Die moderne Technik macht ja vorm eigenen K”rper nicht halt, und so hat sich ein neuer Trend im Gesundheitsbereich etabliert, das Self-Tracking. Mit einer speziellen App l„sst sich der gesamte K”rper Tag und Nacht haargenau berwachen. Man kann damit seine Ern„hrung kontrollieren, den Blutdruck, den Puls, sogar die Herzklappenfunktion, den Schlaf- und Wachrhythmus, die Muskelfunktion, die Fettwerte, den Wasserhaushalt, die Knochendichte, ja es gibt kaum etwas, das man nicht berwachen kann. Bitte, da fhlt man sich wie auf einer Intensivstation, nur mit dem Unterschied, dass man fit und gesund anstatt totkrank ist.
Wer fhlt sich eigentlich zum Self Tracking hingezogen? Der Self-Tracker ist ein Mensch, der seinen K”rper genauestens kennt, denn die eigene Gesundheit ist ihm am wichtigsten. Er berl„sst nichts mehr dem Zufall, er l„sst sich niemals gehen, denn er frchtet sich vor Krankheiten und dem k”rperlichen Verfall. Er schaut sogar, ob er beim Z„hneputzen noch eine Runde im Mund drehen muss, und ob er abends noch eine Runde um den H„userblock laufen sollte, damit sein t„gliches Pensum an Fitness get„tigt ist. Die Schritte werden selbstverst„ndlich mitgetracked. Der Nachteil dieser App ist, dass man sich auf die Technik verl„sst und dabei das eigene K”rpergefhl verliert. Der Vorteil daran ist, dass man sich diszipliniert im Griff hat.
Der kleine Fitness Tracker, der einfache Schrittz„hler ist schon der Anfang des technisch hochdosierten Hypes, weil wir unsere Gesundheit respektieren, auch wenn wir gekaufte Smoothies, berzuckerte Nudelgerichte und versalzene Backwaren essen. Es wird uns im Alltag so vieles als gesund pr„sentiert, dass man die Gefahr von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dahinter bersieht. Ich finde, man sollte die einfachen Dinge im Leben zu sch„tzen lernen, denn wie bei der Ern„hrung ist auch im šberwachungsbereich des K”rpers das Einfache grossartig genug. Wer seinem K”rper zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, l„sst ihn wie eine Blume ohne Wasser verkmmern. Wer allerdings zu viel auf die Technik achtet, die den K”rper berwacht, dem droht Stress, weil das Gehirn st„ndig im Dauerstress ist. Viele unserer K”rperfunktionen arbeiten einfach so dahin, mit und ohne šberwachung, aber mit kritischer šberwachung arbeiten sie zunehmend schleppender, da der Dauerstress im šberwachungshirn dafr sorgt, dass der K”rper aus dem Lot kommt.
Stellen Sie sich vor, Sie besitzen eine Self Tracking App, welche tats„chlich alles im K”rper berwacht, sogar das Nierensystem, die Blutzuckerwerte, den Mineralstoffhaushalt, und pl”tzlich bemerken Sie, dass ein Wert nicht stimmt. Sie nehmen sofort Nahrungserg„nzung, schlucken Tabletten und trinken mineralisiertes, hoch dosiertes Wasser. Die Werte spielen pl”tzlich verrckt, Ihr Hirn tanzt Walzer, Ihr Herzschlag l„uft Marathon, und Sie greifen zu noch mehr Nahrungserg„nzung. Haben Sie schon daran gedacht, dass einfach nur die Technik des Trackers berreagiert? Wer sich nicht wohl fhlt, ging bis jetzt zum Arzt, eine gute Entscheidung. Wer sich im hochtechnisierten Zeitalter unwohl fhlt, arbeitet selber an sich herum und ersetzt den Arzt, keine so gute Idee. Und so kann ein berdosiertes Anwenden eines Self Trackers auch hinderlich fr die eigene Gesundheit sein.
Stellen Sie sich vor, Sie verwenden den Self Tracker, berwachen damit einige wichtige Funktionen wie beispielsweise die t„glichen Schritte, den Puls und die Herzfunktion. Wenn die Werte nicht stimmen, berprfen Sie das Ger„t, installieren Sie die App neu, oder Sie bewegen sich zum Arzt. Wer auf seinen K”rper h”rt, weiss, wann es ihm nicht gut geht. Wer auf seine Ern„hrung und die Bewegung achtet, braucht keine Nahrungserg„nzung. Und so leistet ein Self Tracker gute Arbeit, wenn er motivierend im Hintergrund l„uft, ohne dass man sich zu viel Stress im Hirn zchtet. šbrigens w„chst eine Blume dort am besten, wo sie genug Wasser, Licht und Luft bekommt. So sollten auch wir trotz guter Technik immer wieder zu unseren natrlichen Wurzeln zurckfinden. Aber das kleine Kuchenstck ist schon noch drin im t„glichen Fitnesswahn, weil es mir einfach schmeckt. Ich kann es mir ja nachher abstrampeln.
Besitzen Sie schon einen Fitness Tracker? Mit so einem kleinen Armband k”nnen Sie den ganzen Tag ber prfen, ob sie faul oder fleissig sind, ob Sie Ihrem K”rper etwas Gutes tun, oder ob Sie ihn vernachl„ssigen. Bitte, jeder Mensch weiss am Ende eines Tages, ob er eher sportlich unterwegs war, oder seine Zeit im Liegen und Sitzen verbracht hat, nur der Fitness Tracker weiss es besser. Er z„hlt die Schritte, die man gemacht hat, berwacht Herz und Puls, schmiegt sich modisch ans Handgelenk und speichert alle Daten, sodass man auch in einer Woche berprfen kann, wie faul oder fleissig man gewesen ist.
Als ich die Idee eines Fitness Trackers in mein Leben integrierte, motivierte mich das Ding. Das Armband ist in verschiedenen Farben erh„ltlich und passt auf jedes noch so schmale Handgelenk, nur w„hlerisch darf man nicht sein, denn in allen nur denkbaren Farbkombinationen habe ich es bisher nicht gefunden. Damit es zur Kleidung passt, sollte man sich fr neutrale Farben wie schwarz oder weiss entscheiden, dann kann man auch einmal ein rotes oder goldenes Kleid, einen grnen Hosenanzug tragen, ohne dass der Tracker am Handgelenk farblich so hervorsticht, dass ihn jeder fragend anstarrt. Allergisch gegen Armb„nder sollte man wenn m”glich auch nicht sein, denn diese Tatsache kmmerte mich anfangs besonders, da ich meine Handgelenke immer gerne in purer Freiheit erleben m”chte und mich in der Regel alles st”rt, was am Arm entlang gleitet. Mit der Zeit gew”hnt man sich an den Tracker und nimmt ihn nicht mehr als st”rend wahr.
So ein Fitness Tracker ist praktisch fr den Manager, der selten auf seine Gesundheit achtet, mit dem Auto f”rmlich ins Brogeb„ude hinein f„hrt und sich gemtlich an den Schreibtisch setzt. Nur der cholerische Anfall bietet genug Sport in seinem Leben. Mit dem Armband am Handgelenk k”nnte er berprfen, wie oft er die Treppe anstatt dem Lift genommen hat, wie oft er zu Fuss ins Bro gelaufen ist, und ob er beim Golf spielen mehr Gesch„ftsabschlsse get„tigt hat, als B„lle einzulochen.
Auch fr die Hausfrau ist so ein Fitness Tracker interessant, obwohl sie den ganzen Tag ber auf den eigenen Beinen steht. Man kann Hausarbeit mit Training verbinden. Man kann die einzelnen T„tigkeiten im Haushalt mit Fitnessbungen verbinden, sodass man schlank bleibt, auch wenn man die Brotreste der gesamten Familie essen muss. Die gestresste Hausfrau und Mutter, die einige Jobs mehr macht als der Manager, achtet besonders wenig auf ihre Gesundheit, denn die geht im Familienstress unter. Frs Fitnesscenter bleibt kaum Zeit, aber das Armband am Handgelenk st”rt niemanden, es motiviert nur zu mehr Leistung, zu mehr Bewegung. Die Hausfrau sollte eine hochwertige Variante des Trackers w„hlen, damit nicht nur die Schritte gez„hlt werden, sondern auch andere Funktionen wie K”rperfett, Blutdruck und Puls berwacht werden.
Wer nicht genau darauf achtet, dass er in Bewegung bleibt, fr den ist ein simpler Schrittz„hler, die einfachste Variante des Fitness Trackers interessant, weil er abends mit Schrecken sieht, wie wenig er sich bewegt hat. Natrlich motiviert dies alleine nicht, aber am n„chsten Tag wird man sich hten, seine Beine ruhen zu lassen, weil man besser als am Vortag sein m”chte, und das motiviert unendlich. Man muss nur bedenken, dass die Ger„te nicht alle gleich gut sind, denn es gibt Unterschiede in der Qualit„t. Die Programmierung der Software ist ausschlaggebend fr ein gutes Ger„t, denn die Schritte sollen ja exakt gez„hlt werden und nicht nur so ungef„hr. Der Puls muss exakt gemessen werden, und die anderen K”rperfunktionen dienen ja auch nicht der gesundheitlichen šberprfung, wenn sie nur beil„ufig berechnet werden. Die Rechenleistung des Fitness Trackers ist entscheidend. Bei einem teuren Armband kann man fast sicher sein, dass es genauenstens funktioniert, aber auch einige gnstige Tracker liefern gute Qualit„t. Probieren Sie es aus und laufen Sie los. Wer es noch genauer haben m”chte, der wird zum Self Tracking Typ und berwacht sich f”rmlich wie auf einer hauseigenen Intensivstation.
Beim Joggen kann es schnell monoton werden, bis man die Lust und die Motivation verliert. Der Laufsport kann jedoch auch zum trendigen Abenteuer werden, wenn man sich ein GPS System, ein Sporthandy, oder gar einen Minicomputer zulegt, mit dem man seinen Lauferfolg pr„zise messen kann.
Einige Hersteller bieten ausgereifte Joggingger„te an, die wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden. Ein Hersteller, berzeugt sogar mit einem Minichip an der Schuhsohle. Mit diesen Systemen lassen sich Laufergebnisse exakt messen. Man kann je nach Anbieter ber das Handy mit anderen Joggern in Kontakt treten, sich gegenseitig motivieren, seine eigenen Ergebnisse steigern, sein Laufverhalten verbessern, seine Laufzeiten und Laufstrecken notieren, und man bekommt einen šberblick ber seine sportlichen Aktivit„ten.
Sich selbst zu belgen geht damit nicht mehr, denn es wird gnadenlos alles aufgezeichnet. Vor allem kann man mit so einem Minichip an der Fusssohle berprfen, ob man richtig joggt. Mit der Ferse aufzutreten ist ungesund. Mit der Spitze aufzutreten ist gesnder, aber vor allem sollte man kleinere Schritte machen und den Fuss nicht einseitig belasten. Wenn ich meine bisherigen Lauferfolge nachvollziehe, w„re ich ein geeigneter Kandidat fr so ein Jogging High-Tech System, dann wrde ich wahrscheinlich mein Sofa meiden und loslaufen.