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Welcher Kochkurs passt zu Ihnen?

KochtopfWer kochen lernen will, sollte zuerst einen Basic-Kochkurs besuchen, damit die grundlegenden Eigenschaften in der Küche erlernt werden. Schneiden, Dünsten, Garen, Würzen, Braten, Panieren, Fritieren, Backen, all das sollte man können, wenn man sich in der Küche professionell betätigt. Blanchieren, Zerlegen, Einlegen, Einkochen, Konservieren, all das sind zusätzliche Dinge, die eine gute Hausfrau wissen sollte, wenn sie der Chef in der Küche ist.

Kochkurrse gibt es wie Sand am Meer, und so kann man sich in alle Himmelsrichtungen weiterbilden. Man lernt den Umgang mit Fleisch und Fisch, mit exotischen Pflanzen, Kräutern und edlen Gewürzen. Eigene Backkurse dienen beispielsweise dazu, Süssspeisen, Backwaren, Brot und Kekse professionell zuzubereiten, wobei es hier wiederum Schwerpunkte für exotische Teigwaren gibt.

Bei einem veganen Kochkurs lernt man, wie sich ein Veganer ernähren muss, damit er keine Mangelerscheinungen erleidet. Es werden Menüs zusammengestellt, welche reich an Eiweiss und Proteinen sind, denn der Veganer muss diese Nährstoffe aus den Pflanzen entnehmen. Man lernt, welche Nährstoffe die verschiedenen Pflanzen beinhalten, wie man sie zubereitet und wie man sie miteinander kombiniert. Man lernt auch, welche Giftstoffe in eventuell giftigen Pflanzen stecken, wie man Heilpflanzen anwendet und wie man mit rein veganer Küche gesund bleibt.

In einem mexikanischen Kochkurs lernt man die mexikanische Küche kennen, die feurig würzigen Speisen zuzubereiten, und man lernt, wie man die Gewürze im Körper gut verwertet, ohne dass man innerlich verbrennt. Es gibt Kochkurse für jeden Kulturkreis, wobei man hier gezielt die unterschiedlichen kulturell geprägten Speisen und deren Zubereitung kennenlernt. Die Asiaten kochen vorwiegend auf Soja- und Reisbasis, die Afrikaner kochen für unsere Begriffe exotisch und nutzen zahlreiche Wildpflanzen, die im Land gedeihen. Die Amerikaner kochen vorwiegend Fast-Food, wobei man in so einem Kochkurs lernt, wie man durchaus gesundes Fast-Food zubereitet.

Der Kochkurs speziell für Bauern

Der Bauer ist ein gestandener Mann und braucht einen Kochkurs. Bauern sollten in heutigen Zeiten, in denen die Frauen an Emanzipation gewinnen, kochen lernen, denn sonst läuft ihnen ihre Liebste davon. Bauern suchen sich nämlich die Frau für den Hof, Verzeihung, die Frau fürs Leben nicht mehr in der umliegenden Dorfgemeinschaft aus, sondern übers Fernsehen, über spezielle Bauern Singleshows. Die Auswahl ist grösser, die Tiere und Höfe werden perfekt vermarktet, und die Liebe geht durch den Magen. Natürlich muss ein Bauer in so einer öffentlich dargestellten Situation wissen, wie man ein Wiener Schnitzel paniert, wie man einen Kuchen rührt und wie sich die Nudel im gekochten Zustand anfühlt. Wenn der Bauer letztere Entdeckung nicht falsch einstuft, hat er die Grundregeln fürs Kochen bereits verstanden.

Wer die Sendung "Bauer sucht Frau" mitverfolgt, der hat bereits beobachtet, wie manche Bauern ihre auserwählten Damen bekochen. Bitte, Rührei mit Schinken ist da noch eines der spartanischsten Gerichte. Übrigens mag ich persönlich Rührei in allen nur denkbaren Varianten, vorzugsweise zum essen, nur zum essen. Ich bin übrigens ein grosser Fan vom Kartoffelbauer Clemens, der seine Liebe mit einem mehrgängigen Menü und einem Frühstück aus Kaviar, Sekt und leckeren Häppchen verwöhnte. Wenn der Kartoffelbauer Clemens sich doch noch einmal nach einer anderen Frau umsehen würde, dann würde ich mich bereit erklären, seine Kartoffeln zu suchen, obwohl eine Blinde auf einem Bauernhof nicht unbedingt die Arbeit sieht.

Der Kochkurs für Frauen

KochenMuss die emanzipierte Frau kochen können? Wenn Sie mich fragen, so muss ich sagen, ja, sie muss, denn sie muss mich bekochen. Ich bin seit Ewigkeiten auf der Suche nach einer guten Köchin. Gut heisst für mich, dass sie die Fähigkeit des schmackhaften Essenzubereitens besitzt und nicht jammert. Mein Lebenspartner kocht beispielsweise für mich. Neulich kaufte er mir eine Kochschürze, auf welcher mit grossen, nicht zu übersehenden Buchstaben das Wort Hilfskoch stand. Wahrlich, das sieht ein Blinder, dachte ich und wusste zugleich, dass er mit dem modischen Accessoire ins Schwarze getroffen hatte, da ich fortlaufend Hilfskoch im ersten Lehrjahr bin. Er trägt übrigens eine Schürze mit der Aufschrift Chefkoch, jammert, wenn er unser Essen zubereitet und will ständig sich steigerndes Lob von mir, wenn das Essen fertig ist. Wahrlich, ich muss einen Kochkurs besuchen, eine Köchin einstellen oder neue Loblieder erfinden. Ich denke, ich werde mich für die Loblieder entscheiden, damit habe ich den geringsten Aufwand.

Nicht jede Frau braucht zwingend einen Kochkurs, denn zwei linke Hände werden kaum bis keine Freude daran haben. Ich habe Angst vor Hitze, vor Feuer, vor unserem und jeglichen anderen Herden, vor Backöfen aller Art, und so reichen meine Kochkünste nicht weit übers Brote streichen und Garnieren hinaus. Jawohl, wer bei mir diniert, muss mit einer kalten Küche rechnen. Bitte, meine Küche ist ohnehin eiskalt, silberner Edelstahl, gepaart mit weiss-schwarzem Marmor. Ich muss aufpassen, dass ich darin nicht erfriere.

Weiblich dominante Frauen sollten kochen können, denn die Liebe eines Mannes führt meistens auf lange Zeit hinweg gesehen durch den Magen. Deshalb behaupten manch langzeit-verheiratete Männer, bei ihrer Frau zu Hause bekommen sie Bauchschmerzen. Kurzfristig gesehen muss eine Frau weder kochen, noch putzen und bügeln können, denn der Mann schaut sich seine Traumfrau ganz genau an. Er beginnt bei den Brüsten, schlängelt sich dann hinab zum Po, indem er mit seinem prüfenden Blick eine satte Drehung macht. Gut, manche Männer schauen sich die Silhouette des weiblichen Hinterns mit den Händen an, damit sie den visuellen Charakter der Brüste vorne nicht aus den Augen verlieren. Erst nach geraumer Zeit entdeckt der Mann bei weniger intensiver Begutachtung, welche Augenfarbe seine Frau besitzt. Bitte, schlaue Frauen sind zu diesem Zeitpunkt längst verheiratet, aber Achtung, die Scheidungsrate nimmt zu. Erst nach einer halben Ewigkeit fällt dem Mann auf, dass seine Frau nicht kochen kann und schenkt ihr zu diesem Zweck einen Kochkurs zu Weihnachten. Spätestens dann droht die Scheidung.

Warum sollte man einer Frau keinen Kochkurs schenken?

Liebe Männer, sollten Sie auf die Idee kommen, Ihrer Frau zu Weihnachten, oder gar zum Geburtstag, zum Hochzeitstag, einen Kochkurs zu schenken, so überlegen Sie sich diese Anschaffung vorher ganz genau, denn in manchen Fällen ist eine zackige, gut gebaute Haushälterin günstiger. Ich denke hier nur an den finanziellen Schaden, der Ihnen durch solch ein gut gemeintes, äusserst kreativ durchdachtes Geschenkskonzept entstehen könnte. Stellen Sie sich bloss vor, Ihre Frau lernt im neu erworbenen Kochkurs einen attraktiven Mann kennen, der zudem noch kochen kann, weil er es gerade auch lernt. Sie ahnen ja nicht, wie erotisch Eier im schnee-geschlagenen Zustand sind, wenn man sie als Modelliermasse am Körper verteilt. Mit etwas Staubzucker gesüsst, beginnen Frau und Mann in der Küche gemeinsam zu brennen, obwohl der Ofen aus ist. Und voila, schon ist auch der Ofen bei Ihnen aus, wenn sich Ihre Frau scheiden lässt und Ihr halbes Geld mitnimmt.

Bitte lieber Mann, Ihre Frau ist gerade mit solch einem Geschenk in einer äusserst sensiblem, emotional hochexplosiven, direkt geladenen Stimmung, quasi empfänglich für Streicheleinheiten von aussen, empfangsbereit für Liebkosungen fremder, in Sahne gewälzter Hände. Frauen sind sauer, wenn man Ihnen Kochkurse zu Anlässen wie Weihnachten schenkt. Sie lechzen nach Diamanten, nach kleinen Aufmerksamkeiten wie Champagner, echtem Kaviar, und kleinen diamantbesetzten Ringen, also ohnehin nur Kleinigkeiten. So ein kollossal ausfallender, in Grösse kaum zu übertreffender Kochkurs kann eine Frau abschrecken, direkt verschreckt das Weite suchen lassen.

Bitte, zwischen Babybrei, Windeln und dem Schnuller fällt der geschenkte Kochkurs zu Weihnachten nicht grossartig ins Gewicht. Wenn Sie als Mann bereits Vater sind, können Sie ohne schlechtes Gewissen einen Kochkurs verschenken, denn die Frau ist Ihnen zumindest im mutterbehafteten Zustand gewisser als im nicht bemutterten Zustand. Wenn Frauen Mütter werden, ist die eigene Mutter plötzlich begehrt, direkt angesagt, und wenn in solch einem Ausnahmezustand der eigene Ehemann auf die Idee kommt, seiner Frau einen Kochkurs zu schenken, dann dankt es ihm die Ehefrau, weil ihre eigene Mutter der Meinung ist, so ein Geschenk sei praktisch.

Frauen hassen es übrigens auch, Kochtöpfe und Geschirr geschenkt zu bekommen. Welch eine Entwürdigung. Meine Mutter kaufte sich andauernd teures Kutschenreuter und Gmundner Geschirr, sodass die Kästen überquollen. Mein Vater wollte ihr einst eine Freude bereiten und schenkte ihr eine sündhaft teure Gmundner Zuckerschale. Sie war beleidigt. Mein Vater verstand dies nicht, denn er hatte die Zuckerschale extra mit Würfelzucker gesüsst, und trotzdem war meine Mutter stink sauer. Bitte, er schenkte ihr das nächste Mal einen Regenschirm, und sie war glücklich. Warum? Der Regenschirm passte zu ihrem verpelzten Wintermantel, und wenn es schneite, konnte sie den Mantel vor weiterer Verpelzung schonen. Meine Mutter besitzt nur einen einzigen Mantel, denn sie ist der Meinung, zu viel Kleidung verstopft den Schrank. Sie kann sich ja Gmundnerschalen anziehen. Ach, ich muss als Baby im Korb vor die Türe gelegt worden sein, ich liebe Kleidung und hasse Geschirr. Mir braucht wirklich kein Mann einen Kochkurs zu schenken, es sei denn, er will mich loswerden.

Warum brauchen Frauen keinen Kochkurs?

Haben Sie guten Hausfrauen schon einmal beim Kochen zugesehen? Sie beherrschen ihr Handwerk. Bitte, wir lassen an dieser Stelle die guten Hausmänner und Chefköche aus dem Spiel, denn die beherrschen ihr Handwerk auch. Die herausragende Köchin misst die Zutaten nach Gefühl, sie wiegt sie ab. Der Mann benötigt hingegen ständig eine genaue Stückanzahl. Als ich meine ersten Kartoffeln zubereitete, dachte ich zuerst daran, sie im Rohzustand in den Backofen zu befördern, denn damals hatte ich noch nicht so viel Respekt vor Backöfen. Meine Mutter meinte, die Kartoffel gehören in heisses Wasser, in den Kochtopf hinein. Gut, ich war ja lernfähig, aber als meine Mutter meinte, drei Hände voll Kartoffel sollte ich zubereiten, stieg ich aus dem Konzept aus, denn ihre Hände sind schaufelartig gross und meine zierlich klein. Bei meinem Handmaß wird die halbe Familie nicht satt, dachte ich und kochte exakt zwölf kleine Kartoffen für vier Personen, und wehe, einer wollte mehr als drei Stück essen, aber dann.

Frauen kochen nach Gefühl, und so würzen sie die Speisen auch. Sie wissen genau, wann Salz und Pfeffer den richtigen Pegel erreicht haben, damit das fertige Essen die richtige Nuance an Geschmacklichkeit erhält. Ich beispielsweise rechne in exakten Umdrehungen, und wenn ich etwas schöpfen muss, berechne ich es in Löffeln. Ich bemerke zusehends an mir selbst, ich bin ein Mann, einer mit prallen Brüsten, straffem Po und einer weiblich geschwungenen Klappe mit Sahne in den Mundwinkeln.

Übrigens treffen sich Frauen immer kreischend in der Küche, umarmen sich, sind die besten Freundinnen, und nutzen dabei die Küche als Tratschladen, um über ihre und andere Männer herzuziehen. Welch Lästerweiber! Ich lästere andauernd über Frauen, ach welch Lästerkerl ich doch bin.

Frauen fühlen sich oft von Männern gestört, wenn sie in der Küche stehen. Die Frau steht vor dem Herd, weil dahinter steht die Wand, und der Mann steht ständig im Weg, wenn er gemeinsam mit der emsigen Köchin das Essen zubereitet. Quasi steht die Frau immer richtig, und der Mann prinzipiell am falschen Fleck, wobei er auch nicht sonderlich vom Fleck kommt. Ich hatte in einer meiner höchsten Glanzleistungen in drei Stunden eine einzige Zwiebel geschnitten, während des Schneidens tränenbeflossen von meinem Liebeskummer erzählt, und nach drei Stunden durfte ich die Zwiebel als Schönheitsverbesserer auf meine unreine Haut geben, da das Essen längst fertig war. Diese traurig wahre Geschichte trug sich im Schulkochkurs zu, und wahrlich, ich roch nach Zwiebel. Danach hatten wir Sportunterricht, wahrlich, ich stank nach Zwiebel. Übrigens, die Dusche war defekt, und als ich nach Hause kam, meinte meine Mutter: Kind, du riechst nach Zwiebel, geh dich duschen.

Frauen bevorzugen Kochkurse, in denen sie sich austauschen können. Sie sind gerne unter sich selbst, unter weiblicher Konkurrenz, denn jeder Mann in einem Frauenkochkurs wäre ein Konkurrent zuviel. Manchmal ist der Hahn im Korb einfach fehl am Platz, am falschen Fleck. Frauen lieben es, zwischen Tomatenscheiben und Gurkenraspeln von ihren Eheproblemen zu erzählen. Es geht nicht um Lösungen, es geht um das gekonnt sensible Breittreten des Problems selbst. Und ich sehe mich hier an diesem Punkt direkt als Frau an, denn ich sorge für die Unterhaltung und koste nachher vom gelungenen Tomaten-Gurkensalat, den andere für mich zubereitet haben.

Liebe Frauen, liebe Männer, ein Kochkurs macht nur dann Sinn, wenn man auch gewillt ist, kochen zu lernen. Man sollte sich nicht dafür entscheiden, wenn man zwei linke Hände hat, welche sich exakt gleichen, wenn man es nur für jemand anderen macht, oder wenn man kochen lernen muss. Zwei gut gestrichene Brote schmecken besser als ein Drei Gänge Menü, welches mit missgünstigem Widerwillen zubereitet wurde. Es gibt viele Gründe, warum Frauen keinen Kochkurs benötigen, aber der beste Grund ist die Migräne, denn die bekommt die kluge Frau immer dann, wenn es nötig ist.

Der Kochkurs für Männer

  • Männer kochen - Audio

Männer-GurkeMänner sollten kochen können, und wenn dies der emanzipierte Mann noch nicht beherrscht, sollte er es lernen. Es bringt nur Vorteile mit sich. Beispielsweise hat man als guter Koch mehr Auswahl bei den Frauen, denn die Liebe geht durch den vollen Suppenteller, entlang des gut duftenden Fleischtellers, durch den Dessertteller hindurch, direkt in das weibliche Herz hinein. Ausserdem haben Männer exakt mehr Chancen bei mir, denn ich besitze zwei linke Hände und kann nur theoretisch kochen.

Sind Sie bereit, liebe werdende feminin angehauchte Hausmänner und männlich dominante Hausfrauen? Dann legen wir los. Eventuelle Haare verdecken wir mit einer Haube, und in die umgebundene Kochschürze wischen wir nicht die schmutzigen Hände, denn wir wollen das Menü nicht von der Schürze herunter essen. Fragen Sie mich nicht, wie viele Leute gedankenlos auf diese beiden Utensilien vergessen, wenn sie in der Küche stehen und nachher die eigenen Haare aus der Suppe löffeln. Wir brauchen zwei dicke Topflappen, denn darauf verzichten viele Leute auch gerne bewusst.

Ich heisse Elisabeth Putz und bin Ihr Feldwebel für die nächsten zwei einfach zubereiteten Gerichte, denn im Grunde bin ich ein lausiger Koch. Es muss nicht immer ein Mehrgänge Menü sein. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die den Gaumen anregen, wenn man sie in etwas abgewandelter Form präsentiert. Das spart Zeit, welche man dann zum Essen verwenden kann.

1. Mahlzeit: Rührei von Elisabeth Putz. Fünf Eier werden samt Eigelb in einer Schüssel geschlagen. Da muss man das Eigelb nicht erst mühsam vom Eiweiss trennen, denn diesen Vorgang hasse ich. Dann gibt man einen Suppenlöffel Schnittlauch, acht Umdrehungen Salz, sechs Umdrehungen Pfeffer, einen Teelöffel Dill und drei bis fünf Basilikumblätter hinein, bitte, die gibt es auch aus dem Tiefkühlfach. Ich umdrehe meinen Salzstreuer achtmal und den Pfefferstreuer sechsmal. Ich liebe Pfeffer, während es meinem Lebenspartner bei den Umdrehungen den Hals zudreht, also würzen Sie lieber ganz nach Ihrem eigenen Geschmack. Man schneidet genau eine kleine rote Salatzwiebel in kleine Stücke, eine Tomate in kleine Stücke und einen kleinen Mozarella Käse in kleine Stücke. Alles zusammen verrührt man mit den geschlagenen Eiern und den Gewürzen in der Schüssel. Man gibt einen Löffel Butter in die Pfanne und jagt das Rührei so lange in der heissen Pfanne durch die Gegend, bis es gut gebraten aussieht. Hier kann ich meine Tätigkeit als Feldwebel voll auskosten. Ich trinke Milch oder grünen Tee zum Rührei, und wenn ich Rührei mit Lachs anstatt mit Käse mache, trinke ich Weisswein dazu, auch wenn ich Rotwein lieber mag. Wein zum Ei, dies ist eine ungesunde, direkt gewagte Abweichung von der Milch, aber manchmal hat man‘s einfach nötig.

2. Mahlzeit: Lachs und Spinat von Elisabeth Putz. Man kauft sich einen tiefgefrorenen rosaroten Lachs, den man im heissen Wasserbad samt der Folie auftaut. Ich gebe ihn immer ins heisse Wasser im Spülbecken. Man kann sich auch frischen Lachs direkt von der Ladentheke kaufen, der schmeckt besser, und man erspart sich das Aufschneiden und Abziehen der Folie. Man gibt Kräuterbutter in eine Auflaufform, bestreicht die Form mit Butter und gibt den Lachs hinein. Man salzt und würzt den Lachs nach Belieben. Ich nehme zusätzlich einige Zwiebelringe, etwas Dill und Schnittlauch, denn dies sind meine Lieblingsgewürze. Den Lachs schiebt man bei 180 Grad in den vorgeheizten Ofen und lässt ihn dort für ca 15 Minuten backen. Und bitte öffnen Sie nicht zwischendrin aus Neugier die Ofentüre, sonst entweicht die heisse Luft. Man taut den Spinat in einem Topf auf, gibt etwas Butter hinzu, gibt eine klein geschnittene Paprika dazu und lässt das Ganze im Topf kurz aufkochen. In der Mikrowelle habe ich auch schon Spinat zubereitet, der hat jedoch nicht geschmeckt, und so bin ich auf den Kochtopf umgestiegen. Man serviert den Lachs mit Spinat zusammen mit ein paar Basilikumblätttern. Bitte, zu Lachs trinkt man Weisswein, und mir persönlich schmeckt noch immer der Rotwein besser.

Als ich in der Grundschule das Pflichtfach Kochen hatte, stufte man mich zwangsweise als Frau ein, obwohl ich damals schon ein kleiner Feldwebel war. Ich habe dieses Fach gehasst, besonders wenn ich nach Gefühl würzen musste. Ich brauche eine strikte Würzanleitung, an die ich mich halten kann, beispielsweise meine sechs bis acht Umdrehungen bei Salz und Pfeffer. Ich verwende auch jedes Mal dieselben Streuer, damit nichts schief läuft.

Warum brauchen Männer einen Kochkurs?

Viele Männer haben ja mittlerweile das Kochen für sich entdeckt. Und aus diesem Grunde hat sich ein breites Angebot an Kochkursen speziell für Männer entwickelt. Wahrlich, die Marktlücken müssen gestopft werden, das regt die Wirtschaft an.

Der Mann kocht strikt nach Anweisung, nach exakt aufbereiteten Zahlen, er bereitet das Essen sachlich kompakt zu, denn es dient als Sattmacher und soll seinen Zweck, den Hunger zu stillen, erfüllen. In den Männer Kochkursen sind meistens keine Frauen erlaubt oder erwünscht. Warum bloss? Männer lieben es, per Anleitung zu kochen. Wenn man ihnen eine strukturierte Kochanleitung vor die Augen hält, kann man davon ausgehen, dass das Essen haargenau so schmeckt, wie es in der Anleitung beschrieben ist. Falls es anders schmecken sollte, hat eine Frau hineingepfuscht, oder der Mann hat gefühlsbetonte weibliche Züge. Frauen würzen ja meistens nach Gefühl.

Männer lieben es, wenn die Küche während und nach dem Kochen nicht ganz so sauber ist. Frauen hingegen mögen es direkt steril. Ich kenne eine Hausfrau, bei der kann man quasi in der Küche vom Boden essen, so desinfiziert sauber sieht es bei ihr aus. Nein, da darf man nicht kleckern. Ich kenne aber auch Männer, bei denen könnte man vom Boden essen, weil sich da noch verlorengegangene Essensreste tummeln.

Männer reden nicht wie fliessende Wasserfälle. Frauen reden oft so viel, dass man ihren Sprachfluss mit dem aufgedrehten Wasserhahn in der Küche vergleichen könnte. Wenn also Männer unter sich sind, wird nach Plan gekocht, schnell gekocht, ohne Rücksicht auf Verluste in der Küche. Mahlzeit!

Männer entdecken das Kochen für sich. Warum entdecken zunehmend herkömmliche Manager, Büroangestellte, Unternehmer, Rentner, Männer wie Sie und ich, die Vorzüge des Kochens? Bin ich jetzt auch ein Mann? Die Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Wenn man eine Frau begehrt und sie erobern möchte, kommt man nicht drum herum, sie zu bekochen. Und genau das muss man lernen, damit das Essen schmeckt. Mein Lebenspartner erobert mich fast täglich zum Abendessen, denn er kocht selbst. Er sagt immer, das Essen soll bitteschön auch schmecken. Ich bin für das Garnieren der Frühstücksbrote verantwortlich, trage die Hilfskochschürze und darf den grünen Tee zubereiten. Ich könnte schwören, ich bin ein Mann. Neulich bemerkte ich sogar, dass meine Testosteronwerte unbefriedigend hoch sind.

Viele Männer haben berufstätige Frauen und müssen sich an eine gerechte Arbeitsaufteilung im Haushalt gewöhnen. Da das Kochen dazugehört, müssen Sie einen Kochkurs besuchen, denn sie können nicht von der Frau verlangen, nach einem harten Arbeitstag noch in der Küche zu stehen, während sie die Füsse am Sofa hochlegen und die Sportschau inhallieren. Übrigens knüpfen Männer in so einem Kochkurs gerne neue Freundschaften und treffen sich hinterher in der Kneipe, um die Sportschau zu sehen. Bitte, so ein Kochkurs hat auch seine Vorteile.

Der Kochkurs für Singles

Messer und GabelEin neues Konzept ist gerade gross in Mode, der Kochkurs für Singles. Gut, ich bin kein Kostverächter, und wenn ich nicht schon in gewürzten, direkt eifersüchtigen Händen liegen würde, wäre ich die Erste, die so einen Single-Kochkurs besuchen würde. Mein Partner hat ja süss-salzig gewürzte Hände, auf denen er mich manchmal wie ein rohes Ei, dann wieder wie eine scharfe Pepperoni und in seltenen Fällen wie eine heisse Kartoffel hält, wobei er mich bei letzterer Variante gerne mal fallen lässt. Ich kann das verstehen, denn wenn ich wie eine rohe Kartoffel Streit suche, lässt man mich gerne fallen. Mein Partner ist übrigens der Koch in unserem Haushalt. Neulich machte er zum ersten Mal Muffins in extra dafür gefertigten Förmchen. Beim zweiten Mal wirds bestimmt besser.

Ich bräuchte dringend einen Kochkurs, denn meine Künste in der Küche sind so dürftig besiedelt, dass sie nicht übers Brötchen bestreichen hinausreichen. In einem Single-Kochkurs würde ich natürlich für die richtige Würze sorgen, ein wenig Paprika im roten Kleid, ein bisschen Curry im gelborangen Halstuch, und einen Hauch zart duftenden Lachs, wenn ich ohne Halstuch dastehe und mein neues Parfum an der Halsschlagader präsentiere. Wahrlich, ich wäre der reinste Hingucker, das Sahnehäubchen auf der Tomatensuppe, der Zuckerguss auf der Schokoladentorte, nur kochen würde ich nie so richtig lernen, weil meine zwei linken Hände andauernd damit beschäftigt wären, Rock und Halstuch in den rechten Winkel zu rücken. Ich bin eben einfach nur eine Mischung aus Paprika und Curry.

Was bietet ein Single-Kochkurs?

Die verschiedenen Konzepte habe ich mir bereits angesehen, und dabei habe ich bemerkt, sie ähneln sich alle. Man bekocht sich gegenseitig, fiebert dem grossen Liebesschmaus am Ende der Kochstunde entgegen und lässt das ganze so lange unter lodernder Flamme köcheln, bis die Stimmung gut gegart auf dem goldenen Teller serviert wird und in einer Art Flirtparty endet. Kochkurse für Singles sind sozusagen Flirtkurse für Hungrige, die sich endlich einmal an einem satten Liebesmenü prallfressen möchten, die aus lauter Gier den Liebestrank in einem Schluck austrinken, damit sie gesättigt vom heissen Flair der Küche in eine neue Partnerschaft eingehen können. Blanchieren nennt man das.

Bitte, es werden hauptsächlich leicht zu kochende Gerichte präsentiert. Man kocht nach einfach gestrickter Kochanleitung, damit man sich nicht verausgabt, denn es soll ja viel Zeit zum Flirten übrig bleiben. Ich besuchte pro Forma einen Flirt-Kochkurs, in welchem wir Nudel mit Tomatensosse zubereiten mussten. Ich dachte beim Zubereiten der Nudeln ständig ans ölen, damit die Nudel gut rutscht. Wohin? Natürlich zwischen den Mundwinkeln entlang, durch Zunge und Gaumen hindurch, in den symbolisch kribbenden Magen hinab. Haben Sie Nudeln schon jemals anders gegessen?

Ich fragte mich zwar nach weiteren Gründen, warum es nur die leicht zuzubereitenden Gerichte sein sollten, die man in so einem zweideutigen Kochkurs lernt, aber ich dachte anfangs einfach, es sind genügend Männer anwesend, die mit leichter Kost besser klarkommen. Mit mir zusammen waren wir 7 Männer, also sechs Frauen, sechs Männer, abzüglich meiner männlich dominierenden Weiblichkeit nur fünf Frauen. Trotzdem suchte ich nicht unbedingt die Nähe einer holden Weiblichkeit, sondern warf mich unverschämt lüstern an einen Mann heran. Und voila, meine Theorie, dass Männer nur leichte Gerichte kochen können, verflog wie feiner Mückenstaub, denn als ich mich an mein Subjekt der Begierde heranschmiss, konnte der Mann Kräuter und Zwiebel schneiden wie ein Weltmeister. Mir war direkt zum Heulen zumute, als ich in die frisch geschnittenen Zwiebel hineinblickte und sich die Zwiebelaromen in meinen Augen verteilten. Besser hätte man das Heulen auf Knopfdruck nicht hinbekommen können.

Männer sind Naturtalente in der Küche, so lange man sie strikt nach streng geregelten Anweisungen kochen lässt und nachher selber den Abwasch und die Reinigung übernimmt. Frauen sind gefühlsvoll und geschmacksintensiviert, wenn man sie in der Küche in Ruhe lässt, denn dann entfalten sie ihre kreative Blüte und würzen nach Gefühl. Wenn eine Frau die Küche verlässt, sieht sie aus wie neu gekauft. Wenn ein Mann die selbe, neu gekaufte Küche verlässt, sieht sie aus wie nach einer verlorenen Schlacht, direkt bereit für den Sperrmüll. Da altert die gleiche Küche innerhalb von Stunden um Jahrzehnte. Und Singles kochen überall, egal, wie die Küche aussieht, denn man will ja nicht nur essen, man will sich vernaschen.

Erfahrungen mit einem Single-Kochkurs

Einer meiner Bekannten, er ist eher der häuslich angehauchte Typ, er strickt mir zu Weihnachten jedes Jahr Handschuhe, Schal oder Socken, der besuchte auch einst so einen Kochkurs für Flirtwillige. Immerhin, die Anzahl an Frauen und Männern war gut verteilt gewählt, sodass jeder Mann die Chance hatte, eine Frau kennenzulernen. Wenn die Berechnung der vier Männer und vier Frauen aufgegangen wäre, würden jetzt vier neue Paare am Heiratsmarkt den Konsum ankurbeln, aber Menschen besitzen leider diese unangenehme Eigenschaft, flexibel geschmacksorientiert wählerisch zu sein. Gut, ich esse auch lieber Wiener Schnitzel, anstatt vor einem verkohlten Steak zu verhungern, aber bei meinem Lebenspartner war ich sofort Feuer und Flamme am offenen Kamin, ohne grossartig hinter die Fassade seiner Männlichkeit zu schauen.

Auf jeden Fall, ich hatte es bereits geahnt, war mein Bekannter auch wählerisch und suchte sich die beste Sosse aus den Pastagerichten aus. Da die beste Sosse in diesem Kochkurs nicht anwesend war, versuchte er zumindest an die zweitbeste zu kommen, aber diese war leider schon vergeben, denn an der naschte bereits ein Konkurrent. Mein Bekannter lernte eine Zahnärztin, eine Psychotherapeutin und eine Mundhygienikerin kennen. Alle drei Frauen meinten, er würde schüchtern wirken. Bitte, wie soll man den Mund aufbringen, wenn man mit Zahnärzten, Mundspülern und Gesprächstherapeuten gleichzeitig konfrontiert wird? Auf jeden Fall wurde es eine Kochsession, in der mein Bekannter das Tranchieren lernte, denn das Innere seiner Seele wurde von den Damen Stück für Stück herausgeholt, er wurde quasi wie ein Kürbis ausgehöhlt. Und da er nicht aufgab, an Kochkurse für Singles zu glauben, besuchte er gleich einen zweiten, einen für Sekkretärinnen.

Für wen ist ein Flirt-Kochkurs geeignet?

Der Single-Kochkurs ist für Flirthungrige geeignet, die sich sowohl zum Essen, als auch zum gemeinsamen Kochen hingezogen fühlen. Ein Online-Kochkurs würde wahrscheinlich nicht den gleichen Effekt erbringen. Ich lerne ja gerne neue Menschen im Internet kennen, unverbindlich und nah zugleich, denn durch die Telefonleitung hindurch kann man nicht schwanger werden. Für Singles, die ein gemeinsames Hobby teilen, das Kochen, ist so ein Flirtkochkurs jedoch eine willkommene Gelegenheit, genau den Partner zu finden, der das eigene Hobby teilt und nicht nur am Tisch fressend mit Füssen tritt. Das Kochen hinterlässt nämlich auch Spuren, Gerüche und feine Düfte, denn wenn man Knoblauch isst, sollte man dies gemeinsam machen, damit sich niemand belästigt fühlt.

So ein Flirt-Kochkurs hat nur Vorteile. Man muss sich nicht immer am Kneipentisch gegenseitig entdecken, und nachher feststellen, dass einem nur das gemeinsame Trinken verbunden hat, wenn man sich trennt. Man kann sich seinen Partner gezielt aussuchen, sich gegenseitig riechen und schmecken, wenn sich der Bratensaft mit der eigenen Körperhaut vermischt. Bitte, dann weiss man wenigstens, ob man sich im Rohzustand riechen kann und chemisch miteinander kompatibel ist. In der Kneipe verstopft die Atmosphäre quasi den eigenen Körperduft, sodass man nicht weiss, ob man sich sein Gegenüber gerade schön getrunken hat, oder ob es wirklich zu einem selber passt. Ach, was bin ich froh, dass ich meinen Lebenspartner bereits gefunden habe, er ist mit sich, seiner Küche und den Finanzen verheiratet, und ich mit meinem Kleiderschrank, meinem Büro und meinem Telefon. So gehen wir uns gegenseitig nicht auf den Wecker. Der Ofen ist noch an, denn nachts treffen wir uns in der kochfreien Zone, im Schlafzimmer zum gemeinsamen Anbraten.

Worauf muss man bei einem Single-Kochkurs achten?

Man sollte bei einem Single-Kochkurs vorab darauf achten, für welche Singles er geeignet ist. Wenn Frauen das weibliche Geschlecht suchen, sollten sie sich eher mit gleichgesinnten Frauen zum Kochen treffen, und Männer, die ihresgleichen bevorzugen, sind unter sich besser aufgehoben. Es gibt sie, die Kochkurse für Homosexuelle, denn auf jeden Topf passt ein Deckel, man soll nichts anbraten lassen.

Viele Singles suchen ja nicht nur den Kochpartner fürs Leben, sondern auch eine Partnerschaft, in der man sich ausserhalb der Küche auch etwas zu sagen hat. Deshalb suchen Singles einen Partner auf gleichem Niveau, vielleicht mit gleichen Interessen, gleichem Berufsbild, gleichen Hobbies, gleichen Vorlieben. Bitte, da unterscheidet man neben psychologischen Profilen auch Raucher und Nichtraucher, denn dies wird in der heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Nicht nur das Kochen verbindet, sondern auch der Dunst zwischen Küche, Tisch und Bett. Wenn auch Sie ein Single auf Partnersuche sind, wünsche ich Ihnen im nächsten Kochkurs gutes gemeinsames Köcheln.

 


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