![]() |
|
![]() |
![]() |
Was sind Finanzen?
Allgemein gesehen sind Finanzen alle materiellen Dinge, die zur Lebensführung dienen. Es sind Geldmittel, Bargeld oder Plastikgeld, Kreditkarten und Kredite, Bitcoins und digitale Währungen, Wertpapiere und Anlagen, Fonds wie beispielsweise die Hedgefonds, Aktien, Devisen, aber auch die Buchhaltung, das Rechnungswesen, Steuern, das Kontrolling, verschiedene Investments, und das Geld, welches sich ständig im Umlauf befindet. Die Finanzen umfassen das gesamte Vermögen, inklusive die Versicherungen, Edelmetalle und Immobilien, welche sich im Umlauf befinden oder irgendwo brachliegen. Der Verbraucher versteht darunter in erster Linie seine private Vermögenslage, die je nach Wirtschaftlichkeit katastrophal oder goldig aussehen kann. Finanziell gesehen scheint alles, das einen gewissen Wert besitzt, unter den Hammer der Vermögensverbesserung zu kommen. Ausgaben und Einnahmen, Gewinn, Profit und Umsatz, alles verdient den Begriff Finanzen. Das Wort stammt aus dem Französischen finance und ursprünglich aus dem Latain finis, was Grenze bedeutet und die früheren Zölle mit einschliesst. Heute bestehen die finanziellen Grenzen darin, politische und wirtschaftliche Situationen so lange auszureizen, bis eine gewisse Blase platzt und der Steuerzahler dafür aufkommen muss, denn die Ungerechtigkeit liegt im Trend, wenn es ums liebe Geld geht. Die Finanzen sind wichtige Elemente, welche unsere Wirtschaftsmodelle erst möglich machen. Wer seinen Finanzhaushalt im Griff hat, geniesst Lebensqualität auf hohem Niveau. Wer mit Geldmangel zu kämpfen hat, versinkt im finanziellen Caos und braucht einen Plan. Ein Haushaltsbuch hilft immer weiter, denn damit lernt man zu sparen und kauft weniger ein, falls man in eine gewisse finanzielle Abhängigkeit, in eine schuldbewusste Lage rutscht. Finanzen sind privat und öffentlich einzuordnende, wirtschaftlich und unwirtschaftlich rentable, finanzielle Mittel, die zum Leben und Überleben dienen, die Geldmittel, deren Wert man sachlich kompakt messen kann, die alltäglichen Transaktionen, welche das Überleben sichern. Finanzen sind der Inbegriff des Vermögensaufbaus. Man optimiert, investiert, analysiert, und dann optimiert man erneut. Heute existieren keine finanziellen Grenzen mehr, wenn man sich die teilweise unkontrollierbaren Finanzmärkte ansieht. Mir scheint, als ob die Kluft zwischen arm und reich immer grösser wird, immer weniger Leute immer mehr Multivermögen besitzen und ganze Völker verarmen, weil man ihnen durch absurde Konstrukte die Lebensgrundlage entzieht. Oft werden Banken gerettet, während der einzelne Bürger verhungert. Es scheint, als ob wir finanziell gesehen in einer verkehrten Welt leben, die nach Ausgleich schreit. Womöglich überkommt uns eines Tages eine gewisse finanzielle Ausgleichsform, welche die Reichen schluckt und die Armen mit Geld überhäuft. Dann fangen wir alle wieder mehr oder weniger bei Null an. Wie gut ist ein Finanzberater?Was muss ein guter Finanzberater bieten, und wie erkennt man windige Finanzdienstleister? Die lückenlose Aufklärung über die Finanzprodukte ist das Wesentliche, welches die Schurken von den Weizenkörnern unterscheidet. Wer auf den schnellen Profit aus ist, verkauft seiner Oma eine Lebensversicherung, basierend auf schwindligen Fonds. Wer eine echte Beratung samt solidem, nicht sofort schrumpfendem Kundenstamm anstrebt, der berät aufmerksam, schaut, was der Kunde braucht, klärt über eventuelle Risiken auf und verkauft nicht alles, was gut klingt und einen satten Provisionsgewinn verspricht. Mit Hilfe eines Finanzberaters können Sie mit Ihren Finanzen besser umgehen, leichter haushalten, und wenn Sie in der Schuldenfalle sitzen, im Schuldenturm eingesperrt sind, lernen Sie hier, besser zu sparen. Das Leben kann in Saus und Braus gelebt werden, auf Pump, wenn Kredite billig sind, es kann jedoch schon morgen aus dem Lot geraten, wenn die EZB ihren Leitzins weiter anhebt und Kredite teuer werden. Man muss das Klopapier nicht beidseitig verwenden, aber man kann im Alltag achtsamer leben und muss sich nicht alle Dinge permanent neu anschaffen. Schwimmen Sie bereits bis zur Nasenspitze in Ihrem Geld, oder tauchen Sie bereits mit den letzten Atemzügen in ein Schuldenmeer ein? Wenn Sie schon in den Schulden versinken, vergessen Sie bitte nicht, den Atem anzuhalten, denn sonst kann der Tauchgang lebensmüde enden. Fakt ist, wer mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, lebt bald in einem Berg voll Schulden. Manche Menschen leben damit erstaunlich gut, aber es muss ja nicht jeder zu diesen charmanten Lebenskünstlern gehören, welche den anderen Leuten das liebe Geld unterm Arm wegschleppen. Leidenschaftlicher lebt man mit Schulden, aber freier und unabhängiger geniesst man den Alltag mit genügend Geld. Ich sage immer, der 500 Euroschein in meiner Geldbörse darf nie weg fliessen, er soll mein ganzes Leben lang nachwachsen, damit ich mir alles leisten kann, was ich begehre. Neulich leistete ich mir eine Stunde Verspätung bei einem meiner Interview Partner und drei Wochen verspätetes Reagieren auf eine wichtige Geschäftsmail. Als ich mir jedoch drei paar neue Schuhe leistete, war der 500 Euroschein in meiner Geldbörse verschwunden, und mit ihm löste sich noch ein wenig Kleingeld in Luft auf. Ich sage Ihnen, kaufen Sie nie zu viele Schuhe, denn Schuhe sind teuer, drücken am Fuss und in der Brieftasche und stehen die meiste Zeit ohnehin nur geduldig im Schrank herum. Geld auszugeben ist keine Kunst, das Geld jedoch zu verdienen, das funktioniert bis heute leider in vielen Fällen nicht im Schlaf. Wenn Sie geblendet von eventuellen Aussagen sind, dass man sein Geld im Schlaf verdienen könnte, und daraufhin ein Geschäftsmodell austesten, dann geben Sie sich ein Jahr Zeit. Wenn in dieser Zeit kein Geld fliesst, müssen Sie aufwachen und Ihre Geschäftsstrategie überdenken. Viele Vertriebspartner von Network Marketing Firmen kamen auf mich zu und präsentierten mir ihre überteuerten Nahrungsergänzungsmittel. Ich schneide aber lieber Obst und Gemüse auf, trinke meine selbstgemachten Smoothies und bin glücklich damit. Mitglieder anwerben, denen zu erzählen, wie toll das Produkt ist, wie man damit Geld im Schlaf, quasi mit minimalstem Aufwand verdient, das ist nicht mein Ding. Ich bin eine Frau, ich habe ohnehin kein Ding. Geld im Schlaf verdient man höchstens, wenn man als Matratzentester arbeitet, wenn man die Medizintechnik in einem Schlaflabor testet, oder wenn man während der Arbeitszeit als Angestellter im Büro einschläft. Als Unternehmer muss man wenigstens vorab einmal gearbeitet haben, um seinen Geldfluss zu geniessen. Da fällt mir ein, neulich kaufte ich mir von Kurt Tepperwein die CD -den Geldfluss aktivieren- wahrlich ein Meisterwerk, da kann man sogar daneben einschlafen und sich unbewusst berieseln lassen. Alles Gute wünscht Ihr Businesscoach. Finanzen sollten nachhaltig sein, Bargeld schwindetWie laufen Ihre Geschäfte? Könnten sie besser laufen? Wenn ich in meine Brieftasche schaue, überkommt mich manchmal die Verzweiflung, immer dann, wenn ich einen echten Perserteppich und einen lebendig aussehenden Pelzmantel sehe, denn so etwas kann ich mir nicht leisten. Gut, denke ich mir in diesen Momenten der Begierde, dann kaufe ich mir eben anstatt des Zobels ein anderes Tier, dann kaufe ich mir einen Lachs, den ich mir aufs Frühstücksbrot lege. Finanzen sind ohnehin ein heikles Thema in unserer Gesellschaft. Tausende Bücher beraten uns zum Thema Karriere, aber über sein monatliches Gehalt spricht man nicht. Die Wirtschaft soll blühen, aber man steckt das Geld in bodenlose Fässer, beispielsweise in Banken, welche das gute Geld erneut für riskante, bodenlose Spekulationen verwenden, da fremdes Geld nicht zu sehr am eigenen Herzen liegt. Und nach einer solchen Spekulation ist die Wirtschaft am Boden und investiert erneut in bodenlose Banken. Lieber Besucher, das ist Business, und es blüht so lange, bis wir uns endlich wagen, ein wenig umzudenken. Wenn wir umdenken, befinden wir uns automatisch nicht mehr im freien Fall, denn dann steigen wir nicht mehr in bodenlose Fässer hinein. Wer nachhaltig lebt, seine Finanzen ordnet, nicht alles kauft, was glänzt, der kann einen gewissen Notgroschen, einen Notcent horten, aber Achtung, wer Bargeld hortet, muss zuschauen, wie die Inflation das liebe Geld auffrisst. Wie optimiert man seine Finanzen?
Wie wird man vermögend? Und was istWohlstand? Unter Vermögen versteht man alles, was materiell gesehen zum Leben beiträgt. Dies können Geld, Immobilien, Luxusartikel, Aktien, Wertpapiere, teure Kleidung, Kunst, etc. sein. Jemand ist vermögend, wenn er viel Geld hat, reich ist, gut lebt, hervorragend residiert, und im Idealfall darf er dies auch offen zeigen, ohne dass der Neid der Nachbarn winkt. In der Finanzwelt geht ein Trend hin zum schnellen Geld, obwohl wir aus der Finanzkrise gelernt haben. Der Mensch ist von Natur aus vergesslich, und so boomen neue Finanzmodelle, die kaum jemand erklären kann. Inmitten der zahlreichen Finanzkrisen sucht man Wege, um den Schaden oberflächlich zu begrenzen und baut deshalb vermehrt auf ein Wirtschaftswachstum. Die Leute sollen Geld ausgeben anstatt zu sparen, und so diskutiert man vermehrt darüber, ob das Bargeld abgeschafft werden soll. Dies würde zur Folge haben, dass wir unkontrollierter konsumieren und der Staat mehr Kontrolle über unser Geld hat. Über eine hohe Luxussteuer wird jedoch nicht diskutiert, da man den Normalverbraucher heute noch gerne in dem unsinnigen Glauben lässt, der Tripple-down-Effekt regelt alles. Das grosse Geld sickert aber leider in der Praxis nicht zum Normalverbraucher durch, weil die wenigen Superreichen nicht so viel konsumieren, und wenn sie konsumieren, dann leisten sie sich teure Luxusgüter, welche wiederum nur den Reichen Geld einbringen. Ein Trend in der Finanzwelt geht hin zur zentralen Verwaltung von Banken, mehr Kontrolle und besseren Stresstests, was dem Verbraucher gefällt, den Banken jedoch oftmals eine enorme Verwaltungsarbeit beschert. So gehen Kreditinstitute vermehrt dazu über, dem Kunden die Mehrkosten aufzulasten und die Bankgebühren zu erhöhen. Kredite bekommt man heute schwieriger, aber versichern lässt man sich gegen alles. Welche Wege führen zu mehr Geld? Mit den richtigen Entscheidungen führt der Weg zur Geldoptimierung, wer jedoch falsche Entscheidungen trifft, dem entgleitet das Geld. Falsch kann man sich nur entscheiden, wenn man den kurzfristigen, riskanten Gewinn bevorzugt und auf Nachhaltigkeit verzichtet. Man sollte nie mehr Geld ausgeben, als man erwirtschaftet. Das klingt gut, jeder versteht es, aber trotzdem setzen es nur wenige Menschen im Alltag um, weil die Kreditkarte so locker in der Gesässtasche liegt. Manche Finanzexperten sind sogar der Meinung, das übersichtliche Bargeld sollte abgeschafft werden. Dagegen wehre ich mich, weil ich der Meinung bin, das Bargeld verschafft uns wirkliche Freiheit. Mehr Geld generiert man, indem man Wünsche strategisch in die Realität umsetzt und aufwacht, damit die Träume wahr werden. Wer immer nur haben möchte, der häuft sich viele Wünsche an. Wer jedoch nichts aktiv unternimmt, um seine Finanzangelegenheiten zu regeln, der bleibt immer nur auf seinen Wünschen sitzen. Man muss einen Plan entwickeln, den man einhält, denn sonst gerät man in ein finanzielles Durcheinander. Ich achte immer darauf, ob meine Wünsche mit meiner Geldbörse übereinstimmen, damit ich mich nicht verschulde. Geld generiert man auch, indem man imaginär darum bittet. Ich sprach einst mit Gott und bat ihn darum, mir eine Luxuslimousine, ein Penthouse, eine Yacht, viel Geld und einen schönen Mann mit Prestige zu schicken. Gott entgegnete, dass ich auf die Reihenfolge achten müsste und darauf, das wichtigste nicht zu vergessen. Er meinte, mit Auto, Haus und Geld würde sich ein Mann an meine Fersen heften, der mich wegen des Geldes liebt und irgendwann mit meiner Yacht davonfährt. Nur durch Arbeit würde ich mir etwas erwirtschaften können, und den Mann fürs Herz würde ich nur finden, wenn ich mein Herz und nicht die Geldbörse öffne. Nachhaltigkeit und die richtige Reihenfolge sind also wichtig, wenn man im Geiste sein ersehntes Geld optimiert. Das symbolische Gespräch mit Gott zeigte mir, dass ich auf dem falschen Weg war, denn so optimiere ich nur kurzfristige Erfolge, nicht das langfristige finanzielle Glück. Wer sich Penthouse, Luxuslimousine und eine Yacht nur leistet, um nach aussen hin zu glänzen, wird langfristig nicht glücklich sein. Wer allerdings hart für seine Luxuslimousine, das Penthouse und die Yacht arbeitet, einen tollen Partner an seiner Seite hat, mit dem er sein erwirtschaftetes Leben aufbaut und geniesst, wird glücklich sein. Erfolg ist vergänglich, die Liebe bleibt, die Erinnerung verbleibt im Herzen, und ein gutes finanzielles Polster sorgt für weiche Nächte, in denen man sorglos schläft, jedoch muss man es sich erarbeiten. Sichere und unsichere FinanzmodelleAbgesehen von der globalen finanziellen Ungerechtigkeit existieren Finanzmodelle am Markt, die funktionieren, während andere zum Scheitern verurteilt sind. Das Privatvermögen ist heilig, denn es sichert die finanzielle Freiheit, und so gewinnt die soziale Marktwirtschaft immer, da kein anderes Modell so ausgereift ist, dass es die pure Zufriedenheit liefern könnte. Selbst ich denke, dass man ein Recht darauf hat, sein hart erarbeitetes Vermögen für sich selbst zu beanspruchen und Enteignungen oder Aufteilungen aller Art den Weltfrieden empfindlich stören könnten. Es ist nur wichtig, dass man sein Vermögen durch Arbeit, Ehrlichkeit und Produktion oder Dienstleistung erwirtschaftet, nicht durch selbst arbeitendes, sich im Schlaf vermehrendes Geld, durch riskante Spekulationen an der Börse und durch Erfindungen, welche andere Leute dazu zwingen, billiger zu werden, schlampiger zu produzieren und die Umwelt durch lange Transportwege zu belasten, nur um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie optimiert man seine Finanzen?Wie sichert man sein erarbeitetes Vermögen langfristig? Riskante Börsengeschäfte werden uns eines Tages ruinieren, selbst wenn sie auf den ersten Blick kurzfristig Gewinn erwirtschaften. Fremdwährungskredite, Venture Capital, unsichere Aktienfonds, Optionsscheine, Verlustwetten auf Nahrung, Staaten und Unternehmen, all dies treibt uns in den finanziellen Ruin, während einige wenige Leute davon profitieren. Steueroasen, Luxusliner, die wie mobile Luxuswohnungen als Kreuzfahrtschiffe getarnt die Weltmeere bereisen, Leute, die sich aus steuerlichen Gründen mehr als 183 Tage auf hoher See aufhalten, werden eines Tages ihr Vermögen verlieren, weil das gesamte System der Steuerflucht und des Tripple-Down-Effekts zusammenbricht. Ein paar hundert Superreiche, die keine Steuern zahlen, können die Wirtschaft nicht ankurbeln, dies belegen mittlerweile zahlreiche Studien. Wenn ein Finanzmodell nicht mehr funktioniert, ärgert man sich so sehr, dass man glaubt, das Geld sei unter der Matratze am sichersten aufgehoben. Man schimpft auf Banken, Politik und die Superreichen, dabei hat man oft selbst als einzelner Mensch in dieses riskante System investiert, indem man sich die billigste Bank mit den besten und höchsten Zinsen aussucht, da man für eine simple Dienstleistung nichts mehr bezahlen will, damit man sich ein schickes Essen leisten kann. Finanziell unabhängig kann man durch gezieltes Sparen, durch den Abbau von Schulden, durch einen leistbaren Lebensstil, durch einen guten Job und durch intelligente Ideen werden, wenn man sich auf der sicheren Seite bewegen möchte. Die risikobehaftete, schnelle finanzielle Unabhängigkeit erlangt man mit riskanten Investitionen und starken Nerven. Das schnelle Geld kann uns ruinierenGeld vermehrt man nicht unbedingt durch rasch anwachsenden Reichtum, denn zahlreiche Lottomillionäre, Aktionäre und reiche Erben waren kurz danach pleite. Nachhaltig ist das schnelle Geld nicht, denn man schätzt es zu wenig, um sorgsam damit umzugehen. Geliehenes und riskant investiertes Geld gehört beispielsweise zu den Dingen, die uns langfristig unglücklich machen. Zuerst sollten Sie Kredite und Verbindlichkeiten abdecken, und erst dann, wenn Sie Geld besitzen, auf dem Sie bequem sitzen, sollten Sie sich über mögliche Anlagewege informieren. Ich habe bereits die Bekanntschaft mit Leuten gemacht, welche einen Kredit laufen hatten und gleichzeitig Aktien kauften, nur weil es modern war, in Wertpapiere zu investieren. Die hatten die Reihenfolge nicht beachtet und standen nach der Finanzkrise schlimmer da als vorher. Einer dieser klugen Köpfe zahlt jetzt für eine Zweizimmerwohnung brav seine Miete, während ein anderer in seinem notgedrungen verkauften Eigenheim wohnt. Mehr Geld am MonatsendeWer am Geldende noch genügend Monat zur Verfügung hat, macht etwas falsch oder ist nicht unbedingt auf die Butterseite des Lebens gefallen. Viele Leute bemerken in der Monatsmitte bereits erste finanzielle Engpässe. Hier hilft nur eine gute finanzielle Planung, sparen und auf jeglichen Luxus zu verzichten. Es sind nicht nur die Mindestverdiener von diesem Phänomen betroffen, denn die sparen ohnehin genug. Es sind immer mehr Gutverdiener betroffen, die das Leben samt locker in der Gesässtasche liegender Kreditkarte in vollen Zügen ausschöpfen. Die Juveliere haben leider auch für diese Menschen geöffnet, und in vielen Designerläden bekommt man wenig Kleidung für viel Geld. Da kann man kaum widerstehen. Ich spare für mein Penthouse, denn bis jetzt bin ich noch von keinem reichen Scheich geehelicht worden. So habe ich angefangen, einen Teil meiner Einnahmen zu sparen und den anderen Teil plangemäss über das verfügbare Monat gerecht aufzuteilen. Essen steht bei mir an erster Stelle, denn Bio ist wichtig für mich. Ich meide teure Designerläden, denn im normalen Laden bekomme ich mehr Kleidung für mein Geld. Luxusgüter ziehen nur hin und wieder in mein Leben ein, denn dann weiss ich sie besser zu schätzen. So kann ich sparen und Geld generieren zugleich. Wie vermehrt sich das Geld von selbst?Unter der Matratze vermehrt sich das Geld nicht von alleine, da verstaubt es höchstens. Trotzdem nehmen die Menschen in finanziellen Krisenzeiten diese hausinterne Sparvariante in Anspruch, da sie den Banken nicht vertrauen. Bei mir zu Hause liegt kein Geld herum, da ich der Meinung bin, dass man sein Eigenheim nur absichern kann, wenn man viel Geld in die Sicherheit investiert. Auf der Bank ist es für mich trotz aller Krisen am sichersten aufbewahrt. Gold und Edelmetalle sind Wertanlagen mit Nachhaltigkeit, jedoch nur für langfristige Anlagen geeignet, da sie sich kaum von der Stelle bewegen und ihr Wert nur alle paar Jahre derart nennenswert sinkt oder steigt, dass man damit grosszügig handeln könnte. Trotzdem gehört Gold für mich zu den relativ sicheren Geldvermehrungsinstrumenten. Bausparen ist eine altmodische Methode, um sein Geld zu vermehren, aber es ist relativ sicher, auch wenn man heute nicht mehr die grossen Gewinne damit erzielt. Hätte ich die Wahl zwischen Aktien, Venture Capital oder dem verstaubten Bausparer, so würde ich mich fürs Bausparen entscheiden. Mehr Geld mit dem HaushaltsbuchMit einem gut geführten Haushaltsbuch kann man sparen lernen, sodass auch der gut verdienende Mensch besser finanziell wirtschaftet. Das Haushaltsbuch zeigt uns schonungslos auf, was wir monatlich verbraucht haben. Mein Bruder führt es so genau, dass er sich sogar jeden Kaugummi notiert, den er kauft. Erstaunlicherweise hat er immer Geld. Die 1 Euro FrauWer über sich hinauswächst, der fragt auf der Strasse jeden vorbeikommenden Menschen um einen Euro. Viele Leute sind bereit, einen Euro zu verschenken, auch wenn man dies nicht für möglich hält. Bei uns treffe ich täglich mehrmals eine Frau, die jeden Passanten fragt, ob er einen Euro für sie übrig hätte, sie fragt sogar den Bürgermeister. Mit ihrer Bettelaktion schaffte sie es sogar einmal auf die Titelseite einer Zeitung. Natürlich käme für mich diese Variante der Geldgenerierung niemals in Frage, aber ich staune jedes Mal, wenn ich diese Frau beobachte, denn so viel Beharrlichkeit würde ich niemals aufbringen. Für den normalen Bürger würde ich dies nicht als empfehlenswert empfinden, aber es gibt wirklich Leute, die leben gut und erbetteln sich trotzdem nebenher Geld. Mehr Geld durch das pure VergleichenWer mehr Geld besitzt, muss erst einmal jemanden finden, der weniger hat, denn nur der pure Vergleich, der Unterschied lässt es zu, dass man sich reicher oder ärmer fühlt. Man muss nur jemanden finden, der ärmer ist, und schon fühlt man sich reicher. Wir streben jedoch danach, zuzuschauen, wie andere Leute mehr besitzen als wir selber. Prominente, die ihr Luxusleben öffentlich zur Schau stellen, ziehen uns magisch an. Wenn der Nachbar eine Luxuslimousine fährt, brauchen wir auch eine, und wenn er in seinen hauseigenen Pool springt, gönnen wir ihm einen Bauchfleck, weil wir uns den Pool nicht leisten können. Der Nachbar fährt mit seiner Yacht in den Urlaub, und wir mieten uns ein Tretboot. Der Neid lässt uns ärmer wirken, denn dadurch vermehrt sich das Geld nicht, weil ihm die positive Energie dafür entzogen wird. Ich freue mich, wenn es anderen Menschen gut geht, schon deshalb, weil ich mir dann kein Gejammere anhören muss. Ich schaue lieber auf meine finanziellen Ziele, nicht auf das Geld der anderen, das macht mich reich und glücklich. Wie regelt man die Finanzen?Wie wird man finanziell unabhängig? Wichtig ist, dass man spart, weniger Geld ausgibt, als man einnimmt, und dass man seine finanzielle Lage jederzeit im Überblick hat. Wichtig ist auch die finanzielle Absicherung, beispielsweise durch Sparbücher, Immobilien, Gold, Edelmetalle, wertvolle Kunstwerke, nachhaltige Aktien und ein gutes Investment. Man sollte sich für die richtige Bank entscheiden, denn das Bankkonto ist eine zentrale Angelegenheit. Man muss sich fürs richtige Business entscheiden, denn ein Job sollte sich finanziell auch lohnen. Und man darf nicht auf dubiose Finanzdienstleister hereinfallen, welche nur die schnellen Provisionen im Hinterkopf haben und mit Venture-Capital spekulieren. Geld ist zwar nicht alles, aber alles ist angenehmer mit Geld. Ausgaben und Einnahmen optimierenWie regelt man seine Finanzen, ohne zu hungern, ohne im Leben auf vieles verzichten zu müssen? Sie können in allen Bereichen des Alltags Geldsparen und dennoch gut leben. Man braucht nur ein Handy, nicht jede verspielte App fürs Überleben, keine fünf Fernseher und doppelte Notebooks, keine unübersichtlichen technischen Spielereien, und doch kann man mit weniger Technik überleben. Ich schwöre, dann bleibt mehr Geld für die wesentlichen Dinge im Leben übrig, beispielsweise fürs Essen. Ich bin immer hungrig. Eine der grössten finanziellen Fallen ist eine falsche Ernährung, da sie Körper und Geist zunehmend lahm legt. Wir setzen uns meiner Meinung nach falsche Ziele, verfolgen falsche Prioritäten. Bio ist uns nicht so wichtig wie das neue Smartphone. Wir geben im Durchschnitt einen viel höheren Prozentsatz für Technik, Reisen und Kleidung aus, als für hochwertiges Essen und Trinken. Wir kaufen uns Designermode, gehen dann aber in den billigsten Discounter und jagen dem billigsten Angebot nach, welches am Nahrungsmarkt verfügbar ist. Hierzu setzen wir uns sogar ins Auto, fahren längere Strecken zum Billigdiscounter, verbrauchen Spritt, nur um ans Schnäppchen zu kommen. Hier arbeiten wir auf Kosten unserer Gesundheit auf ein ungesundes Ziel hin, denn wir sind all das, was wir täglich essen, da unser Darm ein wichtiges Gefühls- und Entscheidungszentrum darstellt. Diese Erkenntnis haben Medizinforscher gewonnen, als sie den Darm gründlich untersuchten. Es ist die Gesellschaft selber, welche dazu beiträgt, dass Unternehmen billigst produzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben, da der Konsument nicht viel Geld für seine täglichen Güter ausgeben will. Man vertreibt sich die Zeit mit shoppen, sucht im Supermarkt nach Billigfleisch, günstigem Gemüse und Sonderangeboten, gönnt sich aber nebenher die hundertste neue Bluse, weil Fast-Fashion im Trend liegt. Dann wundern wir uns, wenn unsere Nahrung gentechnisch verändert wird und schimpfen auf die Nahrungsmittelindustrie, ohne uns darüber bewusst zu werden, dass der Konsument es unbewusst so will. Wenn wir die hundertste Bluse besitzen, uns kurz an ihr erfreuen, bevor sie in der Altkleidertüte verschwindet, werfen wir einen Blick auf unsere Kontoauszüge, da wir ja alles bequem per Kreditkarte bezahlt haben. Die Kreditkarte ist eine weitere Finanzfalle, auch wenn die Leute behaupten, sie würden ihre Finanzen damit im Griff haben. Studien haben ergeben, dass wir mit Plastikgeld mehr Geld ausgeben als mit Bargeld, weil wir beim direkten Bezahlvorgang das Geld nicht optisch sehen, sondern nur einen zahlenmässigen Betrag, der irgendwann vom Konto abgebucht wird. So entgleitet uns die finanzielle Lage schneller als mit Bargeld alleine. Inzwischen gibt es zwei Shopping Apps, die ich gut finde. Die erste App zeigt an, welche Lebensmittel ohne Gentechnik produziert sind, ob sie Bio sind und ob sie versteckte Fette, versteckten Zucker und Zusatzstoffe beinhalten. Die zweite App warnt vor unkontrolliertem Shoppingrausch, wenn man sich einem Laden nähert, bei dem man schwach werden könnte und in einen Konsumrausch verfällt. So könnte man langfristig seine Finanzen in den Griff bekommen. Die Finanzen am Bankkonto regelnDas Bankkonto ist je nach Finanzlage gut oder kaum gefüllt. Bei einem gut gefüllten Konto lauert die Gefahr der Anlagemodelle, denn gut betuchte Bankkunden sind ein gefundenes Fressen für manche Bankberater. Da wird man mit Kaffee und persönlichem Handschlag begrüsst, wenn man zum Beratungsgespräch erscheint und sein Geld möglichst gewinnbringend anlegen möchte. Ich kann nur davor warnen, nichts in Finanzmodelle zu investieren, von denen man nichts versteht, auch wenn sie noch so sicher und verlockend klingen. Man sollte sich Notizen über das Beratungsgespräch machen, die Verträge durchlesen und prüfen lassen, denn hinterher ist man immer klüger, ärgert sich und versucht, den Bankberater haftbar zu machen. Wir realisieren kaum, dass unsere Gier auch zu einem Teil an unserer finanziellen Situation schuld ist. Wer sein investiertes Geld verloren hat, der überzieht gerne einmal sein Girokonto, lebt trotzdem auf grossem Fuss und verdrängt gerne seine Geldgeschäfte. Eine grosse Finanzfalle ist der Überziehungsrahmen des Bankkontos, denn die Zinsen hierfür sind hoch. Wenn man dann ein klärendes Beratungsgespräch hat, bekommt man keinen Kaffee mehr, höchstens noch Leitungswasser angeboten, denn man wird als C-Kunde abgestempelt, und die Bank hofft, unangenehme Kunden schnell loszuwerden. Ich investiere nur langfristig in Gold, in sichere Bausparer, in sichere staatliche Anleihen, und selbst hier gehe ich noch ein minimales Risiko ein, denn nichts ist 100% sicher. Ich meide alles, was mir gute Zinsen und hohe Gewinne verspricht. Studien haben allerdings gezeigt, dass wir im Durchschnitt dazu tendieren, ein hohes Risiko auf uns zu nehmen, um satte Gewinne einzustecken, aber dafür im schlimmsten Fall alles verlieren können. Der sichere Weg reizt uns kaum, obwohl wir dafür unser erwirtschaftetes Geld kaum bis gar nicht verlieren würden. Natürlich hätten wir gerne eine Badewanne voller Geld, und niemand dürfte den Abflussstöpsel ziehen, aber irgendwann ist jedes noch so heisse Badewasser ein abgestandener Tümpel, der zu stinken beginnt. So ergeht es uns auch, wenn wir finanziell gesehen alles haben möchten, ohne etwas dafür tun zu müssen. Die Finanzen mit Sparen in den Griff bekommenBevor wir eisern sparen, sprechen wir lieber nicht über unsere finanzielle Lage. Umfragen haben ergeben, dass uns unsere Finanzen so heilig sind, dass wir lieber über unser intimes Privatleben plaudern als über unser Bankkonto. Wer viel Geld besitzt, hat Sorge, dass es weniger werden könnte, und wer wenig bis kein Geld besitzt, sorgt sich über seine Schulden, die ihn erdrücken könnten, aber im Grunde sind wir unbekümmerte Verdrängungsmeister. Ein Schuldenberater hat es oft schwer, an seine Klienten heranzutreten, weil diese ihre finanzielle Notlage verschweigen, verdrängen und ignorieren. Ein Modell, welches wirklich zum ultimativen Sparen einlädt, ist der Minimalismus. Wer sich radikal zu einem minimalistischen Lebensstil entscheidet, braucht keine Luxusgüter mehr, denn die optimierten Minimalisten kommen mit weniger als 100 Gegenständen im Leben aus. Man reduziert sein Leben auf die wichtigsten Dinge und konsumiert nichts mehr, was man nicht zum puren Überleben benötigt. Ich persönlich würde dieses Modell durchziehen, wenn es nötig wäre, denn ich lebe auch jetzt ohne grössere Leidenschaft für den Luxus, obwohl ich ihn mir manchmal leiste. Ein Arbeitsloser erzählte mir, er gönnt sich hochwertiges Essen, damit sein Geist gut funktioniert, er gönnt sich aber keinen Alltagsluxus mehr, denn darin findet man nur die kurzfristige Erfüllung, nicht das langfristige Glück. Wie bekommt man mehr Zinsen?
Jeder will sie haben, die wachsenden Zinsen, welche das Geld am Sparkonto vermehren. Und niemand will sie zahlen, die Soll-Zinsen, die negativen Zinsen, die jetzt anrollen, weil wir in Krisenzeiten leben und die Zinspolitik so geerdet ist, dass man Schulden machen darf, ohne draufzuzahlen, und dass der brave Sparer draufzahlt. Man bekommt kaum noch Zinsen für sein erspartes Geld, aber die Kredite sind so billig, dass man sich ruhig ein wenig Betongold in Form einer Anlageimmobilie oder eines Eigenheims leisten kann, denn das Geld wird zunehmend weniger wert, vor allem, wenn es ungenutzt auf dem Bankkonto liegt. Und so tendieren wir dazu, in eine falsche Richtung zu laufen, wenn Schulden belohnt werden und das Sparen bestraft wird. Diese Finanzblase wird eines Tages platzen, spätestens dann, wenn der Leitzins wieder angehoben wird und die Kredite teuer werden. Dann rennen wir in ein Desaster, weil dann viele Leute ihr Betongold wieder verlieren und kaum bis gar kein Geld mehr haben. Heute ist es oft besser, sich Sachgüter anzuschaffen, die eine Wertsteigerung beinhalten, wie beispielsweise Edelmetalle oder Rohstoffe, Gold und Designertaschen, denn sogar die Designerware kann als Anlage genutzt werden. Manche Leute kaufen Kunst ein, andere geben das Geld aus und leben, reisen, feiern intensiv. Viele Staaten denken über neue Luxussteuern, über die Besteuerung der Grosskonzerne und der Superreichen nach, und spätestens dann ist alles so teuer, dass sich der Normalverbraucher nur noch das Nötigste leisten kann. Wann dieser Zeitpunkt eintritt, ist schwer zu sagen, da man heute immer noch viel Geld in die Wirtschaft pumpt und damit für eine hohe Inflation sorgt. Dieses System ist verdammt dazu, sich eines Tages selbst aufzufressen, weil es einfach instabil ist. Der Grund, warum die Zinsen so niedrig sind, ist die auseinandertriftende Schere zwischen arm und reich. Die Armen werden obdachlos, die Reichen werden superreich, und der Staat muss immer tiefer in die Tasche greifen, um sein Sozialsystem aufrecht zu erhalten. Es drohen Staatenpleiten, und die Corona-Krise wirkt enorm nach und frisst den Staaten ein Loch ins Budget. Nur China ist im Aufwind und kauft sämtliche Weltgüter billig ein. Billig deshalb, weil China viel dafür bezahlt, während die Güter in der Restwelt so teuer werden, dass man sie sich nicht mehr leisten kann. Es ist auch eine Verknappung der Güter eingetreten, welche den Teuerungsprozess vorantreibt, und so wird auch das Betongold eines Tages unerschwinglich für den Normalverbraucher, wenn das Eigenheim nicht mehr abbezahlt oder weitergebaut werden kann. Für superreiche Anleger und Investment-Gurus wird es aber immer eine passende Immobilie geben, das ist Fakt. womöglich sind die Kapitalgüter auf der Bank eines Tages nichts mehr wert. Wer trägt die Schuld daran? Die Zinsen, das verflixte Zinssystem, der unverschämte Zinseszins und die damit einhergehende Inflation. Natürlich ist eine gewisse Inflation eine reale Botschaft der Wirtschaft an uns, denn Preise verändern sich im Laufe des Lebens, aber versteckte Inflation, zu rasch fortschreitende Inflation und eine Geldentwertung, die über Nacht auf unsere Köpfe hernieder prasselt, dies sind Dinge, die ein schwaches Herz an die Grenzen des Herzinfarktes treiben. Übrigens hatte mein Opa im Jahre 1923 und mein Vater im Jahre 1948 so einen kleinen Herzinfarkt. Beide hatten ihn jedoch überlebt, als damals die Geldentwertung übers Land zog und die braven Sparer über den nackten Tisch zog. Wissen Sie eigentlich, wie hart so ein nackter Tisch sein kann, wenn man über ihn drübergezogen wird? Wenn die Geldentwertung rasch voranschreitet, retten sich die grossen Geldgeier durch den Zugewinn an Land, Immobilien, Gold und materiellen Reserven in Form von Sachgütern. Die kleinen, brav in der Ecke sitzenden, ihr Erspartes hütenden Sparer gehen leer aus, denn sie entdecken die Geldentwertung erst, wenn es bereits zu spät ist. Manche politischen Bewegungen sind der Meinung, man sollte die Staatsverschuldung durch eine hohe Inflation senken. Dies wäre jedoch fatal, denn der kleine Sparer, der noch stolz auf seine Spardose ist, hätte das Nachsehen, und die Superreichen würde es kaum kümmern, da ihre Güter ohnehin der teuersten Luxusklasse entspringen. Noch mehr Armut wäre das Resultat, welches wir ernten würden, denn wenn die Wirtschaftsmärkte erst einmal laufen und alles superteuer wird, ist dieses Rad nicht mehr zu stoppen, und rückgängig kann man es ohnehin nicht machen, denn die Preise sind noch nie gesunken, höchstens gleichgeblieben. Selbst wenn die Nachfrage stagniert, bleibt der Preis oft hoch. Wer profitiert von einem instabilen Zinssystem? Es sind die grossen Aktionäre, der Staat selber, falls er sich über die Inflation entschulden möchte, es sind die Land- Gold- und Immobilienbesitzer, wenn der Staat nicht auch noch auf die Sachgüter zugreift. Die Schuldner sind auch Gewinner, denn die Schulden werden mit einer Inflation quasi weggeblasen. Ich ahnte es schon lange, auf Pump lebt es sich einfach prima. Der Staat hatte sich im letzten Jahrhundert bereits zweimal seiner Schulden und Geldsorgen entledigt. Das erste Mal nach dem ersten Weltkrieg, als 1923 der Apfel und das Ei im Supermarkt in astronomisch unerschwingliche Höhen stiegen. Das zweite Mal, als 1948 die Reichsmark in die D-Mark getauscht wurde, zu einem unfairen Tauschhandel. Beide Male existierten dahinter versteckte Inflationen, denn das Geld wurde für die Rüstungsindustrie zum offenen Fenster hinausgeworfen. Übrigens kann ein offenes Fenster schnell zu einer winterlichen Erkältung führen, speziell, wenn man versucht, Krieg gegen Russland zu führen. Gibt es das Wort der Inflation denn auch als Mehrzahl? Inflationen? Wenn man sich die heutige Wirtschaft, die instabile Finanzlage mit all ihren künstlich an der Börse erzeugten Krisen anschaut, so könnte man durchaus von mehreren, schleichenden Inflationen sprechen. Es gewinnen einige wenige, grosse Aktionäre und Börsengurus, und sie gewinnen auf Kosten der sparintensiven Bürger. Jetzt möchte ich jedoch dazu sagen, dass ich die Finger von Lehmann Brother Aktien liess, denn ich verstand das System dahinter nicht. So uncool, so dumm war ich. Als ich begriff, dass die coolen Sparer und noch cooleren Banker dieses System auch nicht verstanden, fühlte ich mich irgendwie ein wenig klüger, denn wenigstens in diesen Fettnapf bin ich nicht hineingetreten. Das Zinssystem - ein Übel oder ein Muss?Banken vergeben Kredite, damit man sich grössere Anschaffungen leisten kann, die man sich eigentlich kaum leisten kann. Banken verlangen für dieses geliehene Geld Zinsen. Diese Zinsen werden wiederum verzinst, sodass sich das Ganze im Laufe der Zeit potenziert. Im Grunde ist dies ja ein gutes Geschäft, beide profitieren davon, aber nur so lange, wie der Schuldner sein Geld rasch zurückzahlen kann und die Bank die Zinsen stabil hält. Jetzt sah die Realität jedoch folgend aus: Die Banken verliehen Geld an Leute, die kaum bis gar nicht auf ihre Bonität geprüft wurden. Die Leute lebten in Villen, welche eigentlich der Bank gehörten, weil sie die Schulden kaum tilgen konnten. Die Blase platzte. Banken verliehen untereinander Geld und wurden immer skeptischer, weil eine Bank nach der anderen Pleite ging. Dazu kamen die Spekulationen an der Börse. Wenn man auf den Bankrott einer ganzen Bank, einzelner Immobilien, ganzer Staaten wettet, wenn Ratingagenturen ihr hartes Urteil bilden , aber vollkommen versagen, wenn es ums Ganze geht, dann verdienen einige Aktionäre viel, während die reale Wirtschaft leer ausgeht, da kein Geld mehr für Konsumgüter da ist. Ich habe mich immer schon gewundert, wie das Geheimnis, dass sich ein arbeitsloses, herumliegendes Geld auf der Bank vermehrt, funktionieren kann. Es sind die Zinsen, die das Geld kaputt machen, denn irgendwann platzt jede Blase, wenn man andauernd Luft hinein pumpt. Wenn mein Geld faul in der Sonne liegt und sich urlaubsbedingt auf der Bank befindet, profitiere ich von Zinsen. Coole Leute dachten sich, sie geben ihr Geld gleich zu der Bank, die ihnen die höchsten Zinsen bietet. Es begann ein Wettkampf um die Kunden. Ich wunderte mich immer schon darüber, woher die Banken das Geld für die hohe Verzinsung der Spareinlagen, der Festgeldkonten und Co nahmen. So uncool wie ich war, suchte ich mir nicht diese ausländische Bank aus, welche mir hohe Zinsen versprach, sondern meine kleine Sparkasse um die Ecke, denn dort kannte ich den netten Banker, der wiederum mich kannte und wusste, dass er gefährlich leben würde, wenn er mir unsichere Geschäfte unter die Nase halten würde. Immerhin, ich habe aus lauter Uncoolness mein Geld nicht verloren. Das Zinseszins System funktioniert ja nur dort, wo es eingesetzt wird, und so kann es nur dort wüten und Verwüstung hinterlassen. Aus religiösen Gründen sind in einigen Staaten diese Zinseszins Methoden nicht erlaubt. Dort hält man sich an den Goldreserven fest, denn eigentlich sollte unser Geldsystem auf den Goldreserven aufgebaut sein. Die USA hingegen druckt unbekümmert neues Geld, wenn die Staatsverschuldung unaufhaltsam näherrückt. Und so werden in den USA manchmal die Staatsbediensteten in Zwangsurlaub geschickt, weil ihre Löhne und Gehälter nicht bezahlt werden können. Bitte, wenn ich Urlaub habe, mir jedoch kein pink-türkises Kostüm kaufen kann, da ich kein Geld dafür habe, wird der ganze Urlaub zum unbespassten Zwang, quasi ein Zwangsurlaub. Sind wir nicht alle mehr oder weniger vom wirtschaftlichen Treiben der USA abhängig? Wenn die EZB die Zinsen senktDie Europäische Zentralbank, der Punkt auf dem langen i, der Hebel aller Zinsen, nimmt Zinssenkungen vor, wenn die Banken nahe dem Abgrund stehen und mit den Köpfen in eine tiefe Bodenlosigkeit blicken. Warum macht sie das? Wahrlich, sie verfolgt ein ehrenwertes Ziel, die Rettung der Banken. Was nimmt sie dafür in Kauf? Wahrlich, auch ein ehrenwertes Ziel, eine drohende Deflation, eine drohend näherrückende Instabilität der Wirtschaft. Es werden sogar Stimmen laut, die behaupten, wenn die EZB die Zinsen zu stark senkt, verlieren wir viel zu viel Geld, welches die Wirtschaft dringend nötig hätte. Es ist riskant, eine Zinssenkung auf richtig niedrigem Niveau lange Zeit aufrecht zu erhalten. Was antwortet die EZB darauf? Irgendwo her muss die Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder doch kommen. Und was antworte ich als Neutron, als Träger einer grausam zugespitzten Zunge darauf: Irgendwo her müssen doch die Gelder für die Managergehälter, für die Golden Handshakes, für die Aktiengeschäfte und Verluste an der Börse kommen. Ich wusste es, ich bin frech. Womöglich wird mir meine Frechheit eines Tages zum Verhängnis, an dem Tag, an dem mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpft. Wie kann mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpfen? Na, ich könnte es ausgeben. Da ich im Moment Kostüme und Hosenanzüge in beinahe allen Farben besitze, habe ich keinen Grund, Geld auszugeben. Wenn ich allerdings einem gelben Kostüm, edel verarbeitet, schick und feminin, begegne, komme ich dem Ziel der Geldvernichtung schon näher. Lieber Besucher, falls Sie ein gelbes, edel aussehendes Kostüm mit richtig weiblichem Minirock sehen, Sie kennen ja meine Postanschrift, ich erwarte Ihr Paket. Ich könnte das Geld auf meinem Bankkonto verringern, wenn ich weniger Zinsen als Null bekommen würde. Wenn die EZB ihre Zinssenkung gegen Null ausbreiten würde, hätten wir im äussersten Notfall auf den Banken Minuszinsen. Wir müssten für die artgerechte Lagerung unserer Einlagen bezahlen. Bitte, dann hat sich die Sache mit dem gelben Kostüm erledigt, denn dann habe ich das Geld nicht mehr dafür. Bitte schicken Sie mir zeitnah mein gelbes Kostüm zu, denn es geht auch um Ihr Geld. Ich mag es kaum glauben, aber es gibt immer noch Menschen, die behaupten ernsthaft, was die EZB macht, geht sie nichts an, denn es betrifft sie nicht. Gut, wenn diese Leute ihr hart erwirtschaftetes Geld unter der hauseigenen Matratze lagern, geht sie das EZB Tatü Tata wirklich kaum etwas an, denn dann müssen sie lediglich gegen die schleichende Inflation kämpfen, die uns alle am Kragen packt. Ich sehe schon, es führt kein Weg am gelben Kostüm vorbei. Was sagen die Kritiker zur Zinssenkung der EZB? Die Sache mit der riskanten Angelegenheit hätten wir bereits erwähnt, so riskant, dass man es nur in einem richtig gelben Kostüm ertragen kann. Eine weitere Sache wäre die schnellere Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Co. Ich ahnte es, man findet überall Vorteile, wenn man gezielt danach sucht. Aber wie ergeht es den wirtschaftlich stabilen Ländern in dieser Zeit? Sie leiden, denn das Geld auf deren Bankkonten schwindet in unsichtbare Töpfe, die Kaufkraft schwindet, die Konsumlust auch, denn wenn das Geld auf der Bank bloss durch sein pures Umherlümmeln, durch sein ruhiges Herumliegen weniger wird, hat selbst das Geld keine Lust mehr, sich zu bewegen, ausgegeben zu werden. Die starke Zinssenkung der EZB wird zu Lasten der normalen Bürger, der braven Sparer durchgeführt. Sie geht auf Kosten der Sparer einen Weg, der auf lange Sicht nicht gesund ist. Ich finde, es ist besser, die Ursache einer Krankheit zu erkennen, als die Krankheit immer wieder neu mit Medikamenten zu behandeln. Ein Diabetiker wird auch keinen effektiven Erfolg verzeichnen können, wenn er brav sein Insulin spritzt und nachher drei Topfengulatschen, halt, ich meinte natürlich drei Quarktaschen verzehrt. Wenn die Sparer leiden, leidet die Wirtschaft mit ihnen mit, denn die beiden leben in einer Art Symbiose miteinander. Eine Zecke kann ohne ihren Wirt auch nicht existieren, und der Wirt geht eines Tages kaputt, wenn die Zecke in der Nahrungskette fehlt. Denkt sich die Natur eigentlich etwas bei all ihrem Tun und Handeln? Kennen Sie die Aale? Wie gut sind Ratingagenturen?Wie gut sind Ratingagenturen? Sie bieten zwar ein gewisses Sicherheitsgefühl, wenn es darum geht, Staaten aufzuwerten oder abzustufen, aber sie können ganze Staaten in die Pleite jagen, ganze Finanz- und Wirtschaftskrisen auslösen, und oft sind sie nicht transparent genug. Es spielen viele Interessen zusammen, und am Ende erkennt man, dass es nicht immer die besten Staaten, Institutionen und Unternehmen sind, welche ein gutes bis sehr gutes Rating erhalten. Beeinflussen die Ratingagenturen unsere Wirtschaft? Wahrlich, welcher üppig ausgestattete Rater sagte damals eigentlich, dass die Griechen kein Geld mehr haben? Bitte, die Griechen besitzen mehr Geld unter der Matratze, als die Matratze Federkerne besitzt, nur Griechenland ist fast pleite. Und seit wann besitzt ein Stück Land Papiergeld? Ratingagenturen handeln nicht immer verweichlicht und zurückhaltend, denn es stehen Aktionäre hinter jedem Produkt, die bedient und befriedigt werden wollen. Sehen Sie Griechenland als Produkt an, kaufen Sie Griechenland Aktien, aber machen Sie mich nachher nicht für Ihre hochspekulative Entscheidung, Fehlinvestition verantwortlich, falls das Modell scheitern sollte. Halten Sie auch schon Ihre niedlichen, kleinen Aktien in den Händen und verfolgen mit zitternden Fingern mit, wie die Ratingagenturen die verschiedenen Firmen und Länder bewerten? Im Grunde ist es ja bloss eine Empfehlung, die abgegeben wird, nur zu schade, dass genau diese Empfehlung von Experten weitergegeben wird, Experten, denen wir Glauben schenken. Die Aktionäre reagieren da äusserst sensibel, als hätte man ihnen die Geldscheine unbemerkt aus der hinteren Hosentasche gezogen. Aktionäre sind schnell sauer und reagieren wie offene, abgestandene Milch, wenn die Kurse sich demütig dem Boden zuneigen und bescheiden, ja geradezu genügsam eine Subterrane Wohnung im Keller bewohnen. Und deshalb müssen die Aktionäre bei Laune gehalten werden. Wenn nun eine Ratingagentur auf die Idee kommt, beispielsweise Griechenland mit einer schlechten Note zu bestrafen, dann wirkt sich die Strafe gleich wie ein Lauffeuer auf andere Länder aus. Wie kommen die bloss auf die Idee, Griechenland derart herabzustufen in seiner bescheidenen Kreditwürdigkeit, sodass den Griechen die Lust aufs Leben und dem Land die politisch angehauchte Wirtschaftslage über den Kopf wächst? Komisch, als ich vor 10 Jahren in Griechenland Urlaub machte, konnte ich schwören, dass die Welt dort unten im Süden noch in Ordnung war. Stellen Sie sich vor, eine Ratingagentur stuft Deutschland derart herab, sodass den Deutschen die Kauflaune in den finanziellen Keller rutscht. Die Österreicher würden es womöglich gar nicht bemerken, wenn sie herabgestuft würden, denn in Österreich gilt der Leitsatz: Das kriegen wir schon irgendwie hin. Dieser Satz hat Tradition, auch wenn man noch keine Ahnung hat, wie das genannte "Irgendwie" in den Griff zu bekommen ist. Liebe Besucher, eine Empfehlung von oberster Stelle kann unsere heile Welt ganz schön durcheinander bringen, sodass manchen Menschen der Kopf einmal um die eigene Achse gedreht wird und die Nackenmuskulatur schmerzt. Manchmal reagieren Ratingagenturen merkwürdig. Im Falle der womöglich längst vergessenen Lehman Brothers Pleite haben sie den Jahrhundertschlaf gehalten, weil es im Finanzbett so warm und gemütlich war. Bestimmt hatten die damals Bettdecken aus reinen Geldscheinen gefertigt, denn nirgends liegt man so schön wie auf Geld und Gold. Dafür reagierten die Ratingagenturen im Fall Griechenland und Irland zügig, fast schon zu zügig. Wenn man einmal verschläft, stellt man sich ab diesem Zeitpunkt zwei bis drei Wecker auf Alarmbereitschaft, denn zweimal zu verschlafen wirft einfach kein gutes Bild auf eine seriöse Persönlichkeit wie eine Ratingagentur sie zu sein scheint. Kann sich nicht auch ein Profi einmal irren? Im Falle Griechenlands hätten die vielleicht warten können, bis die hilferufenden finanziell angehauchten Spendenpakete der europäischen Restregierungen eintreffen. Spendenpakete? Sie wissen doch, im Aktiengeschäft und bei Länderpleiten weiss man nie, wann und ob man sein Geld je wieder sieht, es sei denn, man hat Glück und darf ernten, was man einst gesät hat. Manchmal trifft eben auch der Regen ein, wenn der Bauer noch mitten in der Feldarbeit mit dem Heuwagen unterwegs ist. Und ein anderes Mal stehen die Scheunentore so weit offen, dass es der Bauer noch rechtzeitig ins Trockene schafft. Wie meistert man die Finanzkrise?
Mit erdrückendem Erstaunen verfolge ich seit Jahren das rege Treiben der Banken, eine Bankenkrise nach der anderen, so drastisch, dass die Rettungsschirme fast zu klein sind, um die Banken ins Trockene zu geleiten. Bitte, was soll man machen, wenn man vom Regen in die Traufe kommt und einem das Wasser in die Schuhe hinein rinnt. Da hilft auch kein Waldbrand mehr, denn so hohes Wasser kann mit keinem Feuer der Welt gelöscht werden. Wenn Banken kurz vor der Pleite stehen, geben sie ja bekanntlich noch einmal richtig Gas, denn das letzte Geld, welches einer Pleitebank in den Hintern geschoben wird, muss noch schnell ordentlich verbucht werden. Die Vorstände müssen ja noch standesgemäss ausbezahlt werden. Können Sie sich noch dunkel an die Lehman Brothers Pleite erinnern? Eine Bank mit Niveau, so eine grosse Bank geht nicht bankrott, sie geht höchstens wegen Grössenwahn in die Geschichte der Banken ein, dachten sich die Anleger und kauften fleissig ihre Lehman Brothers Aktien. Ich habe dieses Aktienmodell nie verstanden, und da ich wie ein Bauer bin und nichts esse, was ich nicht vorab geprüft habe oder bereits kenne, verzichtete ich auf Lehman Brothers Anleihen. Mein Bankberater verstand dieses Modell auch nicht, musste es aber trotzdem seinen Kunden verkaufen, weil es im Trend lag, weil es seinen Job sicherte und es gerne genommen wurde. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, warum normale Bürger, die sonst auf solide Modelle wie Sparbücher setzen, ihr Geld in solche Trendanleihen steckten. Wahrlich, der Gier-Geier raubt einem den gesamten Menschenverstand. Bevor die Lehman Brothers Pleite bekannt wurde, bekam die Bank noch ein hübsches Sümmchen Geld überwiesen, von welchem bis heute jede Spur fehlt. Es ist in den finanziellen Tiefen, im Sumpf der Insolvenzabwicklung verschwunden. Im Grunde kann eine Bank nicht bankrott gehen. Lehman Brothers ist ja das beste Beispiel dafür, wie es funktioniert. Übrigens sind die Verantwortlichen kaum zur Kasse gebeten worden, denn die Verträge sahen so rosig aus, dass jeder Manager mit einem goldenen Handshake verabschiedet wurde, bevor die Bankenpleite dezent abgewickelt wurde. Erst im Nachhinein forderten tausende Geschädigte ihr Geld zurück, wobei heute noch vereinzelte Prozesse am Laufen sind. Eine Oma, die ihre Ersparnisse in Lehman Brothers Anleihen gesteckt hatte, ohne von der Materie etwas zu verstehen, verstarb neulich. Diese Kausa hat sich sozusagen auch erledigt. Heute werden Banken gerettet, auch wenn sie noch so tiefgreifend pleite sind. Ganze Staaten werden gerettet, weil man Angst davor hat, dass die Krise die Menschheit auffrisst. Ich habe mir einmal bildlich vorgestellt, wie es wohl wäre, einzelne Banken pleite gehen zu lassen. Die natürliche Bereinigung der Finanzwelt würde damit angekurbelt werden, aber unsere wohlhabende Gesellschaft wäre ruiniert. Lassen wir beispielsweise einmal die Investmentbanken pleite gehen, anstatt sie staatlich mit hart verdienten Steuergeldern zu retten. Die Creme de la Creme wäre not amused darüber, denn sämtliche Steuersparmodelle, die am Finanzamt vorbeigeschmuggelt werden, würden im Nirvana versinken. Es ist mir ein Rätsel, warum Steuersünder mit Pauschalbeträgen geschont werden, warum der Steuerzahler für Investmentbanken zahlen muss, damit Reiche noch Reicher werden, aber es ist mir ja auch ein Rätsel, warum die Erde rund und keine Scheibe ist, denn die Australier stehen quasi am Kopf. Ach, irgendwie steht die gesamte Bankenwelt am Kopf, wenn man sich die goldenen Handshakes der Bankenvorstände ansieht. Macht einer Mist, wird er dafür gut bezahlt. Es existieren ja zahlreiche Modelle, um Banken zu retten. Erinnern wir uns nur an die Bad Bank, eine virtuelle Institution, die sämtliche Kredite und Antigelder in sich beherbergt, die sonst nirgends fruchten. Auf der anderen Seite ändern wir jedoch das System nicht, weil die Reichen der Reichen dagegen sind. Faule Kredite werden weiterhin vergeben, man darf nach wie vor auf Pleiten spekulieren und darauf wetten, dass ganze Staaten bankrott gehen. Bitte, was ist das für ein System? Andererseits ist illegales Glücksspiel strafbar, nur wenn genügend Geld fliesst, ist es wieder erlaubt. Voila, die Bankenwelt steht am Kopf. Ist Deutschland pleite?Im deutschen Finanzhaushalt hat eine Maus so lange am Käse genagt, dass ein tiefes Loch hinterlassen wurde. 60 Milliarden Euro braucht der Staat, um wieder auf die geschundenen Beine zu kommen. Man überlegt, das Bürgergeld zu minimieren, die Sozialleistungen zu kürzen, die Energiewende hinauszuzögern, die Schuldenbremse zu stoppen, oder den Energiepreisen ohne Preisdeckel wieder freien Lauf zu lassen. Corona und Krieg haben sichtbare Spuren hinterlassen, und ich frage mich, warum stoppt man nicht den Krieg, das würde das Finanzloch schmälern, es würde mehr Menschen das Leben schenken, es würde für mehr Frieden sorgen und die Wirtschaft ankurbeln. Wenn man ständig von Sicherheit, Aufrüstung und Rüstungsaktien spricht, hilft dies nur wenigen Millionären, die vom Krieg profitieren. Wenn man jedoch das Bürgergeld kürzt, schadet es genau den Armen unter den Ärmsten, und das macht das Volk so wütend, dass es bei den nächsten Wahlen emotional reagiert und unbrauchbare Parteien wählt, die noch mehr Schaden anrichten könnten, wobei ich derzeit nicht weiss, wie man es anstellt, noch mehr Schaden anzurichten. Fakt ist, es wird wieder gespart, denn das Finanzloch ist wie der wunde Punkt, der Deutschland seelisch so in die Knie zwingt, dass die Deutschen sogar gegen Österreich und die Türkei im Fussball verlieren. Ich könnte schwören, zum ersten Mal bin ich glücklich, in Österreich zu leben, denn wir streiten uns nur um kleine Plaudereien, die unaufgefordert auf Band aufgenommen werden, um grosse Skandale auszulösen, über die man sich medial, politisch und ethisch streiten kann. Die Credit Suisse ist pleite, aber keine PanikDie Credit Suisse, eine der systemrelevanten Banken, von denen es derzeit 30 weltweit gibt, ist durch ungünstige Turbulenzen in die unerhoffte Krise geraten und wurde von der UBS aufgekauft. Für 3 Milliarden ging der Deal über die Bühne, und die Schweizer Nationalbank unterstützt im Falle des Falles das Megainstitut mit 100 000 Milliarden Schweizer Franken, quasi mit dem doppelten Staatshaushalt. Bitte, die Schweiz ist klein, auch wenn sie in Sachen des verliebten Geldes gross dasteht. In Europa beruhigt man den kleinen Sparer mit den Worten, die Banken seien sicher, und in den USA kämpfen währenddessen weitere systemrelevante Bankinstitute ums Überleben. Trotzdem rate ich von einem Geldabzug aus den Banken ab, denn es kann nicht die Lösung sein, die Konten zu leeren und das ersparte Geld unter der Matratze zu lagern. Natürlich sind Banken in erster Linie dazu da, um wie eine Art Geldtresor und Geldtransfer dem Bürger zu dienen, aber sie müssen auch Kredite vergeben, Geld verdienen und funktionsfähig bleiben. Hier verspekuliert man sich des öfteren, was meiner Meinung nach an zu laschen Sicherheitsmassnahmen liegt. Wenn die Bankenaufsicht versagt, feiern die Banker Champagnerpartys, sobald ein Big Deal über die Bühne geht. Wenn der Big Deal jedoch platzt, bekommen die Bankenvorstände den obligatorischen Goldenen Handshake, Unsummen an Geldern, bevor sie sich verabschieden. Und auch die Credit Suisse zahlte Boni aus, als sie längst pleite war. Hier ist das Vertrauen endgültig gescheitert, denn bei so viel Misswirtschaft kann man nicht mehr blauäugig zuschauen und den Dingen am Kapitalmarkt freien Lauf lassen, in der Hoffnung, der Markt möge sich bereinigen und erholen. Ich glaube, irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht, dann gehen Banken dieser Dimensionen wirklich pleite, werden von den Staaten nicht mehr aufgefangen, und spätestens dann bleiben wenigstens die Staaten gesund und die Aktionäre gehen pleite. Wenn überdimensionale Hilfspakete für hoch spekulative Bankinstitute geschnürt, und staatliche Rettungsschirme aufgespannt werden, sieht die Sache für den Normalverbraucher folgend aus: Er darf mit weniger sozialen Hilfen rechnen, wird ein wenig ärmer, weil Märkte empfindlich reagieren, und er kann irgendwann seinen Staat vergessen, weil der Staat pleite ist. Wenn jedoch der Aktionär pleite geht, ist dies für ihn bloss ein in Zahlen gepresster Nervenkitzel, denn das erwirtschaftete Geld hätte er wahrscheinlich nicht gebraucht. Studien belegen, dass die Leute, wenn sie Millionen und Milliarden an Geld besitzen, immer mehr wollen, weil das Ego diesen Kick braucht, während sich andere Leute das tägliche Essen nicht mehr leisten können. Aktien werden nämlich immer auf dem Rücken der Allgemeinheit, aufgrund des Profits gehandelt. Das sollte man wissen, wenn man die ethischen Hintergründe berücksichtigt, falls man in Aktien investiert.
|
![]() |
|