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Wie kommt man zu seinem Recht?

Recht und GerechtigkeitRecht ist eine reine Ansichtssache, denn man kann es wenden und drehen, wenn man dem Richter das Wort im Mund umdreht und seinen Anwalt nicht reizt. Oft ist der Mandant das lästige Übel, welches man in Kauf nehmen muss. Und oft ist das Prozessrisiko so undurchschaubar, dass man glaubt, man würde im Recht sein, wenn man den Prozess mit Pauken und Trompeten verliert. Dazwischen können Jahre vergehen, denn die Mühlen der Justiz mahlen langsam.

Recht haben und Recht bekommen sind in der Regel zwei Paar Schuhe, denn wenn die Beweislage nicht einwandfrei ist, bekommt man kein Recht, oder man muss den Instanzenweg gehen, um zum Schluss festzustellen, dass man selten Recht bekommt. Auch wenn die Beweislage stimmt, kann es zu unerwarteten Zufällen kommen. Übrigens ist der Mandant oftmals der schlimmste Feind des Anwalts, schlimmer als die Gegenseite. Und daher muss man immer mit einem gewissen Prozessrisiko rechnen. Ausserdem sollte man sich vor eitlen Anwälten in Acht nehmen, die beim geringsten Windhauch das Mandat niederlegen und ihren heiss geliebten Mandanten im Stich lassen.

Recht ist Gerechtigkeit, auch wenn man dies nicht in jedem Streitfall, in jedem Gerichtssaal feststellen kann. Oft gewinnt der Stärkere, der die besseren Anwälte hat. Oft gewinnt jener, der mehr Einfluss besitzt. Und gegen ein Kollektiv kommt der Einzelne nur schwer an. Recht ist ein Gefühl, denn man glaubt, rechthaben zu wollen, selbst wenn eine Sache ungerecht erscheint. Und so ist das Recht eher eine subjektive als eine objektive Wahrnehmung, denn jeder nimmt Gerechtigkeit und Unrecht anders wahr. Der Staat macht allgemeine Gesetze, damit wir uns auf ein allgemein gültiges Recht stützen können. Das bewahrt den Frieden in der Bevölkerung.

Wie kommt man zu seinem Recht? Wichtig ist der passende Anwalt, wobei das Anwalt-Mandanten-Verhältnis stimmen muss, denn Vertrauen ist hier besonders wichtig. Bei der Anwaltssuche sollte man sich für einen Fachanwalt entscheiden, besonders im Medizinrecht, Onlinerecht und in wirtschaftlichen Fragen. Der Fachanwalt hat sich spezialisiert und kann oft Fragen besser beantworten. Eine Rechtsschutzversicherung kann hilfreich sein, denn ein Gerichtsprozess ist teuer, und das Anwaltshonorar hängt in der Regel von der Schadenssumme ab, wobei hier schnell hohe Kosten anfallen können, wenn man den Prozess verliert. Man sollte im Klagsfall immer das Prozessrisiko berücksichtigen, da die Beweisbegutachtung immer vom jeweiligen Gericht abhängt und man oft ein Restrisiko eingehen muss, selbst wenn die Beweislage eindeutig erscheint.

Recht haben und Recht bekommen sind oft zwei verschiedene, emotionale Dinge, welche man zwar objektiv, sachlich kompakt, mit Verstand, Expertise und wissenschaftlich belegter Aussagekraft, mit stichhaltigen Beweisen, oder zumindest mit aussagekräftigen Indizien durchsetzen kann, aber aus Sicht des Mandanten gewinnt meistens die aufgestaute Emotion.

Wichtig ist, dass man für fachlich intensive, schwierige Prozesse möglichst einen Fachanwalt im jeweiligen Gebiet, beispielsweise einen Anwalt für Immobilienrecht in Immobilienfragen, einen Fachanwalt für Medizinrecht im Streitfall eines möglichen Kunstfehlers, einen Fachanwalt für Wirtschaft in wirtschaftlichen Anliegen wählt, und besonders im Bereich Internet sind die Fachanwälte wichtig, da hier die Gesetzeslage meist länderübergreifend, nach EU-Recht und EU-Richtlinien durchgeführt wird und die jeweiligen Gesetze oftmals noch jung sind. Im Urheberrecht gelten für Online-Bilder und Online-Texte, Online-Publikationen aller Art die fliegenden Gerichtsstände, bei denen man sich als Urheber das Gericht meist aussuchen kann. Da hat der Beklagte oftmals schlechte Karten, weshalb hier ein direkt unfairer Markt entstanden ist, welcher mit Abmahnungen aller Art bestückt ist. Wer sich Bilder und Texte fremder Leute im Internet aneignet, sollte sicherstellen, dass er keine Urheberrechte verletzt, und er muss die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Portale wie beispielsweise Fotolia berücksichtigen und auch umsetzen, denn ein geklautes Bild kann sehr teuer werden.

Im Schadensfall muss man nicht immer Recht bekommen, denn oft hängt die Beweislage nicht nur von der Dokumentation ab, sondern wird von Gutachtern zerpflückt, oder die mündlichen Aussagen zählen mehr als die Schriftstücke, denn die Beweislage obliegt dem jeweiligen Richter. Und so hat der Mandant manchmal das nachsehen, wenn er einen möglichen Schaden einklagt. Im Medizinprozess ist die Beweislage oft schwierig, weil der Patient im Grunde nachweisen muss, dass ein eventueller Kunstfehler vorliegt, und dies muss er mit Hilfe von gerichtlichen Gutachtern tun, wobei Patient und Richter in der Regel keine fachkundigen Ärzte sind. Fakt ist, in einigen Fällen gewinnt derjenige mit den stärkeren Nerven, mit dem längeren Atem, mit der besseren finanziellen Lage. Dies sieht man oft, wenn ein einzelner Mensch gegen eine Versicherung, ein Land, eine Stadt, ein Krankenhaus klagt. Da kann es passieren, dass man nach der ersten Instanz nicht mehr weitermacht, weil man einen Nervenzusammenbruch erleidet und einfach umfällt. Ich persönlich verklagte einst ein Krankenhaus, gab jedoch nach der ersten Instanz auf, weil ich zusammengebrochen bin und volle 5 Jahre brauchte, um wieder stabil zu sein. Bitte, es war mir ein Vergnügen, eine Ehre, ein besonderes Anliegen, es war katastrophal, aber ich lebe noch.

Wie findet man einen seriösen Anwalt?

Anwalt - blond und blauäugigWie findet man den richtigen Anwalt? Wer eine Rechtsschutzversicherung besitzt, kann sorglos klagen, die Kosten werden im Idealfall übernommen. Hier lohnt es sich, einen Fachanwalt zu wählen, denn er ist auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert, womit die Gewinnchancen bei Gericht steigen. Man sollte die Anwaltskosten immer im Überblick behalten, wenn möglich, aussergerichtlich versuchen, einen Streitfall zu lösen, und für Verwaltungsarbeiten kann man auch einen allgemeinen Anwalt wählen, da er in den meisten Fällen günstiger ist, wenngleich das Honorar vom Streitwert abhängt, wenn man nicht auf Stundenbasis abrechnet. Im Allgemeinen sind Anwälte Bestverdiener, stehen an der Spitze der Gesellschaft und führen die Verdienstliste der selbständigen Verdiener an. So gesehen existieren kaum Anwälte, die billig sind.

Ein guter Anwalt berät nicht nur seriös, er schätzt auch das Kosten-Nutzen Risiko ein, und vor allem das Prozessrisiko, denn nicht jeder begonnene Rechtsstreit endet positiv für den klangenden Mandanten.

Dies musste ich bitter feststellen, als ich mich persönlich in einen Rechtsstreit involvierte, welchen ich freiwillig führte,, da ich die Klägerin war. Und mitten in einer Verhandlung meinte eine Zeugin, sie kennt die Angeklagte nicht, sie hätte mit der Angeklagten nichts zu tun. Bitte, ich kannte die Zeugin auch nicht, und mir war es schleierhaft, warum man sie zu einer Aussage gebeten hatte.

Ich führte nämlich, als ich mich dem Grössenwahn widmete, einen Gerichtsprozess gegen das Wiener AKH, und ich verlor ihn mit Pauken und Trompeten. Ich könnte schwören, mein damaliger Augenarzt meidet mich seither wie der Teufel das Weihwasser. Und mein damaliger Anwalt erholt sich womöglich heute noch von den seelischen Strapazen, welche ich ihm zumutete. Fakt ist, wer gegen Windmühlen kämpft, sollte ein dickes Hautfell besitzen, denn Dünnhäuter könnten in solchen Prozessen vor die Hunde gehen. Ich brauchte fünf und mehr Jahre, um mein inneres, vom Streiten zermürbtes Gleichgewicht wiederzufinden und mich wie gewohnt dem Grössenwahn zu widmen. Demnächst werde ich wohl die Welt verklagen, denn ich bin der Meinung, wir brauchen wieder ein erträgliches Klima.

Anwälte gibt es wie Sand am Meer, und nicht jeder ist für jeden Fall geeignet. Es existieren nämlich auch Anwälte, die den Gerichtssaal scheuen und sämtliche Verhandlungen lieber vom Schreibtisch aus erledigen. Da kommt Freude auf, wenn der Mandant ewig auf ein Urteil warten muss, weil sein Anwalt untätig ist. Und es gibt die übereifrigen Anwälte, die ihre Mandanten zur Sau machen, wenn sie nervös sind, Dinge vergessen oder verwechseln, oder wenn der Mandant nicht exakt nach ihren Vorstellungen funktioniert. Ich ahnte schon immer, der ärgste Feind eines Anwalts ist sein eigener Mandant, nicht unbedingt die Gegenseite, denn mit der Gegenseite kann man ja notfalls verhandeln, was sich ungeniert -Packteln- nennt. Mir sind solche Anwälte suspekt, denn der eigene Anwalt wird bezahlt, um für seinen Mandanten da zu sein, nicht dafür, um mit der Gegenseite zu flirten.

Man benötigt ja einen Rechtsanwalt nicht nur im Streitfall, denn viele Verwaltungssachen erledigt man auch bei ihm. So kann man sein Testament beim Anwalt verfassen lassen. Dieses wird dann elektronisch vermerkt, liegt bei verschiedenen Stellen auf, und man hat eine bis mehrere Kopien davon. Bitte, dann kann man in Ruhe sterben. Für Blinde gilt in Österreich laut meines neuesten Wissensstandes Notariatspflicht, denn das Testament für Blinde ist ein ganzer Notariatsakt. Als ich einst zusammenbrach, dachte ich mir in der Notaufnahme im Krankenhaus nur, ich muss mein Testament machen, sonst erben meine Afrikakinder nichts.

Ihrem Anwalt sollten Sie vertrauen können. Besonders in Grossstädten leben viele Anwälte, die von ihrem Handwerk kaum etwas verstehen. Informieren Sie sich vorab über die Fragen, die Sie Ihrem Anwalt stellen, in guten Internet Rechtsportalen. Dann wissen Sie beim Erstgespräch, was der neue Anwalt kann, ob er Sie falsch informiert, oder ob er ein guter Anwalt ist.

Vielleicht haben Sie Freunde und Bekannte, die Ihnen einen guten Anwalt empfehlen können.

Der Anwalt in den gelben Seiten, der an erster Stelle steht, ist nicht immer der 1A beste Anwalt, er beginnt nur mit dem Buchstaben A.

Der Anwalt mit dem grössten Inserat in der Zeitung leistet sich grosse Werbung. Aber ist er deshalb auch ein kompetenter Anwalt?

Suchen Sie sich einen Anwalt, der spezialisiert ist auf Ihre Streitfragen, denn allgemeine Anwälte können von allem nur sehr wenig.

Der Höchsthonorar Betrag der Erstberatung darf einen gewissen Betrag nicht überschreiten, denn sonst ist die Kosten und Nutzen Rechnung unrealistisch hoch zum Nutzen.

Bei Ihrem Anwalt sollten Sie sich wohl fühlen. Am schlimmsten sind die Anwälte, die ungefragt während des Beratungsgesprächs rauchen, essen oder trinken. Glauben Sie mir, es gibt alles, ich habe es getestet und erleben dürfen.

Die erfolgreiche Rechtsberatung beim Juristen

Für den kleinen Geldbeutel gibt es die kostenlose Rechtsberatung, erhältlich bei vielen öffentlichen Institutionen. Für den grossen Geldbeutel gibt es den Anwalt Ihres Vertrauens, der meiner Meinung nach nicht so teuer ist, da er bereits viele Unannehmlichkeiten für Sie erledigt hat.

Bei schwierigen Fällen, wenn man beispielsweise Versicherungen, Banken, Finanzämter, grosse Institutionen, den Staat, Krankenhäuser, Ärzte, Verwaltungen oder gar die Polizei verklagen möchte, weil man sich eindeutig im Recht fühlt, ist der Fachanwalt die richtige Anlaufstelle. Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass man in diesen grossartig ausartenden Fällen bei einer kostenlosen Rechtsberatung nicht weiterkommt, da die Fälle langwierig, umfangreich, arbeitsintensiv, aufwendig und tiefgreifend sind. Wie soll jemand, der allgemein berät, dazu noch kostenlos, vom Staat bezahlt, in einem medizinischen Fall Auskunft geben können? Da müsste er sich ja zuerst in den Fall einarbeiten. Selbst als ich damals als Opfer beim Weissen Ring anrief, ahnte ich schon vorher, dass es nutzlos sein würde. Aber ansonsten ist der Weisse Ring eine wunderbare Einrichtung für Opferschutz, da bin ich mir sicher.

Der Fachanwalt hilft immer weiter. Nehmen wir im Bereich Wirtschaftsrecht die schwammige GmbH her. Unternehmer suchen besonders im Wirtschaftsleben, nach Schlupflöchern in der Gesetzgebung, um Vorteile daraus zu ziehen. Es werden Strohmänner in Unternehmen eingesetzt, wenn der Geschäftsführer nicht mehr so handeln darf, wie er möchte, es werden Steuern hinterzogen und Steuergelder ins Ausland geschafft, denn dort vermehren sie sich prächtiger als im Inland. Wer erwischt wird, bekommt so milde Strafen, dass er mit dem Finger schnipst und dort weiter macht, wo er vor der Gerichtsverhandlung aufgehört hat.

Das soll aber nicht zur Normalität werden. Beobachtungen haben gezeigt, dass in Managerkreisen mit Recht und Unrecht ganz anders umgegangen wird, als im Rest der Welt. Niedrige Straftaten werden zwar hier wenige begangen, aber dafür spielen Geld und Moral keine Rolle. Es wird Zeit für eine Gegenbewegung unter den Managern, damit der Moralverfall nicht in junge Generationen übergeben wird. Manager werden von Unternehmen meist noch mit hohen Abfindungen belohnt, wenn sie Mist gebaut haben. Dabei wissen wir doch alle, was Recht und Unrecht ist. Eines macht jedoch unheimlich zufrieden, nämlich das Universum, welches immer im Gleichgewicht ist und das Gleichgewicht immer wieder herstellt. Nur muss man darauf manchmal lange warten. Dazwischen sollte man jedoch im Streitfall eine ordentliche Rechtsberatung hinzuziehen.

Der passende Anwalt verhilft Ihnen zu Ihrem Recht

Wer sich am Rande der Legalität bewegt, braucht wirklich einen guten Anwalt, denn er könnte zwischendurch immer wieder mit Unannehmlichkeiten konfrontiert werden. Neulich machte ich mir wieder einmal Gedanken darüber, welche Gesetzeslücken man so im Geschäftsleben ausnutzen könnte. Mir fiel prompt die Insolvenzverschleppung ein, mit der man in Deutschland bei guter Wahl eines geeigneten Strohmannes ausgezeichnet leben kann.

Und so zieht sich unser gutes Recht wie eine zischende Schlange durch den Alltag. Übrigens hat eine Schlange auch gute Seiten, und wenn man ihr den Giftzahn zieht, kann sie sogar richtig freundlich sein. Man fragt sich oft nur, wie man der Schlange den Giftzahn ziehen kann, denn rechtlich ist vieles erlaubt, was moralisch bedenklich ist.

Was ist Recht, und was ist Unrecht? Juristisch gesehen sind dies zwei relative Ansichten, denn im Zweifel ist der Schuldige ohne gründliche Beweislage unschuldig. In manchen Fällen hackt sogar das eine Gesetz dem anderen ein Auge aus, wenn sich zwei Gesetze so geschickt überschneiden, dass man die Lücke darin ausnutzen kann.

Ihr gutes Recht ist es nicht nur, sich immer bloss verteidigen zu müssen, wenn die Suppe am offenen Kamin des ungerecht erscheinenden Lebens brodelt, sondern auch tätig zu werden, wenn Ihnen das Böse zu nahe rückt. Gut, ich schreibe heute noch keine Abmahnungen, wenn ich mich dupliziert im Internet finde, aber ich habe ja dafür einen Anwalt, der die Unannehmlichkeiten für mich erledigt.

Sie sollten dies auch berücksichtigen, denn wer sich nicht mit dem geistigen Einsatz seines Köpfchens wehrt, ist wehrlos. Übrigens lassen sich die meisten Streitigkeiten regeln, wenn jeder Mensch friedlich lebt und seinen Mitmenschen nichts antut, was er selbst nicht gerne am Hals hätte. Gleich morgen werde ich allerdings die Gier und die gekränkte Eitelkeit fragen, ob sie aus unserem Leben bitte ausziehen könnten, damit Recht und Ordnung eintreten.

Das Recht ist Ansichtssache

Recht haben und Recht bekommen sind manchmal zwei verschiedene Dinge. Stellen Sie sich vor, Sie entdecken einen Schaden, können jedoch nicht mehr klagen, weil die dreijährige Frist abgelaufen ist, um eine Klage einzureichen. Es heisst zwar, dass die Verjährungsfrist drei Jahre ab Kenntnisnahme beträgt, aber manchmal wird der Zeitpunkt gewählt, an dem der Schaden eingetreten war.

Nehmen wir beispielsweise den groben Behandlungsfehler, den Kunstfehler in Angriff.Mir war zweieinhalb Jahre hindurch nicht direkt bewusst, dass womöglich bei meinen Augenoperationen ein möglicher Fehler gemacht worden sein könnte. Hatte ich ein Glück, dass ich noch rechtzeitig die Hebel in Bewegung setzen konnte, obwohl ich eine Frau bin, die niemandem wehtun kann. Und schon war ich in der sichtlich schmerzenden Situation gefangen, jemandem wehtun zu müssen, und niemandem schaden zu wollen. Autsch, das tat mir dann weh. Die Patientenanwaltschaft, die Volksanwaltschaft und mein eigener Anwalt fragten mich mehrmals, was ich wirklich will. Den plastisch greifbaren, plakativen Schuldspruch konnte ich von niemandem erwarten, und so akzeptierte ich die Sachlage und reduzierte mein Anliegen auf das, was ich nicht wollte, aufs entschädigende Geld.

Ich wollte einfach wissen, was damals passiert war. Und so entschied ich mich, den Rechtsweg zu gehen, da ich als kleiner Erbsenzähler der Sache auf den Grund gehen wollte. Wie gross ist eigentlich das Erinnerungsvermögen der Zeugen, wenn ein Sachverhalt mehr als zwei Jahre, ja nahezu drei Jahre zurückliegt, fragte ich mich, als ich mein pingeligst genaues Gedächtnisprotokoll erstellte. Zum Glück führe ich als Erbsenzähler ein detailliertes Tagebuch, sodass ich mich an Kleinigkeiten erinnern konnte. Ein Gedächtnisprotokoll ist wichtig für Dinge, die längst schon wieder in Vergessenheit geraten sind.

Wenn die Beweise nicht ausreichen?

Stellen Sie sich vor, Sie würden genaue Wortprotokolle aus Ihrem fotographischen, wiederkäuenden Gedächtnis erstellen können. Da fällt mir ein, es gibt jetzt die neueste Variante des kleinen Aufnahmegerätes, einen Schlüsselanhänger, mit dem man Audioaufnahmen machen kann, die man am PC dann wiedergibt. Bitte, da erinnern sich die Zeugen dann plötzlich doch an all das, was sie womöglich vor Gericht geleugnet hätten.Legal? Was ist schon legal, wenn man sein Wortprotokoll zu Papier bringt und es in reiner Buchstabenform existiert.

Aufnahmen darf man nur im Ausnahmefall machen, und es wird dabei jeder Fall individuell beurteilt. Normalerweise sind Aufnahmen, besonders das Aufnehmen von Telefongesprächen ohne Zustimmung der Personen, die aufgenommen werden, nicht zulässig, sogar strafbar. Wortprotokolle in schriftlicher Form jedoch sind zulässig, denn die hat man bestimmt aus dem gut funktionierenden Gedächtnis erstellt, weil als braver Bürger nimmt man ja keine Gespräche auf.

Das subjektive Recht ist eine Sache der guten Beratung

Was Recht und Unrecht ist, wissen wir alle, aber trotzdem benötigen wir immer wieder eine gute Rechtsberatung. Wir kennen unsere ethischen Grundsätze und die zehn Gebote. So wissen wir, was wir anderen Menschen nicht antun dürfen. Jetzt wohnen wir aber nicht in der Steinzeit, sondern in einer vollautomatisierten und modernen Gesellschaft.

In dieser Welt existieren neben Grundbedürfnissen und den Weiden und Wiesen auch wirtschaftliche Güter. Und hier beginnen die kleinen Zweifel, was rechtlich machbar und nicht mehr so direkt durchführbar ist. Natürlich müssen sich Anwälte und Gerichte auch um die Menschen aus der Steinzeit kümmern, die ein Mörderchen und ein kleines Totschlägchen auf dem Gewissen haben und nicht erkennen, wenn Dinge nicht ihnen gehören. Wieso existieren auch solche Menschen?

Das fragt sich manchmal auch die Rechtspsychologie. Wenn Sie sich jedoch im Unrecht fühlen, oder besser gesagt, im Recht, und ein anderer dringt in Ihre nicht erlaubte Rechtszone ein, nehmen Sie sich eine gute Rechtsberatung. Die Erstberatung ist an manchen Stellen kostenlos, aber es gibt auch private Anwälte, die verlangen das Höchsthonorar für die Erstberatung. Ob die jetzt immer besser sind, bezweifle ich, denn ich hatte sehr viele Rechtsberater zu unterschiedlichsten Honoraren, bis ich meine damalige Firma verkauft und den Nachbesitzer gepfändet hatte.

Die elektronische Fussfessel

Eine Fussfessel kann auch ganz schick aussehenWie lebt man mit einer Fussfessel, und wie bekommt man sie? Zuerst muss man die Fussfessel beantragen, was für jeden Straftäter gilt, da gibt es keine Grenzen nach unten oder oben hin. Dann wird geprüft, ob man überhaupt reif für so einen elektronisch überwachten Hausarrest ist, denn nicht jeder Straftäter erfüllt eine gute Sozialprognose. Das Umfeld, die Familienverhältnisse, die Sozialkontakte, die Arbeitsstelle, die finanzielle und psychische Situation, alles muss stimmig sein, um eine Fussfessel ans Bein gebunden zu bekommen. Und schliesslich lebt man mit zahlreichen Kontrollen zwischen seinem eigenen Zuhause, der Basisstation, der Abhöranlage, etc, und zwischen seinem Freundeskreis, der Arbeitsstelle und seinen Verpflichtungen hin und her, aber man erspart sich die Zelle samt umbequemem Bett in einer Justizvollzugsanstalt. Richtig mobil ist man mit so einer elektronischen Fussfessel nicht, aber man kann den eigenen Garten geniessen.

Der elektronisch überwachte Hausarrest, die sogenannte Fussfessel erlaubt es, Straftätern, die im Rahmen des Strafgesetzbuchs eine geringfügige bis mittlere Strafe absitzen müssten, im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung, in der Unterkunft des individuellen Wohlbefindens zu verweilen. Man kann einer geregelten Tätigkeit, einer normalen Arbeit nachgehen, verliert seinen Arbeitsplatz nicht, oder nicht aus Gründen der Mobilität, sondern oft eher aus Gründen der Ethik und Moral, und man kann seine Freunde treffen, die man auch nicht verliert, es sei denn, sie wenden sich ab und legen keinen Wert auf eine weitere Freundschaft.

Der elektronische Hausarrest ist umstritten, und der eingefleischte Psychopath wird die Fussfessel wohl nicht bekommen, aber Straftäter, welche eine geringere Gefahr für die Bevölkerung darstellen, werden sie wohl erhalten. Notfalls winkt der Bewährungshelfer mit Auflagen.

Es müssen Voraussetzungen gewährt sein, um eine elektronische Fussfessel tragen zu dürfen. Ausschlaggebend ist ein intaktes soziales Umfeld, Familie und Freunde, gesellschaftliche Akzeptanz im Umfeld, wichtige Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit, und die im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen müssen mit der Überwachung schriftlich einverstanden sein, denn es gilt der Datenschutz. Das Einkommen muss geregelt sein, der Straftäter muss sozialversichert sein, und man muss eine gute Prognose aufweisen, die belegt, dass man den Vollzug in der Fussfessel nicht missbraucht.

Übrigens kann man die elektronische Fussfessel schon während der Untersuchungshaft, oder noch im geschlossenen Strafvollzug erhalten, wenn die soziale Prognose gut ist. Hiervon machen viele Straftäter Gebrauch, und das wiederum entlastet die Justizanstalten, denn die Gefängnisse sind ohnehin voll bis oben hin.

Wenn man zu Hause, in der jeweiligen Unterkunft seine Fussfessel angelegt bekommt, so ist dies ein sogenannter Peilsender, der am Knöchelgelenk eines Fusses angebracht wird. Mi Hilfe einer Basisstation, welche im Haus angebracht wird, sind die Kontrollen möglich. Mit Hilfe eines GPS-Systems lassen sich auch richtig engmaschige Kontrollen durchfürhren, aber dies ist nur in seltenen Fällen nötig. Normalerweise muss man sich regelmässig bei der Basisstation melden, und notfalls muss man auch hineinhauchen, um eine Atemprobe abzugeben, da man nichts Alkoholisches trinken darf, also lassen Sie den Schnaps lieber weg.

Es gibt Leute, die entwickeln aus dieser Fussfessel ein Trendprodukt, indem sie die Fessel mit glitzernden Steinchen, Gold und Silver, trendigen Accessoires und Fussschmuck verschönern. Der Vorteil dieser eleganten Fussfessel ist, dass man seine täglichen Geschäfte durchaus noch in einem angenehmen Rahmen erledigen kann, und der Vorteil für die Wirtschaft sind freie Gefängnisplätze für Leute, die schwerere Taten begangen haben.

Wie sinnvoll sind EU-Richtlinien?

Die EU-Krümmung der GurkenImmer wieder treten neue EU-Richtlinien in Kraft, die einerseits für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen, aber andererseits für Verwunderung und Staunen sorgen. Wer braucht die Gurkenkrümmung? Und was hat uns die ungesunde Energiesparlampe gebracht? Heute noch knabbern viele kleine Onlineunternehmen, vorwiegend Internetmedien und Onlinemagazine an der Cookie-Richtlinie, die von der legendären E-Privacy Richtlinie getopt wird. Werbung ist quasi zum Tabuthema geworden, und ich werde eines Tages das einzige Magazin sein, welches kostenlos zur Verfügung steht, denn ich bin ein Brotkrümel-Knabberer und bemerke nicht, wie meine Einnahmen verschwinden. Blogger, Kleinunternehmen, alles, was online unterwegs ist, muss jetzt die Zustimmung des Kunden einholen, um entweder seinen Namen, seine Statements oder seine Werbezustimmung zu erhalten. Und daher schliessen viele Unternehmen ihre Pforten, ganz ohne Sinn, denn personalisierte Werbebotschaften empfanden viele Leute besser als unpersönliche Werbebanner. Und weil die EU nur nachts schläft, werden neue Richtlinien folgen, aber im Grunde können wir froh sein, EU Mitglieder zu sein, denn ohne Europa würden wir unseren Lebensraum verlieren, sobald einer kommt und glaubt, Europa würde ihm gehören.

Wir leben in der EU, und damit auch mit den verschiedensten Richtlinien, über deren Sinnhaftigkeit sich so manch ein Bürger Sorgen macht. Kennen Sie noch die exakte Gurkenkrümmung? Bei der Banane war die Krümmung in Ordnung, denn sie konnte ja nichts für ihre gekrümmte Form. Die Gurke musste jedoch über eine unsinnige Richtlinie der EU stolpern und unter ihr leiden, denn ihre Krümmung war plötzlich nicht mehr in Ordnung. Zahlreiche Gurken schafften es nicht mehr in den Supermarkt, weil sie angeblich zu unförmig zum einsortieren waren. Heute darf die Gurke wieder so leben, wie sie es von ihrem Naturell her gewohnt ist, mit oder ohne Krümmung.

Ein ähnliches Schicksal erlitt die Erleuchtung durch das elektrische Licht. Die alte Glühbirne musste sterben, obwohl sie theoretisch ewig leuchten konnte. Sie wurde durch die Energiesparbirne ersetzt, wobei man hier wahrlich nicht wusste, ob dies nur aus wirtschaftlichen Gründen geschah. Energiesparlampen sind mit Quecksilber ausgestattet, liefern jede Menge an Elektrosmog, und sie leuchten teilweise erbärmlich. Viele dieser Birnen sind zwar durch LED-Lampen ersetzt worden, welche ein angenehmes Lichtspektrum von sich geben, aber die alte, heiss leuchtende Glühbirne leuchtet immer noch am besten. Immerhin, wir verbrennen seither nicht mehr so viel Hitze, wenn wir das Licht einschalten.

Dem leistungsfähigen Staubsauger wird das gleiche Schicksal wiederfahren, er wird durch billige Produktionen ersetzt, weil man eine bestimmte Leistung nicht mehr überschreiten darf. Aber solange der Staubsauger nicht fönt, ist alles in Ordnung. Immerhin tummeln sich heute beutellose Staubsaugergeräte am Markt, die für den Allergiker die reinste Qual sind. Sie besitzen teilweise eine miese Saugleistung, man muss den Staub nach jedem Saugvorgang manuell entfernen und das Innenleben des Saugers reinigen, und die Haare bleiben trotzdem im Teppich kleben, weil der Sauger keine dementsprechende Saugleistung besitzt. Manchmal spart man an den falschen Stellen Energie. Immerhin, die überteuerten Sauggeräte, welche man ab 400 Euro aufwärts bekommt, saugen auch ohne Leistung gut, aber sie kosten eben mehr Geld.

Getoppt wird das ganze Spektakel von der EU-Cookie-Richtlinie, welche auch die E-Privacy-Richtlinie und die Datenschutzgesetze, die sogenannte DSGVO beinhalten sollte, aber darüber streiten sich die Geister, nicht nur die Anwälte. Stellen Sie sich vor, ein simpler Autor, einfach gestrickt, schreibt im Internet seine Onlineliteratur und baut einen Cookie-Button der VG-Wort ein. Es ist die Verwertungsgesellschaft für Autoren, bei denen die Autoren Geld verdienen, wenn sie ihre Literatur gratis und kopierfähig im Netz anderen Lesern zur Verfügung stellen. Wenn man die Cookie-Richtlinie genau nimmt, so muss man sogar beim VG-Wort Pixelbanner, den man in seine Website einbaut, eine aktive Einwilligung der Leser einholen, und der Leser bestimmt, ob er dem Autor seine rechtlich zustehenden VG-Wort Einnahmen gönnt oder nicht, denn die Texte müssen auch ohne Cookie-Einwilligung voll zur Verfügung stehen. Das wäre so, als ob man am Zeitungskiosk entsheidet, ob man für die jeweilige Tageszeitung bezahlen will oder nicht, und man liest sie trotzdem.

Es dürfen nur technisch notwendige Cookies auf einer Website verwendet werden, ohne welche die Website nicht funktionsfähig wäre. Diese Aussage verkörpert der Gesetzestext der EU-Richtlinie, und sie wurde bereits von mehreren Anwälten bestätigt, selbst wenn es immer noch Blogger und Anwälte gibt, die dies anders sehen. Auf jeden Fall kann man abgemahnt werden, wenn man glaubt, es gäbe Ausnahmen.

Die DSGVO und die Cookie-Richtlinie haben dafür gesorgt, dass Anbieter von Onlinemagazinen, Onlinezeitungen und Onlineportalen ihre bisher gratis, und durch Werbung finanzierten Dienste jetzt kostenpflichtig, per Abo zur Verfügung stellen. Man muss also bezahlen, und das Informieren im Internet wird immer teurer. Die Verlage können nämlich nicht mehr weiterarbeiten, wenn sie keine Werbung mehr zeigen dürfen, weil sich der Leser dadurch gestört fühlen könnte und selbst entscheidet, ob er den Inhalt mit oder ohne Werbung konsumiert.

Natürlich unterliegen diese Richtlinien einer gewissen Wirtschaftlichkeit, und ein guter Anwalt kann perfekt argumentieren, warum ein Cookie-Aktiv-Einwilligungsbanner nicht gesetzt wird, aber die Konkurrenz darf trotzdem abmahnen, und diese Abmahnungen sind zu einem Geschäftsmodell geworden. Viele kleine und mittlere Blogger haben ihren Blog eingestellt, weil sie durch die präsentierte Werbung nichts mehr verdienen, und so existieren viele gute Fachblogs nicht mehr. Es entgeht uns viel Information, wenn nur noch einige grosse Unternehmen alles für sich beanspruchen. Die grossen Portale nehmen nämlich ihre Datenschutzeinwilligungen und Werbeausspielungen in die Nutzerkonten auf, und wer beispielsweise bei einem sozialen Netzwerk seine Freunde treffen will, stimmt den neuen Nutzungsbedingungen zu, damit der den Dienst weiterhin nutzen darf. Dies hat dafür gesorgt, dass die Kleinen sterben und die Grossen erben. Und es hat dafür gesorgt, dass man sich im Internet auf fast jeder Website zuerst durch das Datenschutzmenü klicken muss und die lästigen Banner bestätigen oder weggklicken darf.

Was bringen uns diese EU-Richtlinien? Sie dienen in erster Linie dem Umweltschutz, auch wenn die Sparlampe die Umwelt verschmutzt hat. Sie dienen unserer Sicherheit, auch wenn die gekrümmte Gurke vor Sicherheit nur so strotzte. Und sie dienen dem Konsumverhalten, selbst wenn dieser Aspekt niemals erwähnt werden darf. Der Datenschutz ist ein weiterer Sicherheitsaspekt, der uns vor zu viel Öffentlichkeit bewahren soll. Im Grunde schränken uns viele dieser Richtlinien ein, entziehen vielen Unternehmern ihr Geschäftsmodell, und sie sorgen dafür, dass grosse Konzerne immer grösser werden, auch wenn man immer sagt, diese Richtlinien sollen die Kleinen schützen und unterstützen. Der Grosskonzern hat viel Geld und kann jede Klage jahrelang aussitzen. Der kleine Einzelunternehmer muss sich vor Abmahnungen und Klagen fürchten, weil er vorerst seinen Anwalt bezahlen muss. Der Grosskonzern verfügt über die nötige Reichweite, um die Richtlinien konform umzusetzen, und der kleine Unternehmer kann sie schon wegen seiner geringen Reichweite nicht anwenden.

Sollen die Journalisten, Autoren und Zeitungsredakteure gratis arbeiten, , wenn keine Werbung mehr angezeigt werden darf, ohne dass der Leser einwilligt? Der Redakteur eines Online-Magazins kauft sich dafür keine Gurke mehr, weil er pleite ist. Und die zu krummen Gurken verschimmeln am Feld, während in Afrika Kinder hungern. Aber man sagt, der Konsument will es so.

Die neuen EU-Richtlinien für Handelspartner sind da

Als ich hörte, dass Zulieferer und Händler sich jetzt mit den neuen EU-Richtlinien auseinandersetzen müssen, hatte ich ein Deja vu, denn ich erinnerte mich an die neuen Datenschutzrichtlinien, die mich zwangen, sämtliche, in meinen Artikeln namentlich erwähnte Personen um Erlaubnis zu fragen, was mir einige Peinlichkeiten einbrachte, aber mit ein wenig Alkohol ging das schon. Bitte, ich trinke nicht, ich ersaufe manchmal in meinen Fettnäpfchen. Und jetzt sind sie da, die verschärften EU-Richtlinien für Unternehmer, welche Waren transportieren und verarbeiten. Gut an den Richtlinien ist, dass Kinderarbeit verboten ist, nachhaltig, energiebewusst, falls möglich regional, umweltfreundlich und fair, zu fairen Löhnen produziert, transportiert und verarbeitet werden muss. Die grossen Unternehmen werden die Richtlinien umsetzen können, aber die kleinen und mittleren Unternehmen werden daran scheitern, da die neuen EU-Richtlinien viel schärfer sind, als die Landesgesetze, die bis jetzt alles regelten. Hier wird wieder sichtbar, wie der kleine Mann stirbt, während sich der grosse Mann alles leisten kann. Wir müssten die kleinen und mittelständischen Handelsunternehmen fördern, damit sie wettbewerbsfähig bleiben, sonst geht uns der Mittelstand verloren, und das hat fatale Folgen. Ich habe tausende Websites sterben sehen, weil sie die neuen Datenschutzgesetze nicht umsetzen konnten, ohne dabei pleite zu gehen, und ich wundere mich ernsthaft, warum ich noch am Markt bin. Ich werde mich aber auch wundern, wie es möglich sein wird, teure Preise und Güterknappheit zu ertragen, wenn zu viele kleine Betriebe die neuen Gesetze nicht umsetzen können und im Stich gelassen werden. Wir werden sehen, was passiert.

Was muss man bei einem Gutachten beachten?

Was muss man bei einem Gutachten beachten? Am schlimmsten sind Baugutachten, denn es gibt selten bis kaum Bauobjekte, die frei von jeglichem Mangel sind. Hier sollte man einen eigenen Gutachter mitnehmen, wenn man zur neuen Wohnungsübergabe fürs Eigenheim erscheint. Medizingutachten sind auch nicht zu verachten, denn der medizinische Laie muss dem zu begutachtenden Arzt vertrauen, und hier zieht man als Laie eindeutig den kürzeren Faden. Fakt ist, man sollte das Gutachten mit der mitgelieferten Literatur vergleichen und immer einen zweiten Gutachter miteinbeziehen, der nicht befangen ist.

Lieber Besucher, vielleicht sind Sie auch bereits ein oder mehrere Male in die verklemmte Lage geraten, sich an einen Gutachter zu wenden, oder gar einem Gutachter vertrauen zu müssen. Bitte, es gibt eine Herde voller weisser Schafe, und da diese Herde so gross ist, erkennt man die schwarzen Schafe unter den Gutachtern so schwer mit freiem Auge. Trotzdem, sie existieren und leben hervorragend von ihrer Gutachtertätigkeit.

Was ist ein Gutachten? Ein Gutachten ist allgemein gesehen eine sachliche Begutachtung, über welche man dann in schriftlicher oder selten auch in mündlicher Form eine begutachtende Stellungnahme abgibt. Deshalb nennt man es auch Stellungnahme, Begutachtung, Aussage.

Das Privatgutachten wird von einer Partei in Auftrag gegeben und geht in den meisten Fällen so barmherzig mit dem Auftraggeber um, dass die andere Partei förmlich leer ausgeht. Man nennt dieses Gutachten auch Parteigutachten. Da fällt mir ein, dass der medizinische Gutachter, ein Doppeldoktor mit gutem Aussehen und gutem Ruf zu mir meinte, er weist jede Parteilichkeit scharf zurück, als ich ihn mit den falschen Aussagen seines barmherzigen Gutachtens konfrontierte. Bitte, man kann sich ja mal irren.

Das gerichtliche Gutachten ist weniger parteiisch, es ist auch weniger privat, ausser der gerichtlich beeidigte Gutachter leistet sich den Luxus, ein falsches Gutachten auszustellen, in der Hoffnung, die Literaturhinweise würden wie kleine Fussnoten im Sand verschwinden. Der vom Gericht bestellte Gutachter haftet in vollen Zügen, auch strafrechtlich, und er muss auf alle Fragen konfrontierend genau antworten.

Bitte, ich habe mich einmal auf den Weg gemacht, um nachzuschauen, wofür der private Gutachter haftet? Die Haftung ist begrenzt, denn er haftet nur gegenüber dem Auftraggeber. Bitte, da muss man sich schon mächtig ins Zeug legen, um diesen parteilichen privaten Gutachter strafrechtlich zu belangen. In meinem Fall konnte ich per Schriftverkehr nachweisen, dass die Gegenseite und ich einen gerichtlich beeidigten Gutachter in beiderseitigem Einverständnis ausgesucht hatten, der ein neutrales Gutachten erstellen sollte.

Die Folgen eines falschen Gutachtens - das Gefälligkeitsgutachten

Bitte, als ich andauernd von einem falschen Gutachten, einem sogenannten Gefälligkeitsgutachten las, bekam ich Respekt vor allen Gutachtern und dachte, das passiert nur anderen Leuten, mir nicht, denn solche Gutachter ziehe ich energetisch nicht an. Die kosmische Energie suchte jedoch auch mich auf, und so musste ich feststellen, dass hinter der Aussage, dass es Gefälligkeitsgutachten auf unserem Planeten gibt, doch jede Menge an Wahrheit steckt.

Ein Gefälligkeitsgutachten ist oft schwammig und lückenhaft geschrieben. Es geht nicht auf gezielte Fragen der Gegenseite ein. Es wird oft schnell im Vorübergehen verfasst, hat nur wenige, unzureichende Literaturangaben, wobei diese Literaturinhalte nicht mit dem Geschriebenen des Gefälligkeitsgutachtens übereinstimmen.

Ein falsches Gutachten zu erstellen, braucht Mut, denn man haftet privat wie auch gerichtlich dafür. Es kann den guten Ruf kosten, es spricht sich herum, denn die Leute sind wandelnde Tagblätter auf zwei Beinen. Da fällt mir wieder mein gut aussehender, prestigeträchtiger, aus gutem Hause stammender medizinischer Gutachter ein. Der arme Kerl, ich habe ja so eine lockere Zunge am Gaumen.

Das medizinische Gutachten

Bitte, ein Gutachten an sich ist schon eine heikle Angelegenheit, aber das medizinische Gutachten toppt diese Angelegenheit in all ihrer Heikelheit. Der medizinische Gutachter sollte aus einem geeigneten Fachbereich kommen, nicht aus einem fremden Fachbereich sein, und er sollte in einem gewissen Ausmass neutral reagieren und agieren. Ein Allgemeinmediziner ist für ein Gutachten aus der Augenheilkunde nicht geeignet, jedoch ein Augenarzt. In meinem unglücklich gestrickten Fall war es ein Primarius, ein DD, Doppeldoktor, der sein Doktorat in Psychiatrie und Augenheilkunde abgeschlossen hatte. Wahrlich, ich dachte, er sei die Ultrakompetenz in Person, als ich ihn zusammen mit der Gegenseite aussuchte.

Das medizinische Gutachten hat zahlreiche Spielräume in alle Himmelsrichtungen, denn ein grober Behandlungsfehler ist schwer bis gar nicht nachzuweisen. Deshalb kann der Arzt wie auf einer Spielwiese seiner Kreativität freien Lauf lassen, denn sowohl der Patient als auch der Richter sind medizinische Laien und müssen dem Gutachter glauben. Lieber Besucher, lassen Sie sich nicht entmutigen, selbst der best aussehendste, an Attraktivität nicht zu übertreffende Arzt kann mit gezielten Fragen zur Wahrheit animiert werden.

Was muss man bei einem Gutachten beachten?

Wenn das Gutachten fertiggestellt ist, liest man es sich durch. Bitte erschrecken Sie nicht, wenn kein Schaden erkannt wurde, dies sind nur die ersten Worte, welche ein Gutachten schmücken könnten. Sie müssen in die Tiefe des Gutachtens eindringen, um zu erkennen, ob wirklich kein Schaden und kein Fehlverhalten eingetreten sind, oder ob es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handelt.

Lesen Sie sich die Literaturhinweise durch, besorgen Sie sich die angegebene Fachliteratur und vergleichen Sie die Tatsachen in den Büchern mit den Tatsachen des Gutachtens. Es kam schon vor, dass der Gutachter genau das Gegenteil geschrieben hatte, als in der Literatur angeführt war. Fussnoten sind Fussstapfen und sollten nicht als Fussabtreter gesehen werden, denn auch der Laie kann lesen.

Schauen Sie nach, ob im Gutachten sämtliche Fragen beantwortet wurden, denn man kann um den heissen Brei herumschreiben, ohne mit dem Löffel jemals vom Brei gekostet zu haben.

Schauen Sie sich im Falle eines medizinischen Gutachtens an, ob der Gutachter sich an die Tatsachen der Patientenunterlagen, der Sachunterlagen gehalten hat. Es kam bereits vor, dass sich Ärzte die Patientenakte ersparten und diese in keinem Satz des Gutachtens berücksichtigten.

Meine Erfahrungen mit einem Gutachten

Ich dachte mir, mein Leben sei friedlich und zurückgezogen, glücklich hinter meinem Schreibtisch sitzend, wo ich mit mir alleine als Autorin die Welt satirisch kritisch beobachte und darüber pöbelhaft lästere. Bitte, ich wusste es, eines Tages kam die Quittung für mein menschlich dominantes Lästern.

Ich erblindete nach mehreren Operationen und wurde mit einem weiteren Glasauge bestückt. Voila, jetzt hatte ich zwei davon, konnte in meinen Glaskugeln nach der instabilen Zukunft Ausschau halten und war zufrieden damit, dass es sich um einen von der Natur gegebenen schicksalshaften Verlauf meiner Blindheit handelte. Jawohl, mit der Natur hatte ich keine Probleme.

Als ich meine Patientenunterlagen durch einen wahrlich dummen Zufall in der Hand hielt, erschrak ich, denn auf den ersten groben Blick sahen die verdächtig nach einem Behandlungsfehler aus. Bitte, als Blinde muss man sich auf das Vorlesen seiner Mitmenschen reduzieren, wenn die Patientenakte handschriftlich verfasst wurde.

Und so machten sich mein Anwalt und ich auf die Suche nach einem Gutachter. Vergebens, denn kein Augenarzt wollte uns ein Gutachten erstellen. Ich bin hartnäckig und scheue keine noch so dumm erscheinenden Mühen. Ich rief persönlich in jeder einzelnen Augenarztpraxis an.

Schliesslich dachten wir uns, ein Gutachten, welches von der Gegenseite, von Seiten der Haftpflichtversicherung des Krankenhauses in Auftrag gegeben wird, ist besser als gar kein Gutachten, auch wenn wir damit rechneten, dass es nicht vorteilhaft für uns ausfallen würde und die Schadenssumme gedrückt wird. Gut, als ich meinen Drachenvulkan gelöscht hatte, mich mit meinem Anwalt wieder versöhnt hatte, bekam er von mir eine obligatorische Schokolade, und wir zogen die Sache durch.

Wir suchten zusammen mit der Gegenseite einen gerichtlich beeidigten Gutachter aus. Mir gefiel ein Doppeldoktor, den ich sehr attraktiv fand. Bitte, wenn man einen in Rente ruhenden Arzt und eine nicht sehr bekannte Ärztin als Alternative vorgesetzt bekommt, entscheidet man sich zwangsläufig für den Primarius eines Krankenhauses, denn der hat wenigstens viel Prestige und kann sich kein Gefälligkeitsgutachten leisten. Und manchmal liegt man genau mit diesem Denkverhalten voll daneben.

Ich bestand darauf, selbst als zu begutachtendes Subjekt vorzusprechen und lernte den gut aussehenden Augenarzt, den ich von bildhaften Beschreibungen aus dem Internet kannte, selbst kennen. Wir unterhielten uns über meine Kindheit, über mein Embryo-Dasein damals im Mutterleib, und irgendwann fragte ich, wann wir die realen Tatsachen meiner Patientenunterlagen besprechen könnten. Der Augenarzt sah mit grossen Augen in meine Glaskugeln und meinte, er hätte die besagten Unterlagen nicht erhalten. Ich sah mit grossen Glasaugen in seine verführerischen Augen und lies mir von ihm die ausgewählten Unterlagen zeigen, die er vom Krankenhaus, bzw. der Haftpflichtversicherung erhalten hatte. Da meinte mein Anwalt plötzlich, die fehlenden Patientenunterlagen bekommt er von uns. Und so verblieben wir folgend: Der Gutachter bekam per Post von uns die fehlende Patientenakte und verfasste sein Gutachten. Mein Anwalt begleitete mich nämlich zu diesem Termin, nachdem ich ihn mit Schokolade und einem süssen Augenaufschlag darum gebeten hatte.

Fünf Monate verharrten wir in erwartungsvoller Ankunft auf das Gutachten, nur um folgendes zu lesen: Es wurde kein Fehler gemacht, kein Schaden, kein Schadensersatz zu leisten. Ich sah mir das Gutachten an. 64 volle Seiten, da hatte sich der Gutachter mächtig ins Zeug gelegt, dachte ich. Als ich zu lesen begann, entdeckten meine zwei verzückten Glasaugen, dass 55 Seiten bloss die Kopien meiner Patientenunterlagen umfassten, und auf den restlichen neun Seiten meine Kindheit, meine embryonale Phase vor dem ersten Schrei, und eine Lobeshymne auf die operierenden Ärzte und die schwierigen Operationen darstellten. Dazu schrieb der Gutachter, dass keine Literatur vorhanden sei. Bitte, er hatte sich ja mächtig ins Zeug gelegt, und ich überlegte, ob attraktive Äusserlichkeiten ein aussagekräftiges Bild über einen Menschen darstellten, oder ob man doch eher nach dem eigentlichen Charakter hinter einem bildhübschen Lächeln suchen sollte?

Ich, die ewige Hartnäckigkeit in Person, zerpflückte und durchwühlte dieses Gutachten. So fleissig war ich nicht einmal beim letzten Sommerschlussverkauf.

Ich machte mich auf die fachgerechte Suche nach geeigneter Fachliteratur und liess mir zum ersten Mal meine gesamte, geballt dickliche Patientenakte Wort für Wort vorlesen. Und dann erkannte ich die groben Behandlungsfehler, denn es waren gleich mehrere, nicht nur fahrlässige, sondern auch vorsätzliche Fehler. Man hatte mir das falsche Implantat, ein viel zu grosses Implantat ins Auge eingesetzt. Dieses verursachte den Netzhautriss, bis zur vollkommenen Ablösung der Netzhaut. In einer weiteren OP, die mir als Netzhaut Op verkauft wurde, entnahm man mir das falsche Implantat und setzte das richtige ein, dafür verzichtete man jedoch auf die Silikonöl Füllung, obwohl man die Netzhaut nicht mehr anlegen konnte. In einer weiteren OP bekam ich das Öl verpasst, wobei das Auge ohne Öl bereits geschrumpft war.

Wahrlich, bei diesen in meiner Patientenakte stehenden Tatsachen war ich für volle drei Monate traumatisiert und traute mich nicht einmal mehr zum Zahnarzt. Man muss die ambulanten Leistungsberichte einer Patientenakte lesen, denn die Wahrheit liegt oft zwischen den Zeilen begraben. Wie viele Wahrheiten gibt es eigentlich? Übrigens hätte ich auch gleich ein Medizinstudium machen können, dann wäre ich jetzt wenigstens mit einem schicken Doktortitel bestückt.

Lieber Besucher, verzweifeln Sie nicht an einem Gutachten, es ist bloss ein Haufen Papier, der hinterfragt werden kann. Gut, im Falle eines total negativen Gutachtens steigen die kostendeckenden Rechtsschutzversicherungen oftmals aus. Das heisst im Falle einer Klage sitzt man selbst auf den Kosten, wenn man den Gerichtsprozess verliert. Und so bleiben Fehler oft unentdeckt, denn wo kein Kläger ist, hat auch kein Angeklagter etwas zu suchen. Dies sind die Folgen eines falschen Gutachtens, welche man entweder hinnehmen oder grundtief überprüfen könnte.

Übrigens hatte ich Glück, denn als ich meine Rechtsschutzversicherung auf die Lücken im Gutachten aufmerksam machte, stand sie wieder kostendeckend hinter mir. Ich habe die zivilrechtliche Klage eingereicht. Irgendwie hat mich dieses ganzheitlich aufwühlende Geschehen nachdenklicher gemacht. Ich lästere nur noch jeden zweiten Tag kritisch in meinen sarkastischen Texten über die Welt.

Wie nutzt man Gesetzeslücken aus?

Recht und GerechtigkeitUnser Rechtssystem ist gut, aber bei jeder noch so durchdachten Sache gibt es Lücken. Das ist ein natürliches Phänomen. Besonders Mietnomaden nutzen es gerne aus, GmbH Firmen, wenn sie etwas zu verschleiern haben, aber auch der gewitzte Normalbürger könnte sich dran bereichern. Welche Lücken sollte man schliessen? Als Verbraucher sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht in eine Abofalle tappen, denn mit Ihrer Unterschrift könnte es leicht passieren, dass sie vertraglich abgeschlossene Geschäfte nicht mehr rückabwickeln können, wenn gewisse Fristen verstrichen sind.

Kennen Sie schwammige Gesetze? Die GmbH Gesetze zähle ich unter die schwammigst formulierten Gesetze, welche ich persönlich kennenlernen durfte. Ich hatte einst einen Partner, dessen Firma ich kaufte. Im Grunde kaufte ich die Firma seines Chefs für einen Apfel und zwei Eier. Kein Wunder, dass der Notar, bei dem ich den Kaufvertrag abschloss, meinte, das käme ihm alles Spanisch vor. Ich studierte zu dieser Zeit Spanisch und hatte als kleine Studentin grosse Lust auf einen passenden Chefsessel, auf dem ich sitzend die Beine auf den Boden stellen konnte, ohne fünf bis sechs Telefonbücher darunterzulegen.

Mein Partner glaubte, der warme Südwind wehte jetzt wieder, nachdem ich die Firma als geschäftsführende Gesellschafterin gekauft hatte. Mein finanzieller Apfel und meine zwei Eier waren zwar weg, aber ich hatte damals ohnehin keine Lust auf Biokost. Ich leitete unter meiner Führung einen eisigen Nordwind ein und liess es regnen. Mein Partner glaubte, in mir hätte er die perfekte Strohfrau gefunden, und ich versperrte ihm nach einigen prüfenden Blicken des Über die Schulter Schauens sämtliche Kontozugänge. Jetzt wehte nicht nur ein Nordwind, wir hatten plötzlich Sturmwarnung, richtige Orkanwarnung.

Und wenn ich nicht blind geworden wäre, mir nicht die Augenkrankheit des grünen Stars einen Riegel vor meine offene Käfigtüre geschoben hätte, wäre ich heute noch von dem Vogel besessen, als Anlageberaterin im Bereich NATO-Haus tätig zu sein. Strohfrau wurde ich keine, aber ich musste erkennen, wie viele Gesetzeslücken existierten, um eine GmbH künstlich am Leben erhalten zu können.

Übrigens sollte man die Formfehler, die bei einer Anklage gemacht werden könnten, nicht vernachlässigen. Fragen Sie Ihren Anwalt des Vertrauens, ob ihm schon einmal ein Formfehler passiert ist, und er wird es verneinen. Anwälte geben ihre Schwächen so ungern zu, Anwälte sind aber auch nur Menschen.

Übrigens kann man sich zu 99% auf die Verjährungsfristen verlassen, weil diese im Notfall so manches Gerichtsverfahren unter dem wohlig riechenden Staub des am Boden liegenden Teppichs verschwinden lassen. Im nächsten Leben werde ich ein Besen, dann habe ich keine Verjährungsfristen einzuhalten, höchstens Ablauffristen, wenn ich als Besen nicht mehr kehre.

Wenn alle Menschen restlos brav und anständig wären, bräuchte man kaum Gesetze. Der Mensch ist aber von Natur aus so gebaut, dass er immer und überall seinen persönlichen Vorteil herausholen möchte. Manche Menschen sind wahre Egoisten in der Rechtswelt, andere wiederum sind weniger egoistisch und nähren den Lebensboden der wahren Egoisten.

Wer sich an alle Gesetze hält, kann morgens beruhigt in den Spiegel schauen und ist brav gewesen. Wer sich nicht an die Gesetze hält, hat seine Vorteile im Leben, die er so lange geniessen kann, bis er erwischt wird. Dann büsst er dreifach, bekommt eine kleine Wohnung mit Gitterfenstern, damit keiner einbrechen kann, drei Mahlzeiten am Tag und einen Bewährungshelfer, wenn er wieder draussen ist.

Manche Gesetze sind aber so schwammig, dass man sie leicht umgehen kann. Und dann gibt es zum Glück noch die Gesetze, die solch riesengrosse Lücken haben, dass sie schon wieder vorteilhaft sind. Nehmen wir beispielsweise die GmbH Gesetze. Es ist ein Geschäftsführer nötig, der die GmbH leitet und für alles haftet. Wenn der Eigentümer einer GmbH einen Offenbarungseid hat, ist eben ein anderer der Geschäftsführer.

Legale 1000 Euro gehören in den nächsten sieben Jahren monatlich dem nicht mehr ganz Eigentümer der GmbH, und die Restmillionen bekommt er zwischendurch vom neuen Geschäftsführer geschenkt. Der Arme hat ja offiziell nichts, der Arme. So wird der Strohmann geboren. Aus dem früheren Eigentümer wird ein kleiner Sachbearbeiter, das Vermögen wird der Frau überschrieben, alles bleibt so in der Familie und das Leben ist so wunderbar auf 1000 Euro Basis monatlich.

Natürlich darf der Arme auch manchmal die Yacht auf Mallorca steuern, wenn ihn der Strohmann einlädt. Viele Ehefrauen sind übrigens in solchen Firmen die Strohfrauen. Doof sieht die Sache nur aus, wenn die Ehefrau sich eine andere Schlafstelle am offenen Feuer der Begierde sucht und den Armen verlässt, aber daran möchten wir jetzt gar nicht denken, wo es uns doch im Moment so gut geht.

Trotzdem ist es nicht nützlich, wenn man Gesetze umgeht und Gesetzeslücken ausnützt, denn jeder Mensch hat irgendwo in sich sein Gewissen sitzen. Mein Gewissen ist übrigens im Urlaub und macht eine Weltreise. Ich kann Ihnen leider nicht sagen, wann es wiederkommt, denn ich erhalte lediglich in unregelmässigen Abständen eine Ansichtskarte von meinem Gewissen. Man wirkt hässlich auf andere Menschen, wenn das Gewissen an einem nagt. Und bedenken Sie, die Welt ist eine kleine Kugel im Universum.

Alles, was wir aussenden, kommt irgendwann zu uns zurück. Menschen, die egoistisch und rücksichtslos sind, gegen die Gesetze arbeiten, die werden es im Leben eines Tages sehr hart haben. Hoffentlich nicht in diesem Leben, es ist gerade so schön und egoistenfreundlich.

Übrigens, ich bin trotz meines schlechten Gewissens noch relativ hübsch anzusehen. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine Vergangenheit zurückliess, als ich Deutschland verliess und nach Österreich zog. Man kann ja nicht sein ganzes Leben lang seinen lasterhaften Rucksack mit sich schleppen, wenn das geordnete Leben auch in einer kleinen Klatschbag Platz hat. Jawohl, ich bin ein anständiger Mensch, und leiste mir nur noch hin und wieder die Freiheit und den Genuss, mit den Waffen der Frau zu arbeiten, im Notfall damit zu schiessen.

Was ist los im Supreme Court in den USA?

Der Oberste Gerichtshof in den USA, der legendäre Supreme Court, wurde noch zu Regierungszeiten von Donald Trump mit konservativen Richtern gespickt voll beladen, und so sehen auch die aktuellen Ergebnisse dementsprechend aus. Gegen die Mehrheit der Amerikaner wurden länderspezifische Gesetze verordnet. Abtreibung ist jetzt Ländersache und ist in vielen Staaten der USA verboten. Allerdings konnte man zuvor bis zur 20. Schwangerschaftswoche abtreiben, was bei uns unmöglich war, da wir einen Schwangerschaftsabbruch nur bis zur 12. Woche zulassen. Tausende Frauen in den USA fühlen sich ins Mittelalter zurückversetzt, wo die Frau Mutter und Hausfrau war, dem Manne untertänigst diente und Kinder gebar. Hierfür sind in den USA fundamentale Christen, die Amishen, die Kreationisten, streng gläubige, fundamental lebende Gruppen mit höchstem Einfluss und Milliarden Geldern verantwortlich. Und gerade eine Frau mittleren Alters erliess dieses Gesetz, welch eine Schande. Ich fürchte, demnächst wird es Einschränkungen beim Wahlrecht geben, Verhütungsmittel werden verboten, und die amerikanische Frau hat keine Möglichkeit mehr, sich in der Gesellschaft zu etablieren. Homosexualität wird gänzlich untersagt, und irgendwann bewegen wir uns dann in den USA so weit rückwärts, dass die Nation zum Drittweltstaat mutiert. Man muss wissen, dass die USA tief gespalten ist, auf der einen Seite stehen die weissen, mittelalten bis alten Männer, welche Waffen als Lösung aller Probleme ansehen und ihre Kirchengemeinden hoch preisen, und auf der anderen Seite stehen die modernen, liberalen Amerikaner, welche die Demokratie retten möchten, jedoch ständig am weissen Mann scheitern. Joe Biden entpuppte sich leider als einer der schwächsten Präsidenten, was ich persönlich schade finde, denn ich hielt alle meine Daumen hoch, damit er damals gewinnen würde. Heute sehe ich ein, dass er vielleicht zu alt ist, um Amerika great again zu machen, denn gross sind nur die derzeitigen Wirtschaftskriege, Spaltungen und konservativen Ansichten, welche die amerikanische Demokratie in den Hintergrund verbannen. Und wenn wir eines Tages aufwachen, erleben wir Amerika in einer Diktatur. Dann kaufe ich wieder in China ein, denn dann ist es egal, woher meine Schuhe kommen.

 


Elisabeth Putz

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