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Was ist eine Schönheitsoperation?

Schönheit
Eine Schönheitsoperation ist ein chirurgischer Eingriff in der plastischen Chirurgie, ohne medizinische Indikation. Sie dient der reinen optischen Verschönerung. Die Deutsche Gesellschaft für ästhetisch-plastische Chirurgie, DGÄPC, ist die älteste Vereinigung, welche sich mit dem Aspekt der Schönheitschirurgie beschäftigt.

84% der Frauen und ein immer grösser werdender Anteil der Männer lassen sich chirurgisch verschönern, wobei Frauen ca 41 Jahre alt und Männer ca 38 Jahre alt sind, wenn sie sich zum ersten Mal schönheitstechnisch unters Messer legen. Jeder dritte Mann ist jedoch bereits zwischen 18 und 30 Jahren, wobei hier ein Trend in Richtung früher beginnender Anti-Aging-Eingriffe zu verzeichnen ist.

Oft sind es Prominente, makellose Gesichter und perfekte Körper aus Medien und Werbung, welche die Menschen zu einer Schönheitsoperation animieren. In den meisten Fällen ist es jedoch eine innere Unzufriedenheit des eigenen Körpers, das zunehmende optische Altern und das Streben nach mehr Akzeptanz und Anerkennung in der Gesellschaft, was Leute dazu bewegt, sich operieren zu lassen.

Im Grunde kann man alles an seinem Körper verändern, korrigieren und verschönern lassen, wenn man nach Perfektion strebt. Brustvergrösserungen mit Silikonimplantaten, Gesichtskorrekturen, Intimchirurgie, Fettabsaugung und Fetttransfer, Faltenglättung, Implantate für Arme, Beine und Brustkorb, Laserchirurgie und Haartransplantationen, sowie Nasenkorrekturen und Ohranlegungen zählen zu den gängigsten plastischen chirurgischen Eingriffen, wobei die Operationen im Schambereich, beispielsweise die Schamlippenkorrektur zu den eher selteneren Eingriffen zählen.

Bei einer Schönheitsoperation muss man einiges beachten, bevor man sich unters Messer legt. Erstens sollte man sich gut überlegen, wo man seinen Eingriff vornehmen lässt, denn es gibt trotz guter medizinischer Standards grosse Unterschiede in Preis und Qualität. Wenn möglich sollte man den Eingriff im Innland, Deutschland, Österreich oder der Schweiz vornehmen lassen, denn hier sind die Standards besonders gut. Es ist verlockend, seine Schönheitsoperation zusammen mit einem Urlaub zu buchen, aber wenn im Ausland etwas schief geht, muss man sich womöglich im Innland weiter behandeln lassen. Wenn echte gesundheitliche Schäden auftreten, übernimmt kaum jemand die Verantwortung, und auf die Übernahme der Folgeoperationen von Krankenkassen kann man dann nicht bauen, falls man danach tatsächlich medizinisch indizierte Eingriffe vornehmen lassen muss, die aufgrund von Pfusch, Komplikationen und Risiken entstanden sind.

Zweitens sollte man sich vorab gut beraten lassen. Das ausführliche, mit vollster Aufklärung umfassende Gespräch mit dem Facharzt ist unbedingt notwendig. Im Internet existieren immer wieder billige Online-Angebote, welche mit kosmetischen Behandlungen locken. Man gönnt sich beispielsweise so einen chirurgischen Eingriff, lässt diesen in einer Arztpraxis ambulant vornehmen, hat vorab vielleicht nur kurz mit dem Arzt gesprochen und wacht dann mit schlimmen Schmerzen auf, bevor man kurz abgefertigt und nach Hause geschickt wird.

Die Schönheitschirurgie ist ein Gebiet, welches im Normalfall keine medizinische Indikation verlangt. Man legt sich freiwillig, ohne einen gesundheitlichen Nutzen unters Messer und braucht daher vorab eine umfassende Aufklärung. Der Facharzt muss noch intensiver als bei einer indizierten Operation aufklären, und der Patient hat das Recht, sehr seltene Risiken und Komplikationen zu kennen.

Drittens muss man die Risiken, Komplikationen und Nebenwirkungen, die eventuelle Vollnarkose, eventuelle Allergien und Spätfolgen berücksichtigen. Schönheit um jeden Preis kann schnell in einem noch grösseren Makel enden, als man ihn vor der Operation mit sich herumschleppt. Die meisten kosmetischen Eingriffe müssen an einem durchschnittlichen gesunden Körper nicht durchgeführt werden, da jeder Mensch von Natur aus schön ist.

Man bedenke beispielsweise, dass bei einer Brustvergrösserung die Implantate verrutschen könnten, sich Entzündungen bilden und es zu Abwehrreaktionen im Körper kommen kann. Normalerweise werden Implantate gut vertragen, aber vereinzelt reagiert ein Körper sensibel auf so einen Eingriff. Bei Fettabsaugungen kann der Körperkreislauf verrückt spielen, obwohl man normalerweise gut auf so eine Fettabsaugung reagiert. Bei Nasenkorrekturen können die Atemwege in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Augenlidstraffungen kann in seltenen Fällen das Augenlicht geschädigt werden, wenn Folgekomplikationen auftreten oder etwas schiefläuft. Im Grunde sollte man abwägen, ob man mit eventuellen Risiken leben will, oder ob man seiner Gesundheit den Vortritt lässt, denn man darf niemals blauäugig davon ausgehen, dass alles gut geht.

Risiken und Komplikationen bei Schönheitsoperationen

Jeder chirurgische Eingriff in den Körper stellt im Grunde eine Körperverletzung dar, es sei denn, man willigt freiwillig in so einen Eingriff ein. So trägt man auch ein Stück weit die Verantwortung für eventuelle Risiken und Komplikationen. Bei Nasenkorrekturen kann der Geruchssinn leiden, bei Lidstraffungen kann der Sehsinn leiden, oder es können Entzündungen am Auge auftreten, bei Botoxbehandlungen können Lähmungen entstehen, und bei Lippenaufspritzungen kann es zu Schlauchlippen kommen. Bei Brustverschönerungen können zu grosse Brüste entstehen, die nicht zu den Körperproportionen passen, bei Fettabsaugungen können tiefe Dellen entstehen, bei Körperimplantaten kann es zu Abstossungsreaktionen kommen, und allgemein können Allergien, Unverträglichkeiten, Entzündungen, Rötungen und zahlreiche weitere Komplikationen auftreten, je nach Art des Eingriffs. Es kann zu Embolien, Thrombosen und Allergien kommen, wobei Alelrgiker eine Schönheitsoperation eher meiden sollten, wenn ihr Körper zahlreiche Unverträglichkeiten beherbergt.

Im schlimmsten Fall kann man auch sterben, was bereits in Einzelfällen passiert ist. Im günstigsten Fall lassen sich Komplikationen beheben, bleiben keine Narben zurück, und durch Gabe spezieller Medikamente lassen sich Risiken vorab minimieren. Jeder sollte die Risiken vor Augen haben, wenn er seinen Körper unnötig verschönern lässt, denn niemand möchte mit einem Dauerlächeln zu einer Beerdigung gehen.

Wann ist eine Schönheitsoperation nötig?

Wer psychisch so sehr leidet, dass er keine Freude am Leben hat, weil er seinen Körper nicht akzeptiert, für den könnte eine Schönheitsoperation ein möglicher Ausweg sein, aber hier sollte man vorab eine Psychotherapie machen. Wer so entstellt ist, dass er ungern unter Leute geht, was nach schweren Krankheiten oder nach einem Unfall der Fall sein kann, für den ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff auch eine gute Möglichkeit, mehr Lebensqualität zu erhalten.

Für Leute, die sehr viel Gewicht verloren haben, durch langfristiges Abnehmen und Diäten, ist beispielsweise eine Hautstraffung eine Möglichkeit, ihre überschüssige Haut loszuwerden. Besonders wenn sich durch die radikale Gewichtsabnahme eine Fettschürze am Bauch bildet, kann diese zu bakteriellen Infektionen führen und muss entfernt werden. Eine US-Amerikanerin speckte mehr als 100 kg ab und trug danach tapfer ihre Hautfetzen mit sich herum, bis sie sich dazu entschied, ihre überflüssige Haut wegoperieren zu lassen.

Wieviel kostet eine Schönheitsoperation?

Je nach Art des Eingriffs sind Schönheitsoperationen eher teuer. Brustvergrösserungen und Nasenkorrekturen kosten einige Tausend Euro, kleinere Eingriffe und sanfte kosmetische Behandlungen sind bereits unter Tausend Euro erhältlich. In Brasilien sparen die Eltern für ihre Töchter Geld, um ihnen zum 18. Geburtstag eine Po-Modification oder eine Brustvergrösserung zu schenken. Für einen grösseren Eingriff zahlt man auch oft mehr als Zehntausend Euro, aber einigen Leuten gefallen die Schönheitskorrekturen am eigenen Körper so sehr, dass sie umgerechnet einen Mittelklassewagen oder eine Kleinwohnung investieren.

Die Gefahren von übermässigen Schönheitsoperationen

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er eine Schönheitsoperation braucht, ob sein Ego damit glücklich ist, und ob er die Risiken und Komplikationen in Kauf nehmen möchte. Der Trend sagt ja, wir benötigen Schönheitsoperationen, damit wir genau in diesem Trend liegen. Nur was machen wir, wenn wir eines Tages die Langzeitfolgen von Botox, Silikon und Co erkennen und bemerken, dass sich der Trend geirrt hat? Dann jagen wir der Utopie nach, alles wieder rückgängig zu machen und gehen zurück zur Natur.

Eine Gefahr, die mit jedem Trend einhergeht, ist die Sucht. Man gönnt sich einen chirurgischen Schönheitseingriff, findet sich kurzfristig schön und lechzt gleichzeitig nach der nächsten Operation. Aussehen wie Barbie und Ken, die perfekte Schönheit, aussehen wie die Prominenten, all das kann zur Schönheitssucht führen. Gefährlich sind auch die Schönheitsoperationen für Jugendliche unter 18 Jahren. Wir haben zwar Gesetze, aber wenn die Eltern wollen, dass ihr Kind sich verschönern lässt, sind manche Gesetze machtlos dagegen, denn ein Flug in die USA, wo vieles leichter geht, ist schnell gebucht. Zurück kommt man dann mit einer operierten Brust, die sich noch im Wachstum befindet.

Die Sucht nach Schönheitsoperationen

Es beginnt oft harmlos. Man bekommt eine Schönheitsoperation geschenkt, findet sich danach schöner, und plötzlich möchte man immer mehr. Es gibt Leute, die bekommen zum 18. Geburtstag ihre erste Brustvergrösserung geschenkt. Nach einigen Jahren tragen sie durch weitere kosmetische Eingriffe noch grössere Brustimplantate, haben sich bereits mehrmals Fett absaugen lassen und stecken ihre Freundinnen damit an. Zu Weihnachten, zu Ostern, zu besonderen Anlässen, zum Jahreswechsel und sogar zum Hochzeitstag bekommen die Leute Schönheitsoperationen geschenkt, freuen sich wie Kinder darüber und verfallen dem Schönheitswahn. Die Sucht nach Schönheitsoperationen kann wie eine Krankheit sein, man fühlt sich plötzlich nie langfristig schön genug.

In den USA lebt eine Mutter, die sich von ihrer Tochter mit diesem Schönheitswahn anstecken liess. Unzählige Lippenaufspritzungen brachten ihre Lippen soweit in eine aufgeblasene Sphäre, dass sie nur noch mit dem Strohhalm trinken kann, da jegliche Flüssigkeit ansonsten wieder aus dem Mund herauslaufen würde. Ihre Tochter möchte aussehen wie Barbie und bringt auch die Mutter dazu, wie Barbie auszusehen. So lassen sich die beiden Frauen quasi um die Wette operieren, selbst mit dem hohen Risiko, dass bei so vielen Eingriffen der Körper eines Tages kaputt sein könnte.

Eine Schönheitsoperation kann zur Sucht werden, wenn man mit ihr sein Selbstwertgefühl aufpeppen möchte. Ein Experiment zeigte zwei Frauen unterschiedlichster Art. Die erste Frau trug sichtbare Narben eines Unfalls mit sich herum, war jedoch selbstbewusst genug, um die Narben mit Würde zu tragen. Die zweite Frau baute sogar ihr Wohnzimmer zum Schönheitssalon um und war Stammgast beim Schönheitschirurgen. Sie ging niemals ohne Make-Up aus dem Haus und empfand sich trotzdem als nicht schön genug. Als die beiden Frauen aufeinander trafen, begriffen beide, was die Sucht nach plastischer Chirurgie bedeutet und was sie mit einem Menschen machen kann.

Welche Schönheitsoperationen liegen im Trend?

In Sachen Schönheitsoperation geht der Trend eindeutig hin zum sanften kosmetischen Eingriff, welcher nicht direkt unter Vollnarkose stattfinden muss, sondern ambulant durchgeführt werden kann. Wir möchten schnelle Ergebnisse sehen, keine langen Klinikaufenthalte hinnehmen, schnell wieder repräsentativ sein. Da ist die Botox Party der absolute Renner. Zunehmend boomen die Schönheitsoperationen to go, bei denen man sich zwar wie ein Patient am Fliessband fühlt, aber dafür schnelle Ergebnisse ohne lange Wartezeiten erntet. Unser Körper ist auch nur ein Mensch, und nicht jeder möchte tapfer seine Falten und Dellen zur Schau tragen.

Und so liegen Botox Behandlungen, Botox Unterspritzungen weit vorne im Schönheitstrend. Getoppt werden diese Botox Partys nur von den Augen Lidstraffungen, weil die Lidstraffung im Gesicht zu einem Kult geworden ist. Eine Lidstraffung sollte man sich nur beim Augenarzt machen lassen, denn das Auge ist empfindlich, es könnten Komplikationen auftreten, und man möchte nach so einem Eingriff sein Augenlicht weiterhin sein Eigen nennen.

Wenn man die kleinen Schönheitsoperationen an sich getätigt hat, bleibt bei Frauen ein grosses Problem übrig, die weibliche Brust mit all ihren Formen und Förmchen. Gerade die Förmchen sind es, die nach einer Brustvergrösserung schreien. Die Brustoperation, das Einsetzen von Brust Implantaten, wahrlich, das ist der absolute Renner in der Schönheitschirurgie. Jede Brustgrösse ist machbar, auch wenn danach die Proportionen zum restlichen Körper nicht mehr stimmen, Hauptsache das Silikonimplantat sitzt richtig. Der Implantatsskandal, der sich in Sachen Brustimplantaten einst zugetragen hat, unter welchem heute noch einige Frauen leiden, regt zum Nachdenken an, da man hier sieht, dass Geld die Welt regiert. Manche Menschen erzielen eine Chancengleichheit nur, wenn sie sich unters Messer legen, da die Optik leider zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden ist.

Brustverschönerungen liegen im Trend

Viele Frauen sparen auf eine Brustvergrösserung hin, da man in den Unterwäscheläden kaum noch Normalgrössen bei BHs vorfindet, nur zu kleine oder zu grosse Cup-Grössen. Man sollte hier darauf achten, dass man nicht einem allgemeinen Körbchen Trend der Cup Grösse D, E oder grösser hinterher läuft, sondern dass die Proportion der Brust zum restlichen Körper passt. Zu grosse Brustimplantate sind auf Dauer schwer zu tragen, gesundheitsschädlich, und sie können sich leichter entzünden. Wenn der Körper noch im Wachstum ist, sollte man mit einer Brustvergrösserung ohnehin warten. Immerhin hat sich auch ein Gegentrend entwickelt, die Brustverkleinerung bis hin zur gesamten Brustentnahme. Dieser Trend wird dann ungesund, wenn er nur dazu dient, um einer androgynen Körperform nachzujagen.

Chirurgische Eingriffe mit Botox liegen im Trend

Die Botox Unterspritzung steht auch ganz hoch im Kurs, denn sie wird in Form von geselligen Botox Partys gemacht. Da trifft reich auf reich, und der Geldhaufen wird immer grösser. Botulinumtoxin, in Fachkreisen auch nur Botulinum genannt, ist ein Nervengift, aber dies verdrängt man gerne in der Schönheitskosmetik. Man beschönigt Botox Behandlungen, und genau das ist falsch, denn der Trend sollte eher weg vom Gift, hin zu einer natürlichen Anti-Aging Schönheit gehen. Die Hyaluronsäure ist so eine Alternative, und trotzdem bevorzugen zahlreiche Leute das Botulinumtoxin.

Schönheitsoperationen rund um die Augen liegen im Trend

Die Augen Lidstraffung liegt auch ganz vorne im Trend. Dabei ist dies eine Schönheitsoperation, die mit Risiken des Auges verbunden ist. Wir benötigen unseren Sehsinn so notwendig, aber für die Lidstraffung nehmen wir sogar ihn in Kauf. Viele Male kann es gut gehen, aber ein Risiko ist trotzdem vorhanden. Dies sollte man bei jeder Lidstraffung berücksichtigen.

Die Schönheitsoperation to go für zwischendurch

Die Schönheitsoperation to go ist der kleine, schnelle, kosmetisch chirurgische Eingriff für zwischendurch, für Menschen, die in Eile sind, für Laufkundschaften. In den USA boomen die Schönheitsoperationen to go bereits. Bei uns etablieren sich gerade die ersten Schönheitskliniken in diesem Bereich, und man kann sich in der Regel sicher sein, dass man einen optimalen Beauty-Service erhält, sich ausgiebig beraten fühlen darf und mit professionellem, sehr gut ausgebildetem Personal rechnen kann. Der Beruf des Schönheitschirurgen ist bei uns Gott sei Dank so geschützt, dass er nur von einem Facharzt ausgeübt werden darf.

Man geniesst einige Vorteile, die man beim normalen Besuch einer Schönheitsklinik nicht sofort in Anspruch nehmen kann. Bei der Schönheitsoperation to go hat man keine Terminvereinbahrung nötig, da man sich geradewegs nach Lust und Laune, beispielsweise in der Mittagspause oder nach der Arbeit ins Beautycenter begeben kann, wo man den kosmetischen Eingriff am selben Tag durchführen lässt. Es gibt auch keine langen Wartezeiten, höchstens bis zu einer Stunde, aber sogar das kann man sich einteilen, wenn man zwischendrin noch etwas Kurzfristiges zu erledigen hat. Man kommt hin, zieht eine Nummer, bedient sich am Buffet, liest eine Zeitschrift oder beschäftigt sich mit seinem Smartphone, und schon kommt man dran.

Natürlich darf man hier nicht vergessen, dass es sich um Fliessbandarbeit handelt, denn man könnte sich bei vornehmster Eitelkeit auch wie ein wartendes Huhn auf der Leiter fühlen, einer gewissen Hackordnung untergeordnet, aber im Grossen und Ganzen funktioniert dieses Konzept gut. Natürlich muss man sich bewusst darüber sein, dass der grosse Eingriff unter Vollnarkose mit dieser Art von Fliessbandoperation nicht abgedeckt werden kann. Ideal sind diese chirurgischen Eingriffe jedoch für kleine kosmetische Behandlungen, die man entweder unter lokaler Betäubung oder mit sanften, schmerzstillenden Cremes vornehmen lassen kann.

So boomen beispielsweise die Unterspritzungen mit Botulinumtoxin, kurz Botox genannt. Man lässt sich gerne kurzfristig die Zornesfalte an der Stirn unterspritzen, an den Augen seine Augenfalten wegspritzen, oder man lässt sich unter den Achseln die Schweissdrüsen mit Botox lahmlegen. Lippen aufspritzen, Falten um den Mund glätten, Botox-Unterspritzungen am Kiefer, was gegen eventuelles Zähnekrnirschen wirkt. Im Trend liegen auch kleine

Laserbehandlungen, das Weglasern eines eventuellen Damenbarts, spezielle Lasermethoden zur Hautstraffung, kleine Lasereingriffe gegen Hautunreinheiten boomen, Pigmentflecken, Muttermale und Rötungen weglasern, und man lässt sich gerne seine Cellulite kaschieren.

Viele Stammkunden wissen bereits ganz genau, was sie sich verschönern lassen wollen, wie diese kosmetischen Eingriffe ablaufen, welche Risiken und Komplikationen auftreten können, und mit welchen unangenehmen Rötungen und Schmerzen sie rechnen müssen. Als Stammkunde kennt man sich bestens aus und braucht nur eine kurze Beratung. Natürlich unterschreibt man jedes Mal den ausführlichen Beratungs- und Aufklärungsbogen, denn eine Schönheitsoperation ist keine OP mit Indikation, daher muss man jedes kleinste Detail an Aufklärung berücksichtigen. Wenn man als Neukunde kommt, wird man natürlich noch intensiver beraten, darauf darf man sich in der Regel verlassen.

Kann man eine Schönheitsoperation rückgängig machen?

Verpfuscht ist verpfuscht, damit muss man zumindest eine Zeit lang leben, wenn eine Beauty-OP misslingt. Nicht jede Schönheitsoperation gelingt, und nicht alles kann wieder repariert werden. Ein Promi leidet beispielsweise unter einer ziemlich weissen Haut rund um die Lippen und Mundpartie herum, wahrscheinlich durch zu viel Botox. Und eine Prominente liess sich ihre Markenzeichen-Nase geraderücken und wird kaum noch erkannt. Zu grosse Brüste, ein abgeschliffenes Kinn, zu straffe Gesichtszüge, alles kann hinderlich sein, wenn es operiert wurde. Es gibt Schönheitschirurgen, die versuchen die Missgeschicke ihrer Kollegen auszubessern, aber sie können auch keine Wunder bewirken. Deshalb sollte man vorher alles andere ausprobieren, bevor man sich unters Messer legt.

Die Schönheitsoperation für den Mann

Schöner Mann
Schönheitsoperationen für Männer liegen zunehmend im Trend. Der Mann ist ein sensibler Patient, erleidet schneller Schmerzen als eine Frau, ist wehleidiger, meckert mehr, aber der Markt boomt. Und so haben sich viele Schönheitschirurgen auf das empfindsame Wesen des Mannes eingestellt und bieten chirurgische Eingriffe an, bei denen die echten Männer aus der Steinzeit davongelaufen wären.

Im Trend liegen die Po-Implantate für einen knackigen Hintern, denn danach greift die Frau gerne, wenn sie mit den Händen den Po des Mannes betrachtet. Bauchstraffungen liegen im Trend, denn das Sixbag muss gezüchtet werden, selbst wenn es mit Vollnarkose und Skalpell gezüchtet wird. Weitere Schönheitsoperationen für Männer sind: Lidstraffungen für einen schönen Augenaufschlag, Oberarm-Implantate, Oberschenkel-Implantate, Kinn-Implantate für ein markantes Kinn, Stirn-Implantate für die Denkerstirn, Botox-Behandlungen und Haarverdichtung. Die Moser Methode ist zwar teuer, aber das Haar freut sich.

Der ästhetisch perfekte, direkt schöne Mann ist stark im Kommen, und er besitzt eine dicke Geldbörse, denn sonst könnte er sich diese Eingriffe und Beauty Behandlungen gar nicht erst leisten. Der alternde Mann verschwindet, hinter Botox und Hyaluronsäure, auf dem OP-Tisch, oder im Altersheim, auf jeden Fall sieht man ihn zunehmend auf offener Strasse nicht mehr.

Männer sind eitel geworden. Jeder 6. Mann lässt sich heute bereits operieren, um den perfekten Body zu bekommen. Der durchschnittliche Mann ist 38, wenn er dem Skalpell verfällt, aber viele Männer sind zwischen 18 und 30 Jahren, fast schon jeder 3. legt sich in jungen Jahren unters kosmetische Messer. Die Deutsche Gesellschaft für ästhetisch plastische Chirurgie verzeichnet eine steigende Tendenz bezüglich männlicher Schönheitsoperationen mit zunehmend jüngerem Alter. Frauen hingegen sind im Durchschnitt etwa 41 Jahre alt, wenn sie sich zu einer Schönheits-OP entscheiden. Prominente Männer sind Vorbilder für den perfekten Mann, und sie legen sich durchaus vermehrt unters Messer, denn die Medien sind unbarmherzig und zeigen alles, was hängt, dellt und Falten wirft. Da muss man ja förmlich zur Mogelpackung greifen, um mithalten zu können.

Die beliebtesten Schönheitsoperationen bei Männern

Haartransplantationen kommen trotz Schönheitswahn selten vor. Das liegt daran, dass die Glatze gesellschaftsfähig geworden ist, das Toupet gut sitzt, und dass man sich generell scheut, seine Schamhaare am Kopf zu tragen, was die Haartransplantation mit Eigenhaar unattraktiv macht. Die Schweissdrüsenbehandlung ist auch eher selten. Das liegt daran, dass Männer weniger Schweissdrüsen besitzen als Frauen, und Männer müssen nicht immer nach Blumenparfum duften. Die Bauchstraffung gehört zu den beliebtesten Schönheitsoperationen, obwohl der durchschnittliche Mann, der sich die Bauchdecke straffen lässt, nicht unbedingt dick ist, aber eitel ist er, und da darf kein Gramm zu viel am Körper liegen. Fettabsaugungen boomen selbst bei normalen Bäuchen. Der Mann muss nicht immer reich und betucht sein, um sich so eine Operation zu gönnen. Viele Männer sparen auf ihre Schönheitsoperation hin und freuen sich, wenn sie das Geld dafür endlich angespart haben. Der naturbewusste Mann steckt sein Geld ins Leben hinein, kauft sich ein gutes Essen, macht damit Urlaub und freut sich des Daseins.

Warum lassen sich Männer verschönern?

Bei der Frau spielen Eitelkeit und das permanente Altern eine Rolle, gefolgt von Wohlbefinden oder psychischen Problemen. Beim Mann gewinnt die Schönheitsoperation zunehmend an Beliebtheit, weil sich der Männertyp flächendeckend verändert und man mithalten möchte. Männer werden femininer, möchten ihre weibliche Seite zeigen, möchten sich zunehmend von ihrer dominant präsenten Männlichkeit distanzieren und scheren dafür sogar den gesamten Urwald am Körper.

Der Mann wird eitel, präsentiert sich in edler Eleganz, er wird sensibler, hat zunehmend mit psychischen Problemen, mit Problemen der Ausgrenzung und des Andersseins zu kämpfen. Neue Trends ziehen sich sogar durch die gesamte Modewelt, denn man findet zunehmend hellblaue, rosarote, mintgrüne und pinke, smart geschnittene Anzüge und Sakkos. In solche Klamotten passt nur ein perfekt schlank getrimmter Mann hinein.

Auf der anderen Seite entsteht ein Männerbild, welches von Muskulatur und Stärke geprägt ist, jedoch vor Schlankheit strotzt. Diese Figur, aus Smartheit und Sixbag, bekommen die wenigsten Männer mit Ernährung und Sport alleine hin, ohne sich zu Tode zu hungern und ans Limit zu trainieren. Und so boomen heute die Fitnesscenter mit angrenzendem Ernährungsstudio und integriertem Schönheitssalon für den Mann.

Wie reagieren Männer auf Schönheitsoperationen?

Es gibt grundsätzlich zwei bis sogar drei Typen von Männern. Der erste Typ möchte naturbelassen sein, liebt es, sich und seinen Körper ohne jegliche kosmetische Eingriffe zu optimieren, er macht Selftracking, achtet auf Ernährung und Sport, ist durchtrainiert und zufrieden. Er steht zu seiner Körperbehaarung, nimmt seinen Körper so hin wie er gebaut ist und sucht sich eine Frau, die ihn liebt.

Der zweite Typ Mann ist vom Aussterben bedroht. Er weiss, dass er ungesund lebt, ernährt sich nicht optimal, treibt wenig bis gar keinen Sport, würde sich niemals unters Messer legen, weil er nicht an einen optimierten, makellos schönen Körper glaubt, und er lässt sich seine Klamotten von Mama kaufen, bis er eine Frau findet, die ihn bedingungslos liebt.

Der dritte Typ Mann ist stark im Kommen. Er achtet auf seinen Körper, liebt ihn überdimensional, achtet auf jeden Makel und denkt über die sofortige Beseitigung von Schönheitsfehlern nach. Er treibt Sport, will sich jedoch zusätzlich mit Implantaten verschönern, weil er weiss, dass so etwas heute machbar ist. Er geht mit dem neuesten Trend mit, tut sich und seinem Körper kurzfristig etwas Gutes und denkt nicht an eventuelle Langzeitfolgen. Er baut auf die Forschung, den medizinisch-technischen Fortschritt, und so glaubt er, eines Tages ohnehin die ewige Perfektion zu erlangen. Auf jeden Fall lebt er in der Gegenwart und verschönert sich für den Moment, denn er will für alle Frauen attraktiv sein.

Da Männer schmerzempfindlich sind, reagieren sie bei Schönheitsoperationen oftmals schlimmer als ein schwieriger Patient bei einer Nasenverschönerung. Männer empfinden körperliche Schmerzen heftiger als so manche Frau, und so sind sie in der Regel schwierige Patienten. Der Schönheitschirurg hat sich aber längst auf den eitlen Mann von heute eingestellt, denn er ist ein gut zahlender Kunde.

Sind Schönheitsoperationen für Männer nötig?

Wenn wir uns weiterhin in eine Richtung bewegen, die den Mann nicht so akzeptiert, wie er geboren wurde, dann werden die Schönheitsoperationen für Männer immer wichtiger, denn das männliche Wesen ist auch nur ein Mensch und möchte anerkannt, geliebt und akzeptiert werden. Wenn wir jedoch wieder zu einem normalen Menschenverstand zurückkehren und den Mann so akzeptieren, wie ihn die Natur geschaffen hat, dann würde man die Schönheitsoperation für Männer nicht brauchen.

Immer mehr Frauen sehen sich in der Werbung den perfekt optimierten Mann an, sind mit ihrem eigenen Partner nicht mehr zufrieden und lachen sich den Perfektionismus an. Der zu Hause gebliebene Partner möchte nicht alleine übrig bleiben und legt sich unters Messer.

Der zunehmende Trend des androgynen Mannes lässt Schönheitsoperationen auch immer wichtiger werden, da man heute sogar als Männermodel für Damenmode gebucht wird. Diese feminin bis neutral aussehenden Männer sind wirklich schön anzusehen, aber nicht jeder kann mit so einer Figur von Natur aus rechnen, und so legt man sich wieder unters Messer, wenn die Hormonbehandlung nicht gut genug wirkt. Manche Männer lassen sich sogar ganze Rippen entfernen. Ich denke, ein gewisser Schönheitskult ist gut, aber zu viele, zu intensive und vor allem unnötige kosmetisch chirurgische Eingriffe sind nicht nötig, da man auch die Risiken und Komplikationen, die Langzeitfolgen und die Chemie im Körper berücksichtigen muss.


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Elisabeth Putz

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