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Diabetiker Diät - Ernährung bei Diabetes

Zucker kann Diabetes verursachenDiabetes kann einerseits durch eine defekte Insulinpumpe oder durch einen ungünstigen, ungesunden Lebensstil entstehen. Zweitere Form entsteht im Laufe des Lebens, unter anderem durch Übergewicht, kaum bis keine Bewegung, zu viel Zucker und Fastfood, wenn der Körper ständig an seine Grenzen gebracht wird, indem der Verdauungsapparat überfordert und die Muskelmasse unterfordert wird. Diabetes Typ 2 gehört zu den modernen Zivilisationskrankheiten, und zunehmend sind Kinder betroffen, weil sie nicht lernen, die Natur für sich zu nutzen.

Typ 2 Diabetikermüssen sich ohnehin bei ihrer Ernährung einschränken und sich ständig Gedanken um ihre Blutzuckerwerte machen. Wer laufend zu viel Zucker, zu viele Kohlenhydrate und Fertiggerichte zu sich nimmt, kann irgendwann nicht mehr alleine durch die Insulinspritze gemütlich leben, weil der ausartende Zuckerspiegel im Blut die Organe angreift. Durch eine spezielle Diätform kann es jedoch gelingen, die Zuckerwerte zu senken und die künstliche Insulinzufuhr von aussen zu rreduzieren. Die Diät sollte jedoch unter strenger ärztlicher Kontrolle stattfinden, aber laut neuesten Erkenntnissen hilft sie.

Man muss fast vollständig auf Kohlenhydrate wie Brot, Weissmehl, Backwaren, Reis und Nudel verzichten. Weiters muss man auf Zucker aller Art verzichten, auf Süssigkeiten, Marmelade, Honig, zuckerhaltige Getränke, Nachtisch mit süssem Geschmack, auf Fertiggerichte und weiterverarbeitete Lebensmittel, sogar auf Chips und Salzgebäck, denn hier versteckt sich oftmals neben dem Salz auch Zucker. Man verzichtet bei dieser Diät sogar auf Obst und süsse Früchte. Seinen Speiseplan deckt man mit gesunden pflanzlichen Fetten, mit Proteinen und Eiweiss, mit magerem Fleisch und Fisch, mit Meeresfrüchten, mit viel Gemüse und verschiedenen Sorten von Nüssen ab. Das Müsli gestaltet man beispielsweise mit Joghurt und Nüssen, weil Getreide ist tabu. Milchprodukte sind jedoch trotz enthaltenem Milchzucker erlaubt.

Durch diese strenge Diät kann das Insulin von aussen merklich reduziert werden, da allgemein die Zuckerwerte im Blut sinken. Zusätzlich muss man täglich eine halbe Stunde Sport treiben, damit der Zuckerspiegel konstant bleibt, denn im Sitzen steigen die Blutzuckerwerte nachweislich extrem an. Diese Therapie ist nur in der Anfangsphase von Diabetes Typ 2 durchführbar, bis spätestens vier Jahre nach Diagnosestellung. Danach sind mit dieser Diät keine grossen Therapieerfolge mehr möglich, nur noch kleine Verbesserungen der Lebensqualität. Wenn ein Diabetiker jedoch seine Lebensqualität von Süssigkeiten und Kohlenhydraten abhängig macht, wird er mit dieser Ernährungsform leider keine Freude haben.

Bei Getränken sollte der Diabetiker besonders vorsichtig sein. Ungesüsster Kräutertee ist gut, Früchtetee ist nicht zu empfehlen. Süsse Smoothies, Softdrinks, Fruchtsäfte, Obstsäfte und zuckerhaltiges, aromatisiertes Wasser muss man meiden. Pures Wasser ist hingegen das gesündeste Getränk für einen Diabetiker.

Wie entsteht Diabetes?

Normalerweise haben wir einen mehr oder weniger konstanten Blutzuckerspiegel, der zwischen 75 und 100 liegt, wobei hier Untergrenzen und Obergrenzen bereits grenzwertig sind. Nach den Mahlzeiten steigt der Zuckerspiegel im Blut an, die körpereigene Insulinpumpe wird angeworfen, der Zuckerspiegel sinkt wieder und pendelt sich erneut konstant ein. Wenn der Körper eine Insulinresistenz entwickelt hat, muss Insulin von aussen zugeführt werden, sonst schwankt der Blutzuckerspiegel enorm.

Der hohe Blutzuckerspiegel hat keine gravierenden kurzfristigen Auswirkungen. Die Organe werden nachhaltig und langfristig geschädigt, es entstehen Entzündungen im Körper, Wunden heilen nicht mehr so rasch, die Haut wird trocken und juckt, ein gewisses Kältegefühl entsteht an manchen Körperstellen, und Sinnesorgane wie die Augen können betroffen sein, sodass man erblindet.

Das überschüssige Insulin sorgt im Körper dafür, dass vermehrte Entzündungsherde entstehen, dass man sogar Ohrensausen, Ohrenschmerzen und Magen- Darm Reizungen bekommt. Schlimm wird es dann, wenn der Blutzuckerspiegel rasch abfällt, da man hier einen Zuckerschock erleidet und sogar ins diabetische Koma fallen kann, was mit Hirnschäden enden könnte und zum Tod führt, wenn keine Hilfe in Sicht ist. Deshalb sollte ein Diabetiker immer ein Stück Schokolade bei sich haben, ein Stück Traubenzucker oder einen süssen Snack, was jetzt nicht unbedingt förderlich für die Diabetiker Diät ist, aber lebensrettend sein kann.

Wann sollte ein Diabetiker essen?

Für den Diabetiker sind regelmässige Mahlzeiten wichtig, zu festen Uhrzeiten, jeden Tag um die selbe Zeit. Drei Mahlzeiten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen sind ideal, denn der Körper regeneriert sich am besten, wenn er sich an feste Essenszeiten gewöhnen darf. So kann auch der Blutzuckerspiegel am ehesten konstant gehalten werden.

Ein Diabetiker sollte niemals aufgrund von Schichtarbeit oder einem unregelmässigen Tagesablauf auf eine Mahlzeit verzichten, lange Zeit nichts essen und dann viel futtern. Dies bringt den Blutzuckerspiegel so durcheinander, dass man zunehmend geschädigt, geschwächt und krank wird. Da kann dann die Insulinzufuhr von aussen keine grossen Wunder mehr bewirken.

Light-Produkte sind für Diabetiker ungeeignet

Light-Produkte versprechen weniger Zucker und weniger Fett. Der fehlende Zucker- und Fettanteil wird jedoch mit Süssstoff und Zuckerersatz aufgefüllt, und wenn das Fett reduziert wird, bekommt das Produkt sogar mehr Zucker als normal. Das tut dem Blutzuckerspiegel nicht gut.

Besser ist es, natürliche, unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen. Sie schmecken hervorragend, wenn man sie artgerecht kocht. Salate, vor allem Gemüsesalate mit selbstgemachtem Joghurtdressing sind für die Diabetiker Diät gut geeignet. Vom Obstsalat sollte man jedoch die Finger lassen. Aber dafür darf man den Gemüsesalat mit Zwiebel, frischen Kräutern und Putenfleisch oder Garnelen garnieren, sonst wird man ja kaum satt.

Bewegung rundet die Diabetiker Diät ab

Bewegung senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel, während das Sitzen ihn erhöht. Dies belegen sogar Studien. Mit Bewegung kann man sozusagen die Insulinzufuhr von aussen reduzieren. Wer seine Ernährung umstellt und zusätzlich Sport treibt, kann über Jahre hinweg gut mit Diabetes leben, ohne dass gravierende Schäden am Körper eintreten.

Stellen Sie sich neben Ihrem neuen Ernährungsplan einen Fitnessplan zusammen, der mindestens eine halbe Stunde bis eine Stunde am Tag dauert. Kaufen Sie sich einen Hometrainer, einen Stepper, einen Crosstrainer, einen Bauchtrainer, ein Laufband, ein Fitnessband und einen Pezziball, damit Ihr Fitnessprogramm auf Dauer nicht langweilig wird. Gehen Sie viel spazieren, gehen Sie in die frische Luft und suchen Sie sich eine Sportart aus, die Sie draussen betreiben können, denn damit füllen Sie die Wochenenden aus. Sie werden neben Ihrer Diät bemerken, wie Sie schlanker und vitaler werden, Muskeln aufbauen und Fett abbauen. Einige Diabetiker benötigen kaum noch Insulin mit dieser Abnehmmethode.

Brokkoli hilft bei Diabetes Typ 2

Im Brokkoli ist der Stoff Sulforaphan enthalten, welcher bei Diabetes Typ 2 und bei einigen Krebserkrankungen helfen kann. An Probanden wurde die Therapie bereits ausprobiert. Sie bekamen ein hochdosiertes Brokkolipulver mit dem Inhaltsstoff Sulforaphan verabreicht, und der Blutzuckerspiegel reagierte positiv darauf, sodass der Zucker im Blut reduziert werden konnte. Brokkoli ist allgemein ein sehr gesundes Gemüse und enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie: Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium und Zink, Vitamin A, B1, B2, B6 und Vitamin C, sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Wer mindestens einmal pro Woche Brokkoli ißt, lebt gesünder.

 


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Elisabeth Putz

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