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Wie entkommt man dem Magerwahn?

PersonenwaageLieber Besucher, die Magersucht ist eine ernst zu nehmende Krankheit, denn wenn man erst einmal in dieser Sucht aufgeht, bemerkt man nicht mehr, wie der eigene Körper leidet. Sie ist eine Krankheit der Psyche, und nicht nur eine Krankheit des Körpers. Ich persönlich musste leider schon oft die Erfahrung machen, dass mich die Leute im richtig dürren, so richtig mageren Zustand als schönes Model sahen, und wenn ich meinem Normalgewicht sehr nahe war, meinten die Leute, ich könnte ruhig etwas abnehmen.

Bitte, was ist das für eine Gesellschaft, die Magermodels in Zeitschriften als Vorbilder zeigt, die Werbung für den maskulinen, mager gehaltenen Körperbau macht und männliche Models bevorzugt, welche dann Mode für Dessous präsentieren. Eine normalgewichtige Frau bekommt bei solchen Anblicken die Krise. Wahrlich, mich überkommt jedes mal die Angst, wenn ich mit einem Wurstbrot vor dem Fernseher sitze und mir eine Casting-Show für Models anschaue. Bin ich denn immer zu dick?

Als ich einst krankheitsbedingt nach vier Vollnarkosen aus dem Krankenhaus kam, war ich derart abgemagert, dass ich bereits ein eingefallenes Gesicht hatte. Und genau in diesem Moment sprach mich eine Frau bewundernd an und fragte, was ich für diese tolle Figur bloss mache. Ich meinte, das ist das Wunderwerk von vier Operationen unter Vollnarkose. Ich wollte nur noch nach Hause, essen, schlafen und wieder zu einem Gesicht mit gesunden roten Bäckchen kommen. Nicht immer kann man seine Figur bewusst beeinflussen, aber immer öfter könnte man dafür sorgen, dass nicht zu viel Gewicht von uns schwindet, denn jedes Extrem ist ungesund.

Vielleicht läuft in unseren Köpfen irgend etwas schief, wenn wir dürre Figuren als schön betrachten, uns nur noch mit einem Hauch an veganer Nahrung ernähren, damit das letzte Gramm Fett von uns schwindet und wir im Knochengerüst dastehen. Der normale Veganer hat dann keine Chance mehr, seinen gesunden Lebensstil zu verteidigen, wenn pflanzliche Ernährung dazu dient, dürre Wüsten aus unserem Körper zu machen. Ich bin ein Verfechter des gesunden Normalgewichts, weil ich selbst erleben musste, mit welchen Problemen man kämpft, wenn man dem Magerwahn verfällt.

Im Internet tummeln sich jetzt wieder magere und düstere Gestalten, die das Auge des Normalverbrauchers empfindlich stören könnten. Auf richtig gefährlichen Seiten suchen Leute, die extrem abnehmen möchten, einen Zwilling, denn zu zweit ist die Magersucht einfach leichter zu ertragen. Die menschliche Psyche ist tückisch, denn sie strebt danach, perfekt sein zu wollen, Anerkennung zu ernten und bloss nicht verspottet oder verstossen zu werden. Wenn online Selfies dazu dienen, dürre Körper als Schönheitsideal zu präsentieren, strebt unsere Psyche danach, so sein zu wollen wie die anderen, welche auf Facebook geliked werden. Unsere Psyche will geliebt werden.

Was ist eigentlich noch gesund? Ich denke, wenn man sich in seinem Körper wohlfühlt, wenn die Blutwerte und der Allgemeinzustand stimmen, dann ist man so gesund, dass man sich nicht täglich um sein Körpergewicht sorgen muss. Ein gesunder Körper beherbergt auch ein gesundes Gewicht. Übrigens ist jeder Mensch verschieden gebaut. Deshalb kann man keine Verallgemeinerung anstreben und sagen, so und so muss man aussehen, damit man gesund wirkt.

Menschen mit einem stabilen, rüstigen Knochenbau werden immer etwas robuster aussehen als Menschen mit einem zarten Knochenbau. Ich bin zierlich gebaut, sodass ich leicht in die Gefahr gerate, Fett abbauen zu wollen und dadurch versehentlich zu dünn werde. Umgekehrt kann es gefährlich werden, wenn robuste Menschen zierlich aussehen möchten, denn dann hungern sie sich ab bis auf die Knochen.

Im Allgemeinen kann man aber grob gesehen folgendes sagen: Bei einer Grösse von 170 cm brauchen Sie ein Gewicht von ca.60 kg. Sie nehmen Ihre Körpergrösse und ziehen die Zahl 110 davon ab. Mit diesem Gewicht sind Sie optisch schön. Und genau dieses Gewicht sorgt für ein gesundes Gefühl im Körper. Immer wenn ich zu stark abnehme, mache ich einen Kurzurlaub in der Süssigkeitenabteilung im Supermarkt. Und wenn ich zu sehr zunehme, verschliesse ich die Schokolade in meinem kleinen Tresor und befördere das schwere Teil auf meinen Kleiderschrank hinauf. Da überlege ich es mir gründlich, das Teil wieder herunter zu holen. Lieber Besucher, hungern löst keine Probleme, denn davon bekommt man nur einen leeren Magen.

Ungesund abnehmen bis zur Magersucht

Wer abnimmt und es damit übertreibt, landet im schlimmsten Fall in der Magersucht. Dies beginnt meist harmlos mit einer Diät. Man verzichtet auf Mahlzeiten, fühlt sich abwechselnd müde und euphorisch, richtig high, möchte diesen Zustand beibehalten und verzichtet immer öfters auf wichtige Mahlzeiten. Hier beginnt der Teufelskreis.

Unsere Mitmenschen, Familie und Freunde müssen besser hinschauen und Warnhinweise erkennen, damit der Magersüchtige nicht alleine gelassen wird. Die Selbstwahrnehmung ist gestört und man findet sich zu dick, selbst wenn man nur noch aus Haut und Knochen besteht und Probleme mit dem körpereigenen Wasserhaushalt bekommt. Magersüchtige fühlen sich gut und leicht, wenn der Magen leer ist.

Oft essen Betroffene übermässig viel, übergeben sich nachher, nehmen eventuelle kaputte Zähne aufgrund des übersäuerten Rückflusses der Nahrung in Kauf, ernähren sich von in Wasser getränkter Watte, um das Hungergefühl zu vermeiden und kommen alleine aus dieser Situation nicht mehr heraus. Hier hilft nur noch professionelle Hilfe, eine ambulante oder stationäre Behandlung, ein Ernährungsberater und ein strikter Essensplan, denn man muss wieder essen lernen.

Der Magerwahn in der Modewelt

Neulich wollte sich ein ohnehin zu dünn geratenes Model für eine Modelinie einer Zeitschrift als Model zur Verfügung stellen, aber die Kleider waren zu eng. Jetzt konnte man aus den knochigen Hüften nichts mehr entfernen, was nicht einem operativen Eingriff gleich kam, und trotzdem wurde das Model abgelehnt, weil es zu dick war.

Bitte, ich rätsle heute noch, warum nicht einfach die Klamotten abgelehnt wurden, weil sie zu eng geschnitten waren? Und wo fand man jetzt das passende Model, wenn nicht in der Pathologie? Es wurde stattdessen ein androgynes Model gebucht, welches die neue Damenkollektion präsentierte.

Der Magerwahn in den Medien

Lieber Besucher, zu dick ist out, aber zu dünn ist eine Volkskrankheit, welche von den Medien vollends unterstützt wird. Haben Sie es auch schon mitverfolgt, wenn die Modeindustrie ihre dürren Masse zur Schau stellt, die Medien glamourös darüber berichten, und wenn dann ein Model versehentlich an Magersucht stirbt und die Medien darüber betroffen berichten? Wahrlich, es ist immer etwas los im Rundfunk und in der Presse, das muss man den Medien schon lassen, sie haben eine schweinchenartige Trüffelnase, wenn es um packende Ereignisse geht.

Es müsste glatt ein Umdenken in der Medienwelt stattfinden, welches gezielt normalgewichtigen Models den Vortritt lässt. In Frankreich wollte man Magermodels verbieten, aber die Agenturen wehrten sich dagegen. Irgendwann ist die Zeit jedoch reif für eine Modewelt, die uns nicht mehr krank macht, sondern uns so akzeptiert, wie wir sind. Es macht uns krank, wenn wir uns einen in Wasser getränkten Wattebausch in den Mund stecken, ihn dann schlucken, nur damit der Magen gefüllt ist und wir keine Kalorien zu uns nehmen müssen. So kann der Magerwahn zum Tod führen.

Der Magerwahn in der Werbung

Auch die Werbung lebt uns eine Art Magerwahn vor, der in die Magersucht führen kann. Alle Produkte, die uns noch schlanker machen, signalisieren auch die pure Gesundheit. Dahinter verstecken sich oft überzuckerte, mit viel zu viel Fruchtzucker angereicherte Produkte und Säfte, die uns wiederum krank machen, wenn wir zum Diabetiker tendieren. Ich verfiel auch diesem Werbewahn.

Ich konsumierte nur noch die Schlankmacher, die gesunden Fitmacher, und dann war ich so satt davon, dass ich keine naturbelassene Nahrung mehr brauchte. Mein Insulinhaushalt geriet durcheinander. Ich nahm trotz dass ich wenig futterte zu, und ich wollte noch weniger essen. Die Säfte, Shakes, Drinks und Light Produkte aus der Werbung machten mich eher dicker als dünner. Mein Elektrolyt-Haushalt geriet in Gefahr, weil ich zu viel Wasser trank, um noch schlanker zu werden. Und plötzlich konnte mein Körper kaum noch Nahrung aufnehmen, sodass ich ungewollt dürr wie ein Grashalm wurde und Todesangst bekam. In der Notaufnahme im Krankenhaus füllte man erst einmal meine Elektrolyte auf, bevor man mich psychologisch betreute.

In der Werbung müsste man ein Ampelsystem einführen. Welche Models und Werbegesichter sind mit Bildbearbeitungsprogrammen so kaschiert worden, dass kein Normalmensch dieses dünne Aussehen erreichen kann? Welche Gesichter sind naturbelassen? Von rot bis grün müsste der Verbraucher sehen können, wie bearbeitet ein Werbespot ist. Wir würden dann gesündere Schönheitsideale vor Augen haben, und wir würden uns nicht zu Tode hungern.

Führen Selfies zur Magersucht?

Wenn man sich die Selfies in den sozialen Netzwerken so ansieht, so entdeckt man nur schöne, durchtrainierte, sehr schlanke, fast schon dünne Menschen auf diesen Fotos. Kein Gramm zuviel verirrt sich aufs Bild. Wenn ich mir diese Selfies, auf Hochglanz getrimmt, ansehe, könnte ich glatt auf das nächste Abendessen verzichten und mich mit meinem Diätfrühstück begnügen.

Gerade die Promis schiessen makellose Bilder von sich, sogar knapp nach der Schwangerschaft. Wie machen die das bloss? Wenn ich nicht so am Essen hängen würde, wäre die Magersucht bei mir längst Stammgast im Körper. Ich finde, solche überdimensionierten Schlankheitsbilder sind Gift für den normalen Körper, denn jeder Mensch fühlt sich automatisch nicht schlank genug bei diesem Anblick. Wenn wir die Magersucht bekämpfen möchten, müssen wir umdenken, die Medienwelt umkrempeln, die sozialen Netzwerke umgestalten, und wir müssten Prominente als schön empfinden, welche nicht dürr, sondern normalgewichtig sind.

Fördert die Size Zero die Magersucht?

Kann die Konfektionsgrösse Size Zero die Magersucht fördern? Ich denke schon, denn wenn man in kein Kleidungsstück mehr hinein passt, nur weil es so eng geschnitten ist, dass es bloss die Models mit Size Zero tragen können, hat man bald nichts mehr anzuziehen. Kein Mensch möchte nur in die Läden gehen, die Übergrössen anbieten.

Als ich einst eine enge Hose anprobierte, passte sie mir nicht einmal in der Grösse Large. Die Hose wurde nicht breiter, nur länger. Welche dürren Beine muss eine 180 cm grosse Frau wohl haben, wenn sie diese Hose tragen kann? Während ich mich dies fragte, dachte ich an all diese schlanken Frauen, welche in die Hose passen, denn sonst würde sie ja kaum als hippe Ware angepriesen werden. Und schon fühlte ich mich in meinem dürren Zustand zu dick.

Size Zero kann krank machen. Neulich hat ein Hosenhersteller seine trendigste Konfektionsgrösse präsentiert, die Konfektionsgrösse xxxs. Wer passt da hinein, ausser Kinder, die zu schnell gewachsen sind? Ein Kleiderhersteller machte es dem Hosenhersteller nach, sodass die Frau keine Oberweite mehr haben darf. Und der neueste Schrei in Sachen Size Zero sind die Unigrössen, für Männer und Frauen gleich geschnittene, eng taillierte Klamotten, die für androgyne Models geschnitten sind. Da passe ich nicht hinein, es sei denn, ich lasse mir eine Brustoperation verpassen. Wahrlich, zu kleine Konfektionsgrössen fördern den Magerwahn.

Anti-Diät Tag - Kampf gegen die Magersucht

Der internationale Anti-Diättag wurde von der britischen Buchautorin und Feministin Mary Evans Young zum offiziellen Tag des Essens erklärt. Er findet jährlich am 6. Mai statt und soll uns zeigen, dass wir wieder zurück zu einem Normalgewicht finden sollten. Die britische Frau litt selbst unter Magersucht, bekämpfte jedoch ihre Krankheit und ging dann in verschiedene Talk Shows, um andere für das Thema Anorexie zu sensibilisieren. Sie machte darauf aufmerksam, wie schnell Magersucht zum Tod führen kann, wie Jugendliche an Selbstmord denken, wenn sie aus dem Magerwahn nicht mehr herauskommen, und wie schnell die Medien in die Magersucht führen können. Wir werden nämlich täglich vom Schlankheitswahn geblendet, bis wir uns zu dick fühlen und zu einem Diätprodukt greifen.

Der internationale Anti-Diättag soll uns zeigen, dass wir Dicke, Übergewichtige, Fettleibige nicht ausgrenzen sollen. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, auf Liebe, auf Akzeptanz. Jeder Mensch hat das Recht auf seinen eigenen Körper. Wir dürfen uns nicht von Schönheitsidealen, von Schönheitswettbewerben hinreissen lassen, eine Diät nach der anderen zu machen, bis wir in die Magersucht rutschen. Wir sollten uns lieber an all die Opfer erinnern, die aufgrund des Magerwahns an Anorexie gestorben sind.

Zahlreiche ungesunde Fotos von Prominenten in den sozialen Netzwerken machen es uns vor. Dünn wie ein Faden, die Konfektionsgrösse Size Zero passt, aber für den Normalverbraucher sind solche Models der reinste Horror. Viele Fotos werden mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf dünn kaschiert, sodass wir glauben, wir müssten abnehmen. Dabei sehen manche Fotos so unrealistisch aus, dass niemand diese Figur mit normaler Ernährung erzielen kann.

Der Anti-Diättag ist etwas Besonderes

Der Anti-Diättag soll etwas Besonderes darstellen, er darf neben seiner Einzigartigkeit für Akzeptanz aber auch nicht zur Gewohnheit im Alltag werden. Wer magersüchtig ist, muss sich therapieren lassen, aber auch wer an Übergewicht leidet, benötigt Hilfe. Viele Übergewichtige leiden unter Krankheiten, weil niemand sich richtig um ihre gesunde Ernährung kümmert.

Dabei bräuchten wir dringend gesunde Pläne für richtiges Essverhalten, damit bereits in den Schulen unsere Kinder lernen, wie sie mit ihrem Körper gut umgehen müssen. Smoothies und süsse Getränke sind nicht gerade der Hit. Viel eher sollte die Werbung gestoppt werden, wenn sie verspricht, dass man mit einer Fruchtzucker-Ladung gesund bleibt. Unsere Kinder sind so wichtig für unser Weiterleben, wir müssen vorsichtig mit der Ernährung sein, damit wir unser Normalgewicht, unser Wohlfühlgewicht, ein gesundes Gewicht erreichen und dieses auch beibehalten. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht können tödlich enden


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