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So grillen Sie perfekt

GrillfleischTipps rund ums Grillen. Wie grillt man gesund? Worauf muss man achten? Wir kennen seit Jahrzehnten nur das eintönige Grillfleisch, die obligatorische Wurst und den Kartoffelsalat als Beilage, da wir es über Generationen hinweg überliefert bekommen haben und es uns heute noch gut schmeckt. Dabei vergessen wir gerne, dass man auch viele andere Nahrungsmittel grillen kann, die gesünder als Fleisch und Wurst sind.

Vegan oder zumindest vegetarisch zu grillen ist gesund. Man nimmt keine überflüssigen Fette zu sich, ernährt sich rein pflanzlich, oder zumindest nicht übermässig tierisch, und man bleibt schlank dabei, ohne auf den guten Grillgeschmack zu verzichten. Man ahnt ja kaum, wie lang so ein Sommer sein kann, wenn man zu jeder Grillparty eingeladen wird, sich überall durchfrisst und am Ende der Grillsaison bemerkt, dass man ein neues Kleid braucht.

Grillen muss nicht unbedingt fetthaltig sein, auch wenn das saftige Steak, gefolgt vom zarten Bauchfleisch, der üppigen Wurst und dem mit Mayonnaise überhäuften Kartoffelsalat unverschämt in der Luft duften und einladend mit ihren Kalorien winken. Vegan und Vegetarisch zu grillen kann genauso gut duften, noch besser schmecken und vor allem Kalorien sparen, auch wenn man mit Fett an Körpervolumen weniger zunimmt als mit Kohlenhydraten aus Getreide. Trotzdem lassen sich gerade Maiskölbchen hervorragend auf kleiner Flamme grillen und schmecken besser als aus jeder noch so gut beschichteten Pfanne.

Im hauseigenen Garten zu grillen ist Tradition und gehört zur guten Sitte des Sommers. Zunehmend werden die Gärten jedoch kleiner, verlagern sich besonders in der Stadt als Terrassen nach oben und haben damit ein Problem, es mangelt an Platz. Wenn man Gemüse im Garten oder auf der Dachterrasse anbaut, sollte man bei der Grillkohle aufpassen, möglichst auf hochwertige Kohle umsteigen, denn der Rauch setzt auch den Pflanzen zu. Allergiker müssen ohnehin aufpassen, dass sie nicht zu viel Rauch einatmen, denn er reizt die Atemwege, und minderwertige Grillkohle oder sogar ein noch minderwertiger Kohlenersatz legt sich in der Lunge an und kann schädlich sein. Ein Elektrogrill hat diese Nachteile nicht, er ist jedoch auch nicht so aufregend wie ein Holzgrill.

Tipps fürs Grillen

Wie grillt man sicher? Man darf seinen Grill nie unbeaufsichtigt lassen, sollte Wälder, sehr trockenes Gras, Bäume und Holzstapel meiden, denn ein einziger Funkenflug kann zur Katastrophe führen und unter Umständen Tier und Mensch obdachlos machen.

Beim Grillen sollte man immer Handschuhe und eine lange Grillzange verwenden. Es ist einfach gesünder, denn eine ordentliche Brandwunde kann Narben hinterlassen, die man unter normalen Voraussetzungen nie bekommen hätte. Achtung vor den Flammen, immer einen gewissen Abstand halten, denn Kleidung kann schnell zu brennen beginnen. Nicht umsonst sagt man, Grillen ist Chefsache.

Der perfekte Griller ist für jeden etwas anders definiert. Der Eine bevorzugt den Elektrogriller, der Andere kann mit diesem Spielzeug nichts anfangen und braucht einen Steingrill. Wer nur ein bis zweimal im Sommer grillt, für den tut es auch ein billiger Kugelgrill, ein sogenannter Wegwerfgriller, aber für unsere Gesundheit und für die Umwelt ist er meistens Gift. Am gesündesten ist der uralte Steingrill, den man immer wieder verwenden kann. Ein Tipp: Tun Sie sich mit mehreren Leuten zusammen und nutzen Sie einen ordentlichen Gemeinschaftsgrill, das spart Ressourcen und lässt soziale Kontakte aufleben, denn neue Freundschaften sind ein Gesundheitsfaktor.

Wie grillt man Gemüse und Fleisch schonend?

Gemüse und Fleisch sind gesünder, wenn man sie schonend grillt. Es bleiben dann mehr Vitamine erhalten, denn man muss bedenken, dass bei jedem Erhitzungsvorgang, besonders aber beim Grillen einige Vitamine verloren gehen. Gemüse und Kartoffel sollte man auf sehr kleiner Flamme grillen, und bitte niemals ohne Folie, denn auf dem puren Grillrost trocknet das Gemüse aus und verliert seine wertvollen Säfte.

Fleisch sollte man auch niemals auf zu hoher Flamme grillen, auch wenn manche Männer aus lauter Männlichkeit das Grillfleisch gerne in die Flammen werfen. Eine Spezialfolie hält Fleisch und Gemüse frisch, da es besser ist, sie schmoren im eigenen Saft, als dass sie austrocknen und zäh schmecken. Spezialfolie, die man auf den Grillrost legt, verträgt hohe Temperaturen und ist nicht so ungesund wie reine Alufolie.

Zwiebel sollte man nur glasig grillen, denn so bleiben die ätherischen Öle erhalten, welche gut für unser Immunsystem sind. Tofu und Fisch, Garnelen, Meeresfrüchte und sensibles Fleisch sollte man auf kleinster Flamme grillen und nicht zu lange am Grill lassen, sonst trocknet das Fleisch aus und schmeckt sofort zäh. Tofu ist ohnehin empfindlich und sollte nie bei extrem hohen Temperaturen zubereitet werden.

Mayonnaise, Ketchup und Sossen als Grillbeilagen

Zweifelhaft ist, ob Mayonnaise oder Ketchup ungesünder ist, aber beides beinhaltet jede Menge Fett und Zucker. Beides kann man aber auch selber machen, ohne Zucker, ohne Zusatzstoffe, ohne künstliche Aromen, was allerdings mit etwas mehr Arbeit verbunden ist. Ketchup mache ich mit pürrierten Tomaten, etwas Öl, Salz und Pfeffer, frischen Kräutern wie Basilikum und Schnittlauch, und ein wenig Senf. Mein Ketchup schmeckt würzig, nicht süss. Mayonnaise mache ich mit pürrierten Eiern, etwas Sahne, etwas Öl, vielen Kräutern wie beispielsweise Petersilie und Schnittlauch, und sie schmeckt mir ausgezeichnet, während sich andere Leute erst dran gewöhnen müssen.

Die Grillsossen sollte man ohnehin wenn es möglich ist, selber zubereiten, auf Zucker möglichst verzichten und Zusatzstoffe meiden. Die Fertigsossen sind nicht unbedingt gesund, auch wenn noch so schöne Bilder mit frischen Zutaten drauf sind. Ich sehe mir immer die groben Inhaltsstoffe an und versuche dann, die Sosse nach meinem Geschmacksempfinden ohne Aromen und Geschmacksverstärker selber nachzumachen. Grillsossen sind ein absolutes Muss, weil ohne sie das Grillfleisch trocken schmeckt, selbst wenn es artgerecht auf Folie und gezügelter Flamme gegrillt wurde.

Exotische Speisen grillen

Man kann Dinge grillen, von denen wusste ich bis jetzt nicht, dass man sie überhaupt stark erhitzen sollte, da ich sie bis jetzt roh gegessen habe oder nur im Ofen zubereitete.

Bananen mit Schokolade kann man grillen. Man schneidet die Banane längs in zwei Hälften, belegt sie mit Schokoladestücken, gibt die Bananenhälften wieder zusammen und legt sie behutsam auf einer Spezialfolie auf den Grill. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, ist die Banane fertig zum Verzehr.

Man kann Paprika mit Käse grillen. Zuerst schneidet man die Paprika oben auf, füllt verschiedene Käsesorten hinein, gibt Gewürze hinzu, beispielsweise Dill, legt die Paprika auf den Grill und wartet, bis der Käse geschmolzen ist. Wer seine Paprika und anderes Gemüse mit frischen Kräutern als Dip grillen möchte, braucht eine Sahnesosse mit Kräutern, in welche er die Gemüseteile legt und anschliessend auf einer Spezialfolie grillt. So wird das Gemüse knusprig und würzig.

Man kann Pizza grillen. Bisher legte ich meine Pizza in den Ofen, aber sie gedeiht auch am Grill. Hierfür nimmt man für die gesunde Variante einen Vollkorn-Pizzateig, belegt ihn mit allen Dingen, die man gerne mag, beispielsweise mit Käse, Spinat, Zwiebel, Tomaten, und dann legt man die Pizza auf den Grill. Gesünder als die Tiefkühlpizza ist sie auf jeden Fall. Aus dem Pizzaboden kann man ein Pizzabrot machen, indem man den Boden mit Eigelb bestreicht und auf den Grill legt. Wer gerne Eipizza mag, kann Eisalat zubereiten und diesen aufs Pizzabrot legen, oder Rührei auf den Pizzaboden geben und auf den Grill legen. Wenn man die Pizzastücke faltet, sind es richtige Pizzataschen, die man füllen kann.

Tipps für die Grillparty

Sekt trinken bei der GrillpartyWas muss man beim Grillen beachten? Eine gelungene Grillparty braucht schönes Wetter, eine saftige Grünfläche oder wenigstens einen Balkon, das richtige Grillfleisch, oder für den Veganer eine passende Alternative, Musik, die Partygäste, oder wenigstens einen Hauch von Familie, den passenden Grill, und bitte keinen grossen Wind.

Zusätzlich benötigt man Kleinigkeiten, Partygeschirr aus Pappe, die geeignete Grillkohle, und gute Schuhe, denn das Gras kann für High Heels ungünstig sein.

Das passende Outfit, kurze Hose, T-Shirt, ein weit schwingendes Sommerkleid, einen Ersatzpullover, keinen auffälligen Schmuck, eine grilltaugliche Frisur, die vieles aushält, all das sollte der Partygast bedenken, denn wir gehen hier auf kein Hochglanz-Event, sondern feiern in der frischen Natur, wo die Mücken und Gelsen, angezogen vom Duft des Angrillens, die Gäste umschwärmen. Ein Mückenspray wäre noch hilfreich.

Die Grillparty muss regenfest sein, sodass man notfalls für ein Schlechtwetterprogramm gerüstet ist. Als ich einst im gewöhnungsbedürftigen Familienkreis zu Hause im Garten grillte, fing es an zu regnen. Meine Mutter packte die Würstchen und briet sie in der Pfanne, aber die Salate waren köstlich. Die Grillwurst ist das obligatorischste Geschmackselement, welches ich seit Kindertagen gegrillt kenne, und so bin ich in eine Fleischfresserfamilie hineingeboren, aus der ich mich aus Geschmacksgründen nicht lösen kann. Vom Veganer bin ich weit entfernt, aber ein veganes Grillbuch besitze ich bereits.

Übrigens muss man nicht nur das herkömmlich Bekannte grillen. Ich grillte schon eine Kartoffel auf einer Alufolie, ich grillte Gemüse und Lachs. Der Lachs wird auf dem Grill besonders zart, sodass er bereits auf der Zunge in kleine Einzelteile zerfällt. Es muss nicht immer das obligatorische Würstchen sein, Gemüsespiesse tun auch ihr Bestes, und Sojaprodukte schmecken dem Veganer unter Umständen besser als jedes noch so krosse Tier.

Welcher Grill ist der beste?

Der Grill muss stimmig sein. Ob es ein elektrischer Grill ist, oder ein Holzgrill, bleibt Ihnen überlassen. Weniger Unfälle passieren mit einem Elektrogrill. Er stinkt auch weniger. Eine gute Alternative ist der Gasgrill, aber mit Gas spielt man nicht, es könnte gefährlich werden. Für den Holzgrill nehmen Sie Holz, Kohle und ein Papier zum Anzünden. Und kommen Sie nicht auf die Idee mit etwas anderem Ihren Grill schleunigst auf Hochflammen zu bringen, sonst gibt es das Geschrei des Jahrhunderts. Mit einem Beschleuniger lebt man gefährlich, denn es hat hier schon viele Brandopfer beim Angrillen gegeben. Beim Grillen muss man ohnehin darauf achten, dass Fleisch und Fisch nicht anbrennen, denn dies kann gesundheitsgefährdend sein und Krebs auslösen.

Grillen kann man sogar in der alten Milchkanne zwischen zwei heissen Steinplatten. Das riecht nicht verbrannt, und das Fleisch wird zart und geschmeidig. Der neueste Schrei ist ein Hochleistungsgrill, den man bis zu 800 Grad aufheizen kann. Hierauf ist das Fleisch in weniger als 1 Minute durchgebraten, aber Vorsicht, man könnte verbrannte Kohlenstücke anstatt dem Fleisch ernten. Neueste Tests haben ergeben, dass ein Holz- oder Kohlegrill das aromatisch beste Essen erzeugt. Hier kommt es nicht auf den Preis an, sondern auf die qualitativ hochwertige Grillkohle. Beim Abkühlen der Kohle sollte man auf jeden Fall geduldig sein, sie nicht im heissen Zustand mit Wasser ablöschen, denn auch hier droht Verbrennungsgefahr.

Was kann man alles grillen?

Würstchen alleine sind zum Grillen fast zu wenig, denn nicht alle Partygäste mögen die traditionelle Grillwurst. Fleisch, Steak, Putenfilet und auch Lachs und Garnelen lassen sich hervorragend grillen. Folienkartoffel gehören in die Silberfolie eingewickelt, denn am puren Rost werden sie purpur schwarz. Salate und Grillsossen sind ein absolutes Muss bei einer gelungenen Grillparty.

Man kann sogar Brot grillen, daraus kleine Grillburger zaubern, und man kann sogar Insekten grillen, wenn man Proteine und viel Eiweiss bevorzugt. Insekten und Maden sind der letzte Schrei für umweltfreundliche Fleischfresser, auch wenn mir bei diesem Gedanken regelmässig übel wird. Man kann kleine Gemüsespiesse mit Fleisch und Fisch grillen, dann hat jeder etwas davon, der Veganer, der Vegetarier und der Fleischfresser. Ich bevorzuge zu jeder Mahlzeit Zwiebel, welche man auch hervorragend grillen kann.

Was grillt der Veganer?

Die vegane Grillparty wird von Soja und Seitan begleitet, zwei gute Alternativen für Fleisch. Man kann auch Gemüse grillen, nicht nur dünsten. Bei Gemüse sollte man darauf achten, dass es gut in Folie eingepackt ist, denn es kann leicht zu Grillkohle werden, wenn es versehentlich zu lange am offenen Feuer schmort. Zucchini, Melanzani, Paprika, Tomaten, Karotten, Radieschen, all das lässt sich gut anbraten und würde nicht nur dem Veganer schmecken.

Es muss nicht immer Fleisch sein, Grünzeug sättigt auch, wenn die Sosse stimmt. Natürlich bekommt man im veganen Supermarkt veganes Fleisch, vegane Grillwurst und veganen Fisch, jedoch sollte man hier berücksichtigen, dass es sich um aromatisch verfeinerte Ersatzspeisen handelt, denn nur mit Aromen und Zusatzstoffen bekommt man einen ordentlichen Fleischgeschmack hin.

Welche Getränke passen zur Grillparty?

Wir essen nicht nur, wir trinken auch. Ich habe noch nie Sekt, Wein oder Champagner zum Würstel getrunken, aber das obligatorische Bier ist süffig genug, um den Grillbraten saftig zu machen. Bier, Säfte mit Wasser und Kohlensäure verdünnt, Schorlen und Softdrinks gehören zur Grillparty dazu, auch wenn nicht alles davon gesund ist. Übrigens gibt es auch alkoholfreies Bier, das ist fast so sättigend wie ein Steak.

Der neueste Trend geht hin zu Smoothies, zu Mineralwasser mit Geschmack, zu selbst gemachten Gemüsesäften und zu Joghurt-Drinks. Ich bevorzuge das pure Wasser, denn damit rutscht das Fleisch am besten in den Magen.

Welches Grillzubehör braucht man?

Man benötigt neben dem passenden Grill und der Grillmethode eine ordentliche Grillzange, die lang genug ist, um sich nicht zu verbrennen. Einer muss ja das Gegrillte wenden. Pappteller, Pappbecher oder geeignetes Grillgeschirr sollte man eher verwenden als herkömmliches Geschirr, denn es könnte etwas kaputt gehen, wenn man im Freien feiert. Alugeschirr könnte unsere Gesundheit gefährden, da Aluminium nicht gut für den Körper ist. Bruchfestes Geschirr aus Kunststoff ist hingegen besser geeignet. Mittlerweile gibt es sogar Stilgläser aus Plastik.

Das Geschirr brauchen Sie nachher nicht zu spülen, da es bequem im Müll landet, denn Sie sind ja keine Gastronomie für schmutzige Teller. Umweltfreundlich ist dieser Gedanke nicht, und so habe ich mir überlegt, Plastikgeschirr zu verwenden, welches recyclet werden kann, oder welches ich nachher sauber spüle und wiederverwende. Draussen sollte man kein hochwertiges Porzellangeschirr verwenden, da vieles leicht zu Bruch geht. Vergessen Sie die Servietten, eine Mülltüte und gegebenenfalls ein wenig Tischdekoration nicht, denn Sauberkeit muss sein, und das Auge isst mit.

Welche Gäste laden wir zum Grillen ein?

Normalerweise feiert man mit der Familie, zu Hause mit Partner, Kind, Kegel und Hund, denn der Hund bekommt sein Fleisch roh serviert. Allerdings geht der Trend hin zur grösseren Grillfeier mit Freunden und Bekannten, mit Kollegen aus der Arbeit, mit Geschäftspartnern, Feiern mit Prestige und gutem Image.Achten Sie darauf, dass Sie Gäste einladen, die sich untereinander leiden können, denn es soll ja eine gute Party werden. Bereits ein unpassender Gast kann die Stimmung mit wenigen Worten trüben.

Welche Musik passt zur Grillparty?

Musik hebt die Stimmung, leise im Hintergrund, während man mit Essen und Diskutieren beschäftigt ist, etwas lauter, wenn der Abend in Hochform kommt, leise zum Ausklang, damit sich die Nachbarn nicht beschweren. Manche Leute laden die Nachbarn gleich mit ein, damit sich niemand an der Party stört.

Schieben Sie langanhaltende CDs in den Player, und nicht solche, die nach zwei Liedern wieder ausgewechselt werden müssen, sonst fallen Ihnen nach der Grillparty die Beine vom Laufenund Musikauswechseln ab. Die Musik muss zum Motto und zu den Gästen passen. Klassik ist womöglich für die Grillparty im Garten nicht geeignet, es sei denn, es handelt sich um waschechte Klassikfans. Ich war einst zu einer Jazzparty eingeladen. Mir fielen fast die Ohren ab, aber das Grillfleisch war lecker. Urige Bierzelt-Musik hätte jedoch besser zur Grillwurst gepasst.

Was muss man beim Grillen im eigenen Garten beachten?

Wenn Sie im eigenen Garten feiern, müssen Sie den Rasen mähen und den Garten sauber machen. Die Gäste präsentieren liebend gerne ihre neuesten Klamotten und Schuhe, wenn sie aufeinander treffen. Da muss gezeigt werden, was man hat. Es kann sogar vorkommen, dass Frauen in High Heels erscheinen, wenn es sich um eine Prestigeparty handelt, selbst wenn sich die Wurst in den High-Heels verfängt. Der eigene Garten des Gastgebers ist die Visitenkarte, die muss repräsentativ sein. Wer möchte schon hören, dass sein Garten nicht gepflegt aussieht.

Vielleicht machen Sie auch eine Poolparty im Garten, dann vergessen Sie nicht, den Gästen zu sagen, dass Bikini und Badehose hilfreich für das Grill Event sind. Dann müssen Sie für genügend Liegen sorgen, denn die Party findet mehr am Beckenrand als im Wasser statt. Wenn es plötzlich zu regnen beginnt, was in unserem Sommer nichts Aussergewöhnliches darstellt, benötigen Sie den Elektrogrill und ein alternatives Indoor Programm.

Vielleicht besitzen Sie eine überdachte Terrasse, dann kann der Holzgrill unter Umständen stehen bleiben. Aber Achtung, sehen Sie zu, dass Ihnen das Dach über dem Kopf nicht wegbrennt, sonst werden sie alle gegrillt und sehen aus wie Würstchen. Das Grillen ist Chefsache, denn immer wieder brennt etwas ab, das nicht zum Verzehr gedacht ist.

Wie wird man zum Grillmeister?

Es gibt spezielle Grillseminare, extra Kochkurse rund ums perfekte Grillen, und hunderte von Grillanleitungen, damit jeder ein Grillmeister werden kann, sogar Menschen mit zwei linken Händen. Neulich grillte einer unserer Nachbarn im Gemeinschaftsgarten. Er sass neben seinem Kugelgrill und schaufelte die Grillkohle in das Grillteil hinein. Dabei schaufelte er einiges daneben. Mehr als eine Stunde versuchte er Feuer zu entfachen und blickte in die kleine Glut hinein, bis es endlich funktionierte.

Vielleicht hätte ihm ein Grillkurs nicht geschadet. Als das Fleisch endlich zu braten begann, liess er es unbeaufsichtigt am Grill liegen. Ich dachte mir, es wäre doch witzig, wenn ich mit einem langen Spiess durch das Fenster fahren würde, um das Fleisch bei mir in Sicherheit zu bringen. Das gesamte Fleisch grillte so lange am offenen Feuer, bis es selbst zu einer Art Grillkohle wurde. Ich holte mein Putenfleisch aus dem Kühlschrank, machte Putenstreifen daraus, dünstete sie mit viel Gemüse in einer Pfanne an, servierte meinen Putenstreifensalat, machte das Fenster auf und liess mir mein Essen schmecken, während ich auf das verkohlte Fleisch des Nachbarn starrte.

 


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Elisabeth Putz

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