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Tipps für die äussere Schönheit

optische SchönheitenWie attraktiv sind Sie? Wissenschaftlich gesehen existieren im Auge des Betrachters, also im Auge des ausgewerteten, statistisch erfassten Probanden, äusserliche Merkmale, welche Schönheit definieren. So sind hohe Wangenknochen attraktiv und strahlen Jugendlichkeit aus, schön geschwungene Augenbrauen, die nicht zu dick und nicht zu dünn sind, werden als attraktiv angesehen, und die perfekte Symmetrie des Gesichtes gilt als besonders schön. Ich falle beinahe durch das Raster der perfekten Schönheit hindurch, aber deshalb kann ich mich auch nicht bis zur Unkenntlichkeit quasi enthaupten lassen. Die Natur muss sich ja auch bei mir etwas gedacht haben, oder?

Natürlich können wir unserer Schönheit auch von aussen nachhelfen, denn man streicht ja auch gelegentlich die Hauswände von aussen schön an und versucht nicht, aus dem Herzen des Mauerwerkes ein wenig Farbe heraus zu pressen. So dürfen wir Frauen uns schminken, und übrigens auch die Männer, wenn sie sich dazu berufen fühlen.

Ich als idealistische Verfechterin der natürlichen Schönheit, stosse ja immer wieder an meine drastisch sichtbaren Grenzen, wenn ich mich durch reine Meditation versuche, ins optisch rechte Licht zu rücken. Und deshalb lagert in meinem Schrank gut versteckt und noch besser duftend mein Oil of Olaz, denn man gönnt sich wirklich sonst nichts. Mit Make-Up in meinem Gesicht kann ich noch nicht dienen, aber wenn ich aufhöre, das Zeug andauernd daneben zu schmieren, bastle ich an einer Schminkanleitung für Blinde und präsentiere mich im geschminkten Look. Spätestens, wenn ich meine Falten zudecken und ausspachteln muss, ist es soweit.

Ist die äussere Schönheit die wahre Attraktivität?

Neueste Studien haben ergeben, dass die wahre Schönheit von aussen kommt. Leute mit einem schönen äusseren Erscheinungsbild haben es leichter im Leben, im Job und bei der Partnerwahl. Wir sind eben optische Wesen, die sich von den Augen in die Irre leiten lassen. Trotzdem bin ich der Meinung, der Mensch besitzt auch eine innere Schönheit, eine Art Ausstrahlung. Und das sage ich nicht nur deshalb, weil ich zwei himmlisch schöne Glasaugen besitze, welche meine äussere Schönheit unterstreichen.

Je nach Ausstrahlung können Menschen schön sein, die nicht unseren optischen Reizen und Anforderungen entsprechen. Nun, eine besonders voluminöse Frau wird von einer schlanken Sekretärin überrollt, wenn es darum geht, wer von beiden den Job an der Rezeption bekommt, denn die Empfangshalle ist voller Menschen. So kann man auch ohne Schwergewicht jemanden überrollen.

Die dicke Frau wird unten im Lager dringend gebraucht. Ja, meine Lieben, das ist die wahre Schönheit von aussen, die wahre Diskriminierung, wenn man bei der Wahrheit nicht spart. Dennoch gibt es unzählige Beispiele, in denen man demonstriert bekommt, wie die äussere Schönheit bevorzugt wird. Was kann man dagegen tun? Legen Sie sich einen Fitnesstrainer und einen Ernährungsberater zu, eine gute Kosmetikerin, gegebenenfalls heiraten Sie noch einen Schönheitschirurgen, damit die Schönheitsoperation nicht zu teuer ausfällt. Und wenn Sie mit sich selbst zufrieden sind, bleiben Sie so, wie Sie sind, denn dann strahlen Sie innere Schönheit aus.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass die äussere Schönheit jene ist, die wir uns als optisch geschulte Wesen am ehesten einprägen. Und sogar ich gebe zu, dass mir die Optik sehr ans Herz gewachsen ist, seit ich weiss, was man aus einem Gesicht, welches aussieht wie Wellpappe, noch alles herausholen kann.

Schauen Sie mich an, ich bin blind wie ein Maulwurf, und trotzdem perle ich mich auf wie ein aufgemotztes Straussenei, denn mit dem Satz - aus den Augen, aus dem Sinn - kann ich nichts anfangen. Manchmal, ja sogar manchmal zu oft, werde ich als oberflächliches Püppchen eingestuft, obwohl ich keinen Stufenschnitt besitze, an dem man seinen ersten Eindruck empor gleiten lassen kann. Ich sage immer, ich bin lieber ein Püppchen mit Köpfchen, als hässlich und doof.

Natürlich fällt es uns schwer, die innere Schönheit im Vorübergehen zu erkennen. Haben Sie schon einmal im Vorbeigehen einem fremden Menschen in den Kopf, direkt unter die vergeistigt routierenden Gehirnzellen geschaut und erkannt, wie hübsch dieser Mensch doch ist? Zuerst schaut man einem Menschen in die Augen. Bei mir sind es die Brüste, die Augen unter den Augen.

Dann schaut man dem Menschen auf die Hände, erkennt langsam seine Silhouette, und wenn er sich umdreht, sieht man sofort den Po. Wenn der Mensch eine gute Ausstrahlung besitzt, erkennt man diese erst zusammen mit den Bewegungen, der Mimik und Gestik, an der gesamten Körperhaltung, an der Atmung und der Sprachmelodie. Verflixt aber auch, die äussere Schönheit ist das grosse A des Anfangs, und diesen ersten Eindruck wird man nicht mehr so schnell los.

Die Optik ist käuflich

Schönheit kann man ja heute überall konsumieren. Wenn Sie beispielsweise im Supermarkt an der Wursttheke stehen und sich die wartenden Leute ansehen, sticht Ihnen ein erster Beautywahn bereits ins Auge. Fast alle Frauen sind geschminkt, manche bis zur Unkenntlichkeit zugekleistert, und das nenne ich bekennende Schönheit von aussen. Mitten drin steht vielleicht eine Frau, die ungeschminkt auf ihre Wurst wartet.

Das ist wahrlich mutige Schönheit von innen, aber wer es sich leisten kann, ohne Make-Up vor die Türe zu gehen, kann morgens länger schlafen. Übrigens schminke ich mich nie, ausser im härtesten Notfall, wenn ich vor die Kamera gezwungen werde und ich dem Puderpinsel nicht entkommen kann. Ob ich es mir leisten kann, liegt im Auge des Betrachters, aber ich habe ohnehin ein Charaktergesicht, ein volles Radiogesicht. Wussten Sie, dass man im Radio nur schöne Leute kennenlernt, solange man sie nur im Radio hört.

Manche Leute sehen eben alles mit den Ohren. Übrigens könnte vereinzelt auch ein Mann am Wurststand im Supermarkt stehen, der schminkt sich auch nur ganz dezent oder gar nicht. Hier können Sie sich die Beauty Trends der Massenschönheit bereits verinnerlichen, damit es Ihnen beim Warten nicht langweilig wird. Schönheit konsumiert man heute auch aus dem Fernsehen. Das hat aber mit der realen Beautywelt auf offener Strasse nichts zu tun, denn der Alltag lässt so viel Schnickschnack gar nicht zu.

Die Models und Moderatoren laufen im Alltag auch ein wenig natürlicher herum, denn ein Gesicht in der Maske ist sehr geduldig, so geduldig, dass der Visagist in Ruhe seine Kreationen darauf ausleben kann. Innere Schönheit ist meiner Meinung nach schwerer zu projizieren, denn man kann sie nicht mit Pinsel und Puder auftragen. Innere Schönheit müssen wir mental erlernen, und das ist oft ein steiniger, gedanklich aufregender Weg. Gehen Sie mit uns schöne Wege zur äusseren und inneren Perfektion. Wenn Sie auf halber Strecke stehen bleiben, sind Sie womöglich sehr menschlich und überaus liebenswert, und gerade das macht Sie rundum schön.

Schöne Menschen haben es leichter

Schöne Menschen, Leute, die ein optischer Blickfang sind, haben es leichter im Leben. Nicht so schöne Menschen haben von vorn herein eine Chancenungleichheit, im Job, bei der Partnersuche, im Alltag. Wer dies nicht erkennt oder nicht wahrhaben will, lebt am Leben vorbei. Natürlich gibt es Ausnahmen, Leute die aufgrund ihres Fachwissens und ihrer inneren Werte bevorzugt werden, aber auf den ersten Blick gilt die Optik als Kriterium. Man kann mit Make-Up, Styling, einem passenden Outfit, mit kosmetischen Eingriffen und Schönheitsoperationen erheblich nachhelfen, aber selbst hier haben einige Menschen nicht die selbe Chancengleichheit. Wer genetisch bedingt dick ist, eine chronische Krankheit hat, ist im Nachteil. Wir müssen umdenken, uns nicht andauernd von der Optik leiten lassen, nicht nur die makellosen Menschen bevorzugen, nur dann haben alle Menschen die gleichen Lebenschancen. Leider ist es heute noch oft so, dass attraktive Menschen die besseren Jobs bekommen und mehr Geld verdienen, die unattraktiven sitzen abseits im Keller, in Hinterräumen und sortieren Akten, sind für die Verwaltung verantwortlich. Manchmal spielt aber auch die innere Einstellung eine Rolle. Wer sich nicht attraktiv und schön genug fühlt, verpasst Chancen, tritt ohne Selbstwertgefühl auf und macht sich selbst zum Mauerblümchen. Hier muss jeder unbedingt an seinem Selbstbewusstsein arbeiten.

 


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Elisabeth Putz

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