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Wie funktioniert artgerechte Haustierhaltung?

Ein Hase als HaustierBemuttern Sie Ihr Haustier? Erdrücken Sie es mit Ihrer grenzenlosen Liebe? Haben Sie überhaupt ein Haustier? Wahrlich, man kann seine Haustiere überpflegen, die lieben Kleinen sind ja auch nur Menschen mit Nerven, und diese Nerven kann man strapazieren, wenn man sein Haustier vermenschlicht.

Es gibt Leute, die sprechen den ganzen Tag mit ihren Lieblingen und sind der festen Überzeugung, das Tier ist so klug, dass es die verniedlichte Menschensprache versteht. Das Haustier denkt sich bestimmt, die Zweibeiner haben nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn sie unentwegt Wulli Wulli Wulli sagen. Zweibeiner haben manchmal wirre Konstrukte im Gehirn, welche sich dann in einer Art unterentwickelter Babysprache äussern. Unsere Nachbarin schreit und schimpft beispielsweise regelmässig mit ihren Hunden, mittlerweile sind es drei Stück, ja, das ist auch eine Art von Liebe und soll dem Vierbeiner zeigen, Frauchen hat dich lieb, wenn du das tust, was Frauchen will.

Es gibt Leute die dinieren mit ihrem Haustier und servieren ihm ein Mehrgängemenü. Ich könnte schwören, die mästen ihr Haustier. Wenn mich mein Lebenspartner mit einem Mehrgängemenü überrascht, muss ich zuvor wirklich etwas grosszügig Gutes angestellt haben, und ich könnte schwören, das kommt selten vor, denn meistens stelle ich nur Unsinn an. Dann gibt es Spinat mit Kartoffeln, Polenta oder Reissuppe anstatt eines Mehrgängemenüs. Ach ja, ich vergass, ich bin ja kein Tier, auch wenn ich Tiernamen besitze.

Bitte, keine Sorge lieber Haustierbesitzer, Ihr Liebling darf weiterhin mit Gourmetfutter vom Silberteller überfüttert werden, es gibt mittlerweile Fitnessstudios für dicke Haustiere. Da laufen dann Hund und Katze am Laufband um die Wette, wenn sie so dick geworden sind, dass sie optisch einem Viereck gleichen. Wenn das Laufband zu schnell programmiert ist, fällt Wauwi auf die Schnauze und muss sich erst einmal ausruhen. Tiere werden zu dick, wenn man die natürlichen Kurven nicht mehr erkennt. Dies übersehen viele Haustierhalter, wenn sie ihr Tier zu üppig mästen.

GPS-Systeme für Haustiere

Neue GPS-Systeme, vor allem GPS-Tracker sorgen dafür, dass das geliebte Haustier technisch auf dem neuesten Stand ist. So kann man beispielsweise bei Hunden und Katzen verschiedene Körperfunktionen testen, bei trägen Tieren erkennen, ob sie zu wenig Auslauf haben, oder man kann sie orten. Das ist praktisch, denn wenn der Hund beim Gassi-Gehen verloren geht, braucht man nicht alle Gassis abzusuchen, man kann ihn orten. So wissen die Besitzer immer, wo sich ihre Lieblinge gerade herumtreiben. Zu viel Multimedia ist für ein Tier wahrscheinlich überflüssig, denn kein Vierbeiner der Welt braucht unbedingt ein Smartphone, eine Digitaluhr oder eine Spielekonsole, aber notwendige Technik ist vorteilhaft, wenn es um die Lebensqualität geht. Früher besassen Tiere noch animalische Urinstinkte, heute sind sie Hausbewohner und nehmen vermehrt menschliche Züge an.

Erdrückende Haustierhaltung - Hilfe, zu viel Liebe!

Kann ein Haustier überstrapaziert werden, wenn man es zu oft streichelt? Wenn ich meine Haare gründlich kämme, werden sie schön seidig glatt. Wenn man sein Haustier knuddelt und streichelt, fühlt es sich wohl und geht automatisch weg, wenn das Tier genug Streicheleinheiten abbekommen hat. Schlimm wird es erst, wenn man dann seinen Liebling wieder einfängt, festhält und weiterknuddelt. Davon wird das Fell auch nicht seidiger.

Menschen und Tiere haben unterschiedlich ausgeprägte Kuschelbedürfnisse. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass in uns Menschen beim Streicheln eines Tieres das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Wahrlich, Hormone können verrückt spielen. Ich muss glatt einmal testen, wie viel Oxytocin bei mir ausgeschüttet wird, wenn ich meinen Lebenspartner übers Haar streichle. Oder den netten Verkäufer im Thalia Buchladen in den Cityarcaden, oder meinen Anwalt, meinen Arzt, meinen Heizungsableser? Gegen den Strich?

Ein Haustier kommt übrigens auch auf den Menschen zu, wenn es sich seine Streicheleinheiten abholen will. Und wenn Ihre Katze beim Streicheln schnurrt, machen Sie garantiert etwas richtig. Und wehe, Sie streicheln gegen den Fellverlauf, gegen den Strich, dann tun Sie mir nicht leid, wenn sich die Katze wehrt und kratzt.

Mangelnde Haustierpflege - pfui, ich werde vernachlässigt

Nun, ein Lebenspartner geht fremd, wenn er zu Hause über einen längeren Zeitraum keine Liebe und Zuneigung erhält. Wo geht aber ein Haustier hin, wenn es sich vernachlässigt fühlt? Haustiere wollen auch geliebt werden, denn es sind Lebewesen wie Sie und ich. Zur Erinnerung, ich bin eine Goldmaus. Haustiere brauchen auch ein gewisses Ausmass an Pflege, denn der Futternapf muss sauber sein, das Tierklo soll gut duften und das Haustier selbst will auch trendig gestylt und gepflegt aussehen.

Da hat der Lebenspartner auf zwei Beinen einen entscheidenden Vorteil, die Liebe holt er sich bei seiner geliebten Zweitfrau und stylen kann er sich alleine. Wenn Sie Ihrem Kind ein Haustier zur Freude schenken, bedenken Sie, dass die Arbeit an Ihnen kleben bleibt wie nasses Laub, denn das Kind will die Freude geniessen und danach ist Pause. Manche Haustiere sind wahrliche Lebensaufgaben, denn ein Hausschwein oder ein Ziegenbock brauchen mehr Pflege als eine zufriedene Katze, die bloss am Sofa liegt und sich selbst genüsslich reinigt.

Wieviel Auslauf braucht ein Haustier?

Unsere Haustiere teilen sich eine Wohnung mit uns Menschen, denn sie wohnen dort, wo Herrchen und Frauchen leben. Haben Sie schon einmal einen Hund gesehen, der in einem eigenen Haushalt lebt. Sein Frauchen überlegt es sich noch, wann sie und ihr Hund endlich zusammenziehen wollen.

Womöglich geht die Beziehung in die Brüche, dann braucht man den Hausrat nicht wieder mühsam voneinander zu trennen. Haustiere brauchen genügend Freiraum für ausgiebige Spaziergänge und genug Auslauf. Arm sind Hunde dran, die eine gewisse Grösse bereits überschritten haben und in einer 30 Quadratmeter Wohnung leben. Ein Garten ist ideal für das Wohlbefinden eines trendigen und gesunden Haustiers.

Achtung, die neue Hauskatze muss zuerst aber bitte domestiziert werden, sonst sehen Sie die nie wieder, wenn sie einmal über den Gartenzaun gesprungen ist und die Freiheit gerochen hat. Zwerghasen und Kanarienvögel sind da auch sehr schnell im Abhauen, wenn man ihnen ein Fenster oder ein Türchen in die gut riechende Freiheit öffnet. Da schaut der kleine Niels nicht mehr zurück, wenn er den Duft von natürlicher Waldluft atmet, weil das Fenster versehentlich offen steht. Wenn Sie sich ein Haustier zulegen, denken Sie bitte daran, dass das gute Tier auch einen Lebensraum braucht, denn vier Beine sind platzfressender als manche Zweibeiner.

Ein Minimum an Freiraum für Haustiere

Glauben Sie mir, der Goldfisch braucht nicht den Auslauf, den ein ausgewachsener Schäferhund benötigt. Er muss jedoch genügend Schwimmraum in seinem Aquarium besitzen. Ich habe schon Aquarien gesehen, in denen tummelten sich so viele Fische, dass sie sich gegenseitig behinderten und manche dabei starben.

Lieber Besucher, halten Sie sich ein Haustier nicht aus einer reinen anfänglichen Euphorie heraus, denn das Tier möchte Aufmerksamkeit geschenkt bekommen. Grosse Hunde in kleinen Wohnungen leben so, als würde ein Mensch eine 600 Liter Kühlschrankschachtel bewohnen. Tiere auf engstem Raum, das ist unzumutbar, denn denken Sie immer daran, das kleinste Tier ist auch nur ein Mensch.

Modische Outfits und Bekleidung für Haustiere

Übrigens brauchen die Lieblinge das passende Outfit. Wenn ich ein Haustier wäre, dann würde ich mich bewusst dazu entscheiden, ein Hund zu sein, denn dann käme ich in den edlen Genuss, die neueste Hundemode zu tragen. Ich gehe dann mit meinem Frauchen im Partnerlook Gassi, sie im pinken Zobel aufs Klo und ich in meinem kleinen Zöbelchen hinter den Busch. Ich liebe pink, wuff wuff.

Hamster und Hase besitzen schon ein Fell, die benötigen keine Extraklamotten, aber bei Hunden bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob die noch ein eigenes Fell besitzen, denn Hunde sind wie Menschen. Sie gehen zum Friseur, lassen sich die neueste Hundemode auf den Leib schneidern und besitzen einen grösseren Kleiderschrank als ich. Lieber Besucher, pflegen Sie das Zusammenleben mit Ihrem Haustier, denn Sie verfolgen damit einen ganz persönlichen, gesellschaftsfreundlichen Lifestyle, den Tier-im-Haus-Style.

Warum brauchen wir Haustiere?

Manche Leute halten sich Haustiere aus purer Langeweile oder aus reiner Einsamkeit. Das ist nichts Falsches, solange man das Tier liebt, denn Tiere sind auch nur Menschen.

Manche Leute halten erschreckender Weise ein Haustier aus reiner anfänglicher Euphorie heraus und kümmern sich nachher nicht mehr ums Tierchen. Dann muss der Hund alleine nach Hause finden, wenn er auf der Autobahn ausgesetzt wird und die Familie in Ruhe Urlaub machen möchte. Bitte, es gibt Tierheime und auch die edle Variante der Unterkunft, Tierpensionen, Hundehotels, Katzenhotels.

Gut, wenn Sie einen Lebenspartner besitzen, kann dies auch schon ein halbes Haustier sein. Goldbären, wilde Tiger auf zwei Beinen, feuerspeiende Drachen oder kleine, süsse Goldmäuse sind aber auch wahrlich niedliche Zeitgenossen, wenn man sie beim Kosenamen nennt. Manche Lebenspartner benehmen sich übrigens wie kleine Haustiere, wenn sie die Zahnpastatube morgens offen lassen, den Klodeckel aus hygienischen Faulheitsgründen offen lassen und den Frühstückstisch nicht aufräumen.

Manche Partner sind grössere bis bereits ausgewachsene Haustiere, wenn sie ihre Socken nicht wechseln, die Unterwäsche nur wechseln, wenn auch die Autoreifen zu wechseln sind und in der Nase bohren, auch wenn ihnen nur das Ohr juckt. Mein Lebenspartner bezeichnet mich als süsse Maus. Ich sah mir die Konditionen seiner Hausratsversicherung an, entdeckte darin den Passus, dass Kleintiere mitversichert sind, und schon ersparte ich mir eine eigene Hausratsversicherung, da ich ja als waschechte Hausmaus in der Versicherung voll integriert bin. Wenn ich mich als süsse, kleine Goldmaus verletze, fällt dies unter Sachbeschädigung, also nichts Gravierendes.

Welches Haustier wären Sie gerne?

Ich bin eine vermenschlichte Wildkatze und habe neulich den Lattenrost im Bett kaputt gemacht. Lassen Sie uns aber jetzt ein wenig abschweifen und über den Lifestyle der vierbeinigen, echt tierisch angehauchten Haustiere sprechen. Haben Sie Ihr Haustier schon einmal im Alltag beobachtet? Die kleinen Tierchen pflegen wirklich einen gut durchstrukturierten Alltag.

Sie fressen, gehen auf die Toilette und putzen sich sogar. Manche beschäftigen sich auch mit richtig vergeistigten Tätigkeiten wie dem Spielen mit einem bunten Wollknäuel oder mit dem Fangen des eigenen Schwanzes. Beobachten Sie einmal Ihre Katze oder Ihren infantilen Hund, wenn er oder sie hinter dem eigenen Schwanz her rennt und sich verzweifelt fragt, wann er diese Kröte endlich erwischt.

Haustiere sind manchmal etwas langsam im Gehirn, aber lieb und nützlich sind sie. Übrigens befinden sich unter den vermenschlichten und verhätschelten Haustieren auch einige Vierbeiner, die ihr Gehirn wirklich zielgerichtet einsetzen und auch etwas im Köpfchen haben, denn man muss auch immer die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, berücksichtigen.

Natürlich müssen ein Katzenbaby oder ein Hundebaby erst einmal stubenrein gemacht und erzogen werden. So ein kleiner Hund beispielsweise besitzt jede Menge an Welpenstatus, sollte aber dennoch gut erzogen werden, sonst bleibt der Hundekorb leer, und der grösser werdende Bernhardiner besetzt mit seiner voluminösen anwesenheit das Bett. Die erwachsene, nicht stubenreine Katze verwendet im Ausnahmefall das Spülbecken als Toilette, was unserer Nase nicht gefallen würde. Ich empfehle hier einen Tiertrainer. Martin Rütter ist beispielsweise Hundetrainer von Beruf, auch wenn er sich über den dummen Hund lustig macht. Und welches Haustier wären Sie jetzt gerne, wenn Sie tauschen könnten?

Verschiedene Haustiere im Einklang

Wenn verschiedene Haustiere, die sich von Natur aus kaum leiden können, miteinander kuscheln, ist dies wie ein kleines Wunder. Hund und Katze sind ein gutes Beispiel dafür. Hund und Vogel, Katze und Vogel, alles kann miteinander harmonieren. Manchmal schlägt der Vogel die Katze in die Flucht, weil er einfach schneller ist und mit den Flügeln wackelt. Es kann sogar vorkommen, dass eine Schildkröte den Vogel durch die Wohnung schleppt, während er auf ihrem Rücken sitzt. Haustiere gewöhnen sich nämlich aneinander, wenn sie lang genug in einem Haushalt zusammenleben. Der Mensch gewöhnt sich ja auch an seine Arbeitskollegen im Büro, auch wenn diese keine Freunde werden, weil das Naturell nicht stimmt. Tiere leben im Haus anders als in freier Wildbahn. Sie gewöhnen sich an die Hand, die sie alle füttert, und so kommen unterschiedlichste Haustiere miteinander gut aus und kuscheln sogar bei Bedarf miteinander.

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Elisabeth Putz

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