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Wie muss das perfekte Kopfkissen sein?

SchlafenEin Kopfkissen darf nicht zu prall und nicht zu flach sein, aber die meisten Kissen lassen sich individuell mit Füllmaterial befüllen. Ein Kissen ist eine Bakterienschleuder, weil die Sekrete aus Augen, Nase und Mund unbewusst im Schlaf draufträufeln. So muss der Kissenbezug jede Woche gewaschen werden, und es ist ratsam, einen Unterbezug zu haben, der ebenfalls waschbar ist. Jedes Jahr oder spätestens alle zwei Jahre sollte das Kopfkissen erneuert werden, sonst entstehen Hausstaubmilben, Keime und unangenehme Bakterien, da mit dem Waschen alleine nicht alles entfernt wird. Das Kopfkissen sollte aus Naturstoffen bestehen, denn Chemie könnte zu Allergien führen, da wir direkt mit dem Gesicht draufliegen. Nur schlafen muss man noch selber, aber Dank der neuen Sauberkeit erspart man sich die Gesichtsmaske.

Welches Kopfkissen passt zu Ihnen?

Je nach Schlaftyp benötigt man verschiedene Kissen. Wer auf dem Bauch schläft, braucht ein ultraflaches Kissen, sonst wird der Halsbereich überdehnt. Dies merkt man am nächsten Tag, wenn der gesamte Nackenbereich schmerzt. Wer am Rücken liegt, braucht ein flaches Kissen, damit die Halswirbelsäule nicht nach vorne geschoben wird. Und wer seitlich schläft, braucht ein dickes Kissen, welches gut gefüllt ist, denn der Bereich zwischen dem Kopf, dem Hals und den seitlichen Schultern muss so ausgefüllt sein, dass man gerade liegt. Wer in dieser Position ein ultraflaches Kissen benutzt, wird am nächsten Tag vermutlich mit Kopfschmerzen aufwachen. Übrigens schlafen einige Leute, die am Bauch liegen, ganz ohne Kissen, weil sie dies als angenehm empfinden.

Welches Kissen ist gesund?

Ein gesundes Kopfkissen besteht aus Baumwolle, und das Futtermaterial besteht aus Federn oder atmungsaktiven, antibakteriellen Füllstoffen, die auch für Allergiker geeignet sind. Das Kissen muss sauber sein, frisch bezogen, und es darf nicht allzu sehr nach Parfum oder chemischen Düften riechen, sonst schläft man nicht gut drauf. Zu intensive Gerüche können nämlich den Schlaf stören. Das Kissen darf nicht zu weich und nicht zu hart sein. Wer zu hart schläft, kann mit Kopfschmerzen und Verspannungen im Rückenbereich aufwachen, und wer zu weich schläft, fühlt sich am nächsten Morgen, als hätte er eine kleine Grippe, weil der Kopf dröhnt. Ausserdem sollte man nicht so tief ins Kissen hineinsinken, sonst könnte es passieren, dass man durch die Nase keine Luft mehr bekommt und mit erstickungsartigen Anfällen erwacht. Das zerrt am Nervenkostüm und lässt uns unausgeschlafen am nächsten Morgen erwachen. Und wer unter einem Zwerchfellbruch leidet, unter einem Reflux-Syndrom, der sollte ein wenig erhöht liegen, vielleicht auf zwei Kissen, damit die Magensäure nicht im Schlaf nach oben stösst. In diesem Fall erwacht man und glaubt, ersticken zu müssen.

Das grosse Kissen zum Meditieren, Sitzen und Schlafen

Grosse, viereckige, abgesteppte Sitzkissen, die flach genug sind, eignen sich hervorragend als Meditationskissen. Man nimmt darauf Platz, setzt sich im Schneidersitz hin oder streckt die Beine ganz aus, versinkt in seine Meditation und entspannt sich. Man kann sie auch als Sessel-Ersatz benutzen, wenn man am Boden diniert. Viele Asiaten pflegen diese Tradition. Am Boden ist das Dinner oft romantischer und gemütlicher. Man zündet Räucherstäbchen an und lässt den Abend schön ausklingen, während man es sich auf dem grossen Kissen gemütlich macht.

Diese Meditationskissen können auch zum Hochlagern der Beine dienen, für Fitnessübungen, oder als Rückenlehne am Sofa. Auf jeden Fall sind sie ein Hingucker im Raum, besonders wenn sie in einer knalligen Farbe gewählt werden. Weisse Kissen sind eher undankbar, schmutzen schnell, und man sieht jeden Fleck drauf. Dunkle Kissen sind dankbarer, da man nicht jeden Staub drauf sieht.

Die grossen Sitzkissen müssen regelmässig gereinigt werden, da man sie häufig am Boden benutzt. Bakterien und Schmutz sammeln sich darin an, was auf Dauer ungesund sein kann. Man pflegt sie am besten mit Polsterschaum, oder mit einem geeigneten Polstermittel. Lederkissen kann man mit destilliertem Wasser oder mit einer Lederpolitur reinigen. Auf jeden Fall sollte man das Material berücksichtigen, sonst werden die Kissen rauh und sehen abgenutzt aus.

Zum Schlafen eignen sich diese übergrossen Kissen auch hervorragend, besonders, wenn man im Wohnzimmer kurz am Boden sein Nickerchen hält, vielleicht das Powernapping in der Mittagspause, sonntags nachmittags, oder am Abend beim Fernsehen. Nicht immer ist die Couch der bequemste Ort, um zu entspannen, manchmal ist der Boden viel bequemer, wenn man sich längs und seitlich ordentlich ausstrecken kann und trotzdem weich liegt. Bitte, am schönsten ist es aber trotzdem im Bett, auch wenn der Perserteppich noch so verlockend daliegt.

Das Kissen für unterwegs

Wer viel unterwegs ist, sollte sein eigenes Kissen mitnehmen. Im Hotelzimmer liegen meist vollkommen unbrauchbare Kissen im Bett, auf denen man schlecht schläft. Hier kann ein mitgebrachtes Kopfkissen dafür sorgen, dass man schneller einschläft und besser durchschläft, weil der eigene Geruch von zu Hause beruhigend wirkt. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte auch ein Kissen bei sich haben, damit er ein Nickerchen halten kann, denn übermüdet macht man schneller schlapp und baut aus Unaufmerksamkeit oder wegen des Sekundenschlafs Unfälle. Auf dem Autositz alleine schläft man nicht gut, der ist zu hart. Hier kann ein gutes Kissen helfen, wieder fit zu werden. Ich brauche sogar ein weiches Kissen für meine empfindlichen Pobacken, wenn ein Autositz zu hart und zu kalt ist, denn ich liebe es allumfassend weich und kuschelig.

 


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Elisabeth Putz

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