Coole Events und trendige Veranstaltungen gab es schon immer, seit die Menschheit existiert. In alter Zeit feierte man Rithen, den Mittsommer-Rithus und den Mittwinter-Rithus, gefolgt von der Tag und Nacht Gleiche im Frhling und im Herbst. Die Menschen orientierten sich an der Sonne, am Mond und an den Sternen. Im Mittelalter feierte man Ritterfeste, und in der Renaissance tanzte man gerne und stellte die Tanzveranstaltungen samt ppigem Essen in den Mittelpunkt. Heute feiert man grosse Events wie Rock am Ring, Formel1, Schlagerfestivals und Sportevents wie die Fussball EM und die WM. Viele Leute zieht es magisch zu Promipartys hin, denn da schreitet man ber den roten Teppich, oder man schaut sich zumindest die Prominenten am Red Carpet an. Volksfeste, Musikfestivals, B„lle, Konzerte, Charity Veranstaltungen, gefolgt von Events mit Tradition, bis hin zu den g„ngigen Events, welche spezielle Jahreszeiten einleiten, wie beispielsweise Fasching, Weihnachten, Ostern, Halloween, die blichen Sommer- und Winterfeste, alles ist dabei, nur cool muss die Party sein.
Am 11. 11. beginnt traditionell der Fasching, auch wenn man ihn im November nicht sprt. Um 11:11 Uhr feiern die Narren das, worauf sie das ganze Jahr ber gewartet haben. Es ist ein Schnapstag, der aus einer reinen Schnapszahl besteht. Viele Leute heiraten an diesem Tag, bringen Wunschkinder termingerecht per Kaiserschnitt zur Welt, man feiert Martini, den Martinstag, man leitet an diesem Tag die Fastenzeit ein, an die sich bis Faschingsende niemand erinnert, und man ist irgendwie ausgelassener als sonst. Es wird das Laternenfest gefeiert, und wenn die Laterne unten nicht leuchtet, dann leuchten eben die Strassenlaternen samt verfrhter Weihnachtsbeleuchtung oben.
Der Freitag der 13. ist ein Glckstag zum Feiern, oder ein Unglckstag zum Davonlaufen. Die Zahl 13 hatte bereits in M„rchen, Sagen und Mythen eine grosse Bedeutung, und so verf„llt man auch heute noch in den Aberglauben, dass schwarze Katzen, Rauchfangkehrer, die von links kommen, schwarze Raben und Sensenm„nner Unglck bringen. Statistisch gesehen gibt es an Freitagen, welche auf den 13. eines Monats fallen, nicht mehr Unf„lle im Strassenverkehr als an anderen Tagen. Und wer an diesem Tag Geburtstag feiert, der darf sich ohnehin freuen, da es absolut sein Tag ist.
Man weiss ja nie so genau, wann der Fasching terminlich gesehen beginnt und wann er endet, denn dies h„ngt vom Mond ab. Man feiert Karneval in Rio und Venedig, man feiert Fasching bei uns, und man sucht j„hrlich nach einer passenden Faschingsprinzessin, die das Prinzenpaar erg„nzt. Faschingskrapfen essen, saufen und lachen, das passt zu den Narren wie die Faust aufs Auge. Bitte, die Narrenzeit ist ja nicht fr jeden geeignet. Wenn der Banker in seiner edlen Krawatte von Bonn nach K”ln kommt, f„hrt er ohne Krawatte wieder nach Hause, falls er gesch„ftlich in der Weiber Fassenacht den Weg nach K”ln einschl„gt.
Die goldene Himbeere ist ein Filmpreis bei der Oscar-Verleihung, die den schlechtesten Film, die schlimmste Filmproduktion auszeichnet. Keiner ist heiss auf diesen Preis, der traditionell am Vorabend des originalen Oscars verliehen wird. Kaum jemand holt sich die goldene Himbeere selber ab, aber die Party sollte man trotzdem geniessen, denn es kann gefeiert werden. Warum sich die Gewinner der goldenen Himbeere diesen Moment der besonderen Auszeichnung entgehen lassen, kann niemand verstehen, weil man doch auch mit schlechten Werken gross in den Medien ist, besser als so mancher Bestseller. Die Gesellschaft ist im Grunde ihres Herzens so gepr„gt, dass sie sich die schlechten Dinge l„nger merkt und die schlechten Filme eher anschaut, als die guten oder gar die durchschnittlichen.
Halloween feiern wir am 31. Oktober, wenn die Krbisse reif sind und das wilde Partyvolk lebt. Aus den USA sind die skurrilen Halloweenpartys zu uns herbergeschwommen, auf denen man sich sinnlos besaufen und sogar im Totenkopfkleid erscheinen kann. Kinder laufen von Haus zu Haus, sammeln Sssigkeiten, und wenn man nichts Saures ernten will, muss man die Fenster und Tren verrigeln. Am Halloweenabend werden Streiche gespielt, sodass niemand sicher ist, denn es k”nnten berall wilde Gestalten lauern.
Der Termin fr den Muttertag darf niemals vergessen werden, sonst kann man auf den Marmorkuchen pfeifen. Er ist am 2. Sonntag im Mai. Blumen, der obligatorische Kaktus fr die Schwiegermutter, der kleine Ausflug fr Mama, das Restaurant in idyllischer Grnlage, das wollen Mamas haben. Mtter reagieren empfindlich, wenn die erwachsenen Kinder kaum Zeit fr sie finden. Schenken Sie Ihrer Mutter doch ein wenig mehr Zeit auf einem virtuellen Zeitkonto, welches sie dann einl”sen kann.
Das original Mnchner Oktoberfest findet j„hrlich in der zweiten H„lfte vom September statt, hat mittlerweile viele Nachahmer gefunden und bleibt seiner Tradition treu. Dirndlkleid und Lederhose, das starke Bier mit saftigen Preisen, die Fahrgesch„fte im Vergngungspark, die begehrten Sitzpl„tze in den Bierzelten, die Schausteller, Kellner und Veranstalter, die G„ste aus aller Welt, alles versammelt sich auf der Theresienwiese in Mnchen.
Der Opernball ist ein eleganter Ball fr die gehobene Gesellschaft, fr die Creme de la Creme. Man tr„gt Ballkleid und Frack, Ballschuhe und High Heels. Man sollte die Knigge beherrschen und den Linkswalzer tanzen k”nnen. Und man will sehen und gesehen werden, wenn die Wiener Staatsoper ihre Pforten ”ffnet und sich als Ballsaal pr„sentiert. Ursprnglich war es ein Ball fr Knstler, heute geht die Prominenz hin und feiert sich selber.
Ostern feiert man am 40. Tag nach Aschermittwoch, wenn man zuvor gefastet hat oder sich wenigstens vornimmt, ein wenig zu fasten. Wie feiert man Ostern? Das Osternest, der Osterschmuck, das Osterfest, die Karwoche davor, die traditionellen Osterbr„uche, Eier f„rben, der Osterhase, alles muss gut organisiert werden. Fleisch und Wurst essen, oder ein veganes Festmahl? Im Trend liegt eine Kombination aus Osterschinken, vegetarischem und veganem Essen, nur die alten Traditionen sterben nie aus. Im Trend liegen auch gr”ssere Ostergeschenke und der zunehmende Konsum in der Fastenzeit.
Silvester feiern wir am 31. Dezember, quasi zwischen den Jahren. Ein Trend geht hin zur obligatorischen Silvesterparty. Ein neuer Trend geht dahin, Silvester mit Freunden oder gar zu Hause zu feiern, Fondue zu essen, w„hrend man beim k”chelnden Fleisch-H„ppchen verhungert. Bleigiessen, R„uchern, den Weihrauch duften lassen, Wrstel und Kraut zubereiten, essbare und nicht essbare Glcksbringer verschenken, das Silvesterfeuerwerk geniessen, um Mitternacht ausgelassen oder angestrengt mde mit Sekt oder Champagner prickelnd anstossen, das Neue Jahr feiern, nach Mitternacht eine Gullaschsuppe essen, alles ist m”glich.
Am 14. Februar feiern wir traditionell den Valentinstag, den Gedenktag an Valentin, den Tag der Liebe. Liebende feiern ihn ausfhrlich romantisch. Rosen, Schokolade, Dessous und Rasierwasser, Parfum, ein sch”nes Essen, ja, die Klassiker sind immer in Mode, die verschenkt man gerne an diesem Tag. Man braucht ein sinnliches Outfit, ein romantisches Candlelight Dinner, etwas Schmusemusik, eine tolle Atmosph„re und das Talent zur Verfhrung, dann wickelt man seinen Partner an so einem Tag um den Finger.
Was muss man als Ballgast auf einem Tanzball beachten? Wenn die feine Ballgesellschaft feiert, geh”ren die Benimmregeln wie die obligatorische Klatschbag und das passende Ballkleid dazu. Die Knigge feiert Hochsaison. Auf dem Opernball ben”tigt man beispielsweise ein Talent zum Tanzen, oder wenigstens das Beherrschen des Walzers. Die Abendgarderobe sollte hochwertig, schlicht bis pomp”s, und auf keinen Fall bunt sein. Auf etwas gelockerten B„llen darf man durchaus im leichten Sommerkleid erscheinen, aber Stiefel sind ein absolutes Tabu.
Am 24. Dezember feiern wir Weihnachten, den Heiligen Abend, auch wenn das Weihnachtstreiben lange vorher beginnt. Tradition, Besinnlichkeit, die Adventszeit, das Christentum, die Herbergssuche, die Geburt Jesu, Weihnachtsgeschenke, das Weihnachtsfest, der Adventskalender, Nikolaus und Krampus, die traditionellen Weihnachtsm„rkte, den Christbaum schmcken, die Weihnachtsb„ckerei, alles muss untergebracht werden. Kein Wunder, dass manche Leute bereits im September Angst vor dem Dezember bekommen.