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Was ist Politik?

PolitikPolitik ist Macht, denn ein Politiker geniesst das Ansehen des Volkes, wenn er seinen Job gut macht. Sie ist jedoch auch Ohnmacht, wenn man Entscheidungen treffen muss, welche derart polarisieren, dass ein Teil der Gesellschaft darunter leidet, während der andere Teil von den Entscheidungen profitiert, und wieder ein Teil denkt, die Beschlüsse könnten noch tiefgreifender sein. Solche Verhältnisse konnten wir während der Corona-Krise beobachten.

Politik ist Meinungsbildung, denn die Parteien sind rechts, links, mittig, konservativ, kreativ, demokratisch oder populistisch geprägt. Und so kann man auch die Wähler in eine bestimmte Richtung hin beeinflussen, wenn man es als Politiker schlau anstellt.

Politik ist Wirtschaft, denn man achtet darauf, dass ein Staat gut geführt und bewirtschaftet wird. Die Politik muss nämlich die Rahmenbedingungen für ein geordnetets Leben schaffen, damit die Bürger zufrieden sind und es keine Konflikte gibt. Und die Politik ist auch Recht und Gerechtigkeit, denn es müssen die nötigen Gesetze erlassen werden, damit ein Staat gut funktioniert. Bitte, hier arbeiten leider auch die Lobbyisten mit, die ihren Einfluss geltend machen wollen.

Die Politik ist so gut oder so schlecht, wie die jeweiligen Politiker eines Landes eben sind, und diese werden vom Volk gewählt, wenn es eine Demokratie ist. Ein Politiker sollte in der Sprache des Volkes sprechen, nicht bestechlich sein und das Wohl der Allgemeinheit im Auge behalten. Vielleicht wird so ein Politiker einmal erfunden. Wie gut die Politik eines Landes ist, spürt man ohnehin erst in einer Krise, wenn das Volk hungert, nach Freiheit schreit oder stirbt. Und genau hier muss man sich oftmals für eine Variante entscheiden, wenn sämtliche Kompromisse scheitern.

Wie gut ist die China Politik?

Was ist China Politik, wie funktioniert sie, und wie gut ist sie? Es ist der Kommunismus in seinen besten Zeiten, der chinesische Präsident ist ein Diktator auf Lebenszeit, und das Volk jubelt ihm zu, himmelt ihn an und gehorcht ihm aufs Wort. Es ist ein Staat, der auf volle Überwachung setzt, und damit dies gelingt, werden die neuesten Technologien hierfür verwendet, social Credits gesammelt und schlimme, ungehorsame Bürger bestraft, sozial isoliert und finanziell benachteiligt. Die braven, anpassungsfähigen Bürger werden mit guten Punkten belohnt und geniessen staatlich verordnete Vorteile in Dingen der Wohnungssuche, Jobsuche, Partnerwahl und sozialen Integration. Bitte, wenn es die Mehrheit der Bürger nicht anders will, ist es in Ordnung, nur wir Europäer könnten uns nicht vorstellen, in so einem System zu leben.

In China herrscht ein politisches Klima, welches wir uns nicht annähernd wünschen und schon gar nicht vorstellen möchten. Der einzelne Mensch unterwirft sich dem Kollektiv, man wird für seine guten Taten, für Anständigkeit, Anpassungsfähigkeit, Teamgeist, Unterwerfung und striktem Gehorsam belohnt, und man wird für Aufmüpfigkeit, Ungehorsam und Freiheitsliebe bestraft. Hierfür wird ein sogenanntes Punktesystem verwendet, welches die Bürger in brave und in weniger brave Leute einteilt. Die braven, fleissigen, anpassungsfähigen Bürger bekommen mehr Rechte, Begünstigungen in Dingen wie Immobilienkauf, Bildungschancen und Geldangelegenheiten, und sie dürfen am sozialen Leben teilnehmen. Die schlimmen Bürger werden ausgegrenzt, sozial isoliert und direkt seelisch gequält, gedehmütigt und finanziell benachteiligt, aber keine Panik, man hat jederzeit die Chance, gute Punkte zu sammeln, wenn man sich anpasst.

Das chinesische System baut auf eine vollständige, lückenlos nachverfolgbare Überwachungsstruktur, die mit Hilfe von Apps und Smartphones gelingt. Wer ohne sein Smartphone aus dem Haus geht, kommt nicht weit. Und wer gegen irgend eine Regel verstösst, bekommt social Credits abgezogen. Wer viele social Credits, sogenannte gute Punkte besitzt, hat sogar die Chance, eine schöne Wohnung in Peking zu bekommen, wo allgemein eine hohe Wohnungsnot herrscht. Voila, der Staat weiss und sieht alles, BigBrother is watching you und passt auf dich auf, denn er wirft ein Adlerauge auf seine Bürger.

Der Grossteil, also die überwiegende Mehrheit der Chinesen lebt ganz gut in diesem System, hinterfragt es nicht, erntet wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Erfolg, und das Volk ist glüklich mit seinem Präsidenten, der sich übrigens auf Lebenszeit hat wählen lassen, solange der Staat gut läuft. Nur eine kleine Minderheit der Chinesen liebt die Freiheit mehr als den sicheren Erfolg, und genau diese Bürger lehnen sich gegen den Staat auf, werden ausgegrenzt und stehen vor hohen Mauern, wenn es daraum geht, sich sozial in die Gemeinschaft zu integrieren. Und genau hier wäre der typische Westeuropäer geboren, denn er liebt seine Freiheit, äussert seine freie Meinung, geht demonstrieren, wenn ihm etwas nicht passt, und er wird trotzdem geliebt, während sich der brave, anständige Chinese nicht traut, ein einziges Wort gegen den Staat zu richten, ohne gerichtet zu werden.

Die Wirtschaftspolitik in China

China lebt seit Ewigkeiten im Kommunismus, und das kommunistische System lässt grüssen. Nicht immer muss der Kommunismus schlecht sein, und so strebt China die Vorherrschaft in der Weltwirtschaft an, was mit der Seidenstrasse gelingen sollte. Fer Handel muss blühen, Exporte und Importe müssen das Land reich und mächtig machen, und die Bürger müssen ein spürbares Wirtschaftswachstum erfahren, sonst wird der Präsident, der auf Lebenszeit regiert, schnell wieder abgewählt.

Im Kommunismus hinterfragt man ständig die Marktwirtschaft, insbesondere den Kapitalismus, und so werden Firmen, Konzerne und Grossunternehmen schnell in die Schranken gewiesen, wenn sie zu übermächtig werden. Das soll das soziale Gleichgewicht erhalten, die Schere zwischen Arm und Reich nicht zu stark auseinanderklaffen lassen, damit keine sozialen Unruhen entstehen. Immer wieder verschwinden mächtige Big-Player von der öffentlichen Bildfläche, wenn sie zu geldgierig, zu gross, zu überdimensional machtvoll werden. Bitte, wo viel Licht ist, da herrscht auch viel Schatten. Und so ist die Plattform Alibaba, eine der grössten Handelsplattformen der Welt, einfach ein wenig geschröpft worden, als sie zu mächtig wurde.

Die Energiepolitik in China

China setzt auf grosse Atomkraftwerke, kauft Energie aus Russland ein, lechzt nach noch grösseren Energiereserven und baut darauf, dass dem Staat der Strom nie ausgehen möge. Die Chinesen lieben technische Spielereien, brauchen also viel Strom, verbrauchen noch mehr Energie als die Europäer, und sie werden nicht gesättigt. Atomenergie ist sozusagen in China eine grasgrüne Energie, die funktioniert, finanziell leistbar ist und das Volk nährt. Wir Europäer steigen zunehmend aus der Atomenergie aus, leiden unter Energieknappheit und hohen Strompreisen, während die Chinesen ohne mit der Wimper zu zucken die Umwelt belasten und fröhlich ihr 24-Stunden Dauerlicht anmachen. Bitte, das ist zwar unfair, aber wir wollen es so, denn wir streben eine klimafreundliche Politik an, während wir uns die billigen Klamotten aus China importieren, weil das Glitzerkleid so schön funkelt. Wenn wir auf sämtliche Waren aus China verzichten würden, wären wir arm dran, aber daran denkt auch niemand von uns.

China ändert seine Corona Politik

Es ist soweit, die Chinesen versinken in wirtschaftlichen und finanziellen Nöten, gehen auf die Strasse, protestieren, und somit ist die Macht des derzeitigen Präsidenten, böse Zungen nennen ihn auch liebevoll Diktator, in Gefahr. Chinas Präsident Xi Jinping besitzt ein sattes Ego und will nicht abdanken müssen, da er sich vom Volk die Allmacht geben liess, auf Lebenszeit regieren zu dürfen. Er verfolgte bis jetzt eine Null Corona Strategie, welche wenigstens in seinem Land die Pandemie ausrotten sollte. Nun ist China wirtschaftlich, finanziell, kulturell und gesellschaftlich eng mit der Restwelt verbunden, was leider zur Folge hat, dass Leute aus dem Land ausreisen, wiederkommen, und fremde Leute ins Land einreisen, dort verweilen und es wieder artgerecht verlassen. Da man jedoch nicht jeden Handelsreisenden über viele Tage hinweg beobachtend einsperren kann, um zu schauen, ob Corona in ihm schlummert, hatte sich die Erkrankung immer wieder in China breit gemacht.

Die wirtschaftlichen Folgen sind fatal, denn es mangelt inzwischen an allen Gütern, welche wir bis vor kurzem als selbstverständlich in unserem Alltag verankert haben. Medizinische Geräte, Lebensmittel, Arzneimittel, Kleidung, Technikprodukte, weisse Ware, nicht einmal auf Amazon kann man diese Produkte noch sorglos bestellen, da Engpässe dafür sorgen, dass wir uns bald in einer ausartenden Weltwirtschaftskrise befinden könnten, die eine Deflation zur Folge hat. Das Wenige, welches sich noch am Weltmarkt tummelt, ist sauteuer, und die Verarmung des Mittelstandes schreitet voran, nicht nur bei uns, auch in China. Die gerade erst an Reichtum gewöhnten Chinesen lassen sich das nicht bieten, und deshalb öffnet Xi Jinping jetzt die wirtschaftlichen Pforten und lässt sein Volk wieder produktiv leben. Ich finde diesen Schritt nicht schlecht, denn Menschen sind von Natur aus Herdentiere auf zwei Beinen, die sich gegenseitig brauchen, falls sie sich gut riechen können. Wenn man uns über lang bis länger einsperrt, werden wir krank, und dann ist Corona das kleinste Problem. Immerhin, jetzt kann ich wenigstens den pinken Fiffi, den ich seit einiger Zeit auf Amazon vermisse, bestellen, auch wenn ich in einem Kunstpelzmantel aussehe wie ein gerupftes Huhn.

Wie wird man ein erfolgreicher Politiker?

Politik und Bier beherrschen die WeltWie wird man ein erfolgreicher Politiker? Diplomatisches Geschick, gepaart mit Menschenliebe, Freude am Dienen, Lust am Gestalten eines Landes, eine gute Rethorik, eine optimale Ausstrahlung, das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um ein Politiker der Elite zu werden. Und wenn wir uns heute so manch einen gelungenen Fang anschauen, so sehen wir Machtgier, Engstirnigkeit, Populismus und Geldgier, Korruption und Verschleierung, aber genau diese Politiker besitzen das nötige Charisma, um ganze Menschenscharen an sich zu ketten. Manche Politiker kaufen sich die Welt, sodass man sich in mühsamen Korruptionsausschüssen damit befassen muss. Und dann kommen wieder vereinzelt excellente Politiker, die uns Frieden, Wohlstand und ein geregeltes Dach überm Kopf bescheren. Angela Merkel, die Mutter der Nation, war meiner Meinung nach so ein politisches Wunder, denn sie hat Europa gestaltet und nicht nur verwaltet.

Ein guter Politiker ist diplomatisch, charmant, charismatisch, und er weiss, was das Volk will. Er ist korrekt, lügt nicht, und er tritt zurück, wenn er einen Fehler gemacht hat. Ein erfolgreicher Politiker weiss, was er will, ist für seine Partei da, färbt vieles um, und er manipuliert die Menschen so, dass sie seine wirtschaftlichen Erfolge als Gemeinwohl wahrnehmen. Ein schlechter Politiker sagt, was er denkt, handelt undiplomatisch, ist populistisch bis aggressiv, aber er kann auf seine Stammwähler zählen, denn sie lieben ihn wie einen Guru.

Und dann gibt es Politiker, die käuflich sind. Wie hoch muss die entgeltliche Summe ausfallen, um einen Politiker einer anderen Partei für seine eigene Partei zu gewinnen? Ab 500 000 Euro beginnt es, denn für eine halbe Million Euro kann man schon durchaus eine andere Meinung öffentlich vertreten. Oder? Ob diese Summen wirklich gezahlt wurden, das weiss wahrscheinlich nur der Politiker, der das Geld erhalten hat. Es kann natürlich auch sein, dass solche Gelder nie geflossen sind und nur behauptet wurde, dass man Politiker einkaufen kann wie warme Semmeln.

Man stellt sich die Frage, warum Politiker plötzlich in eine andere, ziemlich gegensätzliche Partei flüchten, oder einfach nur wechseln? Es ist die Unzufriedenheit in der eigenen Partei, wenn sich das Parteikonzept ändert, und dies kann im Laufe von Jahren schon einmal passieren. Es ist die innere Überzeugung, dass eine andere Partei die Interessen besser vertritt, und dies kann im Laufe eines wachsenden Lebens auch vorkommen. Aber es kann auch das angebotene Geld sein, welches man bekommt, wenn man wechselt. Es kann auch die Gier nach Anerkennung und neuen Aufstiegsmöglichkeiten sein, wenn man sich in der derzeitigen Partei nicht gehört und nicht gesehen fühlt. Manche Politiker wechseln aus Frust, oder weil sie sich umorientieren wollen.

Wenn ein Politiker die Meinung vertritt, dass die Wirtschaft alleine alles regelt, dass man keine Sozialsysteme benötigt, dass der Kapitalismus zu mehr Wohlstand für alle führt, dann sollte er sich für die USA entscheiden. In den USA erntet man in vielen öffentlichen Schulbussen Wanzen und Ungeziefer, während man für den privaten Schulbus Geld bezahlt. Das Rentensystem ist grösstenteils privat, die Krankenversicherung steht grösstenteils auf privaten Füssen, hoffentlich auf gesunden Füssen, denn wer krank ist, muss zahlen, und der rüstige Rentner sitzt an der Supermarktkasse, weil seine private Altersvorsorge pleite ist. Die Obdachlosen verdoppeln sich, die Reichen werden immer Reicher, und so manch ein Multimillionär kauft sich einen unsinnigen Berg samt Berghütte, den er alleine besteigen darf, weil der Berg ihmgehört. In Afrika hungern in der selben Zeit Millionen Menschen, die keinerlei Berge erklimmen.

Ich bin der Meinung, dass man eine gesunde Balance zwischen wachsender Wirtschaft und dem Sozialsystem benötigt, damit möglichst viele Menschen ordentlich leben können. Der reine Kapitalismus hält sich auf Dauer nicht aufrecht genug, um stabil zu stehen. Aber nach meiner Meinung fragt ja niemand. Und deshalb gehe ich brav zur Wahl und wähle ....Und genau das sollten Sie auch tun, sonst fragt Sie auch eines Tages niemand nach Ihrer Meinung. Wo bekomme ich bloss so ein schickes grünes Sakko her, wie es Frau Merkel trägt?

Ach ja, falls ich es vergesse: Was ist eigentlich Anfuttern? Mein Lebenspartner kaufte mir neulich eine Torte, obwohl ich glaubhaft celebrierte, dass ich abnehme. Ich konnte nicht wiederstehen und saugte die Torte zuerst mit meiner Nase und dann mit meinem staubsaugerähnlichen Mund ein. Sie zerfloss auf meiner Zunge wie die Sahne auf den Erdbeeren beim Liebesspiel.

Und so funktioniert Anfütterung, es ist eine Art selbstverliebtes Liebesspiel. Ein Politiker lässt sich beschenken, lässt sich mit Bestechungsgeldern umgarnen und gibt dafür einen Teil seiner grosszügig angelegten Freiheit ab. Er sitzt ab diesem Zeitpunkt des Genusses mit symbolisch angelegten Handschellen im Gefängnis seiner Wahl, denn ab jetzt ist er erpressbar, direkt auspressbar. Bitte, da bekommen die sinnlich angehauchten Worte des Auspressens und des Saugens eine vollkommen andere Bedeutung, aber bitte die Handschellen hätten wir gerne in rosaroten Plüsch gewickelt, denn unsere Handgelenke sind empfindlich.

Übrigens ist in Graz ein Gerichtsurteil rechtskräftig geworden, in dem ein Politiker tatsächlich der Anfütterung beschuldigt und verurteilt wurde, auch mit rosaroten Handschellen, die ihm keine grossen Schmerzen bereiten werden. Das Gute an Österreich ist, dass die Leute vergessen und verzeihen können, bis zur nächsten Wahl. Ich bin Österreicherin.

Wie beeinflussen uns Politiker?

Wie beeinflussen uns die Politiker, und wie wichtig sind sie? Die politischen Entscheidungen prägen das Leben des Bürgers im jeweiligen Land, und so beeinflusst die Politik unser Leben, den Alltag, die Gesetzeslage, die Freiheiten und eventuellen Einschränkungen. Dies bemerkten wir in der Corona-Krise, wo wir uns plötzlich impfen lassen mussten, oft gegen die eigene Überzeugung, aber es diente der grösseren, übergeordneten Sache, denn irgendwie musste man ja die Krankenhäuser wieder leer bekommen, ohne grössere Schäden in Kauf nehmen zu müssen. Der politische Einfluss wird jedoch auch von den Lobbyisten geprägt, denn wer die wirtschaftliche Macht hat, der beherrscht auch den politischen Markt, und so sind Politiker immer den wirtschaftlichen Einflüssen eventueller Lobbyisten ausgesetzt. Dies durfte man in Österreich an Hand von skurrilen Chats mitverfolgen, welche uns europaweit in die Lächerlichkeit zogen. Wenn der Unternehmer alles bekommt, was er will, und ihm der Politiker ein gutes Leben verspricht, ist dies Beeinflussung, ob man es hören will oder nicht. Aber andererseits gab es dieses Phänomen bereits seit Jahrhunderten, nur jetzt bewegen wir uns in so einem gläsernen, fast schon transparenten Zeitalter, dass einfach alles wie ein offenes Buch freigelegt werden kann, was sonst unter der Hand, hinter vorgehaltener Faust diskutiert wurde. Bitte, so ist das Leben.

Keine Frage, die Politik beeinflusst die Wirtschaft und umgekehrt. Als die glanzreiche Debatte über die Atomkraftwerke und den Biostrom aufflackerte, entgegneten die Kernkraftwerksbetreiber, dass der billige Strom nötig sei, denn sonst stehen wir nachts im Dunkeln da. Irgendwann kam dann in den Medien die Meldung, dass die Atommeiler noch nicht direkt das zeitlich begrenzte Aus feiern, weil wir doch den Strom benötigen. Und wo bleiben die üppigen Subventionen für die Windkraftwerke und die Wasserkraftwerke, fragte ich mich, während ich mir unter der elektrischen Glühbirne meine Stromrechnung ansah und überlegte, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Wahrlich, ich bin ja selbst die beste Politik.

Im Grunde sind nicht die Politiker alleine für das immer wiederkehrende Desaster in der Welt verantwortlich, sondern wir. Ich kaufe mir Fastfashion bei H&M, C&A, bei meinem geliebten Zara und dem peppigen Orsay, wundere mich darüber, warum die Politik nicht eingreift, wenn in China eine Näherin einen Hungerlohn bezahlt bekommt, und suche gleichzeitig nach noch einem günstigeren Kostüm, welches seidig weiche Baumwolle beinhaltet. Steinigen Sie mich, ich laufe schon zur Hochform auf.

Politik ist wichtig, keine Frage, aber vor einem Wahlkampf zählen nur die Stimmen. Viele Stimmen erhält man mit vielen Geschenken an die Wähler. Im Grunde ist der Wähler dumm, wenn er seine Stimme dem Verschenker gibt, denn in der Realität kann keine Wirtschaft aufrecht erhalten werden, wenn man versucht, den einzelnen Menschen zu retten. Jeder ist auch ein wenig selbst für sich verantwortlich und sollte aus seinem Leben etwas Sinnvolles machen. Wenn man nur auf Geschenke und Vergütungen baut, verbaut man die Wirtschaft und sein eigenes Leben damit. Wählen sollte man die Partei, die realistisch denkt und arbeitet.

Einst wollte ein Politiker in den Himmel kommen. Er konnte sich nicht recht entscheiden, wo er eigentlich nach seinem Tod hinwollte. Petrus stand mit einem kleinen roten Teufelchen an der Pforte und fragte den Politiker, wohin er nun gehen möchte. Der Politiker wollte wissen, was es denn zur Auswahl gab. Die erste Wahl war ein blauer, kalter Himmel, eine feuchte Wolke, aus der es heraus regnete und viel Arbeit.

Die zweite Wahl war ein Aufenthalt in der Karibik, schöne Frauen und eine enorme Wärme, sodass man Tag und Nacht in der Sonne brutzeln konnte. Der Politiker hatte gewählt, und zwar den All Inclusive Karibikurlaub. Plötzlich stand er mit dem kleinen roten Teufelchen in der Hölle und musste Kohlen schleppen. Der Politiker wollte wissen, was er falsch gemacht hatte. Der Kohlenheizer meinte, die Karibik war vor der Wahl, und die Kohlen sind nach der Wahl eingetreten. In der Karibik sind viele Menschen arm und müssen schuften, ausserdem ist es in der Karibik heiss.

Wie realistisch sind die Versprechungen der Politiker?

Manche Gespräche in den politischen Talkrunden gleichen einer Talkshow. Hier wird von der Karibik gesprochen und die Sonne versprochen, aber sehr unrealistisch gehandelt. Wir haben einen Staatshaushalt und eine Auslandsverschuldung. Gott sei Dank haben wir davon jeweils nur eines. Wir besitzen Staatsbürger, ein bisschen Geld und Arbeitsplätze. Wenn unrealistisch gearbeitet wird, hat man bald eine Ehefrau, die viel Geld kostet. Der Mann kommt mit dem Schuften nicht mehr nach und leiht sich Geld von der Geliebten.

Das alleine ist schon unrealistisch, denn die Geliebte möchte Geschenke erhalten und kostet im Endeffekt eine Menge Geld. In Zeiten der Wirtschaftskrise weiss mancher Politiker nicht, wem er zuerst helfen sollte, denn diese Wirtschaftslage ist für die Politik ungewohnt und völlig deplaziert. Plötzlich wollen alle Geld, weil wenige Superreiche das System zerstörten und noch reicher wurden.

Der Aktienhandel an der Börse, die zärtlich sanft gelagerten Regulierungsgesetze, die nicht weltweit greifen, die Optionen auf die Option, alles Geld der Welt verspekulieren zu können, all das ist Politik. Bitte, da darf man es den Politikern nicht übel nehmen, wenn sie sich entscheiden, diplomatisch die Dinge beim abgewandelten Namen zu nennen, damit der Grossteil des Volkes sich vorwiegend in Sicherheit wiegen kann, denn wenn die Politiker mit dem Holzhammer die Dinge hart und skrupellos in ihre Einzelheiten zerteilen würden, das Volk das wirre Innenleben der Dinge optisch plastisch sehen würde, dann würde das Volk nicht mehr schlafen können.

Bitte, ich bin übrigens auch ein bisschen Volk. Zum Politiker tauge ich nicht, denn ich bin der Holzmichel, der dem Volk die Wahrheit ins geschockte Gesicht schlagen würde, sodass mein Volk noch zerfurchter aussehen würde. Aber das grüne Sakko von Angela Merkel, bitte, das hätte ich gerne. Mittlerweile müsste es so gealtert sein, dass sie es entbehren und mir schenken könnte.

Politische Entscheidungen werden nicht immer fürs allgemeine Volk getroffen, denn die Lobbyisten der Grosskonzerne sind oft so mächtig, dass Entscheidungen nicht zu Gunsten des Volkes ausgehen. Politik ist oft schmutzig, und wir sehen über diesen Schmutz hinweg, weil wir eine marktfreundliche, sozial geprägte Regierung brauchen, die das Land stabilisiert. Jede Regierung ist besser als gar keine, denn wenn Instabilität in einem Land herrscht, sind der Diktatur alle Wege geöffnet. Unzufriedene Bürger wählen eher einen Diktator, eine starke Persönlichkeit, und zufriedene Bürger wählen vorwiegend soziale Parteien, die lange verhandeln anstatt zu handeln. Politik ist Macht, Einfluss, gutes Geschick, Kommunikation und Balance zwischen dem Einzelbürger und den Unternehmen, dem Klima und dem Alltagsleben, welches alltagstauglich sein muss.

Politiker und Autofahrer aufgepasst - Links oder Rechts?

Wer das Lenkrad in der Hand hält, sitzt am Steuer, entweder links oder rechts. Beim Autofahren, in der Politik, in der gesellschaftlichen Gesinnung, aber besonders im Strassenverkehr sollte man auf der richtigen Seite fahren. Links wird weltweit in folgenden Ländern gefahren: Malta, Zypern, Grossbritannien, Irland, Australien, Indien, Japan, Namibia, Neuseeland, Südafrika, Thailand, und überall dort, wo sich der Geisterfahrer wohlfühlt. Als ich in England war, fuhr ich mit meiner Gastfamilie meiner Meinung nach ungewohnt auf der falschen Seite, da in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Italien, Ungarn, Slowenien und in vielen weiteren Ländern rechts gefahren wird. Links wird mir leicht übel, auch wenn meine gesellschaftliche Gesinnung auf der linken Seite ruht. Und so könnte man sich im Strassenverkehr und in der Politik darauf einigen, dass beide Seiten fliessend befahren werden dürfen, wenn man sich im richtigen Land befindet. Zu weit rechts sollte man nicht fahren, weil man sonst unter ungünstigen Umständen in einer Strassenlaterne landet. Zu weit links sollte man auch nicht fahren, weil man sonst im Feldweg versinkt. Und in der Mitte darf man nicht fahren, da man sonst den Gegenverkehr rammt. Gesellschaftstechnisch wäre es jedoch von Vorteil, sich mittig zu bewegen, da die politische Mitte in ihrer Radikalität nicht grossartig ausgeprägt ist. Frieden, Freude, Eierkuchen, das prägt die politische Mitte, und der Trennstreifen auf der Strasse trennt verkehrstechnisch die linke und die rechte Seite. Wenn man es pragmatisch sieht, so müssen Linke und Rechte sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen, denn der Mittelstreifen trennt die aufgeheizten Gemüter voneinander. Wenn wir also den Strassenverkehr in die Politik einbringen würden, wären alle zufrieden. Übrigens sind die Hutträger die gemütlichsten Autofahrer, da sie langsam fahren und sich jede Strassenlaterne und jedes seitlich schlummernde Feld genau ansehen.

Wer ist ein guter Bundespräsident?

Bundespräsident - blauäugig und blondWelche Rechte und Pflichten hat ein Bundespräsident? Er vertritt das Land vorwiegend nach aussen hin, schlichtet jedoch im eigenen Land politische Krisen und animiert die Politiker. Der Handshake ist wichtig, denn er repräsentiert das Land in der gesamten Welt. Das Auftreten ist wichtig, denn er trifft sich mit anderen Staatsoberhäuptern und muss stets nach friedlichen Lösungen in Konfliktsituationen streben. In den USA ist der Bundespräsident auch für innerpolitische Prozesse verantwortlich, und er regiert das Land.

Der Bundespräsident hat es in schwierigen Zeiten nicht leicht, dafür aber schwer. Er muss das Fussvolk beruhigen, aufmunternde Worte finden, die Leute motivieren, die gute Sache in den Mittelpunkt rücken, und wenn er sagt, man müsste die Zähne zusammenbeissen, dann könnte das Volk bald in Tränen ausbrechen, denn hungern und frieren will niemand gerne.

Ja, wenn ich Bundespräsident wäre, dann wäre ich höchst wahrscheinlich ein Mann, denn in Österreich gab es bis jetzt keine Bundespräsidentin. Männer werden eben immer noch bevorzugt behandelt, wenn es um repräsentative Ämter geht, in denen man viel Aussenpolitik miterlebt.

Aber wenn ich Bundespräsidentin wäre, würde ich keine Stellenangebote mehr dulden, in denen explizit Männer für eine spezielle berufliche Tätigkeit bevorzugt werden, und dies optisch, ungeniert nach aussen hin in der jeweiligen Stellenanzeige auch präsentiert wird. Da fühlt man sich als Frau diskriminiert.

Ich bin bekennender Grünwähler, obwohl mich die österreichischen Grünen so vor den Kopf gestossen haben, dass ich jetzt noch mit den seelischen Beulen zu kämpfen habe. Wenn ich Bundespräsident wäre, würde ich jedem das Händchen schütteln, und das Gendern wäre immer noch reine Zukunftsmusik, welche unleserlich in den Augen brennt und durchs Ohr schallt. Bitte, das Gendern ist wichtig, denn Frauen fühlen sich dadurch bestätigt, aber für mich wird es erst schladend, wenn ich eine Göttin bin. Ich würde sämtliche Gelder flächendeckend über die arme Bevölkerung schütten, und um das Budgetloch zu füllen, würde ich die Reichen und Superreichen, die vermögenden Erben schröpfen.. Übrigens, wussten Sie schon, dass Heidi Horten im Jenseits lebt? Ich denke, ihr begehrtes Seegrundstück am Wörther-See, an welchem ich neidvoll wöchentlich vorbeifahre, hat sie nicht dorthin mitgenommen.

Der einst amtierende deutsche Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten, da man sein Image von aussen beschädigt hatte, wogegen er sich zwar zur wehr setzte, jedoch erst Jahre später Recht bekam. Das schädigt die Aussenpräsenz enorm. Eines muss man ihm positiv anmerken: Er glänzte wie eine Diva und repräsentierte zusammen mit dem Prunk seiner Frau das sachlich kompakte Deutschland beinahe so glamourös, wie die Obamas die USA repräsentierten. Er scheute sich nicht, modische, ja nahezu jugendliche Aspekte unters Volk zu bringen, wobei seine Outfits auch auf dem Laufsteg dahinschlendern konnten.

Was war bloss passiert, dass der gute Mann zurücktreten musste? Im Grunde hatte er doch bloss Urlaub bei Freunden gemacht. Österreich wirbt sogar mit dem Slogan, dass man Urlaub bei Freunden machen sollte. Ich glaube, jetzt muss ich meinem ältesten Geschäftsfreund die letzte Party in Rechnung stellen und meinerseits den Kaffee und die Sachertorte bei ihm bezahlen, denn es könnte sein, dass ich bald als Bundespräsidentin kandidiere. An solch absurden Beispielen sieht man schön, wie schnell ein Image beschädigt werden kann, wenn sich die Medien darauf stürzen, nur um die Auflage der Zeitung zu erhöhen. Bitte, es geht doch immer nur um Auflagen, das merke ich selber an mir, wenn ich verzweifelt versuche, Skandale zu präsentieren, die in Wahrheit keine sind.

Auf die Bildzeitung ist Verlass, darauf kann man sich verlassen, denn sie schnappt jeden Skandal auf, selbst wenn er auf einem Anrufbeantworter gastiert und anschliessend gelöscht wird. Falls ich Bundespräsident werde, rufe ich bei der Bildzeitung an und mache meinen ehemaligen Anwalt zur Sau, sperre meinen ehemaligen Augenarzt in den Kerker, schiebe meine Mutter ins Altersheim ab und rülpse ins Telefon hinein. Dann brauche ich wenigstens nicht zur Wahl antreten, denn dann ist mein Ruf vorab schon einmal ruiniert.

Christian Wulff schaute sich am Finanzmarkt um und nahm den günstigsten Kredit in Anspruch, der gerade greifbar war. Ich achte auch immer peinlichst darauf, Geld zu sparen. Neulich hatte ich zu diesem Zweck sogar mein Konto zu einer billigeren Bank umgezogen, aber das werde ich ändern, sobald ich die Bank mit den teuersten Konditionen gefunden habe. Der gute Wulff machte im Grunde nichts falsch, jedoch quälte ihn ein Kommunikationsproblem, denn er konnte sich nicht gezielt zu den Vorwürfen äussern. Manchmal hat man einfach einen Frosch im Hals.

Ich wäre als Bundespräsidentin geeignet

Sehen Sie, lieber Besucher, ich habe meine Freunde auf Facebook, meine treuen Anhänger, die mir überall hin folgen, auf Twitter, und meine Geschäftspartner auf Xing gleich offengelegt, denn ich bin brav und folgsam. Jawohl, ich tauge als Bundespräsidentin. Ich bringe sämtliche, erforderlichen und überflüssigen Eigenschaften mit: Ich strahle mit meinem Zahnlack-Lächeln weiss wie die frisch verputzte Wand, ich kann Händeschütteln, denn den eleganten Hand Shake habe ich zu Haiders Lebzeiten versehentlich einmal am Redoute Ball und neulich auf der Beerdigung meines Vaters geübt, und ich ziehe mich modisch an, wenn Zara passende Klamotten für mich auf die Stange hängt. Voila, alles da, wählen Sie mich. Und bitte unterlassen Sie es demnächst, mir teure Pelzmäntel zu schicken, denn der Frühling naht, jetzt darf ich keine mehr annehmen, jetzt nehme ich nur noch Gucci Kleider in Empfang.

Braucht man den Bundespräsident?

Ist der Bundespräsident eigentlich notwendig? Er vertritt das Land nach aussen hin, kann bezaubernd lächeln und besitzt die Gabe des charmanten Handshakes. Wenn ich zusätzlich die Knigge durchstudiere und mir endlich gute Manieren aneigne, kann ich das Amt des Bundespräsidenten übernehmen. Ich muss mir nur noch ein Land aussuchen, welches mich nimmt. Ich nehme das Swasiland, 1,4 Millionen übersichtliche Einwohner, erträgliche, herzerwärmende 26 Grad Durchschnittstemperatur im Sommer, und eine überschaubare kleine Landesfläche. Was sagt der König dazu?

Kann nicht der Bundeskanzler das Amt des Bundespräsidenten mit übernehmen? Bitte, nicht dass er sich dann seelisch übernimmt. Angela Merkel hätte den charmanten Handshake beispielsweise gut drauf, sie hat zärtliche Finger, die sogar im Ernstfall mit erhobenem Zeigefinger der ganzen Welt zeigen, wo es entlanggeht.

Welche Aufgaben hat ein Bundespräsident zu erfüllen?

Hat der Bundespräsident auch Aufgaben zu erfüllen? Ich ahnte es, er ist ständig auf Reisen, immer im Ausland. Und was macht der Aussenminister? Der lernt Englisch. Übrigens erwarte ich mir als Bundespräsidentin mindestens einen Chauffeur, eine artgerechte Wohnresidenz und etwas Taschengeld, wobei meine Tasche ein grosser Shopper ist, da passt mehr Geld hinein. Wie finden Sie die lebenslangen Abfindungen und Zulagen der vergangenen Bundespräsidenten, falls sie sich vor Ablauf der jeweiligen Amtsperiode verabschiedet haben? Haben Sie sich mit der Abfindung abgefunden? Ob ich vielleicht erwägen sollte, meine Steuern demnächst in der Schweiz zu sparen?

Mario Draghi ist zurückgetreten

In Italien herrscht Chaos, aber die Italiener können mit chaotischen Zuständen gut umgehen, denn sie haben die erste Corona-Welle ziemlich gut überlebt, bis auf jene, die erschütternd daran verstorben sind, während Europa zugesehen hat und glaubte, es wäre bloss ein italienisches Phänomen. Italien ist leidensfähig, solange Mama die besten Spaghetti der Welt kocht und der Sohnemann eine Frau zur Frau nimmt, die kochen kann wie Mama. Auf jeden Fall ist das italienische Oberhaupt, Mario Draghi zurückgetreten, weil er sich inmitten des Chaos gemobbt, gehänselt und missverstanden fühlte. Normalerweise treten Politiker nicht einmal dann zurück, wenn sie beim Korrumpieren erwischt werden, oder wenn sie keine Mehrheiten im wählerischen Volk erlangen. Mario Draghi trat zurück, obwohl die Mehrheit des Volkes ihn anhimmelte. Allerdings brodelte die Gerüchteküche samt vernichtendem Polit-Apparat in den eigenen Reihen. Bitte, Boris Johnson aus Grossbritannien meinte, als sein Ruf unterirdisch im Keller verschwand, er würde Grossbritannien wieder great again machen, zu einem Great-Britain machen, ans Abdanken dachte er nicht. Und das genaue Gegenteil sehen wir in Mario Draghi. Er verlässt das Schlachtfeld gleich, nicht erst, wenn man an seinem Chefsessel so lange gesägt hat, dass er samt Sessel im Erdboden verschwindet. Ich könnte schwören, Italien bekommt Probleme, denn eine instabile Regierung verschafft den politischen Gegnern einen enormen Spielraum. Dies erkannten wir sogar bei uns in Österreich, als unsere eigene Regierung lahmte und im Zeitraffer ausgetauscht wurde. Bitte, ich wünsche meinem Lieblingsland Italien alles Gute, und so lange meine zweite Heimat, Lignano noch steht, bin ich zufrieden, denn dort treffen sich regelmässig alle Kärntner und Osttiroler zum Sonnenliegen.

Boris Johnson dankt ab

Der Premierminister des Vereinigten Königreichs Grossbritannien, Boris Johnson dankt ab, er geht, und ich denke, als Premierminister wird er uns wohl nie wieder beehren, aber man weiss nie, was kommt. Er galt als eine schillernde Person, spritzig, witzig, abgefahren, allzeit zu jedem Spass bereit, ein wenig soziopathisch angehaucht, mit viel Charme und Charisma bestückt, und er log, bis sich die Balken bogen. Im Allgemeinen haben ihm die Leute jede seiner Lügen brav abgenommen, viele wussten, dass er seine eigene Wahrheit lebt, aber man hat es toleriert, weil er so ein ulkiges Kerlchen ist. Und gerade, als er sich wirklich wahrheitsgemäss rechtfertigen wollte, wurde ihm die Wahrheit zum eigenen Grabstein gemeisselt, denn das hatten ihm die Leute nicht verziehen. Bitte, Schuster bleib bei deinen Leisten. Und so hätte auch Boris Johnson beim Lügen bleiben sollen, dann hätten ihn die Menschen als authentisch eingestuft, denn man wusste, wenn jemand in Not war, er wäre der Letzte gewesen, der geholfen hätte, es sei denn, es würde sich ein Vorteil für ihn daraus ergeben. So kannte man Boris Johnson. Er versprach viel, damit sich die Engländer endlich von der EU lösten, und er hielt nichts davon ein. Er meinte, wir machen Grossbritannien great again, also wieder gross wie früher. Und nach dem Brexit litten die Engländer wie die Tiere am leeren Futtertrog, denn sogar die Lebensmittelversorgung lahmte. Er versprach den Schotten schöne Infrastrukturen, aber keine einzige Strasse wurde zur Zufriedenheit fertiggestellt. Dafür glänzte Boris Johnson mit Partys, Glamour und edlem Stil, er feierte gerne grosse Feste, seine Corona-Politik brachte die britischen Krankenhäuser an den Rand der Verzweiflung, sodass Hotelbetten zu Krankenbetten umgebaut werden mussten, aber das Volk verzieh ihm alles, bis zum allerletzten Vaux-Pass. Und so schwindet wieder einmal ein konservativer Premierminister aus dem englischen Parlament. Adios.

Biden oder Trump - Nochmal fit im Alter

Joe Biden oder Donald Trump, einer von beiden könnte noch einmal der nächste amerikanische Präsident werden. Joe Biden stolpert zwar gerne über Säcke, Donald Trump stolpert dagegen eher über Gesetzeslücken, aber beide sind sie fit genug für den nächsten Wahlkampf. Falls es eine Überraschung geben sollte, treten andere Kandidaten im Wahlkampf an, aber so wie es derzeit aussieht, bleiben Überraschungen bis auf Weiteres aus. Und so könnte Donald Trump Amerika wieder gross machen, unter dem Motto, make America great again, und Joe Biden könnte im zweiten Präsidentschaftsdurchgang versuchen, Russland so klein wie möglich zu machen, damit die Ukraine eine Chance hat, den Sieg zu feiern. Böse Zungen sagen, Trump schafft den Krieg ab, weil er zu beschäftigt damit ist, seinen guten Ruf wiederherzustellen, die Mauer zu Mexiko weiterzubauen und das Land finanziell zu stärken. Und die Grünen sagen, Joe Biden ist einer von uns, er hilft uns dabei, richtig aufzurüsten, damit Waffen sprechen können und der Krieg in die nächste Runde geht. Ich könnte schwören, einer von beiden gewinnt die nächsten US-Wahlen, aber ich kann mich ja auch irren. Für mich wäre es gut, wenn sämtliche Kriege weltweit enden würden, alle Waffen schweigen und überall Frieden in der Luft liegen könnte, aber ich bin ein Träumer, ein verbaler Weltverbesserer mit wenig Einfluss. Wie wäre es, wenn man die Frauenquote erhöht und eine Frau die nächste Präsidentin wird? Das Gendern hätte dann einen weltweit akzeptablen guten Ruf. Göttin sei Dank.

Pelosi besucht Taiwan, und China ist nicht amüsiert darüber

Die amerikanische Spitzenpolitikerin, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Pelosi besuchte nur kurz für zwischendurch Taiwan, um zu signalisieren, dass die USA auf der demokratischen Seite des Landes steht und es notfalls mit allen Mitteln verteidigen würde, und schon ist China erzürnt darüber. Bitte, das hätte jeder noch so unpolitische Laie voraussagen können, dass hier in ein ruhendes Gewässer heisses Öl gegossen wurde. Sehr explosiv. Jetzt überlegt China einen Gegenschlag, worüber die USA nicht amüsiert ist, und schon hätten wir erneut einen kriegsähnlichen Zustand. Die Geschichte zeigt, dass die USA sich gerne in andere Staaten einmischt, um sie zu befreien, aber dass die selbe USA provozierend Kriege heraufbeschwört, das ist wirklich neu. Präsident Joe Biden könnte meiner Meinung nach einen Schritt kürzer treten, denn wo Frieden herrscht, sollte man kein Öl ins Feuer giessen. Wer würde jetzt von einem Krieg profitieren? Es ist eindeutig die USA, denn die wachsende Rüstungsindustrie hat das Land seit uralter Zeit jedes Mal aus der drohenden Wirtschaftskrise gerettet. Derzeit wütet in den USA, so wie überall auf der Welt eine Wirtschaftsflaute, die sich in vielen Teilen der Erde bereits zu einer Wirtschaftskrise empor gehoben hat. Welch ein Aufstieg. Taiwan ist demokratisch, China ist eine Art kommunistische Diktatur, und der amtierende chinesische Präsident, der sich zum dritten Mal wählen, quasi krönen lässt, möchte seine 1-China-Politik durch nichts und niemanden gefährden. Irgendwann wird es in Taiwan krachen, aber bitte, meiner Meinung nach muss das nicht gerade jetzt sein, denn ich schwimme immer noch mit meinem Betonklotz am Bein in finanziell unsicheren Gewässern. Wenn China einen Krieg gegen Taiwan führt, bleiben meine schicken Kleider im indischen Ozean stecken, aber wenn man es genau nimmt, so bin ich derzeit ohnehin zu dick für neue Kleider. Oberflächlich gesehen geht es nur um simple Kleider, aber wenn man in die Tiefe des Konflikts einblickt, so geht es um essentielle Dinge, mit denen Europa im Falle eines China Krieges nicht mehr rechnen darf, nämlich Medizin, Güter des täglichen Lebens, seltene Erden, etc. Dann funktioniert nichts mehr bei uns. Ich sehne den Tag herbei, an dem ich Gott bin, dann pflanze ich Friedensblumen, von denen sich die Welt ernähren muss. Dann ist Schluss mit Krieg.

Wie erfolgreich sind Kleinparteien?

Kleinparteien sind unsere SparschweineWie wichtig sind Kleinparteien? Sie sind immer wieder am Vormarsch, wenn die grosse Politik versagt oder nicht mehr weiterweiss. Die personenbezogenen Listen sind es, welche die Bürger erhören und für einen politischen Ausgleich sorgen. Demokratisch gewählte Listen bewegen sich nahe an den Problemen der Bürger, während sich die grossen Parteien eher um diplomatische Lösungen kümmern, deren Umsetzung oft Jahrzehnte andauert. Und mittendrin sind die Populisten, die jedoch eher dafür sorgen, dass die Angst der Bürger siegt, und dies ist wiederum eine Gefahr für die Demokratie. Vereinzelt sind jedoch die Kleinparteien ein wählbares Instrument, um die Schere zwischen Arm und Reich zu minimieren, sonst schneidet sie uns noch den Kopf ab.

Wer eine Kleinpartei wählt, hat die Nase voll von Skandalen, Korruption und Misswirtschaft. Er ist politisch zwar noch interessiert, wendet sich jedoch von den Grossparteien ab, welche im Grunde für Stabilität sorgen sollten und eine breite Wählerschaft abdecken. Die Wählerstörme sind heute intensiver, der Wechselwähler ist aktiver geworden, und man bleibt nicht mehr unbedingt einer Partei treu, man wechselt. Viele Wähler wollen durch ihr gezieltes Wechseln zu einer Kleinpartei die Grossparteien abstrafen, was fatal sein kann, wenn sie rechtsradikal oder linksradikal wählen und für mehrere Jahre dann mit dieser extremen Politik leben müssen.

In Österreich haben in Graz die Kommunisten einmal so einen intensiven Wahlsieg errungen, weil die Politik der Grossparteien immer mehr die Grosskonzerne und Grossunternehmer mit ihren Privatstiftungen, etc. steuerlich begünstigt und unterstützt haben, während der Kleinverdiener, die alleinerziehende Mutter, der Arbeitslose und der Obdachlose vergessen wurden. Hier konnten die Kommunisten punkten, weil der kleine Mann gewählt hatte, um mit eventueller Misswirtschaft aufzuräumen.

In Oberösterreich traten die MFG Anhänger zur Wahl an, eine Kleinpartei mit dem namhaften, aussagekräftigen Namen -Menschenrechte, Freiheitsrechte, Grundrechte. Sie stehen für die Menschenrechte ein, sind Impfgegner der Corona-Impfung, und sie trafen in der Pandemie den sensiblen Nerv derjenigen Menschen, die sich eingeschränkt fühlten. Das kann natürlich fatal enden, wenn eine ernste Pandemie dazu führt, dass Menschen sterben und andererseits Menschen auf die Strasse gehen, welche diese Pandemie nicht ernst genug nehmen. Es kann aber auch dazu führen, dass unnötige Massnahmen zurückgenommen werden, wenn das pandemische Geschehen zurückgeht und die Leute im Grunde wieder ein normales Leben führen sollten.

Kleinparteien sind am Vormarsch

Die nächsten Wahlen rücken näher. In ganz Europa sind die kleinen Parteien und die Bewegungen, welche von Einzelpersonen geleitet werden, am Vormarsch. Dies sorgt für viel Wirbel, eine Menge an Abwechslung und einen Wählerstrom weg von den Grossparteien. Die Kleinparteien haben zwar nicht die grössten Chancen im Wahlkampf, sie verfügen nur über ein begrenztes Budget und können sich die teuren Wahlplakate nicht leisten, sind auch nicht bei den grossen Fernsehduellen dabei, aber sie können das Internet für den Wahlkampf nutzen. Falls in Österreich alle Kleinparteien zusammen wieder nichts bewegen können, bleibt alles beim Alten, dann gehen die zwei Grossen zusammen und versuchen erneut ihr Glück, denn der Stammwähler bleibt in der Regel treu.

Schrumpft die Sozialdemokratie zur Kleinpartei?

Weltweit spüren wir entweder einen Rechtsruck, oder einen Linksruck in der Gesellschaft, der sich politisch entfalten kann wie noch nie zuvor. Man bedenke, weder rechts, noch links sind wir glücklich, es sei denn, wir beherbergen ein Mutter-Theresa Syndrom in uns und spenden viel, teilen alles und machen jeden Menschen finanziell gleich arm oder reich, dann sind wir links ganz richtig. Auf jeden Fall sterben die sozialgemokratischen Modelle langsam aus, und falls sie nicht wiederbelebt werden, sind sie eines Tages tot. Im Grunde ist die Sozialdemokratie etwas Wertvolles, denn sie unterstützt soziale Werte, hilft Arbeitern und der Gesellschaftsschicht, welche nicht so viel Glück im Leben hat, aber sie ist zunehmend mittelklassig geworden, obwohl sie die Mittelschicht nicht mehr unbedingt unterstützt. Und wenn sich dann noch sozialdemokratische Parteien zerstreiten, eine Mitgliederbefragung nach der anderen im Raum steht, weil sich die Parteispitzen bekämpfen, dann sind wir der Traurigkeitsträne sehr nahe. Tränen fliessen in den sozialdemokratischen Köpfen, wenn man sich die österreichische SPÖ anschaut, denn hier weiss man nicht, wie tief die Partei gespalten ist. Wir könnten jetzt die Hände zum Himmel falten und beten, dass die Sozialdemokratie nicht stirbt, denn mit einem Auslaufmodell gewinnt man keine Wahlen. Die Mietpreisbremse, die Preisbremse für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs, die Luxussteuer, mehr Gerechtigkeit, damit gewinnt man derzeit Wahlen, denn das Volk ist am Limit, auch wenn dies die Parteispitzen kaum für möglich halten.

Wie wichtig ist die Demokratie?

Fakt ist, die Demokratie ist wichtig, und dazu gehören auch die unterschiedlichen Meinungen. Ich liebe beispielsweise die EU in ihrer langatmigen Entscheidungskraft, denn es wird zuerst alles tausendmal und öfters durchdiskutiert, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Natürlich ist diese träge Entscheidungsfindung in manchen Fällen kontraproduktiv, aber sie sorgt dafür, dass die Demokratie lebt. Anders sieht es mit Diktaturen aus, wo ein starker Mann, selten womöglich eine starke Frau an der Spitze steht und Anweisungen erteilt, die sofort umgesetzt werden. Gibt es Diktatorinnen in der Politik? Auf jeden Fall lohnt es sich, für die Demokratie zu kämpfen, da mehrere Köpfe meist schlauer sind als ein Kopf alleine. Und deshalb gehen viele Leute auf die Strasse, um zu zeigen, wie wichtig ihnen die Demokratie ist. Leider entsteht der Eindruck, dass bloss die gut betuchten Bürger für die Demokratie auf die Strasse gehen, wenn man hört, dass sie in den Urlaub fliegen, sich am Weg zum Flughafen befinden, volle Einkaufstüten mit Designerware mit sich schleppen, gut gestylt des Weges gehen, während sie demonstrieren. Man müsste auch den normalen Handwerker, den Bauarbeiter, die Krankenschwester, die Pflegekraft, oder den Leiharbeiter in den Medien zeigen, damit das Demokratieverständnis blüht. Auf der anderen Seite sind die Parteien, die eher rechts ausgerichtet sind, auch ein Element der Demokratie und sollten nicht mit Füssen getreten werden. Nur wenn kriminelle Parteien entstehen, müssen diese auf jeden Fall verboten werden. In einer freien Demokratie gibt es eben unterschiedlichste Menschen, die als Individuen nicht unterdrückt werden dürfen, und das bedeutet, eine breit gefächerte Politiklandschaft zu pflegen, in welcher alle Meinungen erlaubt und gehört werden dürfen. Am Ende bestimmt der Wähler, welche Politik gemacht wird, und das finde ich gut, denn der Wähler sind wir alle. Wenn wir uns für Freiheit, Gleichberechtigung, Menschenwürde, Liebe und Erfolg entscheiden, grenzen wir niemanden mehr aus, das ist Demokratie.

Die Grünen stehen für Umwelt und Ordnung

Die Grünen stehen für grüne bis sozial angehauchte Politik. Sie sind umweltfreundlich, ausländerfreundlich, lieben Gesetze und Regeln, und sie stehen für ein besseres Klima ein. Dies sind die Ideale, welche ich vertrete, aber ich habe auch schon Grüne an der Macht gesehen, die haben ihre Werte über Bord geworfen, nur um mitregieren zu dürfen. Wenn beispielsweise Schwarz-Grün regiert, steht die Wirtschaft an erster Stelle, besonders dann, wenn die Grünen eine Minderheit in der Regierung bilden. Grün ist wandelbar, das musste ich auch bemerken, denn wenn Atomenergie grün wird, hat sie meiner Meinung nach den falschen Farbanstrich, da der Atommüll keine guten Lagerungsaussichten hat.

Soll man die Grünen wählen? Ja, unbedingt, denn man kann im Grunde nichts falsch machen, ausser man lebt in einem Land, in welchem die Grünen sämtliche Werte über Bord werfen, ihre Wählerschaft verraten, mit Parteien zusammenarbeiten, welche sie unterdrücken, ihnen ihre Wirtschaftsnote auferlegen und somit keinerlei grüne Politik mehr möglich ist. In diesem Fall könnte man die Neos wählen, da sie ebenso starke Werte vertreten.

Ich wäre ohnehin dafür, man könnte in Österreich eine Koalition mit Grünen und Neos bilden, dann hätte der Staat von allem etwas. Die Grünen vertreten die Menschenrechte, schliessen niemanden aus, und die Neos vertreten gute Bildung und hohe akademische Schulbildung. Somit würde jeder ausländische Bürger das Recht erhalten, eine gute Schulbildung zu bekommen, ohne dass er sich mühsam um einen Integrationslehrer bemühen müsste. Besonders in ländlichen Gebieten mangelt es nämlich immer noch an Integrationslehrern, welche die geeigneten Sprachen sprechen, um Flüchtlinge zu betreuen. Das Merkwürdigste, dass ich erlebt habe war, dass eine Schülerin pünktlich zum Unterrichtsende das Schulhaus betrat und feststellen musste, die Schule beginnt nicht, sie ist schon aus.

Wofür stehen die Grünen?

Wie bereits erwähnt, stehen die Grünen für Menschenrechte, Freiheit aller Bürger, Integration, eine solide Ausbildung, ein solides Grundeinkommen, und sie wehren sich mit Händen und Füssen gegen nationalistisches, engstirniges Gedankengut, denn für die grüne Partei ist jeder Mensch, egal welche Rassenzugehörigkeit, welcher soziale Status, welche Hautfarbe auch immer, welches Geschlecht, alle Menschen sind gleich. Dieser Ansicht bin auch ich, und ich werde Zeit meines Lebens dafür kämpfen, ein gewisses Gleichgewicht in der Welt zu schaffen.

 

Neulich kaufte ich mir ein grünes Kostüm. Es lachte mich im Vorbeigehen aus dem Orsay Laden an. Und da es so unverschämt lachte, ergriff ich es und packte es am Kragen, kaufte es, drehte ihm den Kragen um und hoffte, dass es jetzt nicht mehr so unverfroren lachen würde. Bitte, im Grunde war es bloss ein viertel Kostüm, denn es bestand nur aus dem grünen Blazer, aber für mich und meine unzähligen herrchenlosen, oder besser gesagt frauchenlosen kurzen Miniröcke ist ein viertel Kostüm auch schon ein Kostüm.

Zu Hause hoffte ich, dass der giftgrüne Blazer zu einem meiner grünen Miniröcke passen würde. Voila, ich fand einen, der mich zwei Jahre zuvor aus dem Zara Laden so richtig unverschämt angrinste. Den hatte ich noch nie getragen, da ich nichts Passendes dazu anzuziehen hatte. Jetzt war sein grosser Auftritt gekommen, Bühne frei für den grünen Rock. Der Mini passte farblich und stofflich so perfekt zum neuen Blazer, dass man glaubte, ich hätte mir ein ganzes Kostüm gekauft. Und damit mein Dekollete nicht nackt auf die Strasse gehen musste, fand ich ein grünes Oberteil, welches exakt farblich und stofflich zum Kostüm passte.

Ich begutachtete mich zusammen mit meinem Farblesegerät vor dem Spiegel und glitt mit meinen neuen Augen, also mit meinen Händen sanft streichelnd über mein niegelnagelneues Kostüm drüber. Als ich mein bedecktes Dekollete streichelte, verbannte ich meine unkeuschen Gedanken zur Hölle und dachte: Gott sei Dank sind meine Haare nicht grün, denn ich sehe ja jetzt schon aus wie ein biologisch abbaubarer Grashüpfer.

Gerade rechtzeitig zur Errungenschaft meines grünen Kostüms gab es im März 2013 in Kärnten, sozusagen im turbulentesten, politisch ein wenig ausgereizten österreichischen Bundesland Landtagswahlen. Und da ich mich derart über meine Eroberung des grünen Kostüms freute, wählte ich die Grünen. Gut, ich kaufe Fastfashion bei Orsay und Zara, sozusagen bin ich eine wirtschaftlich denkende Grüne, aber die Farbe bleibt gleich.

Warum bloss wählte ich die Grünen?

Lieber Besucher, soll ich Ihnen die unzähligen Gründe verraten, warum ich die Grünen wählte? Ich war seit zwei Jahren hinter so einem schicken Sakko her, wie es Angela Merkel trug, als ich sie im Fernsehen sah. Gut, sie ist schwarzer Natur, hat jedoch Sinn für Farbe, wenn man ihre wechselnden Sakkos mitverfolgt. Und als ich mein grünes Kostüm fand, hatte ich eine meiner längsten Schlachten gewonnen.

Ich sah mir Herrn Holub im Fernsehen an. Bitte, bei seinem Anblick schmilzt jede halbwegs vernünftig denkende Frau dahin. Er ist nicht zu gross, also für mich passend, um ihn küssen zu können. Er sieht verdammt gut aus, zu gut, sodass ich keine Chance bei ihm haben würde, selbst in meinem grünen Kostümchen nicht. Und er trägt sein Herzblut im Hirn, hat sozusagen das Köpfchen dort, wo andere noch darüber nachdenken, ob eine Gehirnzelle linksdrehend oder rechtsdrehend besser funktionieren würde. Wahrlich, Herr Holub war für mich ausschlaggebend für meine grasgrüne Entscheidung bei der Wahl.

Ich habe mir das Parteikonzept samt Parteiprogramm der Grünen angesehen. Bitte, da fand ich mich in vielen Punkten wieder. Ich bin blind, und deshalb ist es für mich wichtig, grünes Gras, intakte Auen, biologischen Ackerbau und Menschlichkeit zu riechen, zu fühlen, zu hören und zu schmecken. Das kommt daher, weil ich als Blinde die wirtschaftliche Korruption, die überhöhten Managergehälter und die Umweltzerstörung gar nicht sehe. Und deshalb wählte ich die Grünen.

Die Grünen - ein bisschen mehr Umwelt

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie wir für ein bisschen mehr Wirtschaft, für ein bisschen mehr ungerecht verteiltes Geld, für ein bisschen mehr wertbehaftetes banales Papier in Aktienform unsere Umwelt zerstören? Was sagt die Biene dazu, wenn ihr Lebensraum gefährdet wird? Was sagt der Grashüpfer? Bitte, der Grashüpfer sagt, er wählt grün, weil er inmitten der Grünen farblich gesehen ohnehin nicht auffallen würde. Der Grashüpfer kann sich sorgenlos in die erste Reihe setzen, als kleiner Abgeordneter dem Geschehen lauschen und ohne sein Zutun das Tagesgehalt der Parteisitzung einstecken. Wenn jedoch Herr Holub eingreift und Korruption aufdeckt, steht der Grashüpfer sichtbar für alle im Scheinwerferlicht, denn dann läuft er blau an und wird schwarz vor Wut.

Lieber Besucher, haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie menschlich wir als einzelnes Individuum sind, und wie weh wir anderen Menschen tun, wenn wir sie aus unserem Land verbannen und ausstossen wollen? Jeder ausländische Bürger ist auch ein Mensch. Jedes Tier entwickelt menschlichere Züge, wenn wir uns ansehen, wie wir aus Gier und Nationalitätslust andere Menschen minderwertig behandeln. Ich als Blinde habe bemerkt, dass vereinzelte Menschen mich wie eine rohe Eiersuppe anfassen, sozusagen Berührungsängste haben. Bitte, da muss man sich ja ein sündhaft schickes grünes Kostüm kaufen, um noch irgendwie als Frau wahrgenommen zu werden.

Übrigens habe ich dann in der Zeitung gelesen, dass über mich geschrieben wurde. Ich war die Stimme, die den Grünen zu ihrem fünften Mandat verholfen hat. Ich war die, welche eine Wahlkarte per Post abgeschickt hat, im Stadtkreis Klagenfurt. Also liebe Grüne, sagt Danke, denn sonst kaufe ich mir irgendwann orange, rote oder schwarze Kostüme.

Bitte, im Grunde war es nicht meine Kleiderwahl, die mich dazu bewegte, Grün zu wählen. Es waren der nicht wahrnehmbare Geruch der Atomkraftwerke, die stinkende Luft der Fabriken, die Abgase der zu vielen Autos, welche mich zu dieser Entscheidung trieben, denn wenn wir die Umwelt weiter zerstören um kurzfristige Gewinne zu erzielen, dann sterben auch wir. Ich hänge doch so an meinem Leben.

Wie wichtig ist ein Whistleblower?

Ein Whistleblower posaunt alles aus, was geheim bleiben sollte. Der sogenannte Aufdecker, Hinweisgeber, Enthüller lebt gefährlich, besonders dann, wenn er politische Geheimnisse weitergibt, Korruption und Skandale aufdeckt. Wikileaks, ZackZack, und einige andere Magazine decken schamlos alles auf, was eigentlich unter der Bettdecke bleiben sollte. Sie werden einerseits kritisiert, verfolgt und selbst an den Pranger gestellt, andererseits erzielen sie eine enorme Beliebtheit, denn Skandale prägen die Gesellschaftspolitik.

Ein Whistleblower ist wichtig, denn er deckt alles auf, was ohne ihn unter den Teppich gekehrt wird. Er deckt Skandale auf, legt sich mit Regierungen an, und er muss oft verschwinden, bevor man ihn schnappt und einsperrt.

Das Internetportal präsentiert Neuigkeiten, die wir lieber nicht wissen sollten. Die Diplomatenkreise freuen sich schon auf die nächste Ausgabe von WikiLeaks. Die spitze Zunge dieses Online Phänomens ist ja im Moment in allen Köpfen tief verankert, denn wir alle wollen Anteil haben am schweren Schicksal von WikiLeaks. Wenn ich mir da so meine spitze Zunge anschaue, kommen mir die ersten Zweifel, ob der Lifestyle nicht das nächste Opfer sein wird, wenn es darum geht, Seiten zu sperren, die nackte Tatsachen präsentieren.

Meine beispielhaften, metapherartigen Ratgeber treten manchmal dem einen oder anderen Menschen auch sauber und leichtbeinig auf die Füsse. Ich entschuldige mich an dieser Stelle schon einmal für meine bereits verfassten und in Zukunft entstehenden Ratgeber. Und wenn wir uns nun ansehen, was WikiLeaks so angerichtet hat? Die US Aussenministerin ist im Moment damit beschäftigt, sich bei der ganzen Welt zu entschuldigen.

Ist es nicht schlimm, wenn man hinter seinem Rücken Gespräche mitverfolgen kann, die für die eigenen Ohren nie vorgesehen waren? Was die Leute über mich erzählen, geht mich auch nichts an, denn ich lasse sie gerne reden. Manchmal lästert man einfach nur aus reinem Zeitvertreib, damit man weiss, dass man noch fähig ist, zu lästern und zu schimpfen. Ich schimpfe immer über die stinkenden Mülltonnen vor unserem Haus, denn das passt nicht zusammen, ein schickes rosarotes Haus und übel riechende Mülltonnen davor.

Unsere Mülltonnen interessieren sich kein Stück für mein Geläster, das lässt sie einfach kalt, während sie ungehemmt vor sich weiter duften. Liebe Besucher, mit Müll kann man übrigens auch in die Öffentlichkeit gelangen. Das ist auch ein kleiner Tipp für die unbekannten Künstler, die sich einen Namen ergattern wollen. Im Grunde sind die Enthüllungen auf WikiLeaks auch eine Art Müll, eben ein hoch explosiver Sondermüll. Wenn alles, was wir irgendwann sagen, in der Zeitung abgedruckt werden würde, wüsste der Nachbar, dass seine Stiefel vor der Türe unangenehme Gerüche entwickeln, und die Kanzlerin wüsste, was über sie im Stiegenhaus gesprochen wird, denn sie dem Parlament den Rücken zudreht.

Jetzt sind Banken, Kreditkarteninstitute und Paypal nicht mehr sicher vor den WikiLeaks Fans, denn die wollen ihre Spendengelder für das Onlineportal loswerden. Wenn ich so darüber nachdenke, könnten die big Spender die Spendengelder an mich überweisen. Ich besitze zufällig auch ein Konto, welches jeden Cent mit Genuss verschlingt. Welch genialer Einfall, mit diesem Einfall falle ich mit der Tür samt Türstock ins Haus hinein.

Wo wohnen eigentlich die Unterstützer von WikiLeaks? Ob die mich wohl auch mit offenen Armen empfangen würden, wenn ich die Hand zum Gruss aufhalte? Auf jeden Fall sind bereits einige kluge Köpfe mit der Türe in die virtuellen Häuser von Kreditkartenfirmen und Co hinein gefallen, damit die Spendengelder für das Enthüllungsportal wieder fliessen dürfen.

Ich habe herausgefunden, dass man den Geldfluss nicht unterbrechen darf, wenn man erfolgreich sein will. Und deshalb wird WikiLeaks immer einen offenen Kanal finden, auch wenn die Welt versucht, auf jedes Kanalloch einen Kanaldeckel zu legen. Es ist nicht jedes Geheimnis gut aufgehoben, wenn man es still und leise der ganzen Welt erzählt, aber das Geheimnis bekommt in diesem Fall unheimlich viel Aufmerksamkeit.

Notfalls sagen Sie bitte sämtliche Geheimnisse mir, denn besonders unter dem Siegel der Verschwiegenheit sind sie bei mir in besten schweigsamen Händen. Ich präsentiere eventuelle Geheimnisse höchstens hier auf dem Lifestyle Portal, denn da kann es kaum jemand hören, höchstens lesen. Mit dem Lesen sieht es ohnehin nicht sehr gut aus, da haben wir Glück, denn Österreich belegte bei einer Pisastudie zufällig einen der letzten begehrten Plätze.

Wie gut ist eine Petition?

Was ist eine Petition, und wie erfolgreich sind Petitionen? Im Gegensatz zu reinen Bürgerinitiativen und kleinen Bürgerabstimmungen haben sie mehr Gewicht im Parlament, müssen besprochen werden, und so manch eine Abstimmung hat dazu geführt, dass Gesetze geändert wurden. In der Schweiz sind Volksabstimmungen das Mittel der ersten Wahl. Bei uns kann man nur hin und wieder dafür oder dagegen stimmen, aber es lohnt sich.

Im Gegensatz zu Bürgerbewegungen könnten Petitionen eher fruchten, da sie vom Parlament ausgehen und für eine rege, medial ausgerichtete Diskussion sorgen. Bitte, da hat der dorfeigene Sheriff ausgedient, wenn die Ordnung von ganz oben erfolgt. In Österreich gibt es immer wieder Petitionen, die mehr oder weniger sinnvoll erscheinen, aber irgend einem Bürger verhelfen sie dann doch zu seinem Glück. Sinnvoll ist eine Petition für oder gegen die Diskriminierung von Ungeimpften, welche strahlend ins Leben gerufen wurde. Diese Petition machte mich neugierig, da ich noch nie einen Ungeimpften diskriminiert habe, nicht einmal meinen engsten Busenfreund, obwohl er mir sehr nahe kommt. Ich bin ein Impfling, impfe mich gegen alles, was möglich ist, nur gegen die Dummheit konnte ich mich bis jetzt nicht impfen lassen, die liegt bei mir in den Genen, ist sozusagen angeboren, die habe ich notgedrungen im Kopf. Ich kann jedoch die Ungeimpften verstehen, denn wenn man sie im Herbst wieder einsperren, wegschliessen oder zur Impfpflicht motivieren will, fühlt man sich als Ungeimpfter diskriminiert. Im Jahr 2021 durfte man ungeimpft nicht einmal Schuhe kaufen, aber Schuhe waren mir immer schon suspekt, ich kaufe mir lieber einen passenden Schal, quasi Schuhe für den Hals, denn so etwas steht mir gut.

Man würde so eine Petition nicht benötigen, wenn die Menschenrechte in Österreich in der Gesetzesverordnung fest verankert wären, denn die Würde des Menschen ist unantastbar, aber hier schläft der Staat wie ein Murmeltier. Übrigens existiert eine zweite Petition, die für oder gegen die Absetzung der Regierung ist. Und hier befinden wir uns auf heiklem Boden, denn wenn man die bodenständigen Tatsachen sieht, so schrumpft die Akzeptanz der derzeitigen Regierung ins Bodenlose. Eine neue Regierung müsste meiner Meinung nach kommunistische Werte verfolgen, alle Güter gleichmässig verteilen, soziale Kompetenz beweisen, das Ego sterben lassen und die Menschen unterstützen. Konzerne, Energieriesen, Aktionäre, Grossunternehmer, Privatstiftungen, Superreiche, all diese Dinge hätten dann keinen fest verankerten Platz mehr im Land. Bitte, dann geht die Welt unter, und deshalb bin ich der Meinung, man sollte kein unnötiges Geld für vorzeitige Neuwahlen ausgeben, sondern lediglich medial konfrontierend die derzeitige Regierung in ihre Schranken weisen, falls sie Unsinn verzapft. In schweren Krisenzeiten ist es nämlich für jegliche Regierung fast unmöglich, die Nerven der Bürger zu besänftigen.

 


Elisabeth Putz

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