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Biorhythmus - die innere biologische Uhr

Die innere UhrDer Biorhythmus, auch biologischer Rhythmus genannt, regelt die Körperfunktionen nach Gemütszustand und Tageszeit. So kann man ein Morgenmuffel, ein Nachtmensch, ein Frühaufsteher, ein Langschläfer sein, der Biorhythmus regelt unseren Tagesablauf. Der Begriff kommt aus der Chronobiologie und umfasst den Schlaf-und Wachrhythmus des Menschen.

Sind Sie der Eulen-Typ oder der Lerchen-Typ? Wenn Sie Ihre innere Uhr beeinflussen möchten, müssen Sie zuerst herausfinden, ob Sie der Eulen- oder der Lerchen-Typ sind. Die Nacht Eule ist natürlich nachts aktiv, weil sie morgens immer so unheimlich müde ist. Die Lerche zwitschert in den frühen Morgenstunden bereits ihre Lieder, denn abends geht sie früh zu Bett und liegt nachts müde im Nest.

Wenn Sie ein Morgenmuffel sind, werden Sie immer einen Wecker benötigen, um früh genug aus den Federn zu kommen, denn Ihr innerer, biologischer Rhythmus ist auf die Nachtzeit eingestellt. Gute, wache Berufe für Sie wären in der Tat dann die Arbeit als Türsteher in einer Diskothek oder Nachtportier in einem Hotel. Wenn Sie ein Morgenmensch sind und abends immer müde werden, könnten Sie glatt Bäcker werden, weil die Brötchen schreien bereits früh morgens aus dem Backblech heraus.

Ich bin je nach Bedarf eine Kombination aus Eule und Lerche. Ich bin in der Regel morgens müde und abends schlafe ich manchmal auch im Stehen ein, wenn ich mich günstig an eine Säule lehne. Aber in Wahrheit kann ich nachts arbeiten, wenn es sein muss, und ich stehe notfalls früh morgens wie eine Kerze im Bett, falls ich zeitig aufstehen muss. Mein innerer Wecker ist überaus flexibel.

Trotzdem brauche ich einen lauten Wecker, damit ich die ersten Impulse zum Wachwerden bekomme, denn meine träumende Seele bekommt im Schlaf von der Aussenwelt nichts mit. Wussten Sie, dass für einen gesunden Schlaf auch die längeren Tiefschlafphasen und die kurze REM Phase, die eigentliche Traumphase nötig sind, um morgens ausgeschlafen zu sein? Bei Schlafstörungen gerät der biologische Rhythmus durcheinander, weil die Tiefschlafphasen gestört werden.

Der Biorhythmus von Eule und Lerche

Wie schafft man es, den Morgenmuffel aus seiner Persönlichkeit zu verbannen, und wenn es nötig ist, früh schlafen zu gehen, auch wenn man ein Nachtmensch ist? Manche Leute arbeiten nachts lange und wachen trotzdem morgens früh auf, da sie immer um die gleiche Zeit wach werden. Die glücklichen Lerchen sind Frühaufsteher und haben morgens keine Kreislaufprobleme. Um zu einer Lerche zu werden, sollte man jeden Abend zur gleichen Zeit, frühzeitig schlafen gehen, bis sich der biologische Rhythmus im Körper an den neuen Schlaf- Wachrhythmus gewöhnt hat.

Unser Biorhythmus wird von den Hormonen Serotonin und Melatonin geleitet. Mein Serotoninspiegel ist in aufregenden Lebensphasen viel zu hoch, sodass ich stundenlang im Bett liege und den vergangenen Tag einmal um die eigene Achse drehe, quasi umwälze. In diesen Zeiten gehe ich lieber nachts ins Büro und arbeite, dann weiss ich wenigstens, dass ich irgendwann vor Erschöpfung einschlafe.

In ruhigen Lebensphasen ist mein Serotoninspiegel ausgeglichen. Da bin ich weder aggressiv, noch depressiv. Natürlich könnte man dem Biorhythmus mit Serotonin oder Melatonin von aussen nachhelfen, aber ich rate in der Regel ohne ärztliche Betreuung davon ab, denn man könnte erstens süchtig nach einem Medikament werden, und zweitens könnte man seinem natürlichen Körperrhythmus damit schaden. Forscher haben nämlich herausgefunden, dass zu viel Serotonin depressiv macht.

Wenn man zu einem Nachtmenschen werden möchte, weil man beispielsweise plötzlich einen Job hat, den man nachts ausübt, sollte man tagsüber den Raum vollständig verdunkeln, wenn man schläft. Das Tageslicht sorgt dafür, dass man Serotonin produziert, was wiederum schlecht für den Schlaf ist.

Nachts zu arbeiten könnte uns übrigens auf Dauer krank machen, weshalb viele Leute im Schichtdienst jammern, weil ihr Körper schlapp macht. Da sieht man, wie wichtig ein ausgeglichener Biorhythmus ist, der sich im Idealfall ans Tageslicht anpasst. Für die Eulen sind Tageslichtlampen ideal, damit sie einen ausreichenden Blauanteil im Licht abbekommen, denn der Blauanteil des Lichts sorgt für die Ausschüttung des Hormons Serotonin.

Der ausgeglichene Biorhythmus

Wie sieht ein ausgeglichener biologischer Rhythmus aus? Morgens gegen sieben Uhr klingelt der innere Wecker, der in uns nachts schlummert, und bittet uns höflichst darum, aufzustehen. Bei Langschläfern klingelt der innere Wecker meist zu leise oder unpünktlich. Sie benötigen einen Zusatzwecker, den es in jedem Kaufhaus zu kaufen gibt, der aber mit der inneren Uhr nicht unbedingt übereinstimmen muss.

Unsere Augen gewöhnen sich nicht in der ersten Sekunde beim morgentlichen Augenaufschlag an das Tageslicht. Es dauert eine Weile, bis die Augen auch erkennen, dass der neue Tag “Guten Morgen” sagt. Um nicht wieder in den Genuss einer Melatonin Ausschüttung zu kommen, ist es ratsam, beim ersten Klingeln des inneren oder mechanischen Weckers am Morgen viel Licht ins Zimmer zu lassen, und wenn man nur den grossen Lichtschalter im Raum betätigt. Für Langschläfer ist diese Zeit besonders hart, denn sie machen jetzt alles etwas langsamer.

Der Biorhythmus beim Frühstück

Die innere Frühstücksuhr meldet sich gerade bei Ihnen. Der Magen mag etwas Essbares zwischen seine Magenzähne bekommen und knurrt munter im Takt. Wer jetzt ohne Frühstück aus dem Haus geht, tut seinem Magen und sich selbst nichts Gutes, denn die Leistungsfähigkeit ohne Frühstück ist nicht so hoch wie mit dem Frühstücksbrötchen zwischen den Zähnen.

Das Frühstück sollte leicht, vitaminreich und mit Kohlenhydraten ausgestattet sein. Der fette Schweinebraten und die Bratwurst am Morgen überfüllen unseren Magen so, dass der sich wieder schlafen legen möchte. Butterbrote mit wenig leichter Wurst, Marmelade oder Honig, Fruchtsaft, Tee oder Kaffee wirken wahre Wunder am Frühstückstisch. Wer jetzt sagt, Kaffee sei ungesund, der hat das Geniessen am Morgen noch nie richtig erlebt. Kaffee regt den Kreislauf an, aber Schwarztee oder grüner Tee tun dies auch. An Kaffee bin ich bis jetzt noch nie gestorben, aber auch noch nie vorbeigekommen.

Der Biorhythmus beim Arbeiten

Nach dem Duschen ist der Körper so gegen neun Uhr tagesbereit. Die innere Betriebsmaschine läuft an, und der Alltag, ausgefüllt mit Arbeit, kann beginnen. Rasieren sollte Mann sich gegen acht Uhr morgens, da um diese Zeit das Blut optimal gerinnt und kleine Verletzungen keinen Blutsee im Gesicht verursachen. Das Kurzzeitgedächtnis arbeitet am Vormittag auf Höchstflamme.

Schwierige Gespräche wie Gehaltserhöhungen, oder Beschwerden beim Chef sollte man deshalb bis Mittags erledigen. Auch spriessen die guten Ideen am Vormittag, deshalb schreibe ich zu dieser Zeit gewöhnlich meine Texte und gehe meiner Autorentätigkeit nach. Vier bis fünf Stunden nach Betriebsbeginn schreit unser Magen pünktlich zu Mittag erneut nach essenswerter Kost. Achtung, der Alkohol kann jetzt noch nicht im Körper abgebaut werden, deshalb riecht Ihr Chef die Alkoholfahne bis ins Nachbarbüro, falls Sie auf die Idee kommen, zu Mittag bereits Ihren Frust hinunterzusaufen.

Zu Mittag darf der Magen wirklich essen, und auch der Schweinebraten findet jetzt die richtige Zeit, um verdaut zu werden. Zu Mittag befinden wir uns in unserem optimalen Leistungstief. In dieses Loch sollten wir uns nach dem Essen kurz verkriechen und ein wenig schlafen.

Powernapping nennt man das, und es soll Bürobetriebe geben, die stellen für das kleine Powernapping sogar ein Sofa zur Verfügung, auf dem man kurz ins Traumland verschwinden kann, um von der Position auf dem Chefsessel, welche noch in weiter Ferne schwebt, zu träumen.

Der Biorhythmus am Nachmittag

Manche Menschen leiden unter einem Nachmittagstief. Die werden mitten am helllichten Tag hundemüde und liegen wie ein Hund mit der Nase am Schreibtisch. Diese Menschen brauchen jetzt etwas Süsses, ein paar Nüsse oder einen grünen Tee, denn der Körper verlangt nach Leistungsnahrung, damit das Blut in Wallung kommt. Viele Menschen haben jedoch nach dem Powernapping genug Energie, die bis in den Abend hinein ausreicht, um leistungsfähig zu sein. Nachmittags ist unsere innere Uhr hellwach und zu höchster körperlicher und mentaler Leistung bereit.

Gegen vier Uhr bis sechs Uhr wachsen Haare und Nägel gut nach. Es ist die optimale Zeit, um beim Friseur seines Vertrauens das Herz auszuschütten, die neuesten Klatschnachrichten zu erfahren und nebenbei einen tollen Haarschnitt verpasst zu bekommen. Jetzt ist es Abend. Um Gottes Willen, der gefrässige Magen schreit schon wieder nach Nahrung. Aber jetzt endlich können Sie das Bier, welches den Arbeitsfrust hinunterspült, geniessen, denn der Körper kann Alkohol nun gut abbauen.

Der Biorhythmus am Abend

Um acht Uhr abends ist unser Körper noch einmal in wirklich wacher Höchstform. Jetzt ist es Zeit für Sport, denn der Muskalaufbau kann optimal beginnen. Manche sagen, der Morgensport ist der Beste. Na, Sport ist gut und kann zu fast keiner Tageszeit schlecht sein, ausser zu Mittag und in der prallen Hitze.

Reissen Sie sich am Riemen, Schokolade, üppiges Essen und das kleine Betthüpferl nach neun Uhr abends sind wirklich nicht nötig, denn jetzt kann der Magen nur schwer Nahrung verdauen. Der kleine Fettbauch hat jetzt gute Chancen, sich zu einer ausgewachsenen Bombe zu entwickeln, wenn jetzt noch gegessen wird. So gegen elf Uhr sagt die innere Uhr ihre Müdigkeit an und möchte schlafen.

Wir produzieren weniger Tränenflüssigkeit als am Morgen und können deshalb den Krimi kaum noch sehen. Leichte Lektüre vor dem Schlafengehen erhöht die Schlafqualität und lässt uns besser träumen. Jetzt hat aber jeder eine andere innere Uhr, und manche Menschen wachen um elf Uhr abends erst richtig auf. Ja, die brauchen jetzt ihre Nahrung, denn sonst verhungern sie.

Und dann tickt da noch die äussere Wirtschaftsuhr, die ferngesteuert vom Arbeitgeber und dem Job, der Karriereleiter und der Gesellschaft vorgegeben wird. Diese Atomzeituhr tickt wie eine Atombombe in uns. Wer um halb vier Uhr aufstehen muss oder nachts arbeiten soll, der macht die meisten Fehler, schläft gerne am Steuer ein und ist kein guter Zeitgenosse auf offener Strasse im Auto.

Viele Jahre kann es dauern, bis Folgeschäden auftreten, wenn man gegen seine individuelle Uhr arbeitet, denn dann braucht man sein hart verdientes Geld, um die Krankheiten, die dann entstehen heilen zu lassen. Auch Krankenhäuser kosten Geld und Zeit. Spätestens dann kann man nach seiner inneren Uhr leben, wenn man nicht mehr arbeitstauglich für den Karrieremarkt ist.

Biologische Uhr

Wenn unsere biologische Uhr tickt, dann bekommen Frauen meistens die Panik, denn das Alter rückt bedrohlich näher. Die innere Uhr bei Frau und Mann, ein individueller Wecker, der uns sagt, wir sind biologisch abbaubar und sollten unser Leben regeln. Kinder bekommen, sich fit halten, die Hormone in den Griff bekommen. Der Biorhythmus regelt unseren gesamten Körperablauf. Und wenn die Wirtschaft ihn nicht andauernd umkrempeln würde, könnten wir viel natürlicher nach unserer biologischen Uhr leben.

Schichtdienst

Der Schichtdienst kann uns krank machen, da wir keinem geregelten Tagesablauf nachgehen, zu unterschiedlichen Zeiten schlafen und unsere innere Uhr unterdrückt wird. Besonders Ärzte, Chirurgen in hoch frequentierten Krankenhäusern, die nebenbei ihre Privatpatienten versorgen und an Universitäten unterrichten, sind oftmals überlastet, was unter anderem auch gefährlich für den Patienten sein kann. Schichtdienste sollten möglichst vermieden werden, besonders bei Frauen, da sie mehr unter dieser Anspannung leiden als Männer.


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Elisabeth Putz

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