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Was ist Schlafwandeln?

Liegematte
Was versteht man unter dem Begriff des Schlafwandelns? Das Schlafwandeln gehört zur Gruppe der Schlafstörungen. Man nennt es auch Somnambulismus, da es Schlaf und Wandern bedeutet. Einst nahm man an, dass diese Störung mit dem Vollmond zusammenhängt, und man nannte es daher auch Mondsucht oder Lunatismus. Heute weiss man, dass der Mond nicht unbedingt einen grossen Einfluss darauf hat.

Schlafwandler irren nur wenige Minuten umher, längere Ausflüge sind die Ausnahme. Wer nachts oft aufs Klo muss, könnte auch zum Schlafwandler werden. Die Unfallgefahr ist übrigens sehr hoch, da der Betroffene immer geradeaus geht, selbst wenn der Weg zu Ende ist, Hindernisse im Weg stehen oder eine Treppe naht. Trotzdem hat man Leute beobachtet, die zielgerichtet jedem Hindernis aus dem Weg gingen.

Im Kindesalter ist das Schlafwandeln normal, da man annimmt, dass es mit einem noch nicht komplett ausgereiften Nervensystem zu tun hat. Die Gene spielen auch eine Rolle, denn wenn die Eltern Schlafwandler sind, könnte das Kind auch so ein Phänomen entwickeln. Neben den Genen können Medikamente und äussere Lärmreize eine Rolle spielen. Auf jeden Fall erledigen Schlafwandler häufig Tätigkeiten im Haushalt, wobei mir dabei gerade einfällt, mein Geschirrspüler müsste wieder einmal gereinigt werden.

Grosser Stress, übermässige Belastungen und ausserordentlich belastende Lebenssituationen können zum Schlafwandeln führen. Ich bin zwar bis jetzt immer in meinem eigenen Bett aufgewacht, selten in einem anderen, aber ob ich schlafwandle, weiss ich nicht, denn der schlafende Mensch, der nachts unterwegs ist, weiss ja nichts davon. Stress hätte ich auf jeden Fall genug.

Wie geht man mit einem Schlafwandler um?

Soll man einen Schlafwandler wecken? Nein, bitte bloss nicht, denn er würde sich vollkommen desorientiert und entblösst vorkommen. Er ist in diesem Moment orientierungslos, weiss nicht, was gerade geschieht, und das kann zu einem Trauma führen. Bringen Sie ihn lieber liebevoll und fürsorglich ins Bett zurück und erzählen Sie ihm am nächsten Tag, was er in der Nacht für Ausflüge gemacht hat. Dann ist er wenigstens soweit bei Bewusstsein, dass er ordentlich darauf reagieren kann.

Was macht man beim Schlafwandeln?

Das Schlafwandeln kann unter Umständen durch ein erhöhtes Hungergefühl ausgelöst werden. Man irrt zum Kühlschrank, gönnt sich einen leckeren Happen, speist und trinkt nachts im Schlaf und legt sich wieder hin. Dies hat mein Partner des Öfteren bei mir beobachtet. Heute gönne ich mir abends ein gutes Abendessen, verzichte auf Zucker, Kohlenhydrate, Kaffee und Schokolade am Abend, denn dies sind Heisshunger-Quellen, und seither bewege ich mich nicht mehr nachts zum Kühlschrank. Die Schokolade ist trotzdem immer leergegessen.

Was macht ein Schlafwandler noch, wenn er sich nicht gerade an Kühlschränken vergreift? Einmal hat jemand im Tiefschlaf gemordet, aber das kam bis jetzt nur einmal vor. Beim Schlafwandeln ist der Bereich im Gehirn, der für die vollständige Lähmung im Körper verantwortlich ist, ausser Kraft gesetzt. Man kann sich jedoch leicht verletzen, und es gab bereits Leute, die in diesem mobilen Zustand die Treppe hinuntergefallen sind.

Sie müssen bedenken, dass das Wahrnehmungsvermögen eingeschränkt ist, die Augen normalerweise geschlossen sind und man trotzdem ziemlich zielsicher umher irrt. Wir durchleben verschiedene Schlafphasen, darunter auch die REM-Phase, in der wir träumen. Normalerweise ist unser Geist in dieser Phase wach, es herrscht Gehirntätigkeit in uns, aber die Muskulatur ist gelähmt. Beim Schlafwandeln wird diese Lähmung ausser Kraft gesetzt.

Wann wird man zum Schlafwandler?

Wann besteht die Gefahr des Schlafwandelns? Forscher haben herausgefunden, dass die ideale Zeit zum Schlafwandeln eine stressintensive Zeit ist, in der Geist und Körper überarbeitet sind. Verkehrslärm, allgemeiner Lärm, eine Reizüberflutung, ein traumatisierter Seelenzustand, die Verarbeitung vom Tod eines geliebten Menschen, ein Burnout, das alles sind Faktoren, die zum Schlafwandeln führen können. In einer schwierigen Lebenssituation sollte man sich Hilfe holen, damit der Körper nicht aus Überlastung seine eigenen Wege geht.

Was macht man gegen das Schlafwandeln?

Lieber Besucher, Sie können dem Schlafwandeln entgegenwirken, indem Sie regelmässige Entspannungsübungen machen, Autogenes Training, Yoga, viel Bewegung, Sport, den Stress abbauen, dann beruhigt sich die körperliche Situation wieder.

Wer ein Trauma zu verarbeiten hat, sollte sich nicht scheuen, zur Psychotherapie zu gehen, denn professionelle Hilfe hat noch nie geschadet. Manchmal schafft man es nicht alleine, aus einer ausweglosen Situation herauszukommen, dafür muss man sich nicht schämen, das kommt in den besten Kreisen der Gesellschaft vor. In den USA nehmen die Leute ihren Psychotherapeuten als Coach in Anspruch und fühlen sich gut dabei.

Als ich nach einer meiner Augenoperationen in einem seelischen Ausnahmezustand war und diesen verdrängte, wachte ich eines nachts in der REM Phase auf. Ich erschrak mächtig, denn mein Körper war gelähmt, ich bekam meine Traumphase bewusst mit und bekam eine enorme Angst, da ich bewusst spürte, wie ich wehrlos im Bett lag. Das ist das andere Extrem, wenn man sich in absoluten Stressphasen befindet, und jeder Körper reagiert anders. Manche werden zu Schlafwandlern, manche zu Angsthasen, aber der Körper reagiert auf jeden Stress, denn er will uns damit zeigen, dass wir eine Situation ändern müssen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Ich war reif für den Psychiater.

Ideal finde ich Entspannungstechniken, die man in den Alltag integrieren kann. Spazieren gehen, die Natur geniessen, eine sanfte Musik hören, ein Entspannungsseminar auf CD hören, einen kurzen Mittagsschlaf machen, sich mit Freunden treffen, tief ausatmen, gezielte Atemübungen trainieren, sich Stress und negative Dinge von der Seele reden, Kunst, Literatur und Kultur in den Alltag integrieren, herzhaft Lachen, und notfalls ein Lachtraining, ein Lachseminar besuchen. Dies alles kann helfen, dem Schlafwandeln zu entkommen.

Schlafwandler sind multitasking-fähig

Wer schlafwandelt, kann mehrere Dinge gleichzeitig mit voller Konzentration erledigen, da beim Schlafwandeln alle Sinne gestärkt werden. Man entwickelt eine Art Lockerheit, eine richtig coole Gelassenheit, und so ist man auch tagsüber entspannter und multitasking-fähig. Wer keinen Stress empfindet, ist aufnahmefähiger. Ausserdem entwickelt man beim Schlafwandeln ein sensibilisiertes Nervensystem, welches uns erlaubt, viele Dinge gleichzeitig im Gehirn zu verarbeiten. Dies sollte jetzt aber keine Anregung dazu sein, schlafzuwandeln, denn besser ist es immer noch, wenn man nachts ruhig schläft.


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Elisabeth Putz

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