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Wie wichtig ist ein Grundeinkommen?

Ein Mindesteinkommen ist wichtig, da wir in einer Welt leben, in welcher der Tauschhandel schwindet, nahezu verschwunden ist, und in welcher wir Dienstleistungen, Nahrung und Lebensqualität mit Geld, Gold oder alternativen digitalen Währungen bezahlen, aber am Ende des Monats muss trotzdem das zur Verfügung stehende Geld stimmen, sonst versinken wir im Schuldenberg.

Eine Grundsicherung, wie sie in vielen sozialdemokratisch geprägten Ländern geregelt ist, sichert uns das pure Überleben. Alles, was wir darüber hinaus verdienen, müssen wir uns erwirtschaften, und das ist gut, weil wir so eine gewisse Struktur, gepaart mit Erfolg und Motivation in den Alltag bringen. Wer arbeitslos ist, verliert oft den geregelten Alltag aus den Augen. Und sogar Rentner fühlen sich wohl, wenn sie gebraucht werden. Fakt ist, der Mensch kommt sich nutzlos vor, wenn er kein Geld generiert.

Das passive Einkommen

Neben dem aktiven Einkommen, welches wir uns erarbeiten, existiert das Passiveinkommen, welches sogar durch das Grundeinkommen gesichert ist. Wir müssen keinen Finger krümmen, das Geld kommt von ganz alleine zu uns. Aktien, Wertpapiere, Bitcoins, Edelmetalle, diverse Investments gehören dazu, aber auch die zahlreichen MLM Strukturen, welche eher umstritten sind, nähren uns im Idealfall. Hier sprechen wir wirklich vom Idealfall, da so ein Passiveinkommen hoch spekulativ ist, von anderen Menschen, Gegebenheiten und Umbrüchen abhängt und von uns selbst nicht direkt gesteuert werden kann. Man hat sich etwas erarbeitet und ruht sich auf den Lorbeeren aus. Und genau dieses Einkommen ist riskant, selbst wenn man im MLM Bereich tätig ist und seine Downline pflegt.

Das bedingungslose Grundeinkommen

Was ist ein bedingungsloses Grundeinkommen? Es ist Geld vom Staat, welches man bekommt, ohne dass man reich oder arm ist, ohne einen Bedürftigkeitsnachweis zu erbringen. Die Armen hätten es bitter nötig, die Reichen bräuchten es nicht. Der grosse Vorteil daran wäre, dass es keine richtige Armut mehr geben würde. Der Nachteil ist, dass auch reiche Leute davon profitieren, sämtliche Lebensmittel, Produkte und Dienstleistungen so teuer werden, dass man sie sich wieder nicht leisten könnte, und somit wäre dieses Grundeinkommen hinausgeworfenes Geld.

Wenn dier Kapitalismus samt Marktwirtschaft wie bisher das Leben bestimmt, kann das bedingungslose Grundeinkommen nicht funktionieren, da sich das Kapital einfach verschieben, verselbständigen und verflüchtigen würde. Woher nimmt der Staat das Geld? Und wie treibt er es wieder ein? Die Steuern würden erhöht werden, und die Reichen würden wieder ihre Schlupflöcher finden, weil die Lobbyisten heute eine enorme politische Macht bilden, deren Einfluss ungebremst ist.

Wenn man das Geld umverteilen würde, dann gäbe es das bedingungslose Grundeinkommen nicht, sondern eine abgeschwächte Version davon, nämlich das Einkommen nach Bedürftigkeit gestaffelt. Die Reichen müssten für die Armen bezahlen, und somit würde die Kluft zwischen arm und reich wieder geschlossen werden.

Bereits die Schweizer haben gegen das bedingungslose Grundeinkommen gestimmt, da die arbeitende Bevölkerung doch eher dazu neigt, nach Leistung und nicht nach kommunistischen Grundsätzen bezahlt zu werden. Das Grundeinkommen für alle, das ist auch Thema im nächsten Wahlkampf, denn einige Kleinparteien werben um Wähler, die genau dies wollen. Wenn das grosse Geld für alle winkt, wer will dann noch arbeiten? Wer räumt den Müll weg? Wer reinigt die Kanalisation? Wer arbeitet dann noch als Klofrau? Andererseits müssten diese harten Jobs, die körperlich und seelisch an die Nieren gehen, besser bezahlt werden, damit sie jemand erledigt, und das wäre ein Plus für unsere Gesellschaft, denn jeder Job sollte gut bezahlt sein.

Seit wir mit der Corona Krise kämpfen und wissen, dass weitere Pandemien auf uns zurollen könnten, beschäftigen sich immer mehr Menschen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. Viele Leute sind so arm geworden, unverschuldet in die Armutsfalle gerutscht, dass sie sich an den Essenstafeln der Sozialdienste anstellen, um Lebensmittel zu bekommen. Und so wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen praktisch, denn man könnte sich wieder ein normales Leben aufbauen.

 


Elisabeth Putz

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