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Wie pflegt man die Kopfhaut richtig?

Die Haare entspringen aus der Kopfhaut, und deshalb ist es wichtig, dass sie gesund ist. Eine zu fettige oder eine zu trockene Kopfhaut kann zu Haarausfall führen, und wenn sie juckt, schuppt, gerötet ist oder sogar schmerzt, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Kopfhaut verletzt ist. Auch Talgpickel sind unangenehm und sorgen dafür, dass die Haare nicht richtig wachsen können. Eine kaputte Kopfhaut zeigt sich dadurch, dass die Haare brüchig herauswachsen, dünn und instabil sind, ungleichmässig wachsen und schneller abbrechen. Die intakte Kopfhaut muss nur regelmässig von überschüssigem Fett befreit werden, die kranke muss man mit Proteinkuren wieder in Takt bringen.

Massieren Sie Ihre Kopfhaut regelmässig mit Ihren Fingerkuppen, damit die Durchblutung stimmt. Verwenden Sie ein mildes Shampoo, welches für eine empfindliche Kopfhaut geeignet ist, am besten ein Babyshampoo. Und meiden Sie aggressive Haarfarben und Haarprodukte, die nur fürs Styling gedacht sind, wie beispielsweise Haarspray, Haarwachs oder Haarlack. Wenn Sie sich dennoch eine Färbung oder eine Dauerwelle gönnen, schützen Sie Ihre Kopfhaut mit einer speziellen Kopfhautcreme, die bequem aufgetragen wird und leicht auswaschbar ist. Achten Sie darauf, dass Ihre Kopfhaut mit Aminosäuren und Proteinen versorgt wird. Sie befinden sich in vielen Lebensmitteln wie beispielsweise in Eiern, Sojaprodukten, Gemüse und Milchprodukten, oder in Eishampoo.

Spezielle Haardünger, welche in Form von Ampullen beim Friseur erhältlich sind, nähren die Kopfhaut von aussen. Alternativ kann man sich einen Haarcocktail aus Kräutern, aus Brennnessel, Huflattich, Salbei und Kamille selber machen, welchen man in die Kopfhaut einmassiert.

Ein gröberes Problem stellen Kopfläuse dar, welche sich gerne auf der Kopfhaut bewegen, jucken und optisch keinen guten Eindruck hinterlassen. Mit einem speziellen Haarkamm gegen Läuse kämmt man das Problem einfach aus. Um das Lausproblem endgültig zu beseitigen, muss man die Haare exakt nach Anleitung mit einem guten Lausshampoo reinigen, danach sämtliche Kleidungsstücke, die Bettwäsche, Nachtwäsche, Leibwäsche und den Haushalt säubern, und notfalls hilft ein richtig kurzer Haarschnitt. Früher trug man eine schicke Perücke und kratzte sich heimlich am Kopf, während die Läuse unter dem Haarteil Walzer tanzten.

Die richtige Ernährung für Kopfhaut und Haare

Wenn Kopfhaut und Haar gesund bleiben sollen, braucht man Pflege von Innen. Pflanzliche Fette mit wertvollen Fettsäuren geben der Kopfhaut einen Schutz und verhindern das Austrocknen. Durch das tägliche Kämmen und Bürsten gelangt die Fettschicht bis in die Haarspitzen hinein und dient als Schutzfilm. Diese Fettschicht muss von innen aufgebaut werden. Fisch, Meeresfrüchte, pflanzliche Öle, Eier, pflanzliches Eiweiss, Samen, Kräuter, Nüsse, Müsli, Naturjoghurt, all dies nährt unsere Haarwurzeln von innen.

Das Haar braucht Aminosäuren, Biotin, Keratin, Proteine, Mineralstoffe, Vitamine, gesunde Nährstoffe, die wir mit der täglichen Nahrung zuführen müssen. Erzeugen wir einen permanenten Nährstoffmangel im Körper, reagiert das Haar sofort und fühlt sich matt, spröde, dünn und kraftlos an. Wenn die Kopfhaut nicht in Ordnung ist, bemerkt man dies auch an einem Juckreiz oder an elektrisch aufgeladenen Haaren, die zu Haarausfall neigen.

Vitamin A sorgt dafür, dass die Haare mit genügend Sauerstoff versorgt werden, Vitamin C fördert das Haarwachstum, Vitamin E dient als Schönheitselixier, Vitamin D stärkt die Haare und bietet einen gewissen Schutz vor Eindringlingen und schädlichen Faktoren von aussen, Aminosäuren sind gut für die Kopfhaut, Keratin ist ohnehin ein natürlicher Bestandteil des Haares und stärkt es.

Lachs mit Omega 3 Fettsäuren, Walnüsse mit gesunden Fetten, dunkelgrünes Blattgemüse wie Spinat, Broccoli, Karotten mit Betacarotin, die vielversprechenden Eier mit viel Proteinen, rote Paprika, Champignons, Haferflocken, hin und wieder eine Mango, das tut dem Haar gut. Natürliche, unverarbeitete Lebensmittel enthalten genügend Nährstoffe, weiterverarbeitete Lebensmittel hingegen enthalten oft Zusatzstoffe und Konservierungsmittel, die das Haar belasten. Unsere Haare hängen nämlich auch mit den Nieren zusammen, und wenn der Körper permanent Giftstoffe filtern muss, sieht man dies bald am Schopf.

Spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Kieselsäure können die Haarstruktur stärken, aber sie ersetzen niemals die richtige Nahrung. Bei Nahrungsergänzung mit Vitamin A und Vitamin E muss man aufpassen, dass sie nicht zu hoch dosiert ist, da sich diese fettlöslichen Vitamine im Körper anreichern.

Wer viel Zucker zu sich nimmt, bekommt eine trockene Kopfhaut, trockenes Haar, und beim Durchkämmen kleben die einzelnen Haarsträhnen wie Pappe zusammen, da sich der Zucker gerne in der Kopfhaut ablagert. Zucker steckt in Form von Zuckermolekülen und damit als nicht ganz sichtbarer Zucker auch in Nudeln, Weizenmehl, leckerem Gebäck und nicht nur in Süssigkeiten.

Enorme Trockenheit in den Haaren entsteht oft durch einen Biotinmangel, ausgelöst durch zu viel Zucker. Biotin ist in Milch, Käse, in Eiern und in Tomaten enthalten. Wer viel Fett zu sich nimmt, bekommt ölige, schnell nachfettende Haare, die strähnig herunterhängen und zu Haarausfall neigen. Das Fett verklebt die Kopfhaut, und einige Leute bekommen sogar Pickel auf der Kopfhaut. Versteckte Fette sind in Fertigprodukten, in Chips, in verarbeiteten Lebensmitteln und in vielen Brotaufstrichen enthalten.

Aus den USA stammen Gummibärchen, die vielversprechend sind, da sie dem Haar wichtige Nährstoffe liefern und es schöner machen. Diese speziellen Gummibären enthalten Vitamin A, C, D, E, B6, B12, sowie Biotin, Mineralstoffe, Zink, einfach vieles, was das Haar braucht. Die Haare wachsen laut einiger Probanden, die das Superfood ausprobiert haben, schneller in die Länge und werden dichter. Die Gummibären sind aufgrund der enthaltenen Beeren blau, erzeugen beim Essen eine richtige Schlumpfzunge, schmecken süss und dienen auch als Seelennahrung. Die Sugar Bear Hair Gummibären sind nur bei einem Nährstoffmangel zu empfehlen, da sie bei hormonellem Haarausfall nicht helfen. Machen Sie zuvor einen Hormoncheck, damit Sie Ihr Geld nicht teuer zum Fenster hinauswerfen.

Wie stoppt man Haarausfall?

Haarausfall ist entweder hormonell bedingt, genetisch bedingt, oft vererbbar, altersbedingt vorhanden, oder wird durch Medikamente, falsche Ernährung, falsche Lebensweisen, Vitaminmangel, Eisenmangel, Erkrankungen der Kopfhaut, des Darms, oder der Schilddrüse, des Mineralstoffhaushalts im Körper, durch Krebs oder durch chemische Substanzen und Unverträglichkeiten nach Haarfärbungen oder Dauerwellen ausgelöst. Auch in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren können viele Haare ausfallen.

Das Haar verabschiedet sich direkt oder es bricht ab. Man unterscheidet den kreisrunden und den in den Geheimratsecken auftretenden Haarausfall, der sich am gesamten Kopf ausbreiten kann. Man kann einiges dagegen unternehmen, oder man ignoriert das Problem, trägt ein Toupet, eine Perücke, oder man liebt und pflegt seine Glatze, die bei Männern durchaus sexy sein kann.

Mit einem speziellen Laserkamm kann man die Kopfhaut stimulieren und den Haarwuchs anregen. Der Laser soll die Kopfhaut massieren, gut durchbluten, die Haarstruktur verbessern und das allgemeine Befinden am Kopf optimieren. Der Kamm fühlt sich ruppig an, man muss ihn 3 bis 5 mal pro Woche anwenden, und in Tests hat er mittelmässig abgeschnitten.

Mit einem speziellen Serum, welches auch im Speichel von Kühen vorkommt, kann man die Haare zum Wachsen anregen. Man trägt dieses Serum täglich auf, massiert es in die Kopfhaut ein und fühlt sich danach, als ob man seine Haare länger nicht mehr gewaschen hätte. Dieses Gefühl sollte man jedoch ertragen, denn das Serum wirkt tatsächlich gut.

Rezeptpflichtige und rezeptfreie Pillen, Kuren und Kapseln, Nahrungsergänzung mit Aminosäuren, Proteinen, Biotin, Keratin, Vitamin A und Mineralstoffen, Koffein und Spurenelementen sollen den Haarwuchs ebenfalls ankurbeln. Der Nachteil ist, wenn man mit der Einnahme der Pillen aufhört oder die Haarkur stoppt, nimmt der Haarausfall wieder seine Tätigkeit auf. Menschen mit Darmproblemen oder Allergien sollten diese Präparate meiden oder vorher mit ihrem Arzt sprechen.

Mit Haarteilen kann man dem Haarausfall den Kampf ansagen. Man reinigt die Kopfhaut mit hautfreundlichen Reinigungsmitteln, dann cremt man sie mit einer Spezialcreme ein, und dann klebt man das Haarteil direkt an die Kopfhaut. Der Profi-Friseur weiss, wie es geht. Selber kann man es auch machen, aber hierfür muss man sich die speziellen Haarteile und Cremes, Kleber und Reinigungsmittel im Fachhandel besorgen. Hochwertige, naturbelassene Haarteile aus Echthaar wirken am besten und sind die schonendste Variante. Kunsthaar, minderwertige, aber preisgünstige Produkte können zu Allergien und Unverträglichkeiten führen.

Übrigens kann man auch eine Haartransplantation mit Eigenhaar in Anspruch nehmen, indem Schamhaare am Kopf angebracht werden. Bitte, dies ist nichts für Weichgekochte, denn nur die Harten können sich seelisch mit Schamhaar am Kopf anfreunden. Eine weitere Alternative für die Glatze ist das Einweben der Haarteile in das noch vorhandene Eigenhaar. Oft ist nach Chemotherapien die Haarwurzel noch da, nur stark beschädigt. Da bietet sich ein spezielles Webverfahren an.

Um nicht die meisten Haare im Waschbecken dahinschwimmen zu sehen, ist es ratsam, seine Haare nach dem Waschen nicht zu rubbeln, sondern nur sanft mit dem Handtuch abzutupfen, sonst rubbeln Sie sich die letzten Haare vom Kopf. Das kräftige Terminalhaar verkraftet starkes Rubbeln, das weiche nicht.

Wenn man schon eine Glatze besitzt, kann diese in der Sonne leuchten und glänzen wie ein Signalturm. Mit etwas Puder bringen Sie matte Zeiten auf Ihre Glatze und fallen in der Menschenmenge nicht mehr so auf. Wenn es doch eine Perücke sein soll, dann greifen Sie am besten zu europäischem Haar. Das ist zwar teurer in der Anschaffung, kommt aber in seiner feinen Strukturierung dem natürlichen Haar sehr nahe.

Man kann sich ein Tattoo auf die Glatze tätowieren lassen, welches wieder verschwindet, wenn eventuelle neue Haare nachwachsen. Man kann einen schicken Hut aufsetzen, sich eine vorteilhafte Frisur verpassen lassen, oder man lässt sich einen Undercut schneiden, wenn noch etwas Haar vorhanden ist. Die halbseitige Glatze liegt übrigens auch im Trend. Ausserdem sollte man sich seine Kopfhaut gut massieren lassen, sanft und kreisend, damit die Durchblutung angekurbelt wird.

Wer unter Geheimratsecken oder einer beginnenden Glatze leidet, kann sich seine Haare optisch verlängern lassen. Hier werden feinste Härchen in die Kopfhaut eintätowiert, ein sogenanntes Tattoo am Kopf, ein Haartattoo. Die Geheimratsecken werden so kaschiert, dass man glaubt, neue Haare würden gerade erst spriessen. Durch die feine Pigmentierung sieht das tätowierte Haar wie echt aus. Vorne an der Stirn pigmentiert man nicht, denn dort würde die neue Haarpracht wirklich wie ein Tattoo aussehen, aber am Hinterkopf und seitlich erzielt man mit der Haartätowierung gute Ergebnisse. Die Pigmentierung wird nicht zu tief in die Haut gesetzt, sodass das Ergebnis nur bis zu 5 oder maximal 7 Jahren anhält. Die Farben sind hautfreundlich und in der Regel gut verträglich. Dunkle Haartypen profitieren stark davon, während es bei hellen Haartypen eher wie aufgemalt aussieht.

Sorgen Cola und Co fĂĽr mehr Haarausfall?

Eine Studie hat ergeben, dass Cola, Fanta, Sprite, Limos, gesüsste Getränke für mehr Haarausfall sorgen könnten, aber nur, wenn man sich zusätzlich ungesund ernährt, fettreich diniert, zuckerreich frisst, zu viele Kohlenhydrate zu sich nimmt und wenig bis gar keinen Sport treibt. Der männliche Haarausfall ist besonders häufig verbreitet, und aus Befragungen von 1000 Männern ging hervor, dass ungesund lebende Männer mehr Haarausfall haben als gesund lebende Männer. Wenn man berücksichtigt, dass Haarausfall ohnehin ein maskulines und nicht unbedingt feminines Problem ist, dann könnte man sagen, Frauen dürfen noch ungezwungen zur Cola greifen. Ich könnte schwören, Mensch bleibt Mensch, und Haar bleibt Haar, und so würde ich mich gesund ernähren, wenn ich die Wahl zwischen Haarpracht und Haarausfall hätte. Süsse Getränke alleine sorgen aber nicht für den Haarausfall, es ist die allgemeine Lebensführung, die dazu beiträgt oder das Problem vermeidet.

 


Elisabeth Putz

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