Billig telefoniert man mit dem richtigen Tarif. Bei Handy und Smartphone sind es Flatrate Tarife, die einige kostenlose Angebote zum Pauschalpreis enthalten, vorausgesetzt, man nutzt diese Dinge auch wirklich. Bei Telefonanbietern sollte man auf die Minutentarife achte und notfalls eine Billignummer vorw„hlen, eine sogenannte gnstige Vorwahlnummer. Und wer mit Hilfe des Internets telefoniert, sollte auf einen gnstigen Internettarif achten, denn Skype ist ohnehin kostenlos und funktioniert auch ganz gut.
Wichtig beim Telefonieren ist je nach Tarif immer noch die Gespr„chsdauer. Stundenlanges Telefonieren geht ins Geld, da fhrt kein Weg vorbei. Wer ins Ausland telefoniert, sollte sich darber im Klaren sein, dass er wom”glich richtig viel Geld bezahlt, aber auch hierfr existieren billige Vorwahlnummern. Und bei einem Roaming Tarif, der wichtig fr den Urlaub, fr den Aufenthalt im Ausland ist, sollte man gewisse Dinge wie den SMS Empfang, den Mail-Empfang etc. ausschalten, denn das kostet im Ausland unter Umst„nden Geld.
Ich war in Deutschland bereits braver Telekom Kunde, wobei ich es bei der Telekom toll fand, dass man gnstige Vorwahlnummern vor die eigentliche Telefonnummer schalten konnte. Ich war 1und1 Kunde, wobei ich es dort toll fand, dass ich Internet, Telefon und alle Extras in einer Box vereint hatte. Ich war Arcor Kunde, wobei ich dann die Telekom vermisste, obwohl mir bei Arcor nichts fehlte, ausser meine Nostalgie. Und ich bin derzeit in ™sterreich UBC und Telekom Kunde, denn man weiss ja nie, wann der n„chste Stromausfall kommt.
Wenn diese kleinen Preise in den siebziger Jahren auch schon pr„sent gewesen w„ren, h„tte ich mich bestimmt viel ”fter verw„hlt. Heute telefoniere ich mit Hilfe des Internets gratis und verwende, wenn auch selten, Skype. Im Normalfall nehme ich mein Schnurlostelefon und h„nge mich zu meiner Mutter in die Leitung, damit wir uns gegenseitig unser Leid klagen k”nnen. Sie klagt ihr Leid, ich h”re ihr zu und gebe ihr Recht, damit sie aufh”rt, ihr Leid zu klagen. Bei den jetzigen Telefontarifen kann man sich diesen Luxus schon leisten, es tut ja nicht im Geldbeutel sondern nur in den strapazierten Nerven weh.
Ich kann mich noch erinnern, als die ersten Billiganbieter auf den Telefonmarkt wanderten. Wie die Wanderheuschrecken mieteten sie sich bei der Telekom ein und frassen ihr die Kunden weg. Ich wohnte zu dieser Zeit in Freising und suchte mir immer eine billige Vorwahlnummer aus, um mit meinen Leuten gnstig zu telefonieren. Mein l„ngstes Telefonat mit einer meiner Internetbekanntschaften dauerte 17 Stunden lang, inklusive drei Pinkelpausen und einer Wurstsemmel, die ich am Telefon verspeiste. Bitte, da muss man ja quasi einen Billiganbieter vorschalten, sonst geht man pleite und muss auf die Wurstsemmel verzichten.
Nun, heute vergleiche ich die verschiedenen Telefonflatrates, die Freiminuten und das Internetpaket, wenn ich den Telefonanbieter einmal wechseln sollte. Ich nutze hier in ™sterreich Inode, UPC Telekabel, und ich steige aus reiner Bequemlichkeit nicht auf einen anderen Anbieter um, weil das System funktioniert. In Deutschland nutzte ich 1und1 zusammen mit der Deutschen Telekom, und ich stieg nicht auf einen anderen Anbieter um, da ich dieses System als einziges verstand und bedienen konnte.
Natrlich hat das Telefonieren in der Box auch seine Nachteile. Damals konnte ich bei Stromausfall und bei starkem Gewitter auch noch mit meiner Mutter ber ihr Leid klagen und mit meiner Tante Rosa ber die bevorstehenden Weihnachtsgeschenke am Telefon reden, die Leitung stand. Heute kann ich meinen Kunden in der Box bei Stromausfall oder starkem Gewitter suchen, die Leitung f„llt. Das musste ich schmerzhaft feststellen, als ich mich wieder einmal verw„hlte, zeitgleich ber mein Telefonkabel stolperte, der Stecker aus der Steckdose glitt, ein selbstproduzierter Stromausfall eintrat, und weg war der neu gewonnene Kunde. Bitte, selbst daraus ziehe ich meinen Vorteil, denn wenn Mama zu lange ihr Leid klagt, gibt es einen geplanten, direkt unverhofften Stromausfall.
Irgendwann im neuen Jahrtausend, ich hatte noch tief und fest geschlafen, kam die IP Telefonie ber mich. Zuerst dachte ich, ein UFO wrde in meinem Bro landen, als meine erste Box, ein sogenannter Router ankam. Sie hatte sogar einen Namen, Fritzbox hiess sie, und somit vermenschlichte ich sie gleich einmal, damit sie mir seelisch n„her war. Als ich mich mit dem neuen unbekannten Flugobjekt anfreundete und die Sache mit der IP Telefonie begriff, strebte ich nach h”herem und kaufte mir zus„tzliche Telefonnummern aus dem Ausland.
Kaum zu glauben, aber der technische Fortschritt in der Telekommunikation macht es m”glich, dass meine Anrufer aus der Schweiz und aus Deutschland bei mir in ™sterreich, in Klagenfurt aus meiner Box kommen. Der Anrufer glaubt, er telefoniert mit Mnchen oder Zrich und kommt doch zuletzt bei mir in Klagenfurt aus der Leitung. Ab jetzt telefonierte ich durch eine Box.
Es kam bereits vor, dass Anrufer glaubten, ich bef„nde mich in Mnchen oder Zrich. Die wollten dann gleich einen pers”nlichen Termin mit mir vereinbaren. Einmal rief eine Frau eines Kunstunternehmens bei mir in Mnchen an, um mir ihren neuen Katalog zu verkaufen. Sie erschrak m„chtig, als sie mich gleich darauf in Zrich anrief und mich auch dort pers”nlich am Telefon hatte. Das Telefonat mit mir in Klagenfurt konnte sie sich sparen. šbrigens verschafft man sich durch den Zukauf von ausl„ndischen Telefonnummern einen Gr”ssenvorteil, der optisch schon an Gr”ssenwahn grenzt. Ich nutze Vortel fr diesen bitter n”tigen Dienst.
Voice over IP ist zwar praktisch fr mich, wenn wir jedoch Stromausfall haben, kann ich meine Mutter nicht anrufen und ihr unseren Stromausfall mitteilen, denn dann liegt meine Telefonbox lahm. Bitte, mein gesamtes Bro h„ngt an einer Box, und die Box h„ngt am Nagel. Sozusagen kann ich mein Bro an den Nagel h„ngen, wenn wir Stromausfall haben. Wie gut, dass ich fr diese Notf„lle ein Handy besitze, damit kann ich wenigstens den Pizzaservice anrufen und ihm mein Leid klagen: Habe riesen Hunger im Bauch, will eine Pizza mit Spinat und Lachs. Bitte zur dunklen Wohnung mit dem Stromausfall liefern.
VOIP hat wahrlich viele Vorteile, mein Internet h„ngt dran, ich lade einmal im Monat ein Datenpaket auf und kann weltweit billigst fast zum Nulltarif telefonieren, ich kann Videofonieren, und wenn ich meine Webcam finden wrde, dann wrde ich es auch nutzen. Ach, ich sehe ohnehin nicht fotogen aus.
Ich kann meine Telefonkarte weltweit aufladen, ich bin berall erreichbar, ich kann kostenlose Datenpakete durch die Welt schicken, ich kann bei Bedarf eine Flatrate nutzen, sodass ich meine Telefonkarte nicht virtuell aufladen muss, und ich kann mich schlafen legen, wenn ein Stromausfall mein Telefon lahm legt. Die gute alte Kupferleitung der Telekom trotzt jedem Stromausfall, kann aber dafr nicht so viel. Und wenn bei uns noch oft genug Stromausfall ist, steige ich wieder um aufs gute alte Telefon.
Es ist kaum zu glauben und unheimlich traurig, aber viele Menschen wissen nicht einmal ber ihren eigenen Handytarif Bescheid. Die buttern Geld in ihr Handy hinein und k”nnen nicht beim Telefonieren sparen, weil sie sich fr die Telefontarife nicht interessieren. Gehen Sie zu Ihrem Handyanbieter und lassen Sie sich eine Tariftabelle geben. Schauen Sie berhaupt einmal nach, was Ihre Handyrechnung so fr Zahlen ausspuckt.
Dann informieren Sie sich ber gnstige Tarife, die zu Ihnen passen. Wenn Sie wenig telefonieren, brauchen Sie keine Handyflatrate. Und dann erst beginnt das Sparen beim Telefonieren. Wenn Sie wirklich nur gelegentlich telefonieren, reicht es aus, eine Wertkarte zu besitzen.
Wer im Urlaub telefonieren wollte, sein Smartphone verwendete, fand nach dem Urlaub oft eine erh”hte Handyrechnung vor, weil die Roaming Gebhren im Ausland teuer waren. Heute schiesst man Urlaubsfotos, l„dt sie ins Internet, teilt sie mit Freunden zu Hause, telefoniert mit den Daheimgebliebenen und muss sich in vielen L„ndern, besonders in EU-L„ndern nicht mehr um die l„stigen Roaming Gebhren kmmern, da sie im EU-Ausland abgeschafft wurden. Weiterhin existent sind sie weltweit in allen Nicht-EU-L„ndern. Einige Handyanbieter und Mobilfunkbetreiber lassen jedoch aufgrund der Gebhren, welche auf den Anbietern lasten, kein Roaming mehr zu, oder sie schr„nken es ein. Hier sollte man sich vor Urlaubsantritt erkundigen, damit man nachher keine b”se šberraschung erlebt.