem regen Jetset-Publikum anschliessen, müde am Flughafen stehen, übermüdet ins Hotelbett fallen und genervt auf einem unbequemen, fremden Kopfkissen schlafen, wenn man urlaubt. Manche Leute sind nach einer Woche derart genervt von den Hotelgästen, dem Lärm, dem übersichtlich leeren Buffet und dem quietschenden, zu weichen, ausgelatschten Hotelbett, dass sie zu Hause ankommen und Urlaub vom Urlaub brauchen.

Immer mehr Menschen bleiben zu Hause und entscheiden sich, Urlaub im Garten, auf dem Balkon, auf der eigenen Terrasse zu machen, denn da stört sie niemand, das Kopfkissen riecht frisch, die Matratze ist in Ordnung, und nachts herrscht Ruhe. Man muss die Klimaanlage nicht anmachen, weil man das Fenster öffnen kann. Man muss morgens nicht hungern, weil das Buffet nicht abgegrast ist. Und man sitzt nicht mit 200 hungrigen Leuten in einem Frühstückssaal, dessen Klimaanlage zu kühl eingestellt ist, Hauptsache die Wurst wird gut gekühlt.

Man liegt nicht wie die gebratenen Ölsardinen eng aneinandergekuschelt am überfüllten Strand und atmet die Sonnencreme des Nachbarn ein. Man rennt abends nicht durch die Einkaufsmeile des jeweiligen Urlaubsortes, dicht an dicht gedrängt, um ein Urlaubssouvenir zu kaufen, ein Selfie zu schiessen und auf Facebook dem Einbrecher zu signalisieren, wir sind nicht zu Hause, der Flachbildfernseher kann uns gestohlen bleiben.

Immerhin, wer zu Hause urlaubt, sitzt nicht dicht gedrängt in einem überfüllten Strassencafe und geniesst einen schlechten Drink nach dem anderen, bis er einen Zuckerschock erleidet. Im Urlaub nimmt man ja grösstenteils so zu, dass man nachher kaum noch in seine Klamotten passt, da sind Stretchkleider von Vorteil, die wachsen wenigstens mit dem eigenen Bauchumfang umfangreich mit.

Urlaub zu Hause hat neben den Nachteilen, welche man das ganze Jahr über als Alltag einstuft, auch seinen gewissen vorteilhaften Reiz. Wenn man es schafft, in einer ruhigen Gegend zu residieren, kann man die Urlaubsangebote der eigenen Stadt, des eigenen Heimatortes nutzen. Mittlerweile nutzen zahlreiche Menschen Tourismuscards, residieren im eigenen Haus, nehmen jedoch Sport- und Badeangebote wie ein Tourist wahr, denn zu Hause ist es doch bekanntlich am schönsten.

Urlaub im eigenen Garten, auf Balkonien und auf der Terrasse

Wer sich einen eigenen Garten zulegt, befindet sich fast das ganze Jahr über im Urlaub, denn in der Erde zu wühlen macht uns glücklich, da im natürlichen Erdboden ein Mikrobakterium residiert, welches den Serotoninspiegel bei uns Menschen erhöht. Der Garten bietet zudem Ruhe, frische Luft und ein gesundes Flair. Mit einem Schwimmteich legt man sich nicht nur einen Pool zu, sondern ein naturbelassenes Gewässer, in welchem man beim Schwimmen Gesundheit tankt.

Auf der eigenen Terrasse darf man sich auch nackt sonnen, solange der Nachbar nichts dagegen hat und man kein öffentliches Aufsehen erregt. Am Urlaubsort fernab der Heimat muss man hierfür zum FKK Strand gehen, auf welchem man jedoch nicht alleine liegt. Bitte, aus Erfahrung weiss ich, dass Leute, die der Freikörperkultur zugeneigt sind, keine Augen im Kopf haben, mit welchen sie andere Leute förmlich blickdicht ausziehen, denn da sind ohnehin bereits alle nackt.

Wer seinen Balkon als Urlaubsort nutzt, der sollte sich für hochwertige Balkonmöbel entscheiden, denn die billigen Plastikmöbel bekommt man auch, wenn man sich für ein Hotelzimmer mit Meerblick entscheidet. Ein Elektrogrill, der nicht schmutzt, bietet alles, was man abends braucht, um satt zu werden. Am eigenen Balkon kann es zwar passieren, dass man keinen Meerblick erntet, aber dafür hat man auch keinen Lärm, keine unangenehmen Gerüche und keinen Wind, der einem um die Ohren bläst, wenn man abends hoch oben die Balkonluft geniesst.

Wer zu Hause urlaubt, sollte ein Eigenheim oder ein Haus in ruhiger Lage besitzen, oder zumindest in einer Wohnung leben, die viel Ruhe und Licht bietet. Immer mehr Menschen entscheiden sich, ihr Geld ins Wohnen zu stecken, bevorzugen eine Wohnsituation in ruhiger, naturbelassener Lage, damit sie relaxen können und nicht jährlich auf einige wenige Urlaubswochen warten müssen, in denen sie der eigenen Wohnung entkommen. Wer allerdings mitten in einer lauten Stadtgegend wohnt, keinen Balkon, keine Terrasse und nicht einmal ein Stück Garten besitzt, der muss raus, sonst fällt ihm im Urlaub die Zimmerdecke auf den Kopf.

Den Urlaub ins Büro mitnehmen

Wie nimmt man den Urlaub mit ins Büro? Wenn man nach seinem wohl verdienten Urlaub wieder zu arbeiten anfängt, im monotonen Büroalltag gefangen ist, braucht man etwas, das einem hilft, gut durch den Tag zu kommen. Bitte, in der Karibik war es schöner, da flossen mir die Erdbeeren als Smoothie im Strandcafe direkt in den Mund.

Wer seine Urlaubsstimmung mit ins Büro nimmt, muss einiges beachten. Man braucht ein luftiges Sommerparfum, welches man sich am Urlaubsort gekauft hat. Dieses Parfum legt man im Büro an und erinnert sich an die Palmen am Strand, weil der Duft so vertraut ist. Oder man nimmt sich seinen Erdbeersmoothie mit ins Büro, trinkt ihn in der Vormittagspause und erinnert sich an die Strandbar.

Man kann sich auch coole Klamotten am Urlaubsort kaufen und diese in seiner Freizeit tragen, denn die lenken uns vom Bürostress ab und verleihen Urlaubsstimmung. Ich kaufte mir einen Bikini mit Palmen drauf, legte mich oben ohne in meine Lieblingswiese und fror, weil der Sommer bereits in den Herbst überging. Übrigens kann man sich auch im Urlaub einen Roman kaufen, diesen dann im Park zu Ende lesen, damit die Urlaubslaune zurückkehrt. Ich kaufte mir ein Hörbuch über die Perfektion der weiblichen Brüste, welches ich dann oben ohne auf meiner Lieblingswiese genoss.

Das Urlaubsflair holt man sich ins Büro, indem man die gekauften Souvenirs am Schreibtisch aufstellt. Der Eifelturm steht seit Monaten bei mir am Tisch und wartet, bis ich komme. Man kann Muscheln, Sand, Heu aus der Almhütte, kleine Extras aus dem Hotelzimmer, Steine und Dinge vom Urlaubsort mit nach Hause nehmen, aber bitte lassen Sie den Fernseher, den Haartrockner, eventuelle Kleiderbügel und den Bademantel im Hotel, denn das sind Dinge, die nimmt man nicht mit. Ich habe mir Salsamusik gekauft, eine kleine Palme mitgenommen, und so friste ich dahin, bis der nächste Urlaub naht.

Sparer machen Urlaub zu Hause

Hoch im Trend liegen die Sparer, welche ihren Jahresurlaub zu Hause verbringen, weil es in Zeiten der Wirtschaftskrise an allen Ecken und Enden mangelt. Die Haupturlaubszeit beginnt, und wir fangen an zu sparen. Normalerweise gibt der herkömmliche Urlauber während seiner Entspannungszeit jede Menge an Geld aus, da er der Meinung ist, man hat nur einmal richtig Urlaub im Jahr, die seltenen anderen Male macht man ohnehin nur einen kurzen Wellnessurlaub, der schnell wieder verpufft. Aufgrund der derzeitigen Situation am Weltmarkt scheint es jedoch so zu sein, dass der eingefleischte Urlauber nicht mehr so viel Geld in der Urlaubskasse beherbergt, denn Sanktionen, Krieg und Unfrieden, Güterknappheit und steigende Preise lassen dies nicht zu.

Am Anfang des Ukraine Krieges litten wir alle an den schrecklichen Bildern, welche uns die Medien zeigten. Wir übten uns in Solidarität, trugen unsere Klamotten in den Farben der ukrainischen Flagge und hofften, dass die Sanktionspakete Russland in die Knie zwingen mögen. Doch es kam anders. Der Rubel rollt, er gewinnt an Ansehen, steigt und gedeiht. Russland hat in Sachen Technologie, Ernährung, Klamotten, ja in sämtlichen Bereichen die westlichen Geschäftsabgänge verkraftet und durch neue, innovative Unternehmer ersetzt. Indien, China, die östliche Welt freut sich über russisches Gas, und wir bezahlen bitter dafür. Und aus diesem Grund macht der kleine Mann, der an der unteren Einkommensgrenze nagt, zusammen mit dem Sparer Urlaub zu Hause, und der rreiche Mann, der das Geld erschaffen hat, macht Urlaub im sonnigen Süden.

Jetzt gibt es nur ein Problem, wir können uns dies kaum eingestehen, denn es wäre eine richtig satte Niederlage, wenn wir zugeben, dass wir in einer Zweiklassengesellschaft leben. Vielleicht passiert ein Wunder und die Ukraine steht wieder so da wie vor dem Krieg. Ich als eingefleischter Optimist bin ja der Meinung, man darf immer hoffen, egal wie die Lage aussieht. Auf jeden Fall sparen wir jetzt wie die Weltmeister. Auf den Flughäfen der Welt ist ohnehin die dicke Flaute anwesend, da das Flugpersonal fehlt, die Bodenabfertigung lahmt und der Passagier sich in Geduld und Eigenverantwortung üben muss, aber dafür haben während der Corona-Krise die Manager ihre satten Gewinne gemacht, weil viel Geld in die Fluglinien geflossen ist. Bitte, einer hat immer das Glück, und der andere hat das Bummerl, was für die Wiener so viel bedeutet wie das kleine Pech in der Hosentasche. Übrigens hat sich, während ich diesen Bericht geschrieben habe, die Lage an den Flughäfen etwas entspannt, aber trotzdem kann der kleine Mann nicht in die leere Hosentasche greifen, er muss zu Hause bleiben.

Keine Angst, wir können zu Hause urlauben, eine neue Sportart erlernen, in die Pfützen der Umgebung hüpfen, wenn wir baden gehen, und ich sehe mir die Wörther-Pfütze gleich aus der Nähe an, denn nicht umsonst lebe ich derzeit im Nebelloch von Klagenfurt. Wichtig ist, dass man seine Sorgen zu Hause lässt, wenn man urlaubt, und auch wenn wir grösstenteils die Ferien in den eigenen vier Wänden verbringen, es könnte gelingen. Vielleicht lasse ich meinen Lebenspartner zu Hause, wenn ich an den See gehe, aber ich könnte schwören, mir fehlt dann etwas Entscheidendes, nämlich jemand, der mir den Rücken eincremt.


Elisabeth Putz

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