Wellness Ratgeber

Home

Beauty

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Wellness

Abnehmen

Entspannen

Ernährung

Fitness

Gesund

Kochen

Medizin

Behandlungsfehler vermeiden und richtig reagieren

Erste Hilfe KastenWas machen wir bloss gegen den Ärztepfusch? Bitte, es gab bereits alle Varianten, welche einen sogenannten Kunstfehler in der Medizin begünstigt haben. Ich habe gehört, da operierten Ärzte unter einem so enormen Druck, dass sie zur Beruhigung ihrer Nerven glatt etwas Alkohol trinken mussten, quasi zur inneren Desinfizierung. Gott sei Dank war dies nur die reinste Ausnahme, sodass sich Patienten in der Regel am OP-Tisch sicher fühlen können.

Bei einem Behandlungsfehler springt zwar die Arzthaftpflichtversicherung ein, der Arzt darf jedoch seinen Fehler nicht zugeben, sonst verliert er die Versicherung. Bitte, wie kann man dann bloss Licht ins Dunkle bringen, wenn das eine Übel durch das andere Übel nicht gedeckt ist?

Lieber Besucher, so ein möglicher Kunstfehler, ein Behandlungsfehler in der Medizin lässt einem keine Ruhe, wenn man nach einer Operation feststellt, dass einem mehr fehlt als vorher. Ärzte stehen unter einem enormen Druck, und ich persönlich verzeihe jedem Arzt ein ungewolltes Fehlverhalten, denn es sind Menschen, welche nur helfen möchten.

Was ich nicht verzeihen, oder nur schwer verarbeiten könnte, wäre die Vertuschung eines Behandlungsfehlers. Wenn der Arzt einen Patienten nicht richtig aufklärt, ihm damit die Chance auf eventuelle Folgebehandlungen nimmt, nur weil er seinen Fehler verschleiern möchte, handelt er meiner Meinung nach mehr als fahrlässig.

Wenn Sie überprüfen möchten, ob bei Ihnen so ein Kunstfehler passiert ist, wenden Sie sich an die Patientenanwaltschaft Ihres Landes. Hier helfen Ihnen Anwälte weiter. Fordern Sie Ihre Krankenakte an. Je früher Sie dies erledigen, desto höher sind die Chancen, dass die Patientenunterlagen noch vollständig sind.

Nehmen Sie sich notfalls einen Anwalt mit Schwerpunkt Medizinrecht, denn der weiss, wie man rechtlich gegen einen Behandlungsfehler vorgeht. Reichen Sie eine Schadensersatzklage ein, holen Sie sich ein Gutachten ein, recherchieren Sie selbst und gehen Sie der Sache auf den Grund.

Von einer Anzeige rate ich Ihnen aus eigener Erfahrung ab. Im Zivilprozess verbauen Sie sich damit die Chance, gute Verhandlungen zu führen, und oftmals sind die Taten strafrechtlich verjährt, sodass Sie nur ein Schreiben erhalten, in welchem aufgeführt ist, dass der Arzt möglicherweise eine eigenmächtige Heilbehandlung durchgeführt hat, welche verjährt ist. Sie haben aber zivilrechtlich drei Jahre ab Kenntnisnahme des Behandlungsfehlers Zeit zu klagen.

Welche Behandlungsfehler gibt es?

Wir unterscheiden ja in der Medizin verschiedene Fehler. Der Diagnosefehler ist jener, in der eine falsche oder unzutreffende Diagnose gestellt wird. Der Therapiefehler ist einer, bei der eine falsche Therapie verordnet wird. Man muss hier aufpassen, denn wir unterscheiden die absolute und die relative Indikation, das heisst, wir unterscheiden in der Medizin, ob eine Behandlung unbedingt sein muss, oder ob es Alternativen dafür gegeben hätte.

Weiters gibt es den Aufklärungsfehler, den Aufklärungsmangel. Hier wird ein Patient oftmals nicht genügend über Risiken, Komplikationen von Operationen, eventuelle Folgebehandlungen, weitere Eingriffe, über Nebenwirkungen von Medikamenten etc. aufgeklärt. Der Patient fühlt sich gut aufgeklärt, weil er medizinisch nicht nachvollziehen kann, worüber man ihn hätte noch aufklären können.

Es gibt den Organisationsfehler, wobei hier die gesamte Organisation eines Krankenhauses oder einer Arztpraxis eine Rolle spielt. Und es existiert der Übernahmefehler, bei der ein Arzt seine fachlichen Kompetenzen überschreitet und den Patienten zu spät an einen anderen Arzt überweist. Zum Schluss hätten wir noch den groben Behandlungsfehler, den sogenannten Kunstfehler, bei dem ein Patient richtig gefährlich geschädigt werden kann, wenn er nach einer Operation aufwacht, und er hört, es wäre ein gar schicksalshafter Verlauf mit unerwarteten Komplikationen gewesen.

Wie kann man Behandlungsfehler vermeiden?

In vielen Krankenhäusern gibt es gute Sicherheitssysteme und Warnsysteme, die einen Behandlungsfehler vermeiden. Die korrekte und vollständige Dokumentation in der Krankenakte ist auch wichtig, um Fehler zu vermeiden, denn oft werden Patienten von einem zum anderen Arzt weitergereicht. Der Patient hat oftmals nur seine Krankenakte als Beweismaterial vor Gericht.

Und wenn die Patientenunterlagen manipuliert oder verdünnt wurden, kann man eventuelle Fehlbehandlungen nur noch schwer beweisen. Lieber Besucher, vergleichen Sie Ihre Krankenakte mit Ihren Entlassungspapieren und suchen Sie nach Abweichungen. Manchmal findet man den Fehler erst zwischen den Zeilen und nicht direkt im Operationsbericht. Manchmal findet man die Fehlbehandlung erst in den Ambulanzberichten bei den ambulanten Nachuntersuchungen.

Man muss vor einer Operation sicherstellen, dass der Patient nicht verwechselt wird. Verwechslungen hat es tatsächlich schon gegeben, zwar nicht sehr viele, zumindest nicht so viele, wie es Verkehrsunfälle auf den Strassen gibt, aber sie existieren, die chirurgischen Verwechslungen in den heiligen Operationssälen.

So wurde einer Patientin einst die Brust vergrössert, die eine Verkleinerung wollte, dafür aber einer anderen Patientin die ohnehin schon kleine Brust verkleinert. Einem Patienten wurde einst die falsche Niere entfernt, und einer Patientin ein Implantat eingesetzt, von welchem sie vor und nach der Operation nichts wusste.

Die Operationsfreigabe verhindert so manches Unglück. Damit der Arzt in Ruhe schneiden und operieren darf, braucht der Mensch von heute eine Operationsfreigabe. Diese holt er sich bequem beim Hausarzt oder Internisten ab. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine brandneue Lunge eingepflanzt und müssen zuerst ein sauberes, intaktes Lungenröntgenbild zur OP-Freigabe vorweisen. Oder Sie bekommen ein aktuelles, schlagfertiges Herz und brauchen zur OP-Freigabe ein ausschlaggebendes EKG. Bitte, nicht alle OP-Freigaben unterliegen einem strikten Standard, sie müssen nur zielführend sein.

Warum häufen sich Behandlungsfehler?

Dass Behandlungsfehler immer häufiger werden, stimmt nicht ganz. Es hat vielmehr etwas mit unserem heutigen Lifestyle zu tun. Wir lassen uns gerne operieren, gehen häufig zum Arzt, und die Anzahl der Patienten wächst ständig an. Wenn man dies in Relation zu den chirurgischen Eingriffen sieht, so werden die Fehler nicht häufiger, sondern halten sich im Rahmen.

Heute hat der Patient mehr Rechte. Er kann selber im Internet nach medizinischer Fachliteratur suchen. Eine gute Basis bieten die Googlebooks, mit denen man eine Vorschau, eine sogenannte Leseprobe erhält. Man kann einen Medizinjournalisten beauftragen. Er hat Zugriff auf die Bibliotheken der Universitäten und somit uneingeschränkten Zugriff auf die medizinische Fachliteratur.

Ärzte selber helfen selten weiter, wobei ich sagen muss, in meinem Fall hat mir eine Ärztin ungeahnte Türen geöffnet. Ärzte möchten sich nicht gegenseitig in die Pfanne hauen, da ihre Karriere von einem ganzen System abhängt. Ich habe mit Ärzten gesprochen, welche die undankbare Arbeit als medizinischer Gutachter erledigten. Sie alle waren nicht glücklich über das System.

Behandlungsfehler häufen sich auch, weil sie heute besser erkannt werden, weil Patienten öfters von ihrem Recht der Schadensersatzklage Gebrauch machen, und weil der Patient im Allgemeinen etwas informierter als in früheren Zeiten ist.

Behandlungsfehler - Ärztepfusch nimmt angeblich ab

In den letzten Jahren wurden die Verurteilungen wegen Behandlungsfehlern immer mehr, da sich der informierte Patient traute, etwas gegen Ärztepfusch zu unternehmen. An dieser Stelle muss ich sagen, ich meide seit einem unglücklichen Vorfall zwar Ärzte, wo ich nur kann, aber ich muss deren unermüdliche Leistungen auch positiv erwähnen. Besonders in der Unfallchirurgie, wo Menschen auf Hilfe blitzschnell angewiesen sind, leisten Ärzte grossartige Arbeit. Anders sieht es bei den Ärzten aus, die an Patienten arbeiten, gleichzeitig eigene Produkte entwickeln und ihre Seele an die Medizinforschung verkauft haben. Ich habe sogar eine notariell beglaubigte Patientenverfügung machen lassen, damit ich nicht als Studienopfer ende. Laut neuesten Untersuchungen haben Behandlungsfehler jedoch abgenommen. Kritiker sagen, dies liegt daran, dass die Dunkelziffer immer höher wird, da zunehmend viele operative Eingriffe vorgenommen werden, manche davon vielleicht unnötiger Art, und deshalb steigt die Zahl der Patienten an, die sich nicht wehren, oder nicht wehren können. Anlaufstellen für die Überprüfung eventueller Behandlungsfehler sind die Ärztekammer, die eigene Krankenkasse, die Patientenanwaltschaft, und ganz wichtig, der Anwalt mit Schwerpunkt Medizinrecht. Trotzdem warne ich an dieser Stelle vor übereilten Schadensersatzklagen, denn es besteht trotz eindeutiger Krankenakte oft ein hohes Prozessrisiko. Man ist auf Gutachter angewiesen, trägt im ungünstigsten Fall die Prozesskosten, und nicht jede Rechtsschutzversicherung deckt alle Kosten ab. Die Beweislage obliegt dem zuständigen Richter, und der kann auch ausschliesslich die mündlichen Aussagen werten und die Krankenakte zur Beweiswürdigung fast ausser Acht lassen. Manche Rechtsschutzversicherungen springen dann ab, wenn man in die nächste Instanz gehen möchte. Sich zur Wehr zu setzen, ist eine individuelle Angelegenheit, aber die meisten Patienten wünschen sich ohnehin nur eine simple persönliche Entschuldigung des behandelnden Arztes.

Der Operationsbericht ist wichtig

Der Operationsbericht stellt eine der wichtigsten Grundlagen für die Dokumentation einer Krankenakte dar. Neulich wollte ich wissen, was in einem OP Bericht stehen muss, damit er der Norm entspricht. Ich stöberte nach geeigneter Fachliteratur und wurde fündig.

Die Fachliteratur sagt, dass ein OP Protokoll ein Minimum an Eckdaten enthalten muss: Name und Daten des Patienten, Art und Durchführung der Operation, die genaue Bezeichnung einer OP, Risiken, Aufklärung und Komplikationen der geplanten Operation, sozusagen die Einwilligungserklärung des Patienten, Narkoseprotokoll, Narkoseeinwilligung, genaue Bezeichnung von Implantaten, falls welche verwendet werden, Diagnose, Aussichten und Therapieverlauf, die Indikation für die OP, die klinischen Angaben, Name des Chirurgen, Name des Assistenten, Name des Narkosearztes, Datum und Uhrzeit der Operation, Einschleusszeit, Ausschleusszeit, Dauer der OP, die genaue Schnittführung, und viele kleinkarierte weitere Details. Bitte, da fühlt man sich als Patient genauestens beobachtet, gut versorgt und restlos in den besten Händen aufgehoben.

Wozu dient ein Operationsbericht?

Stellen Sie sich vor, Sie werden in ein Krankenhaus eingeliefert, dort operiert, und niemand hält diese Operation auf Papier oder in elektronischer Form fest. Bitte, dies wäre ein Horrorszenario, denn kein Arzt wüsste nachher genau, was operiert wurde, welche OP Art und Schnittführung gewählt worden war, welche eventuellen Implantate und Mechaniken verwendet wurden, aber Sie als Patient leben Gott sei Dank noch.

Ein OP Protokoll ist schon deshalb wichtig, weil in Krankenhäusern mehrere Ärzte, noch mehr Pflegepersonal und viele weitere Assistenten zusammenarbeiten. Man muss sich auf sein Team verlassen können. Man muss den niedergeschriebenen Operationsberichten und der Dokumentation in einer Krankenakte glauben dürfen, sonst können weitere Behandlungen, eventuelle Folgebehandlungen nicht korrekt durchgeführt werden.

Die Genauigkeit eines Operationsberichts

Stellen Sie sich vor, Sie willigen einer ganz bestimmten Operationsart ein, stimmen einem ganz bestimmten, vorab besprochenen Implantat zu, und wenn Sie aus der Narkose erwachen, hat man Ihnen ein anderes Implantat eingesetzt. Die Folgebehandlungen können Sie nicht mehr richtig wahrnehmen, da jeder Arzt etwas anderes vermutet. So könnte es aussehen, wenn man in einer Krankenakte die Operationsberichte und die dazu gehörenden Entlassungsbriefe anschaut, wenn die OP Protokolle ungenau oder unvollständig sind. Bitte, der Patient alleine kann kaum agieren, denn nur der Mediziner, manchmal auch nur der Facharzt können die Operationsberichte richtig einstufen.

Die exakte Genauigkeit einer dokumentierten Krankenakte ist enorm wichtig. Im Streitfall, wenn beispielsweise ein gar schicksalshafter Verlauf in einem Schadensersatzprozess verhandelt wird, ist die Krankenakte ein zugelassenes Beweismittel, meist auch das einzige, welches man besitzt. Normalerweise stehen im histologischen Bericht, wenn Organe entnommen werden, alle nötigen Fakten drin, aber dies kann nicht gewährleistet werden, wenn die Operationsberichte und die Entlassungsberichte wiedersprüchlich sind, von eventuell eingesetzten Implantaten jede Spur fehlt und keine exakte Genauigkeit vorhanden ist. Stellen Sie sich vor, ein Gutachter würde sagen, das Implantat ist ja weggeworfen worden. Welch ein Horror.

Natürlich darf der Patient dem Arzt vertrauen, denn in unserer heutigen Zeit ist in Europa und in vielen Teilen der Welt eine genaue Dokumentation in der Krankenakte Voraussetzung, das gehört zum Standard. Einst erzählte mir ein Arzt, dass er aus Erfahrung weiss, dass sich Fehler einschleichen, aber bitte, dies ist meiner Meinung nach die reinste Ausnahme. Man muss wissen, dass jeder Arzt ein Mensch ist, dass Menschen Fehler machen, aber dass es heute Erkennungssysteme gibt, welche Fehler frühzeitig erkennen, damit sich der Patient im Krankenhaus wohlfühlen kann.

Aufklärungsmangel - der wehrlose Patient

Ein Arzt ist verpflichtet, den Patienten genau aufzuklären, alternative Behandlungsmöglichkeiten und Therapien, alternative Operationsverfahren aufzuzeigen, den Patienten über Risiken und Komplikationen aufzuklären, und der Arzt ist verpflichtet, dies genau zu dokumentieren. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Patient ordentlich in eine Therapie einwilligen kann.

Die Behandlung muss eine relative oder eine absolute Indikation haben, denn daraus ergibt sich der Umfang des Aufklärungsgesprächs. Bei einer relativen Indikation müssen auch Komplikationen und Risiken besprochen werden, die äusserst selten auftreten.

Ein Patient ist im Falle eines Implantats, welches eventuell bei einer Operation verwendet wird, vollständig aufzuklären, denn er hat das Recht, über das verwendete Implantat Bescheid zu wissen. Rventuell könnte es sich um eine eigenmächtige Heilbehandlung handeln, wenn ein Patient über ein Implantat aufgeklärt wird, ihm jedoch ein anderes Implantat eingesetzt wird. Bitte, dies kann man unter Umständen in einer Privatklage verhandeln, aber normalerweise sind Ärzte sehr korrekt.

Wie wehrlos ist ein Patient, wenn er Opfer eines Aufklärungsmangels oder gar einer falschen Aufklärung wird? Es hängt immer vom Zeitpunkt ab, an dem man den Aufklärungsmangel bemerkt, ob man sich noch rechtzeitig wehren kann oder nicht. Wichtig hierbei ist, dass das Implantat, das Medikament, etc. noch vorhanden ist, damit die Beweislage gesichert werden kann. Dies ist leider nicht immer der Fall, und so kann es vorkommen, dass man ein hohes Prozessrisiko trägt, wenn man eine Schadensersatzklage anstrebt.

Unnötige Operationen

Laut einer neuen Studie werden in vielen Krankenhäusern teilweise überflüssige und unnötige Operationen durchgeführt. Man verdient an jeder Operation, sowohl die Ärzte, als auch das Krankenhaus selbst, und Krankenanstalten sind im Grunde wirtschaftlich geführte Unternehmen, das sollte jeder Patient wissen, bevor er sich schnell unters Messer legt. Patienten sollten sich immer eine zweite und gegebenenfalls eine dritte Meinung einholen. Besonders Gelenksoperationen, Knieoperationen, Hüftoperationen, Schulteroperationen sind oft überflüssig, wenn eine herkömmliche Physiotherapie auch helfen könnte. Der Weg in den OP-Saal sollte wirklich nur der letzte Weg sein, wenn sämtliche Therapien nicht zum gewünschten Resultat führen. Laut Meinung einiger Ärzte sind ein Drittel der Operationen überflüssig, da es hier nur ums Geld geht.

 


Wellness

Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Sponsoren