Es gibt weit ber 100 Tomatensorten, kleine und grosse, Rispentomaten, Fleischtomaten, Cocktailtomaten, ssse und weniger ssse, rote, gelbe und weitere Farben. Nur die grnen Stellen auf der Tomate sollte man nicht essen, denn sie sind nicht gesund.
Wenn man die Tomate erhitzt, wird das Lycopin frei, ein Stoff, der das Immunsystem st„rkt. Beim Erhitzen wird auch ein wenig Zucker freigesetzt, sodass man bei mehrmaligem Aufw„rmen aufpassen muss, damit nicht zu viel Zucker freigegeben wird. Ein aufgew„rmtes Tomatensugo kann n„mlich den Blutzuckerspiegel ganz sch”n in die H”he treiben. Ich bevorzuge frisches Sugo, da passiert nicht viel.
Die Tomate kann man auch als Sssspeise mit Puderzucker zubereiten, wenn man sie als Nachtisch verspeist. Salz ist nicht n”tig, da es den Geschmack verf„lscht, auch wenn in vielen Fertigprodukten Salz enthalten ist. šbrigens sollte man bei fertigen Tomaten aus der Dose, der Tube und dem Glas, aus der Verpackung darauf achten, dass sie ungeschwefelt sind, denn Schwefel kann zu Kopfschmerzen fhren.
Wer seine Tomaten selber anbaut, braucht sich keine Sorgen zu machen, sie sind Bio pur, sauber und frei von Pestiziden. Wer seine Tomaten jedoch k„uflich erwirbt, muss darauf achten, dass er Biotomaten nimmt. Sie sind gut, wenn sie im Bioanbau auf dem Feld produziert werden, m”glichst ohne Pestizide und Dngemittel, aromatisch unter dem natrlichen Sonnenlicht, denn da gedeihen sie am besten.
Im Winter sind Biotomaten aus dem Sden besser als unsere heimischen, da sie am Feld und nicht im Gew„chshaus gedeihen. In Holland, Deutschland und ™sterreich, in zahlreichen n”rdlichen L„ndern werden Tomaten vorwiegend im Gew„chshaus unter knstlichem Sonnenlicht angebaut, haben wenig Aroma und sind keine gute Alternative fr die Feldtomate. šbrigens ist der Preis ausschlaggebend, da die teuren Tomaten besser bei Tests abschnitten als die billigen.
Dosentomaten sind praktisch, bereits geschnitten und mundgerecht zubereitet. Wichtig ist, dass die Dose keine Delle besitzt, sonst geht innen in der Dose die Beschichtung kaputt und die Tomaten oxidieren. Das schmeckt man dann leider auch, und es ist zudem ungesund, weil dadurch giftige Stoffe frei werden, die unsere Nieren filtern mssen.
Wir lieben Tomatenprodukte aller Art. Ich konsumierte sogar eine Zeit lang mein Sugo fr die Spaghetti aus dem Glas, damit der Kochvorgang beschleunigt wurde. Ich bin jedoch davon wieder abgekommen, weil in den Fertigprodukten allerlei Zusatzstoffe vorhanden waren. Gute Tomatenprodukte sind wie die Nadel im Heuhaufen, man findet sie schwer im Ladenregal. Sie mssen frei von Aromen, Zusatzstoffen, Hilfsstoffen, Geschmacksverst„rkern, Zitronens„ure, S„uerungsmittel, Bindemittel, Salz, Konservierungsmitteln und Ersatzstoffen aller Art sein, sonst hat man zwar ein aromatisches Produkt, aber die minderwertige Qualit„t der Tomaten wird sichtbar, denn die Zusatzmittel sorgen lediglich dafr, dass man schlechte Qualit„t nicht schmeckt. Man gaukelt dem Konsumenten eine gute Tomate vor, die jedoch nicht gegeben ist.
Tomatenmark, basierte Tomaten, Tomaten aus dem Glas, alles kann man verwenden, wenn es in der Kche schnell gehen muss, allerdings reichen die wenigsten Produkte an eine frische Tomate aus dem Garten heran. Ich verwende Biotomaten, kaufe sie im Gemseladen oder baue sie selber an. Ich lagere sie nicht im Khlschrank, da dadurch ihr Aroma verlorengeht. Frisch zubereitet schmeckt die Tomate am besten.
Man kann die Tomate auch aush”hlen. Hierzu verwendet man grosse Tomaten, damit der Hohlraum auch ppig ausf„llt. Das ausgeh”hlte Fruchtfleisch vermengt man mit frischen Kr„utern, beispielsweise mit Basilikum, Oregano, Dill und Schnittlauch, mit etwas Frischk„se oder Mozzarella, rhrt alles zu einem Brei und befllt die ausgeh”hlte Tomate damit. Man kann gefllte Tomaten mit Hackfleisch oder mit einer Kr„uter-K„se Variation machen, und man kann die ausgeh”hlten Tomaten mit Kartoffelprree, verschiedenen Salaten und Gemsereis fllen.
Ketchup ist etwas, worauf nur wenige Menschen verzichten wollen, und gerade im Fast-Food spielt es eine entscheidende Rolle, aber auch bei Wrstchen, Pommes, Fleisch und Fritiertem. In den gequetschten, wohl schmeckenden Tomaten steckt jedoch bis zu 30% Zucker. Wenn man Tomatenketchup selber macht, braucht man basierte Tomaten, oder welche, die man prriert, etwas Basilikum und Oregano, ein wenig Balsamikoessig und Oliven”l. Alle Zutaten rhrt man zu einem flaumigen Brei und l„sst ihn sich gut munden.
Auch in Tomatenmarmelade steckt viel Zucker, da sie mit Ketchup gleichzusetzen ist. Man kann Tomatenmarmelade selber machen, indem man Tomaten prriert, etwas Zucker, ein wenig Oliven”l, viele Kr„uter und Gewrze hinzugibt und daraus einen Brotaufstrich zaubert. Ich verwende zus„tzlich Avocado und etwas Zitronensaft, damit der Aufstrich besser zu streichen geht und gensslicher schmeckt.
Eine vollkommen natrliche Methode, seine Haut von innen zu verjngen, sind herk”mmliche Tomaten. Die Tomate enth„lt Lycopin, einen wertvollen Stoff, der als Jungbrunnen dient. Sie hat nur wenige Kalorien, ist reich an Flssigkeit und sorgt so fr ausreichende Wasserzufuhr und den schlanken Effekt. Unsere Haut ben”tigt neben jungerhaltenden Enzymen gengend Feuchtigkeit, um Falten vorzubeugen. Und so sollte man Tomaten in den t„glichen Speiseplan integrieren, darauf achten, dass sie aus Bioanbau entstanden sind, und sie m”glichst roh verzehren, wenn es der Magen zul„sst. Die Rispentomate schmeckt gut in gednsteten Speisen, die Ochsentomate schmeckt roh am besten, und die kleinen Tomaten sind unheimlich aromatisch und dienen als Snack fr zwischendurch.
Die traditionelle Tomatenschlacht wird j„hrlich in Valencia (Spanien) gefeiert. Bei der Tomatina bewerfen sich die Menschen gegenseitig mit berreifen Tomaten und feiern in den Herbst hinein. Zuvor werden die Tomaten aber zerquetscht, damit man sich nicht gegenseitig verletzt. Der rote Tomatensaft am K”rper ist verrckt, richtig irre, und steht nicht jedem Menschen sonderlich gut. Aber viele Menschen lieben dieses Event und feiern saftig mit. In Krisenzeiten, in denen Lebensmittel knapp und teuer sind, in denen uns die Inflation auffrisst, ist die Tomatina umstritten, aber in guten Zeiten wirft man mit den Tomaten um sich. Sie wachsen ja wieder nach. Vielleicht haben Sie im n„chsten Spanienurlaub ein wenig Zeit dafr.