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Wie funktioniert das Mentaltraining?

Es passiert alles mental im HirnWas ist ein Mentaltraining? Es ist ein gezieltes Training, mit welchem man seine mentalen Kräfte im Gehirn bündelt, freilässt und dadurch bessere Entscheidungen trifft. Man lernt in diesem Training, wie man fit für schwierige Situationen wird, den Alltag besser meistert, und man lernt, positiver zu denken und zu handeln.

Wichtig ist, dass man mit seinem Mentaltrainer auf einer einheitlichen Wellenlänge liegt, sonst schwingt die Seele nur kurz durch den Raum, und man behält nur wenige Dinge im Kopf, die anderen Sachen setzen sich nur schnell im oberflächlichen Kurzzeitgedächtnis fest und warten, bis das Seminar vorbei ist. Ein guter Mentaltrainer gibt Ihnen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, quasi der einzige im Raum zu sein, selbst wenn da weitere Seminarteilnehmer im Kreis sitzen. Das Gefühl der wertvollen Einzigartigkeit gibt Ihnen bereits so viel Kraft, dass sie die Welt in rosarot sehen und mit Ihren Lippen an den Worten des Trainers hängen. Dann fällt Ihnen das Visualisieren leichter, und die imaginären Bilder im Kopf können fliessen. Vorteilhaft ist es, wenn Sie persönlich mit Ihrem Namen angesprochen werden, denn das hebt Sie aus der Anonymität heraus.

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein Mentaltrainer wie ein Vortragender auftritt und pauschale Aussagen tätigt, ohne jemals jemanden beim Namen zu nennen und mit ihm persönlich zu sprechen. Trainer, welche ihr Publikum integrieren, sind präsent und hinterlassen einen guten, nachhaltigen Eindruck. Trainer, die wie unpersönliche Seminarleiter oder Lehrer auftreten, hinterlassen höchstens einen fahlen Beigeschmack und geraten bald in Vergessenheit, oder man merkt sich nur das Negative, quasi den unwiderstehlichen ersten Eindruck.

Wie aktiviert man mentale Kräfte?

Der Mensch denkt, und Gott lenkt. Wenn wir diese Aussage als in Stein eingemeisselte Wahrheit ansehen, so stimmt sie nur bedingt, denn der Mensch denkt und lenkt alles selber. Selbst die Gläubigsten unter uns müssen sich eingestehen, dass sich nichts im Leben ändert, solange man am Sofa liegt und sich dem Denken alleine hingibt. Wir wachsen durch unser Handeln, nicht durch unsere Gedanken alleine. Wir werden ja auch nicht schlanker, nur alleine durchs Denken, wir müssen handeln, weniger essen und mehr Sport betreiben, erst dann werden wir schlanker. Und so spielen mentale Kräfte und reale Handlungen zusammen, wenn man Ziele erreichen will.

Wenn wir davon ausgehen, dass der Mensch sämtliche Denk- Handlungs- und Lebensprozesse vom Gehirn aus steuert, so leben wir bewusst und nicht unbedingt unbewusst. Das Unterbewusstsein beherbergt lediglich alle nicht präsenten Prozesse wie beispielsweise Reflexe, das Bauchgefühl, die unbewussten Handlungen, die wir zwischendurch unüberlegt machen. Und so kann man das Gehirn steuern, damit es lernt, positiv zu denken und zu handeln. Manche Menschen trainieren ihr Gehirn durch Affirmationen, positive Sätze, andere durch die stille Meditation, die den Blutdruck senkt und die emotionale Stimmung dämpft. Wenn wir unser Unterbewusstsein positiv beeinflussen, gewinnen wir eine mentale Kraft, die uns durchs Leben leitet, uns vor schlechten Entscheidungen schützen kann und uns glücklich macht.

Durch gezieltes Mentaltraining aktivieren wir Prozesse in uns, die unser gesamtes Denkmuster beeinflussen. Jeder Mensch hat schlechte und gute Tage, fühlt sich glücklich und traurig, krank und gesund, und doch leben wir noch immer, auch wenn wir uns krank, depressiv, unrund und nicht richtig fit fühlen. Es ist etwas in uns, was man Überlebenstrieb nennt. Dieser Urinstinkt leitet uns durch schwere Krisen und holt uns wieder aus unserem Tief heraus.

Wer jedoch ständig in negativen Gedanken ausharrt, wer sich nicht mehr freuen kann, kein Glück findet, die ganze Welt als grauen Schleier wahrnimmt, kann seine mentalen Kräfte aktivieren, indem er sein Unterbewusstsein umprogrammiert und seinen Körper von innen wahrnimmt. Mit positiven Affirmationen kann man beginnen, täglich seine Gedanken zu beeinflussen. Man sagt sich 100 mal einen positiven Satz laut oder leise vor sich hin, beispielsweise den Satz: Ich bin schön. Ich bin erfolgreich. Ich bin glücklich.

Innerhalb von drei bis sechs Wochen wird sich das Gehirn diese Sätze verinnerlichen und ein Umdenkprozess beginnt. Man fängt an, andere Entscheidungen zu treffen, sieht die Welt plötzlich nicht mehr grau in grau, und man begegnet Menschen, die einem weiterhelfen und positiv sind. Das Leben ändert sich zum Guten hin. Es ist jedoch ein Stück Arbeit, sich mental so zu konzentrieren, dass das Gehirn glaubt, die Welt sei schön, der Erfolg kommt, das Glück ist da. Der Nachteil dieser Methode ist, dass diese Affirmationen immer wieder in regelmässigen Abständen wiederholt werden müssen, sonst fällt man aus dieser Matrix heraus und verfällt wieder in alte, negative Denkmuster.

Einige Menschen sind nicht unbedingt zugänglich für diese Form der mentalen Umprogrammierung. Man sollte sich nicht scheuen, psychologische Hilfe anzunehmen, wenn man trotz eines intensiven Mentaltrainings traurig und niedergeschlagen ist. Oft sind es nämlich biologische, körperliche Ursachen, Krankheiten, psychische Erkrankungen, Erkrankungen des Gehirns, welche Depressionen auslösen, oder es fehlen schlichtweg Botenstoffe, oder der Hormonspiegel schwankt extrem. Auch ein Trauma kann man sich nicht einfach durch ein simples Mentaltraining wegreden. Das Training dient einzig und alleine dazu, innere Kräfte zu aktivieren, Konzentration aufzubauen und Erfolg im Leben zu generieren.

Wie denkt man positiv? Wichtig ist, dass man sich liebt, sich seiner selbst bewusst ist, seine Seele schützt und seinen Geist von negativen Gedanken befreit. Wir sind Körper, Geist und Seele, Energie, Schwingung und Materie. Wir können die Materie formen, indem wir Energien und Schwingungen freisetzen. Dies kann man mit einer Art Tiefenentspannung, mit Hypnose, durch Meditation und mit einem Persönlichkeitstraining erreichen. Wichtig ist, dass wir jetzt leben, nicht in der Vergangenheit, und nicht in der Zukunft. Wir treffen zwar Entscheidungen für die Zukunft, aber wir treffen sie jetzt. Und so sollten wir in der Gegenwart klug und wach handeln.

Durch gezieltes Training, durch bewusstes Steuern der Gedanken, durch positives Denken, durch permanente Wiederholung von Affirmationen, und durch ein Umprogrammieren des Unterbewusstseins kann man mental so weit kommen, dass man seine Ziele erreicht, die besten Entscheidungen trifft, andere Leute für sich gewinnt und eine anziehende Ausstrahlung bekommt. Menschen mit viel Charisma sind durch und durch positiv gestimmt, fast schon euphorisch, ziehen und reissen andere Leute mit ihrem Charme mit, versprühen gute Laune, sind begehrt, selbstsicher und lieben das Leben. Pessimisten, Angsthasen und Traurigkeitsfanatiker finden überall ein Haar in der Suppe, stolpern permanent über schlechte Nachrichten, haben das Bedürfnis, die ganze Welt vor drohenden Gefahren zu warnen, verfallen oftmals in einen fanatischen Glauben, wollen die Welt bekehren und vergessen dabei, ihr eigenes Leben in Glück und Zufriedenheit auszukosten. Das Leben besteht nicht unbedingt darin, andere zu leiten und vor falschen Entscheidungen zu schützen. Es ist vielmehr die Spielwiese für eigene Entscheidungen, denn jeder Mensch sollte ohne Ausseneinwirkung seine eigenen Erfahrungen, Fehler und Erlebnisse durchleben dürfen, sonst wächst man nicht mental in die gewünschte Richtung.

Mental wächst man auch, indem man auf sein Bauchgefühl hört. Wenn wir davon ausgehen, dass sämtliche Lebensvorgänge vom Gehirn aus gesteuert werden, so müsste das Unterbewusstsein im Kopf sitzen. Da wir jedoch zunehmend ein zweites Gehirn entdeckt haben, nämlich unseren Darm, können wir davon ausgehen, dass unser unbewusstes Handeln doch eher in der Bauchgegend stattfindet. Experimente haben gezeigt, dass ein gesunder Darm unsere Gefühlswelt positiv beeinflusst. Und so können wir auch unsere Gedanken positiv steuern, wenn wir gewisse Techniken anwenden. So kann man mit Sport und gezielter, gesunder, vorwiegend veganer oder vegetarischer Ernährung die Darmflora in Balance bringen, was wiederum für gute Gedanken sorgt. Studien haben gezeigt, dass viel Zucker und Fett den Darm schädigen und somit auch die Denkprozesse im Gehirn negativ beeinflusst werden, da die guten Gene ausgeschalten, und die schlechten Gene eingeschalten werden, wodurch sich das Gehirn verändert. Wer gesund lebt, ist mental besser drauf.

Ein gesunder Darm steigert die Lebensqualität. Negative Programme kann man mental löschen, diese durch positive Programme ersetzen, was zu einem besseren Lebensgefühl führt und uns bessere Entscheidungen treffen lässt. Wir können uns motivieren, an unseren Erfolg glauben, sogar in gewisser Weise unsere Träume beeinflussen, wir müssen nur darauf achten, dass wir unseren Körper nicht durch strenges mentales Training auslaugen. Experimente haben nämlich auch gezeigt, dass stures positives Denken einmal kippen kann und dann das Leben katastrophal aus dem Lot gerät, wenn man sich ständig anstrengen muss, um irgendwelche Gedanken zu vertreiben und andere Gedanken radikal zu züchten. In Extremsituationen reagieren wir mit Reflexen, nicht unbedingt sozial, eher emotional, denn in unserem Urhirn ist der pure Überlebenstrieb gesichert. Und so werden Optimisten gute Wege finden, um durch extreme Lebensphasen zu kommen, während Pessimisten eher unkluge Wege einschlagen und in Krisen verzweifeln.

Wie reist man mental durch die Welt?

Man kann auch ins mentale Innere reisen. In Zeiten, in denen uns Viren, wie das Corona Virus im Griff haben, reisen nicht alle Menschen unbeschwert und freudig in ferne Länder. Den Urlaub verbringen wir gerne zu Hause, am liebsten im eigenen Garten, denn der ist nicht ansteckend genug, um zu erkranken. Es boomen zunehmend die mentalen Reisen ins innere Selbst, ins sogenannte Innen-Ich. Sie können so eine Reise machen, indem Sie sich ein ruhiges Plätzchen suchen, die Augen schliessen und sich vorstellen, wie Ihr Körper am Strand liegt, wie Ihre Seele sich entspannt, die Meeresluft einatmet, den salzigen Geruch verspürt und zufrieden der Sonne entgegen geht. Imaginär können wir überall hin reisen, ohne uns grossartig vom Fleck zu bewegen. Der Körper bleibt sitzen, die Seele wandert, die Gedanken sind frei und schweben durch Raum und Zeit. Sie sollten das mentale Reisen zuvor ein wenig üben, damit Sie den transzendentalen Urlaub in Ihrer imaginären Vorstellung ausweiten können. Voraussetzung dafür ist ein vollkommener Ruhezustand. Mit einer sanften Lieblingsmusik, mit einem wohltuenden Duft, mit dem Geflüster der Natur reisen Sie leichter. Diese Mentalreisen helfen uns auch beim Runterkommen, Einschlafen und Entspannen. Alternativ dazu kann man auch virtuell verreisen. Hierzu bietet Google viele Möglichkeiten an, mit denen man sich durch die gesamte Welt bewegen kann, ohne den Po vom Sofa zu erheben.


Elisabeth Putz

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