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Was ist Kernseife?

HirschseifeDie Kernseife ist eine natürliche, spartanische, einfache, aber durchaus gesunde Seife, da sie in ihrer Ursprungsform kaum bis keine chemischen Zusätze und künstlichen Parfumstoffe enthält. Sie wird heute vor allem zum Hände waschen verwendet, weil sie alkalisch ist und einen PH-Wert von über 7 aufweist. Zur intensiven Hautpflege wird die herkömmliche Kernseife selten verwendet, weil die Haut eher PH-neutrale Seifen bevorzugt. Hier helfen hochwertige Naturseifen.

In Österreich wird eine spezielle Art der Kernseife hergestellt, eine hochwertige Schichtseife, die man Hirschseife nennt. Sie wird auch für die Pflege der empfindlichen, vor allem fettigen Haut eingesetzt, hilft unter Umständen auch bei Neurodermitis, gegen Pickel und Hautunreinheiten, und bei manchen Hautreizungen. Allerdings sollte man die herkömmliche Kernseife nicht in der Nähe der Schleimhäute anwenden, da sie zu Juckreiz und allgemeinen Hautreizungen führen kann. Die Hirschseife hingegen kann man sogar als Alternative zum Duschgel verwenden, wenn man eine etwas fettigere Haut hat.

Woraus besteht Kernseife?

Kernseife besteht aus Natriumsalzen und Fetten. Sie enthält einen Anteil von 72% bis 75% an Fettsäuren. Sie wird meist in ihrer billigen Form aus eher minderwertigen Fetten hergestellt, beispielsweise Schweinefett. In ihrer hochwertigen, pflegenden Form wird sie aus Pflanzenölen hergestellt. Sie hat eine weisse bis gelbe oder orange, manchmal auch bräunliche Farbe, je nachdem, welche zusätzlichen Inhaltsstoffe beigemengt wurden. Sie ist stark entfettet, etwas härter in ihrer Struktur, ergiebiger als andere Seifen, und sie ist vor allem natürlich, umweltfreundlich, ökologisch und nachhaltig.

Die Kernseife ist kernig, fettlöslich, grob strukturiert, besitzt eine etwas rauhere Oberfläche, sie reinigt gründlich, wirkt entfettend, und sie ist vielseitig einsetzbar, für die Körperpflege, und besonders im Haushalt, als Waschmittel, als Entschäumer, als Fleckenentferner, als Alternative zur Schmierseife, und zur Schädlingsbekämpfung in der Pflanzenwelt.

Man nennt diese Seife je nach Herstellungsverfahren und Anbieter auch Natronseife, Schichtseife, Feinseife, Hirschseife, Terpentinseife, Savon de Marseille, Aleppo Seife, Gallseife oder Schmierseife. Nicht jede Kernseife ist gleich. Es gibt Unterschiede in der Qualität. Die reine Kernseife besteht nur aus Fettsäuren und Salzen. Sie bildet die Vorstufe der hochwertigeren Feinseifen, welche zusätzlich noch mit natürlichem Parfum, Duftstoffen, Pflegestoffen, Farbstoffen und Ölen angereichert sein können.

Inhaltsstoffe der Kernseife - Was ist drin?

Bei der Verseifung wird aus der Vorstufe der Kernseife, der sogenannten Leimseife, die natürliche Seife gewonnen. Sie enthält je nach Anbieter und Hersteller: Talg, Pflanzenfette, tierische Fette, Natriumsalze, Fettsäuren, Glycerin, Tenside, Pflegestoffe, wertvolle Öle, natürliche Aromen, eventuell Parfum und Düfte, vereinzelt auch Farbstoffe. Hochwertige Kernseifen enthalten nur Naturstoffe und sind ökologisch, billigere Kernseifen aus dem Supermarkt enthalten auch chemische Zusatzstoffe und Edta. Wenn Sie sich für eine Qualitätsseife entscheiden und sichergehen wollen, dass nur natürliche Inhaltsstoffe drin sind, lesen Sie sorgfältig die enthaltenen Stoffe auf der Verpackung durch.

Wenn Sie eine richtig natürliche Seife bevorzugen, die vor allem im Haushalt eingesetzt wird, nehmen Sie Neutralseife. Sie ist eine flüssige Seifenpaste, die ausschliesslich aus neutralen Inhaltsstoffen und Tensiden besteht. Einige Leute bevorzugen die Savon de Marseille oder auch Marseiller Seife genannt. Sie besteht aus pflanzlichen Ölen, Talg und tierischen Fetten, und aus Soda Natriumcarbonat. Sie enthält einen Mindestanteil an Fettsäuren, ist ölig, liegt gut in der Hand, und sie wird oft hochwertig und aufwendig per Hand hergestellt, sodass man weiss, was man hat.

Spezielle Kernseifen mit Pflegestoffen

Für die naturbewussten Biofans, die den Regenwald lieben, gibt es Kernseife ohne Palmöl, da das Palmöl ein billiges Öl ist, welches nicht unbedingt gesund ist. Gesunde Seifen mit Olivenöl, Jojobaöl, Rosenöl, Kokosöl, Sheabutter, Arganöl oder weiteren pflanzlichen Ölen können der Haut rückfettende Substanzen verabreichen, sodass sie nicht zu stark austrocknet. Kappus Olivenöl Seife, Sonett Kernseife, und die Klars Basenseife sind neben der Hirschseife solch pflegende Seifen.

Hirschseife - Besser als Kernseife

Hirschseife TerpentinDie bekannteste Form der Kernseife ist die Hirschseife. Sie ist pflegend, mit hochwertigen Ölen und Pflegestoffen angereichert, quasi eine Erweiterung der Kernseife. Johann Schicht, ein österreichischer Industrieller, Seifensieder und Fabrikant, entwickelte diese Seife in seiner Seifenfabrik. Sein Unternehmen stellte neben der Hirschseife auch andere Produkte her, wie beispielsweise Kerzen, Glycerin, Stearin, oder Margarine. Die Hirschseife liess sich Johann Schicht allerdings patentieren, nannte sie unter anderem auch Zeres, wie die Göttin Zeres, und heute noch gilt die Seife als eine Art Zerealie, als notwendiges Lebensutensil. Bis zum Jahr 2002 wurde die Hirschseife unter dem Patent geführt und geniesst grosses Ansehen.

Was ist Hirschseife?

Hirschseife ist eine Naturseife, eine milde Schichtseife, besteht fast ausschliesslich aus naturbelassenen Stoffen, ist feiner und glatter als die herkömmliche Kernseife, und sie riecht gut. Sie wird unter anderem als Hirschseife-Terpentin, oder als Hirschseife-Zitronella verkauft und sie liegt gut in der Hand. In der Hirsch-Zitronella Seife ist Zitronenöl enthalten, was der Seife einen angenehm frischen Duft beschert.

Man kann sie für die Körperpflege und für die Gesichtspflege verwenden, aber man sollte die Augenpartie und die Schleimhäute aussparen, da auch die Hirschseife alkalisch und nicht PH-neutral ist. Man kann sie im Haushalt verwenden, zum Putzen, Wäsche waschen, Möbel polieren, einfach als natürliches Reinigungsmittel.

Meine Erfahrungen mit der Hirschseife

Ich habe sie ausprobiert. Ich nahm die Hirschseife-Terpentin. Ich dachte mir, wenn ich den Glanz aus meinen Haaren schon entferne, dann mit Stil. Meine Haare wurden matt, glanzlos, und die Haare meiner Mutter bekamen einen grauen Schleier, was nicht unbedingt an ihrem Alter lag. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass man die Hirschseife für die Haarwäsche nicht alleine verwenden kann. Lieber Besucher, nehmen sie zusätzlich ein mildes Bioshampoo für ihre Haare, damit sie nicht beleidigt reagieren.

Für meine sensible, fettig bis trocken reagierende Mischhaut war die Hirschseife allerdings mit Erfolg gekrönt. Meine unreine Haut wurde reiner, mein Hautbild wurde feiner, und sogar meine unappetitlichen Pickel am Rücken und im Gesicht verschwanden. Guten Appetit. Übrigens kann man sie beruhigt im Haushalt einsetzen, denn Möbel und Böden sind nicht mit so sensibler Haut beschichtet, es sei denn, man lässt sich einen Schiffsboden verlegen. Ich nehme sie sogar für meine Feinwäsche, und ich pflege meinen Gummibaum mit Hirschseife.

Marseiller Seife - Savon de Marseille

Die Marseiller Seife wird in Frankreich hergestellt und ist eine sehr naturnahe Kernseife. Sie besteht aus Olivenöl, tierischen Fetten, manchmal auch aus Rindertalg, und sie ist intensiv pflegend. Man kann sie auch für die Körperpflege verwenden. Manche Leute verwenden ausschliesslich diese Seife, pures Wasser und ein natürliches Feuchtigkeitsgel.

Aleppo Seife - mit hochwertigen Ölen

Die Aleppo Seife kommt aus Syrien und ist eine der hochwertigsten Kernseifen. Sie besteht aus pflanzlichen Fetten, Olivenöl, Lorbeeröl und Soda-Asche. Man kann sie sogar zum Haare waschen verwenden, da sie so hochwertig wie die Hirschseife ist.

Individuelle Kernseife selber machen

Wie macht man Kernseife selber? Die einfachste Variante ist die verdünnte Flüssigseife, die man aus einem Stück Kernseife macht. Man nimmt ein Stück naturbelassene Kernseife, reibt das Seifenstück mit einer Küchenreibe klein, schüttet die Seifenraspeln in einen Topf mit 2 bis 3 Liter kochendem Wasser, lässt die Seifenraspeln drin zu flüssiger Seife werden, indem man den Brei ständig mit einem Kochlöffel umrührt, und dann lässt man das Ganze etwas kühler werden. Nach Belieben kann man Olivenöl, Rosenöl, Kokosöl, Nussöl, Lorbeeröl, etc. hinzugeben, damit die Flüssigseife gut duftet und pflegender wirkt.

Ein eigenes Stück Kernseife selber herzustellen, würde ich niemandem raten, der kein Seifensieder ist. Hier hantiert man nämlich mit Chemikalien, und der Verseifungsprozess ist ein biochemischer Prozess, der für den Normalverbraucher nicht ganz ungefährlich ist. Wer seinen Körper liebt, verzichtet lieber auf sein persönlich produziertes Stück Seife und kauft es persönlich ein. Die Eigenproduktion ist nämlich auch eine Übungssache, und man kann sich Verletzungen, Verätzungen und Haut-, Atemwegs- und Lungenschäden holen, wegen der Dämpfe, die bei der Verseifung entstehen. Man muss beim Selbermachen sehr vorsichtig sein, und ausserdem lässt das Ergebnis oft zu wünschen übrig, denn die Seife kann klumpen, rissig sein oder einfach unbrauchbar sein.

Anwendung und Dosierung der Kernseife

Die Kernseife ist vielseitig und fast überall einsetzbar. Zum Händewaschen verwendet man sie pur, für fast alle anderen Anwendungen verdünnt man sie, besonders für empfindliche Hautstellen, empfindliche Möbel und sensible Geräte. In verdünnter Form nimmt man einen Esslöffel geriebene Kernseife auf einen Liter Wasser, kocht sie kurz auf, damit sich die Seifensplitter verflüssigen und man ein Seifenlaugenwasser erntet. Für hartnäckige Flecken verwendet man sie pur, mit etwas Wasser, mit einem Schwamm oder einem Tuch, oder man reibt direkt mit der Seife über den Fleck drüber, aber bitte nicht zu hart reiben, sonst geht der Stoff kaputt..

Hände waschen mit Kernseife

KernseifeMan verwendet diese Seife vorrangig zum Hände waschen. Die Hände werden sauber, fettfrei, fühlen sich geschmeidig und glatt an. Der Fettsäureanteil von ca 72% bis 75% ist zwar pflegend, kann jedoch die Hände sehr trocken machen, besonders wenn man das pure Stück Naturseife verwendet, welches ohne Öle und rückfettende Stoffe auskommt. Nach dem Hände waschen sollte man eine feuchtigkeitsspendende Handcreme nehmen, sonst drohen irgendwann Falten an den Händen, und hierfür würden dann notfalls nur noch Handschuhe als Anti-Aging Mittel helfen.

Füsse pflegen mit Kernseife

Wer unter Fussgeruch oder fettiger Fusshaut leidet, der kann mit der hochwertigen Variante, mit der Hirschseife seine Füsse waschen und nachher mit einer speziellen Fusscreme eincremen. Die Seife entfettet die Fusshaut und macht sie matt, sodass der Fussgeruch gelindert wird. Alternativ kann man auch Teebaumöl verwenden, aber es gibt sogar Kernseifen, welche ein wenig Teebaumöl enthalten. Ein Fussbad mit einer pflegenden Basenseife wie beispielsweise der Klars Seife, macht die Füsse schön geschmeidig, sodass man danach seine Hornhaut besser abrubbeln kann.

Duschen mit Kernseife

Schöner Körper mit Naturseife gepflegtManche Leute schwören drauf und verwenden diese Naturseife als Ersatz fürs Duschgel. Für den fettigen Hauttyp ist sie durchaus geeignet, da die Haut entfettet wird und somit auch kleine Hautunreinheiten und Pickel kaschiert werden können. Für den trockenen oder empfindlichen Hauttyp ist sie leider weniger geeignet, da trockene Haut noch trockener wird und zu jucken beginnt.

Gesicht waschen mit Kernseife

Wer sich täglich sein Gesicht mit Kernseife wäscht, sollte eine milde Variante, beispielsweise die Hirsch-Terpentin-Seife oder die Aleppo-Seife verwenden. Die Gesichtshaut ist empfindlich und neigt zu Trockenheit. Nachher muss man sein Gesicht unbedingt eincremen, sonst könnte man schnell Falten oder spröde Haut bekommen.

Die Kernseife für ein Peeling verwenden

Die Kernseife ist durchaus auch als Peeling verwendbar. Sie macht das Hautbild glatter, entsorgt Pickel und Hautunreinheiten, entfettet Mischhaut und sehr fettige Hautstellen, und wenn man sie mit einem Massagehandschuh in die Haut einmassiert, kann man sie als Ganzkörperpeeling oder als Gesichtspeeling verwenden. Einmal pro Woche tut so ein Natur-Peeling gut. Nachher muss die Haut gut eingecremt werden, sonst trocknet sie schnell aus.

Haare waschen mit Kernseife

Manche Leute schwören drauf und verwenden die Seife als multifunktionelles Kosmetikprodukt, sogar für die Haarwäsche. Wer Kernseife zum Haare waschen verwendet, muss damit rechnen, dass die Haare grau werden oder einen Silberstich bekommen. Die Haarstruktur wird aufgerauht, das Fett wird dem Haar entzogen, der Glanz geht verloren, die Geschmeidigkeit, Elastizität und die Seidigkeit sind weg, aber besonders fettige Haare werden damit trockener und flaumiger, sodass sie nicht gleich am nächsten Tag wieder strähnig vom Kopf hängen. Speziell die qualitativ hochwertige Hirschseife ist besser als so manches billiges Trockenshampoo, denn sie enthält nur Natursubstanzen, während das Trockenshampoo jede Menge an ungesunder Chemie enthält. Man erspart sich damit die tägliche Haarwäsche, aber alternativ kann man auch ein mildes Naturshampoo oder ein Babyshampoo verwenden.

Kann man Kernseife für Dreadlocks verwenden?

Manche Leute schwören drauf und verwenden die Kernseife zum Formen und Modellieren von Dreadlocks. Man löst die Seife in etwas Wasser auf und modelliert damit sein Haar nach belieben. Die trockenen Haare stehen dann wie gewünscht vom Kopf weg und fallen auch gut auf die Schultern. Viele Dreadfans raten aber davon ab, weil sich die Haarspitzen hart anfühlen, die Haare brechen und sich die Dreads auflösen, wenn man die Haare wäscht. Wer seine Dreadlocks nicht so lange behalten will, kann es dennoch einmal ausprobieren, aber beim Waschen löst sich die Seife im Haar auf. Alternativ sollte man doch lieber spezielle Modelliershampoos verwenden, oder man lässt sich die Dreadlocks vom Profi machen.

Rasieren mit Kernseife

Früher wurde die Kernseife als Rasierseife verwendet, für die Nassrasur. Heute verwendet man die speziellen Kernseifen mit hochwertigen Ölen zum Rasieren, wenn man herkömmlichen Rasierschaum scheut. Der Bart wird entfernt, die Haut wird glatt, fettige Hautpartien im Gesicht werden trockener, und das Gesicht wird feinporiger. Entweder man nimmt einen Nassrasierer oder eine traditionelle Rasierklinge, cremt sein Gesicht mit der Kernseife ein und rasiert sich gründlich. Nachher sollte man ein feuchtigkeitsspendendes Pflege-Gel auf die Haut auftragen, am besten antibakteriell, damit keine Entzündungen entstehen.

Zähne putzen mit Kernseife

Es gibt tatsächlich Leute, die verwenden die Kernseife als Zahnpasta. Sie putzt gründlich, entfernt Zahnbelag, schützt den Zahnschmelz, aber sie ist nicht für jeden eine gute Alternative zur Zahncreme. Heute gibt es Zahncremes auf reiner Naturbasis, ohne Fluorid, die fühlen sich wesentlich besser im Mund an. Wer es dennoch einmal ausprobieren will, der reibt sich die Kernseife auf die Zahnbürste, aber das Putzen fühlt sich trocken an, und man rubbelt sich dabei leicht das Zahnfleisch wund, die Schleimhäute im Mund trocknen aus, sodass die Nachteile überwiegen. Seife im Mund schmeckt übel, aber die hargesottenen Naturfans schwören drauf, weil sie dieses Produkt als eierlegende Wollmilchsau ansehen.

Pickel und Hautunreinheiten mit Kernseife behandeln

Bei fettiger, unreiner und pickeliger Haut haben sich die Marseiller Seife und die Hirschseife gut bewährt. Sie enthalten wertvolle Öle, entfetten die Haut jedoch gleichzeitig und lassen kleine Pickel und Hautunreinheiten verschwinden. Ideal ist die Seife am Abend vor dem Schlafengehen, dann kann sich die Haut nachts erholen. Nach dem Auftragen der Seife, beispielsweise im Gesicht, am Dekollete und am oberen Rücken sollte man eine feuchtigkeitsspendende Lotion auftragen, am besten ein Aloevera-Gel, damit die Haut nicht austrocknet.

Hauterkrankungen mit Kernseife behandeln

In der Medizin dient die Kernseife als natürliches Hausmittel. Durch ihren alkalischen PH-Wert über 7 wirkt sie trocknend, entfettend, säubernd und ein wenig entzündungshemmend. Achtung, sie ist nur für die äussere Anwendung geeignet. Man kann Warzen damit bekämpfen, indem man die Warze einreibt und anschliessend abtrocknet. So trocknet die Warze aus. Hautpilz in der Anfangsphase kann man damit auch behandeln, indem man das Seifenlaugenwasser auf die befallene Hautstelle aufträgt und wieder abwäscht. Und kleine, oberflächliche Wunden lassen sich damit gut auswaschen. Allerdings sollte man zum Arzt gehen, wenn man eine Hauterkrankung an sich entdeckt, denn die medizinischen Mittel sind oft wirksamer als die Selbsttherapie.

Hilft die Kernseife bei Neurodermitis?

Stress, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die Umweltgifte, alles kann Neurodermitis auslösen. Wer unter Neurodermitis leidet, dem juckt und brennt die Haut, und der Alltag ist schwierig mit dieser Hauterkrankung. Die herkömmliche Therapie sind UV-Bestrahlung mit UVA-Licht, entzündungshemmende Salben und Cortison. Die natürliche Behandlung kann mit Kernseife durchgeführt werden. Man reibt einige Splitter der Kernseife ab, gibt sie in einen Topf mit heissem Wasser, lässt sie etwas köcheln und zuLaugenwasser werden, sodass sich die Seife auflöst, und dann gibt man sie auf die betroffenen Hautstellen. Fette werden neutralisiert, Schmutz wird entfernt, und die Haut wird natürlich behandelt. Bitte lassen Sie die Seife nur kurz einwirken und waschen Sie das Ganze schnell wieder ab. Im konzentrierten Zustand darf die Seife bei Neurodermitis nicht verwendet werden.

Die Kernseife für Allergiker

Die herkömmliche Kernseife ist für Allergiker geeignet, da sie keine chemischen Stoffe enthält. Trotzdem sollte man bei sehr empfindlicher Haut zuerst in der Armbeuge testen, ob man sie verträgt. Grundsätzlich könnte man sie aber auch verwenden, um eventuelle Allergien wie beispielsweise Hautausschläge, die durch zu viel Talg entstehen, zu minimieren. Wer die Seife im Supermarkt kauft, sollte sichergehen, dass nur Naturstoffe in der Seife enthalten sind, da die Massenprodukte, die industriell produziert werden, oft Parfum und Zusatzstoffe enthalten. Notfalls macht man seine Naturseife selber.

Die Kernseife im Haushalt

Im Haushalt lässt sich die Kernseife vielseitig einsetzen. Man sagt auch, sie sei die ideale Haushaltsseife. Als Neutralseife in flüssiger Form kann man sie zum Boden-Wischen verwenden, zum Putzen von Flächen, Bad und Klo, Fliessen, Waschbecken und Badewanne, Tische und Stühle. Manche Leute nehmen auch Schmierseife, die ist noch billiger. Wenn man die Kernseife durch ein Sieb reibt und einen Esslöffel davon in heissem Wasser aufkocht, kann man damit auch Holzmöbel sauberbekommen, sodass sie nachher glänzen. Für mehr Glanz nimmt man zusätzlich etwas Bienenwachs und poliert damit die Möbel.

Allgemein kann man mit dem Seifenlaugenwasser fast alles reinigen, nur für Teppiche sollte man lieber Teppichreiniger nehmen, denn unter der Kernseife leidet der Flaum des Teppichs. Manche Leute wischen mit der Haushaltsseife in verdünnter Form auch Backbleche, den Backofen, die Herdplatte, den Kühlschrank und die Waschmaschine sauber. Man tränkt hierfür ein Putztuch ins Seifenlaugenwasser und wischt einfach los, spült die Seifenreste mit klarem Wasser ab und erntet danach ein gut duftendes, hoffentlich sauberes Ergebnis.

Wäsche waschen mit Kernseife

Wer seine Wäsche mit Kernseife reinigt, schont die Umwelt und seine Gesundheit. Man nimmt ein Seifenstück und reibt einen bis zwei Esslöffel davon ab. Die Handwäsche kann man in der Seifenlauge und purem Wasser waschen, oder man gibt die Kernseife pulverisiert als Waschmittelersatz in die Waschmaschine. Für Feinwäsche, Wolle und Baumwolle ist sie besonders gut geeignet, da sie die Stoffe nicht beshädigt und kein Bleichungsmittel enthält. Flecken reinigt man, indem man mit dem Stück Kernseife mehrmals über den Fleck gleitet und danach das Kleidungsstück mit Wasser säubert. Einige leichte Flecken lassen sich damit gut entfernen. Alternativ kann man auch Gallseife verwenden, die ist flüssiger und entfernt auch hartnäckige Flecken.

Die Kernseife für die Pflanzen

Kernseife dient als Schädlingsbekämpfungsmittel und wird vor allem bei Blattläusen eingesetzt. Wenn die Pflanzen vorwiegend in der Wohnung stehen, werden sie gerne instabil und sind eine gute Nahrungsquelle für Ungeziefer. Von Zeit zu Zeit sollte man seine Pflanzen ins Freie stellen, sie entlausen, sie in neue Bioerde umtopfen, und hier hilft die Kernseife als natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel. Geben Sie einen Esslöffel der Seife in einen Liter Wasser, vermischen Sie dies zu einer Lauge, füllen Sie es in eine Sprühflasche und besprühen Sie die Blätter der Pflanzen damit. Am besten wirkt hier die Neutralseife, eine flüssige Seifenpaste. Die Blattläuse hassen diesen Regen, sterben ab oder laufen davon. Ich habe es mit der Kappus-Kernseife probiert, und voila, mein grüner Farn lebt noch.

Die Kernseife für Künstler

Übrigens wird diese Seife auch im Kunstbereich verwendet. Die Ölfarbe lässt sich damit sorgenfrei von den Pinseln befreien. Maler und Künstler haben zu diesem angenehmen Zweck einst die Kernseife für sich entdeckt. Sie ist die natürlichste Art, um sein Künstlerzubehör zu reinigen, und sie hinterlässt auch keine chemischen Rückstände, die oftmals bei herkömmlichen, aggressiven Reinigungsmitteln entstehen. Ein Künstler arbeitet intensiv mit Pinseln und sollte auf seine Gesundheit achten.

Die Kernseife als Allzweckmittel

Für viele Leute, beispielsweise für meine Mutter, ist diese spartanische Seife überlebenswichtig. Wer in ein Survival Camp geht, der sollte unbedingt ein Stück Kernseife mitnehmen, am besten das ursprüngliche Original ohne zusätzliche Pflegestoffe, denn dann gibt man der Natur beim Waschen nur das zurück, was sie ohnehin besitzt. Viele Leute vertragen keine Farbstoffe und sollten daher eine neutrale Kernseife verwenden, die ohne Parfum und Zusatzfarbe auskommt.

Wie umweltfreundlich ist die Kernseife?

Da die Kernseife ein Naturprodukt ist, schont sie auch die Umwelt. Manche Seifen enthalten nur pflanzliche Stoffe, sind vegan, und sind daher perfekt mit unserer Umwelt vereint. Nur die Pflegeseifen, die zusätzlich noch Farbstoffe und Parfum enthalten, sind nicht umweltverträglich. Die herkömmliche Kernseife ist biologisch abbaubar, gesund für Mensch und Natur, und sie kostet nicht viel.

 


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Elisabeth Putz

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