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Wie beeinflussen uns Schönheitsideale?

Wahre SchönheitenWas ist Schönheit, und was unterscheidet sie vom Schönheitswahn? Wenn der Mensch seinen Körper liebt, ihn klug, mit Herz und Hirn trainiert, ihn liebevoll pflegt, das nenne ich dann gelungene Schönheit. Wenn es der Mensch jedoch mit der Schönheit übertreibt, mündet dies in eine Art Schönheitswahn, den wir heute ohne schlechtes Gewissen Kult nennen.

Wo beginnt der Schönheitskult, und wo endet er? Neulich sah ich in der Werbung einen vielversprechenden Fitnessdrink, den ich unbedingt ausprobieren musste. Ich trank ihn gleich dreimal täglich, damit er mir auch schnell beim Abnehmen helfen mochte. Jetzt wiege ich mehr als vorher, zu viel Zucker drin, aber es sind doch wahrlich die süssen Sachen, die das Leben schöner machen.

Ich entdeckte in einer weiteren Werbung eine Haarfarbe, welche das Haar pflegt. Bitte, ich habe noch nie ein Sauerstoff-Wasserstoff Gemisch gesehen, welches die Haarstruktur aufrauht und gleichzeitig pflegt. Das musste ich ausprobieren, und da ich ohnehin wieder einmal blond werden wollte, nahm ich alles in Kauf. Voila, danach waren meine Haare zitronengelb, aber die intensivierende Pflege hatte versagt. Das ist Schönheitswahn, den wir als Kult in Kauf nehmen, weil uns die Medien manchmal vielleicht mehr versprechen, als wir aushalten.

Nun, ich kehrte dann doch zurück zu meinem Naturhaar, bildete mir ganz fest ein, dass es auch Männer gibt, die auf Brünette stehen, und voila, mein Kopf erholte sich wieder. Jetzt habe ich Gott sei Dank nur einen Haaröl Tick, der sich nicht in den Griff bekommen lässt.

Was bedeutet Schönheitswahn?

Schönheitswahn ist all das, was wir täglich im Überfluss, im Übermaß konsumieren, ohne dass uns bewusst wird, wie sehr wir damit unseren Körper langfristig schädigen könnten. Empfindliche Menschen reagieren plötzlich mit Allergien, Hautausschlägen und Juckreiz, wenn sie einem Schönheitskult hinterher jagen, der überzogen ist.

Einer der extremsten und alltäglichsten Auswüchse des Schönheitswahns sind die Nahrungsergänzungsmittel. Man konsumiert hier ein wenig Functional Food, dort ein bisschen Beauty Food, und wenn man zum Frühstück seine obligatorischen Vitamintabletten nicht einnimmt, bekommt man schon ein bis zwei gefühlte Falten im Gesicht, welche man mit den künstlichen Vitaminen nicht hätte. Nach Jahren wird man wahrscheinlich krank und schiebt es aufs Alter.

Ich habe vor kurzem ein mutiges Experiment gewagt, ich verzichtete auf meine tägliche Nahrungsergänzung. Ich bin direkt unglücklich mit meinem Experiment, denn ich fühle mich seither wacher, meine Haut ist reiner, mein Gewicht nähert sich meinem Traumgewicht, und das alles passt mir nicht, weil ich kaum noch jammern kann. Mit dem Schönheitswahn der künstlichen Vitamine nimmt man oftmals eine Überdosierung ein, denn die natürliche Nahrung enthält auch Vitamine. So kann es zu Müdigkeit, Haarausfall und Depressionen kommen, weil man seinem Körper zu viel Gutes angetan hat.

Schönheitsideale führen zum Schönheitswahn

Wenn wir uns jedes Jahr die aktuelle Miss Germany, Miss Austria, Miss Schweiz, Miss World ansehen, so kommen wir zwangsläufig ins Hamsterrad des extremen Körperkults, denn wir müssen uns permanent stylen, um annähernd so schön, direkt perfekt auszusehen, damit wir mit den Schönheiten der Welt mithalten können. Lange Haare, jawohl, das entspricht dem aktuellen Schönheitsideal, gefolgt von einer perfekt auf den Körper abgestimmten Taille, abgerundet durch ein perfektes Dekollete, lange Beine, strahlend weisse, gebleichte Zähne, grosse, fast schon grössenwahnsinnige Augen, wahrlich, das ist schön auf höchstem Niveau.

Wie kann da der Normalverbraucher noch mithalten? Er muss all die Techniken nutzen, die uns die Schönheitsindustrie zu Füssen legt. Eine meiner Bekannten besitzt zwei Schminkkoffer, aber nur einen Reisekoffer, und so steht sie regelmässig mit zwei grossen und einem kleineren Koffer am Flughafen und bezahlt fürs überschüssige Reisegepäck ihren Preis. Wahrlich, Schönheit muss leiden, wenn der Wahn zuschlägt. Ich besitze einen Lippenstift, den ich nie nutze und sämtliche Basisprodukte aus dem Bodyshop, denn in der Körperpflege liegt mein Schönheitswahn begraben. Ich experimentiere ständig damit, meinen Körper mit natürlicher Kosmetik so perfekt wie möglich zu stylen.

Verfallen wir dem Schönheitswahn?

Warum kommen wir eigentlich so schwer an die Schönheitsideale, an diese perfekten Models heran? Wir jammern einfach zu viel, anstatt unseren Körper zu lieben. Es sind ja nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer, die mit sich unzufrieden sind, weil sie ein perfektes Gesicht in der Werbung entdecken.

Ich verrate Ihnen etwas: Die Werbung ist in ihrer Produktion so geduldig, dass es Tage dauert, bis so ein perfektes Gesicht entsteht. Ein schönes Model wird stundenlang geschminkt, bis es fotografiert und am Computer noch einmal per Mausklick verschönert wird. Mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm bekommt man so einiges hin, sogar schmale Lippen werden da zum perfekten Kussmund. Ich sage Ihnen, am besten wäre es, wenn wir in der Werbung ein Ampelsystem einführen würden, von grün-ungeschminkt bis rot-überschminkt.

Solange wir den Schönheitsidealen nachlaufen, werden wir unseren Körper nicht lieben können. Stellen Sie sich einmal fernab jeder Werbung vor den Spiegel. Irgendetwas an Ihnen ist schön. Jeder Mensch hat tolle Vorzeigeseiten und ein paar Makel, die man lieben kann. Stellen Sie sich vor, Sie wären magersüchtig und die Knochen würden optisch aus Ihrer Haut herausragen. Bitte, jetzt müssen Sie sich schön finden, denn zu dünn zu sein, das ist der reinste Schönheitswahn, der nur existiert, weil einige wenige Modedesigner eine Allergie gegen normale menschliche Körperformen haben und deshalb Mode entwerfen, die niemandem passt.

Der tägliche Schönheitswahn

Kennen Sie den täglichen Schönheitswahn? Bei mir beginnt er morgens im Bad, wenn ich mit den Fingern durch meine kaputten Haarspitzen fahre. Meine Haare, meine Haare! Ich laufe gerne in verschiedene Kosmetikläden, nur um nach dem neuesten Schrei in Sachen Haaröl Ausschau zu halten, damit meine Spitzen in Haaröl ertrinken. Neulich war ich in einem Laden und stellte mich und mein Haar der Kosmetikerin vor. Sie meinte, sie hätte zwar ein neues Jojobaöl hier, aber mein Haar siehtt so gesund aus, dass sie es mir nicht verkaufen möchte. Ja will denn die Tante kein Geschäft machen, dachte ich und spazierte fast schon ein wenig stolz aus dem Laden heraus, nur um am nächsten Morgen erneut durch mein Haar zu fahren und zu denken, es könnte mehr Öl vertragen.

Lieber Besucher, Sie sehen schon, meine Haare sind wie ein fürsorglich umgarntes, gut gepflegtes Auto, sie brauchen ständig einen Ölwechsel. Mein Mechaniker, halt, ich meinte natürlich mein Friseur verzweifelt regelmässig an mir. Und so übertreibe ich es täglich bereits morgens im Bad mit meiner Schönheit, bis die Haarspitzen triefen.

Bitte, was ist normal in Sachen Schönheit? Als ich neulich einen Bericht über eine Frau mit extrem heller Hautfarbe gesehen habe,welche sich täglich mehr als eine Stunde schminkt, den Bericht über die Albino Frau, dachte ich zum ersten Mal daran, dass ich es mit meinen Haaren nicht übertreibe, denn Schönheit und der betriebene Aufwandt dafür sind so individuell wie wir Menschen selber. Stellen Sie sich vor, mittlerweile finde ich auch die Katzenfrau und die Frau mit den meisten Schönheitsoperationen toll, denn sie zeigen uns, dass Individualität nicht ein Fabrikat aus monotoner Fliessarbeit ist.

Übrigens, neulich fand ich bei Douglas ein fast natürliches Haaröl, und wenn die Parfumstoffe darin nicht meine natürliche Duftnote zerstören würden, dann würde ich es auch regelmässiger anwenden, aber es hilft erstaunlich gut. Sie sehen schon, ich kann es nicht lassen, ich bin wie ein Hund und stecke meine Schnüffelnase in jedes Haaröl hinein, welches meine Wege kreuzt.

Wieviel Schönheitskult ist käuflich?

Heute kann man sich ja Schönheit einkaufen, als ob man sie zusammen mit der Pizza aus dem Tiefkühlfach holen würde. Ich wollte schon immer eine perfekte Oberweite besitzen, deshalb bettelte ich bei Mutter Natur um Gnade und siegte. Dann wollte ich ein perfektes Gesicht haben, bettelte wieder bei Mutter Natur, und sie empfahl mir, weniger Schokolade zu essen, damit die Pickel keinen Nährboden mehr haben.

Und wenn Weihnachten und Ostern nicht ständig dazwischenkommen würden, könnte ich mich daran gewöhnen. Wer heute im Trend sein möchte, der legt sich aber am besten gleich unters Skalpell, denn man merkt ja vom Eingriff in den eigenen Körper nichts, man verschläft ja seine Schönheitsoperationen in der Regel. Ich bin aber eine Wahrsagerin, deshalb prognostiziere ich, dass der Trend wieder hin zu Mutter Natur gehen wird, nur den Zeitpunkt, an dem es soweit sein wird, verrate ich Ihnen nicht.

Da bin ich wie ein zickiger Wetterfrosch, der uns das Wetter für den nächsten Frühling auch nicht verrät. Es bleibt spannend. Im Grunde weiss ich es selber nicht, wann der Schönheitswahn für chirurgische Eingriffe jeglicher Art aufhören wird und wir unseren Körper so sehr lieben, dass wir ihm keine Schönheitsoperation mehr zumuten. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir klüger werden. Bis dahin jagen wir einem Schönheitskult nach, der mit hohen Risiken verbunden ist. Wahrlich, man lebt nur einmal.

Wie entkommt man dem Schönheitswahn?

Wer den Schönheitsidealen hinterher rennt, wird nicht glücklich, denn wenn der Körper erst einmal altert, hilft kein noch so raffiniertes Anti-Aging Mittel dagegen. Man kann seine Jugend zwar konservieren, das Altern hinauszögern, aber man kann den Lauf der Natur nicht stoppen. Ich wünsche mir übrigens zu meinem 40. Geburtstag ein Antifaltenbügeleisen.

Schönheitsideale, perfekte Menschen, optisch perfekt gelungene Models sind im Grunde nur Momentaufnahmen, denn Schönheit ist vergänglich. Wir sollten nicht alleine auf unseren Körperkult bauen, unser Leben nicht ausschliesslich damit verbringen, schöner zu werden, sondern klüger werden. Ich style mein Hirn, denn alles Wissenswerte der Welt kann ich konservieren. Ich liebe es, mich zu informieren, mich zu bilden, denn Wissen kann ich nicht verlieren, es verblasst nicht, und an Alzheimer werde ich wahrscheinlich nicht erkranken. Schönheit vergeht, Wissen bleibt.

Wir sollten unseren Körper akzeptieren. Neulich wog ich wieder einmal zu viel, und das lag nicht daran, dass meine Waage verrückt war. Eine Frau meinte dann zu mir: Frau Putz, Sie essen gerne, aber Sie sind so fröhlich, Sie lachen auch gerne. Gut, wenn ich den Teil mit dem Essen überhört hätte, wäre mein Lachen noch fröhlicher gewesen, aber ich arbeite dran.

Schönheitswahn kann nur entstehen, wenn man unzufrieden mit seinem eigenen Körper ist. Dabei will der Körper doch nur eines, in Frieden mit uns leben, wenn wir ihm dies bloss gönnen würden. Ich habe den Gedanken an eine Schönheitsoperation aufgegeben, wie ein Paket, denn er lastete so schwer wie ein ganzes Paket auf meiner Seele. Den Schönheitschirurgen im Dienst, der mich ehelicht, habe ich nicht gefunden, und so ist der kosmetische Eingriff, Übergriff einfach zu teuer, denn er kostet nicht nur Geld, er kann die Gesundheit kosten, wenn Komplikationen auftreten. Natürliche Schönheit, dosiertes Styling, normale Körperpflege, dies sind Dinge, die uns dazu bewegen, dem Schönheitswahn zu entkommen.

Extreme Beauties und exotische Schönheitsideale

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BeautiesWer verdient eigentlich den Begriff Beauty eher, Männer oder Frauen? Wenn man sich die bizarren, direkt extremen Menschen ansieht, welche sich fast bis zur Unendlichkeit operieren und verschönern lassen, dann haben beide, Männer und Frauen den Beinamen Beauty verdient, denn Exotik kennt keine Grenzen. Kennen Sie schon die Frau, die sich all ihre Liebhaber und Partner namentlich auf die Haut tätowieren liess, und jedes Mal, wenn sie verlassen wurde, kam ein neuer Name hinzu? Wahrlich, da geht die Liebe fürs Detail richtig unter die Haut, da sagt mir niemand mehr, dass Liebe nicht weh tut.

Die Frau mit den längsten Fingernägeln trägt ihre Nägel zwischen einem halben und 1 Meter, je nachdem, wie oft sie diese schneidet. Sie braucht die Aufmerksamkeit, weil sie sich Charity-Projekten widmet. Sie benötigt mehrere Fläschchen Nagellack, um die Fingernägel zu lackieren, denn diese Überlänge braucht Zeit, Zuwendung und Kosmetik in Massen. Sie zieht nur leicht zu bedienende Kleidung an, damit kein Nagel abbricht.

Beauties sind Schönheiten aller Art, denn Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Exotische Männer und Frauen, extreme Menschen, die dem fanatischen Körperkult hinterherjagen, finden wir weltweit, aber nirgends gibt es glaube ich mehr exotische Menschen als in den USA, wo der intensive Körperkult samt Schönheitsoperationen boomt wie noch nie. Dabei spricht man öffentlich immer mehr von der natürlichen Schönheit, welche man durch die reine Ernährung aus der Natur, durch Sport, Fitness und gute Gene erlangt. Ich rätsle bis heute, wie eine 70 jährige Frau mit Ernährung und Sport alleine faltenfrei werden kann und wie eine 30 Jährige aussehen kann? Das muss exotische Magie sein.

Beauties sind übertriebene Schönheiten, die sich vom Normalverbraucher unterscheiden. Bitte, was sind übertriebene Beauties in der Praxis, im täglichen Leben? Extrem schlanke, dürre Frauen, androgyne Männer, extrem dicke, fettleibige Menschen, besonders grosse Frauen, extrem kleine Männer, die ihren Körper gezielt zur Schau stellen, Körperbemalung, Ganzkörper-Tattoos, exotische Körperverformungen, Menschen mit besonders langen Hälsen, Lotosfüsse, all das und noch viel mehr sind Schönheiten, über welche man staunt, weil man selber niemals in die Verlegenheit kommen würde, solche Dinge mit seinem Körper zu veranstalten. Von Natur aus geschenkte Körper, welche nicht der Norm entsprechen zählen natürlich auch zu den Beauties, denn Naturphänomene bestaunt der Mensch immer.

Wie wird man eine exotische Schönheit?

Ein Lifestyle Trend in der Welt der Beauties geht dahin sich so zu stylen, dass die Aussenwelt darüber berichtet. Gut, man riskiert auch, dass die Umwelt über einen lacht, wenn man es mit dem Beautywahn übertreibt. Erinnern Sie sich an die Katzenfrau? Einst zierte sie ein normal erscheinendes Gesicht.

Heute sieht die Frau aus, als ob sie mit einem Tiger gekämpft hätte und die beiden im Wirrwarr des Kampfes versehentlich die Gesichter vertauschten. Ich suche nach wie vor den Tiger, der jetzt das Menschengesicht trägt. Übrigens hat die Katzenfrau hübsche Augen und bezaubernde Augenbrauen, wenn man über die Schnurrbart-Haare hinweg sieht.

Kennen Sie zufällig diese bildhübsche amerikanische Frau, die sich ihre Lippen bis zur Unkenntlichkeit aufspritzen hat lassen? Ein Kuss von ihr muss himmlisch sein, den stelle ich mir so vor, als würde mich ein sanftes Kopfkissen zärtlich streicheln und mir in die Lippen beissen, als würde ich meine Lippen in ein Töpfchen voller Götterspeise tauchen, zuckersüss aber heiss umkämpft. Ich habe so schmale Lippen, dass ich damit durch jede noch so kleine Mauerritze passe, deshalb frisst mich bei vollen Lippen regelmässig der Neid. Sie merken es ohnehin bereits an meinen zugespitzten verbalen Ausgüssen.

Übrigens hätte ich hier auch noch die Frau mit den meisten Schönheitsoperationen der Welt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es sich nicht auch zugleich um die grosse Lippe handelt, denn sie ist neben der Lippenaufspritzung auch anderen Schönheits OPs verfallen. Da fällt mir ein, ich habe vor lauter aufgeblasener Lippen beinahe den Mann mit den meisten Tätowierungen vergessen. Er besitzt so viele Tattoos am Körper, dass kaum eine Stelle für weitere, in Henna oder Permanentfarbe getränkte Kunstbemalungen mehr übrig ist. Der Mann hat entscheidende Vorteile bei der Kleiderauswahl, denn teure Hosenanzüge braucht er nicht, die würden seine Körperpracht nur verstecken.

Wie sehen extreme Beauties aus

Es gibt einfach Menschen, die sind nicht so, wie Sie und ich, die fallen alleine schon auf, wenn wir sie auf der Strasse sehen. Das hat jetzt nichts mit innerer oder äusserer Schönheit zu tun, auch nichts mit Ausstrahlung, das ist einfach nur ein unübersehbares Phänomen. Da gibt es die Botox Zwillinge, die einst nur jung und ewig schön sein wollten.

Heute muss ihnen wohl das Nervenspritzchen zu Kopf gestiegen sein, denn die sehen aus, wie zwei Aliens. Und da hätten wir wie bereits erwähnt, die Katzenfrau, die ein Gesicht wie eine Katze besitzt. Heute möchte sie sich wieder menschliche Züge ins Gesicht schnitzen lassen, denn auf Dauer in der Tierwelt zu schnurren, ist eben auch etwas anstrengend. Ausserdem hätten wir für Sie die besonders dicke, ja schon fast fett gemästete Frau im Angebot, die Unmengen an Geld für ihr tägliches Mastfutter ausgibt. Natürlich ist die Frau inmitten ihres Volumens schön, denn jeder Mensch ist für mich schön, aber ich finde, aus reiner Repräsentationsgier kann man es mit dem Futtern auch übertreiben. Neulich hörte ich, dass die Frau ins Guinnes Buch der Rekorde möchte.

Sie ist noch nicht fett genug, denn sie arbeitet auf ihr Idealgewicht hin. Nun, ist das nicht Beauty mit einem Hauch an Wahnsinn dahinter? Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Aber bei manchen Beauty Phänomenen muss man schon die Augen verdrehen, um wirkliche Schönheit darin erkennen zu können. Ich habe mir gerade vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn das ideale Schönheitsbild plötzlich megafett wäre und wir uns bis zum Abwinken vollfressen würden?

Die Krankenkassen sind jetzt schon pleite, aber dann hätten sie ein Loch, welches quer durch die Erde gehen würde und am anderen Ende der Erde den Boden durchbrechen könnte. Ich bin direkt froh, dass die meisten Menschen ein gesundes Schönheitsbild verfolgen, welches unseren Körper auch fit und gesund hält. An dieser Stelle rufe ich gleich wieder einmal zu einer Ernährungsumstellung auf gesunde Kost mit Obst und Gemüse auf. Testen Sie die saftigen Melonen, darin kann man sich notfalls auch verkriechen, wenn die Dinger gross genug sind.

Beauties und Gesundheit

Sind extreme Schönheiten, exotische Beauties, welche ihr ungewöhnliches, direkt auffälliges Aussehen an Hand von Schönheitsoperationen, chirurgischen Eingriffen und Verformungen des Körpers erlangt haben, gesund? Aus kulturellen Gründen lassen sich ja Frauen Lotosfüsse knebeln, ihren Hals in die Länge ziehen, welchen sie dann mit Schrauben befestigen, aber gesund scheint dies nicht zu sein. Es entspricht einem gewissen Schönheitsideal, wird traditionell überliefert, und bereits die Kinder werden auf die bevorstehenden Eingriffe, quasi Übergriffe auf den eigenen Körper vorbereitet.

Die Natur hat uns Menschen einen Körper geschenkt, der hervorragend funktioniert, solange man ihn nicht aus reiner Schönheitsideologie künstlich verändert. Durch Eingriffe in den Körper kann es zu Spätfolgen, auch psychischer Art kommen. Ich denke, so ein Beautywahn ist nicht gesund, aber in Traditionen, oder auch ins menschliche Gehirn kann man kaum eingreifen, denn kreative Gedanken lassen sich so schwer eindämmen.

Natürlich spielt man mit seiner Gesundheit, wenn man sich sogar die Augen tätowieren lässt, wenn man sich eine Brustvergrösserung auf Körbchengrösse K gefallen lässt, sodass man keine Körbchengrösse, sondern nur noch eine Korbgrösse trägt. Man spielt mit seiner Gesundheit, wenn man sich für spezielle Modemagazine herunterhungert, oder sich für einen Internetkult fett frisst. Der Körper kann Extreme bis zu einem gewissen Grad ertragen, aber irgendwann versagen die inneren Organe. Ich bin der Meinung, wir sollten mit unserem Körper liebevoll umgehen, denn Beauties sind nur so lange interessant, wie das Blitzlichtgewitter der Medien an ihnen interessiert ist. Wenn eine Schönheitsoperation schief geht, berichtet kein Beautymagazin mehr darüber.

 


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Elisabeth Putz

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