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Wie kommt man zu seinem Recht?

Recht und GerechtigkeitRecht ist eine reine Ansichtssache, denn man kann es wenden und drehen, wenn man dem Richter das Wort im Mund umdreht und seinen Anwalt nicht reizt. Oft ist der Mandant das lästige Übel, welches man in Kauf nehmen muss. Und oft ist das Prozessrisiko so undurchschaubar, dass man glaubt, man würde im Recht sein, wenn man den Prozess mit Pauken und Trompeten verliert. Dazwischen können Jahre vergehen, denn die Mühlen der Justiz mahlen langsam.

Recht haben und Recht bekommen sind in der Regel zwei Paar Schuhe, denn wenn die Beweislage nicht einwandfrei ist, bekommt man kein Recht, oder man muss den Instanzenweg gehen, um zum Schluss festzustellen, dass man selten Recht bekommt. Auch wenn die Beweislage stimmt, kann es zu unerwarteten Zufällen kommen. Übrigens ist der Mandant oftmals der schlimmste Feind des Anwalts, schlimmer als die Gegenseite. Und daher muss man immer mit einem gewissen Prozessrisiko rechnen. Ausserdem sollte man sich vor eitlen Anwälten in Acht nehmen, die beim geringsten Windhauch das Mandat niederlegen und ihren heiss geliebten Mandanten im Stich lassen.

Recht ist Gerechtigkeit, auch wenn man dies nicht in jedem Streitfall, in jedem Gerichtssaal feststellen kann. Oft gewinnt der Stärkere, der die besseren Anwälte hat. Oft gewinnt jener, der mehr Einfluss besitzt. Und gegen ein Kollektiv kommt der Einzelne nur schwer an. Recht ist ein Gefühl, denn man glaubt, rechthaben zu wollen, selbst wenn eine Sache ungerecht erscheint. Und so ist das Recht eher eine subjektive als eine objektive Wahrnehmung, denn jeder nimmt Gerechtigkeit und Unrecht anders wahr. Der Staat macht allgemeine Gesetze, damit wir uns auf ein allgemein gültiges Recht stützen können. Das bewahrt den Frieden in der Bevölkerung.

Wie kommt man zu seinem Recht? Wichtig ist der passende Anwalt, wobei das Anwalt-Mandanten-Verhältnis stimmen muss, denn Vertrauen ist hier besonders wichtig. Bei der Anwaltssuche sollte man sich für einen Fachanwalt entscheiden, besonders im Medizinrecht, Onlinerecht und in wirtschaftlichen Fragen. Der Fachanwalt hat sich spezialisiert und kann oft Fragen besser beantworten. Eine Rechtsschutzversicherung kann hilfreich sein, denn ein Gerichtsprozess ist teuer, und das Anwaltshonorar hängt in der Regel von der Schadenssumme ab, wobei hier schnell hohe Kosten anfallen können, wenn man den Prozess verliert. Man sollte im Klagsfall immer das Prozessrisiko berücksichtigen, da die Beweisbegutachtung immer vom jeweiligen Gericht abhängt und man oft ein Restrisiko eingehen muss, selbst wenn die Beweislage eindeutig erscheint.

Recht haben und Recht bekommen sind oft zwei verschiedene, emotionale Dinge, welche man zwar objektiv, sachlich kompakt, mit Verstand, Expertise und wissenschaftlich belegter Aussagekraft, mit stichhaltigen Beweisen, oder zumindest mit aussagekräftigen Indizien durchsetzen kann, aber aus Sicht des Mandanten gewinnt meistens die aufgestaute Emotion.

Wichtig ist, dass man für fachlich intensive, schwierige Prozesse möglichst einen Fachanwalt im jeweiligen Gebiet, beispielsweise einen Anwalt für Immobilienrecht in Immobilienfragen, einen Fachanwalt für Medizinrecht im Streitfall eines möglichen Kunstfehlers, einen Fachanwalt für Wirtschaft in wirtschaftlichen Anliegen wählt, und besonders im Bereich Internet sind die Fachanwälte wichtig, da hier die Gesetzeslage meist länderübergreifend, nach EU-Recht und EU-Richtlinien durchgeführt wird und die jeweiligen Gesetze oftmals noch jung sind. Im Urheberrecht gelten für Online-Bilder und Online-Texte, Online-Publikationen aller Art die fliegenden Gerichtsstände, bei denen man sich als Urheber das Gericht meist aussuchen kann. Da hat der Beklagte oftmals schlechte Karten, weshalb hier ein direkt unfairer Markt entstanden ist, welcher mit Abmahnungen aller Art bestückt ist. Wer sich Bilder und Texte fremder Leute im Internet aneignet, sollte sicherstellen, dass er keine Urheberrechte verletzt, und er muss die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Portale wie beispielsweise Fotolia berücksichtigen und auch umsetzen, denn ein geklautes Bild kann sehr teuer werden.

Im Schadensfall muss man nicht immer Recht bekommen, denn oft hängt die Beweislage nicht nur von der Dokumentation ab, sondern wird von Gutachtern zerpflückt, oder die mündlichen Aussagen zählen mehr als die Schriftstücke, denn die Beweislage obliegt dem jeweiligen Richter. Und so hat der Mandant manchmal das nachsehen, wenn er einen möglichen Schaden einklagt. Im Medizinprozess ist die Beweislage oft schwierig, weil der Patient im Grunde nachweisen muss, dass ein eventueller Kunstfehler vorliegt, und dies muss er mit Hilfe von gerichtlichen Gutachtern tun, wobei Patient und Richter in der Regel keine fachkundigen Ärzte sind. Fakt ist, in einigen Fällen gewinnt derjenige mit den stärkeren Nerven, mit dem längeren Atem, mit der besseren finanziellen Lage. Dies sieht man oft, wenn ein einzelner Mensch gegen eine Versicherung, ein Land, eine Stadt, ein Krankenhaus klagt. Da kann es passieren, dass man nach der ersten Instanz nicht mehr weitermacht, weil man einen Nervenzusammenbruch erleidet und einfach umfällt. Ich persönlich verklagte einst ein Krankenhaus, gab jedoch nach der ersten Instanz auf, weil ich zusammengebrochen bin und volle 5 Jahre brauchte, um wieder stabil zu sein. Bitte, es war mir ein Vergnügen, eine Ehre, ein besonderes Anliegen, es war katastrophal, aber ich lebe noch.

Anwalt

Wie findet man den richtigen Anwalt? Wer eine Rechtsschutzversicherung besitzt, kann sorglos klagen, die Kosten werden im Idealfall übernommen. Hier lohnt es sich, einen Fachanwalt zu wählen, denn er ist auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert, womit die Gewinnchancen bei Gericht steigen. Man sollte die Anwaltskosten immer im Überblick behalten, wenn möglich, aussergerichtlich versuchen, einen Streitfall zu lösen, und für Verwaltungsarbeiten kann man auch einen allgemeinen Anwalt wählen, da er in den meisten Fällen günstiger ist, wenngleich das Honorar vom Streitwert abhängt, wenn man nicht auf Stundenbasis abrechnet. Im Allgemeinen sind Anwälte Bestverdiener, stehen an der Spitze der Gesellschaft und führen die Verdienstliste der selbständigen Verdiener an. So gesehen existieren kaum Anwälte, die billig sind.

EU-Richtlinien

Immer wieder treten neue EU-Richtlinien in Kraft, die einerseits für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen, aber andererseits für Verwunderung und Staunen sorgen. Wer braucht die Gurkenkrümmung? Und was hat uns die ungesunde Energiesparlampe gebracht? Heute noch knabbern viele kleine Onlineunternehmen, vorwiegend Internetmedien und Onlinemagazine an der Cookie-Richtlinie, die von der legendären E-Privacy Richtlinie getopt wird. Werbung ist quasi zum Tabuthema geworden, und ich werde eines Tages das einzige Magazin sein, welches kostenlos zur Verfügung steht, denn ich bin ein Brotkrümel-Knabberer und bemerke nicht, wie meine Einnahmen verschwinden. Blogger, Kleinunternehmen, alles, was online unterwegs ist, muss jetzt die Zustimmung des Kunden einholen, um entweder seinen Namen, seine Statements oder seine Werbezustimmung zu erhalten. Und daher schliessen viele Unternehmen ihre Pforten, ganz ohne Sinn, denn personalisierte Werbebotschaften empfanden viele Leute besser als unpersönliche Werbebanner. Und weil die EU nur nachts schläft, werden neue Richtlinien folgen, aber im Grunde können wir froh sein, EU Mitglieder zu sein, denn ohne Europa würden wir unseren Lebensraum verlieren, sobald einer kommt und glaubt, Europa würde ihm gehören.

Gesetzeslücken

Unser Rechtssystem ist gut, aber bei jeder noch so durchdachten Sache gibt es Lücken. Das ist ein natürliches Phänomen. Besonders Mietnomaden nutzen es gerne aus, GmbH Firmen, wenn sie etwas zu verschleiern haben, aber auch der gewitzte Normalbürger könnte sich dran bereichern. Welche Lücken sollte man schliessen? Als Verbraucher sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht in eine Abofalle tappen, denn mit Ihrer Unterschrift könnte es leicht passieren, dass sie vertraglich abgeschlossene Geschäfte nicht mehr rückabwickeln können, wenn gewisse Fristen verstrichen sind.

Gutachten

Was muss man bei einem Gutachten beachten? Am schlimmsten sind Baugutachten, denn es gibt selten bis kaum Bauobjekte, die frei von jeglichem Mangel sind. Hier sollte man einen eigenen Gutachter mitnehmen, wenn man zur neuen Wohnungsübergabe fürs Eigenheim erscheint. Medizingutachten sind auch nicht zu verachten, denn der medizinische Laie muss dem zu begutachtenden Arzt vertrauen, und hier zieht man als Laie eindeutig den kürzeren Faden. Fakt ist, man sollte das Gutachten mit der mitgelieferten Literatur vergleichen und immer einen zweiten Gutachter miteinbeziehen, der nicht befangen ist.


Elisabeth Putz

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