Allgemein gesehen ist ein Krankenhaus ein Ort, an dem Kranke behandelt, gepflegt und versorgt werden. Dies geschieht entweder durch station„re Aufenthalte, bei denen der Patient ein Bett bekommt, ein Zimmer zugewiesen bekommt und fr die Dauer der Behandlung im Krankenhaus verbleiben muss, oder es geschieht ambulant, indem der Patient eine der spezialisierten Ambulanzen aufsucht, behandelt wird und wieder nach Hause gehen darf.
Ein Krankenhaus ist unter anderem auch die Arbeitsstelle fr Žrzte, Krankenschwestern, klinisches Personal, etc, und es ist in manchen F„llen sogar eine versteckte Flirtb”rse, denn nirgendwo sonst ist man derart heiss darauf, einen netten Arzt oder eine sckicke Krankenschwester kennenzulernen.
Niemand geht gerne freiwillig ins Krankenhaus, ausser er strebt eine Sch”nheitsoperation in einer schicken Privatklinik an und fhlt sich geborgen in den Chirurgenh„nden. Der Normalverbraucher geht nur ins Krankenhaus, um dort zu arbeiten, einen Angeh”rigen oder Freund zu besuchen, oder wenn er wirklich krank und behandlungsbedrftig ist. So scheuen die meisten Menschen einen station„ren Klinikaufenthalt, entscheiden sich wenn m”glich fr eine nicht station„re Therapie, denn mobil ist alles leichter, zumindest fast alles.
Wenn man doch einmal ins Krankenhaus muss, sollte man folgendes beachten. Fast alle modernen Krankenanstalten verfgen zwar ber s„mtliche hygienische Artikel und Toilettsachen, aber der eigene Kulturbeutel ist Gold wert, denn mit der eigenen Zahnbrste putzt es sich am intimsten. Nehmen Sie unbedingt Ihre eigenen Toilettartikel mit, Duschgel, Zahnputzzeug, Haarshampoo, Parfum, Seife, etc, und gegebenenfalls ein grosses Badetuch, denn die hausinternen Handtcher bedecken oft nicht einmal das N”tigste am Luxusk”rper. Wichtig ist auch ein Bademantel, denn darin schleicht man normalerweise den ganzen Tag durchs Zimmer, den Flur und zu den Kontrollterminen, aber ein schicker Morgenmantel erfllt auch seine Zwecke.
Wie gesagt, die Toilettsachen sind wichtig, ein feuchtes Klopapier, ein Hygienespray fr die H„nde, etwas Musik, das Smartphone, Hausschuhe, wenn m”glich sehr bequeme Schlapfen, die t„glichen Medikamente, die man einnehmen muss, Unterw„sche, denn die hauseigene W„sche ist oft zu gross oder zu klein, und man braucht ein Nachthemd oder einen Pyjama, sonst verliert man sich in der hausinternen Krankenhausw„sche. Zeitungen, ein gutes Buch, ein wenig Schokolade, all das sind auch n”tige Dinge, denn so ein Tag in einem Krankenzimmer kann lang werden, und nicht jede Mahlzeit mundet immer schmackhaft gut, sodass man oft ein wenig Seelennahrung braucht. šbrigens sollte man seine Patientenkarte, seinen Reisepass und die n”tigen Unterlagen nicht vergessen. Und man braucht Geld, fr Mineralwasser, fr die hauseigene Kantine, fr Dinge, die man spontan kaufen muss, besonders dann, wenn man weit weg von seinem gewohnten Umfeld ist und niemand zu Besuch kommt.
Es gibt Dinge, die bei einem Krankenhausaufenthalt nicht n”tig sind. Man braucht keinen Schmuck und kein Make-Up, es sei denn, man will sich einen attraktiven Arzt aufreissen. Man ben”tigt keine schicke Strassenkleidung, kein Abend-Outfit und keine engen Strandkleider, es sei denn, man will sich einem betuchten Oberarzt an den Hals werfen. Man braucht keinen unn”tigen Hausrat, da heute die Aufenthalte ohnehin immer krzer und effektiver werden, der Patient in der Regel mit sich selber, seinen eventuellen Schmerzen, seiner unbehaglichen Situation und seinem Dasein zu tun hat. Besser ist es, man schl„ft viel, dann erholt sich der K”rper am schnellsten. Man sollte so wenige Dinge wie m”glich mitnehmen, denn zu Hause muss man alles reinigen, desinfizieren, putzen und gut s„ubern, da ein Krankenzimmer immer ein wenig Krankenflair mit sich zieht. Ein eigenes Kopfkissen ist zwar von Vorteil, damit man besser schl„ft, aber zu Hause muss man es grndlich waschen und desinfizieren.
Wer Blumen geschenkt bekommt, sollte diese nicht nach dem Klinikaufenthalt mit nach Hause nehmen. Ein altes Sprichwort, ein Glaubenssatz sagt, dass dies Unglck bringt. Mit Blumen verh„lt es sich so, dass sie gerne die Keime aus der Umgebung aufsaugen. Wenn man sie mit nach Hause nimmt, bringt man auch die Keime mit ins eigene Zuhause, und hier lauern wiederum die Gefahren von eventuellen Krankenhauskeimen. Ausserdem, wer will schon die in Wasser getr„nkten und abgestandenen Blumen mit nach Hause nehmen? Die bleiben lieber im Krankenhaus, bis sie entsorgt werden. Das abgestandene Wasser ist n„mlich richtig anf„llig fr Keime aller Art.
Im Sommer, besonders im Hochsommer, wenn die Hitze unertr„glich ist, gehen nur die wenigsten Leute freiwillig ins Krankenhaus. Wunden heilen in der Regel, bedingt durch die Hitze, die schwle Luft und die Sonne manchmal schwerer, die Genesung ist oft schleppender, und man fhlt sich l„nger krank. Natrlich verfgen die meisten Krankenh„user ber eine ordentliche Klimaanlage, wenn nicht gerade aus Kostengrnden den ganzen Tag ber die selbe Luft umgew„lzt wird, aber trotzdem ist der Sommer nicht gerade die geeignetste Jahreszeit, um sich in ein Krankenhausbett zu legen. Nur wenn eine Operation unbedingt n”tig ist und keinen Aufschub erlaubt, sollte man diese Jahreszeit w„hlen. Besser sind die Monate September, Oktober November, Januar, Februar, M„rz, April. Ich war bereits einmal im August operationsbedingt in einem Krankenhaus, und ich meide es, solange ich lebe, denn die Hitze stand mir ins schmerzverzerrte Gesicht geschrieben. Die stieg mir f”rmlich zu Kopf. Wahrlich, ich konnte kaum noch anst„ndig denken.
Krankenhauskeime oder multiresistente Keime gedeihen dort, wo sich kranke Menschen auskurieren, oder dort, wo Hygiene vernachl„ssigt wird. Sie befallen Zellen und Organe im K”rper, sind schwer oder gar nicht durch Antibiotika zu stoppen, und man kann daran sterben. Besonders der geschw„chte K”rper, vor allem nach langer Krankheit oder nach Operationen k„mpft mit solchen Keimen. Manchmal helfen nur giftige Antibiotika, welche jedoch die Nieren sch„digen. Niemand m”chte sein Leben an der Dialyse verbringen, wenn er eigentlich lieber in den Urlaub fahren wollte. Nur durch pingeligst saubere Hygiene kann man diesen Keimen entkommen.
Waschen Sie sich die H„nde, wenn sie zu Besuch im Krankenhaus oder im Altersheim waren und fassen sie sich nicht ins Gesicht, wenn sie vorher etwas anderes angefasst haben. Das Krankenhausessen ist eine m”gliche Keimquelle, und so wnscht man sich mit mulmigem Gefhl einen guten Appetit. Wenn Sie zu Besuch im Krankenhaus oder in einer Pflegeanstalt sind, essen Sie m”glichst nichts, und auch auf den station„ren Kaffee, welcher ins Krankenzimmer gebracht wird, sollten Sie verzichten. Besser ist es, Sie gehen mit Ihren Lieben, mit dem Erkrankten in eine Cafeteria, in ein Restaurant am Klinikgel„nde, falls dies m”glich ist. Und wenn Sie als Erkrankter auf das Krankenhausessen angewiesen sind, reinigen Sie Ihr Besteck grndlich, reinigen Sie Tassen und Gl„ser, bevor Sie einen Saft, ein Wasser, einen Tee einfllen, und am ehesten entkommen Sie m”glichen Keimen im Essen, wenn Sie eine Pizza ausserhalb bestellen, oder wenn Sie Ihre Getr„nke selber konsumieren und aus der zuvor sauber gewaschenen Flasche trinken, denn der Flaschenhals ist immer mit Keimen besiedelt.
Die meisten Krankenh„user mssen die Keime einschicken, weil sie kein eigenes Labor besitzen, und in der Zwischenzeit enfaltet sich der Keim im K”rper. Besser ist es, man bleibt bei diesen Aussichten gesund. Der Patient verliert oft wertvolle Zeit, wenn er auf sein Ergebnis warten muss. Da liegt man manchmal bers Wochenende bis zu drei Tagen, bevor man weiss, an welchem Keim man erkrankt ist. uchen Sie sich deshalb ein m”glichst steriles, grosses Krankenhaus aus, welches die g„ngigen Standards erfllt. Krankenh„user in den Sdl„ndern sind oft katastrophal, da geht man doch lieber in eine Privatklinik, denn dort ist es steriler, dort werden in der Regel die Standards in Sachen Desinfektion eingehalten.
Ein intaktes Immunsystem kommt mit multiresistenten Keimen gut zurecht, aber wer eine offene Wunde hat, kann den Keim sogar verteilen, wenn er an sich herumkratzt und mit den Fingern berall am K”rper Spuren hinterl„sst. Kratzen Sie sich Ihre Fsse nicht auf. Manche Menschen sprechen mit ihren Fssen, indem sie ihre Hornhaut vom Fuss kratzen, so lange, bis der Fuss blutet. Das nennt man Conversiologie, und dieses Ph„nomen hat meist psychische Ursachen. Knabbern Sie Ihre Fingern„gel nicht endlos ab, und bitte verzichten Sie darauf, sich die Nagelhaut um den Fingernagel herum abzubeissen, bis es blutet. Bitte kratzen Sie keine Pickel, keine Hautunteinheiten, keine Hautw”lbungen ab, denn dies sind alles potentielle Eintrittsstellen fr Keime. Wenn die Haut irgendwo besch„digt ist, und dies kann eine winzige Stelle sein, k”nnen bereits Keime in den K”rper eindringen.
In der Landwirtschaft, vor allem in konventionellen Betrieben mit Mastaufzucht und Monokultur kommen die multiresistenten Keime auch vor, aber ansonsten ist das Leben noch durchaus lebenswert. Wir hantieren unachtsam mit Antibiotika in der Natur, in der Viehzucht, in Industriebetrieben, und so existieren von Jahr zu Jahr mehr multiresistente Keime, welche eine kranke Person leicht befallen k”nnen. Hier msste man gegensteuern und Antibiotika nur m”glichst selten einsetzen, aber die Gier der Industrie kennt keine Grenzen.