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Was bietet ein guter Arzt?

Der ideale ArztAllgemein gesehen ist ein Arzt jemand, der medizinische Dienstleistungen anbietet, Patienten berät, aufklärt, behandelt, therapiert, ihnen mehr Gesundheit und Lebensqualität verschafft, sofern dies möglich ist. Ärzte sind Menschen, keine Götter in Weiss, auch wenn dies von vielen Menschen erwartet wird. Sie leisten viel, machen aber auch Fehler, auch wenn dies die wenigsten Ärzte zugeben. Und sie sind oft im Dauerstress, weil unser Gesundheitssystem schwächelt.

Ein guter Arzt lässt sich auf seine Patienten ein, spricht mit ihnen, klärt sie lückenlos auf, gibt sie nicht auf und verordnet keine Therapie, die nicht nötig ist. Ein guter Arzt bildet sich weiter, behandelt nach dem neuesten Standard und macht nichts am Patienten, was er ihm nicht auch schriftlich zugesagt und dokumentiert hat.

Einige Ärzte verschreiben aus Studiengründen unnötige Medikamente, operieren auch dann, wenn eine sanftere Therapie auch helfen würde, und sie lassen sich auf Pharmakonzerne ein, die ihnen teure Seminare, Urlaube und Kongresse bezahlen. So ein Arzt ist weniger zu empfehlen.

Wer zum Arzt muss, der steht vor der Entscheidung, zu welchem er gehen soll. Ich lasse mir jetzt immer Ärzte empfehlen, mit denen andere Patienten gute Erfahrungen gemacht haben. Ich schaue auch zuerst im Internet nach, ob der Arzt auf irgendwelchen Portalen gute oder schlechte Bewertungen bekommen hat. Bitte, ich finde diese Bewertungsplattformen gut, denn kein Patient gibt eine schlechte Bewertung ab, wenn er keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Allerdings müssen diese Bewertungen überprüft werden, denn die gute Qualität muss gewährleistet sein, sonst missbraucht die Konkurrenz dieses System.

Wenn Sie lieber Besucher als Kassenpatient zum Arzt gehen, kann ich Ihnen nur empfehlen, dass Sie schon bei der Sprechstundenhilfe Ihr Problem als äusserst dringlich schildern. Gerade bei Erstpatienten gibt es lange Wartezeiten, denn Kassenärzte sind meistens überlastet, zu viele Patienten, zu wenig Zeit. Natürlich haben Sie als Privatpatient dieses Problem nicht unbedingt, denn es wird wohl kaum Privatärzte geben, die ihre selbst zahlenden Patienten ewig warten lassen.

Beim Arzt ist es äusserst wichtig, dass sie ihm vertrauen, dass er sie über Operationen und Behandlungen vollständig aufklärt, sodass Sie eine reale Entscheidungsmöglichkeit haben. Wenn Sie sich bei einem Arzt nicht wohlfühlen, verlassen Sie lieber die Praxis, denn sonst könnte es sein, dass die Therapie keine guten Erfolge erzielt. Arzt und Patient müssen miteinander kommunizieren können.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wie schnell man Fehlentscheidungen trifft, wie schnell man falsche Entscheidungen für Behandlungen und Folgebehandlungen trifft, wenn man als Patient dem Arzt nicht vertrauen kann. Ein Patient ist auf das uneingeschränkte Vertrauen des Arztes angewiesen. Ich hatte einst mit einem Arzt zu tun, der mein Vertrauen nur bedingt verdiente. Er liess mir dann von seinem Anwalt mitteilen, dass er sich persönlich gekränkt fühlte. Wahrlich, gute Ärzte sind Gold wert.

Gerade beim Kinderarzt ist es wichtig, dass Kind und Eltern sich wohlfühlen. Eine Bekannte verliess einst das Behandlungszimmer eines Kinder-Zahnarztes, weil er derart grob zum Kind war, dass sich das Kleine nicht einmal mehr traute, laut zu heulen. Ein traumatisiertes Kind wird sich bei jedem weiteren Arztbesuch krümmen. Gerade bei Kindern muss ein Arzt vorsichtig sein, denn die kleine Seele hat es verdient, kindgerecht behandelt zu werden. Kindern muss man alles spielerisch zeigen, damit das Kind keine Angst vor den Geräten hat.

Der Arzt ist in erster Linie ein Helfer. Er leistet einen hypokratischen Eid, den er nicht brechen sollte. Kein Patient, auch nicht in Universitätskliniken, ist ein eventuelles Studienobjekt, und kein Patient sollte ohne sein Wissen zum Studienobjekt gemacht werden. Ein Arzt behandelt nicht die Krankheit als Sache, sondern den Patienten als Mensch. Ich habe grossen Respekt davor, wenn ein Arzt den Patienten in den Mittelpunkt stellt und nicht seine Karriere, seine Forschungsergebnisse. Ich fürchte mich vor so manch einem Arzt, der sein Prestige, seine Studien und die reine Wissenschaft in den Mittelpunkt rückt und Patienten als lästige Objekte ansieht, ohne die die Forschungsarbeit nicht möglich ist.

Ein Patient jammert, zurecht, denn er hat Schmerzen, ihm fehlt die Gesundheit, die Lebensqualität, und so jammert er eben, mancher mehr, mancher weniger. Als Arzt sollte man dies wissen und auf seine Patienten eingehen. Mein liebster Augenarzt, der lange Zeit in Klagenfurt seine Privatpraxis führte, ist leider verstorben. Er kümmerte sich so gut um seine Patienten, dass ich jedes Mal dankbar war, von ihm betreut zu werden. Solche Ärzte müsste es überall in grosser Anzahl geben, dann hätte der Patient alles, was er sich wünscht. Die Realität sieht oft hektisch aus, und dies hat viele Ursachen. Deshalb sollte man sich über seinen behandelnden Arzt gut informieren, denn es ist der eigene Körper, den man in fremde Hände legt.

Ärzte leisten überdimensional viel

Ich bin der Meinung, Ärzte leisten viel. Sie müssen täglich Entscheidungen über den Gesundheitszustand und die Behandlung von Menschen treffen. Sie müssen Diagnosen stellen, und wehe, der Arzt macht einen Fehler, das kann dann schlimme Folgen für beide Seiten haben.

Ärzte sind ständig unter Stress, müssen eine hohe Geduldsgrenze und Frustrationstoleranzgrenze aufbringen, denn ein einzelner Patient kann so nervenraubend sein, dass zehn Fliegen auf dem bestrichenen Butterbrot dies nicht übertreffen können. Der Patient beschäftigt sich mit seiner Krankheit, und da ist es verständlich, dass er jammert. Der Arzt muss seinen Beruf lieben, seine Patienten mögen, sonst ist er fehl am Platz, denn der Patient ist des Arztes monatliches Einkommen, sein finanzieller Lohn.

Ich bin so ein lästiger Patient. Wer mich als Patientin hat, der braucht sich um seine Lachfalten keine Sorgen mehr zu machen, denn dem vergeht das Lachen, wenn ich meinen Mund aufmache. Ich will ständig mit den Ärzten über meine Therapie sprechen, will möglichst viel Naturheilkunde in der Schulmedizin unterbringen, was selten funktioniert, und ich will immer alles bis ins kleinste Detail hinein wissen, will immer vollständig über Risiken und Komplikationen aufgeklärt werden. Ein Arzt meinte einst zu mir, ohne Operation gibt es kein Risiko, jeder Patient geht ein Risiko ein, wenn er sich behandeln lässt. Bitte, das stimmt, aber trotzdem ist mir dabei dann jede Behandlung bis auf Weiteres vergangen.

Ich habe jedoch auch gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht. In der Schweiz, in Basel hat man mir sehr geholfen, mir Mut gemacht und meinen zu hohen Augendruck so gesenkt, dass ich fünf Jahre damit gut leben konnte. Ich mag beispielsweise meinen Gynäkologen, meinen Hausarzt, ich mag meinen Zahnarzt, und wenn er nicht in Rente gegangen wäre, würde ich mich nur von ihm behandeln lassen. Es gibt in der Tat gute Ärzte, die ihre Patienten ernst nehmen.

Meine Mutter geht nie zum Arzt. Sie will nicht einmal wissen, wo die Ärzte ihre Praxis, ihre Ordination haben. Meine Mutter braucht nur sich selbst und ihre Kernseife. Wenn ich nicht mehr zum Arzt gehen würde, müsste ich mir um meine Arztangst keine Sorgen mehr machen. Ich habe nur ein Problem, ich bin ein Hypochonder und sehe ständig weisse Mäuse über meine Haut flitzen. Schon deshalb habe ich Ärzte nötig.

Sind Ärztinnen besser als Ärzte?

Ärztinnen sind oftmals besser als ihre männlichen Kollegen. Das liegt am weiblichen Einfühlungsvermögen. Die Ärztinnen lassen sich mehr auf ihre Patienten ein, sie hören oftmals besser zu, stellen mehr Fragen und sind gesprächsbereiter. Sie zeigen Empathie und behandeln den Patienten nicht als reine Nummer. Für sie sind Patienten nicht nur lästige Übel, die der Forschung dienen, sondern Menschen. Bei einigen männlichen Kollegen spielen Karriere, Wissenschaft und Forschung eine übergeordnete Rolle, sodass sie Patienten eher in Kategorien einteilen und die Individualität des Einzelnen übersehen. Ärztinnen hingegen halten sich eher an die medizinischen Standards und behandeln die Patienten genauer. Sie verabreichen den Patienten weniger oft Medikamente, an denen sie selber dazuverdienen, sie arbeiten oft korrekter und halten sich strikt an die schriftliche Dokumentation, und sie sind nicht so gestresst und überlastet wie ihre männlichen Kollegen. Dies belegen Umfragen, aber natürlich trifft diese Einschätzung nicht auf den Grossteil der Ärzte und Ärztinnen zu, denn unter den männlichen Kollegen gibt es genauso sehr gute und einfühlsame Ärzte, welche sich an Standards halten und ihre Patienten ernst nehmen.

Wie wichtig ist die ärztliche Aufklärungspflicht?

Der Arzt hat eine Aufklärungspflicht, welche er im Aufklärungsgespräch abdeckt und dies schriftlich dokumentiert. Der Patient versteht aber nicht immer die komplizierte medizinische Sprache, kennt Fachausdrücke nicht und kann überfordert sein. So muss der Arzt sicherstellen, dass er die Aufklärung auf Patientenniveau macht.

Wenn man objektiv in Anwesenheit des Patienten über ihn oder andere spricht, so löst man womöglich Ängste und Panik aus, denn Patienten sind gerade vor Operationen sensibel und saugen alles auf wie ein Schwamm. Man muss den Patienten rechtzeitig aufklären, 24 Stunden vor einer OP und nicht erst knapp davor. Man muss Risiken und Komplikationen darlegen, nichts verheimlichen, und man sollte nicht mündlich über etwas aufklären, was man schriftlich nicht oder falsch dokumentiert, denn der Patient ist auf seine Krankenakte angewiesen, auf die er sich verlassen darf. Ein Patient muss Zeit zum Überlegen haben und eventuell von einer geplanten Operation zurücktreten dürfen.

Angst vorm Arzt

 

Arztbesuch

 

Ärztemangel

 

Ärztliche Schweigepflicht

 

Arzt-Patient Beziehung

Wie wichtig ist die gute Arzt-Patient Beziehung? Wer Vertrauen zu seinem Arzt hat, der weiss die Behandlung zu schätzen. Wer kein Vertrauen hat, dem hilft die Therapie wenig, da unsere Psyche mitspielt. Und wer sich in seinen Arzt verliebt, sollte das Weite suchen, denn Heilung und Liebe haben in der Arztpraxis gemeinsam nichts verloren. Hiergegen ist jedoch kein Kraut gewachsen.


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Elisabeth Putz

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