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Wie findet man die perfekte Matratze?

SchlafenWie muss sie aussehen, die gesunde Matratze? Sie darf nicht zu hart und nicht zu weich sein, man darf darauf nicht schwitzen, und sie sollte möglichst aus Naturfasern bestehen, für Allergiker geeignet sein und lange halten.

Hat man die ideale Matratze erst einmal gefunden, lässt man sie lieber so lange reinigen, bis sie zerfällt, anstatt sich erneut auf die Suche nach einer neuen zu machen. Nach 10 Jahren sollte man seine Matratze jedoch spätestens austauschen, auch wenn man seinen Po noch gerne auf ihr hin und herschiebt, aber alte Matratzen sind mit so vielen Bakterien besiedelt, dass sie krank machen können.

Neulich musste auch ich mein altes Matratzenmodell gegen ein neues tauschen. Ich entschied mich nach mehrmaligem, 5 Minuten Probeliegen für eine Naturmatratze, Schaf oder Pferd, denn sowohl Schafwolle als auch Rosshaar sind durchaus angenehme Liegeunterlagen, als auch gesunde Wegbegleiter durch die Nacht. Schafwolle stinkt zudem nicht, weil sie sich selbst reinigt, Schafe sind quasi immer sauber und stubenrein. Die Rosshaarmatratze entwickelt besonders am Anfang Gerüche, an welche sich eine empfindliche Nase erst gewöhnen muss.

Eine Matratze aus Schafswolle und Rosshaar ist selbstreinigend, atmungsaktiv, schweisshemmend und warm zugleich, ein etwas hochpreisigeres Modell, aber dafür liegt man lange gut auf ihr. Eine reine Rosshaarmatratze hat den Vorteil, dass sie im Sommer kühlt, im Winter jedoch nicht unbedingt wärmt. Eine reine Schafswollmatratze hat den Nachteil, dass man im Sommer eventuell vermehrt darauf schwitzt.

Normalerweise kann man eine Matratze nicht innerhalb von wenigen Minuten vollends auf ihre Tauglichkeit testen, aber ein geschulter, ergonomisch ausgebildeter Berater kann sehen, ob man in der Matratze versinkt, hart auf ihr aufprallt, ob Rücken und Becken gut liegen, oder ob man ein anderes Matratzenmodell benötigt. Kein Konsument möchte, dass ihm der Verkäufer beim Schlafen zuschaut, und so entscheiden sich viele Leute zu schnell für eine bestimmte Matratze. Übrigens kann man bei vereinzelten Anbietern Matratzen nach Hause bestellen, um sie mehrere Tage zu testen, und bei Gefallen nimmt man sie, jedoch wenn sie kneift, kann man sie wieder zurück bringen.

Worauf muss man beim Kauf einer Matratze achten?

Suchen Sie sich einen guten Verkäufer, der sich mit den Produkten auskennt und etwas über gesunden Schlaf weiss. Achten Sie auch auf den Lattenrost, denn er ist unter anderem entscheidend für die Schlafunterlage. Und kaufen Sie sich einen Matratzenschoner aus Naturbaumwolle, falls Sie so allergisch sind, dass Sie die pure Matratze nicht ertragen, auch wenn sie noch so rein ist.

Achten Sie auf Rückgaberecht, Garantie und Fehlerlosigkeit der Matratze. Wenn sie geliefert wird, lassen Sie die alte Schlafunterlage gleich entsorgen, das spart Zeit und Nerven. Bitte, wenn Sie online bestellen, können Sie nicht zur Probe liegen und müssen das Produkt womöglich umständlich zurückschicken.

Matratzen für Veganer

Der Veganer beginnt zu heulen, wenn er in die Verlegenheit käme, auf einem Tier schlafen zu müssen. Als meine Bekannten zu Veganern wurden, bemerkten sie, dass ihre Bettwäsche Daunen beinhaltete. Jahrelang schliefen sie hervorragend drin, aber plötzlich konnten sie dieses tierische Gefühl nicht mehr ertragen und entsorgten die Bettwäsche. Jetzt schlafen sie auf Kunststoff, Latex und Schaumstoff. Das bisschen Schwitzen macht ihnen nichts aus.

Vegane Matratzen sind keine Herausforderung, denn Latexkern, Schaumstoffprodukte, Baumwollprodukte, Kunststoffmatratzen, all diese Unterlagen beinhalten kein Tier. Ich kenne jemanden, der schläft auf einer Strohmatratze. Ich bin noch nicht so weit, aber in zehn Jahren erinnere ich mich an meine Rosshaarmatratze und steige womöglich auf eine um, die auch für Allergiker geeignet ist.

Matratzen für Allergiker

In manchen Natur-Latexkern-Matratzen stecken Stoffe drin, die für Allergien sorgen könnten. Man sollte sich vor dem Kauf erkundigen, ob die Matratze für Allergiker geeignet ist. Manche Matratzen besitzen Mottenschutzmittel, oder sie sind mit schädlichen Innenraumstoffen versehen. Ich bin sogar gegen den Mottenschutz allergisch und verzichte deshalb auf alles, was mich reizt. Nur Naturmatratzen aus tierischen Produkten reizen meinen Schlaf nicht, aber vielleicht bin ich da eine Ausnahmeerscheinung.

Allergiker haben es schwer, wenn sie auf einer Schlafunterlage ruhen müssen, welche zu Reizungen führt. Hautausschläge, Juckreiz, tränende Augen, Schnupfen, eine verstopfte Nase, Brennen auf der Haut, all das kann Ihnen im Schlaf passieren, wenn Sie die falsche Unterlage wählen. Achten Sie auf ein EU-Siegel oder auf ein Umweltsiegel und informieren Sie sich genau über die Schadstoffe in Ihrer Schlafunterlage. Man reagiert ja auf Verschiedenes allergisch, auf Pflanzen, Tiere, auf Kunststoff, sodass man genau die Matratze wählen muss, die den Schlaf angenehm macht.

Wie hart darf die Matratze sein?

Ein gesunder Schlaf sollte nicht zu weich und nicht zu hart sein. Eine mittlere Härte von 2 bis 3 kann ich einem Menschen empfehlen, der Normalgewicht hat. Wichtig ist jedoch, dass man unter den professionellen Augen eines geschulten Mitarbeiters seine neue Schlafunterlage ausprobiert, denn der sieht genau, ob man Dellen hinterlässt oder gerade liegt.

Wer viel am Bauch schläft, sollte eher eine härtere Unterlage wählen, denn sonst bekommt man ein Hohlkreuz. Das gerade ausgestreckte Liegeverhältnis, welches die Wirbelsäule nicht krümmt oder in Schieflage bringt, sorgt für einen angenehmen Schlaf. Wenn man daliegt, wie eine Banane, ist die Matratze zu weich. Wenn es am ganzen Körper nach einer gewissen Liegezeit zu schmerzen beginnt, ist sie zu hart.

Wer eher seitlich liegt, für den ist ein mittlerer Härtegrad ideal, denn sonst stösst man sich die Ellenbogen und wälzt sich viel zu oft im Bett. Ein gesunder Schlaf besteht nämlich vorwiegend aus Ruhe und nicht aus dem tausendmaligen Hin und Herwälzen im Halbschlaf. Zu harte oder zu weiche Matratzen lassen uns übrigens nachts ständig aufwachen und sorgen für Kreuzschmerzen.

Wenn die neue Matratze stinkt

Es kann vorkommen, dass eine gerade erst gekaufte Matratze stinkt. Sie lagert in Plastik, entwickelt Gerüche, oder sie ist aus einem intensiv riechenden Material gefertigt worden. Man sollte daher seine Matratze vor der Benutzung einige Stunden auslüften lassen.

Zu Hause packten die Möbelpacker die neue Naturmatratze aus, nachdem ich sechs Wochen lang auf ihr Ankommen, auf ihre Fertigung gewartet hatte. Und voila, es roch nach Pferdestall. Bitte, wieviel Pferd war in dieser Matratze drin? Lebendes Pferd, oder nur das Rosshaar, oder etwa ein Pferdeapfel? Und aus diesem geruchsintensiven Zustand heraus, wechselte ich alle drei Tage die Bettwäsche und lüftete die Matratze aus.

Lieber Besucher, nach ca. zwei Monaten ist der natürliche Geruch des Rosshaars aus der Matratze entflohen, und so lange schlafen Sie eben im Stall, aber dafür haben Sie mit so einer Matratze ein hochwertiges, gesundes, natürliches Produkt, auf dem Sie Ihren Po beim Schlafen hin und her wiegen können. Eine Rosshaar Matratze schützt Sie gegen das Schwitzen, denn sie kühlt, während die Schafwolle im Winter dafür sorgt, dass es schön warm im Bett bleibt. Übrigens sollten Sie die Matratze öfters wenden, damit sie gleichmässig abgelegen wird. Ich denke, meine nächste Naturmatratze kaufe ich erst nach mindestens zehn Jahren, nachdem ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie intensiv sie anfangs gerochen hat.

Pflege und Reinigung von Naturmatratzen

Mir wurden ja zahlreiche Methoden empfohlen, um meine Naturmatratze sauber, quasi klinisch rein zu halten. Schauderhaftes war auch darunter. So wurde mir beispielsweise empfohlen, die Matratze mit einem desinfizierenden Schaum zu reinigen. Bitte, dann hätte ich mir gleich eine mittelklassige Latexmatratze kaufen können, wenn ich schon mit der Chemiekeule an das gute Stück heran muss. Naturmatratzen sind empfindlich. Man sollte sich bitte nicht wagen, mit herkömmlichen Reinigungsmitteln an die Matratze heran zu treten, denn sie nimmt es Ihnen übel.

Einer der besseren Vorschläge, eine Naturmatratze zu reinigen, war, dass ich meine Matratze im Winter in den Schnee legen sollte. Bitte, bisher warte ich auf einen anständigen Winter mit Schnee, denn ich bin ein Stadtmensch und trage sogar im Winter kurze Röcke und hohe Absätze, in denen ich nicht laufen kann. Wenn man seine Matratze im Schnee reinigt, sollte man sie beidseitig mit einem Teppichklopfer sanft abklopfen, das intensiviert die Reinigung. Im Grunde stinkt ja nicht die Matratze, sondern der Mensch, der sich täglich drauflegt und bis zu einem Liter an Körperflüssigkeit verliert, wenn er sich nachts im Bett wälzt.

 


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Elisabeth Putz

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