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Was ist Spiritualität?Spiritualität ist der Geist, der uns durchs Leben führt, das Vergeistigte, welches uns unsichtbar leitet. Spirituelle Menschen spüren dieses unsichtbare Band und ergreifen es, indem sie sich vom Spirit leiten lassen. Wenn man nur noch das pure Sein braucht, um glücklich zu sein, wenn man keine Materie mehr benötigt, um das Leben zu geniessen, dann lebt man spirituell. Dies behaupten viele Spiritualisten, aber ich sage, trotzdem brauchen wir ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen, Kleidung und dies und das, um lebensfähig zu bleiben. Das sollte man nicht vergessen, wenn man die Spiritualität auf eine Ebene setzt, die nichts mehr braucht, ausser sich selbst. Die Spiritualität ist die Betrachtung der eigenen Persönlichkeit, das innere Wesen eines Menschen, die Erleuchtung, die geistige Tätigkeit, mit der man wächst. Es ist das Selbstbewusstsein, dass man sich dessen bewusst ist, wer man tatsächlich ist. Das Ego hat Pause, die Seele lebt. Menschen beschreiten unterschiedlichste Wege, um zur Erleuchtung zu gelangen. Sie gehen ins Kloster, betreiben Reiki, schliessen sich den Ärzten ohne Grenzen an, werden zu Entwicklungshelfern, spenden in der Not, werden zu Aktivisten, aber alle streben sie nach dem inneren Glück. Unter Spiritualität versteht man allgemein die Geistigkeit, auch die religiöse Geistlichkeit, den Verzicht auf das irdisch Materielle, die Hingabe an das überirdische Vergeistigte. Das Wort kommt aus dem Latainischen und bedeutet der Geist, der Spirit. Wir bringen es mit dem Jenseits in Verbindung und sehen es als heilig an. Das Spirituelle umfasst das reine Sein, welches in den jetzigen Moment eintaucht und seine Sättigung aus der puren Existenz heraus erlangt. Spirituelle Menschen wollen und brauchen nichts, ausser ihrem Atem, der sie am Leben hält. Sie machen sich weder Gedanken um ihre Vergangenheit, noch um die Zukunft, da sie vollends im Hier und Jetzt, in der Gegenwart leben. Das Morgen und das Gestern sind belanglose Hintergrundgeräusche, denn es zählt nur das Heute. Und so ist die Spiritualität ein Hauch von Nichts, welches seine Erleuchtung im vollkommenen luftleeren Raum entfaltet. Wenn ein Mensch nur noch lebt, ohne zu fordern, zu wollen, zu jammern, zu klagen, zu schimpfen, zu lästern, zu urteilen und zu verurteilen, dann ist er spirituell genug, um nichts mehr zu wollen. Er wird quasi zum stillen Beobachter des Weltgeschehens, zum Helfer für diejenigen, die auf ihn zukommen, zum brennenden Licht für alle, die noch in der Dunkelheit umher tappen und lichte Momente suchen. Die Spiritualität ist eine enorme Kraft, welche man in sich spürt, Hoffnung und Glaube, vor allem der tiefe Glaube an sich selbst, und die Hoffnung an eine vollkommene Welt. Es ist Religion, die Gemeinschaft der Gläubigen, die Natur, das natürliche Leben, und es ist die Energie, die aus uns herausfliesst, wenn wir meditieren, Luft atmen, zur Ruhe kommen, uns entspannen und dem Gras beim Wachsen zuschauen, ohne dass uns langweilig wird. Das Spirituelle ist Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, der Blick auf die eigene Seele. Wer sich selbst findet, beschäftigt sich bewusst mit seinem persönlichen Ich. Wer jedoch einsam ist und sich mit sich selbst beschäftigen muss, weil er den Blick nach aussen hin verliert, wird lauter unsinnige Dinge machen. Er muss noch reifen. Spiritualität ist die Schönheit des Geistes, die Ästhetik der Natur, die Ethik des Menschlichen, und es ist die Ausstrahlung aller Lebewesen. Wer achtsam durch die Welt geht, sieht diese Schönheit. Wer jedoch schmerzerfüllt jammert, über Dinge und Menschen schimpft, überdimensional in allen Dingen das Negative sieht, wird die Schönheit übersehen. Besser ist es, man hat Freunde, Freude und Vertrauen ins Leben. Dieses Vertrauen kann man gewinnen, indem man in allen Dingen und Gegebenheiten des Alltags das Schöne sieht. Das Spirituelle ist der Geist, der in uns wohnt, die Seele, die mit ihm lebt, der Körper, der den Geist und die Seele erträgt, und es ist eine Weltanschauung, die nichts fordert, sich über nichts und niemanden ärgert, sondern nur präsent ist. Spirituell ist alles, was wir als naturgegeben, mystisch bis religiös, immateriell und psychisch stabil ansehen. Wenn wir Religion und Glaube ans Spirituelle anbinden, so sollten wir dies nicht fanatisch ausleben, und unseren Glauben, der für uns vielleicht der Richtige ist, anderen Menschen aufdrängen. Wir sollten unseren Glauben in der Stille geniessen, damit wir durch ihn wachsen. Wie lebt man spirituell?Manche Menschen sehen aus, als ob ihnen die Erleuchtung ein Loch ins Gehirn gefressen hätte, die leuchten von innen heraus. Achtsamkeit und pures Bewusstsein sind die Geheimnisse des Spirituellen. Versuchen Sie einmal, einfach nur glücklich zu sein, beim Essen, beim Arbeiten, beim Spazieren gehen, dann nehmen Sie die Welt intensiver wahr. Spirituelle Menschen leben für den intensiven Moment. Wenn sie sitzen, dann sitzen sie und stehen nicht schon gedanklich auf und laufen davon. Der spirituelle Mensch toleriert alles in seinem Umfeld, denn es stört ihn nichts und niemand, selbst wenn er verbal angegriffen und beleidigt wird. Er ist ein ruhiger Typ, ein Diplomat, der innerlich mit sich im Reinen ist. Der Mensch lebt aus seiner Mitte, aus seinem Geist heraus. Dieser Geist kann getrübt sein, aggressiv, ungeduldig, traurig bis depressiv. Er kann jedoch auch hell und leuchtend sein, freudig und humorvoll, witzig und kreativ, achtsam und bewusst, ruhig und entspannt, glücklich bis seelig. Wer in der Gegenwart lebt, der lebt achtsam. Wer bereits gedanklich in der Zukunft lebt, sich endlos mit seiner möglichen Zukunft beschäftigt, der lebt an der Gegenwart vorbei. Wer es schafft, die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen, das Positive wie ein Geschenk des Universums zu geniessen, das Negative im Geist umzuformen, sodass es in der reinen, imaginären Vorstellungskraft positiv dasteht, der lebt intensiv. Spirituelle Menschen wollen nichts, sie sind einfach da. Sie fordern nichts, sie planen die Welt aus ihrem Bauchgefühl heraus. Sie sorgen sich nicht um ihre Zukunft, sie leben den jeweils existierenden, gegenwärtigen Zeitpunkt bewusst aus. Legen Sie Ihre Jammerbox weg, lesen Sie ein gutes Buch, schauen Sie sich fröhliche Menschen, glückliche Kinder, humorvolle Filme und positive Ereignisse an. Konsumieren Sie nicht pausenlos negative Nachrichten, sondern informieren Sie sich einmal am Tag sachlich und kompakt. Lenken Sie Ihren Geist, Ihre Gedanken auf etwas Schönes, und schlafen Sie damit abends ein, dann schlafen und leben Sie besser. Im Grunde ist auch der Nörgler, Besserwisser, Frustrierte, der normale Mensch ein spirituelles Wesen, denn er besitzt ebenso einen Geist, den er positiv stimmen könnte, wenn er nur wollte. Viele Menschen sind aber noch nicht bereit, von Luft und Liebe zu leben, sie aalen sich noch im festhaltenden Materialismus, und das ist genauso gut, denn es macht uns ebenso glücklich, wenn wir es so wollen. Man braucht bloss morgens mit guten Gedanken aufzustehen, und alles zu geniessen, was der einzelne Tag bietet. Achtsame Menschen sehen die Blumenwiese und tolerieren die Maulwurfshügel darin. Sie hören die Vögel und tolerieren den Strassenlärm. Und sie riechen die Natur und ignorieren den Duft der Abgase. So lebt man in einer wunderbaren Welt und sammelt gegebenenfalls gutes Karma, welches man irgendwann einmal brauchen könnte. Das Spirituelle hat Tradition, denn bereits die Urvölker versuchten, gute Menschen zu sein. Sie opferten ihren äuseren Reichtum, um zu innerem Wohlstand zu gelangen. Wir werden seelisch reich, wenn unsere Seele wachsen darf. Schnelle Autos auf der Überholspur, laute Musik in den Ohren, die Villa am Meer, tausend und mehr Eindrücke gleichzeitig erleben, all dies ist zwar kurzfristig befriedigend, lässt jedoch langfristig die Seele schrumpfen, wenn wir keine ausgleichende Balance dafür finden. Spirituelle Menschen leben den Augenblick und verschwinden mit ihren Gedanken nicht andauernd im seitlich wachsenden Fliederbusch. Sie lieben sich selbst und auch alle anderen Menschen, kennen keinen Stress, arbeiten in einem gewissen Flow, und sie sind glücklich und zufrieden. So sollte man ohne Angst, gelassen durch eine Krise gehen, immer mit dem Gedanken, dass man dadurch wachsen darf und jede Krise eine Chance ist, sich weiterzuentwickeln. Wer an Krisen zerbricht, glaubt eher nicht an die Zukunft. Wer in Krisen stabil bleibt, weiss, dass er morgen aufwacht und den neuen Tag beginnen darf, um Neues zu lernen. Spiritualität ist Fülle und Harmonie. Gehen Sie in die Natur hinaus, wenn Ihr Herz schwer ist und es vor lauter Schwere fast in die Hose rutscht. Ziehen Sie Ihre schweren Schuhe aus und legen Sie sich mit einer Decke ins Gras. Beobachten Sie die Blumen, atmen Sie ihren Duft ein und sehen Sie sich die Farbpracht an. Der Stiel der Blumen steht symbolisch für den Lebenskörper, der den Lebenssaft aus der Erde zieht. Und genau so können Sie ihre Kraft aus der Umwelt aufsaugen. Spirituelle Menschen verändern nichts an sich selbst, sondern nutzen lediglich die natürlichen Ressourcen, um sich körperlich fit zu halten. Sie haben keine Angst vorm natürlichen Altern, denn sie wissen, es ist ein Prozess, der dazu dient, reifer zu werden. Nahtoderlebnisse zeigen immer wieder, dass man einem Licht begegnet, durch einen Lichttunnel wandert und vollkommen zufrieden dabei ist. Dieser Gedanke nimmt uns in gewisser Weise die Angst vor dem Tod. Ein spirituell angehauchter Mensch geniesst die Stille, tankt Energie im Wald, schlendert durch Wiesen und Felder, geniesst das Wasser und den Sand, während er seine Spuren darin verfolgt. Er trägt sich selbst durchs Leben und baut nicht darauf, getragen zu werden, weil sein innerer Gott hilft ihm jederzeit bedingungslos weiter. Spiritualität ist Ethik und Moral, das pure Sein und nicht der helle Schein. Wir sollten unsere Mitmenschen nach ihren Taten, nicht nach ihrem Aussehen beurteilen. Dicke und dünne, grosse und kleine Leute, mit und ohne Handicap, wir sind alle gleich, selbst wenn ein guter Anwalt seinem schuldigen Mandanten zum Freispruch verhilft. Selbst der schuldigste Mensch ist ethisch gesehen ein Lebewesen, welches man nicht achtlos in die Ecke wirft, auch wenn unsere Gefängnisse voll sind. Spiritualität ist Frieden, auch wenn Kriege toben. Alle Nationen sind gleich, denn die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir stammen aus der selben Erde, und wir kehren in genau diese Erde wieder zurück. Spirituell lebt man, wenn man seine Seele leben lässt, lacht und tanzt. Vielleicht findet man einen Partner, den man bedingungslos lieben kann, oder man findet eine Kirche, in welcher man sich entfalten darf. Die reine Sexualität ohne Liebe ist genauso stumpf wie die Kirche ohne Gemeinschaft. Wenn der begehrenswerte Körper eines Tages stirbt, könnte es sein, dass die Seele weiterlebt und errötet, falls sie sieht, wie sie irdisch gelebt hat. Deshalb ist es wichtig, nur das zu tun, wofür man sich nicht schämt, damit das eigene Spiegelbild nicht trüb wird. Die spirituelle IntimitätWenn man von Intimität spricht, so denkt man zuerst an die Intimzone, den intimsten Bereich des Menschen, an Sexualität, es sei denn, man ist tief gläubig, dann muss man sich diese Gedanken aus dem Kopf schlagen. Wenn man an spirituelle Intimität denkt, so könnte man sich das Hirn zermartern, man kommt auf keinen grünen Gedanken, es sei denn, man ist tief gläubig, dann weiss man, es handelt sich um die Zweisamkeit mit Gott. Jeder von uns sollte sich wenigstens ein paar Minuten am Tag mit seiner spirituellen Intimität befassen, sich einen ruhigen, schönen Ort suchen und ein wenig meditieren. Man kann beten, nachdenken, visualisieren, Situationen im Geist umformen, negative Erlebnisse verarbeiten, positive Dinge festigen, neue Gedanken schmieden, neue Ideen kreieren, den Tag gut strukturieren, oder man sitzt einfach nur da und denkt an nichts. Das geistige und körperliche Abschalten in solchen Momenten tut uns gut, denn es reinigt die Seele, die vom vielen Laufen müde geworden ist und ihre schweren Schuhe zur Ruhe legt. Wer spirituell intim mit sich selbst, mit seinem inneren Gott, seiner Seele und notfalls mit seinem Ego ist, bewältigt Krisensituationen leichter, ist ausgeglichener und weiss das Leben besser zu schätzen. Er gewinnt mehr Vertrauen ins Leben, weil er dieses Vertrauen in seiner inneren Balance züchtet, und er gewinnt an Lebensenergie, denn man kann durchs Meditieren Ängste abbauen. Wer intim mit sich selber ist, geht nicht mehr achtlos an Chancen vorbei. Es gibt Leute, die sagen sie wünschen sich einen Partner, bekommen aber keinen, weil sie entweder Angst vor einer Enttäuschung haben, oder weil ihre Ziele und Vorstellungen so hoch angesiedelt sind, dass kein sterblicher Normalverbraucher diese erfüllen könnte, ohne zu scheitern. Wenn man eine Beziehung haben will, braucht man nur mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, und schon stehen Mr. und Mrs. Right da, denn dann ist man offen für Menschen, offen für die Liebe. Und wer Angst hat, der wird die Liebe nicht auskosten können, weil die Angst wie eine Mauer vor jedem potentiellen Partner steht. Bitte, da kann man nur noch mit dem Kopf durch die Wand laufen. Die spirituelle Intimität sorgt dafür, dass man nachdenkt und mit dem Herzen denkt. Liebe ist etwas so Schönes, so Intensives, dass sie jeden Schmerz entschädigt. Ich werde mich immer für die Liebe entscheiden, weil ich Menschen mag. Die spirituelle LebensführungWie lässt man sich spirituell vom Leben führen? Viele Leute sind der festen Überzeugung, sie müssten das Leben führen, es im Griff haben, und wenn etwas schief geht, haben sie etwas falsch gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass uns das Leben, der Lebensfluss führt, und wenn etwas schief geht, ist es entweder ein Ende, welches einen Neuanfang einleitet, oder ein Hinweis darauf, dass man etwas im Leben zum Positiven hin ändern sollte. Menschen am Sterbebett sagen oft, sie hätten dies und das noch erledigen müssen, aber sie hätten keine Zeit dafür gehabt, was sie dann am Sterbebett bereuen. Die skurrilsten Geschichten erlebt man von Menschen, die sich im Sterbeprozess befinden. Das Leben ist genaugenommen ein kleines Zeitfenster hier auf Erden, durch welches wir blicken dürfen, und genau dieses Zeitfenster sollten wir mit so vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen ausfüllen, wie nur möglich, denn dann schaut man durch ein farbig ausgefülltes, tolles Zeitfenster, welches uns erfüllt. Das Leben führt uns, das bemerken wir durch Impulse von innen und Eingebungen von aussen. Wir brauchen nur darauf zu reagieren, anstatt sie zu ignorieren, und schon leben wir in der Gegenwart, bewusst und handlungsbereit. Wer sich hohe Ziele setzt, die er womöglich nicht erreicht, kann noch so viele Rituale vollziehen, er bleibt unglücklich, wenn er die Zeit bis zur Wunscherfüllung nicht positiv nutzt. Wer Geld ansammelt, um zur Million zu gelangen, liegt plötzlich am Sterbebett und sagt, er hat mit diesem Geld nichts gemacht, ausser es zu horten. Wir wissen nicht, wie lang unser Leben dauert, wie gross das Zeitfenster auf Erden ist, aber wir wissen, dass wir in der Gegenwart leben dürfen und alles auskosten sollten, was uns glücklich macht. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass man keinen anderen Menschen durch das eigene Glück schädigt, denn sonst fliessen die Energien wieder in die falsche Richtung. Wenn uns das Leben trägt, ist es erträglicher, als wenn wir das Leben tragen müssen. Lieber Besucher, wenn Sie reisen wollen, dann reisen Sie, und wenn Sie Ihre Freunde besuchen wollen, dann schieben Sie es nicht permanent aus Stressgründen auf. Wenn Sie auf ein Wunschziel hinarbeiten, nutzen Sie die Zeit dazwischen und leben Sie, denn man weiss nie, was morgen kommt. FanatismusFanatismus ist eine strenge Gläubigkeit, die nichts anderes mehr zulässt. Wer fanatisch an etwas glaubt, möchte alle anderen Menschen davon überzeugen, und er meidet jeden, der nicht fanatischglaubt und danach lebt. Fanatismus wirkt einengend, da man nur noch wenig von aussen zulässt. Er wirkt verschreckend, und wenn man mit Gewalt seine Ziele durchsetzen will, schadet man sich selbst und seinen Mitmenschen. Fanatismus und Toleranz liegen so weit auseinander wie Russland und Alaska, aber selbst von Alaska aus kann man Russland sehen. Und so schaut der Fanatiker auf den Ungläubigen herab, weil er ihn sieht und nicht würdigt. Feng-ShuiFeng-Shui ist eine Energielehre, welche sich mit Farben, Mustern, Gegenständen und Raumzentren umgibt. Wer seine Wohnung nach dem Feng-Shui Prinzip einrichtet, der sollte dafür sorgen, dass in jedem Raum sämtliche positive Energien fliessen können, aber nicht unbedingt abfliessen dürfen. Das Klo darf kein Karrierekammerlein sein, und das Wohnzimmer sollte nicht verschachtelt sein. Zu viele Türen lassen Energien abfliessen, zu viele Ecken machen den Raum kantig und scharf, und das Schlafzimmer sollte sich nicht im Erdgeschoss befinden, sonst fällt einem das schwere Haus auf den Kopf. Farben sind wichtig, und so stellt die Farbe rot die pure, aggressive Energie dar, während die Farbe grün beruhigend wirkt. Aber eine zu bunte Wohnung kann uns auch auf den Kopf fallen, wenn man vor lauter Farbe das Raumflair übersieht. GlaubenDer Glaube ist eine höchst persönliche, individuelle Angelegenheit, die man tief in sich trägt. Früher wurde uns eine Religion aufgezwungen, weil wir hineingeboren wurden. Heute darf Gott sei Dank jeder Mensch frei entscheiden, ob er glaubt, an wen oder was er glaubt, oder ob er seinen Glauben aktiv oder passiv auslebt. Es gibt nicht den einen Gott, die eine richtige Religion, den einseitigen Glauben, der für alle Menschen gilt. Sogar Sekten und Glaubensgemeinschaften haben ihre Daseinsberechtigung, wenn sich die Mitglieder darin geborgen und wohl fühlen. Bei Sekten muss man natürlich auf selbst- und fremdzerstörerische Einflüsse achten, denn nicht jeder Guru ist heilig. Auf jeden Fall ist jener Gott, an den man glaubt, tief im Herzen, in der Seele verankert. Man muss andere Leute nicht öffentlich auf seinen Glauben hinweisen, nötigen oder dazu bringen, öfters zu beten. Hier wird der Glaube wieder zum Zwang, zur Missionierung, und Zwänge stören die persönliche Freiheit. GötterGötter sind religionsbezogen, glaubensbezogen, und sie sind überirdisch, mächtig, gut oder böse, je nachdem, um welchen Gott es sich handelt. Der Gott der Christen ist gut, dreifaltig, verkörpert den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, und wir glauben an ihn, selbst wenn wir keine Christen sind. Es gibt Naturreligionen, in denen sind Göttinnen die Mächtigen, und sogar Steine werden als göttlich angesehen, weil im Stein die Ruhe schlummert. Gott ist permanent präsent, und meiner Meinung nach ist er religionsunabhängig in jedem Menschen enthalten, weil wir göttlich sind, aus der Natur geschaffen wurden und wieder in die Natur versinken, wenn wir sterben. Leben und Tod, Sein und Schein, alles ist mit Gott verbunden, und so sollten wir uns gegenseitig lieben und achten, miteinander gut umgehen, denn wenn wir Gott sind, dann sind wir alle liebenswert, ohne Abstufung. Ich habe sogar gelernt, meine Nachbarin zu lieben, und als sie auszog, empfand ich es als Leere, weil die Wohnung nebenan leer stand. KarmaDas Karma ist eine Art Energie, die man im Laufe eines Lebens sammelt. Gutes Karma sammelt man mit guten Gedanken und Taten, schlechtes generiert man durch egoistische Handlungen, welche anderen Menschen schaden, durch Bösartigkeiten, und dadurch, dass wir andere Menschen seelisch und körperlich verletzen. In einem der nächsten Leben gleicht man dies wieder aus, indem man selber leidet. Oft passiert dies jedoch schon im selben Leben, wenn sich die Dinge plötzlich ändern. Nicht alles ist Karma, und nicht jede Beziehung oder Verbindung hat einen karmischen Bezug. Viel öfter ist es der reine Zufall, der für Gelingen oder Misslingen im Leben verantwortlich ist. Es ist einfach Pech, welches man nicht vermeiden kann, oder es ist Glück, welches man erntet. Wer alles auf ein eventuelles Karma bezieht, verpasst Chancen im Leben. ReinkarnationWer an die fortlaufende Wiedergeburt glaubt, der glaubt auch ans Karma, denn man entwickelt sich im Laufe seiner zahlreichen Leben weiter, verarbeitet das Alte und eignet sich das Neue an. So wachsen wir von Leben zu Leben. Und wer glaubt, wir hätten nur dieses eine Leben, der muss sich beeilen, denn er muss in einem einzigen Leben alles erlernen, was er braucht, um die Erleuchtung zu erlangen. Für mich persönlich ist die Erleuchtung nicht das Ziel. Ich bin zufrieden, wenn es mir und allen Menschen gut geht, wenn die Seele leben darf, und wenn das Ego neue Schuhe bekommt. Manche Menschen meditieren wie wild, ziehen sich in buddhistische Klöster zurück, wollen unbedingt die volle Erleuchtung erlangen und finden sich in einer seelischen Leere, in einem Seelentief wieder. Sie benötigen Zeit, um zu reifen, und vielleicht braucht man wirklich mehrere Leben, um richtig reif zu werden. Fallobst benötigt mehrere Jahreszeiten, um zu reifen, denn von der Blüte bis zur Frucht vergehen drei Jahreszeiten, Frühling, Sommer und Herbst. So gesehen ist die Reinkarnation hilfrreich, damit die Seele mit ihrem langsamen Tempo dem schnellen Leben hinterherkommt und nicht nur mühsam hinterherschleicht. ReligionDie Religionen der Welt geben in gewisser Weise einen Lebensweg vor, der vielen Menschen Zuversicht, einen tiefen Glauben, grosse Verwurzelung und vollkommenes Vertrauen schenkt. Und wenn Religionen fanatisch ausarten, geht man sogar so weit, für seine religiösen Zwecke in den Heiligen Krieg zu ziehen. Die längsten Kriege waren bis jetzt aus Religionsgründen geführt worden, vollkommen sinnlos, weil es im Grunde keine nennenswerten, wertungsorientierten Unterschiede zwischen Mensch und Mensch gibt. Religion ist wichtig, solange man andere Religionen akzeptiert und jeder seine eigene Religion ausüben darf. Religion wird jedoch zur mühsamen Kreuzwanderung, wenn man sie als Wegkreuz umgebunden bekommt, weil das Eleternhaus es so will, weil man in eine Gemeinschaft hineingeboren wird, oder weil man sonst sein soziales Umfeld verliert. SektenWer in die Fänge einer Sekte gerät, ist oft arm dran. Nur wenn er in seinem tiefen Glauben an den Guru nicht bemerkt, dass er arm dran ist, wird er reich beschenkt, denn in der Sekte selbst fühlt man sich geliebt und geborgen. Es gibt Sekten, die glaubten bereits an den Weltuntergang und töteten sich und ihr Ego körperlich selber, indem sie freiwillig aus dem Leben geschieden sind. Hier werden Sekten brandgefährlich, denn sie kosten das Leben. Und wenn sich der Guru sexuell stimulieren lässt, dies als Seelenreinigung verkauft, dann sollte man seinen Körper schnell in Sicherheit bringen, denn das ist Nötigung, aber leider fühlen sich die gläubigen Sektenmitglieder oft so verbunden mit ihrem Guru, dass sie all dies zulassen. Eine Sekte, welche unglückliche Frauen, die nicht schwanger werden konnten, durch die Samenfreude des Sektenführers beglückte, fand erst ein Ende, als eine Frau sich weigerte, ihr Kind dem Guru zu überlassen. Von aussen kann man schwer eingreifen, denn eine eingeschworene Gemeinschaft lässt sich nicht in die Karten schauen. TodDer Tod ist eine Art Seinszustand, in welchem sich ein Mensch befindet, der das irdische Leben hinter sich gelassen hat, freiwillig oder unfreiwillig. Man sollte Tote nicht verurteilen, denn selbst ein Selbstmörder ist ein guter Mensch, der verzweifelt gestorben ist, weil er am Leben verzweifelt ist. Viele Kirchen möchten Selbstmörder nicht beerdigen, und das macht die Hinterbliebenen traurig. Das Leben ist endlich, wir gehen ein Stück des Lebensweges, sterben dann und kommen womöglich in veränderter Form wieder, oder wir verweilen in einer Zwischenwelt und warten, oder wir steigen ins Universum empor. Das Leben nach dem Tod ist eine reine Glaubenssache. Wir wissen nur, dass die Materie des Körpers tot ist und zu Staub verfällt, aber vielleicht leben wir in jedem einzelnen Staubkorn weiter, vielleicht auch im Magen der Insekten, die uns nach unserem Tod als Nahrungsquelle nutzen. WeihenDie Weihe ist ein heiliges Ritual, welches Segen und Frieden bringt. Man räuchert beispielsweise zu Weihnachten, in den Rauhnächten und zu Ostern Haus und Hof, damit kein Unheil droht. Weihrauch, und Weihwasser unterstützen die Weihe und dienen als Symbolik für den Glauben. Wer zu Ostern sein Haus mit einem geweihten Schwamm oder einer geweihten Räucherkohle schützt, der muss kein Feuer fürchten, so überliefert es der christliche Glaube. Und wer sich bekreuzigt, wenn er eine Kirche betritt oder verlässt, fühlt sich gesegnet und geschützt. WunderWunder sind spontane Ereignisse im positiven Sinn, welche unser Leben verändern können. Sie sind wissenschaftlich gesehen eine Art Zufall, denn es leiten sich keine mathematisch berechenbaren Ergebnisse daraus ab. Oft handelt es sich um Erscheinungen, Spontanheilungen und Eingebungen, welche im realen Leben eintreten und sich nicht erklären lassen. Der Wunderheiler, welcher oft als spiritueller Guru, als Schamane, als Geistheiler oder spiritueller Seher angehimmelt wird, hat mit den Wundern wenig zu tun. Er verdient lediglich jede Menge Spendengelder mit seinem Auftritt. Wir selbst sind es, die ein Wunder wahr werden lassen, wenn wir innerlich dafür reif sind.
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