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Was muss man bei einer Wohnung beachten?Die eigene Wohnung ist die Aussenhülle der Persönlichkeit, die sogenannte Zweithaut, welche uns schützt und ein Gefühl der Individualität verleiht. Die perfekte Wohnung ist wie ein Seelenhaus. Helle grosse Räume mit hohen Zimmerdecken oder Wohnungen im modernen Neubaustil? Das kleine Appartment oder die grosse Luxuswohnung? Kreativ oder klassisch wohnen? Alle Varianten finden ihre ganz persönlichen Liebhaber, da das Wohnen eine individuelle Angelegenheit ist. Sogar das Baumhaus, der Wohncontainer, das Kapselhaus, das umgebaute Schiff und das umgebaute Flugzeug boomen. Der spartanische Minimalist lebt mit weniger als 100 Dingen in seinem Zuhause, während der ausladende Materialist mit edlen und teuren Accessoires residiert, wobei hier die Statuen, die einen Raum mit ihrer ganzen Präsenz einnehmen, richtig ins Auge fallen. Die perfekte Wohnung ist der ideale Rückzugsort, um zu entspannen, zu relaxen, um sich zu verwöhnen, denn man betreibt heute Beauty und Wellness zu Hause, und so sollte die ideale Wohnung ein Schutzmantel fürs Privatleben sein. Manche Leute wohnen so kreativ und chaotisch, da muss man sich vom Flur bis ins Wohnzimmer hindurchwühlen, um auf der Couch sitzen zu können. Und manche Leute wohnen so steril, da kann man vom Boden essen und die Wäsche auf die Fussbodenheizung legen, um sie zu trocknen. Heute wohnt man vorzugsweise im Eigenheim, wenn man es sich leisten kann. Früher wohnte ein Grossteil der Menschen in einem moderaten Mietverhältnis, aber seit die Mieten in unerwünschte Höhen ansteigen, bevorzugt man das Eigenheim. Und hier wiederum liebt man den Neubau, obwohl er nicht immer die gesündeste Variante darstellt. Wenn der Wohnraum vollends abgedichtet ist, fehlt bald die nötige Frischluft, welche in Altbauwohnungen durchaus durch die Mauerritzen und undichten Fensterläden kriecht. Wenn der Trockenbau boomt, entstehen gerne ungesunde Dämpfe im Zuhause, und wenn die Möbel im neuen Lackdesign glänzen, riecht man sie meilenweit. Wichtig bei Neubauwohnungen ist es, dass man trotz Dämmung und modischem Flair darauf achtet, gesundes Holz zu verwenden, eine gesunde Wandfarbe anzubringen, für eine aktive und passive Durchlüftung zu sorgen und möglichst viel echtes Mauerwerk anstatt Trockenbau zu verwenden. Ein Winter kann lang sein, wenn man heizen muss und jegliche Aussenluft meidet. Da braucht man einen langen Atem, um die abgestandene Raumluft zu ertragen. Man kann an der Wohnung erkennen, welcher Typ darin lebt, denn Chaos und Minimalismus stehen für zwei vollkommen unterschiedliche Lebenstypen. Der Minimalist wohnt spartanisch, einfach gestrickt, direkt puristisch, und der Messie müllt seine Wohnung zu, weil er sich von seinen Dingen nicht trennen kann. Er nimmt das Chaos in Kauf. Die erste eigene Wohnung ist der erste Schritt in Richtung Selbständigkeit und beinhaltet kaum bis gar kein edles Flair, da reicht eine Matratze am Boden zum Schlafen aus. Junge Leute wollen feiern und ihr Geld nicht grösstenteils für eine erhöhte Miete ausgeben. Sie müssen sparen, wollen jedoch trotzdem ihre eigenen vier Wände bewohnen. Und deshalb sollte man kleine Appartments nicht zu astronomischen, nicht mehr leistbaren Preisen vermieten, denn ein Student oder ein junger Erwachsener will auch leben. In Innsbruck fand ich ein Appartment für rund 800 Euro pro Monat, quasi ein Zimmer mit 13 Quadratmeter, und das grenzt an Frechheit. Die Mieten für kleine Wohnungen müssen sinken, sonst kann sich niemand mehr das Wohnen leisten. Je älter wir werden, umso mehr sehnen wir uns nach Perfektion und Eleganz, was wir in unserem Wohnstil äussern. Und deshalb sollten Immobilien in einer gehobenen Preisklasse grösser geschnitten sein, mehr Platz bieten und flexibler sein. Heute baut man nämlich gerne kleine Schneckenwohnungen, in welchen man jeden Quadratzentimeter ausnutzt, und dann verkauft man die Luxusimmobilien am freien Markt zu astronomisch ausserirdischen Preisen und hofft, ein Anleger möge sich damit begnügen. Die perfekte Wohnung ist so konzipiert, dass man sich automatisch darin wohlfühlt, wenn man sie betritt. Sie muss eine Bereicherung für Körper, Geist und Seele darstellen. Möbel und Wohnaccessoires bereichern den Raum. Immobilien bereichern die Landschaft, und ein Haus mit Garten bereichert die Seele, welche darin residiert. Beim Wohnen kommt es auf die Lage, die Infrastruktur, die Innenausstattung und die Aussenwirkung an. Deshalb ist es wichtig, die passenden Dinge vorab zu planen. Wer sich eine kleine Kochnische ins Appartment stellt, geniesst wahrscheinlich sein Junggesellen-Dasein, und wer seine Küche mit Hilfe eines 3D-Planers skizziert, bekocht womöglich die Kinder, den Partner und den Haushund. Wussten Sie, dass die Schwiegermutter gerne unangekündigt vor der Haustüre steht und seltsam ungeduldig klingelt, wenn sie um Einlass bittet? Die eigene Wohnung ist der Mantel der Seele, den man schützend aufsucht, wenn man seine Füsse hochlegen, und seine Ruhe haben will. Schön wohnt man, wenn die innere Zufriedenheit ein Zuhause gefunden hat, in welchem sie sich entfalten kann. Wichtig ist die Gemütlichkeit, denn in den eigenen vier Wänden soll man sich auch einmal gehen lassen dürfen. Wichtig ist die gesunde Bausubstanz, denn es gibt Wohnungen, die uns krank machen können. Überprüfen Sie vor allem alte Wohnungen auf Aspest-Rückstände, atmungsaktive Wände und saubere Leitungsrohre sowie stabile Stromleitungen. Und achten Sie darauf, dass kein Schimmel in der Wohnung ist. Die Fenster und Türen müssen ordentlich schliessen, Feuchtigkeit ist tabu, und der Lärm vom Nachbarn sollte so unhörbar wie möglich sein. Wer in eine neue Wohnung umzieht, muss starke Nerven besitzen, denn man muss so vieles beachten, dass ein dünnes Nervenkostüm reissen würde. Kisten und Kartons einräumen und wieder ausräumen, die passende Umzugsfirma finden, oder notfalls alle guten und weniger guten Freunde aktivieren, die neuen Möbel kaufen, aufstellen, wohnfit machen, und man muss seine gesamten Dokumente, Verbindlichkeiten und Daueraufträge durchforsten, denn man bewohnt ja nach dem Umzug in den meisten Fällen eine neue Wohnadresse. Es gab Phasen in meinem Leben, da brauchte ich nur Mietmöbel, denn meine Wohnungen waren ständig in Aufbruchsstimmung. Beim Umzug muss man die Helfer berücksichtigen, denn Freunde übernehmen diesen Part nicht gerne. Man braucht Strategie, Kartons und einen Plan, wie man die Möbel von A nach B bringt. Beim Siedeln sind Umzugsfirmen, deren Mitarbeiter versichert sind, von Vorteil, denn wenn das Klavier kaputt geht, muss der Schaden ersetzt werden. Was muss man bei einer Wohnung beachten? Wer eine Wohnung sucht, muss auf den Preis achten, wenn er nicht unbedingt zu den Millionären oder Milliardären gehört. Preiswerte Mieten, nicht zu überhöhte Kaufpreise, falls man sich ein Eigenheim anschafft, die Grösse der Wohnung, die Lage und die umliegende Infrastruktur, die Nachbarschaft, eventuelles Grünland oder zumindest ein Minimum an Baumbestand, das sind Kriterien, die man bei einer Wohnung beachten sollte, wenn man schöner wohnen will. Man sollte auch darauf achten, dass die Wohnung gut geschnitten ist, denn die gängigen, viereckigen Räume, die meist nur ein Minimum an Raumfläche aufweisen, bieten kaum Platz, um eine Pflanze hineinzustellen. Manche Wohnungen sind nämlich so schlecht geschnitten, dass nur die Möbel in den Raum hinein passen, nicht jedoch Ziergegenstände, Statuen und Blumenvasen, weil hierfür einfach keine Nischen geschaffen wurden. Der Minimalist liebt solche Wohnungen, für den kreativen Künstlertyp sind sie jedoch eine Katastrophe. Fakt ist, wer die ideale Wohnung sucht, muss Stadt und Land verbinden, damit man mobil ist, gesund wohnt und kulturell am Ball bleibt. Wie findet man die passende Wohnung?Bei der Wohnungssuche spielt der gesunde Wohnraum eine wichtige Rolle, denn niemand möchte unglücklich residieren und krank werden. Wie wohnt man gesund? Kein Lärm, frische Luft im Schlafzimmer, umweltfreundliche Bausubstanzen und Helligkeit in den Räumen sind Gesundheitsfaktoren. Wer auf Wohnungssuche ist, sollte zwar nicht gleich die erstbeste Behausung wählen, aber man muss sich vor allem in Grossstädten und Ballungsräumen dessen bewusst sein, dass man die Traumwohnung nicht für wenig Geld anmieten kann. Ruhe, ein Minimum an Infrastruktur, Grünfläche und Integrationsmöglichkeiten findet man meist nur in kleineren Marktgemeinden und am Land. Die Grossstadt bietet jedoch viele kulturelle und berufliche Möglichkeiten, da wohnt man oft gerne teuer auf engstem Raum. Trotzdem sollte man eine neue Wohnung auf ihren Gesundheitsfaktor hin prüfen, denn wer krank wird, aufgrund von Umweltbelastungen und Lärm, kann die Stadt auch nicht mehr geniessen. Bei der Wohnungssuche sollte man sich Zeit lassen. Ein Makler merkt förmlich, ja er riecht es quasi, wenn man unter Zeitdruck ist und dringlichst eine Wohnung braucht. Bitte, das ist so, als ob man dringend aufs Klo muss, da ist auch jedes Klo Willkommen, Hauptsache die Spülung funktioniert und die Schüssel ist frei. Besonders im Herbst sind Wohnungen begehrt, da Schulanfang ist und die Universitäten ihre Pforten öffnen. Jeder Schüler und Student ist auf Wohnungssuche, und so wird in Grossstädten das kleinste Appartment zur teuren Rarität. Bei der Wohnungssuche ist es wichtig, das die Wohnung bewohnbar ist. Wer ohne jegliche Besichtigung etwas anmietet, kann blaue Wunder erleben. Wenn es sich beispielsweise um eine Dachgeschosswohnung in der Innenstadt handelt, in welcher die Jalousien kaputt sind, kann sich ein Raum bis zu 50 Grad aufheizen, was unzumutbar ist. Wer sich eine Subterrant-Wohnung anmietet, kann beim nächsten Hochwasser geschädigt werden, wenn die Wohnung nass wird. Schimmel kann sich bilden, und sämtliche Gebrauchsgegenstände können unbrauchbar werden. Wichtig bei der Wohnungssuche ist der Preis, denn das Zuhause muss leistbar sein, ohne dass man sich die Miete vom Mund absparen muss. Die Kaution darf drei Monatsmieten, und die Maklerprovision darf zwei, in manchen Ländern drei Monatsmieten nicht überschreiten. Andere Zahlungen sind fast immer unerlaubt, und Schmierzahlungen muss man sich nicht gefallen lassen. Ausserdem sollte man seine Mieterauskunft vollständig und korrekt ausfüllen, denn das hinterlässt einen guten Eindruck. Man sollte zur Wohnungsbesichtigung auch möglichst in guten Klamotten erscheinen, denn der erste Eindruck zählt. Wer eine Wohnung anmietet, sollte darauf achten, dass die Heizung nicht mit Strom betrieben wird, das kann nämlich im Winter teuer werden. Die Betriebskosten sollten in einem angemessenen Rahmen sein, und der Mieter muss schriftlich nachvollziehen können, wie die Aufstellung der Betriebskosten erfolgt, denn versteckte Posten können teuer werden. Der Gemeindebau ist in GefahrDie Luxuswohnungen boomen, während sich der neutrale, billig zu erwerbende Gemeindebau fürchten muss, denn er kämpft ums Überleben. Dies hat auch seine ganz speziellen Gründe. Es gibt Lieferengpässe, die Rohstoffe sind knapp, der Beton kommt nicht produktiv in die Gänge, das Bauwesen stockt im Billigsegment, und die Firmen versprechen keine Fixpreise mehr. Wer sich heute eine Wohnung kauft, hat kaum noch Chancen auf einen Festpreis, falls die Wohnung ein noch nicht errichteter Neubau ist. Und so können zahlreiche Gemeindebauten nicht errichtet werden, weil sie preisliche Obergrenzen erfüllen müssen. Zwar darf man im allgemein zugänglichen Sozialbau keinen Gewinn erwirtschaften, aber derzeit ist es so, dass man Verluste einfährt, wenn man zu bauen beginnt und an solide Festpreise gebunden ist. Wenn der Quadratmeter jedoch preislich gesehen ganze Höhenflüge einnimmt, kann gebaut werden, weil die Luxuswohnung findet immer einen Abnehmer, selbst wenn es ein Investor ist, der seine vielen Zweitwohnsitze damit ausfüllt. In Lienz, im kleinen österreichischen Osttirol habe ich neulich eine Wohnung gesehen, die kostet mehr als 1 Million Euro, liegt mitten in der Stadt, hat nur 100 Quadratmeter Fläche und ist rundum einsehbar, sodass die Privatsphäre zu wünschen übrig lässt. Und da habe ich mir überlegt, doch nicht an meinen Geburtsort zu ziehen, es sei denn, man gewährt mir Asyl, freie Kost und Loggie, dann komme ich doch zurück. Was müssen Vermieter beachten?Wenn Sie Ihre Wohnung vermieten, beachten Sie folgendes: Vermieten Sie kleine Wohnungen oder Apartments, denn in kleinen Wohnungen kann man nicht so viel kaputt machen, wie in grossen Wohnungen. Der Mietpreis für kleine Wohnungen ist im Verhältnis zu grossen Wohnungen höher. Achten Sie auf die Hinterlegung einer Kaution, denn die könnten Sie eines Tages brauchen. Der Mieter kann viel kaputt machen, im Grunde alles, was man anfassen und begehen kann. Im Badezimmer kann der Mieter die Armaturen zerkratzen, die Fliessen demolieren oder das ganze Bad zerstören. In der Küche kann er sich richtig austoben und Geräte kaputt machen. Nicht jeder Mieter bezahlt die Schäden. Rechnen Sie nicht unbedingt mit der pünktlichen Miete, denn viele Mieter haben es nicht eilig, die Miete zu bezahlen oder zahlen erst gar nicht. Hauptsache, sie haben ein Dach über dem Kopf. Sehen Sie sich die Mieter vorher genau an, fragen Sie beim Vorvermieter nach, bei seiner Arbeitsstelle, und informieren Sie sich genau über die finanzielle Situation des Mieters. Lassen Sie sich nichts erzählen, was Sie nicht überprüfen können. Ein Offenbahrungseid kann dafür sorgen, dass vom Mieter nichts zu holen ist, dann bleibt der Vermieter auf allen Kosten sitzen. Achten Sie als Vermieter auf einen guten Mietvertrag. Keine Haustiere, wenn das Holz nicht zerkratzt werden soll. Nichtraucher, wenn Sie die Wohnung möbliert, besonders mit Polstermöbeln vermieten. Die Mietdauer und das Mietverhältnis bis hin zur Kündigung, damit Sie die Mieter auch wieder aus der Wohnung heraus bekommen. Die Anzahl der Mieter ist wichtig, sonst mietet einer und zieht mit der ganzen Verwandtschaft ein. Bringen Sie die Pflege der Wohnung in den Mietvertrag mit ein, denn es gibt Mieter, die lassen den Schimmel wachsen, weil er so gut duftet, oder weil sie zu wenig lüften. Es gibt Mieter, die haben in ihrem Leben noch keinen Eimer und Putzlappen gesehen, dabei besagen einige Studien, dass Putzen glücklich macht, weil die Duftstoffe in den Putzmitteln Glücksgefühle erzeugen. Und die Wohnung muss in dem Zustand wieder zurück gegeben werden, in dem sie gemietet wurde. Die Wände müssen weiss gestrichen werden, sonst nimmt einer rote oder schwarze Farbe. Stellen Sie vor Mietbeginn eine Mängelliste auf und berechnen Sie dann dem Mieter jeden neuen Mangel, der hinzugekommen ist. Löcher in Boden, Parkett und Fliessen, Wasserschäden durch das Hereinregnen, Schimmelschäden durch das Nichtlüften, Löcher in den Wänden, kaputte Geräte, Macken in der Badewanne und so weiter. Und vergessen Sie nicht, die Wohnung beim Finanzamt anzugeben, denn Sie müssen die Miete versteuern. Ab diesem Zeitpunkt rentiert sich das meiste Vermieten für die Vermieter nicht mehr. Zum Schluss dürfen Sie aber auf gute und ordentliche Mieter hoffen, denn sowas soll es auch auf dem Markt geben. Wie wird man Mietnomaden los?Mietnomaden erschleichen sich eine Wohnung, hausen drin im wahrsten Sinne des Wortes und zahlen keine Miete. Spätestens ab der dritten nicht bezahlten Monatsmiete müssen Sie als Vermieter zum Anwalt gehen, die Mieter abmahnen und alle rechtlichen Schritte einleiten. Mietnomaden kennen alle Schlupflöcher der Gesetze und vermieten notfalls die Wohnung unter, wenn dies im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist. Sie sind nicht erreichbar, reagieren auf keine Räumungsklage, bezahlen die Strom- und Nebenkosten nicht, auf denen der Vermieter dann kleben bleibt, und sie bezahlen keine Gerichts- und Räumungskosten. Hier können enorme Kosten entstehen. Eines Tages sind die Mietnomaden weg wie Rauch, hinterlassen ein Chaos, womöglich eine renovierungsbedürftige Wohnung, und der Vermieter muss von vorne beginnen. Gute Mieter sind Gold wert. Die erste eigene WohnungIn der ersten eigenen Wohnung lebt man meist puristisch, so einfach wie möglich. Junge Leute sind zufrieden, wenn sie zum ersten Mal in die eigenen vier Wände ziehen dürfen. Diese Zufriedenheit steigert sich in luxuriöse Gier, sobald man älter wird, denn dann will man nicht mehr wohnen, sondern residieren. Einer meiner Freunde stellte sich in seine erste Wohnung ein Schlafsofa, einen Tisch mit zwei Stühlen, ein Regal, einen Kleiderschrank und eine kleine Vitrine hinein. Jetzt wohnt er im zweistöckigen Haus mit Pool und Gegenstromanlage, und in seinem Keller schlummern aus nostalgischen Gründen immer noch seine Möbel der ersten Wohnung. Die erste eigene Wohnung ist wie eine Befreiung vom Hauszwang, welchen man bei seinen Eltern oft genossen hat. Sie ist die erste Gelegenheit, um die persönliche Selbständigkeit zu testen, wenn man den Haushalt pflegen, die Wäsche waschen, putzen und kochen muss, aber die Tiefkühlpizza kann auch lecker schmecken, wenn man nicht kochen kann. Fakt ist, die erste eigene Wohnung kann sein, wie sie will, sie passt immer. Im Laufe der Zeit werden wir jedoch anspruchsvoller und passen unseren Wohnraum an unsere gestiegenen Bedürfnisse an. Wenn man vom hauseigenen Hotel Mama in die erste Wohnung zieht, ist man bereits glücklich, wenn da vier gerade Wände stehen und ein Dach über dem Kopf vorhanden ist. In der ersten eigenen Wohnung macht man sich keine Gedanken um hochwertige Möbel und edle Designerschränke. Da genügen eine grosse Matratze, ein Kleiderschrank, Sitzgelegenheiten und die Schlafsäcke für die Freunde, die hier übernachten werden. Gegessen werdenkann in der ersten eigenen Wohnung von Papptellern, denn dieses praktische Geschirr wirft man einfach in den Müll, wenn man satt ist. Das Geschirrspülen danach hat sich somit erledigt. Frauen denken jedoch bereits in ihrer ersten Wohnung etwas weiter als Männer. Frauen mögen es, wenn die Wohnung liebevoll dekoriert ist, statt der Matratze ein Bett im Schlafzimmer steht, und das Geschirr zum Spülen geeignet ist. Frauen haben eben Sinn für das Häusliche. Die erste eigene Wohnung muss nicht teuer sein. Sie beinhaltet oft keine Waschmaschine, und deshalb gehen viele junge Leute in den öffentlichen Waschsalon, um ihre Wäsche zu waschen. Ausserdem besitzt man als junger Mensch ohnehin nicht so viele Klamotten. Die zahlreichen Mietklamotten und Sharingmodelle sorgen ohnehin dafür, dass man nur seine Leibwäsche waschen muss, und dies tun viele Leute im Waschbecken per Hand. Und die erste eigene Wohnung verfügt oft nur über eine kleine Kochnische, in welcher man sich kaum umdrehen kann. Man kocht nicht, man wärmt auf, oder man schleppt sich Fastfood mit nach Hause. Junge Leute sind noch nicht so häuslich und verzichten oft auf das langwierige Slowfood. Allerdings geht heute ein Trend hin zum Selberkochen, aber das bekommt man auch in einer Kochnische hin. Die erste eigene Wohnung ist oft nur ein Raum, ein Appartment mit Bad, Flur, Bettecke und Kochgelegenheit. Oft fehlt die Küche ganz, und der Balkon ist auch selten vorhanden. Heute neigen wir jedoch vermehrt zum Home-Office, und so ist in den Neubauten ein grosser Balkon fast schon Pflicht, da kann die Wohnung noch so klein sein, da ist der Balkon oft grösser als der gesamte Wohnraum. Viele junge Leute wohnen und feiern nämlich gerne draussen und lieben ihre Terrasse, ihre billigen Gartenmöbel und ihr Plantschbecken am Balkon. Wie lebt man in einer Wohngemeinschaft?Wer billig und dennoch gut leben möchte, der entscheidet sich oftmals für die niemals aussterbende Wohngemeinschaft. Studenten, alleinstehende Leute, Dauersingles, gesellige Menschen, Rentner, alle streben hin und wieder ein Leben in einer Wohngemeinschaft an. Es ist der chronische Geldmangel, der dieses Wohnmodell aufblühen lässt, die Einsamkeit im Alter, wenn man noch nicht reif fürs Altersheim ist, und die Gier nach neuen Leuten. In einer WG sollte man seine Mitbewohner gut auswählen, denn man begegnet sich auch im Pyjama, teilt sich Küche, Wohnzimmer, Flur und Bad, das Klo muss sauber sein, und die Leute müssen sich mögen, sonst hat das Zusammenleben keinen Reiz. Wenn man sich bis aufs Blut reizt, kann eines Tages die Miete nicht mehr bezahlt werden, weil sämtliche Bewohner aufgrund eines Burnouts arbeitsunfähig werden. Männer und Frauen zusammen in einer Wohngemeinschaft haben ein ganz anderes Problem. Sie reizen sich schon aufgrund ihrer äusseren Reize, da zwischen Mann und Frau eine gewisse Spannung liegt, die mitten ins Herz geht. Wenn da ein Mann von zwei Frauen begehrt wird, herrscht Zickenkrieg. Bei Rentnern ist dies nicht so schlimm, da herrscht höchstens dicke Luft, wenn Opa sich für die freie Liebe am Lebensabend entscheidet, denn ältere Leute werden zunehmend toleranter. Der Einzelgänger würde sich in so einem Wohnmodell wie in einem Käfig fühlen, er braucht seine Ruhe. Wichtig in einer Wohngemeinschaft ist ein gut strukturierter Putzplan, denn sonst sieht es aus wie bei Hampels unterm Sofa, verschmutzt und süffig. Wer putzt das Bad und das Klo? Wer macht den Abwasch, und wer putzt die Küche? Und wer saugt den Boden? Hier kann schnell dicke Luft entstehen, wenn man seinen Putzplan vernachlässigt. Eine Putzfrau könnte Abhilfe schaffen, aber wenn der Geldmangel in der Brieftasche wütet, ist für die Putzfrau kein Geld mehr übrig. Bei studenten kommen oft die Mütter vorbei und leisten den Putzdienst. Bei Rentnern in einer betreuten Wohngemeinschaft kommen oft die mobilen Pfleger vorbei und schauen nach dem Rechten. Und alle anderen müssen sich zusammensetzen und eine gute Putzstruktur aufbauen. Einmal pro Woche sollte die Grundreinigung stattfinden, denn wenn mehrere Leute die Räume nutzen, sieht es bald schmutzig aus. Die Amerikaner hassen Wohngemeinschaften. Sie pflegen die Angewohnheit, Häuser mit drei und mehr Bädern, mit einem Masterschlafzimmer und einem Masterbad zu kaufen, damit jeglicher Besuch, der über Nacht bleibt, sein eigenes Nassreich besitzt, und sogar die Kinder besitzen eigene Bäder. Bei uns teilt man sich das Bad, und es ist üblich, dass sogar in einer fünf Zimmer Wohnung nur ein einziges Badezimmer enthalten ist. Nur in der letzten Zeit werden die Luxuswohnungen mit zwei Bädern ausgestattet. Man muss sich in einer Wohngemeinschaft riechen können, und die Chemie sollte stimmen. Es mieft gerne, wenn viele Leute auf engstem Raum zusammenleben, vor allem, wenn man sich Küche, Bad und Wohnzimmer teilt. Ein unangenehmer oder unsauberer Mitbewohner kann das ganze Wohnflair trüben. Und so sollten sich sämtliche Bewohner einer Wohngemeinschaft einen eventuellen neuen Mitbewohner ansehen, damit alle mit ihm einverstanden sind. Besonders bei älteren Leuten ist dies wichtig, weil sie sehr eigen, sensibel und individuell werden, oft ihre Ruhe haben wollen und nicht permanent aufeinander kleben möchten. Es gibt junge Leute, die sagen, es riecht nach altem Menschen, wenn sie in so eine Wohngemeinschaft kommen. Übrigens boomen auch die Mehrgenerationsgemeinschaften, die aber eher in einem Mehrgenerationenhaus stattfinden. Hier finden sich vor allem nachhaltig lebende, bewusst lebende, alternative Menschen zusammen, ie sich vom Konsumleben zurückziehen und alles miteinander machen, teilen und reparieren. Da kocht einer für alle, da wird das eigene Gemüse angebaut, und wenn es Stress gibt, steigen die Leute wieder aus diesem Wohnmodell aus und sehnen sich nach den eigenen vier Wänden, in denen sie keinen alternativen Kauz mehr sehen müssen. So herrscht in einem Mehrgenerationenhaus oft ein reges Kommen und Gehen, weil dieses gemeinschaftliche Wohnmodell nicht für jeden Menschen geeignet ist. Aber im Allgemeinen macht das Leben mit anderen Leuten mehr Spass, als die Vereinsamung am leeren Sofa. Mit dem Partner zusammenwohnenOft ist es nicht leicht, mit seinem eigenen Partner, in der Beziehung des innigen Wohlgefühls in einer gemeinsamen Wohnung zu leben, denn diese Wohngemeinschaft zeigt, ob man wirklich zusammenpasst, oder ob man sich nach kurzer Zeit derart gegenseitig nervt, dass man lieber wieder seine eigenen Wege geht, zumindest in Sachen des Wohnens. Paare teilen sich den gemeinsamen Haushalt, Tisch und Bett, und es kann unmöglich sein, dass ein Partner die Füsse auf den Tisch legt, während der andere Partner staubsaugt und die Krümel unter den Füssen des dahinvegetierenden Partners aufsaugt. Der Haushalt muss auf jeden Fall gerecht aufgeteilt werden, insbesondere dann, wenn beide Partner arbeiten und einem Job nachgehen. Neben dem gemeinsamen Haushalt existieren übrigens auch eventuelle Probleme des Wohnstils. Wohnen bedeutet nämlich Stil und Design, individuelle Kreativität, persönliches Wohnflair, und es bedeutet residieren, das eigene Zuhause als Seelenhaus wahrzunehmen, zu relaxen und sich in den eigenen vier Wänden zu verwöhnen oder verwöhnen zu lassen. Sobald man in einer Partnerschaft lebt, muss man Kompromisse beim eigenen Wohnstil eingehen, die oft einengend sind. So lebt man in einer Partnerschaft oft inmitten von unerträglichen Kompromissen, welche das eigene Wohnflair trüben können, wenn in der Beziehung nicht unbedingt ein gemeinsamer Wohnstil ausgelebt wird. Jetzt verstehe ich, warum viele Paare ihre eigenen vier Wände nicht aufgeben, sie wollen dem seelischen Hungerstod entkommen. Asbest in alten WohnungenIn alten Wohnungen können sich durchaus noch Rückstände von Asbest befinden. Asbest ist ein gefährlicher Stoff, der Krebs auslösen kann. Er befindet sich in alten Böden, in Teppichkleber, in alten Timmerdecken, in alten Tapeten, und er befindet sich in der Raumluft, besonders dann, wenn Teppichböden herausgerissen wurden, Kleberrückstände noch irgendwo vorhanden sind oder alte Möbel in der Wohnung stehen. Bei einer Wohnungsübernahme weiss man nie, wer vorher drin gewohnt hat, und so sollte man vorsichtig sein, wenn man den Verdacht hat, dass alte Möbel und Renovierungsarbeiten die Wohnung unwohnlich machen. Asbest kann sich noch lange in der Raumluft befinden, auch wenn neu renoviert wurde und man glaubt, alles beseitigt zu haben. Wer in Eigenregie renoviert, reisst manchmal unprofessionell Böden, Tapeten und Zimmerdecken heraus, ohne zu ahnen, dass sich möglicher Asbestdampf in der Luft verteilt. Besser ist es, man lässt einen professionellen Handwerker renovieren, dann lebt man gesünder. Schimmel in der Wohnung macht krankIch habe neulich Leute kennengelernt, die nehmen es mit eventuellem Schimmel in der Wohnung nicht ernst. Bitte, man riecht etwas eigenartig, irgendwie nach Wald und feuchtem Keller, wenn man sich lange in einer Schimmelwohnung befindet, aber akute Gefahren bemerken wir erst viel zu spät. Viele Leute beobachten den schwarzen Schimmel, lassen ihn von Zeit zu Zeit übermalen und wundern sich, warum sie andauernd krank sind. Dabei sollte Schimmel in Wohnungen schnellstens beseitigt werden, denn er macht krank. MessieDie Chaos Wohnung, leben wie ein Messie unterm Sofa. Wie räumt man sein Zuhause professionell und strategisch auf? Wie beseitigt man den überflüssigen Müll? Zu viel Nippes, zu viele Dinge machen uns unglücklich. Nur der Messie kann nicht loslassen. Das Messie-Syndrom ist gekennzeichnet durch eine Sammelwut, und so entsteht ein heilloses Durcheinander. Man kann in so einer Wohnung nicht mehr leben, wenn sich der Müll stapelt. Hier braucht man Hilfe, damit man lernt, mit System aufzuräumen. Eine Wohnung ist dann ordentlich aufgeräumt, wenn man sich geordnete Systeme einrichtet, Schränke mit Themenübersichten, und Schachteln, in welche man Dinge gibt, die man nach Thema beschriftet. Auch sollte in jedem Raum nur das eingeordnet werden, was diesen Raum kennzeichnet. Viele Leute horten jedoch allerlei Müll im Schlafzimmerschrank und verwenden den Wohnzimmerschrank als Kleiderschrank. In New York leben Leute, die verwenden Geschirrspüler und Backofen als Schuhschrank. Wohnung aufräumenWie räumt man sein Zuhause professionell auf? Zu viel Nippes, zu viele Dinge machen uns unglücklich. Nur der Messie kann nicht loslassen. Das Messie-Syndrom ist gekennzeichnet durch eine Sammelwut, und so entsteht ein heilloses Durcheinander. Man kann in so einer Wohnung nicht mehr leben, wenn sich der Müll stapelt. Hier braucht man Hilfe, damit man lernt, mit System aufzuräumen. Eine Wohnung ist dann ordentlich aufgeräumt, wenn man sich geordnete Systeme einrichtet, Schränke mit Themenübersichten, und Schachteln, in welche man Dinge gibt, die man nach Thema beschriftet. Auch sollte in jedem Raum nur das eingeordnet werden, was diesen Raum kennzeichnet. Viele Leute horten jedoch allerlei Müll im Schlafzimmerschrank und verwenden den Wohnzimmerschrank als Kleiderschrank. Wohnen DefinitionWohnen bedeutet Residieren, das eigene Dach überm Kopf, die gemütliche Atmosphäre im eigenen Zuhause, oder wenigstens in einem Haus, in welchem man willkommen ist. Der Vintage-Look, der Used-Look, der Classic-Style, alte Möbel mit neuen kombinieren. Niedriger Energieverbrauch, wenig Strom, viel Glas und Sonnenlicht, viel Grünfläche, das natürliche Wohnflair. Man wohnt heute zunehmend gesünder, und aufgrund der Erderwärmung setzt man auf kluge Kühlungssysteme, denn der Sommer wird zunehmend heisser. Das moderne Zuhause mit leuchtenden Effekten und glitzernden Elementen. Man zeigt, was man hat. Moderne Tapeten, Wände und Fenster, alles ist umweltfreundlich und nachhaltig geworden. Nur der klassische Style bleibt uns immer treu.
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