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So pflegen Sie Ihre Wäsche schonend

WäscheklammernWäsche waschen ist zwar auf den ersten Blick keine Kunst, aber wenn man genauer hinsieht, ist es doch nicht so leicht. Sauber muss sie sein, gut riechen soll sie, und sie muss ihre Form beibehalten, so muss Wäsche sein. Sie darf nicht fusseln und keine Fäden ziehen.

Ein umweltfreundliches Waschmittel ist wichtig, denn es ist gesünder als jede Chemie. Ein guter Weichspüler sorgt dafür, dass die Wäsche gut riecht und sanft zur Haut ist, denn niemand will kratzbürstige Klamotten anziehen. Ein Entkalker sorgt dafür, dass die Waschmaschine lange lebt, besonders wenn man in einer Region mit hartem, mineralstoffhaltigem Wasser lebt.

Nicht alles darf in die Waschmaschine, obwohl heute die Programme auch Feinwäsche und Wolle gut behandeln. BHs, dünne Seidenstrümpfe, Kleidung mit Glitzerelementen drauf, edle Teile, Lack und Leder müssen geputzt oder per Hand gewaschen werden. Schurwolle muss immer professionell geputzt werden, denn mit Wasser schrumpft sie. Wer empfindliche Wäsche, Kleidung mit Knöpfen und Reißverschlüssen in die Waschmaschine steckt, kann sie in einen Wäschesack stecken, damit nichts kaputt wird.

Ich benutze für die Bettwäsche und für grössere, unempfindliche Stoffe ein umweltfreundliches Waschpulver, denn das reinigt klinisch gut. Für Farbwäsche benutze ich ein flüssiges Waschmittel mit einem Farbschutz drin, damit die Kleidung nicht aussieht, als hätte ich sie vom Sperrmüll abgeholt. Für Wolle und Feinwäsche benutze ich ein spezielles Wollwaschmittel, und für die Waschmaschine ein Entkalkungsgel, möglichst flüssig, damit die Maschine lange lebt.

Achten Sie darauf, dass Ihr Waschmittel nicht zu aggressiv ist, sonst beschädigt es die Fasern in der Kleidung, und ausserdem muss es hautverträglich sein, sonst bekommt man selbst von der saubersten Wäsche Hautausschlag. Es gibt Menschen, die vertragen keine Duftstoffe, keinen Weichspüler und kein parfumiertes Waschmittel. Sie sollten ein naturbelassenes Waschgel verwenden und die Wäsche lufttrocknen lassen, anstatt den Wäschetrockner zu verwenden.

Man muss die Wäsche vorab gut sortieren. Ich benutze hierfür einige separate Wäscheeimer, oben geschlossen, damit keine unangenehmen Gerüche entstehen. Wschwarze und dunkle Wäsche, weisse Wäsche, helle und gelbe Farben, rosa Farben, rote Wäsche, Wollkleidung, Feinwäsche, all das sortiere ich, da sonst ein Chaos in der Waschmaschine entsteht. Man soll die Waschmaschine ohnehin nicht voll befüllen, sonst wird die Wäsche kaputt und die Maschine leidet.

Man darf die Wäsche nicht zu heftig schleudern, auch wenn der Gedanke heranreift, dass sie dann trockener und schneller reif für den Kleiderschrank ist. Ich schleudere wenig, bei kleiner Schleuderstufe. Hier bleibt die Wäsche fast knitterfrei, sie ist leichter zu bügeln und sieht wie neu aus. Wer zu viel schleudert, schädigt die Fasern in der Kleidung.

Welche Waschhelfer taugen etwas?

Beim Wäsche waschen kann einiges passieren, was uns peinlich ist, beispielsweise wenn weisse Wäsche rosa wird, weil sich eine linke rote Socke verirrt hat und versehentlich mit der Weisswäsche mitgewaschen wird. Hier hilft ein Farbfangtuch. Man legt es zusammen mit der Wäsche in die Maschine, und es soll alle Farben schützen. Bei mir wurde die Wäsche trotzdem rosa, und so leistet dieses Tuch nicht unbedingt das, was man sich erwartet.

Wenn man seine gewaschene Wäsche wie ein Wollknäul aus der Maschine nimmt, weil man die Haare seiner Katze auf den Klamotten trägt, sieht dies nicht sauber, eher unappetitlich aus. Bei mir tummeln sich immer Mamas gestrickte Wollsocken auf meinen Pullovern. Ein Fusselball soll hier helfen. Wie ein Wunder bleibt bei diesem Waschhelfer meine Wäsche grösstenteils unbehaart, wenigstens die Socken haaren nicht mehr. Allerdings muss man zwischendurch sein Fusselsieb reinigen, sonst verstopft die Waschmaschine eines Tages.

Ein Weichspülball soll angeblich die Wäsche weich wie ein Daunenbett machen, aber ich habe gehört, der funktioniert nicht richtig, denn so manche Wäsche verlässt die Waschmaschine steif wie ein Jutesack. Ich verwende weiterhin herkömmlichen Weichspüler, aber nur ganz wenig, damit die Wäsche gut riecht und nicht kratzt. Einen guten Geruch bekommt man übrigens auch hin, wenn man Mundwasser in die Maschine gibt. Und Vorhänge sollte man ohnehin nicht in Weichspüler baden, sonst verlieren sie ihre Form.

Waschmittel werden immer effektiver

Heute benötigt man nicht mehr so viel Waschmittel wie früher. Die Produkte säubern besser, sind effektiver und reinlicher geworden. Man kann bis zu 40 Euro im Jahr einsparen, wenn man beim Waschmittel spart. Wer seine Wäsche bei konstanten 40° wäscht, auch die Weisswäsche, der spart garantiert zwischen 30 und 40 Euro pro Jahr. Natürlich wird nicht jede weisse Wäsche bei 40° sauber, aber die meisten Teile lassen sich schonend damit waschen.

Wie wird die Wäsche schneller trocken?

Wer seine Wäsche auf der Leine trocknet, muss Geduld haben, und wer sie in der Wohnung aufhängt, sollte währenddessen gut lüften, damit kein Schimmel entsteht. Die Wäscheleine sollte gross sein, damit die Wäsche nicht zu eng beieinander liegt. Eine mehrstöckige Wäscheleine, ein sogenannter Wäscheständer ist für liegende Teile geeignet, wobei der Zwischenraum jedes Stockwerks breit genug sein muss, sonst trocknet das Zeug nur schwer. Pullover und Strumpfhosen sollte man immer liegend trocknen, sonst werden sie immer länger.

Schneller geht es mit dem Wäschetrockner, der aber Strom frisst. Hier kann man bis zu 10 Cent pro Trockenvorgang und bis zu 10 Minuten an Zeit sparen, wenn man ein saugfähiges, trockenes Handtuch in den Wäschetrockner gibt. Die Feuchtigkeit wird zusätzlich vom Handtuch aufgesogen, und die Wäsche ist schneller fertig. Es gibt Leute, die trocknen ihre Wäsche mit dem Föhn, aber hier spart man weder Zeit noch Geld, man strapaziert nur seine Nerven und seine Armmuskulatur.

Wie bügelt man die Wäsche schonend?

BügeleisenEs gibt Dinge, die braucht man nicht unbedingt zu bügeln, Bettwäsche, Unterwäsche, Socken und Geschirrtücher, Handtücher und Pyjamas. Es gibt jedoch Leute, die bügeln sogar die Unterwäsche. Bügelfreie Kleidung kann man anfangs gut glattzupfen, nur wenn man sie oft genug wäscht, waschen sich die bügelfreien Substanzen heraus. Leder und Pelz darf man nicht bügeln, und Seide und Satin muss man fast kalt bügeln, sonst gehen die Stoffe kaputt.

Hemden bügelt man beidseitig, damit sie glatt werden. Den Hemdkragen bügelt man nur mit einem nassen Tuch, dampft ihn quasi auf, denn sonst bekommt er hässliche Speckflecken. Leinen bügelt man etwas heisser, mit einem nassen Tuch drunter, damit es glatt wird, denn Leinen knittert heftig. Hosen bügelt man so, dass sie in der Mitte des Beines längs eine schöne Falte bilden, und Jeans bügelt man mit einem etwas heisseren Jeansprogramm.

Die meisten Klamotten sollte man auf der Innenseite bügeln, denn sie können schnell Glanzflecken bekommen, die dann wie Fettflecken aussehen. Auf die Finger muss man achtgeben, denn das heisse Eisen gleitet schnell drüber und macht den Finger zum Krankheitsfall. Verbrennungen sind übel. Das Bügeleisen muss man immer aufrecht hinstellen, in die Station stellen, und bitte niemals auf der Wäsche stehen lassen, denn so ein Brandfleck bildet sich schneller als man schauen kann.

Das Bügeleisen sollte hochwertig sein, da darf man keine Schnäppchen erwarten. Und wer nicht gerne selber bügelt, leistet sich einen Bügelservice, der pro Kleidungsstück zwischen 50 Cent und 2 Euro verlangt. Eine Alternative ist die Bügelfrau oder die Schwiegermutter, und notfalls die eigene Mutter. Man kann sich auch einen Bügelboy für die Hemden und Blusen zulegen, der die Kleidungsstücke wie ein Ballon aufbläst und glatt bläst. Oder man schafft sich einen Bügelroboter an, der die Bügelwäsche mittels einer speziellen Software erledigt.

Das wohl temperierte Bügeleisen

Es gibt mittlerweile ein Bügeleisen, mit welchem man seine Bügelwäsche nicht mehr verbrennen kann. Es findet jederzeit die richtige Temperatur, passt sich an die Gegebenheiten und Strukturen der verschiedenen Stoffe an, bügelt einwandfrei und liegt gut in der Hand. Man kann dieses Bügeleisen auch versehentlich auf einem Kleidungsstück liegen lassen, ohne dass es verbrannt aussieht und den schicken Abdruck des Eisens aufgedrückt bekommt. Bügeln ist mit so einem Bügeleisen kinderleicht geworden. Nur die Bügelarbeit, die muss man noch selber übernehmen, aber der Bügelroboter, der wie ein echter Mensch bügelt, steht schon in den Startlöchern.

Wie reinigt man das Bügeleisen?

Wo gebügelt wird, sammelt sich auch Schmutz an, und zwar im Bügeleisen, auch wenn die Wäsche noch so sauber ist. Wer mit Wasserdampf bügelt, der muss Wasser ins Bügeleisen geben, und genau dieses Wasser lagert sich im Laufe der Zeit an. Kalkreste verstopfen die Düsen im Bügeleisen, sodass immer weniger Wasser herauskommt, dafür jedoch der schmutzige Kalk, der sich dann auf die Wäsche legt. Man muss die Kalkreste aus den Düsen bekommen. Wer destilliertes Wasser verwendet oder gut duftendes Bügelwasser, hat dieses Problem nicht. Wer jedoch in einer Region mit sehr kalkhaltigem Wasser, mit einem hohen Härtegrad, lebt, muss sein Bügeleisen reinigen, wenn er Leitungswasser zum Bügeln verwendet. Zum Reinigen nimmt man Essig, Zitronenreiniger, Entkalkungspulver, oder in Wasser aufgelöste Entkalkungstaps, wobei das Pulver und die Taps meistens Chemie enthalten.

Man tränkt ein Tuch in den Reiniger, wartet, bis das Bügeleisen abgekühlt ist, und dann stellt man es für ca 30 Minuten auf das feuchte Tuch. Der Entkalkungsreiniger zieht in die Düsen ein, löst den Kalk auf und das Bügeleisen wird wieder sauber. Man kann auch mit einem Wattestäbchen, welches man in die Reinigungslösung tränkt, durch die Düsen fahren, um sie noch intensiver zu putzen. Den Wassertank füllt man mit der Entkalkungslösung und dampft das Bügeleisen gut durch. Das Bügeleisen muss nach jedem Bügelgang gut eingepackt werden, damit es nicht verstaubt, und das Bügelbrett sollte immer sauber sein, sonst kann man die Wäsche gleich wieder waschen.

Mit einem Haartrockner Hemden bügeln

Mit dem Föhn kann man Hemden bügeln. Man stellt den Haartrockner auf die heisseste Stufe ein und bügelt über die feuchte Wäsche drüber. Der Föhn darf keine Noppen und keinen Diffusor haben, sonst kann man die Wäsche nicht glätten. Die Trocknermethode ist zwar zum Bügeln aufwendig und benötigt mehr Zeit als ein Bügeleisen, aber in der Not kann sie helfen, Falten in der Wäsche zu glätten, wenn man beispielsweise unterwegs, im Hotel ist und kein Bügeleisen vorhanden ist. Übrigens lässt sich mit einem Haartrockner auch Kaugummi entfernen, indem man den Kaugummi mit dem Föhn erhitzt und dann abkratzt. Und man kann damit den Kühlschrank abtauen, Gefriergut auftauen, oder einen Brief öffnen, wenn sich durch die heisse Luft der Kleber am Briefumschlag wieder löst. Bitte, es sind wirklich nur Handgriffe für absolute Notlagen, denn der Föhn ist in erster Linie zum Haare-trocknen da.


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Elisabeth Putz

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