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Wie bekämpft man Alzheimer?

Wenn das Gehirn Matsch istAlzheimer, eine Krankheit, welche uns vergesslich macht und uns eines Tages ans Pflegebett fesseln könnte. Als mein Vater an Alzheimer erkrankte, waren wir anfangs mit ungewöhnlichen Situationen konfrontiert. Er setzte sich einmal ins Auto, fuhr mit meiner Tante zum Friedhof und wusste am Rückweg nicht mehr, wo er wohnte. Er fragte meine Tante: Wer sind Sie? Wie kommen Sie in mein Auto? Kennen wir uns?

Lieber Besucher, Sie ahnen ja nicht, wie erschrocken meine Tante darüber war. Als mein Vater dann tatsächlich die Folgen der schwersten Form von Alzheimer Erkrankung durchlitt, lag er zwei Jahre lang vollbetreut in einer Pflegeanstalt. Wir hofften, ihm dies zu ersparen, vielleicht durch einen bequemeren Herzinfarkt, aber er litt bis zum bitteren Ende. Sein Körper zerfiel, und er verstummte in den letzten Monaten. Seit mein Vater im Jenseits ist, spricht er wieder mit mir.

Bei Alzheimer leiden sowohl Patienten als auch Angehörige. Wir müssen die Krankheit frühzeitig erkennen, damit Wege möglich sind, damit besser umzugehen. Als bei meinem Vater damals endlich die Diagnose Alzheimer gestellt wurde, war bereits alles zu spät. Er war ein stattlicher, angesehener Mann, Unternehmer, führte bis zur Rente ein Sportgeschäft, und als er erkrankte, blieb nur noch ein Bruchteil der Hülle übrig, die ihn einst umgab. Das hirnintensive Innenleben floss dahin wie Badewasser.

Der Alzheimer Patient

Ein an Alzheimer erkrankter Patient weiss anfangs selbst nicht, was ihm fehlen könnte. Er bemerkt nur, dass er sich hin und wieder falsch verhält, entgegen seinen altbewährten Gewohnheiten agiert. Der Mensch verlegt den Haustorschlüssel, sucht ihn überall, bis er ihn in der eigenen Hosentasche wiederfindet. Er ist ins Gespräch vertieft und findet plötzlich die geeigneten Worte nicht mehr.

Natürlich denkt man zuerst an Überlastung, an zu wenig Schlaf, an einen schlechten Tag, oder an einen eventuellen Vitaminmangel, bevor man daran denkt, dass eine ernsthafte Krankheit das Gehirn zersetzt. Vergesslichkeit lauert doch in uns allen, wenn wir zerstreut sind, uns ausgelaugt fühlen und an Übermüdung leiden. Trotzdem bemerkt der Alzheimer Patient, dass irgend etwas nicht mit ihm stimmt. Er schämt sich jedoch und verdrängt diese Tatsache.

Die Angehörigen des Alzheimer Patienten

Die Angehörigen, Familienmitglieder, Partner, Kinder, die Freunde und Bekannten leiden mit. So manch ein Angehöriger leidet oft mehr als der Erkrankte selber. Besonders wenn sich Partner dazu entscheiden, ihren Liebsten, ihre Liebste zu pflegen, enden sie oftmals im Burnout und machen sich kaputt.

Mein Vater liess kein Fettnäpfchen aus. Einst fanden wir ihn nicht und bekamen einen Anruf aus unserem Bermuda Dreieck. Mein Vater sass im Wirtshaus und bestellte sich drei Tassen Kakao, vier Liter Wein und eine Tasse Oliven dazu. Wir mussten ihn aus dem Gasthaus abholen und wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten.

Mein Vater ging gerne ins Schwimmbad. Als uns unser Bademeister anrief und meinte, mein Vater würde mit Socken und seinem Lieblingshut bekleidet im Wasser seine Querulanten Runden schwimmen, liessen wir nicht locker bis ein Arzt endlich die Ursache fand. Nachher setzte sich mein Vater ins Auto, obwohl er längst keine Fahrerlaubnis mehr haben dürfte. Er holte am Wegrand eine Parkbank ab, lud sie in den Kofferraum und stellte die Bank mitten in unseren Garten hinein. Bitte, wenigstens gab er nachher seinen Führerschein ab.

Was ist Alzheimer?

Morbus Alzheimer, aus dem Lateinischen stammend, eine neurodegenerative Erkrankung, ist eine ausgeprägte Form der Demenz. Sie greift das Gehirn an. Die Patienten verändern sich, werden merkwürdig und leiden darunter, auch wenn sie dies nicht zeigen können. An Alzheimer erkranken nicht nur alte Menschen, man beobachtet zunehmend, dass jüngere, sich in der Lebensblüte befindende Leute daran erkranken.

Der Alzheimer Patient kann bestimmte Abläufe im Alltag nicht mehr regeln, er weist Verhaltensstörungen auf, bis hin zum Endzustand, in welchem er sich nicht mehr selber anziehen, waschen, pflegen und ernähren kann. Die meisten Menschen, die an dieser Form der Demenz erkranken, sind älter als 65 Jahre und haben einen Lebensstil hinter sich, der durch fetthaltige Ernährung und wenig Bewegung gekennzeichnet ist. Alzheimer trifft jedoch nicht jeden, denn man muss schon eine genetische Veranlagung dafür aufweisen, da diese Krankheit erblich bedingt ist.

Lieber Besucher, wenn man an Alzheimer erkrankt, schwindet das Gehirn erstaunlich schnell. Es lagern sich Eiweisse an, und man vergisst Dinge, die ansonsten fest in den Alltag integriert sind. Das Kurzzeitgedächtnis ist als erstes betroffen. Deshalb können sich alte Menschen an den Krieg erinnern, aber nicht daran, ob sie heute schon etwas gegessen haben.

Der Umgang mit Alzheimer Patienten

Wie geht man mit Alzheimer Patienten um? Schlecht ist man bedient, wenn man die Menschen korrigieren will, denn dann ist der Patient so verunsichert, dass er sich in sein einsames Schneckenhaus zurück zieht und ein weiterer Schub der Krankheit ausbricht. Lassen Sie die Menschen in ihrer eigenartigen Persönlichkeit ruhen und bringen Sie die Patienten nicht aus dem gewohnten Alltag heraus, dann geben Sie ihnen eine Art Sicherheit, ein Wohlgefühl.

Kann man Alzheimer heilen?

Die Krankheit schreitet ohnehin von ganz alleine voran. Und wie kann man Alzheimer stoppen? Man kann sie derzeit nur hinauszögern und die Vergesslichkeit reduzieren. Gute Ergebnisse sind mit der Ernährung erzielt worden. Eine wirklich strenge Diät kann helfen, das Gehirn sauber und satt am Leben zu halten. Mit der strengen Diät ist aber wirklich eine so harte Ernährungsumstellung gemeint, dass Fett und Süsses kaum noch Platz finden. Also, vergessen Sie die Schokolade, aber vergessen Sie nicht, wo die Karotten liegen.

Die Alzheimer Forschung

Man forscht an einem Impfstoff, der das Fortschreiten oder den Ausbruch der Krankheit verhindern soll. Wussten Sie eigentlich, dass Forscher herausgefunden haben, dass man Alzheimer jetzt frühzeitig in der Nasenschleimhaut nachweisen kann? Tatsächlich, unsere Nase hat den richtigen Riecher fürs defekte Gehirn. Wenn wir uns untersuchen lassen, wissen wir, ob wir eventuell im Alter die Tendenz in uns tragen, ein Alzheimer Kandidat zu sein. Und genau hier können wir vorbeugen.

Unsere Ernährung und die Bewegung, unser gesundes oder eher ungesundes Leben spielen eine wichtige Rolle für die frühzeitige Verkalkung des Gehirns, für die schädlichen Eiweiss Ablagerungen in den Gefässen. Beugen Sie Alzheimer vor und verzögern Sie damit den Alterungsprozess Ihres Gehirns. Sie wollen ja nicht eines Tages täglich neue Menschen kennenlernen und im Pflegebett Ihren Lebensabend ausklingen lassen? Handeln Sie, immer der Nase nach. Übrigens gibt es jetzt erste Medikamente gegen Alzheimer, welche den Krankheitsverlauf verzögern.

Demenz

Unter Demenz versteht man die Zusammenfassung aller, im Alter auftretenden geistigen, verwirrten Zustände, die einen Menschen befallen können. Demente Leute können nichts dafür, sie reagieren nicht mehr optimal auf alle äusseren Reize, sind vergesslich, die Persönlichkeit ändert sich, aber sie sind dennoch liebenswert und haben es verdient, dass man liebevoll mit ihnen umgeht.


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Elisabeth Putz

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