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Wie mächtig sind Konzerne?

Konzerne sind schnell unterwegsEin Konzern ist ein Grossunternehmen, welches viel Umsatz generiert, in der Regel tausende Mitarbeiter versorgt, international, weltweit, oder wenigstens im eigenen Land grösstmöglich tätig ist, aber die meisten Grosskonzerne agieren auf allen Kontinenten und erschliessen auch Drittweltländer, weil sie hier ein möglichst grosses Umsatzpotential für die Zukunft sehen.

Konzerne, und vor allem Grosskonzerne sind mächtig, holen sich steuerbegünstigt jedes noch so kleine schmackhafte Häppchen heraus, und sie entlohnen ihre Mitarbeiter nicht unbedingt grosszügig, es sei denn, es handelt sich um die Manager, welche sogar im Falle des totalen Versagens oder bewusst und egoistisch herbeigeführten Untergangs mit einem goldenen Handshake versorgt werden. Diese Macht spüren die kleinen Unternehmen, die brav ihre Steuern bezahlen, ihre Mitarbeiter beim Namen kennen, sie gut entlohnen und sozial eingestellt sind.

Wenn wir uns die derzeit am Markt vorhandenen grössten Tech-Konzerne anschauen, so hat Amazon weltweit weite Handelsketten und fast alle kleinen Händler quasi symbolisch geschluckt, denn wer kauft schon alles einzeln beim kleinen Händler, wenn er alles bei Amazon haben kann, ohne Risiko, bequem lieferbar, bequem abbuchbar, bequem rücksendbar, wenn die Ware nicht gefällt. Diesen Service können kleine Händler oft nicht in diesem Umfang leisten, und so hat Amazon die Nase vorne, während zahlreiche Händler die Nase voll haben. Die Mitarbeiter von Amazon werden zwar grösstenteils gut entlohnt, aber wer für eines der vielen Subunternehmen im Auftrag von Amazon arbeitet, bekommt oft Löhne, die man eher von Drittweltländern gewohnt ist. Da kann man nicht gut davon leben, und zum Sterben ist es trotzdem zuviel, sodass man doch irgendwie überlebt. Auf der anderen Seite leisten sich die Inhaber von diesen Grossunternehmen eine Fahrt ins All und erfreuen sich an der regen Berichterstattung darüber.

Nehmen wir als Beispiel Google oder Facebook. Durch die eingeschränkten Datenschutzbestimmungen, die besonders in der EU gelten, sind diese Konzerne im Vorteil, denn wer die Google- und Facebook Dienste in Anspruch nimmt, muss deren Datenschutz und deren Geschäftsbedingungen zustimmen, was oft heisst, dass man seine Daten freiwillig preisgibt. Die Werbung blüht, die Drittanbieter freuen sich, und der Normalverbraucher stört sich nicht dran, wenn seine Daten verkauft und verarbeitet, gespeichert und weitergegeben werden, denn das bisschen Werbung ist nicht so störend, als wenn man seine täglichen Freunde nicht mehr lesen darf. Und die kleinen Medienhäuser und noch kleineren Blogger knabbern am Existenzminimum, wenn sie die Datenschutzrichtlinien einhalten müssen, weil die Besucher die kleinen Blogs ignorieren, nicht in Werbung einwilligen, wenn sie doch ein ähnliches Angebot auch ohne Werbung konsumieren können. Diese Ungleichheit im Onlinebetrieb spaltet die Onlineunternehmen, sie spaltet quasi eine Gesellschaft, denn zunehmend verlangen die Medienhäuser für das Konsumieren ihrer Berichte Geld, und so ist die frei verfügbare Information, das frei verfügbare Wissen plötzlich kostenpflichtig. Hier entstehen wieder zwei Gesellschaften, die mit und die ohne Geld.

Grosskonzerne beeinflussen mit ihrer Macht auch die Politik, denn die Lobbyisten sorgen dafür, dass ihre Angebote bevorzugt werden. So steigt man jetzt vermehrt wieder in die Atomindustrie ein, baut Atomkraftwerke und gaukelt dem Endverbraucher billigen Strom vor, während man sich in die falsche Richtung hin bewegt. Die Umwelt wird zerstört, die Atomkraftwerke entwickeln Atommüll, der entsorgt werden muss, und einige Länder lassen ihren Atommüll einfach ins Meer fliessen. Wir zahlen einen hohen Preis dafür, weil wir durch unsere tägliche Nahrung diesen Atommüll in unseren Körper aufnehmen, an Krebs erkranken können und sterben. Und da gibt es Leute, die sagen, das Leben ist ohnehin endlich, sterben muss jeder. So manch ein Superreicher ahnt nicht, dass auch er betroffen ist, weil seine Weitblickfähigkeit nicht über den Privatjet hinausgeht. Man lebt ohnehin lieber für den Moment, nicht für eine lange Zukunft, und man lässt sich in seinem ausschweifenden Lebensstil nicht gerne einengen.

Das Positive an Grosskonzernen

Gibt es auch positive Dinge, die Konzerne und Grosskonzerne vorweisen können? Man muss mit der Lupe danach suchen, aber man wird fündig. Die Konzerne bieten tausenden und Millionen Arbeitnehmern einen Job, und Geld braucht jeder, zum Leben, zum Essen, zum Flanieren. Die meisten Konzerne leisten eine gewisse soziale Arbeit, indem sie spenden, in Investitionen für Drittweltländer investieren, neue Techniken entwickeln, neue Maschinen auf den Markt bringen, grosse Mengen in kurzer Zeit produzieren können, grosse Kapazitäten freiwerden lassen, falls sie nötig sind, und sie verfügen über die weltweit nötige Infrastruktur, Vernetzung und Power.

Wenn wir uns unser Konsumverhalten, Surfverhalten im Internet, Freizeitverhalten und die Essgewohnheiten anschauen, so konsumieren wir den Burger bei MC-Donalds, die Kleidung bei Amazon, so wie alles weitere zum Leben und für den Alltag, denn Amazon ist schnell und zuverlässig. Wir googeln alles, was die Informationswelt bietet, sind auf Facebook mit vielen Leuten befreundet, und wir nutzen die Software von Microsoft und Apple, denn ein Apfel ist immer darunter, der uns nährt. Wir essen Schokolade von Craftfood und Nestle, konsumieren Fertiggerichte von Knorr und Maggi, und wir sagen trotzdem, dass wir regional und saisonal konsumieren, während wir Erdbeeren aus Holland importieren und uns die saftige Erdbeere unterm Weihnachtsbaum schmecken lassen. Unser Konsumverhalten richtet sich nach den Grosskonzernen, und wir sehen dies als so natürlich, alltagstauglich und normal an, dass wir nicht auf die Idee kämen, die Konzerne wären schlecht. Und daneben schimpfen wir auf die Grosskonzerne und fordern mehr Besteuerung für Grossunternehmen. Diese Doppelmoral ist naturgegeben, und sie hät uns erstaunlich wach.

Sollen Grossunternehmen besteuert werden?

Seit Jahren diskutieren Politiker, Menschenrechtler und Lobbyisten darüber, ob Grosskonzerne und Grossunternehmen besteuert werden sollen. Google, Facebook, Amazon und Co leben auch gut ohne diese Steuern, da sie für viele Unternehmen eine lästige Zusatzbelastung darstellen. Der kleine Bürger würde sich wahrscheinlich freuen, weil er einerseits davon profitiert, wenn er Glück hat, und andererseits wäre endlich mehr Gerechtigkeit vorhanden, aus welcher man mental schöpfen könnte. Es ist nämlich auch eine Kopfsache, die den kleinen Arbeiter verzweifeln lässt, wenn er mehr als 40 Wochenstunden schuftet, wenig Lohn dafür erntet, und diesen noch hoch versteuern muss, während Grosskonzerne in vielen Ländern keine Steuern bezahlen. Man sagt zwar, es werden Arbeitsplätze geschaffen, aber wer für einen Grosskonzern schuftet, tut dies oft unter katastrophalen Bedingungen, sodass man nicht von guten Arbeitsplätzen sprechen kann. Die Gehaltskluft ist einfach so tief geworden, dass niemand überlebt, der in diese Kluft fällt. Und dann hätten wir noch die Digitalsteuer, die eigentlich für die vermenschlichten Maschinen gilt, welche den Menschen vom Arbeitsplatz verdrängen. Wir nennen es Fortschritt, aber der Fliessbandarbeiter und der Angestellte in der Produktion nennen es Frechheit. So eine Digitalsteuer würde ein guter Anfang sein, aber es wäre wahrscheinlich auch nur ein Tropfen auf dem zu heiss gewordenen Stein, wenn man das System einfach so weiterlaufen lässt.

Lohnen sich DAX-Konzerne?

Die DAX-Konzerne leiden, da sie in den letzten 10 Jahren erbärmlich eingebrochen sind, fast die Hälfte ihrer Gewinnchancen vertan haben, ihre Schulden haben sich nämlich verdoppelt. Natürlich leiden auch die Anleger darunter, denn es schmerzt, wenn man eine Kürzung der Dividende in Aussicht gestellt bekommt. Die Deutsche Telekom ist so ein Paradebeispiel, aber es kann sich jederzeit ändern, denn die Lage an der Börse schwankt wie ein Betrunkener, der vor der eigenen Haustüre steht und seinen Schlüssel sucht. Privatanleger sollten vorsichtig sein, bloss kein geliehenes Geld investieren, denn sonst schnappt die Schuldenfalle im Privathaushalt zu. Bitte, es gibt sie noch, die Leute, welche einen Kredit aufnehmen, um damit an der Börse zu spekulieren. Eine Frau erzählte mir, es wäre doch fatal, keinen Kredit aufzunehmen, wo doch gerade in einer Nullzinsphase das Geld spekulativ mehr Ertrag einbringt. Ich staunte, denn geliehenes Geld ist Fremdgeld, für mich spielt hier die Nullzins-Politik keine Rolle, wenn das Geld weg ist, türmt sich der Schuldenberg erst recht. Man muss die DAX Unternehmen rein sachlich-kompakt betrachten, denn in einem Hedge-Fond werden sie zusammen mit zahlreichen weiteren Aktien und Wertpapieren gemanaged und fallen nicht grossartig ins Gewicht, wenn sie sich etwas ungünstiger entwickeln, denn in grossen Hedge-Fonds bleiben die Erträge erstaunlicherweise oft mehr oder weniger stabil. Wenn man jedoch sein Geld in ein einzelnes DAX Unternehmen steckt, trägt man ein hohes Risiko, aber wem das Venture Kapital gefällt, der hat auch Freude an den DAX-Konzernen.


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Elisabeth Putz

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