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Was sind perfekte Sommerschuhe?

Sommerschuhe
Gerade beim Kauf von Sommerschuhen stehen die meisten Leute mit einem unguten Gefühl im Schuhladen, denn der Fuss passt selten bis nie perfekt in den offenherzigen Schuh hinein. Entweder die Füsse sind zu breit, zu schmal, sind mit Hornhaut bestückt, oder die Zehen haben eine unpassende Stellung, sodass man sie bei Sandalen gar nicht gut oder viel zu drastisch sieht. Im Winter kauft man sich Stiefel, gleicht Ungereimtheiten mit gestrickten Socken aus und läuft glücklich los. Im Sommer ist jede noch so dünne Socke besonders bei offenen Schuhen fehl am Platz.

Ich renne bereits im März in die Schuhläden, meine Verzweiflung steht mir ins Gesicht geschrieben, und es gibt selten einen so idealen Schuhsommer, dass mir die Modelle perfekt passen. Bei Sandalen muss ich solch grosszügige Kompromisse machen, dass meine zu kurz geratenen Zehen vorne kaum sichtbar sind. Da helfen auch keine langen Fussnägel. Bei Ballerinas muss ich derartige Kompromisse machen, dass ich darauf verzichte, denn Kinderballerinas sind mir zu eng, und die für Erwachsene sind mir hinten zu gross, sodass meine Füsse ins Leere treten. So entscheide ich mich jedes Mal für Sandalen mit vielen Riemchen, denn darin finde ich auch in einem zu grossen Schuh den nötigen Halt. Neulich habe ich Spangenschuhe für mich entdeckt, die passen mir auch, weil sie durch die Spange am Fuss haften bleiben und meine fehlende Zehengrösse ausgleichen.

Welche Sommerschuhe bevorzugen die meisten Menschen? Es sind keineswegs jene, die im Trend liegen, sondern jene, die bequem am Fuss sitzen, nicht schmerzen, einem schlichten Standardmodell am nächsten sind, und jene, die nicht so teuer sind, jedoch teuer aussehen. Leicht und locker, luftig und bequem, mit mehr oder weniger hohen Absätzen behaftet, manchmal auch absatzlos flach, aus einem anschmiegsamen Material, das bevorzugen die meisten Leute. Die Schuhdesigner müssen meiner Meinung nach vorwiegend aus Männern bestehen, denn sie nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Damenwelt und entwerfen High-Heels mit so vielen Details, dass der nackte Fuss darin vor Schmerzen laut aufschreit.

Trotzdem existieren immer wieder Leute, die sich genau in diesen Sommerschuhen wohl fühlen und behaupten, es sind bequeme Treter. Natürlich sehen gerade im Sommer solche Hingucker gut aus, wenn die hohen Absätze optisch ins Auge stechen, aber man muss schon einiges an Übung vorweisen, um in den hohen Absätzen perfekt laufen zu können. Manche Männer finden es sogar niedlich, wenn eine ungeübte Frau in ihren High-Heels unsicher dahinstolpert. Und so entwerfen die Designer Jahr für Jahr Schuhe, die den meisten Leuten nicht unbedingt gut am Fuss liegen, sondern im Magen liegen und an den Nerven zerren.

Der perfekte Sommerschuh

Wie sieht der perfekte Sommerschuh aus? Sandalen liegen weit vorne, denn der Fuss braucht Freiheit, wenn ihn die Sonne anstrahlt. Die Riemchen sollten nicht über den Knöchel hinauf ragen, sonst wirkt das Bein optisch kürzer. Feminine, schmal und zierlich geschnittene Sandalen wirken besser als robuste Treter. Besonders grosszügig offen geschnittene Sandalen strecken den Fuss, da man seine Zehennägel lackiert zur Geltung bringt und die Zehen frei sind. Wahrlich, der perfekte Ausschnitt ist nicht nur am Dekollete wichtig, auch beim Schuh muss er berücksichtigt werden, da dies in Sommer das zweite Dekollete ist.

Das Fusskettchen passt zu jedem Sommerschuh dazu

Wenn man keine klugen Sommerschuhe findet, sollte man sich unbedingt ein Fusskettchen anschaffen, denn dieser Fusschmuck liegt immer im Trend. Ein Fusskettchen trägt man heute nicht nur zu schicken Sandalen, sondern auch zu Sneakers, Ballerinas, Clogs und anderem bequemen Schuhwerk. Die Schuhmode wird übrigens dem Fuss des Normalverbrauchers angepasst, breiter, und das Kettchen darf ruhig am Knöchel dahinbaumeln, solange man nicht beim Laufen versehentlich drauftritt. Optisch sollte das Fusskettchen zum Schuh passen, sonst verpasst uns der kontrastreiche Anblick einen wahren Kulturschock.

Sandalen passen immer

Fast jeder Mensch besitzt geeignete Füsse für Sandalen, denn sie variieren in Form, Stil und Bequemlichkeit. Die moderne Sandale ist eine Sandalette, etwas breiter geschnitten, hinten mit einem Reissverschluss geschlossen, mit vielen Riemchen versehen, sodass sie an jedem Bein gut haftet. Mir sind solche aufwendigen Sandalen zu gross, zu breit und zu unbequem, weil die vielen Riemchen meine zarte Haut an den Füssen reizen. Ich liebe zwar Riemchen, aber nur die zarten.

In Sandalen sind Socken, mögen sie auch noch so dünn sein, ein absolutes No-Go. Man muss bei offenen Schuhen die Fussnägel sehen, und so sind auch Seidenstrümpfe ein richtiges Tabu für die Sandale. Übrigens existieren bereits hauchdünne Seidenstrumpfhosen, die integrierte Zehennägel, optisch farblich gestaltet, beinhalten. Diese funny Variante der Strümpfe kann man tragen, aber dennoch kommt sie an einen naturbelassenen nackten Fuss nicht heran.

Sneakers für den Sommer

Jetzt haben die Sneakers bereits den Winter überlebt und glänzten samt Leggings durch die kalten Zeiten, da kommen sie urplötzlich auch im Sommer gross heraus und glänzen samt Maxikleid, Hemdblusenkleid und Wickelkleid. Beim Sneaker braucht man irgendwie Socken, da sie mit ihrem geschlossenen Look danach schreien. Sie passen gut zu Dreiviertelhosen, zu leichten Sommerhosen und weiten, nicht eng am Körper sitzenden Kleidern, zu kurzen Hosen, Hotpants und Shorts. An heissen Sommertagen würde ich sie jedoch nicht tragen, weil meine Füsse dann wahrscheinlich einen Hitzestau erleiden.

Stoffschuhe für den Sommer

Leichte Stoffschuhe sind im Sommer ein absolutes Muss für den Fuss. Leder und Lack sind nicht kühlend genug. Leinen hingegen hält den Fuss kühl. Espandrilles liegen im Trend, da sie sich jedem Fuss anpassen, auch bei Wind und Wetter halten, und man kann sie waschen, wenn das Wetter sich durch den Schuh frisst. Besonders billige Espandrilles sollte man sich jedoch nicht zulegen, die überleben höchstens einen Sommer.

Ballerinas für den Sommer

Ballerinas sind schwierige Schuhe, nur für wenige Füsse geeignet, und sie sehen schnell aus wie Kinderschuhe, wenn sie von molligen Erwachsenen getragen werden. Besonders die etwas molligere Frau sollte Absätze tragen, denn das streckt das Bein, macht optisch grösser und wirkt schlanker. Ballerinas haben das Problem, dass man vorne einen Teil der Zehen sieht, wenn sie zu lang geschnitten sind. Ausserdem sehen sie aus wie geschlossene Ruderboote und sehen nur an wenigen Frauen sexy aus. Besser sind hier Pumps, wenn man hohe Absätze liebt und einen Schuh wählt, der hinten und vorne geschlossen ist. Pumps sehen mit der idealen Schuhform aus wie ein Dekollete, tiefe Einblicke sind hier garantiert.

Schön mit Hippie Sandalen und Plüschpumps

Mit den neuen Sommerschuhen sieht man nicht nur hipp aus, sie machen das Bein schöner und wärmen den ganzen Fuss. Die Pumps aus Plüsch sind zwar im Sommer ein heisses Eisen, denn man könnte darin schwitzen, aber sie sehen umwerfend aus. Die Hippie Sandalen besitzen Quasteln und Bommeln, viele bunte Bänder und Schnüre, die ein wahrer Hingucker sind. Der Hipster mag diesen Look, der Spiesser wird ihn meiden, aber die Füsse bleiben in diesen Schuhen gesund, denn sie besitzen keine bis nur geringfügig erhöhte Absätze. Weniger gesund sind die Schuhe mit integriertem Duft, denn hiervon hat der Allergiker nicht viel. Duftschuhe sind nichts für empfindliche Nasen, denn man muss das integrierte Parfum schon mögen, um sich damit permanent laufend zu umgeben, sonst tritt man sich nicht nur die Füsse, sondern auch die Nase platt.

Ohne Schuhe durch den Sommer

Es gibt sie, die Leute, die sich ohne Schuhe durch den Sommer bewegen. Barfuss laufen ist gesund. Man massiert dadurch den Fuss, regt die Durchblutung an und beugt Wenenerkrankungen im Alter vor. Gesundheitsschuhe fühlen sich wie barfuss an, sind leicht und bequem, engen den Fuss nicht ein, und sie beherbergen oftmals ein integriertes Massagefussbett mit Noppen. Hier kann der Fuss atmen.

Wie gesund sind Flip Flops?

Im Sommer lieben wir es, wenn nicht viel Schuh am Fuss baumelt, denn die Füsse wollen atmen. Flip Flops liegen daher fast jeden Sommer im Trend. Sie sind jedoch nicht unbedingt die gesündeste Art, um seine Füsse zur Schau zu stellen. Man trägt sie lose zwischen dem grossen und dem Zeigezehen, wobei nur diese ersten beiden Zehen dafür sorgen, dass der Schuh am Fuss haften bleibt. Beim Gehen verkrampft man daher leicht die Zehen, da hilft auch das köstliche Geräusch nicht, wenn die Schuhe im Takt wippen und Flip Flop machen, auch wenn sie den Namen extra durch dieses nervige Geräusch erhalten haben. Die Schuhe sind nicht die saubersten, da sich auf der Schuhinnenfläche jede Menge an Bakterien tummeln. Der nackte Fuss geht ja direkt auf dem biegsamen Plastik und Kunststoff dahin, er schwitzt und sondert Bakterien ab, die gut auf den Schuhen haften bleiben. Gesünder sind Sandalen aus Naturfasern, die mit Schnüren nicht geizen, da sie kein krampfartiges Festhaltegefühl am Fuss verursachen, aber dennoch luftig genug sind, um den Fuss atmen zu lassen. Flip Flops sind eher für den Strand geeignet, für kurze Strecken, zum Sitzen an der Strandbar, und notfalls zum Sitzen im Büro, denn sie finden zunehmend einen gesellschaftlich akzeptierten Weg in die Arbeitswelt.


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Elisabeth Putz

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