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Steinzeitdiät - Abnehmen mit der Paleo Ernährung

Nüsse essenWalter L. Voegtlin schrieb ein Buch mit dem Titel Steinzeitdiät. Darin beschreibt er, dass der Mensch ein Fleischfresser sei und seine genetischen Veranlagungen der Ernährung anpasste. Wissenschaftlich ist jedoch bewiesen, dass der Mensch ein Allesfresser ist. In der Altsteinzeit ernährten sich die Menschen vollkommen anders, viel spartanischer als in der mittleren und in der Jungsteinzeit. Und so ist die Definition darüber, was man bei der Steinzeitdiät essen darf, umstritten.

Die Steinzeit Diät, oder auch Paleo Diät genannt, ist eine Lebensform, welche die Menschen in der Steinzeit prägte. Man muss sich allerdings bewusst machen, dass die Lebensdauer damals nicht so lang anhielt wie in unserer heutigen Zeit. Die damaligen Menschen ernährten sich von Wildfrüchten, vom naturgegebenen Obst und Gemüse, von Wildfleisch und Insekten. Dies hat mit unserem heutigen Ackerbau nicht mehr viel zu tun. Kartoffel, Reis, Getreide, Salat, Gemüse aus dem Garten, all dies wurde in der Steinzeit nicht geboten. Dafür gab es Wildbeeren aller Art, die heute längst ausgestorben sind.

Und so ist die heutige Steinzeit Diät nicht mehr direkt anwendbar, da sie kaum einen Nutzen bringt. Man nimmt zwar mit Obst und Gemüse ab, kann jedoch mit einseitiger Nahrung seinen Darm schädigen. Unser heutiges Getreide enthält Abwehrstoffe, die sowohl für Mensch und Pflanze gut sind. Diese Stoffe sind auch in Milch enthalten. Die Steinzeit Diät würde uns jedoch all dies nicht erlauben. Eine nahrhafte Avocado dürfte man beispielsweise nicht essen.

Wie gesund ist die Steinzeit-Ernährung?

In der Molekularmedizin geht man davon aus, dass der Mensch am besten gedeiht, wenn er die Ernährung bekommt, die ihm gut tut. In der Steinzeit war es eine simple Ernährung, einfach und naturgetreu. Allerdings musste der damalige Mensch selber nach seiner Nahrung suchen, war ständig unterwegs und hatte einen viel stabileren Körperbau als wir ihn heute kennen. Heute kommt das Essen zu uns, wir setzen uns hin und geniessen es, weil das heutige Essen nicht alleine fürs reine Überleben zuständig ist. Früher ernährten sich die Leute von Kräutern, Pilzen, Samen, Gräsern, Wurzeln, Wildfrüchten, Beeren, und hin und wieder von Wildfleisch. Heute finden wir dieses Wildgemüse nicht mehr im Urzustand vor, weil Jahrtausende dazwischenliegen, welche unsere Nahrung verändert haben. Trotzdem ist die Vollwertkost auch für den modernen Menschen eine der besten Ernährungsmethoden, da hier der Körper alles bekommt, was er braucht. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind hier seltener anzutreffen, da nichts weiterverarbeitet wird, wenn wir uns nach der Steinzeit-Methode ernähren. Getreide gibt es seit etwa 10000 Jahren, wobei wir früher das volle Korn, und heute grösstenteils nur einen kleinen Teil davon verwerten. Heute finden wir Emulgatoren und Stabilisatoren im Essen vor, woraus Allergien und Unverträglichkeiten entstehen können. Wer sich wie ein Urmensch ernähren möchte, der sollte Wildkräuter und Wildfrüchte sammeln, sich sein Essen selber besorgen und möglichst auf alles verzichten, was aus dem Supermarkt kommt. Leider ist dieser Ernährungsweg schwer, aber er macht schlank und hält uns fit.

Was darf man bei der Steinzeitdiät essen?

In der Jungsteinzeit wurde bereits in dezentem Ausmass mit dem Ackerbau begonnen, aber nicht in unserer heutigen Form, sondern in einer naturbelassenen Form, ohne Düngemittel. Der Boden war anders beschaffen als unser heutiger Boden, und so ernährten sich die damaligen Menschen aufgrund der Beschaffenheit der Natur vollkommen ausreichend. Dies würden die heutigen Gegebenheiten der umweltverseuchten Natur gar nicht mehr hergeben. So müssen wir bei der jetzigen Paleo Ernährung grosse Abstriche machen.

Erlaubt sind Beeren aller Art. Es müssen erst einmal Wildbeeren gefunden werden, und da dies mühsam ist, verzehrt man bei der Paleo Diät eben konventionell angebaute Beeren. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe, die sogar das Altern hinauszögern können. Fleisch ist erlaubt, wenngleich unsere heutigen Schlachttiere aus konventioneller Landwirtschaft, oder aus Biozucht bestehen.

Man ernährt sich bei der Steinzeitdiät grundsätzlich von dem, was man glaubte, dass die Menschen in der Steinzeit gegessen haben. Meeresfrüchte, Schalentiere, Fisch, Muscheln, Gräser, Pflanzen aller Art, getrocknete Früchte wie Feigen und Datteln, Wildfleisch wie Kaninchen, Reh oder Hirsch, Wildschwein und Wildkühe, Eier, Kräuter, Nüsse, Pilze, Kastanien, Honig, und viele weitere, aus der Natur gewonnene Güter. Sie müssen jedoch aus Wildwuchs bestehen und nicht in unserem Sinn im Garten angebaut werden. Da braucht man viel Zeit, um seine Nahrung zu beschaffen. Diese Zeit kann ich mit meinem täglichen Arbeitspensum nicht aufbringen.

Was darf man bei der Steinzeitdiät nicht essen?

Im Grunde sind sämtliche Nahrungsmittel, die wir heute aus Ackerbau und Viehzucht gewinnen tabu, aber daran halten sich nicht alle Leute, da grundsätzlich der Gedanke gilt, alles essen zu können, was uns die Natur schenkt. So sehen einige Menschen die heutige Steinzeit Ernährung als moderne Paleo Diät an und schliessen den Ackerbau mit ein, denn auf Getreide und Brot zu verzichten, fällt schwer, wenn man zusätzlich auf einige weitere Energielieferanten verzichten muss.

Man muss auf Alkohol, Kaffee, Fertiggerichte, Fast-Food, Speiseöl, sogar auf Olivenöl verzichten, weil es weiterverarbeitet wird und dies in der Altsteinzeit nicht der Fall war. Grundsätzlich darf man, wenn man es genau nimmt, keine Milch und Milchprodukte, nicht einmal Sojamilch verzehren, keinen Zucker, keine Schokolade, keine Kartoffel, kein Getreide, kein Gemüse aus dem Garten, und so fallen auch Tomaten, Karotten, Lauch, Salat, alles Grünzeug, welches wir heute im modernen Gartenanbau züchten, weg. Dies ist meiner Meinung nach keine langfristig gesunde Ernährungsvariante, ohne dass man Mangelerscheinungen davon bekommt. Der heutige Mensch ist vollkommen anders gebaut als der alte Steinzeitmensch, nur das Grundgerüst blieb bis heute gleich. Schon unser hochaktives, auf Leistung ausgerichtetes Gehirn benötigt andere Nahrung als das Gehirn des Steinzeitmenschen. Dies sollte man bei dieser Diätform berücksichtigen.

Wie gesund ist die Steinzeitdiät?

Die Steinzeitdiät kann meiner Meinung nach nicht als vollständige, langfristig durchgeführte Ernährungsform wirksam sein, da sie für den heutigen Menschen und seine lange Lebensdauer ungesund ist. Wer auf Dauer auf eine moderate Form der Steinzeit Ernährung umsteigen möchte, dem empfehle ich, Insekten, Larven und Maden zu essen, was für uns gewöhnungsbedürftig erscheint, in anderen Kulturkreisen jedoch praktiziert wird. Man braucht Eiweisslieferanten. Ich bekomme Insekten nicht magenabwärts, ohne dass ich mich davor ekle, und so könnte ich vor dem vollen Teller verhungern, was auch eine Diätvariante wäre.

Kurzfristig kann so eine Paleo Diät schon Wirkung zeigen, da man seinen Körper entlastet, indem man auf sämtliche industriell erzeugte Produkte verzichtet. Ich würde allerdings alles verwenden, was mir unsere heutige Natur bietet.

Studien haben gezeigt, dass es einen Rückgang der Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen im Zusammenhang mit der Steinzeit Ernährung gibt, jedoch sind diese Studien oftmals nicht ausreichend, da sie nur unzureichend ganzheitlich durchgeführt wurden. Ich kann mir vorstellen, dass man gesünder lebt, wenn man sich nach der Paleo Methode ernährt, aber ich würde sie nicht auf ein Minimum reduzieren, da mir sonst womöglich wertvolle Nährstoffe und Fettsäuren fehlen würden.

Erfahrungen mit der Steinzeitdiät

Ich habe diese Form der Diät ausprobiert. Am schwersten fiel es mir, auf Brot und Milch, auf Käse und Fett zu verzichten. Meine Blutwerte haben sich leider verschlechtert, denn irgendetwas mag wohl mit dieser Ernährungsform in meinem Körper gefehlt haben. Ich habe jedoch damit abgenommen, anfangs nur ein wenig, aber plötzlich unheimlich viel, sodass ich mein Gewicht kaum noch halten konnte. Ab diesem Zeitpunkt bin ich wieder auf normale Kost umgestiegen und nahm Brot, Speiseöl, Oliven, Gartengemüse und Milchprodukte wieder in meinen Speiseplan auf.

Im Grunde ernähre ich mich ohnehin natürlich, verzichte weiterhin auf Zucker, Süssigkeiten und Schokolade, ernähre mich ohne Fast-Food und Fertiggerichte, meide alle weiterverarbeiteten Produkte, alle industriellen Lebensmittel mit Zusatzstoffen, und so ernähre ich mich grob gesehen nach der Steinzeit Methode. Nur hin und wieder streift mich eine leckere Orangenschokolade von der Seite.

 


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Elisabeth Putz

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