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Wie gesund ist Slowfood?
Wenn Sie in einen Apfel beissen, fühlen und spüren Sie, wie frisch er ist. Manche Äpfel sind auch nahe an der Sterbensgrenze und gehören ins biologische Altersheim, auf den Biomüllhaufen. Wenn Sie mit den Zähnen den Apfel anknabbern, hören Sie, wie er kracht. Ein frischer Apfel knistert so richtig zwischen den Zähnen. Den Apfel können Sie hören, und so richtig tolle Äpfel klingen wie Musik in den Ohren, sodass man sie förmlich in den Ohrmuscheln verschwinden lassen möchte. Der Apfel schmeckt lecker, was! Ich hoffe, Sie haben nicht einen erwischt, der das vergangene Jahr bereits überlebt hat? Wir geniessen unsere Ernährung mit allen Sinnen, wenn wir möchten, nur mögen müssen wir es. Manche Leute essen so hastig dahin, als ob sie einen Dauerlauf bei Tisch machen würden. Für diese Leute ist das Einlaufen ins schnelle Ziel jeden Tag eine Herausforderung, wenn es Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt. Ich traf mich einmal mit einem Freund zum Abendessen. Als ich noch dabei war, den Reis auf meinen süss-sauren Ententeller zu schütten, war er bereits mit dem Essen fertig. Der Abend wird wahrlich sehr kurz, dachte ich. Wer übrigens so langsam isst, wie ich, der schafft bis zur Mittagspause sein Frühstück. Man hat ja sonst nicht viel zu tun! Slowfood - wenigstens beim AbendessenLieber Besucher, ich weiss, Sie sind permanent im Stress, aber wenigstens das Abendessen sollten Sie langsam im Schneckentempo geniessen, denn am Abend hat doch jeder Mensch Zeit zum Schlendern. Wer langsam ist, nimmt nicht so schnell an Gewicht zu und ernährt sich bewusster. Wer langsam isst, kann sich mit seinem Essen unterhalten und es mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie saugen das Essen mit den Augen auf, lassen es am Gaumen liegen, damit sich die natürlichen Aromen im Mund spürbar verteilen, und wenn sich das Essen im Magen zu Ruhe legt, unterhält sich das Salatblatt im Bauch mit dem Apfel, der auf seinen weiteren Verarbeitungsprozess wartet. Ist das nicht gesünder, als sein Essen gar nicht wahrzunehmen? Wenn die Nahrung langsam und gemütlich durch unseren Körper schleicht, haben alle Sinne etwas davon. Slowfood mit wenig FettProbieren Sie einmal, auf fette Nahrungsmittel gezielt zu verzichten. Die gesunde Ernährung wandert bereits beim richtigen Einkaufen in Ihren Körper. Meiden Sie die Ecke mit den Fertiggerichten für die Mikrowelle, in der Sie früher Stammgast waren. Machen Sie dafür die Obst und Gemüseabteilung im Supermarkt zu Ihrem zweiten Wohnzimmer, wo Sie sich unter den Äpfeln und Bananen wie zu Hause fühlen. Ihr Körper wird es Ihnen danken, wenn er schlank bleiben darf. Und zur Belohnung bekommen Sie tiefe Blicke und Komplimente von Ihren Mitmenschen, besonders von den Neidern, die nicht so schlank sind wie Sie. Man ist, was man isst. Wenn jemand nur Semmel isst, sieht er auch aus wie eine Semmel. Wenn jemand Obst und Gemüse isst, sieht er so fit und gesund aus wie das frische Obst und Gemüse. Wenn jemand viel Wasser trinkt, sieht seine Haut frisch und elastisch aus. Und wenn einer wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, beginnt er sich an vielen Stellen des Körpers zu runzeln. Wie kocht man gesundes Slow-food?Mittlerweile gibt es ganze Kochkurse und eigene Gruppen, die sich als bekennende Slow-food Liebhaber outen. Langsames Essen ist nicht nur das pure Essen alleine, sondern eine ganze Lebensart. Man bereitet gesunde Gerichte aus natürlichen Nahrungsmitteln zu. Das Wichtigste ist das Schneiden und Zerkleinern der Nahrungsmittel. Haben Sie schon einmal Obst und Gemüse so richtig klein geschnitten? Die meisten Leute sind zu faul dazu und kaufen sich gleich kleingeschnittenes Zeug. Obst und Gemüse, welches bereits aufgeschnitten wurde, beginnt ab der ersten Schnipselminute an zu faulen, denn es entwickeln sich Bakterien darauf. Beim Slow-food wird übrigens alles selber gemacht, auch die Sossen und Beilagen. Die Tiefkühltruhe mit den Fertigpommes ist da ein absolutes Tabuthema. Mit ein wenig Übung werden Sie aber immer schneller beim Zubereiten des Essens, sodass Sie den Abend noch geniessen können. Auch einen gesunden Burger mit Pommes Frites kann man als Slow-food zubereiten. Grosse Kartoffel in schmale Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und im Backofen für ca. 15 Minuten backen. Als Burgerbrot dient ein Vollkornbrötchen. Die Sossen werden je nach Vorlieben selber angerührt. Ich liebe frische Tomatensosse und Dillsosse. Im Burger befinden sich beispielsweise Hühnerstreifen, die man selber in etwas Olivenöl herausgebraten hat. Eine fischige Variante von Slow-food ist der gesunde Garnelen-Reis-Teller mit Gemüse. Man schneidet Gemüse nach Wahl. Mir schmecken Paprika, Gurken, Karotten, Zucchini, Ananas für den süssen Geschmack und grüne junge Erbsen. Man nimmt naturbelassenen, ungeschälten Reis, welcher zwar länger benötigt, bis er fertig gekocht ist, aber dafür schmeckt er besser. Man nimmt Garnelen, die man zusammen mit dem Gemüse gart. Ich gebe Olivenöl zum Gemüse dazu, das tut auch den Garnelen gut.
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