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Wie wird man ein erfolgreicher Politiker?Ein guter Politiker ist diplomatisch, charmant, charismatisch, und er weiss, was das Volk will. Er ist korrekt, lügt nicht, und er tritt zurück, wenn er einen Fehler gemacht hat. Ein erfolgreicher Politiker weiss, was er will, ist für seine Partei da, färbt vieles um, und er manipuliert die Menschen so, dass sie seine wirtschaftlichen Erfolge als Gemeinwohl wahrnehmen. Ein schlechter Politiker sagt, was er denkt, handelt undiplomatisch, ist populistisch bis aggressiv, aber er kann auf seine Stammwähler zählen, denn sie lieben ihn wie einen Guru. Und dann gibt es Politiker, die käuflich sind. Wie hoch muss die entgeltliche Summe ausfallen, um einen Politiker einer anderen Partei für seine eigene Partei zu gewinnen? Ab 500 000 Euro beginnt es, denn für eine halbe Million Euro kann man schon durchaus eine andere Meinung öffentlich vertreten. Oder? Ob diese Summen wirklich gezahlt wurden, das weiss wahrscheinlich nur der Politiker, der das Geld erhalten hat. Es kann natürlich auch sein, dass solche Gelder nie geflossen sind und nur behauptet wurde, dass man Politiker einkaufen kann wie warme Semmeln. Man stellt sich die Frage, warum Politiker plötzlich in eine andere, ziemlich gegensätzliche Partei flüchten, oder einfach nur wechseln? Es ist die Unzufriedenheit in der eigenen Partei, wenn sich das Parteikonzept ändert, und dies kann im Laufe von Jahren schon einmal passieren. Es ist die innere Überzeugung, dass eine andere Partei die Interessen besser vertritt, und dies kann im Laufe eines wachsenden Lebens auch vorkommen. Aber es kann auch das angebotene Geld sein, welches man bekommt, wenn man wechselt. Es kann auch die Gier nach Anerkennung und neuen Aufstiegsmöglichkeiten sein, wenn man sich in der derzeitigen Partei nicht gehört und nicht gesehen fühlt. Manche Politiker wechseln aus Frust, oder weil sie sich umorientieren wollen. Wenn ein Politiker die Meinung vertritt, dass die Wirtschaft alleine alles regelt, dass man keine Sozialsysteme benötigt, dass der Kapitalismus zu mehr Wohlstand für alle führt, dann sollte er sich für die USA entscheiden. In den USA erntet man in vielen öffentlichen Schulbussen Wanzen und Ungeziefer, während man für den privaten Schulbus Geld bezahlt. Das Rentensystem ist grösstenteils privat, die Krankenversicherung steht grösstenteils auf privaten Füssen, hoffentlich auf gesunden Füssen, denn wer krank ist, muss zahlen, und der rüstige Rentner sitzt an der Supermarktkasse, weil seine private Altersvorsorge pleite ist. Die Obdachlosen verdoppeln sich, die Reichen werden immer Reicher, und so manch ein Multimillionär kauft sich einen unsinnigen Berg samt Berghütte, den er alleine besteigen darf, weil der Berg ihmgehört. In Afrika hungern in der selben Zeit Millionen Menschen, die keinerlei Berge erklimmen. Ich bin der Meinung, dass man eine gesunde Balance zwischen wachsender Wirtschaft und dem Sozialsystem benötigt, damit möglichst viele Menschen ordentlich leben können. Der reine Kapitalismus hält sich auf Dauer nicht aufrecht genug, um stabil zu stehen. Aber nach meiner Meinung fragt ja niemand. Und deshalb gehe ich brav zur Wahl und wähle ....Und genau das sollten Sie auch tun, sonst fragt Sie auch eines Tages niemand nach Ihrer Meinung. Wo bekomme ich bloss so ein schickes grünes Sakko her, wie es Frau Merkel trägt? Ach ja, falls ich es vergesse: Was ist eigentlich Anfuttern? Mein Lebenspartner kaufte mir neulich eine Torte, obwohl ich glaubhaft celebrierte, dass ich abnehme. Ich konnte nicht wiederstehen und saugte die Torte zuerst mit meiner Nase und dann mit meinem staubsaugerähnlichen Mund ein. Sie zerfloss auf meiner Zunge wie die Sahne auf den Erdbeeren beim Liebesspiel. Und so funktioniert Anfütterung, es ist eine Art selbstverliebtes Liebesspiel. Ein Politiker lässt sich beschenken, lässt sich mit Bestechungsgeldern umgarnen und gibt dafür einen Teil seiner grosszügig angelegten Freiheit ab. Er sitzt ab diesem Zeitpunkt des Genusses mit symbolisch angelegten Handschellen im Gefängnis seiner Wahl, denn ab jetzt ist er erpressbar, direkt auspressbar. Bitte, da bekommen die sinnlich angehauchten Worte des Auspressens und des Saugens eine vollkommen andere Bedeutung, aber bitte die Handschellen hätten wir gerne in rosaroten Plüsch gewickelt, denn unsere Handgelenke sind empfindlich. Übrigens ist in Graz ein Gerichtsurteil rechtskräftig geworden, in dem ein Politiker tatsächlich der Anfütterung beschuldigt und verurteilt wurde, auch mit rosaroten Handschellen, die ihm keine grossen Schmerzen bereiten werden. Das Gute an Österreich ist, dass die Leute vergessen und verzeihen können, bis zur nächsten Wahl. Ich bin Österreicherin. Wie beeinflussen uns Politiker?Wie beeinflussen uns die Politiker, und wie wichtig sind sie? Die politischen Entscheidungen prägen das Leben des Bürgers im jeweiligen Land, und so beeinflusst die Politik unser Leben, den Alltag, die Gesetzeslage, die Freiheiten und eventuellen Einschränkungen. Dies bemerkten wir in der Corona-Krise, wo wir uns plötzlich impfen lassen mussten, oft gegen die eigene Überzeugung, aber es diente der grösseren, übergeordneten Sache, denn irgendwie musste man ja die Krankenhäuser wieder leer bekommen, ohne grössere Schäden in Kauf nehmen zu müssen. Der politische Einfluss wird jedoch auch von den Lobbyisten geprägt, denn wer die wirtschaftliche Macht hat, der beherrscht auch den politischen Markt, und so sind Politiker immer den wirtschaftlichen Einflüssen eventueller Lobbyisten ausgesetzt. Dies durfte man in Österreich an Hand von skurrilen Chats mitverfolgen, welche uns europaweit in die Lächerlichkeit zogen. Wenn der Unternehmer alles bekommt, was er will, und ihm der Politiker ein gutes Leben verspricht, ist dies Beeinflussung, ob man es hören will oder nicht. Aber andererseits gab es dieses Phänomen bereits seit Jahrhunderten, nur jetzt bewegen wir uns in so einem gläsernen, fast schon transparenten Zeitalter, dass einfach alles wie ein offenes Buch freigelegt werden kann, was sonst unter der Hand, hinter vorgehaltener Faust diskutiert wurde. Bitte, so ist das Leben. Keine Frage, die Politik beeinflusst die Wirtschaft und umgekehrt. Als die glanzreiche Debatte über die Atomkraftwerke und den Biostrom aufflackerte, entgegneten die Kernkraftwerksbetreiber, dass der billige Strom nötig sei, denn sonst stehen wir nachts im Dunkeln da. Irgendwann kam dann in den Medien die Meldung, dass die Atommeiler noch nicht direkt das zeitlich begrenzte Aus feiern, weil wir doch den Strom benötigen. Und wo bleiben die üppigen Subventionen für die Windkraftwerke und die Wasserkraftwerke, fragte ich mich, während ich mir unter der elektrischen Glühbirne meine Stromrechnung ansah und überlegte, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Wahrlich, ich bin ja selbst die beste Politik. Im Grunde sind nicht die Politiker alleine für das immer wiederkehrende Desaster in der Welt verantwortlich, sondern wir. Ich kaufe mir Fastfashion bei H&M, C&A, bei meinem geliebten Zara und dem peppigen Orsay, wundere mich darüber, warum die Politik nicht eingreift, wenn in China eine Näherin einen Hungerlohn bezahlt bekommt, und suche gleichzeitig nach noch einem günstigeren Kostüm, welches seidig weiche Baumwolle beinhaltet. Steinigen Sie mich, ich laufe schon zur Hochform auf. Politik ist wichtig, keine Frage, aber vor einem Wahlkampf zählen nur die Stimmen. Viele Stimmen erhält man mit vielen Geschenken an die Wähler. Im Grunde ist der Wähler dumm, wenn er seine Stimme dem Verschenker gibt, denn in der Realität kann keine Wirtschaft aufrecht erhalten werden, wenn man versucht, den einzelnen Menschen zu retten. Jeder ist auch ein wenig selbst für sich verantwortlich und sollte aus seinem Leben etwas Sinnvolles machen. Wenn man nur auf Geschenke und Vergütungen baut, verbaut man die Wirtschaft und sein eigenes Leben damit. Wählen sollte man die Partei, die realistisch denkt und arbeitet. Einst wollte ein Politiker in den Himmel kommen. Er konnte sich nicht recht entscheiden, wo er eigentlich nach seinem Tod hinwollte. Petrus stand mit einem kleinen roten Teufelchen an der Pforte und fragte den Politiker, wohin er nun gehen möchte. Der Politiker wollte wissen, was es denn zur Auswahl gab. Die erste Wahl war ein blauer, kalter Himmel, eine feuchte Wolke, aus der es heraus regnete und viel Arbeit. Die zweite Wahl war ein Aufenthalt in der Karibik, schöne Frauen und eine enorme Wärme, sodass man Tag und Nacht in der Sonne brutzeln konnte. Der Politiker hatte gewählt, und zwar den All Inclusive Karibikurlaub. Plötzlich stand er mit dem kleinen roten Teufelchen in der Hölle und musste Kohlen schleppen. Der Politiker wollte wissen, was er falsch gemacht hatte. Der Kohlenheizer meinte, die Karibik war vor der Wahl, und die Kohlen sind nach der Wahl eingetreten. In der Karibik sind viele Menschen arm und müssen schuften, ausserdem ist es in der Karibik heiss. Wie realistisch sind die Versprechungen der Politiker?Manche Gespräche in den politischen Talkrunden gleichen einer Talkshow. Hier wird von der Karibik gesprochen und die Sonne versprochen, aber sehr unrealistisch gehandelt. Wir haben einen Staatshaushalt und eine Auslandsverschuldung. Gott sei Dank haben wir davon jeweils nur eines. Wir besitzen Staatsbürger, ein bisschen Geld und Arbeitsplätze. Wenn unrealistisch gearbeitet wird, hat man bald eine Ehefrau, die viel Geld kostet. Der Mann kommt mit dem Schuften nicht mehr nach und leiht sich Geld von der Geliebten. Das alleine ist schon unrealistisch, denn die Geliebte möchte Geschenke erhalten und kostet im Endeffekt eine Menge Geld. In Zeiten der Wirtschaftskrise weiss mancher Politiker nicht, wem er zuerst helfen sollte, denn diese Wirtschaftslage ist für die Politik ungewohnt und völlig deplaziert. Plötzlich wollen alle Geld, weil wenige Superreiche das System zerstörten und noch reicher wurden. Der Aktienhandel an der Börse, die zärtlich sanft gelagerten Regulierungsgesetze, die nicht weltweit greifen, die Optionen auf die Option, alles Geld der Welt verspekulieren zu können, all das ist Politik. Bitte, da darf man es den Politikern nicht übel nehmen, wenn sie sich entscheiden, diplomatisch die Dinge beim abgewandelten Namen zu nennen, damit der Grossteil des Volkes sich vorwiegend in Sicherheit wiegen kann, denn wenn die Politiker mit dem Holzhammer die Dinge hart und skrupellos in ihre Einzelheiten zerteilen würden, das Volk das wirre Innenleben der Dinge optisch plastisch sehen würde, dann würde das Volk nicht mehr schlafen können. Bitte, ich bin übrigens auch ein bisschen Volk. Zum Politiker tauge ich nicht, denn ich bin der Holzmichel, der dem Volk die Wahrheit ins geschockte Gesicht schlagen würde, sodass mein Volk noch zerfurchter aussehen würde. Aber das grüne Sakko von Angela Merkel, bitte, das hätte ich gerne. Mittlerweile müsste es so gealtert sein, dass sie es entbehren und mir schenken könnte. Politische Entscheidungen werden nicht immer fürs allgemeine Volk getroffen, denn die Lobbyisten der Grosskonzerne sind oft so mächtig, dass Entscheidungen nicht zu Gunsten des Volkes ausgehen. Politik ist oft schmutzig, und wir sehen über diesen Schmutz hinweg, weil wir eine marktfreundliche, sozial geprägte Regierung brauchen, die das Land stabilisiert. Jede Regierung ist besser als gar keine, denn wenn Instabilität in einem Land herrscht, sind der Diktatur alle Wege geöffnet. Unzufriedene Bürger wählen eher einen Diktator, eine starke Persönlichkeit, und zufriedene Bürger wählen vorwiegend soziale Parteien, die lange verhandeln anstatt zu handeln. Politik ist Macht, Einfluss, gutes Geschick, Kommunikation und Balance zwischen dem Einzelbürger und den Unternehmen, dem Klima und dem Alltagsleben, welches alltagstauglich sein muss. Politiker und Autofahrer aufgepasst - Links oder Rechts?Wer das Lenkrad in der Hand hält, sitzt am Steuer, entweder links oder rechts. Beim Autofahren, in der Politik, in der gesellschaftlichen Gesinnung, aber besonders im Strassenverkehr sollte man auf der richtigen Seite fahren. Links wird weltweit in folgenden Ländern gefahren: Malta, Zypern, Grossbritannien, Irland, Australien, Indien, Japan, Namibia, Neuseeland, Südafrika, Thailand, und überall dort, wo sich der Geisterfahrer wohlfühlt. Als ich in England war, fuhr ich mit meiner Gastfamilie meiner Meinung nach ungewohnt auf der falschen Seite, da in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Italien, Ungarn, Slowenien und in vielen weiteren Ländern rechts gefahren wird. Links wird mir leicht übel, auch wenn meine gesellschaftliche Gesinnung auf der linken Seite ruht. Und so könnte man sich im Strassenverkehr und in der Politik darauf einigen, dass beide Seiten fliessend befahren werden dürfen, wenn man sich im richtigen Land befindet. Zu weit rechts sollte man nicht fahren, weil man sonst unter ungünstigen Umständen in einer Strassenlaterne landet. Zu weit links sollte man auch nicht fahren, weil man sonst im Feldweg versinkt. Und in der Mitte darf man nicht fahren, da man sonst den Gegenverkehr rammt. Gesellschaftstechnisch wäre es jedoch von Vorteil, sich mittig zu bewegen, da die politische Mitte in ihrer Radikalität nicht grossartig ausgeprägt ist. Frieden, Freude, Eierkuchen, das prägt die politische Mitte, und der Trennstreifen auf der Strasse trennt verkehrstechnisch die linke und die rechte Seite. Wenn man es pragmatisch sieht, so müssen Linke und Rechte sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen, denn der Mittelstreifen trennt die aufgeheizten Gemüter voneinander. Wenn wir also den Strassenverkehr in die Politik einbringen würden, wären alle zufrieden. Übrigens sind die Hutträger die gemütlichsten Autofahrer, da sie langsam fahren und sich jede Strassenlaterne und jedes seitlich schlummernde Feld genau ansehen. Der perfekte BundespräsidentDer Bundespräsident hat es in schwierigen Zeiten nicht leicht, dafür aber schwer. Er muss das Fussvolk beruhigen, aufmunternde Worte finden, die Leute motivieren, die gute Sache in den Mittelpunkt rücken, und wenn er sagt, man müsste die Zähne zusammenbeissen, dann könnte das Volk bald in Tränen ausbrechen, denn hungern und frieren will niemand gerne. Ja, wenn ich Bundespräsident wäre, dann wäre ich höchst wahrscheinlich ein Mann, denn in Österreich gab es bis jetzt keine Bundespräsidentin. Männer werden eben immer noch bevorzugt behandelt, wenn es um repräsentative Ämter geht, in denen man viel Aussenpolitik miterlebt. Aber wenn ich Bundespräsidentin wäre, würde ich keine Stellenangebote mehr dulden, in denen explizit Männer für eine spezielle berufliche Tätigkeit bevorzugt werden, und dies optisch, ungeniert nach aussen hin in der jeweiligen Stellenanzeige auch präsentiert wird. Da fühlt man sich als Frau diskriminiert. Ich bin bekennender Grünwähler, obwohl mich die österreichischen Grünen so vor den Kopf gestossen haben, dass ich jetzt noch mit den seelischen Beulen zu kämpfen habe. Wenn ich Bundespräsident wäre, würde ich jedem das Händchen schütteln, und das Gendern wäre immer noch reine Zukunftsmusik, welche unleserlich in den Augen brennt und durchs Ohr schallt. Bitte, das Gendern ist wichtig, denn Frauen fühlen sich dadurch bestätigt, aber für mich wird es erst schladend, wenn ich eine Göttin bin. Ich würde sämtliche Gelder flächendeckend über die arme Bevölkerung schütten, und um das Budgetloch zu füllen, würde ich die Reichen und Superreichen, die vermögenden Erben schröpfen.. Übrigens, wussten Sie schon, dass Heidi Horten im Jenseits lebt? Ich denke, ihr begehrtes Seegrundstück am Wörther-See, an welchem ich neidvoll wöchentlich vorbeifahre, hat sie nicht dorthin mitgenommen. Der einst amtierende deutsche Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten, da man sein Image von aussen beschädigt hatte, wogegen er sich zwar zur wehr setzte, jedoch erst Jahre später Recht bekam. Das schädigt die Aussenpräsenz enorm. Eines muss man ihm positiv anmerken: Er glänzte wie eine Diva und repräsentierte zusammen mit dem Prunk seiner Frau das sachlich kompakte Deutschland beinahe so glamourös, wie die Obamas die USA repräsentierten. Er scheute sich nicht, modische, ja nahezu jugendliche Aspekte unters Volk zu bringen, wobei seine Outfits auch auf dem Laufsteg dahinschlendern konnten. Was war bloss passiert, dass der gute Mann zurücktreten musste? Im Grunde hatte er doch bloss Urlaub bei Freunden gemacht. Österreich wirbt sogar mit dem Slogan, dass man Urlaub bei Freunden machen sollte. Ich glaube, jetzt muss ich meinem ältesten Geschäftsfreund die letzte Party in Rechnung stellen und meinerseits den Kaffee und die Sachertorte bei ihm bezahlen, denn es könnte sein, dass ich bald als Bundespräsidentin kandidiere. An solch absurden Beispielen sieht man schön, wie schnell ein Image beschädigt werden kann, wenn sich die Medien darauf stürzen, nur um die Auflage der Zeitung zu erhöhen. Bitte, es geht doch immer nur um Auflagen, das merke ich selber an mir, wenn ich verzweifelt versuche, Skandale zu präsentieren, die in Wahrheit keine sind. Auf die Bildzeitung ist Verlass, darauf kann man sich verlassen, denn sie schnappt jeden Skandal auf, selbst wenn er auf einem Anrufbeantworter gastiert und anschliessend gelöscht wird. Falls ich Bundespräsident werde, rufe ich bei der Bildzeitung an und mache meinen ehemaligen Anwalt zur Sau, sperre meinen ehemaligen Augenarzt in den Kerker, schiebe meine Mutter ins Altersheim ab und rülpse ins Telefon hinein. Dann brauche ich wenigstens nicht zur Wahl antreten, denn dann ist mein Ruf vorab schon einmal ruiniert. Christian Wulff schaute sich am Finanzmarkt um und nahm den günstigsten Kredit in Anspruch, der gerade greifbar war. Ich achte auch immer peinlichst darauf, Geld zu sparen. Neulich hatte ich zu diesem Zweck sogar mein Konto zu einer billigeren Bank umgezogen, aber das werde ich ändern, sobald ich die Bank mit den teuersten Konditionen gefunden habe. Der gute Wulff machte im Grunde nichts falsch, jedoch quälte ihn ein Kommunikationsproblem, denn er konnte sich nicht gezielt zu den Vorwürfen äussern. Manchmal hat man einfach einen Frosch im Hals. Braucht man den Bundespräsident?Ist der Bundespräsident eigentlich notwendig? Er vertritt das Land nach aussen hin, kann bezaubernd lächeln und besitzt die Gabe des charmanten Handshakes. Wenn ich zusätzlich die Knigge durchstudiere und mir endlich gute Manieren aneigne, kann ich das Amt des Bundespräsidenten übernehmen. Ich muss mir nur noch ein Land aussuchen, welches mich nimmt. Ich nehme das Swasiland, 1,4 Millionen übersichtliche Einwohner, erträgliche, herzerwärmende 26 Grad Durchschnittstemperatur im Sommer, und eine überschaubare kleine Landesfläche. Was sagt der König dazu? Kann nicht der Bundeskanzler das Amt des Bundespräsidenten mit übernehmen? Bitte, nicht dass er sich dann seelisch übernimmt. Angela Merkel hätte den charmanten Handshake beispielsweise gut drauf, sie hat zärtliche Finger, die sogar im Ernstfall mit erhobenem Zeigefinger der ganzen Welt zeigen, wo es entlanggeht. Welche Aufgaben hat ein Bundespräsident zu erfüllen?Hat der Bundespräsident auch Aufgaben zu erfüllen? Ich ahnte es, er ist ständig auf Reisen, immer im Ausland. Und was macht der Aussenminister? Der lernt Englisch. Übrigens erwarte ich mir als Bundespräsidentin mindestens einen Chauffeur, eine artgerechte Wohnresidenz und etwas Taschengeld, wobei meine Tasche ein grosser Shopper ist, da passt mehr Geld hinein. Wie finden Sie die lebenslangen Abfindungen und Zulagen der vergangenen Bundespräsidenten, falls sie sich vor Ablauf der jeweiligen Amtsperiode verabschiedet haben? Haben Sie sich mit der Abfindung abgefunden? Ob ich vielleicht erwägen sollte, meine Steuern demnächst in der Schweiz zu sparen? Mario Draghi ist zurückgetretenIn Italien herrscht Chaos, aber die Italiener können mit chaotischen Zuständen gut umgehen, denn sie haben die erste Corona-Welle ziemlich gut überlebt, bis auf jene, die erschütternd daran verstorben sind, während Europa zugesehen hat und glaubte, es wäre bloss ein italienisches Phänomen. Italien ist leidensfähig, solange Mama die besten Spaghetti der Welt kocht und der Sohnemann eine Frau zur Frau nimmt, die kochen kann wie Mama. Auf jeden Fall ist das italienische Oberhaupt, Mario Draghi zurückgetreten, weil er sich inmitten des Chaos gemobbt, gehänselt und missverstanden fühlte. Normalerweise treten Politiker nicht einmal dann zurück, wenn sie beim Korrumpieren erwischt werden, oder wenn sie keine Mehrheiten im wählerischen Volk erlangen. Mario Draghi trat zurück, obwohl die Mehrheit des Volkes ihn anhimmelte. Allerdings brodelte die Gerüchteküche samt vernichtendem Polit-Apparat in den eigenen Reihen. Bitte, Boris Johnson aus Grossbritannien meinte, als sein Ruf unterirdisch im Keller verschwand, er würde Grossbritannien wieder great again machen, zu einem Great-Britain machen, ans Abdanken dachte er nicht. Und das genaue Gegenteil sehen wir in Mario Draghi. Er verlässt das Schlachtfeld gleich, nicht erst, wenn man an seinem Chefsessel so lange gesägt hat, dass er samt Sessel im Erdboden verschwindet. Ich könnte schwören, Italien bekommt Probleme, denn eine instabile Regierung verschafft den politischen Gegnern einen enormen Spielraum. Dies erkannten wir sogar bei uns in Österreich, als unsere eigene Regierung lahmte und im Zeitraffer ausgetauscht wurde. Bitte, ich wünsche meinem Lieblingsland Italien alles Gute, und so lange meine zweite Heimat, Lignano noch steht, bin ich zufrieden, denn dort treffen sich regelmässig alle Kärntner und Osttiroler zum Sonnenliegen. Boris Johnson dankt abDer Premierminister des Vereinigten Königreichs Grossbritannien, Boris Johnson dankt ab, er geht, und ich denke, als Premierminister wird er uns wohl nie wieder beehren, aber man weiss nie, was kommt. Er galt als eine schillernde Person, spritzig, witzig, abgefahren, allzeit zu jedem Spass bereit, ein wenig soziopathisch angehaucht, mit viel Charme und Charisma bestückt, und er log, bis sich die Balken bogen. Im Allgemeinen haben ihm die Leute jede seiner Lügen brav abgenommen, viele wussten, dass er seine eigene Wahrheit lebt, aber man hat es toleriert, weil er so ein ulkiges Kerlchen ist. Und gerade, als er sich wirklich wahrheitsgemäss rechtfertigen wollte, wurde ihm die Wahrheit zum eigenen Grabstein gemeisselt, denn das hatten ihm die Leute nicht verziehen. Bitte, Schuster bleib bei deinen Leisten. Und so hätte auch Boris Johnson beim Lügen bleiben sollen, dann hätten ihn die Menschen als authentisch eingestuft, denn man wusste, wenn jemand in Not war, er wäre der Letzte gewesen, der geholfen hätte, es sei denn, es würde sich ein Vorteil für ihn daraus ergeben. So kannte man Boris Johnson. Er versprach viel, damit sich die Engländer endlich von der EU lösten, und er hielt nichts davon ein. Er meinte, wir machen Grossbritannien great again, also wieder gross wie früher. Und nach dem Brexit litten die Engländer wie die Tiere am leeren Futtertrog, denn sogar die Lebensmittelversorgung lahmte. Er versprach den Schotten schöne Infrastrukturen, aber keine einzige Strasse wurde zur Zufriedenheit fertiggestellt. Dafür glänzte Boris Johnson mit Partys, Glamour und edlem Stil, er feierte gerne grosse Feste, seine Corona-Politik brachte die britischen Krankenhäuser an den Rand der Verzweiflung, sodass Hotelbetten zu Krankenbetten umgebaut werden mussten, aber das Volk verzieh ihm alles, bis zum allerletzten Vaux-Pass. Und so schwindet wieder einmal ein konservativer Premierminister aus dem englischen Parlament. Adios. Biden oder Trump - Nochmal fit im AlterJoe Biden oder Donald Trump, einer von beiden könnte noch einmal der nächste amerikanische Präsident werden. Joe Biden stolpert zwar gerne über Säcke, Donald Trump stolpert dagegen eher über Gesetzeslücken, aber beide sind sie fit genug für den nächsten Wahlkampf. Falls es eine Überraschung geben sollte, treten andere Kandidaten im Wahlkampf an, aber so wie es derzeit aussieht, bleiben Überraschungen bis auf Weiteres aus. Und so könnte Donald Trump Amerika wieder gross machen, unter dem Motto, make America great again, und Joe Biden könnte im zweiten Präsidentschaftsdurchgang versuchen, Russland so klein wie möglich zu machen, damit die Ukraine eine Chance hat, den Sieg zu feiern. Böse Zungen sagen, Trump schafft den Krieg ab, weil er zu beschäftigt damit ist, seinen guten Ruf wiederherzustellen, die Mauer zu Mexiko weiterzubauen und das Land finanziell zu stärken. Und die Grünen sagen, Joe Biden ist einer von uns, er hilft uns dabei, richtig aufzurüsten, damit Waffen sprechen können und der Krieg in die nächste Runde geht. Ich könnte schwören, einer von beiden gewinnt die nächsten US-Wahlen, aber ich kann mich ja auch irren. Für mich wäre es gut, wenn sämtliche Kriege weltweit enden würden, alle Waffen schweigen und überall Frieden in der Luft liegen könnte, aber ich bin ein Träumer, ein verbaler Weltverbesserer mit wenig Einfluss. Wie wäre es, wenn man die Frauenquote erhöht und eine Frau die nächste Präsidentin wird? Das Gendern hätte dann einen weltweit akzeptablen guten Ruf. Göttin sei Dank. Pelosi besucht Taiwan, und China ist nicht amüsiert darüberDie amerikanische Spitzenpolitikerin, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Pelosi besuchte nur kurz für zwischendurch Taiwan, um zu signalisieren, dass die USA auf der demokratischen Seite des Landes steht und es notfalls mit allen Mitteln verteidigen würde, und schon ist China erzürnt darüber. Bitte, das hätte jeder noch so unpolitische Laie voraussagen können, dass hier in ein ruhendes Gewässer heisses Öl gegossen wurde. Sehr explosiv. Jetzt überlegt China einen Gegenschlag, worüber die USA nicht amüsiert ist, und schon hätten wir erneut einen kriegsähnlichen Zustand. Die Geschichte zeigt, dass die USA sich gerne in andere Staaten einmischt, um sie zu befreien, aber dass die selbe USA provozierend Kriege heraufbeschwört, das ist wirklich neu. Präsident Joe Biden könnte meiner Meinung nach einen Schritt kürzer treten, denn wo Frieden herrscht, sollte man kein Öl ins Feuer giessen. Wer würde jetzt von einem Krieg profitieren? Es ist eindeutig die USA, denn die wachsende Rüstungsindustrie hat das Land seit uralter Zeit jedes Mal aus der drohenden Wirtschaftskrise gerettet. Derzeit wütet in den USA, so wie überall auf der Welt eine Wirtschaftsflaute, die sich in vielen Teilen der Erde bereits zu einer Wirtschaftskrise empor gehoben hat. Welch ein Aufstieg. Taiwan ist demokratisch, China ist eine Art kommunistische Diktatur, und der amtierende chinesische Präsident, der sich zum dritten Mal wählen, quasi krönen lässt, möchte seine 1-China-Politik durch nichts und niemanden gefährden. Irgendwann wird es in Taiwan krachen, aber bitte, meiner Meinung nach muss das nicht gerade jetzt sein, denn ich schwimme immer noch mit meinem Betonklotz am Bein in finanziell unsicheren Gewässern. Wenn China einen Krieg gegen Taiwan führt, bleiben meine schicken Kleider im indischen Ozean stecken, aber wenn man es genau nimmt, so bin ich derzeit ohnehin zu dick für neue Kleider. Oberflächlich gesehen geht es nur um simple Kleider, aber wenn man in die Tiefe des Konflikts einblickt, so geht es um essentielle Dinge, mit denen Europa im Falle eines China Krieges nicht mehr rechnen darf, nämlich Medizin, Güter des täglichen Lebens, seltene Erden, etc. Dann funktioniert nichts mehr bei uns. Ich sehne den Tag herbei, an dem ich Gott bin, dann pflanze ich Friedensblumen, von denen sich die Welt ernähren muss. Dann ist Schluss mit Krieg.
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