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Ratgeber rund um die Liebe

Was ist Liebe?Wie lernt man, richtig zu lieben? Mit ein wenig gutem Sex ist dies lange noch nicht getan, denn zur Liebe gehört mehr als nur die betont lässige und perfektionierte optische Körperlichkeit. Lieben zu lernen bedeutet, sich selbst zu lieben, dann ist man auch fähig, andere Menschen zu lieben.

Der eigene Körper ist ein Schatz, von der Natur mit allem ausgestattet, was er braucht, und von uns selbst liebevoll gepflegt, sodass wir ihn bedingungslos lieben können. Wer andauernd an sich selbst, seiner Figur und seinem Aussehen etwas auszusetzen hat, wird auch an anderen Menschen laufend Fehler und Makel sehen. Wer mit seinem Körper zufrieden ist, mit sich in einer innigen Balance lebt, wird auch an anderen Menschen nur Schönheit und Attraktivität sehen.

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen perfekten, teilweise chirurgisch optimierten Körper, die Brustimplantate, Poimplantate und Bauchimplantate sitzen an den richtigen Stellen, Sie lernen einen Partner mit ebenso perfektem Körper kennen, und irgendwann lässt die Schwerkraft derart grüssen, dass nichts mehr zu retten ist. Ihr Partner hat Glück, sein Körper verfällt langsamer, er verlässt Sie und lästert über Ihren Körper. Dieses Gefühl ist schrecklich, und niemand möchte es am eigenen Leib spüren müssen. Deshalb sollte auch niemand über andere Leute lästern, sondern jeden Menschen so annehmen, wie er gebaut ist.

Wir verlieben uns nicht in perfekte Körper, es sei denn, wir beschliessen, in der brillanten Oberflächlichkeit zu leben. Wer dies möchte, muss wissen, dass er ein Ablaufdatum besitzt. Wir lieben im Grunde Seelen, möchten auch im Alter noch geliebt werden und sind glücklich, wenn wir einen Menschen finden, der unsere Seele und nicht nur unseren Körper alleine liebt. Körperliche Liebe verleiht uns Hochgefühle im Bauch, in der Lendengegend, auf der prickelnden Haut. Tiefe, innige Liebe verleiht uns neben diesen Gefühlen zusätzlich noch Hochgefühle in der Seelengegend, im Herzen, und die Seele hat kein Ablaufdatum.

Wir sollten einen gesunden Zugang zu unserer Sexualität, zu unserer Intimität bekommen, sie nicht tabuisieren und verdrängen, sie aber auch nicht öffentlich am Präsentierteller servieren, nur um Geld zu verdienen. Die verkaufte Illusion ist nämlich keine Liebe, die Bestand hat, auch wenn dieses Gewerbe samt all seinen Vermarktungsmöglichkeiten so alt wie die Menschheit selbst ist. Nur wer fähig ist, richtig zu lieben, findet einen Partner fürs Leben, findet nachhaltige Erfüllung am Körper und im Herzen. Lieben lernen heisst, geniessen, Gefühle und Streicheleinheiten austauschen, sich selbst und den Partner akzeptieren, und zusammen intime Wege erkunden.

Liebe braucht Geheimnisse. Wenn man in einer Partnerschaft alles ausplaudert, alles tot redet und aus einer Mücke einen Elefanten macht, kann die Liebe schwinden. Wenn man allerdings kleine Geheimnisse bewahrt, die dem Partner nicht schaden, bleibt man geheimnisvoll und begehrt.

 

Liebe Definition - Gefühl der Zuneigung

Was bedeutet Liebe? Es ist das höchste Gefühl, welches man verschenken und empfinden kann, so wie auch das Gegenteil, der Hass das intensivste Gefühl ist, das man in sich tragen kann. Bereits Jesus hat uns gelehrt, wie man bedingungslos liebt, indem er uns seine Vorstellungen von liebenden Aspekten vorgelebt hatte. Bis heute hat die Menschheit nicht aufgehört zu lieben, auch wenn man dies unter den Müllbergen von Aktien und Managergehältern nicht sieht.

Liebe ist eine Fähigkeit, die man im Gehirn entwickelt, denn Experimente haben gezeigt, dass Kinder, die zu wenig geliebt wurden, im Erwachsenenalter auch kaum fähig sind, lieben zu lernen. Es gibt Menschen, die rein wissenschaftlich gesehen über kaum existentielle Liebesfähigkeit im Gehirn verfügen, und es gibt jene, die davon fast zu viel haben, sodass sich ein altruistisches Helfersyndrom daraus entwickelt.

Wenn man von Liebe spricht, ist der kleine Flirt samt Verliebtheit bereits zu Ende, denn die Liebe ist mehr als ein gekonnter Augenaufschlag und ein paar nette Worte. Liebe können Sie übrigens zu vielen Menschen gleichzeitig empfinden, denn auch eine Mutter liebt ihre Kinder und ihren Ehepartner gleichzeitig gleich viel, wenn auch bitteschön in zwei verschiedenen Nuancen.

Gut, manchmal liebt die Frau den Mann weniger, und auch das ist Liebe, denn es ist ein Gefühl, welches bei guter Pflege wächst und gedeiht, bei Vernachlässigung jedoch manchmal an Intensität verlieren könnte, wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob Liebe tatsächlich vergänglich ist. Ich kenne Menschen, die bleiben aus lauter Liebe bei einem Partner, der sich alles erlaubt, nur keine wünschenswerte Liebe zurückgibt. Und selbst hier findet die Liebe noch einen kleinen Sitzplatz in der letzten Reihe einer bühnenreifen Theatervorstellung des Lebens.

Liebe ist die tiefste Zuneigung, die höchste Hingabe, das tollste Geschenk der Welt, die intensivste Verschmelzung, die man mit und zu einem anderen Menschen empfinden kann. Wir benutzen das Wort für alles, das wir als schön und wunderbar bezeichnen, für alles Angenehme im Leben. Und so existiert Liebe auf unterschiedliche Arten, zu sich selbst, zu den Mitmenschen, zum eigenen Partner, zum Essen, zum Leben, zu Dingen, welche uns gut tun. Liebe ist Verständnis aufbringen, Verstanden werden, Anerkennung, Glück, Zufriedenheit, Sexualität, die hohe Kunst der körperlichen Einigkeit, der Verschmelzung zweier Körper, zweier Seelen, die sich gegenseitig erkennen. Liebe ist ein Wunder.

Liebe macht heiss

Nicht nur die pure Lust macht uns heiss auf Sex, auch Liebe macht heiss. Forscher haben herausgefunden, dass sich die Körpertemperatur bei verliebten Menschen im Nacken, im Gesicht, in den Händen und im Genitalbereich um bis zu 2 Grad erhöht. Da bräuchte man nur noch die Temperatur messen, um eine eventuelle Verliebtheit festzustellen. Die körperliche Liebe, die sexuelle Begierde steigert die Körpertemperatur am meisten.

Wenn man ein Foto seines Liebesmenschen anschaut, sein Parfum riecht, sich vorstellt, wie das nächste Treffen seinen Höhepunkt erreicht, steigt die Körpertemperatur bereits an. Wenn sich zwei Verliebte dann endlich in den Armen halten, entsteht wahrlich eine aufgeheizte Atmosphäre. Und wenn ich mich verliebe, brodelt mein Hirn, denn meine Liebesgefühle entstehen im Kopf, sobald ich einem Mann über den Weg laufe, der Intelligenz und Bildung vorweisen kann.

Die körperliche Liebe

Liebe, besonders körperlicher Art ist ein Weg, seine grösste Zuneigung zu zeigen, seine intensivste Begierde zu äussern, seine Hingabe zu präsentieren. Wer das Gefühl der Liebe in sich trägt, der möchte, dass die ganze Welt davon erfährt. Deshalb geben Liebespaare ja so gerne freizügig herzhafte Momente von sich preis, mit welchen sie bei normalem Menschenverstand nie hausieren gehen würden.

Neulich sass ich wieder in der Badewanne und übte mich in grenzenloser Selbstliebe, indem ich mit den Händen über meinen Spitzbauch glitt. Beim Gedanken an mein geringfügiges überflüssiges Gewicht fiel mir ein, ich könnte in Zukunft weniger Pralinen essen, dann würde das Wasser in der Badewanne mehr Platz haben, wenn ich hineinsteige. Ich überlegte, ob ich mich bedingungslos lieben kann, während ich mit meinen Fingern sanft meine unreine Haut am Rücken massierte. Meine neue Hautcreme ist ausbaufähig, dachte ich und versuchte mich zu lieben.

Wer sich selbst so lieben kann, wie er ist, mit all seinen Fehlern, inneren und äusseren Makeln, Ecken und Kanten, der kann auch andere Menschen lieben. Jeder Mensch besitzt seinen individuellen Körper, den er lieben sollte. Medizinisch gesehen ist jeder Körper ungefähr gleich, aber individuell gesehen besitzt jeder einen Körper mit eigenständiger Persönlichkeit. Das ist gut so, denn so bekommt jeder Topf seinen Deckel. Wir streben zwar danach, ein Sixbag zu bekommen, trainieren unsere Muskeln, lassen uns notfalls Po, Brust und andere Körperteile durch Schönheitsoperationen verfeinern, aber im Grunde wären wir total unglücklich, wenn jeder Mensch optisch gleich aussehen würde. Einen Vorteil hätte dies jedoch: Wir würden beginnen, unseren individuellen Verstand einzusetzen und die Persönlichkeit eines Menschen zu lieben, denn diese würde sich bei gleichen Körpern trotzdem noch unterscheiden. Ich bin dazu übergegangen, meinen Körper zu akzeptieren, denn so schmecken mir die Pralinen besser, und ich komme in der Badewanne nicht auf die Idee, mit meinem Massagehandschuh meinen Bauch zu trimmen.

Die platonische Liebe

Als ich einst einen Mann platonisch liebte, fand ich heraus, dass er meine Zuneigung nicht verdient hat. Trotzdem änderten sich meine Gefühle ihm gegenüber nicht, denn die Liebe fordert nichts zurück, beruht nicht auf Gegenseitigkeit und verlangt keine Gegenliebe. Platonisch kann man mehrere Menschen lieben, körperlich nur einen, denn meiner Meinung nach tut einseitige körperliche Liebe weh, weil man sie nicht ausleben kann. Wenn der eine nicht will, muss man seinen Liebeskummer verdauen und eine neue Liebe finden, sonst wird man auf Dauer krank und stirbt an gebrochenem Herzen.

Liebe ist das einzige Gut, wovon immer mehr wird, wenn man es weggibt. Wer Liebe schenkt, der bekommt sie zweifach, manchmal sogar tausendfach zurück. Bitte, dies sollte ich einmal bei meinem neuen Geschäftspartner ausprobieren, denn er reizt mich bis aufs Blut. Im Grunde ist er meine neue Muße, denn immer wenn wir uns streiten, stelle ich mir vor, er sitzt vor meinem Klavier und ich spiele ihm ein paar Takte aus meinem Leben vor, während er applaudiert. Wahrlich, so stelle ich mir platonische Liebe vor.

Liebe ist im Grunde kein materiell greifbares Ding. Nanu, sogar der Hund meiner Nachbarin hat Dinge, die er sein Eigen nennt und drastisch verteidigt. Neulich vergriff er sich beinahe an meiner Wurst, als ob er sie gerochen hätte. Schade, er ist neulich ausgezogen, und dabei hätte ich ihm so gerne noch ein wenig Liebe geschenkt. Das ist unter anderem auch eine Art von Liebe, wenn man morgens befreit aufwacht und kein Hund mehr bellt.

Die Liebe zu einem Partner

Liebe zu einem Partner, mit dem man sein Leben teilen möchte, ist ein Seinszustand, ein Gefühl, welches man in der Magengegend spürt, in der Herzensgegend wahrnimmt und am liebsten für immer und ewig festhalten möchte. In mehreren Monaten oder Jahren will man sie dann plötzlich austauschen, nur weil ein neues Sixbag vor der Türe steht. Nur der Hund bleibt treu, na wenigstens etwas. Liebe lauert ja wahrlich an jeder Strassenecke, da muss man ständig sein Hirn zu Rate ziehen, um treu bleiben zu können. Bitte, bei mir fängt die zwischenmenschliche, körperliche Liebe dort an, wo die Verliebtheit endet, und so gebe ich sie partnerschaftlich nur meinem Lebenspartner.

Die Liebe zum eigenen Partner kann in Eifersucht übergehen, oder schlimmsten Falls in Hass, wenn man sich vom Partner ungerecht behandelt fühlt, betrogen wird oder ausgenutzt fühlt. Die Hassliebe ist eine Form des Liebesaktes, bei der man seinen Partner zwar aus tiefstem Herzen hasst, ihm die gleichen Qualen zufügen möchte, die man selbst in sich spürt, bei der man jedoch nicht loslassen kann, weil das Herz am Partner hängt. Man neigt dann dazu, sich zu unterwerfen, eine Art Hörigkeit an den Tag zu legen, sein Selbstwertgefühl zu verlieren und Dinge zu tun, bei denen die eigene Seele leidet. Hassliebe und Hörigkeit sind Zustände, die man schnellstens auflösen muss, denn die Psyche leidet darunter. Die Energien fliessen in eine falsche Richtung, und plötzlich macht das Leben keinen Sinn mehr. Wahrlich, die Partnerliebe kann sich auch auf ein ungesundes Niveau begeben.

Liebe in der Kunst, Literatur und Musik

Die Liebe hat auch etwas egoistisches an sich, denn sogar in der Kunst entstehen Bilder, welche Szenen von Hass, Hörigkeit, vom Verlassen sein, von Eifersucht und Gleichgültigkeit beherbergen. Der Künstler hat sich bei seinen Werken etwas gedacht, oder er hat eigene Erfahrungen verarbeitet. So lassen sich Kunstwerke gut vermarkten, denn jeder betrachtet den Akt der Liebe gerne, auch wenn er es nicht zugibt.

In der Literatur hat Liebe einen hohen Stellenwert, wenn wir die Liebesromane betrachten. Die Frau als verführerische Venus, der Mann als tapferer Held dargestellt, kommen in Liebesromanen immer zusammen, denn Menschen finden zueinander, das wünscht sich der Leser. Sogar in der Bibel wird die selbstlose Liebe durch Jesus und die eigennützige Liebe durch die Schlange definiert. Ich frage mich, warum die Schlange immer weiblich ist?

In der Musik sind Songs über die Liebe besonders begehrt, denn man besingt die schönste Sache der Welt automatisch, und dies führt zum Erfolg. Keine Aussagekraft ist so mächtig wie die Liebe. Lieder über Liebeskummer, über die zwischenmenschliche Liebe, über Verliebtheit und Verlassenheit boomen. Und sogar in uralter Zeit galt der Minnesang als oberste Priorität, wenn man seine Liebste anhimmelte, denn früher durfte man nicht jede Frau ohne weiteres haben, da blieb nur das hohe Lied der Liebe übrig. Heute bewegt sich so manch liebender Gedanke auf unterstem Niveau, wenn man sich die roten Gedanken unter der Gürtellinie anschaut. Trotzdem bleibt sie das höchste Gefühl, das sich zwei Menschen geben, wenn sie beschliessen, sich zu erkennen, miteinander zu leben.

Liebe ist ein schöner Gedanke

Wenn Sie an Liebe denken, kommen Ihnen bestimmt ganz warme Gedanken in den Sinn. Die verschiedenen Menschen denken unterschiedlich über Liebe. Eltern meinen die Liebe zu ihren Kindern. Verliebte denken an die innige Liebe zueinander. Das Kind denkt an die Liebe zu seinen Eltern oder zu Spielsachen.

Der Mensch, der mitten im Leben steht, denkt an die Liebe zum Leben, der Manager an die Liebe zu seinem Porsche, der Büroangestellte an die Liebe zum Geld, und der sachlich kompakte Mensch denkt daran, ob eventuelle Interessen des Partners mit seinen kombinierbar sind, damit er im Golfclub den Schläger nicht alleine schwingt, denn Einlochen ist zu zweit idealer.

Die Liebe kann egoistisch sein

Neueste Umfragen haben ergeben, dass man für die Liebe wahre Opfer erbringt. Wenn Frauen wählen könnten, ob sie sich fürs Shopping, für Süssigkeiten oder für einen neuen Partner entscheiden würden, dann verzichten sie lieber auf die Schokolade und das neue Kleid. Wenn ich Single wäre, hätte ich laut Studie mehr Platz im Kleiderschrank. Männer würden für eine neue Partnerin auf schnelle Autos und auf Alkohol verzichten. Bitte, etwas Gesundes hat diese Studie aber doch, denn auf den Job, den Arbeitsplatz würde niemand für eine Partnerschaft verzichten. Ach, man lege sich einen Lover zu, eine frische Geliebte, und voila, das Problem mit Kleid und Auto hat sich erledigt.

Liebe macht blind

Liebe macht im wahrsten Sinne des Wortes blind. Wenn wir verliebt sind, schüttet der Körper einen gewissen Hormonhaushalt zusammen, der verhindert, dass wir andere Partner attraktiv finden. Wir sind quasi blind für Flirtversuche von aussen. Dieser Schutz ist wichtig, damit wir bindungsfähig bleiben, zusammen bleiben und uns um unseren Nachwuchs kümmern. Dieser blinde Zustand festigt Partnerschaften und macht uns immun gegen das Fremdgehen.

Einige Leute tanzen aus der Reihe, bei denen lodert zwischendurch immer wieder das entfachte Feuer der Leidenschaft, sie sind jederzeit offen für Verführung aller Art und können nicht treu sein. Der hohe Testosteronspiegel spielt nur bedingt eine Rolle hierfür, denn diesen kann man auch mit einem einzigen Partner ausleben. Es ist der labile Zustand einer Persönlichkeit, eine Lebenskrise oder ein psychisches Problem, eine Ausnahmesituation im Leben, welche uns dazu bewegt, die verliebte Blindheit auszuschalten. Manche Menschen sind nur kurzfristig verliebt und schielen sofort wieder nach dem nächsten Abenteuer. Ich bin verliebt in mich selbst und übersehe dabei gänzlich meine Makel, die ich optisch mit mir trage. Bitte, das schützt mich vor unnötigen Schönheitsoperationen.

Erfahrung in der Liebe

Wieviel Erfahrung braucht man in der Liebe? Studien haben ergeben, dass man zwischen 8 und 12 Sexualpartner in seinem Leben haben sollte, um als erfahrener Liebhaber, als erfahrene Liebhaberin zu gelten. Bei Männern gelten mehr Partner als gesellschaftlich tolerierbar, in manchen Kreisen sogar als nötig, während bei Frauen zu viele wechselnde Partner als zu freizügig angesehen werden. Zu wenige sexuelle Erfahrungen gelten als schüchtern bis unerfahren. Wenn ich mir diese Zahlen ansehe, so denke ich, dass ich nicht der Norm entspreche, weil 8 Partner werde ich in meinem Leben wohl nicht zusammenkratzen können. Ich bin treu und glücklich. Kommt es eigentlich immer auf die Liebeserfahrung an, wenn man bei der Partnerwahl die falschen aussortiert? Meiner Meinung nach ist ein Leben mehr wert als nur die prickelnde Turbulenz im Bett. Trotzdem ist das intakte Liebesleben ganz vorne mit dabei, wenn es um die unausgesprochenen Dinge in einer Beziehung geht. Wenn man gemeinsam im Bett scheitert, gehen laut Studien die meisten Beziehungen wieder auseinander. Da kann ich nur hoffen, dass mir meine zutiefst unanständigen Gedanken treu bleiben.

Wie zeigt man grosse Gefühle

Wir sind uns oft nicht sicher, was wir empfinden, denn Gefühle bauen sich als nicht greifbare Elemente in unserem Empfindungsapparat im Gehirn auf. Menschen mit Alexithymie können beispielsweise diese tiefen Gefühle nicht spüren, weil sie im Gehirn diese Reaktionen nicht verarbeiten und deuten können. Sensible Menschen spüren hingegen jeden noch so kleinen Grashalm, der unter ihren Füssen wächst, und so ist bei ihnen das Gefühlschaos vorprogrammiert.

Die grössten Gefühle positiver Art sind Freundschaft, Zuneigung, Empathie, Sympathie, Vertrauen, Bewunderung, Achtsamkeit, Liebe, Lust und Leidenschaft. Die Leidenschaft besitzt jedoch zwei Seiten, da sie Leiden schafft, wenn man sich ihr zu sehr hingibt und im Gefühlschaos landet.

Wenn die zarte Knospe der Zuneigung spriesst, bemerkt man dies daran, dass ein Mensch Interesse zeigt und aufmerksam zuhört, ohne dass er gleich sein Smartphone zückt und geistig abwesend ist. Wenn wir Empathie empfinden, können wir uns in die Situation eines Menschen hineinversetzen, ihn verstehen und ihm beistehen. Wir spüren auch manchmal die Freude oder den Schmerz, den ein Mitmensch auslebt.

Wenn Sympathie entsteht, ist dies eine gute Voraussetzung für eine Freundschaft, denn man kann gemeinsam lachen, besitzt den selben Humor, ist miteinander vertraulich verbunden und fühlt sich in Gegenwart des jeweils Anderen wohl. Aus Freundschaft kann sich Liebe entwickeln, wobei hier die Meinungen auseinandergehen, da einige Menschen der Überzeugung sind, man verliert einen Freund, wenn man sich verliebt. Die Liebe ist nämlich das grösste, verwirrendste und ungeordnetste Gefühl, das wir empfinden.

Liebe, Lust und Leidenschaft können Grosses hervorbringen, jedoch auch vieles wieder zerstören, da in der Liebe oft ein kriegsähnlicher Zustand herrscht, bei dem alles erlaubt ist, wenn man um einen Partner kämpft. Da die Liebe jedoch ein Gefühl ist, welches wir nicht kopforientiert steuern können, kann sie auf dem schlimmsten Misthaufen wachsen, ohne dass man sich dagegen wehren kann.

Nur die Lust haben wir mehr oder weniger im Griff, das unterscheidet uns nämlich von den Tieren. Menschen können sich zurückhalten, wenn sie Lust empfinden, sich einem anderen Menschen hinzugeben, denn der Mensch fürchtet die Konsequenzen, hat ein schlechtes Gewissen und kann sein Gehirn einschalten, wenn er konsequent genug ist. Und so leben wir abwechselnd in Harmonie und im Gefühlschaos, bis wir unsere Gefühle wieder geordnet haben.

Ein Gefühl, welches überall mitschwingt, ist die Eifersucht. Sie ist der Teufel in der Gefühlswelt, kann Liebe und Freundschaft zerstören, Sympathie überschatten und Menschen in den Wahnsinn treiben. Wir müssen die Eifersucht in den Griff bekommen, sonst zerfressen wir uns selbst. Wir könnten damit besser umgehen, wenn wir uns sagen, dass der Partner keine Seife ist, nicht weniger wird, nur weil er anderen hinterherschaut oder sich amüsiert unterhält. Die Eifersucht hat ja bei jedem Menschen unterschiedliche Grenzen und Ausprägungen, wobei die krankhafte Eifersucht niemandem hilft. Vertrauen ist ihr Gegenspieler, und so sollten wir lernen, das Leben als Aufgabengebiet des Lernens anzusehen, dann vertrauen wir dem Leben, uns selber und anderen Menschen.

Eifersucht

Wie bekommt man Eifersucht in den Griff? Normalerweise zerbricht durch krankhafte Eifersucht fast jede Beziehung, und doch können wir oftmals nicht anders, als dieses Gefühl in uns aufkeimen zu lassen. Eifersucht entsteht aus Enttäuschungen, aus mangelndem Selbstbewusstsein, aber man kann dagegen ankämpfen, mit viel Vertrauen in den Partner. Bewunderung für den Partner, gemeinsame Ziele und die Liebe stärken das Vertrauen.

Farbe der Liebe

Rot oder rosa, welche Farbe dient der Liebe am besten? Rot steht für die prickelnde körperliche Liebe, für Lust und Leidenschaft. Rote Dessous machen Männer verrückt, wenn sie von Frauen getragen werden. Rosa ist die zarte Knospe der Verliebtheit, das Band der Freundschaft, und so dient rosa als kleine Schwester der Verführungskunst. Nur pink schreit aus allen Ecken.

Glück

Was ist Glück? Wie wird man glücklich? Es gibt viele Wege zur Zufriedenheit, zum Hochgefühl der Glückseligkeit. Hyggen und das Leben geniessen, materieller und geistiger Luxus, Entspannung und Wellness, Kuscheln und Zärtlichkeiten austauschen, feiern und tanzen, Sport und viel Bewegung, Schokolade, positive Überraschungen und Belohnungen. Das grösste Glück ist jedoch die Liebe, der richtige Partner fürs Leben.

Käufliche Liebe

Ist Liebe käuflich? Wenn man Illusionen verkauft, muss man es so machen, dass das Gegenüber glaubt, die Illusion sei echt. Die Dienste in der Liebesbranche boomen, der Champagner und das Geld fliessen, aber die Seele stirbt. Wer sich für diesen Weg, sowohl als Dienstleister als auch als Konsument entscheidet, muss oftmals mit bitteren Erfahrungen rechnen.

Körperliche Liebe

Wie gesund ist Sex? Eine intakte, emotional ausgelebte Sexualität unterstützt unsere Gesundheit durchaus. Liebe stärkt das Immunsystem, baut Stress ab, ist gut für die Psyche, die Durchblutung und fürs Gehirn. Man sollte nur darauf achten, dass man sich ausreichend schützt, denn ein Kondom erhöht die Lebensqualität.

Küssen

Wie küsst man richtig? Man sollte die Kuss-Knigge kennen, bevor man losküsst. Der edle Handkuss ohne Berührung des Handrückens, der freundschaftliche Kuss auf die Wange, ohne Spuren zu hinterlassen, der kleine Kuss auf den Mund, der Zungenkuss, ohne die Zunge in den Hals zu stecken, alles kann man lernen. Beim Küssen darf man nicht sabbern, und Mundgeruch ist tabu.

Kuscheln

Wie kuschelt man richtig? Die Kuschel-Knigge sagt, man darf sich nur berühren, umarmen, knuddeln und streicheln, aber nicht darüber hinaus mehr als nur Kuscheln wollen. Heute kuschelt man unter anderem in sogenannten Kuschelseminaren mit fremden Leuten, um der Einsamkeit zu entgehen, und professionelle Kuschler verdienen sogar Geld mit den Streicheleinheiten.

Liebe Definition

Was ist Liebe? Es ist die körperliche Verschmelzung, die sich in Lust und Leidenschaft hingibt. Es ist die geistige Anerkennung, die sich in platonischer Leidenschaft übt. Und es ist ein schönes, ungeordnetes Gefühl, welches sich am ganzen Körper breit macht. Liebe macht heiss, denn wir erhöhen im verliebten Zustand sogar unsere Körpertemperatur.

Liebeskummer

Liebeskummer sollte man ernst nehmen, vielleicht ein Liebeskummertagebuch führen, um über den Schmerz hinwegzukommen. Manchmal hilft Schokolade, und Forscher haben unter anderem eine Pille gegen Liebeskummer entwickelt. Man teilt den Liebeskummer in verschiedene Phasen ein, die schmerzhafte Phase, die Vergleichsphase mit dem Verflossenen, die Distanzphase, in der man sich mit Freunden trifft, bis man wieder offen für eine neue Beziehung ist.

Objektliebe

Objektliebe oder Objektophilie bedeutet, dass ein Mensch einen Gegenstand, ein Gebäude oder ein Objekt liebt. Man geht eine Beziehung mit dem Objekt ein, ist erregt in seiner Nähe, ist eifersüchtig, schwört ewige Treue, geht den Bund fürs Leben mit ihm ein und lebt seine Liebe anders aus, als die zwischenmenschliche Liebe.

Verliebtheit

Verliebtheit ist ein wirres, direkt verwirrendes, ungeordnetes Gefühl. Schmetterlinge im Bauch, die rosarote Brille, die Sehnsucht nach dem Partner, das wilde Treiben der Glücksgefühle im eigenen Körper, all das erlebt man, wenn man sich verliebt. Wunderschön, dieser Zustand, aber auf Dauer würden wir ihn nicht aushalten.


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Elisabeth Putz

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