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Wie gesund ist Barfuss laufen?

barfuss laufenLaufen Sie auch gerne barfuss? Ich habe in meiner Wohnung extra flauschige Teppiche ausgelegt, damit meine Füsse die absolute Beinfreiheit geniessen dürfen. Und da ich mich im Winter regelmässig am kalten Boden erkälte, habe ich mir Laufsocken gekauft. Trotzdem, in den Laufsocken habe ich nicht dieses direkte barfuss Gefühl.

Wer viel barfuss durch die Gegend rennt, verleiht seinen Füssen die Geschmeidigkeit rasch wachsender Hornhaut, sogenannte Zweitschuhe, aber die kann man ja wieder abraspeln, wenn man sie nicht mehr benötigt. Die Füsse werden barfuss besser durchblutet, die Fussreflexzonen werden aktiviert und es ist ein Hochgefühl für die Gesundheit der Venen.

Bitte, ich habe es begriffen, ich laufe weiterhin barfuss, der nächste Sommer kommt bestimmt. Übrigens steige ich immer mit nackten Füssen auf meinen Heimtrainer, da von den Pedalen meine Fussreflexzonen beim Treten gut durchblutet werden. Diesen Effekt habe ich noch in keinem Sportschuh so intensiv auskosten dürfen, wie ich ihn barfuss erlebe.

 

Barfuss laufen - aber wo?

An unseren Füssen befinden sich spezielle Zonen und Punkte, die für unsere Gesundheit wichtig sind, die Fussreflexzonen. Sie werden in einem stabilen Schuh nicht richtig aktiviert und sind quasi arbeitslos. Wenn man barfuss unterwegs ist und keine gröbere Fehlstellung des Fusses hat, werden die Fussreflexzonen beansprucht. Übrigens bekommt man in einem fest sitzenden Schuh genauso dicke Hornhaut an manchen Stellen des Fusses, weil ein Schuh nie so elastisch ist, dass er den Fuss vollkommen entlastet. Schuhe drücken sich an den Fuss an, hinterlassen kleine Druckstellen, die im Laufe eines langen Arbeitstages zur Verdichtung der Haut führen, und das bedeutet Hornhaut.

Der nackte Fuss neigt nur deshalb zur Bildung von Hornhaut, weil die Fusssohle wiederstandsfähig werden möchte, um dem harten Boden zu trotzen. Was haben wir für Untergründe, auf welchen wir uns vorwiegend bewegen? Es sind Steinböden, Fliessenböden, vorwiegend harte Untergründe. Da muss der Fuss förmlich eine Schutzschicht dagegen aufbauen.

Wir sollten ja nicht überall barfuss laufen, denn auf offener Strasse zieht sogar der Hund Schuhe an, um nicht versehentlich in Glasscherben zu treten. Ich gehe beispielsweise liebend gerne barfuss am Strand, im Meer und auf grünen Wiesen. Im Gras kann ich nur auf langsame Bienen treten, und am Strand kann ich bloss Muscheln zertreten. Bitte, in manchen Gewässern ziehe sogar ich Schuhe an, denn Seeigel und Quallen sind wahrlich nicht mein Fall.

Nach einem langen Winter spaziere ich barfuss durch den Europapark in meinem geliebten Klagenfurt, denn dann ist das Gras frisch gemäht, die Bienen schlafen noch, und die Wiese gehört noch mir alleine, solange die ersten Urlauber nicht angereist sind. Ich bemerke jedes Jahr nach so einem Spaziergang, dass sich mein gesamter Körper wohlfühlt, als ob ich mich im Gras gewälzt hätte. Meine Fussreflexzonen werden so auf natürliche Weise vom Gras massiert, während ich barfuss laufe.

Barfuss laufen und Kneipp Kuren

Sebastian Kneipp war wohl der grösste Befürworter der Barfüssigkeit. Die Kneipp Kuren sind mir zu anstrengend, denn ich habe sie bereits ausprobiert, aber wer es mag, dem kann ich sie wärmstens zur körpereigenen Abhärtung, zur Vorbeugung gegen Schnupfen und Erkältung empfehlen. Das Wassertreten in eiskalten Bächen, das Grastreten in taufrischen Wiesen früh am Morgen, und das Schneetreten im Winter gehören dazu. Bitte, spätestens beim Schneetreten bekomme ich den ersten Schnupfen.

Übrigens verhindert man beim barfuss laufen einen Senkfuss, einen Spreizfuss oder den viel belächelten Plattfuss. Wenn ich weiterhin in meinen hochhackigen Stöckelschuhen, in meinen geliebten Sitzschuhen laufe, bekomme ich womöglich alle drei Fussvarianten und kann auf den Händen gehen.

Füsse stehen gesundheitstechnisch auch mit unserer Wirbelsäule in Verbindung. Deshalb kaschiert man mit der Barfüssigkeit den schmerzenden Bandscheibenvorfall. Voila, und schon haben die Chirurgen weniger zu tun, Schade. Ach ja, bevor ich es vergesse, barfuss laufen reduziert die lästigen Krampfadern. Wahrlich, bei so viel gesundem Fuss kann ich auf Schuhe fast verzichten und spare Geld für neue Kleider.

Neulich habe ich zwei seltene Phänomene unserer gesundheitsbewussten, technisch verspielten Gesellschaft entdeckt. Den Barfuss-Schuh: Es ist ein elastischer, kaum wahrnehmbarer Wellness-Schuh, der den einzelnen Zehen die Beinfreiheit beschert und nicht wie ein herkömmlicher Schuh drückt.

Und ich habe den Barfuss-Park entdeckt. Dies sind eigens für die blossen Füsse gezüchtete Grünflächen, sogenannte Gesundheitsparks, in denen man seine Füsse in Freiheit laufen lassen kann.

Barfüssigkeit früher und heute

Stellen Sie sich vor, Sie würden im Mittelalter leben und hätten keine Schuhe. Dann wären Sie ein Mitbewohner des armen Fussvolkes, denn früher konnten sich nur reiche Leute, der Adel, Kaufleute und gut betuchte Bürger Schuhe leisten, der Rest der Füsse spazierte barfuss durchs Leben, schusterte sich im Winter gegebenenfalls Laufuntergründe aus Tierfellen und Abfällen zusammen, damit die Füsse nicht froren.

Schuhe wurden selten gekauft, noch seltener getragen, denn die Herstellung eines Schuhs war extrem aufwendig, sodass man damit sparsam umgehen musste. Wenn ich mir vorstelle, im Mittelalter gelebt zu haben, überkommt mich glatt das unbändige Gefühl, zum Stiefelkönig laufen zu müssen. Ich muss Schuhe kaufen, ich kann nicht anders, ich bin eine Frau. Ich laufe mir nicht eine hochgezüchtete Hornhaut an den Füssen herbei, indem ich auf der Strasse barfuss laufe, ich schmiege meine nackten, blossen Füsse lieber in das flauschige Weich meines Teppichs oder in das saftige Grün einer Wiese.

Heute laufen die Leute vorwiegend am Land, in ländlichen Regionen barfuss dahin. In der Stadt gilt dies als non konforme Gepflogenheit. Oh, wie geflügelt doch dieser nicht ganz dem herkömmlichen Fussvolk entsprechende Ausdruck ist, direkt non konform. Übrigens laufen in der Stadt manche Leute aus esoterischer Überzeugung barfuss am Gehsteig. Neulich sah ich eine Frau in meinem geliebten Esoterikshop, die kaufte sich Rosenöl für ihre Füsse, rieb sich damit vor Ort ein und stieg dann barfuss in den Bus ein. Und ich fand dies prima, denn wenn sie allen Steinen, klebenden Kaugummis und Glasscherben gekonnt aus dem Weg geht, lebt sie gesund.

Kinder geniessen heute in ländlichen Gebieten noch die Vorteile der Barfüssigkeit, wenn sie im Frühling, Sommer und Herbst mit nackten Füssen laufen. So baut sich eine gewisse Schicht an Hornhaut an den Füssen auf. Bitte, Hornhaut in einem gesunden Ausmass kann durchaus gesund für die Stabilität des Fusses sein.

Barfuss laufen aus religiösen Gründen

Barfüssigkeit gilt in der Religion als Zeichen der Frömmigkeit, der Opferdarbringung, der Unterwerfung, des Glaubens, der Reinheit und der Dehmut. Und so betreten viele Menschen aus religiösen Gründen ein Gotteshaus barfuss.

Der Muslime, der traditionelle Gläubige betet normalerweise barfuss auf seinem Gebetsteppich, der Buddhist und Hinduist betritt seine heiligen Stätten nur mit blossen Füssen, und manche Christen praktizieren das Ritual der barfuss laufenden Wallfahrten. Pilger laufen barfuss auf Berge, um für Gesundheit und Wohlstand zu beten. Übrigens gibt es Mönche und Ordensschwestern, die nur barfuss laufen. Ja, der Glaube aus religiöser Sicht macht uns gesund.


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Elisabeth Putz

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