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Sitzen macht krank und alt

Sitzen und Liegen kann krank machen
Permanentes Sitzen kann uns auf Dauer krank und alt werden lassen. Forscher haben sich schon länger mit diesem Problem beschäftigt und vermuten, dass viele unserer Zivilisationskrankheiten durch zu langes Sitzen kommen. Hier hilft nur Bewegung, ein hoher Arbeitstisch zum Stehen, ein Stehpult, ein Pezziball im Büro, und Fitness in der Arbeitspause. Wir sitzen aber gerne, am Arbeitsplatz, im Büro, am Abend zu Hause am Sofa, zwischendurch im Auto, eigentlich überall, wo sich ein Sessel in unmittelbarer Nähe befindet. Wir sind zu einer Sitzgesellschaft geworden. Ich ertappe mich selber dabei. Ich arbeite im Sitzen, aale mich sitzend auf der Couch, sitze im Auto, nur nachts schlafe ich im Liegen. Neulich kaufte ich mir sogar Sitzschuhe mit so hohen Absätzen, dass ich unmöglich darin gehen konnte, sodass ich damit quasi zum Sitzen verdammt bin.

Wie sitzt man richtig?

Die richtige Sitzhaltung kann uns ein wenig vor den Folgen der Bewegungsarmut schonen, aber sie ist nur ein Teil der Gesundheitsvorsorge. Man sitzt richtig, wenn man aufrecht sitzt, sich nicht gekrümmt über den Schreibtisch beugt, und wenn man die Füsse auf den Boden stellen kann. Zu hohe Stühle und zu hohe Schreibtische für kleine Leute, zu niedrige Arbeitsplätze für grosse Leute sind daher ungeeignet. Am besten ist ein ergonomischer Arbeitsplatz mit ergonomischen Sitzgelegenheiten. Man sollte die Sitzposition auch regelmässig verändern, damit man nicht zur Salzsäule erstarrt. Und wer Beimschmerzen hat, muss seine Beine regelmässig bewegen, damit die Durchblutung stimmt. Überkreuzte Beine sind übrigens nicht zu empfehlen, weil hier ein Blutstau entstehen kann und ein Bein einschlafen könnte.

Was passiert beim Sitzen?

Was passiert, wenn wir Sitzen? Im sitzenden Zustand nehmen wir eine Körperhaltung ein, welche unser Körper von Natur aus nicht gewohnt ist. Die Wirbelsäule krümmt sich, und wir sind permanentem, unbewussten Stress ausgesetzt. Magen und Darm befinden sich im sitzenden Zustand in einer beklemmenden Haltung, unsere Beinmuskulatur hat nicht viel zu tun, und unser gesamter Körper kann sich nicht richtig entfalten. Besonders schlimm ist die Situation, wenn man gemütlich am Arbeitsplatz im Sessel lümmelt und sich wirklich nicht von der Stelle bewegt.

Risiken beim übermässigen Sitzen

Forscher haben unser Sitzverhalten und die damit verbundenen Risiken überprüft. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir nach langer Sitzerei einen hohen Blutzuckerspiegel, etwa um die 150 bekommen. Das Risiko für Diabetes steigt also auch bei gesunden Menschen in sitzender Tätigkeit an. Der Blutkreislauf wird nicht angekurbelt, die Muskulatur wird nicht richtig trainiert, und so entstehen unter Umständen Herz-Kreislauf Erkrankungen, auch bei vollkommen gesunden Menschen. Wer viel sitzt, braucht einen Ausgleich, sonst streikt der Körper eines Tages.

Sitzen macht alt

Zu viel Sitzen kann uns vorzeitig altern lassen. Es ist ja eigentlich schon genug, wenn Sitzen krank macht, aber für den eitlen Pfau unter uns Menschen kommt zusätzlich hinzu, dass man dadurch schneller altert. Wenn der Blutzuckerspiegel ansteigt, altert die Haut schneller, weil uns Zucker alt macht. Der Blutzuckerspiegel ist wichtig, denn er muss konstant bleiben, damit der Körper nicht pausenlos verzweifelt den Zucker aus der Blutbahn pumpen muss.

Wenn die Durchblutung nicht stimmt, altern wir vorzeitig, da unsere Körperhaut samt Bindegewebe schneller erschlafft. Wenn wir keinen Muskelaufbau betreiben, was wir im sitzenden Zustand nicht tun, altern wir rasant, da der Körper schneller dem Verfall geweiht ist. Wir altern auch schneller, wenn der Körper im Sitzen einem unbewussten Stress ausgesetzt ist, nur weil er diese Haltung als unnatürlich einstuft und sich im Grunde dagegen wehrt. Als ich dies erkannte, baute ich zahlreiche Bewegungsminuten in meinen sitzenden Alltag ein, denn ich bin ein eitler Pfau.

Wieviel Sitzen ist gesund?

Natürlich sollten wir im Sitzen essen, denn für die tägliche Ernährung müssen wir uns Zeit nehmen. Aber wer beispielsweise vormittags bis zu 4 bis 5 Stunden im Büro sitzt, dann eine kleine Mittagspause einlegt, schnell zwischendurch seine Mahlzeiten hinunterschlingt, am Nachmittag wieder bis zu 3 Stunden im Büro sitzt, der bewegt sich eindeutig zu wenig. Experimente haben gezeigt, dass bereits ein 5 Stunden Sitz-Marathon zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen kann, wenn man sein Frühstück nicht ordentlich verdaut hat. Man sollte nur sitzen, wenn es notwendig ist, wenn man müde ist, sich entspannen will, oder wenn man meditiert.

Sitzen und falsche Ernährung

Wer viel sitzt und sich dazu noch ungesund ernährt, der altert besonders schnell, setzt Bauchfett an, verliert zunehmend an Kondition und hat ein erhöhtes Risiko, krank zu werden. Der Körper kann das Essen nicht mehr richtig verwerten, und wenn man dann noch fettreich isst, mit viel Zucker, vielen Kohlenhydraten, wenig Obst und vor allem wenig Gemüse, steigt das Krankheitsrisiko an.

Warum sitzen wir so viel?

Bereits die Kinder sitzen überdimensional viel. Die alte Generation bewegte sich in den Schulpausen, die neue Generation bleibt im Klassenzimmer sitzen und bedient das Smartphone, weil man auf Facebook und Twitter nichts versäumen will. Es hat sich sogar eine Art Facebook-Sucht entwickelt.

Wir bewegen uns kaum noch, weil sich unser Lifestyle geändert hat. Das Internet, tausende Fernsehkanäle, das Smartphone, der Tablet, der hauseigene PC, alles ist wichtiger als Bewegung, aber wir verkümmern dabei. Wer viel sitzt, muss sich zur Bewegung zwingen. Der eitle Pfau wird dies hoffentlich tun, damit er nicht vorzeitig altert. Der Hypochonder wird es tun, damit er einigen Zivilisationskrankheiten entgehen kann. Der Normalverbraucher wird jedoch diesen Bericht hier wahrscheinlich im Sitzen lesen und sich nur mühsam durchringen, Bewegung in den Alltag einzubauen.

Wie baut man Bewegung in den Sitzalltag ein?

Man kann sich in seinem Büro eine Fitnessmatte zulegen, damit man zwischendurch vom Sessel aufsteht und sich bewegt. Man kann das Fahrrad nehmen und das Auto zu Hause lassen, wenn die Strecken nicht allzu lange ausfallen. Man kann die Treppe nehmen und den Lift meiden, auch wenn man oben arbeitet. Man sollte täglich mindestens eine halbe Stunde Sport treiben, damit man einen bewegten Ausgleich schafft. Ich nehme mir am Abend eine Auszeit vom Sitzen, setze mich auf den Heimtrainer, sehe daneben fern, steige nach einer halben Stunde vom Fahrrad und mache Bodengymnastik. Die Wechseljahre spüre ich aber trotzdem.

Sitzen schwächt den Stoffwechsel

Sitzen ist äusserst ungesund, da es den Stoffwechsel hemmt. Bereits nach einer Stunde im sitzenden Zustand fährt unser Stoffwechsel herunter und die Verdauung lahmt. Man kann dem jedoch entgegenwirken, indem man seinen Körper dehnt. Die Bauchmuskulatur muss angespannt werden, Arme und Beine müssen gestreckt werden, und der gesamte Körper sollte so gedehnt werden, dass man im aufrecht stehenden Zustand mit beiden Armen gleichzeitig an die Himmelsdecke greift, symbolisch Äpfel pflückt, und danach jeweils den linken und den rechten Arm abwechselnd dehnt. Auch der Po muss angespannt werden, indem man ihn mehrmals hintereinander zusammenkneift. Man bleibt fit, wenn man die Hände zum Boden streckt, indem man mit ausgestreckten Beinen dasteht, und man kann Stiegen steigen. Man sollte viel mehr stehen, einen Besprechungsspaziergang machen, im Stehen fernsehen und telefonieren, und man muss die Bewegung in den Alltag einbauen, damit der Ruhepuls nicht zu hoch ist.

Zu viel Sitzen kann dement machen

Wer zu viel sitzt, kann dement und vergesslich, verwirrt und leistungsunfähig werden. Das Gehirn schrumpft beim Sitzen eher als beim Bewegen, und auch Alzheimer kann sich schneller entwickeln, wenn man träge ist. Grund hierfür sind die Gehirnzellen, die sich bei Inaktivität und Bewegungsarmut zurückbilden. Wer im Sitzen noch dazu monotone Tätigkeiten erledigt, welche das Gehirn nicht beanspruchen, kann noch schneller dement werden. Hier helfen viel Bewegung zwischendurch und ein regelmässiges Gehirntraining, ein Gehirnjogging, bei dem man gleichzeitig Sport treibt und sein Gehirn geistig trainiert.


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Elisabeth Putz

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