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Ungesund kochen und schnell essen macht krank

FastfoodWer ungesund kocht, ernährt sich auch ungesund und kann dadurch krank werden. Viele Zivilisationskrankheiten entwickeln sich aus einer ungesunden Kochkultur heraus. Am schlimmsten sind die Wettessen, die vorwiegend in den USA praktiziert werden. Man ißt so schnell und so viel wie man kann, und der Sieger erhält Prämien und satte Preise.

Wir, die Deutschen, Österreicher und die Briten sind absolute Kochmuffel. Wir lieben das Fastfood, kochen nicht gerne, tauen Tiefkühlkost auf, bereiten Fertiggerichte zu und freuen uns, wenn das Essen schnell fertig ist. Ausgenommen sind hier die Veganer, denn die müssen ihr Essen gut überlegt zubereiten, damit sie nahezu ohne Nahrungsergänzung auskommen.

Die Inder, die Ukrainer und die Afrikaner sind gesunde Köche, denn sie belegen die ersten 3 Plätze beim Thema gesundes Kochen. Wir essen übrigens zu viel schlechtes, billiges Fleisch aus Mastbetrieben, denn es lacht uns aus dem Discounter an. Wir verschlingen auch die Mahlzeiten zu schnell. Hier sind die Italiener, die Spanier und die Franzosen Vorbilder, denn sie zelebrieren das Essen.

Die Franzosen essen ausgiebig und langsam. Die französische Küche ist mediterran, bietet abwechslungsreiche Kost und schmeckt so gut, dass jede Liebe zuerst durch den Magen geht. Es gibt in Frankreich sogar Supermärkte, die sich rein auf Bio-Fertiggerichte spezialisiert haben, sodass die gestresste Frau abends noch ein leckeres Menü zaubern kann. Hier gibt es Fertiggerichte ohne Aromen und Zusatzstoffe, welche man abwechslungsreich mit frischen Zutaten erweitern kann. So hat man eine biologische Basis und kocht trotzdem gesund.

Die Engländer kochen ungesund. Ich habe noch nie so reichhaltiges, vielfältiges Fast-Food wie in England gesehen. An jeder Strassenecke wird man mit Pizzaecken beliefert, Fast-Food Ketten reichen sich förmlich die Hand, so eng stehen sie nebeneinander, und der Kochmuffel erlebt sein wahres Paradies. Ich habe aber auch selten irgendwo in einem Land gesehen, wie schnell und künstlich die Fertiggerichte in England zubereitet werden. Wahrlich, da spart man Zeit, die man wahrscheinlich später benötigt, wenn der Körper zu schwächeln beginnt und krank wird.

Wie entkommt man dem Kochmuffel?

Wer kein Kochmuffel mehr sein möchte, der muss umdenken, so lange, bis es im Kopf Klick macht. Ich habe mir zu diesem Zweck einige Berichte über Kranke angesehen, die mich sehr erschreckt haben. An Diabetes Melitus erkrankte Menschen, die sich vorwiegend von Fertiggerichten ernährten, machten auch zusätzlich wenig Sport, da sie zu müde dafür waren. Ein Patient, der an einer Darmkrankheit litt, stieg vom Fast-Food auf gesunde Kost um und durfte seine Medikamente halbieren. Ein an schwerem Übergewicht Leidender begab sich auf den mühsamen Weg, sein Körpergewicht zu reduzieren und kaufte sich das erste Kochbuch. Ich begriff, ein Kochmuffel zu sein, kann bedeuten, dass man folglich an Zivilisationskrankheiten leiden könnte.

Der erste Schritt aus dem Kochmuffel Dasein heraus zu kommen, ist selber zu kochen. Man kauft sich ein Kochbuch, möglichst ein gesundes, kauft sich unverarbeitete, naturbelassene Lebensmittel und beginnt einen neuen Lebensstil. Der zweite Schritt ist das Durchhalten, denn man muss es schaffen, an den gut duftenden Fast-Food Läden und an den tiefgekühlten und in Konserven verpackten Fertiggerichten im Laden vorbeizukommen, ohne zuzugreifen. Ich habe das Geschäft gewechselt und kaufe jetzt beim Obst- und Gemüsehändler ein, denn der hat auch eine üppige Käsetheke und eine kleine Fleisch, Wurst, und Fischtheke, ein paar Eier und Kleinkram.

Schnelles Essen und schnell kochen - das liegt im Trend

Entgegen jeder Vernunft hat eine Studie belegt, dass wir zu schnellem Essen und schnellem Kochen tendieren. Aus Zeitmangel greifen wir auf Fastfood und Fertigprodukte zurück, kombinieren sie mit frischen Kräutern, Gemüse und frischem Fleisch, geben Fertigsoßen darüber und verschlingen unser Essen oft im Stehen, blitzschnell unter Zeitdruck, oder gar während des Fernsehens. Viele Frauen entscheiden sich für die Pizza am Sofa, essen gerne Nudel und Pasta, wobei die Männer den Döner im Stehimbiss, Fleischgerichte aus der Packung und das Fastfood Restaurant bevorzugen. Schnelles Essen sollte zudem noch gesund sein, aber Konservierungsmittel und Zusatzstoffe sind nun einmal keine grossartigen Gesundheitsfaktoren. Und so müssen wir noch viel üben, um gesund zu kochen und vor allem selber zu kochen.

Zeit sparen durch Vorkochen

Vorkochen liegt im Trend, auch wenn dies eine eher ungesunde Variante des Kochens ist. Manche Leute kochen für eine ganze Woche vor, aber im Durchschnitt sollte man nicht länger als für 2 bis 3 Tage vorkochen. Man spart Zeit, wenn Gullasch, Pasta, Teigwaren, Soßen, eingelegtes Obst und Gemüse konserviert bereitstehen und nur kurz aufgekocht oder in der Mikrowelle warm gemacht werden. Man kann auch einen Teil vorkochen und einen Teil frisch kochen, die Pasta konservieren und die Nudel frisch zubereiten. Ich rate jedem, der vorkocht, frische Salate und frisches Gemüse dazu zu kochen, damit der Körper auch die nötigen Vitamine abbekommt. Vor allem die wasserlöslichen Vitamine wie das Vitamin C, müssen wir aus frischen Lebensmitteln zu uns nehmen. Wenn wir nämlich krank werden, weil wir nichts mehr Frisches essen, können wir auch nicht mehr vorkochen, dann brauchen wir Essen auf Rädern, und das ist teilweise geschmacklich und qualitativ durchwachsen.

Lärm verändert den Geschmack des Essens

Wer kocht, sollte leise Musik hören, aber sich bloss nicht von Lärm ablenken lassen, denn dann kann man noch so gesund und lecker kochen, das Essen wird verfälscht schmecken. Wer bei hoher Lärmbelastung isst, wird auch keine Freude beim Essen haben, und so sollte man laute Restaurants und lärmintensive Imbissstuben meiden. Lärm verändert den Geschmack des Essens insofern, als dass man süss und sauer, bitter und salzig nicht mehr so stark wahrnimmt. Man hat weniger Lust auf Süsses, was beim Abnehmen helfen kann, aber dafür hat man mehr Lust auf deftiges Essen, was unserer Figur nicht gut tut. Bereits bei 85 Dezibel, was einem Presslufthammer entspricht, vergeht einem die Lust aufs Essen. So sollte man nicht neben einer stark befahrenen Strasse oder neben einer Autobahn essen, und zu Hause sollte man alle Lärmquellen vermeiden.

 


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Elisabeth Putz

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