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Nie wieder krank im Urlaub

Krank im Urlaub auf der SonnenliegeKein noch so toller Urlaub macht Spass, wenn man pl”tzlich mit grippe„hnlichen Symptomen im Bett liegt und vom Balkon aus auf Sonne, Strand und Meer schaut. Aber genau das erleben zahlreiche Leute, wenn sie ihren Urlaub antreten. Woher kommt dieser kr„nkelnde Zustand, wenn kein Stress mehr lauert? Es ist tats„chlich in erster Linie der nachlassende Stress, der uns im Urlaub auf die Matratze legt und uns mit sanften Handschellen ans Bett fesselt. Man kr„nkelt so herum und brtet eine halbwchsige Grippe aus, ohne dass sich der grippale Infekt grossartig zeigt.

Wenn wir arbeiten, befindet sich unser K”rper in Hochform, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, und wir fhlen uns fit. Wenn der berufliche Stress nachl„sst, schw„chelt unser Immunsystem, weil der gesamte K”rper in einen l„ngeren Entspannungszustand bergeht. Meistens erledigen die Leute vor dem Urlaub in letzter Sekunde alles, was nicht sicher vor ihnen ist. Der K”rper geht nach getaner Arbeit pl”tzlich von der einen Minute zur anderen in den Entspannungszustand ber und ruht sich aus. So entsteht eine Art Achterbahnfahrt in uns, die uns schw„cht.

Ein weiterer Faktor, der uns gerne krank macht, ist unser Nervensystem, welches empfindlich auf pl”tzlich auftretende Ver„nderung reagiert. Wenn wir unter Stress sind, strengen wir unser Nervenkostm extrem an und verbrauchen Kr„fte, die wir sonst nicht brauchen. Im Urlaub entspannen wir unser Nervensystem, denn da haben wir nichts Grossartiges vor. Genau in diesem gemtlichen Zustand hat der K”rper Zeit, krank zu werden, da jetzt der ganze Stress und die Anspannung von uns abfallen.

Wer auch im Urlaub aktiv ist, seine Hobbies liebt und sich besch„ftigt, wird seltener krank. Wer sich selten beranstrengt und mit Stress positiv und gelassen umgeht, kann den Urlaub auch gesund geniessen. Und fr alle anderen Leute gibt es  eine Packung Taschentcher gegen die rinnende Nase und einen k”stlichen Tee aus Thymian, G„nsefingerkraut und Sternanis.

Wie vermeidet man Erkrankungen im Urlaub? Man k”nnte sich ein paar Krankheitstage vor dem Urlaub leisten, sozusagen einen kleinen, geplanten Krankenstand auskosten, was dem Arbeitgeber jedoch sauer aufst”sst und nicht unbedingt die feine englische Art darstellt. Man kann aber auch knapp vor dem Urlaub mentale Energie tanken und gelassener im Job werden, dann erledigt man wenigstens noch seine Arbeit. Wer sein Immunsystem mit Sport fit h„lt, es mit gesunder Ern„hrung und viel Wasser und Tee st„rkt, der beugt Krankheiten im Urlaub vor.

Einige Leute sorgen vor, indem sie die Apotheke strmen und sich mit Vitaminen fr den Urlaub rsten, denn man weiss nie, wann die n„chste Sommergrippe zuschl„gt und die n„chste Wintergrippe die Teereserven empfindlich schrumpfen l„sst. Achtung, besser ist es, man greift auf natrliche Nahrungserg„nzung zurck, denn natrliche Vitamine werden vom K”rper besser aufgenommen. Vitamin A und Betacarotin st„rken unsere Haut, schtzen von innen vor Sonnenbrand, sodass man wenigstens die Auswirkungen von verbrannter Haut nicht spren muss. Das wichtige Hormon Vitamin D st„rkt unser Immunsystem. Es wird aus der Sonne gewonnen, oder man nimmt es als Nahrungserg„nzung ein.

Wer tats„chlich mit Fieber im Bett liegt, der hat es trotzdem verdient, einen erholsamen Urlaub zu geniessen, denn er dient der Erholung, damit man am Arbeitsplatz wieder leistungsf„hig ist. Wir haben einen rechtlichen Anspruch auf Urlaub. Und so kann man sich sogar w„hrend eines Urlaubs krank melden, die Best„tigung vom Arzt, die Krankmeldung elektronisch bermitteln und den Urlaub verschieben. Die Zeit mit Grippe oder anderen Krankheiten ist dann als Krankenstand verbucht. Bitte, zumindest ist dies in vielen L„ndern so geregelt.

So bek„mpfen Sie die Liegestuhl-Depression

Im Urlaub kann uns auch die sogenannte Liegestuhl-Depression einholen. Dieser kr„nkelnde Zustand entsteht, wenn man gestresst anreist, die schweren Gedanken im Reisegep„ck mitschleppt und nicht entspannen kann, weil der Job mental mitreist. Die zwanghafte Entspannung am Strand kann dann zu einer ausgewachsenen Liegestuhl-Depression fhren, welche uns in den Liegestuhl presst und unbeweglich macht. Wenn man seine beruflichen Sorgen mit in den Urlaub nimmt, kann man nicht auf Kommando abschalten. Man m”chte, auf Teufel komm raus, Urlaub machen, aber es will nicht gelingen.

Besser ist es, zu Urlaubsbeginn zwei bis drei Tage zu Hause zu entspannen, bevor man an seinen geplanten Urlaubsort f„hrt, denn der K”rper ben”tigt einige Zeit, um sich mental auf das Nichtstun vorzubereiten. šbrigens, wenn der Urlaub vorbei ist, verschwindet auch die Liegestuhl Depression.

Als ich noch Studentin war, nahm ich immer meine Unisachen mit in den Urlaub, und ich urlaubte viel, weil ich st„ndig neue Reisepartner im Internet kennenlernte und es mich in die Ferne zog. Ich urlaubte gerne an den gleichen Urlaubsorten, so wurden Italien und Spanien zu meinem zweiten Wohnzimmer. Ich musste im Urlaub lernen, denn in meiner Freizeit arbeitete ich als freie Autorin, um mir meine Urlaube leisten zu k”nnen. Und jedes Mal, wenn ich meinen Urlaub beginnen wollte, lagen meine Bcher links neben mir, ich lag in der Sonne, mein Reisepartner lag rechts neben mir, und ich dachte ans Lernen, lernte aber nicht. Ich liess sozusagen meine Bcher links liegen, w„hrend mir die Sonne eine satte Br„une verschaffte. Das machte mich nicht gerade glcklich. Als ich mich selbst„ndig machte, urlaubte ich immer noch gerne, wieder an den selben Urlaubsorten, und ich nahm mein Notebook, meine Arbeit mit in den Urlaub. Ich sass abends im Hotel, legte mich vor den hoteleigenen Fernseher, schielte auf mein Notebook und liess mir aber doch den Cocktail schmecken, der mir aufs Hotelzimmer gebracht wurde. Nachts sind alle Katzen mausgrau, und so bersah man mich in meinem nicht get„tigten Arbeitswahn. Glcklich machte mich das nicht. Irgendwann begriff ich, man sollte sich Zeit fr seine Arbeit nehmen, und man sollte seine Urlaubszeit nutzen, um sie zu geniessen. Heute versiegle ich quasi mein Bro, entferne mich m”glichst weit von meinen Bror„umen und nehme nichts mit, was nicht nach Sonnencreme oder Bikini aussieht.

 


Elisabeth Putz

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