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Wann helfen Medikamente und Arzneimittel?

Mit Tabletten geht es leichterMedikamente sind Arzneimittel, chemisch oder natrlich hergestellte Stoffe, die medizinischen Nutzen haben. Man verabreicht sie in Form von Spritzen, Tabletten, Dragees, Kapseln, S„fte, Tropfen, Pulver und Z„pfchen, Pflaster und Salben, fr die innere oder die „ussere Anwendung. Sie untersttzen die Heilung, die Genesung eines Patienten, oder sie lindern Beschwerden und Schmerzen.

Nehmen Sie Medikamente? Sind Sie einer, der mehrere Arzneimittel t„glich einnimmt, oder z„hlen Sie zu den Medikamenten-Gegnern, die sich weigern, Tabletten, Kapseln und S„fte einzunehmen? Ich sage Ihnen, beides ist ungesund, und dennoch haben beide Ph„nomene ihre Daseinsberechtigung.

Die Gegner von Medikamenten fhlen sich zur Naturheilkunde hingezogen, achten auf Ihren K”rper und scheuen die Chemie. Bis eine schlimmere Krankheit ausbricht, ist alles in Ordnung, aber sp„testens dann sind schulmedizinisch verordnete Arzneimittel wichtig, denn nicht alle Krankheiten, besonders nicht die schweren, lassen sich mit der Naturheilkunde alleine heilen.

Die Leute, die mehrere Medikamente t„glich nehmen, sind in ihrem Krankheitsbild soweit vorangeschritten, dass sie gezwungen sind, die Arzneimittel einzunehmen. Bitte, das hat mehrere Grnde, denn ich wrde niemals behaupten, dass jemand, der viele Medikamente nehmen muss, aus eigener Schuld seinen K”rper geschunden hat. Unf„lle k”nnen passieren, manche Krankheiten sind erblich bedingt, andere Krankheiten brechen trotz natrlichstem, sorgf„ltig gefhrten Lebensstil aus.

Nur wenige Menschen achten kaum bis nicht auf ihren K”rper, lassen ihn durch Alkohol, Nikotin, fettigem Essen und Bewegungsmangel verkmmern. Und dann h„tten wir noch die Gruppe, welche Medikamente missbraucht, schtig danach ist und ohne nicht leben kann. Ein Medikamentenentzug ist schwierig, denn die Schtigen lassen sich immer kreativere Ausreden einfallen, um an ihre Arzneien zu gelangen.

Wichtig ist, dass man seine Medikamente, die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen im šberblick beh„lt. Wichtig ist auch, dass man mit seinem Arzt die Einnahme bespricht und sich dann genau an die Anweisungen h„lt. Das Wichtigste ist jedoch, dass man nicht beginnt, selber mit der Einnahme von Medikamenten zu experimentieren, denn dies kann schlimme Folgen haben.

Rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke

Eine scheinbar harmlose Brausetablette gegen Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Grippe und Schnupfen ist rezeptfrei. Der Weg zur Apotheke ist leichter zu gehen, als der anstrengende Weg zum Arzt. Und so nehmen viele Menschen beim kleinsten Schmerz eine rezeptfreie Schmerztablette, denken, die tut ihnen gut, weil ja auch Vitamin C darin enthalten ist.

Genau hier lauert die Gefahr. Auch in rezeptfreien Medikamenten sind Wirkstoffe enthalten, die unserem K”rper gut tun, ihm aber auch schaden k”nnen. Als einst jemand zu mir sagte, ich k”nnte ruhig ein bis zwei Brausetabletten pro Tag nehmen, auch ohne Kopfschmerzen, weil sie ja harmlos seien und auch Vitamine enthalten, erschrak ich. Als ich jedoch begriff, dass dies jemand sagte, der im Grunde abh„ngig von Medikamenten war, begriff ich erst diese selbstzerst”rerische Aussage.

Rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente

Wenn man rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente durcheinander einnimmt, ohne dies mit seinem Arzt zu besprechen, kann der K”rper eines Tages in den Streik treten. Das kann bis zum Schlaganfall oder Herzinfarkt, bis zu Nierenversagen fhren, sodass man irgendwann ans Pflegebett gefesselt ist, weil man aus eigener Kraft nicht mehr aufsteht. Es muss nicht, aber es kann so kommen.

Jedes Arzneimittel beinhaltet seine eigenen Wirkstoffe, die mit anderen Wirkstoffen nicht unbedingt harmonieren mssen. Wer experimentiert, der riskiert viel. Zuerst bemerkt man vielleicht nicht, dass im K”rper etwas schiefl„uft, man ignoriert es, man verdr„ngt es, bis es zu sp„t sein kann. Pl”tzlich reagiert der K”rper ber, reagiert gar nicht mehr, Schwindel, šbelkeit und Schmerzen treten auf, und sogar hier ignorieren Leute ihre Warnhinweise, wenn sie wieder vorbergehen. Bitte, manchmal ist der Mensch der schlimmste Feind seines eigenen K”rpers.

Mehrere Žrzte - viele Medikamente

Gef„hrlich ist auch die Situation, wenn sich jemand dazu entscheidet, mehrere Žrzte aufzusuchen, damit er mehrere Medikamente bekommt. Der erste Arzt weiss vom zweiten nichts, der dritte von den ersten beiden Žrzten nichts, der vierte Arzt weiss noch weniger, und so passiert es, dass der Patient von jedem einzelnen Arzt die verschriebenen Medikamente einnimmt. Bei einer Sucht kommt dieses Problem direkt zur Anwendung, denn da wechseln die Patienten ihren Arzt mehrmals pro Monat.

Diese sich negativ auf den K”rper auswirkende Erscheinung eines Patientenprofils ist leider nicht so selten, wie man annimmt. Es ist schwierig, einen Patienten zu erkennen, der diese Praktiken ausbt, denn der einzelne Arzt kann oftmals nicht erkennen, dass der Patient bereits eine Medikamentensucht aufweist, da man ihn ja nicht von den Patienten unterscheiden kann, die mehrere Medikamente nehmen mssen.

Wenn ein Patient von Žrzten keine Medikamente mehr verschrieben bekommt, wechselt er oft die Apotheken, holt sich rezeptfreie Arzneimittel, und zum Schluss nimmt er das Internet zu Hilfe und bestellt dort anonym, denn online existieren viele Wege, um an billige Medikamente zu gelangen. Hier mssen die Online-Apotheken ein besseres, auf mehr Sicherheit basierendes System entwickeln, da gibt es leider noch zu viele Lcken. Der K”rper kann ja nichts dafr, es ist die Psyche, die da arbeitet. Viele Leute sind sich nicht bewusst, dass sie ihrem K”rper mit falschen oder zu vielen Medikamenten schaden, weil sie davon ausgehen, dass Arzneimittel heilen.

Wechselwirkungen von mehreren Medikamenten

Es gibt zahlreiche Menschen, die fnf bis acht und noch mehr Medikamente t„glich einnehmen. Dies kann auf Dauer ungesund, ja manchmal sogar gef„hrlich sein. Wenn sich einzelne Medikamente nicht miteinander vertragen, kann die Wirkung eines einzelnen Medikaments dadurch verst„rkt oder geschw„cht werden. Dies ist gef„hrlich, wenn man beispielsweise Herzmedikamente nimmt und dann die Wirkung schw„chelt.

Sie sollten bitte niemals ohne „rztliche Absprache alleine Medikamente am freien Markt besorgen. Es kann eine Abh„ngigkeit entstehen, Sie wissen nicht, welche Wechselwirkungen dann auftreten, und Sie spielen mit Ihrem Leben. Auch sollten Sie regelm„ssig berprfen lassen, ob die Medikamente alle n”tig sind, denn viele Arzneimittel k”nnte man durch andere austauschen, die besser miteinander harmonieren. Auch Lebensmittel k”nnten zusammen mit Medikamenten zu Wechselwirkungen fhren.

Wie nimmt man Medikamente richtig ein?

Studien haben ergeben, dass viele Menschen ihre Medikamente nicht richtig einnehmen. Fakt ist, wenn man sie nicht regelm„ssig einnimmt, wirken sie nicht ordentlich. Da bekommt man vom Arzt die Einnahmedosis und Einnahmezeit verordnet, man h„lt sich jedoch nicht dran, weil man jeden zweiten Tag darauf vergisst. Auch darf man seine Medikamente nicht mit Kaffee, Tee oder Saft einnehmen, nicht mit Milch oder Alkohol hinunterschlucken, denn dann kann die Wirkung verz”gert, gehemmt oder sogar bei manchen Arztneien verst„rkt, beschleunigt werden.

Kaffee und Tee verlangsamen die Wirkungszeit. Nur Wasser, m”glichst mit wenigen Mineralstoffen und Zus„tzen ist fr die Medikamenten Einnahme geeignet. Ich schlucke im Grunde berhaupt nichts, was nicht nach Nahrungsmittel aussieht, denn mich wrgt jede Tablette. Sehen Sie, ich bin so ein hilfloser Fall, der auf die Naturheilkunde baut.

Der Umgang mit Medikamenten und Arzneimitteln

Ein Tipp bei Medikamenten ist, dass man sich als Patient eine zweite Meinung einholen sollte, seine verschiedenen Medikamente berprfen und vom Arzt so gut es geht minimieren lassen sollte. Wir haben heute in unserer modernen Gesellschaft das Gefhl, fr jedes noch so kleine Wehwehchen gibt es entweder ein rezeptfreies, oder notfalls ein rezeptpflichtiges Medikament. In den Apotheken werden viele Arzneien gegen Husten, grippale Infekte, Allergien, Hautausschl„ge, Cholesterin, etc. rezeptfrei angeboten. Ein Vitaminpr„parat bei Schnupfen ist schnell gekauft. Ich denke, man sollte zum Arzt gehen, wenn man sich krank fhlt, bevor man selber experimentiert. Viele Vitaminprodukte, Schmerzmittel, besonders die rezeptfreien Mittel, beinhalten bedenkliche Inhaltsstoffe, die dem K”rper zusetzen, wenn nicht eine st„ndige Kontrolle durch den Arzt dahintersteht.

Besonders Antibiotika geniessen einen schlechten Ruf, so schlecht, dass sie von einigen Patienten durch die Zugabe von hochdosierten Probiotika ausgeglichen werden. Diese Probiotika als reine Nahrungserg„nzung k”nnen jedoch in die Blutbahn wandern, da sie auch nur Bakterienst„mme sind, und besonders bei einer Zw”lffingerdarm-Entzndung nicht f”rderlich sind. Studien belegen, dass Probiotika in Form von Nahrungserg„nzung mit Vorsicht zu geniessen sind. Ich habe einst einmal Antibiotika schlucken mssen, baute auf Probiotika und bekam eine Durchblutungsst”rung, so schlimm, dass ich den linken Arm und das linke Bein pl”tzlich kaum noch sprte. Ich trug Gott sei Dank keinen Schaden davon, aber seither bin ich vorsichtiger geworden. Antibiotika muss man ja nicht bei jedem kleinen Schnupfen nehmen, und Probiotika, so wie sie in der Werbung zur Darmsanierung angeboten werden, sind manchmal, fr gesunde Menschen, einfach nur ein Trend. Jeder Patient muss sich im Klaren darber sein, dass die Pharmaindustrie, die Nahrungserg„nzungsindustrie und die Dienstleister damit viel Geld verdienen.

Kann Aspirin auch gesund sein?

Aspirin dient als rezeptfreies Arzneimittel zur Schmerzbek„mpfung, aber manche Leute nehmen es achtlos als Vitamin C Pr„parat ein. Dies kann gef„hrlich werden, da sich der K”rper an den Wirkstoff gew”hnt, die Gef„sse ver„ndert werden k”nnen, und dann kann es zu Stoffwechselerkrankungen und Herz-Kreislauf Schw„che kommen. Auch belastet Aspirin den Magen und kann den Darm sch„digen, wenn man ber einen l„ngeren Zeitraum zu viele Tabletten einnimmt. Empfindliche Menschen sind besonders gef„hrdet. Eine Zitrone im Tee ist besser. Allerdings senkt Aspirin die Entzndungswerte im Blut, den CRP-Wert. So kann Aspirin bei Entzndungen helfen, wenn man es mit der Einnahme nicht bertreibt.

Antibiotika oder Probiotika?

Was ist gesnder fr die Darmflora, Antibiotika oder Probiotika? Wer Antibiotika nimmt, sollte probiotische Lebensmittel fr die Darmsanierung zu sich nehmen, beispielsweise Naturjoghurt und viel Gemse, damit die Darmflora wieder ins Gleichgewicht kommt. Probiotika sind natrliche Heilmittel, aber genauso wie Antibiotika umstritten, weil auch ihre Wirkung nach hinten losgehen kann. Naturmediziner schw”ren auf Probiotika, w„hrend die Schulmedizin Antibiotika einsetzt, aber heute finden wir leider viele Antibiotika in Lebensmitteln, in verarbeiteten Produkten, in Fleisch, Fisch und Geflgel vor, ja sogar im Trinkwasser, und das bedeutet, wir mssen immer neuere Medikamente suchen, um ernste Erkrankungen zu behandeln. Das ist kontraproduktiv.

 


Elisabeth Putz

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